Widerstand gegen Schaidinger-Idee

„Bunkermannstipendium statt Bodensprenkler“

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Ein einfallsloses Beton-Bewässerungssystem mag das Aussehen der Maxstraße nicht noch weiter verschlimmern. Aber: Braucht’s das? Gegen die „Bodensprenkelanlage“ auf dem Ernst-Reuter-Platz regt sich Widerstand.

morgen1„Bodensprenkelanlage“ ist ein sperriges Wort. Fast ebenso sperrig wie „Europabrunnendeckel“. Und in Zusammenhang mit Kunst tauchen beide Begriffe eigentlich nur in Regensburg auf.

1. Akt: Wir graben ein Loch

Was künstlerisches, Europabrunnen genannt, sollte mal dort entstehen, wo vor über zehn Jahren am Ernst-Reuter-Platz ein mit Wasseranschlüssen versehenes Loch in den Boden gehauen wurde. Irgendein Glaskubus, den sich der Alt-CSUler Benno Zierer gewünscht hätte. Geworden ist daraus bekanntlich nichts und so blieb ein 300.000 Euro teures, durch zigarrenartige Lampen beleuchtetes Loch mit Holzabdeckung („Europabrunnendeckel“), eine ruhende Baustelle, um welche zur Sommerzeit gern ein paar Geranien-Eumel aus dem Fundus des Stadtgartenamts platziert werden, damit das Ganze nicht ganz sooo blöd ausschaut.

Der Europabrunnendeckel in voller Pracht. Foto: Archiv/ pm

Prominent gelegenes Loch: der Europabrunnendeckel in voller Pracht. Foto: Archiv/ pm

2. Akt: Ein Kunst-Maulwurf zieht ein

Irgendwann kam dann der Künstler Jakob Friedl, fand den einen oder anderen Sympathisanten in der Stadtverwaltung und durfte den Deckel mit verschiedenen Aktionen „bespielen“: mit einer Unter-Tage-Lesung von Finnegan’s Wake zum Beispiel, einem Bastelwettbewerb für den „Super-Burger“, das eine oder andere Konzert, Open-Air-Filmvorführungen, einem interaktiven Frage-Antwort-Spielchen, „Maulwurfstomper“ genannt usw… Und irgendwie trieben sich dort immer junge Leute herum.

Kunst am Europabrunnendeckel: Jakob Friedl. Foto: Archiv

Sperrige Kunst am Europabrunnendeckel: Jakob Friedl. Foto: Archiv

Doch das ist nun vorbei. Friedl – nicht eben dafür bekannt, ein Diplomat zu sein oder dafür, Kunst zu kreieren, zu der jedermann sofort Zugang findet – wurde aufgefordert, das prominent gelegene Loch zu räumen.

3. Akt: Der OB hat eine Idee

schaidinger1Dort soll nämlich übergangsweise bzw. vielleicht auch dauerhaft bzw. so lang niemandem etwas besseres einfällt bzw. damit zumindest der Friedl mal weg ist besagte Bodensprenkelanlage entstehen. Eine Idee des Oberbürgermeisters. Ebenerdig und begehbar sollen es sein, nicht zu teuer und einfach zu realisieren – dieses Beton-Bewässerungssystem. Und auch irgendwie etwas mit „Kunst am Bau“ soll es zu tun haben.

Nun ist es nicht so, dass das Aussehen der baulich völlig verhunzten Maxstraße durch die nicht eben von überbordendem Einfallsreichtum durchdrungene Idee a la „irgendetwas mit Wasser“ noch großartig zu verschlechtern wäre. Zumindest ist der Boden an trockenen Sommertagen dann nicht so staubig. Und das sieht sicher besser aus als so ein Bretterverschlag. Nein. Wirklich schlimm wäre das nicht.

Aber: Braucht’s das?

4. Akt: Immerwährende Hans-Schaidinger-Wasserspiele?

Nein, finden die Regensburger Grünen. Der Ort dürfe nicht „für eine Trivial-Installation urbanen Wassers missbraucht werden“, heißt es in einem Antrag, den sie vor kurzem gestellt haben. Stattdessen solle der Europabrunnendeckel im Rahmen eines Wettbewerbs wechselnden Künstlern „für performative oder situative urbane Kunst“ zur Verfügung gestellt werden.

Auch Jakob Friedl selbst scheint diese Idee gut zu finden. Im Internet hat er unter der (üblich kryptischen) Überschrift „Bunkermannstipendium statt Bodensprenkler“ eine Petition gestartet, die dem Grünen-Antrag recht ähnlich ist. Für das Programm mit 14tägig wechselnden Künstlern erwartet Friedl innerhalb von 15 Jahren Kosten von 650.000 Euro.

Das wäre nur etwas mehr als doppelt so viel wie das seit zehn Jahren brach liegende Loch gekostet hat. Und ganz ehrlich: Ein wechselndes Programm wäre allemal interessanter und in der ohnehin bald auf jedem Quadratzentimeter durchkommerzialisierten Regensburger Altstadt notwendiger als irgendwelche stinklangweiligen immerwährenden Hans-Schaidinger-Wasserspiele.

