Zerrüttete Verhältnisse

„Ein tolles Team“: Innenminister Herrmann (2. v.li.) im Kreis der Regensburger CSU-Spitze. Foto: Staudinger

 

„Auch im besten Elternhaus kann mal etwas daneben gehen.“ Ein belustigtes Raunen geht durch den Festsaal im Haus Heuport als Joachim Herrmann das sagt.

Freilich spricht der bayerische Innenminister gerade über Bildungspolitik und nicht über sein Familienleben, aber die meisten Gäste beim Neujahrsempfang der Regensburger CSU kennen spätestens seit Donnerstag auch Herrmanns Sohn Jakob, der es dank bundesweiter Berichterstattung als „Pornorapper“ Jackpot zu gehöriger Aufmerksamkeit gebracht hat (der erste Bericht in der Abendzeitung). Und dass die Lieder des 19jährigen Jakob so gar nicht zu den Ambitionen von Papi passen, sorgt für gehörige Häme im Blätterwald. Wen wundert’s, dass weder Herrmann Senior noch Junior sich zu dem Thema äußern.

„Ich kenn nicht mal meinen Vater…“ Jakob „Jackpot“ Herrmann, „Jede Frau bückt sich“

Angehörigen beider Lager in der zerstrittenen Regensburger CSU gewährt der Innenminister seine Gunst, wenngleich das „Schlegl-Lager“ eher spärlich vertreten ist. Doch immerhin: Beim Eintreffen wird Herrmann von Konrad Brenninger begleitet. Brenninger ist nicht nur ein Unterstützer von CSU-Fraktionschef Christian Schlegl, er ist auch der Rechtsanwalt, der derzeit die CSU-Fraktion im Rechtsstreit um die neue Satzung gegen die beiden Stadträte Franz Rieger und Herrmann Vanino vertritt.

Außerdem will Brenninger neuer Vorsitzender der Altstadt-CSU werden. Dort hat aktuell das Gugau-Lager das Sagen und nun im Vorfeld der Neuwahlen im Ortsverein gibt es – wieder einmal – Vorwürfe von Mitgliederverschiebungen gegen dieses Lager. Auch der berühmt-berüchtigte Thomas Fürst soll seine Finger dabei im Spiel haben – man kennt das zur Genüge. „Ich hab noch nie rot gewählt, aber wenn die 2014 immer noch das Sagen haben, wähl ich den Wolbergs“, raunt ein altgedienter CSUler, Schlegl-Lager selbstverständlich.

„Und die Uhr tickt, tickt und sie tickt immer weiter. Es läuft Eure Zeit ab, denn jetzt bin ich und bleib da.“ Jackpot, „Die Uhr tickt“

 

Nicht immer machen Kinder Sorgen: Blumen für Herrmann von Armin Gugaus Tochter Anna-Maria. Foto: as

Doch ist es wirklich so schlimm um die Regensburger CSU bestellt? Nein, beileibe nicht, betont Armin Gugau in seiner Begrüßungsrede. Nah am Bürger, kompetent, weltoffen und modern sei man – und tatsächlich: Statt Weißbier gibt es am Sonntag Prosecco, statt Weißwürschten und Leberkäs gibt es Schnittchen mit Lachs, Forelle und Frischkäse.

Die Führungsriege der Regensburger CSU: Franz Rieger, Armin Gugau und Hans Renter. Foto: Staudinger

Stellvertretend für die „jungen und dynamischen Ortsvorsitzenden der CSU“ begrüßt Gugau Andrea Glufke-Böhm, die vergangene Woche im Ortsverein Harting den Vorsitz übernommen und Vorgänger Thomas Röhrl abgelöst hat. Ein Schlegl-Ortsverein wurde ins Gugau-Lager überführt. „Aber Harting ist wurscht“, meinen übereinstimmend Angehörige beider Seiten. Der Ortsverein stellt nur drei Delegierte für die Aufstellung der Stadtratsliste. In der Altstadt sind es 16.

