Archiv für 10. April 2017

Ankerkind1„…nehmen Sie doch einen Flüchtling auf, wenn Sie unbedingt helfen wollen!“ Dieser Standardsatz fällt häufig, wenn über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland diskutiert wird. In unserer neuen Serie erzählt eine Mutter davon, wie eine Familie lebt, die zwei unbegleitete Flüchtlingskinder aufnimmt. Muslime in einer christlichen Familie, arabische Jungs bei einem Hausmann, syrische Söhne in einer Beamtenfamilie, orientalische Sitten zwischen deutschen Traditionen, Damaszener in einem bayerischen Dorf. Spannungsreiches und spannendes Zusammenleben und Zusammenwachsen. Die Namen haben wir geändert. Teil XI.

Mittwoch, 4. Mai 2016: Wir sind mit Hamza, dem inzwischen zwölfjährigen Pflegesohn, beim Schulleiter vom Gymnasium in Hochstadt. Am Parkplatz haben wir Frau Hoffer getroffen, die evangelische Religionslehrerin, die Deutsch-Unterricht für die Flüchtlinge am Gymnasium gibt. Sie erzählt uns, dass der Unterricht für Ziad, den 18jährigen in der 10. Klasse, noch passender gemacht werden soll, er bekommt mit einem Mädchen aus Afrika und einem anderen syrischen Jungen einen Unterricht, der auf einem höheren Niveau ist.