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Kommentare (29)

  • Deutschiges Deutsch, oder wasse was?

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    „… ein Loch in den Boden gehauen wurde …“; „… ein paar Geranien-Eumel aus dem Fundus des Stadtgartenamts …“; „… damit das Ganze nicht sooo blöd ausschaut …“: ist der Argumentationsstil der geneigten KommentatorInnen dieser Online-Zeitung nun schon von der Chef-Redaktion verinnerlicht worden?
    „Bodensprenkler“, „Bodensprenkelanlage“, was, bitte, mögen diese Wortschöpfungen darstellen?!
    Sprenkeln (schwaches „Tunwort“) = mit Spritzern versehen, eine Flüssigkeit in Spritzern verteilen: ich sprenk(e)le usw.; gesprenkelt = getupft; Beispiel aus dem religiösen Leben: als die katholisch-evangelisch-ökumenische Kirche noch (römisch-)katholisch war, wurden vor jeder hlg. Messe die Gläubigen besprenkt (asperges me!).
    Sprinkeln (schwaches „Tunwort“) = begießen, gießen, eine Flüssigkeit in fließenden Einzelströmen verteilen: ich sprink(e)le usw.; Beispiel aus dem praktischen Leben: die Gießkanne mit Tülle, die Sprinkleranlage (to sprinkle!), das Sprinkler-Fahrzeug der Stadtreinigung, die „Bodensprinkleranlage“ und der „Bodensprinkler“ aus obigem Artikel; „alles mit Urin sprinkeln“ (Beitrag aus http://www.beichthaus.com).

  • Eau de toilette

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    Eine Bodenpinkleranlage wäre auch noch relativ günstig zu realisieren…..

  • Unort

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    Die jungen Leute, die sich dort „immer“ herumtrieben, waren nach meiner Beobachtung auf dem Weg zum McDonalds. Die anderen waren auf dem Weg zum Bus.

    Die 390 Künstler des Maxstrassenstipendiums werden an diesem Ort auf ein entspanntes, aufnahmefähiges Publikum mit Zeit und Sinn für neues treffen.

    Billige Wasserpritscheleien hätten auf der anderen Seite das Potential, dass dieser Teil der Stadt im Sommer wenigstens den kleinen Kindern gefällt. Das wäre im Vergleich mit bisher ein exorbitant erweiterter Personenkreis.

    Also ich als Unort rege keinen Widerstand.

  • Radlertölpel

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    @ unort:

    Für den Brunnendeckel gibt es seit Oktober 2010 keinen Zwischennutzungsvertrag mehr, der enstandene urbane Spielplatz verkam in den vergangenen 3 Jahren wieder zu einem Unort! Das war ganz offensichtlich seitens der entscheidenden Stellen in der Stadtverwaltung beabsichtigt!!!

    Bodenprenkler: Künstler können ja im Sommer den Gartenschlauch rausholen und etwas Erschütterbares damit bauen was in die Luft sprüht…

    Das Publikum in der Maxstraße ist ein Querschnitt der Bevölkerung Regensburgs, was für ein Publikum für Kunst schwebt Dir, lieber „Unort“, denn vor? Maximal 10 Leut pro Tag, die gegen Eintritt ein paar Bilder anschauen, die für mindestens einen Monat hängen? Also, da lege ich die Latte an gesellschaftlich relevante und überregional bedeutende Kunst und Kultur schon etwas höher an!

    „390 Künstler“: Jeden Monat soll ein eingeladene/r Künstler/in am oder vom Europabrunnendeckelorganismus ausgehend für mindestens 2 Wochen arbeiten: Das Macht 180 Stipendiaten in 15 Jahren. Nicht zu vergessen den 500€ Job für einen jährlich wechselnden „Kunsthausmeister“ und den Materialgeldpot, den am Brunnen engagierte Regensburger verwalten.
    Die neu zu gestaltende Deckel-Architektur fällt nur mit 10 000 € alle 10 Jahre ins Gewicht.

    Mit einer entsprechenden Förderung durch die Stadt für ein europaweit ausgeschriebenes Stipendienprogramm / gesellschaftliches und künstlerisches Langzeit Experiment dürfte es auch leicht fallen für einzelne Aktionen oder bestimmte Programmpunkte Fördergelder von überregionalen Stiftzungen abzugreifen!