„Die Zeiten waren hart. Doch wir sind wieder da. Und jeder weiß sofort: Diese Typen sind Stars.“ Jackpot, „Jede Frau bückt sich“

Vorne am Rednerpult aber herrscht eitel Sonnenschein. Was da immer als Machtkampf „hochstilisiert“ werde sei in Wahrheit eine sinnvoller „Diskurs über Sachfragen“. „Bei uns wird niemand ausgeschlossen, ausgegrenzt oder kaltgestellt“, erklärt Gugau, der bei seiner Begrüßung CSU-Fraktionschef Christian Schlegl bewusst übersieht. Ebenso sparen nach ihm der Landtagsabgeordnete Franz Rieger und Bezirksrat Hans Renter Schlegl aus.

Renter rät den Anwesenden in einem „Gleichnis“ von den „ungleichen Zwillingen“ fürs neue Jahr, den „miesepetrigen“ der beiden in Zaum zu halten. Als Joachim Herrmann schließlich mit seiner Rede beginnt, hat der Fraktionschef den Neujahrsempfang schon verlassen.

Kam, hörte und ging wieder: CSU-Fraktionschef Christian Schlegl. Foto: Staudinger

„Wenn ich den Raum betrete, stehen alle auf und klatschen. Wenn Du den Raum betrittst, stehen alle auf und klatschen nicht.“ Jackpot, „Kassen auf“

Der Innenminister hat die Schlagzeilen der vergangenen Woche gelesen. Nicht nur jene, in denen es um seinen Sohn geht. In einem inhaltlich oberflächlichen, aber doch die CSU-kritische Berichterstattung vollständig aufgreifenden Rundumschlag singt er das Hohelied auf die christlichsoziale Politik. Er lobt die bayerische Bildungspolitik, die fleißigen Lehrer, wohl wissend, dass es vergangene Woche scharfe Kritik an den geringen Einstellungsquoten in Bayern gegeben hat.

„Ich bin so unbeschreiblich wie der heilige Geist.“ Jackpot, „Das R mit der Krone“

„Ich halte mich da raus.“ Herrmann zum Regensburger CSU-Streit. Foto: Staudinger

Er geht auf das Gutachten des Zukunftsrats der bayerischen Staatsregierung ein, das empfiehlt strukturschwache Regionen quasi abzuschreiben, links liegen zu lassen und stattdessen die Zentren zu stärken. Der Bayerische Rundfunk sprach von einer „Kriegserklärung an die Provinz“, wo die Empörung entsprechend groß war.

„Das, was behauptet wird, steht da nicht drin“, sagt Hermann dazu. Man werde das Gutachten „demnächst“ veröffentlichen. Zumindest wird „das, was behauptet wird“ spätestens dann nicht mehr drin stehen…

„Ich ficke Bräute aus der Unterschicht.“ Jackpot, „Jede Frau bückt sich“

Vergleichsweise kurz, aber mit den gewohnten Schlagworten, spricht Herrmann über seine Kernthemen: Innere Sicherheit („In Bayern lebt man sicherer als anderswo.“), Integration(sprobleme) („Wer hier leben will, muss …“) und den Islamismus, dem man sich in „geistiger Auseinandersetzung“ widersetzen müsse. Das sei die Lehre aus der deutschen Geschichte und der „Katastrophe des Nationalsozialismus“.

Als Herrmann gegen Ende seiner Rede schließlich die Linken, deren Vorsitzende Gesine Lötzsch und den Kommunismus geißelt, ist das Balsam auf die christsozialen Seelen. Es gibt langen Applaus und der Innenminister lässt es sich nicht nehmen, noch ein Stündchen zum Plausch zu bleiben.

„Du sprichst nicht mal deutsch, doch Du denkst, dass Du’s geschafft hast.“ Jackpot, „Keiner fickt mit uns“

Zu den Streitereien der Regensburger CSU will sich Herrmann nicht äußern. Dazu befragt, spricht er zunächst von dem „tollen Team“, davon, dass die Menschen spüren würden, dass sich die CSU um sie kümmere und dass er sowohl zu Bürgermeister Gerhard Weber und dem (am Sonntag abwesenden) Oberbürgermeister Schaidinger wie auch zu Franz Rieger und dem Kreisvorsitzenden Gugau ein „hervorragendes Verhältnis“ habe.

