Zweite Streetworkerstelle in Regensburg bewilligt

Der Ausschuss für Soziales und allgemeine Stiftungsangelegenheiten unter dem Vorsitz von Bürgermeister Joachim Wolbergs hat in seiner Sitzung einer Ausweitung des Regensburger Streetwork-Projekts um eine weitere Stelle ab dem Jahr 2013 zugestimmt. So wird zu Beginn des Jahres 2013 neben der bereits bestehenden Fachkraftstelle, deren Träger der Caritasverband Regensburg e. V. ist, eine zusätzliche Stelle gefördert. Träger dieser zweiten Stelle ist der DrugStop Drogenhilfe Regensburg e. V., der in den Jahren 2013, 2014 und 2015 einen jährlichen Zuschuss für Personalkosten von 52 000 € und einen jährlichen Zuschuss für Sachkosten in Höhe von 6 000 € erhält. Hintergrund ist das ernüchternde Ergebnis der Arbeitsgruppe „Streeworkfolgeprojekt“, initiiert von Joachim Wolbergs. Bereits seit Januar 2010 werden mit dem Projekt „Streetwork“ obdachlose und suchtkranke Menschen in Regensburg betreut, welche durch vorhandene Hilfsangebote nicht oder nicht effektiv genug erreicht werden konnten. 2010 wurden rund 100 Personen ermittelt, welche durch das Projekt unterstützt werden sollten. Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre haben jedoch eine traurige Bilanz ans Tageslicht gebracht: in Regensburg existiert eine weitaus größere Anzahl von hilfsbedürftigen Menschen als ursprünglich gedacht. 186 registrierte Klienten und eine kleine Zahl anonymer Klienten werden derzeit durch Streetwork betreut. Davon sind 96% suchtkrank und 94 % drogenabhängig. „Diese Menschen brauchen dringend unsere Hilfe“, betont Bürgermeister Joachim Wolbergs. „Regensburg ist eine boomende Stadt und es geht uns allen gut. Wir dürfen nicht wegsehen. Wir müssen helfen und handeln!“ Durch das niedrigschwellige Angebot von Streetwork konnten bislang viele Erfolge für Menschen erreicht werden, die im bisherigen System keine passende Unterstützung fanden oder gar nicht in der Lage waren, diese für sich zu nutzen. „Ich hoffe, dass wir diesen Menschen nun besser und intensiver helfen können“, unterstreicht Joachim Wolbergs. „Vielleicht gelingt es uns sogar, die Zahl der Betroffenen langfristig zu reduzieren!“

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