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Hier die Begründung für die Petition, der Gestaltungsvorschlag des Fvfu-uüiUF.e.V.:

    Das Europabrunnendeckelprojekt:
    Wir begreifen die von 4 Seiten beleuchtete und viel frequentierte Brache des nie gebauten Europabrunnens am südlichen Tor zur Rgb’er Altstadt und seine wieder aufzuwertende oder relativ billig neu zu bauende Abdeckelung als eine einzigartige Chance für eine lebendige und forschende Kunst, die ein offenes Ohr für die Atmosphäre der Umgebung hat und diese aktiv beeinflußt. Der nicht abreissende Strom von Passanten und verweilenden Gruppen begünstigt eine Reflexion über das Selbstverständnis und den Umgang mit dem Gesamtkunstwerk, also dem Deckel selbst samt Auf- und Einbauten und sozialem Umfeld – und umgekehrt!
    Eine künstlerisch bespielte und mit neuen Ideen und Ansichten von ausserhalb gefütterte veränderbare Plattform mit darunterliegender Werkstatt/ Tonstudio /Teeküche/Toilette/…ist auch in der Lage auf die baulichen und sozialen Veränderungen der unmittelbaren Umgebung (Sprengung des benachbarten Hochhauses; Errichtung einer Stadthalle; Umlegung des Busbahnhofs am HBF) einzugehen – anstatt die Nutzungsbestimmung des Ortes endgültig festzuschreiben und zu limitieren.
    Wir finden, dass die Stadt Regensburg an dieser Stelle etwas besonderes verdient: Eine emotional durchlässige Architektur und eine lebendige Kunst, die permanent über die Art und Weise der Nutzung des Öffentlichen Raums und ihre eigene Benutzung durch die Bevölkerung nachdenkt! Ein Ort der ein Gedächtnis hat und in der Lage ist es einzusetzen um immer wieder Neues zu schaffen und Bewährtes weiter auf die Spitze zu treiben! Wir schlagen vor, dass der Ort mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt von interessierten und engagierten Künstlern und Handwerkern aufgewertet wird und dass die Stadt Geld dafür und für monatlich wechselnde Stipendiaten bereitstellt.
    Die Bevölkerung, interessierte regensburger Kulturaktivisten, eingeladene Künstler aber auch Touristen könnten von so einem Langzeitexperiment hinsichtlich ihrer „Kunstkompetenz“ profitieren, ebenso, wie Architekten und Stadtplaner – weit über die Grenzen von Regensburg hinaus. Das Preis / Leistungsverhältnis ist sehr gut: Anstatt Wasser von womöglich interaktiven Automaten pumpen zu lassen, könnten Künstler mit dem selben Geld Hirnschmalz und immer wieder Wasser, Töne und soziale Kontakte befördern und aktiv gestalten – nicht nur am Brunnendeckel selbst! Dazu braucht es neben etwas Geld das sonst zur Instandhaltung unveränderbarer Brunnen Technik eingesetzt würde, vor allem Freiraum für die Kunst und etwas Mut.

    Finanzplan und konkreter Vorschlag für ein Stipendienprogramm:
    Die monatlich wechselnden, meist von ausserhalb von Regensburg kommenden, Künstler residieren je mindestens 2 Wochen, täglich vor Ort, bekommen je 1500€ Gage und entwickeln von der unter dem Europabrunnendeckel gelegenen unteridischen Stadttforschungsstation ausgehend, Ideen zu einer Weiterentwicklung und Veränderung des als gesellschaftlich durchlässigen Organismus begriffenen Europabrunnendeckelkunstwerks. Es ist auch möglich, dass Sie andere öffentliche / halböffentliche Orte im Stadtraum erschließen, was wiederum über die Ankündigungsmechanismen (Projektionen, Audioinstallation/ Klappentext/Aufbauten/ etc) des Europabrunnendeckels kommuniziert werden kann. 2 von 10 Kurzstipendien werden an regensburger Künstler vergeben, möglichst an solche, die noch kein Stipendium erhalten haben. Ausserdem wird die 500€ Stelle eines jährlich wechselnden „Kunsthausmeisters“ geschaffen, der den Stipendiaten und weiteren Interessierten zuarbeitet und vor allem für ein angenehmes Arbeitsklima in einer ungewohnten Umgebung sorgt. Die Kulturaktivisten des Europabrunnendeckeldachverband / EBDDV, einem Zusammenschluß aus am Brunnendeckel engagierten Einzelpersonen, Handwerkern, Kulturaktivisten, Künstlern, Architekten und Kunstvereinen genießen einen Versicherungsschutz und bilden das demokratische Plenum der Brunnenanlage. Sie helfen die Errungenschaften und Weiterentwicklungen der eingeladenen Künstler einzupflegen und kümmern sich um ihr eigenes Kulturprogramm. Der EBDDV verwaltet weitere 1500€ Materialgeld, das für laufende Nebenkosten (Wasser/Strom/Telephon/Versicherung), vom Brunnendeckel ausgehende Kunstaktionen, notwendige Anschaffungen, Reparaturen, angelegt und ausgegeben wird. Zu Beginn des Projektes und nach weiteren 10 Jahren, stellt die Stadt je 10 000€ für Material und Verpflegung für einen kompletten Neubau des Deckels zur Verfügung, die jedoch nicht abgerufen werden müssen.
    Mit diesem Finanzierungsmodell für ein Europabrunnendeckelprojekt würde man in den kommenden 15 Jahren etwa 655 000€ ausgeben. Das entspricht in etwa der Summe die 10 Jahre für die Fertigstellung eines 1,5 Mio teuern Europabrunnens im städtischen Haushalt eingeplant war. Es entfielen jedoch die Kosten für den Unterhalt und die Reparatur einer repräsentativen Brunnenanlage oder den Unterhalt einer sog. „Bodensprenkleranlage“.

    https://www.openpetition.de/petition/online/kunst-unter-und-ueber-dem-europabrunnendeckel-bunkermannstipendium-statt-bodensprenkler

  • Kunstort

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    Na wenn das so ist:

    ich bewerbe mich schon einmal für ein Stipedium.