Auf Nachhaken hebt Herrmann abwehrend die Hände und meint lächelnd: „Ich halt mich da raus. Das müssen die unter sich ausmachen.“ Dann verlässt er das Haus Heuport.

„Ich bewundere meinen Sohn. Selbst nach den größten Dummheiten findet er noch eine überzeugende Ausrede.“ Joachim Herrmann über Jackpot

Zufrieden wirkt Armin Gugau. Obwohl sich einige gewünscht hätten, dass der Empfang ein Misserfolg werde, sei alles hervorragend gelaufen. Und weil auch einige Vertreter des Regensburger Geldadels anwesend waren, meint er noch: „Das wir einiges in die Parteikasse spülen.“ Für das Gugau-Lager scheint alles nach Plan zu laufen.

„Ich bin so was wie der König von Sierra Leone. Wir machen Cash, also her mit der Kohle. Das Statussymbol ist das R mit der Krone.“ Jackpot, „Das R mit der Krone“

Jackpot Herrmanns neustes Album als Download gibt es übriges hier…

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Kommentare (23)

  • Keplerstraßenanwohner

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    Es ist immer wieder entspannend hier zu lesen. Beim Brenninger fehlt mir persönlich das „Herr“ vorneweg. Soll dies i Frage stehen ?
    Kann HERR Brenninger neuer Vorsitzender der Altstadt-CSU werden?
    Wenn ich die alte CSU-Satzung ein wenig verstanden habe, dann handelt es sich bei der CSU um eine demokratische Vereinigung welche zeitweise unter EINER Partei verstanden werden wollte. Ich glaube, sogar Welnhofer (Baumann-Brenninger-Welnhofer-Riedel Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft), das ist der Beitragsnichtswissermann – Schaidinger – Weber und ehemaliger Landtagsabgeordneter, soll an dieser Satzung maßgeblich mitgewirkt haben.
    War die alte Satzung dieser Regensburger CSU echt so schlecht das sie durch eine sogenannte neue Satzung ersetzt werden muss und ist hierzu ein Rechtsstreit, vertreten durch Brenninger, geboten?
    Nach welcher Satzung wird gewählt?
    Was steht da drin? Bitte neue Inhalte veröffentlichen
    Ein Maulkorbermächtigungsgebot oder Maulkorbermächtigungsgesetz?
    Was vertritt denn der Brenninger dort, eigentlich?
    Die beiden Stadträte Franz Rieger und Herrmann Vanino sind doch auch Juristen, so viel ich weiß?
    Der Eine mehr mehr freigeistig und der Andere kommod unabhängig, so viel ich weiß.
    Soll da was geändert werden?
    Etwa durch Gleichschaltung oder Assimilation?
    Soll in die Regensburger „CSU-Satzung“ geschrieben werden, dass jemand der eine wirklich eigene Meinung hat und diese dummerweise äußert, aus der CSU ausgeschlossen werden kann?
    Braucht der neue CSU-Politiker unter der „neuen Satzung noch die Freiheit des Wissens und Gewissen?
    Wie soll das die CSU-Pressesprecherei dem Volke erklären?
    Ich persönlich versuche jetzt Herrn Schlegls Gesicht zu deuten: „Wenn die neue Satzung in Kraft tritt dann rüge ich Sie alle bis zum totalen Ausschluss“, schön fotografiert übrigens. .
    Auch bei der Regelung Thundorferstraße hatte Herr Dr. Franz Rieger aus meiner Sicht recht. Die dort Wohnenden und Gewerbetreibenden kennen ihre Probleme und es schadet nicht diese zu berücksichtigen.
    Arbeit ist Kraft mal Weg. Die Anwohner und Gewerbetreibenden, die auf Mobilität angewiesen sind, erleiden dies ebenso wie unsere Besucher, Geschäftspartner oder Kunden. Manche wurden durch ihr Navigationsgerät immer wieder zum Donaumarkt geführt, die nette Stimme „Bei der nächsten Möglichkeit wenden“ krönte diese Odyssee.
    Von Donaustauf ins Theater 1 Stunde geplant, Navi ein und los geht’s, der zweite Akt ist auch sehr schön.
    Meine Geschäftspartner bekommen eine Skizze, entweder Donaumarkt, den kennen viele, D. Martin Lutherstraße, Schleife zum Bahnhof Margaretenstraße rechts, Kümpfmühlerstraße, Wittelsbacherstraße, Jakobstor, Arnulfsplatz Weißgerberstraße, Kepler – oder Arcaden vorbei bis Kumpfmühler usw.
    Für Altstadtliebhaber, D. Martin Luther, Ernst-Reuter Platz, Petersweg, Ägidienplatz, Wittelsbacher Straße usw.. Wichtig erscheint mir der Wink auf den Alleengürtel und immer viel Weg.
    Herr Brenninger, es gibt Dinge die kann man nicht erklären. Googlen Sie einmal Schaidinger. Die Ergebnisse sind traurig, für Sie vorbildhaft?

