SPD-Wahlkampfauftritt in Regensburg

„Der Martin, einer von uns!“

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Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kam diesen Freitag für einen Wahlkampfauftritt nach Regensburg. Im voll besetzten Glöckl-Festzelt auf der Dult versuchte er die Unterschiede zwischen ihm und Bundeskanzlerin Merkel deutlich zu machen und forderte mehr Gerechtigkeit. Am Schluss bekam er für seinen Auftritt ein Trikot des SSV Jahn Regensburg.

Glaubt an seine Kanzlerschaft: Martin Schulz. Bild: Staudinger

Glaubt an seine Kanzlerschaft: Martin Schulz. Bild: Staudinger

Es sind wahrlich keine einfachen Tage und Wochen für Martin Schulz, den Kanzlerkandidaten der SPD. In einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap kommt seine Partei gerade mal auf 21 Prozent. Im Februar diesen Jahres, kurz nach Bekanntgabe von Schulz’ Kanzlerkandidatur, waren es noch 32 Prozent. Vom Hype, der den Kandidaten Anfang des Jahres umgab, ist so gut wie nichts mehr übrig. Der Schulzzug kommt seit Monaten nicht mehr in Fahrt, der SPD-Wahlkampf dümpelt vor sich hin. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gibt Schulz den engagierten Wahlkämpfer, reist von Stadt zu Stadt, schüttelt Hände und redet, redet und redet.

Schulz eilt von Wahlkampftermin zu Wahlkampftermin und kam im Zuge dessen am Freitag auch nach Regensburg ins Glöckl-Festzelt auf der Herbstdult. Für den Generalsekretär der BayernSPD Uli Grötsch ist dies „der Höhepunkt des Wahlkampfs in der Oberpfalz“. „Sie werden als ein anderer Mensch rausgehen, als Sie reingehen“, so der Weidener Bundestagsabgeordnete. Bierzelt halt. Neben Grötsch sind auch viele weitere prominente Gesichter der bayerischen und oberpfälzischen SPD gekommen, unter anderem Marianne Schieder, Franz Schindler, Ismail Ertug, Sebastian Koch, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die einstige Lehrerin von Schulz Christa Meier, Tobias Hammerl und Florian Pronold.

SPDler glauben, dass Schulz Kanzler wird

Sie alle eint ein geradezu fatalistischer Zweckoptimismus: Martin Schulz wird der nächste deutsche Bundeskanzler! Nichts deutet im Augenblick zwar darauf hin, in der SPD scheint man jedoch unerschütterlich daran zu glauben. In kleinen Talkformaten, die bis Schulz’ Auftritt die Wartezeit verkürzen sollen, sprechen die SPD-Politiker beharrlich gegen diese Realität an. Für den örtlichen SPD-Bundestagskandidaten Hammerl, der „ein super Gefühl hat“, wenn er mit „den Leuten reden kann“, ist Schulz „der allerbeste Kanzler, den man sich vorstellen kann.“

Hammerl, Pronold und Grötsch glauben an Schulz' Kanzlerschaft. Bild: Staudinger

Hammerl, Pronold und Grötsch glauben an Schulz‘ Kanzlerschaft. Bild: Staudinger

Für den bayerischen SPD-Spitzenkandidaten Pronold, der bei der Vorstellung trotz volksnahem Trachtenjanker mit Abstand den wenigsten Applaus bekommt, wird Schulz „ein Kanzler sein, der sich auch was traut“. Wer sein Kreuz bei der SPD mache, müsse nach der Wahl keines mehr tragen, so der ehemalige Vorsitzende der BayernSPD und Parlamentarische Staatssekretär im Bauministerium.

Inszenierung der SPD: Schulz ist einer von uns!

Die aufgrund von Stau etwas längere Wartezeit überbrücken im vollbesetzten Festzelt auch die Blaskapelle Bernhardswald und Coldplays quälendes Viva La Vida, das stets aus den Lautsprechern dröhnt, wenn jemand die Bühne betritt. Auf Bildschirmen zeigt die SPD Wahlplakate und Fotos vom Wahlkampf. Martin Schulz als Fußballspieler, als Hoffnungsträger, der ein Bad in der Menge nimmt. Die Botschaft der Inszenierung: Der Martin ist einer von uns.

Schließlich wird Schulz als „der Mann, der mit Glatze, Bart, Klamotten von der Stange und ohne Abitur Kanzler werden will“ angekündigt, zieht unter großem Jubel ins Zelt ein und legt sofort los. In seiner 45-minütigen Rede galoppiert er ohne Verschnaufpause und zumeist ohne rhetorische Brücken sprunghaft von Thema zu Thema. Das Jackett von der Stange zieht er sich wie sooft im Laufe der Rede demonstrativ aus und krempelt die Hemdsärmel hoch. Da packt einer noch richtig an!

Zwischenrufer wird SPD-Mitglied

Im Tonfall gestaltet Schulz die Rede sachlich und kämpferisch zugleich. Gelegentlich streut er ein paar kleine Witzchen ein, um sich hier und da ein paar Lacher abzuholen. Sein Äußeres und der „Charme eines Eisenbahnschaffners“ scheinen sich hierfür besonders zu eignen. Es ist eben Bierzelt.