    Mindestens drei Wochen.

    Setting: 1 gammeliges Sofa, 3 halbleere Fantaflaschen, 2 Dachlatten

    Arbeitstitel: Urbaner Spielplatz

    oder ist das zu nostalgisch?

  • Radlertölpel

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    @Kunstort:
    Dein Kommentar hat nichts mit dem Projekt 2009/2010 zu tun und auch nichts dem Gestaltungsvorschlag (Petition). Schlecht geträumt?

  • Arno

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    @ radlertölpel (alias Jakob Friedl)

    Sie werden doch nicht für sich in Anspruch nehmen wollen „gesellschaftlich relevante und überregional bedeutende Kunst“ zu bieten.

    Sie gehören doch zu denen, die davon leben (wollen), dass in unserer Gesellschaft niemand den Mumm hat des „Kaisers neue Kleider“, sprich sog. urbane Kunsthappenings wie die pseudokünstlerischen Europabrunnenbespielungen als das zu benennen was sie sind, nichts als versuchte Mitmenschenverblödung ohne Sinn und Verstand.

    Kinder waren schon bei des Kaisers neue Kleider diejenigen die ehrlich gesagt haben was Sache ist und so wird es auch bei Bodensprinkler sein, die Kinder werden begeistert sein (zugegeben manche Eltern weniger).

    Sie können dann ja mal gegenüberstellen, wie viele Kinder Ihre Deckelbespielung pro Tag besucht haben und wie viele sich am Bodensprinkler aufhalten.

    Wenn sie den Erfolg eines Bodensprinklers anzweifeln fahren Sie doch mal nach Friedrichshafen, Salzburg, Berlin oder nach München zum Stachusbrunnenund schauen sich an, wass da los ist. Da trifft sich die Jugend von 2 bis 22 und hat fun fun fun.

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen ein Kunstwerk hinter dem eine schöpferische Leistung steht findet ebenso wie der zugehörige Künstler meine Anerkennung.
    Aber wenn es Kunst sein soll einen alten Baumstumpf in eine Galerie zu schleppen, der alte zaunlatten anzumalen oder einen Ikea-Tisch weiss anzustreichen und 3 Przelantellern garniert als „das große Weiß“ zu verherrlichen fehlt es mir an Kunstverständnis.

  • norbert e. wirner

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    wie wäre es denn mit einer schönen lichtinstallation?

    ich denke da an 5 oder 8 5x6m tore – ähnlich den christo-gates / centralpark – die man gruppiert um oder hinführend zu dem brunnen, in die man weisse stoffe einhängt, die man nächtens bestrahlt und auf die man zu bestimmten anlässen/happenings passende bilder/filme projeziert – z.b. wasser.

    oder texte oder oder oder…

  • ars artis gratia

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    @ Arno 04.09.2013, 13:52h

    Ihr Beitrag ist nicht fein; er ist unsensibel, mitmenschenunfreundlich und ohne Kunstempfinden.
    Was kann der größte lebende Regensburger Kunsthappeninger Jakob Friedl (alias radlertölpel ?) dafür, daß ihn Mitmenschenverblödete ohne Sinn und Verstand mangels eben Sinn und Verstand und mitmenschlicher Verblödung gerade deswegen nicht verstehen können?
    Er gibt sich trotzdem solche Mühe, die weltkulturerbliche Gestaltungsplattheit des öffentlichen Raums auf einen höheren Deckelwert zu erheben: erheben führt zu Erhabenheit, ein urdeutscher Wert von weltkulturerblichem Rang, denken Sie an Hegel, Marx und Engels …
    Seien Sie also nicht so verständnislos gegenüber dem Kunstaktionsschaffen unseres Regensburger Joseph Beuys: seien wir froh, daß es ihn gibt, hier unter uns Mitmenschen mit und ohne Sinn, Verstand und Verblödung.
    Übrigens nach der nächsten Stadtratswahl wird er das Fraktionszimmer der CSU innenarchitektonisch aufhübschen, falls deren allem Neuen aufgeschlossener Spitzenkandidat seinen Lebenstraum zu unser aller Wohl erfüllen können sollte; auch dort wird dann gelten: Deckel auf für erhebende Erhabenheit.

  • Ilse Bill

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    Ich bin immer skeptisch, wenn bildende Künstler viele Worte bemühen, sich und ihre Werke ins Szene zu setzen. Sagt denn ihre Kunst, wie hier im Falle von Friedel, so wenig aus, so wenig zu? Offensichtlich!