  • Regensburger

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    Alles toll, alles bestens, so pfeift es im Walde. Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt, trällert Pipi Gugau-Rieger. Wir sind die größten, freut sich Herr Renter. Und bald kommt richtig Kohle in die Kasse.
    Jetzt weiß ich endlich, wen Herr Westerwelle gemeint hat, als er von Spätrömischer Dekadenz sprach: die CSU-Spitze im Kreisverband Regensburg. „Eigenlob stinkt“, hat man früher gesagt. Das war aber zu Zeiten vor der Dekadenz.
    Vielen Dank, Herr Aigner, für den treffenden Bericht. Hat Spaß gemacht, ihn zu lesen.

  • Matthas Beth

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    Auch der berühmt-berüchtigte Thomas Fürst soll seine Finger dabei im Spiel haben steht im Artikel!
    Hat das Lager um Hr. OB Hans Schainger, Hr. Christian Schlegl, Hr. Bernd Mitko kein anderes Feinbild?
    Das wird ja langsam langweilig.

  • CSU-Mitglied

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    Die unsäglichen und lästigen Vorgänge innerhalb der CSU Regensburg-Stadt sind allgemein bekannt. Nunmehr wird dieser Streit durch Mitgleiderbewegungen entscheidend angeheizt. Die Mitgliederliste wird die Wahl zum OV-Ortsvorsitz der Altstadt entscheiden.

  • Ratisbonicus

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    @csu-mitglied
    …die Mitgliederliste wird die Wahl zum OV-Ortsvorsitz der Altstadt entscheiden.

    Na hoffentlich entscheiden das die Mitglieder, wie in jeder echten Demokratie, und es wird nicht per Absprache wie ehemals entschieden.

  • domiNO

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    @Beth
    Ihr Feindbild ist aber auch immer das gleiche, und diesmal vor lauter Eifer habe Sie sogar den eigenen Namen verhunzt.

  • Ein Weichser Bürger und CSU-Mitglied

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    Als erstes möchte ich mich beim CSU-Kreisvorstand für diese tolle Verantstaltung bedanken.
    Auch möchte ich mich für die tollen Veranstaltungen unterm Jahr bedanken – sowas gabs bei der CSU Regensburg noch nicht.
    Auf die Beschwerde des Herrn Schlegl aufgrund der Teminprobleme bei der CSU Regensburg – möchte ich sagen – daß sich der Herr Innenminister Hermann terminlich nicht nach dem Herrn Schlegl richten kann.
    Bezüglich der Neuwahlen der Ortsvereine – Gott sei dank, daß die Ortsvereine demokratisch gewählt werden und nicht von oben herab bestimmt werden.
    Hoffentlich wird bei den Ortsvereinen dann richtig durchgewählt, sodaß zum Schluß endlich die wahre CSU Regensburg ihre Arbeit aufnehmen kann.