    „Bilde, Künstler, rede nicht!“ (Goethe)

  • norbert e. wirner

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    warum nicht, Ilse Bill?

    was, wenn worte zum gesamtwerk gehören?

    manche geben einem werk überhaupt keinen namen…“o.t.“

    andere schreiben einen roman als bildtitel.

    manche äussern sich nie zu ihrer kunst und überlassen es dem publikum.

    andere interpretieren sich selber laut und sagen eben, was sie sagen wollen.

    wo wollen wir die grenze setzen?

    goethe muss nicht immer recht haben.

  • Ele

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    Die Idee von Ihnen, Herr Wirner find ich gut! Mit ein paar so „Rechtecken“ , aus denen es womöglich rieselt, sprenkelt, sprinkelt, nur kein Eau de Toilette bittschön wäre dieser „Raum“ angemessen gewürdigt als Eingangstor ins Weltkulturerbe ohne Geranienpötte. Und ohne Bodensprinkler-sprenkler-spuck/spuk- anlage.

    Gucken Sie mal hier Herr Wolbergs (ist Herr Schaidinger vllt. noch im Urlaub und sie können auch hier mal einen Alleingang wagen ?) https://www.google.de/search?q=christo-gates+centralpark&client=firefox-a&hs=PQf&rls=org.mozilla:de:official&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=-ZAnUrSOOZGf7gbsmIDQAw&ved=0CEsQsAQ&biw=1366&bih=596#q=christo-gates+central+park&rls=org.mozilla:de:official&spell=1&tbm=isch

    Irgendsowas … bloß nicht ganz so bieder wie den Brunnen am Kumpfmühler Markt bitte https://www.google.de/search?hl=de&site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1366&bih=596&q=Kumpfm%C3%BChler+Markt&oq=Kumpfm%C3%BChler+Markt&gs_l=img.3..0i24.2104.6168.0.6494.17.12.0.5.5.0.126.1223.4j8.12.0….0…1ac.1.26.img..0.17.1238.VRTfNQoqViI#hl=de&q=Brunnen+Kumpfm%C3%BChl&tbm=isch

    So daß den BesucherInnen beim Eingang in die Maximilianstraße außer Ramschkleiderläden und sich mit Fastfood-Vollstopfenden Menschen auch noch was Anderes , irgendwie Erhabeneres eröffnet. Das wär doch mal was !!

  • Ele

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    Diese linken Linx immer …. der funktioniert mal mitnichten. Wer also die Christo Gates im Centralpark bewundern will, kann die Googelei beauftragen … die funktioniert immer !

  • Äffchen

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    „Bilde, Künstler, rede nicht“ – da kann ich mich nur anschließen. Aber da der Herr Friedl anscheinend viel zu viel geredet hat und auch noch das Falsche, darf er jetzt das Projekt in der Maximilianstrasse nicht mehr bearbeiten.

    Ein Künstler muss in der heutigen Zeit in seinem Werk ein wenig auf den Mainstream achten, sonst wird er nicht beachtet und genau darum geht es, v.a. bei Kunst im öffentlichen Raum. An dieser exponierten Stelle in der Regensburger Innenstadt soll etwas entwickelt werden, das der Öffentlichkeit zusagt, Extravaganzen sind hier ausgeschlossen. Da kann ich nicht irgendwas veranstalten, das Ganze auf eine Stufe mit Beuys setzen und dann sich wundern wenn man wieder „entfernt“ wird.

    In der Kunst ist Vieles erlaubt, aber man darf sich auch nicht wundern, wenn genau das dann missfällt…

    „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ – genau daran sollte man sich halten, wenn man in gewissem Maße von der öffentlichen Hand abhängig ist.

    …Und fast alle wollen doch eben ins Museum und dort Bilder betrachten. Ansonsten hätten sie sich am Europabrunnen eingefunden und sich dem dort stattfindendem Happening hingegeben wie einst in der Kunstakademie Düsseldorf. Wo waren mehr Gäste ? In der Galerie im Leeren Beutel bei der Walt Disney – Ausstellung oder beim Herrn Friedl in der Maximilianstrasse ? Ich weis es…

  • Radlertölpel

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    @Arno du Kinderfreund! Sag mal redest Du von mir? Oder hetzt Du einfach mal so drauflos ? Unterstellen, Verdrehen, Schmähen, Ablenken… Auch das will gelernt sein! Bist du Profi darin?
    (von vorne bis hinten…: also was hab denn bitte ICH mit nem Baumstumpf in der Galerie zu suchen? usw…. Der Mensch halluziniert und faselt von des Kaisers neuen Kleidern. OhmeiOhmei).

    Und: Es gibt einen konkreten Gestaltungsvorschlag für die Art und Weise der Nutzung der Brunnenanlage durch monatlich wechselnde Gast Künstler, die mindestens 2 Wochen vor Ort, oder davon ausgehend, arbeiten. (siehe Text in der Petition). Die Regensburger haben also zwischen drin auch mal 2 Wochen Zeit den Ort zu nutzen ohne mit Gastkünstlern zusammenzuarbeiten…
    Gerade dabei spielt es doch keine Rolle ob ich persönlich ein ganz toller, mieser oder gar überhaupt kein richtiger (Sockel) Künstler sondern Kunsthausmeister bin – oder jemand Anderes ! …

  • Eau de toilette

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    Oder warum nicht das Brunnenloch zum einzigen Ein- und Ausgang für das Museum der bayerischen Geschichte umbauen, beides verbunden durch eine „Riepl-Röhre“.

  • Radlertölpel

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    @Eau de Toilette:
    … aber nur wenn ein Platz für urbane Kunstaktionen im öffentlichen Raum beim Donaumarkt als Ausgleichsfläche geplant wird! Dann aber bitte was mit Beuys, wenns recht ist!

  • Ilse Bill

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    Wenn Wort zum Kunstwerk gehören … Dann soll er Schriftsteller, Professor oder Philosoph werden.
    Lasst euch doch nicht von jedem Scharlatannen alles wortreich als große Kunst andrehen! Ich sag’s mit den Gebrüdern Grimm: „Der Kaiser ist ja nackt! Der hat ja gar nichts an!“

    Lieber einen Bodenbrunnen als Urbansimusforschung, sogenannte Kunst, Baummännlein und rote Pavianärsche!

  • Ele

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    Norbert E. Wirner, diese Lichtinstallationen finde ich gut. Vor allem sind sie auch veränderbar … und trotzdem … fest installiert. Da kann dann auch die Diskussion, ob Wort bei Kunst was zu sagen hat, versiegen (wie der Brunnen) … weil die Worte dann einfach leicht, fliegend und flüchtig installiert sein können …. und vom Rilke-Gedicht über Donaustrudl-Prosa bis hin zu lichtbeflaggten Poesielesungen einfach vieles denkbar ist.

    Diese Idee :::: Oder warum nicht das Brunnenloch zum einzigen Ein- und Ausgang für das Museum der bayerischen Geschichte umbauen, beides verbunden durch eine “Riepl-Röhre”:::: bringt ja sehr vieles unter ihre OBhut . Witzig ist sie allemale …. und die Bayerische Geschichte weist zudem ja viele Unterirdischkeiten (was für ein schreckliches Wort – ist das schon Kunst ?? oder muß ich es erst genehmigen lassen )

  • Radlertölpel

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    @elle: Ich bin, wie gesagt, für schön ausgedachtes, improviertes, Erschütterbares, für Interaktion und Kommunikation:
    In die Popomalkabine konnte man auch projizieren, die Leinwand, ein Betttuch wurde den gesamten Sommer 2010 über nur 2 mal zerschnitten (jemand vermutetet hier den Eingang zur 4. Dimension, wie er mir später beim Kinoabend erzählte),(siehe Kippenberger) der Wasserturm erstaunlicherweise nie umgeschmissen. Vandalismus ist jedoch auch eine Form der Interaktion. Kunst muß manchmal als erstes dran glauben…die Skatebank wurde von frustrierten Männern mehrmals zertreten und von mir unzählige male repariert…
    Ich denke es ist ein wichtiges Signal nicht nur mit unkaputtbarem Edelstahl gegenzuhalten, denn das wiederum ist eine Form von symbolischer Gewalt: Hier kann sich nichts verändern!

    Auch Vandalismus bedeutet Interaktion und dann gäbe es immer wieder was Neues, eine Andere Leinwand, eine neue Installation, neue Sitzgelegenheiten usw. Wir wollen uns kümmern, Einfluß nehmen und verstehen lernen wie der Ort tickt.

    Immer wichtig beim Arbeiten vor Ort: Zusammenkehren um den Platz zu präparieren….
    (siehe Beuys) … verpisste Blumenkübel machen es nicht besser, aber das sollen sie ja auch nicht: Ich zitiere die AG AST (anastropahle Stadt): Alles versalzen ohne sicheren Erfolg? – Für uns kein Widerspruch!
    http://ag-ast.net/2011-arbeiten-am-hafenbecken/fur-uns-kein-widerspruch/

    ich bin für etwas weiches, erschütterbares mich interessiert das das Volksvermögen (Kinderreime / Maulwurfstomperscheibe)
    Peter Rühmkorf: Bleib erschütterbar und widersteh; ein schönes Gedicht:

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1086281/

  • Radlertölpel

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    Ankündigung:

    Samstag 7.9. von 11h-18h // Reden* 14 Uhr !
    neben dem Europabrunnendeckel:
    Protest Kundgebung des Fvfu-uüiUF.e.V.

    *wer will der redet frei durch das Mikrophon

    für eine künstlerische Nutzung der unterirdischen Brunnenanlage und des umliegenden Platzes neben dem Europabrunnendeckel durch wechselnde Künstler: Europabrunnendeckeldachverband/EBDDV, Kunsthausmeister und Bunkermannstipendium…Wir fordern Geld und Raum für wechselnde hirnschmalzpumpende Künstler aus Regensburg und Europa statt einer starren Bodensprenkleranlage am falschen Ort! (Siehe konkreten Gestaltungsvorschlag am Ende der Petition!) Für eine gesellschaftlich durchlässige Kunst im Öffentlichen Raum!