  • domiNO

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    @Ein Weichser Bürger und CSU-Mitglied
    Das Tragische ist doch, dass sich Ihre „wahre CSU“ gemessen an den Abstmmungen im Stadtrat in keine Weise vo nde Linken unterscheidet, weil sie nichts Besseres zu tun hat, als sich gegen ihren eigenen OB zu profilieren.

  • RuhigBlut

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    Das mit dem Kadavergehorsam kommt mir irgendwie bekannt vor…. Wer waren jetzt noch mal die Rechten, die Undemokraten, die Nichtfreiheitlichen????????????????????????

  • Hans

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    Wir unterscheiden uns in einem Punkt deutlich ich bin unabhängig und dein Arsch ist verkäuflich /Du versuchst der deutsche Jay-Z zu sein /Was ist los mit dir? Ist dein („Jop!“) zu klein? /Du bist wie deine Ami-Idole, genauso arm / du kannst im Video noch so ein schönes Auto fahren / Du unterforderst meinen Intellekt so dermaßen nachdem ich dich rappen höre renn ich brüllend durch die Straßen / schrei alle an Dein Gehirn beginnt von innen zu verwesen / Nachdem du gerappt hast muss ich Weltliteratur lesen / um wieder klarzukommen, nein ich will keinen Abitur-Rap / ich will keinen schwulen Ich-bin-Teil-einer-Kultur-Rap / Will euch Fake Fotzen einfach nicht mehr sehen / Ich will einfache Tracks einfach nur aufnehmen /

    HUSS und HODN Jetzt schämst du dich

    Alle ficken so viele Frauen
    das ich mich wunder wenn ich welche auf der Straße seh
    musst du pissen? Tut dir deine Blase weh?……Ich weiß die meisten deutschen Rapper reden gerne Müll Doch deine Flows sind verkrüppelt wie die Kinder aus Tschernobyl
    Was mich bei dir an Josef Goebbels erinnert
    Is du machst einen auf hart aber bist eigentlich behindert

    Huss und HODN

    Jackpot ist kein Rapper er ist ein möchtgern Gangsta Rapper der keine Ahnung von Hip hop sein rap ist ramsch und schrott er kann so gut rappen wie sein Vater Politik machen kann nämlich gar nicht
    wenn ich der Vater vom Innenminister und mein Enkel so ein Pseudo Hip hop futzi wäre würde ich beide mal ein bisschen Schlagen
    Und zu den CSU lern hey der einzige der es bei euch irgendwie gut war war Franz Josef Strauß seine Kinder erinnern eher an Gen -Unfall und seit dem ist die Csu ziemlich lächerlich Strauß würde sich im Grabe umdrehen

  • Veits M.

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    Zeit für eine „Regensburger Wählergemeinschaft“ 2014

    Der Machtkampf innerhalb der Regensburger CSU ist für den Außenstehenden insoweit wenig demokratieförderlich, da die „Jungen“ scheinbar keine Bereitschaft zeigen, die „Kellerleichen“ von Johann Schaidinger und Aufsichtsratskollegen der Stadtbau GmbH zu bergen. Ein WEITER-SO wird es aber nicht geben.

    Zur Rolle der örtlichen SPD hat heute Joschka Fischer in der SZ einen trefflichen Satz gesagt. Er lautet:

    „Freilich zeigt Tunesien, dass keine Macht, die ihre Legitimation verloren hat und sich nur noch auf ihre Bajonette stützt, von Dauer sein kann.“

    Bildlich gesprochen ist die SPD das „Bajonette“ auf das sich Schaidingers Rumpf-CSU stützt. Die Sozialdemokraten stützen lokale Machtverhältnisse, denen jegliche Legitimation abhanden gekommen ist. Sie verlieren tagtäglich ihrerseits Legitimation und Glaubwürdigkeit, wenn sie sich allein durch Untätigkeit gemein machen mit grob rechtswidrigem Agieren (Stadtbau-Deal am Donaumarkt 2005, öffentliche Bürgschaft, deren Verlängerung) des alten Aufsichtsrats.