    Wir machen eine kurze Unterbrechung von der Räumung der 500qm Art BuZZ`l in Burgweinting und stellen leichte Waldkulturwerbebänke aus Sperrholz neben den Brunnendeckel, auf dem Deckel ist das nicht erlaubt. Die Blumeneumel mit Urinduft dürfen wir auch nicht mit einer „Ameise“ abrücken und zu einer Choreographie mit den Bänken anordnen.
    Besucher unserer Protestversammlung können die B-Version der von uns eigentlich an dieser Stelle geplanten und vom Tiefbauamt abermals verbotenen Public Crossfader Aktion (mit 3 Mischpulten und Reden aus dem Stadtrat) von Chris Weiß ausprobieren – und als Belohnung einen Pfannkuchen essen.

    Chris Weiß (Postwurf.org) arbeitet an einem Radiofeature und will euch interviewen.

    Erwartet euch am Samstag nicht zu viel, denn: Wir ziehen seit einer Woche um (Burgweinting steht wieder ohne Kunst da, der Stadt war das Art BuZZ`l Projekt 2013: 200€ wert..), wir können den Brunnen nicht nutzen und nicht auf die Routine und ein durch permanente bespielung entstandenes Umfeld zurückgreifen!

    Aktueller Anlass:

    Seit 2010 gibt es keinen Nutzungsvertrag für den Fvfu-uüiUF.e.V. mehr, so wurde seitens der zuständigen (und nicht zuständigen) Stellen der Stadt Regensburg verhindert, dass sich das bis zur Beendigung immer interessanter werdende Projekt etabliert: Kunst und Kultur wurden aus Prinzip ohne Angabe von Gründen gemeuchelt!

    Bis Ende September 2013 werden wir im auch die Treppe ins Brunnenbecken, das bis jetzt hoffnungsvoll vorgehaltene aber ungenutzte Stromkastl, Steckdosen und Arbeitsflächen demontieren und räumen müssen – denn seit Juni 2013 gilt die Europabrunnenanlage als Baustelle, ohne das dort gebaut würde oder es einen Stadtratsbeschluß dazu gab. Vollendete Tatsachen für eine Bodenpinkleranlage!

    infos unter: http://europabrunnendeckel.de/?p=3387

  • Radlertölpel

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    @Arno 4. September 2013 um 13:52 Uhr :
    Übrigens die Baumskulptur „Kasten 1“ wurde 2013 in einer Nacht und Nebelaktion geschreddert, in eine Galerie wollte ich damit nicht, aber Sie wie mehrfach angeboten, wenn möglich restaurierten, oder mit Freunden etwas anderes daraus oder etwas ganz Neues an Ort und Stelle bauen. War wohl zu nah am Brunnendeckel: So geht man in Regensburg mit sogenannter „Kunst“ um! (siehe: http://jakob-friedl.de/?p=564)
    …morgen Demo:

  • Kuno Küfer

    |

    Aus aktuellem Anlass: Konkreter Gestaltungsvorschlag einer „Gastkünstlertruppe“ zum Thema „Für eine gesellschaftlich durchlässige Kunst im Öffentlichen Raum!“

    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2012/08/Kassiansplatz.jpg

    Und die Regensburger hätten dort Zeit, den Ort zu nutzen ohne zwingend mit den Gastkünstlern „zusammenzuarbeiten“…

  • Radlertölpel

    |

    Am Dienstag den 24.9 um 16 Uhr berät der Planungsausschuß im Neuen Rathaus über den Antrag der Grünenfraktion, den Brunnendeckel für zeitgemäße Kunst zu nutzen…..auf den sich mein komprimiert-detaillierter Gestaltungsvorschlag bezieht. Alle Mitglieder des Planungsausschusses haben meine Petition (die ich als konkretes Beispiel für einen Gestaltungsvorschlag betrachte) bekommen. Ob wohl eine Diskussion im Plenum möglich wird oder ist es wie gewöhnlich schon zuvor zu spät oder das Thema ungeeignet? (Jahre währende Dinosaurierlogik!) Wird man sich für eine Bodensprenkleranlage entscheiden?

    Chris Weiß von Postwurf.org hat vor ein paar Wochen für einen Nürnberger Radiosender 100 Interviewanfragen an Regensburger Politiker, Kultur-Kunstfunktionäre, Journalisten etc. per Fax und mail versendet um die Stimmungslage rund um den Brunnendeckel in einem Radiofeature einzufangen.
    Er wollte also 100 Personen in 100 unterschiedlichen regensburger Kaffees interviewen und als Gegenleistung für ein HiQ einen Kaffee, Bier oder Saft spendieren! Ratet mal wie viele der Probanten geantwortet haben?
    Es gab 3 Absagen!

    Manche Sachen gibt es nicht, die sind kein Thema, da wagen wir uns nicht raus damit, da warten wir was kommt….es wird schon so laufen wie immer. Regensburg ist wirklich ein bisserl stehengeblieben! Die häufigste und bornierteste Frage von Politikern den Brunnendeckel betreffend lautet dementsprechend: „Sie wollen also, das alles so bleibt wie es ist?“

    Wie gehts weiter am Brunnendeckel?
    Bis zum 30. 9. muß ich die Treppe ins Brunnenbecken rausgebaut und den Strom gekappt werden, damit endgültig der Hirntod des 2010 grundlos gemeuchelten Projektes eingeleitet werden kann und es unabhängig von weiteren Entscheidungen und Planungen der Stadt auf jeden Fall kein Zurück zu einer künstlerischen Nutzung mehr geben wird.. Prophylaktisch gegen jedliche Nutzung und Kunst oder auch nur Besichtigung des Ortes sozusagen.

    Ich glaub jedoch ich schaff das nicht mit dem Rückbau, denn der Fvfu-uüiUF.e.V. ist schwer beschäftigt mit BuZZ`l Aufräumerei und die kommende Woche über in einer Garage neben der Flüchtlingsunterkunft in der Grunewaldstraßeum um zusammen mit der Bi Asyl und den Falken ein Fest vorzubereiten (Fallbremsen basteln): http://jakob-friedl.de/?p=3617

    So werden sie sich gedulden oder mich schleifen müssen.
    Zum Bauen wird eh nicht vor nächstem Jahr angefangen.

    Ps:@Kuno Küfer
    Von den letzten Tagen der Art BuZZ`l gibt es leider keine Fotos, der Apparat verschwand am Brunnendeckel bei der politischen Kundgebung, die gezwungenermaßen aussen herum stattfand – und so gibt es auch keine Fotos von der Anordnung der Waldkulturwerbebänke vor den Blumeneumeln, die den gesperrten Deckel verdecken…

    zur Art BuZZ`L:
    Für die Kunsthalle Burgweinting bei der Art BuZZ`l (5 meter vom Stadtteilprojekt des Jugendamtes entfernt) hätte es jetzt übrigens Fördergelder vom Bund gegeben für den Rest des Jahres 3000€ und nächstes Jahr…über 10 000€!
    (Dem Stehen z.B. vs 200€ vom Kulturreferatfür das Jahr 2013 gegenüber!) – Nur gibt es jetzt keine Räume mehr für das Konzept “ Alle Pläne werden nachgereicht!“
    Bei den Burgweintingern jedenfalls ist das Projekt super angekommen – Schirmherren hab ich leider keine gefunden…
    Überengagierte Kunst scheint halt im Umkreis von Regensburg unerwünscht zu sein – Alles soll so bleiben wie es ist. Neue Perspektiven stören nur.

  • Radlertölpel

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    Die Mehrheit des Planungsausschuss hat sich am Di. den 24.9. gegen den Antrag der Grünen entschieden!

    OB Schaidinger behauptete nach einem überrraschend sachlichen Rückblick auf die städtebaulichen Gegebenheiten (Esplanade usw), wie man es auch in der Petition nachlesen kann, die Bodensprenkleranlage sei eine pragmatische Übergangslösung der Verwaltung – was allerdings gekonnt am Thema des Antrags der Grünen vorbeigeht… Das Europabrunnendedeckelprojekt 2009/2010 ließ er in seinem Rückblick unerwähnt und lauschte dann aufmerksam den pragmatischeren Stellungnahmen aller Oppositionsparteien: Grüne, Linke, Ödp und freie Wähler erklärten teils recht ausführlich und unterschiedlich, dass es darum geht den Künstlern den Freiraum zu gewähren sich am Europabrunnendeckel zu präsentieren und die Gegebenheiten zu nutzen… und zweifelten aus unterschiedlichen Gründen an, dass eine Bodensprenkleranlage eine sinnvolle Lösung sei. – Nicht zuletzt mit Bezug auf eine Tagung des Architekturkreises am vorangegangenen Freitag, bei der Experten auch den (verfehlten) Umgang mit dem öffentlichen Raum thematisierten.

    Frau Petra Betz von der CSU sagte daraufhin, dass die CSU Fraktion sich gegen den Vorschlag der Grünenfraktion auspricht und für den „Vorschlag der Verwaltung“ (Bodensprenkler) – nicht mehr und nicht weniger.
    Dann wurde abgestimmt: Die SPD stimmte geschlossen mit der CSU (Norbert Hartl, Christa Meier, Margot Neuner, Hans Holler). Weder Stadträte der SPD noch der CSU hatten sich in irgendeiner Weise inhaltlich geäussert.

  • Hans-Schaidinger-Wasserspiele vor dem Aus? | Regensburg Digital

    |

    […] bekommt anstelle eines seit über zehn Jahren brachliegenden Brunnenerwartungslochs ein schönes Betonbewässerungssystem. Das ist nicht so teuer, meinte der OB, und sieht auch nicht so greuslich aus, wie der momentane […]

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