    Auf einem anderen Thread dieser Website wird die Ent-Demokratisierung verneint. Das Geschehen um die Stadtbau, das mittlerweile auch den Verantwortlichen der Regierung der Oberpf. regelmäßig die Scham ins Gesicht drückt, spricht eine andere Sprache.

    Wir haben es mit einer immerwährenden Verwahrlosung der Demokratie zu tun, die sich Jahr für Jahr durch zusätzliches Tun vertieft (2010: Verlängerung einer jederzeit nach Feststellung der Regierung unzulässigen Bürgschaft in Millionenhöhe).

    Mittendrin die SPD, deren Aficionados Hartl und Wolbergs 2005 dieses Deal lautstark rügten. Verspielen beide nicht jegliches Vertrauen, jegliche Glaubwürdigkeit und Legitimation ihrer Wähler, wenn sie sich von ihren einstigen Überzeugungen HEUTE durch verschämtes Nichtstun abwenden – na ja: weil sie sich einbilden über die verquere Koalition mit der CSU einen Steigbügel für 2014 (Kommunal- und OB-Wahlen) gefunden zu haben. Welch ein Irrtum!

    Fazit:

    Weder SCHWARZ noch ROT sind in der derzeitigen Verfassung für einen aufgeklärten Bürger dieser Stadt wählbar.

    2012 sollte der Start für eine „Regensburger Wählergemeinschaft“ sein, in der sich aus der Mitte der Stadtgesellschaft, gebündelt aus den nicht wenigen Bürgerinitiativen, ein Plattform bildet, die sich gegen die aufgezeigte demokratische Verwahrlosung wendet und aus ihrer Mitte die nachge-wachsene, dem Grundsatz der Nachhaltigkeit sich verpflichtet fühlende Generation der 30 – 45 Jährigen zur Wahl stellt.

  • domiNO

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    @veits
    zum einen werden im CSU-Kreisverband Regensburg die Jungen durch Ältere ersetzt -so geschehen bei der Wahl des / der CSU-Ortsverbandsvorsitzenden in Harting – zum anderen gibt es ja nicht nur schwarz und rot, von letzterer Farbe ja auch nicht nur einen Wahlvorschlag.

  • CSU-Mitglied

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    Weitere Beispiele für den Generationswechsel im CSU Kreisverband ist die Riege der stellv. Kreisvorsitzenden, die mit Frau Thoma und Herrn Renter bekanntlich echte Nachwuchshoffnungen der CSU umfasst. Und auch der Wechsel beim Landtagsabgeordneten von Welnhofer auf Rieger brachte bekanntlich mit einer Verjüngung von 10 Jahren eine grandiose Verjüngung. Solange die JU diesen Alten den Steigbügel hält, um zu verhindern, dass die Generation der 30 und 40 Jährigen Verantwortung übernehmen kann, können sich die Alten bequem in ihren Ämtern einrichten. Dass dann die CSU so zu Grunde gerichtet wird, dass in 10 Jahren für die jetzt 20 bis 30 Jährigen gar keine Ämter zu vergeben sind, scheint die JU nicht zu stören.

  • CSU-Mitglied

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    Ich als Anhänger des Schegl-Lager hätte mir mehr Präsenz unserer Anhänher gewünscht beim Neujahrsempfang.
    Wo war H. OB Schaindiger?
    Warum konte H. Schlegl die Kastrationspflicht für männlich Katzen noch nicht durchsetzen?
    Was ist aus den vollmundigen Ankündigungen die Anzeigeerstatter aus der Partei auszuschließen, denn die Nichtbezahlung der Mandatsbeiträge von H. OB Schaidinger und H. B. Weber sind ja keine Straftat gegenüber den anderen Mitgliedern, die treu-brav Jahrelang Ihre Mitgliedsbeiträge in der gewohnten Höhe an den CSU-Kreisverband entrichteten?
    Fragen über Fragen und keine konkreten Antworten!
    Wann werden all diese destruktiven Elemente aus der Partei ausgeschlossen, hier vermissen viele Parteimitglieder Tatkraft und zielorientiertes Handeln!

  • CSU-Mitglied

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    @CSU-Mitglied

    sich als Anhänger des Schlegl-Lagers zu bezeichnen und dann voll die andere Position zu vertreten ist schon wirklich ein genialer Anflug von Ironie. Sie haben nur den Fehler gemacht, von „destruktiven Elementen“ zu sprechen. Damit verwenden Sie den Wortlaut der Fürst-Gugau-Roloff-Truppe, die bekanntlich mehrfach und gegenüber verschiedenen Personen angekündigt hat, dass bei den aktuellen Wahlen in den Ortsverbänden und dann im Kreisverband die „destruktiven Elemente ausgemerzt“ werden sollen. Warum nur erinnert mich dies an Zeiten, die vor der Gründung der CSU lagen, und von deren Methoden sich die CSU doch so deutlich unterscheiden wollte?

  • domiNO

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    @CSU-Mitglied von 9.25 Uhr
    Ich gehe davon aus, dass auch das Statement von 8.55 Uhr auf Ihr Konto geht, um das Statement des CSU-Mitglieds von gestern, 10.44 Uhr in Misskredit zu bringen.
    Dass Sie sich nicht schämen, haben Sie ja bewiesen. An den Fakten ändern Sie auf diese feige Tour nichts.

  • habemusmamam

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    @domiNO
    zum Streit der CSU-Mitglieder:
    Du hast recht, offenbar versucht das Rieger-Gugau-Lager hier im Forum von den Fakten abzulenken, indem es sogar die Nickknamen der kritischen CSU-Mitglieder mit benutzt. Der Täter hat wohl lediglich vergessen, sein gestriges Posting um 9.25 Uhr mit seinem eigentlichen Nicknamen zu versehen, das passiert im Eifer des Gefechts schon mal.
    Aber was hat man denn von einer Gruppe erwartet, wo die Leute – um den Ortsverband wechseln zu können – als neue Adresse unbewohnbare „Gebäude“ angeben und dies auch vom „neuen“ Ortsvorsitzenden (Altstadt) bestätigt wird? So war es in „einer“ regionalen Tageszeitung zu lesen. Wer schon parteiintern zu solchen Mitteln greift, täuscht die Wähler noch viel mehr.

  • CSU-Mitglied

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    Dass des Rätzels Lösung so schwer ist, hätte ich nicht gedacht. Die Postings vom 28.1. um 10.44 Uhr und am 29.1. um 9.25 sind von mir. Das dazwischenliegende Posting stammt von einem anderen CSU-Mitglied, dass zwar verbal behauptet, Anhänger des Schlegl-Lagers zu sein, dann aber voll die „Argumente“ des Rieger-Lagers wiedergibt.

  • Jochen Schweizer

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    im Bayernteil der SZ vom 5. Februar 2011 ist ein Artikel über die CSU OV-Wahlen in
    Regensburg. Die Landesleitung will offenbar „Beobachter “ zum
    OV 1 abstellen. Nicht mit Namen , aber indirekt, ist wieder ein Bekannter CSU OV-Vorsitzender genannt, der neben seiner Aufklärungsarbeit in der Presse, auch noch einen Nebejob als Beamter bei der Regieurng der Oberpfalz hat.

  • Matthias Beth

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    Wurde nun von der CSU-Stadtratsfraktion veranlasst die Kastrationspflicht für männliche Katzen auf dem Gebiet der Stadt Regensburg umzusetzen? Oder ist dies auch ein Streitpunkt mit dem nicht OB Schaidinger getreuen CSU.Kreisvorstand Regensbrug Stadt? Fragen über Fragen und keine konkreten Antworten!

  • domiNO

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    @Beth
    wären Sie von der angemahnten Entscheidung betroffen?

  • Stadtrat-Adventskalender, Folge 23 | Regensburg Digital

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    […] zeihen könnte. Stattdessen organisiert er immer wieder Veranstaltungen mit namhaften Personen: Landtagspräsidentin Barbara Stamm, der CSU-Fraktionschef im Landtag Georg „Schüttelschorsch“ Schmid, Wilfried Scharnagel, […]

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