Die SPD kann auch Bierzelt. Bild: Staudinger

Die SPD kann auch Bierzelt. Bild: Staudinger

Einen großen Lacher und viel Applaus erntet Schulz, als er einen Zwischenrufer, der sich ein Statement zu Angela Merkels FDJ-Vergangenheit erhofft, scheinbar spontan und schlagfertig zurechtweist: „Wenn gute Argumente Glückssache sind, dann bist du von einer Pechsträhne verfolgt.“ Ein Standardsatz von Schulz, zu dem er in solchen Fällen greift. Gut eine Stunde später wird der Zwischenrufer übrigens SPD-Mitglied. Schulz habe ihn überzeugt.

Schulz gibt Garantie ab: Keine Rente mit 70!

Ansonsten versucht Schulz insbesondere Unterschiede zwischen ihm und der Bundeskanzlerin klarzumachen. Eine von ihm geführte Regierung werde etwa „mit dem Mietwucher“ aufräumen und das Rückkehrrecht von Teilzeit- in Vollzeitarbeit gesetzlich durchsetzen. Beim Thema Rente glaubt Schulz der Ankündigung Merkels „im sogenannten TV-Duell“ nicht, wonach sie das Renteneintrittsalter nicht auf 70 erhöhen werde. Er hingegen könne die Garantie abgeben: „Bis 70 wird niemand arbeiten müssen.“

Gerechtigkeit ist überhaupt das Hauptthema des SPD-Vorsitzenden. Beispielsweise sollen unbefristete Arbeitsverhältnisse wieder der Normalfall werden. Manager der Automobilindustrie würden bislang nicht zur Verantwortung gezogen, während eine Verkäuferin, die einen Pfandbon mitgehen lasse, sofort gekündigt werde. „Wo ist da die Gerechtigkeit?“, fragt Schulz unter Beifall. In der Bildung müsse Chancengleichheit herrschen und Handwerker sollen genauso respektiert werden, wie Akademiker. „Das ist der Grund, warum ich so kämpfe!“. Wieder viel Applaus.

Attacke auf Erdoğan

Auch das Plädoyer des jahrelangen Europapolitikers gegen die Geschichtsvergessenheit der AfD („diese Partei ist eine Schande für Deutschland“) und für ein „Europa der Gerechtigkeit“ scheint bei den meisten Zeltbesuchern gut anzukommen. An den türkischen Staatspräsidenten Erdoğan richtet er sich direkt: „Misch’ Dich nicht in unseren Wahlkampf ein, aber lass’ die Leute frei, die bei Dir im Knast sitzen!“

Schulz bekam ein SSV-Jahn-Trikot als Gastgeschenk. Bild: Staudinger

Schulz bekam ein SSV-Jahn-Trikot als Gastgeschenk. Bild: Staudinger

Nach der Rede überreicht der Regensburger SPD-Unterbezirksvorsitzende Sebastian Koch dem Fußballfan Schulz als Geschenk ein Trikot des SSV Jahn Regensburg. „Die Roten sollte man nie unterschätzen, im Fußball wie in der Politik,“ kalauert Koch. Das Trikot hat die Rückennummer 24, was für das Datum der Bundestagswahl stehen soll. Ob die Nummer am Schluss vielleicht auch für die Prozentpunkte der SPD stehen könnte, steht auf einem anderen Blatt.

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Kommentare (12)

  • blauäugig

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    „der Mann, der mit Glatze, Bart, Klamotten von der Stange und ohne Abitur Kanzler werden will“ – das zeigt recht schön, wie sehr sich die SPD von ihrem letzten Kanzler (und damit bundespolitischen Erfolg)entfremdet hat. Vielleicht erinnert das Trikot nach der Wahl auch an den Stein des Anstoßes, über den der Regensburger SPD-OB gestolpert ist.
    Mit Fußball kenne ich mich aber nicht aus. Deutet bei einer Mannschaftssportart mit 11 Spielern die Nr. 24 auf die dritte Garde hin?

  • vier und zwanzig

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    ’24‘
    Die Zahl ist das Doppelte der Zwölf, der Grundzahl des Duodezimalsystems, und im mythologischen Sinne ein Symbol von Vollständigkeit. Diese Tatsache liefert den Schlüssel zu vielen Verwendungen der Zahl außerhalb der Mathematik, sowohl im Alltag als auch in der (christlichen) Mythologie.‘
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vierundzwanzig
    Oder vielleicht doch eine
    Kusszahl?
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kusszahl

  • Joachim Datko

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    SPD: Mit Martin Schulz verlieren: 0:3

    Zitat: „Nach der Rede überreicht der Regensburger SPD-Unterbezirksvorsitzende Sebastian Koch dem Fußballfan Schulz als Geschenk ein Trikot des SSV Jahn Regensburg. „Die Roten sollte man nie unterschätzen, im Fußball wie in der Politik,“ kalauert Koch“

    Bei den diesjährigen Landtagswahlen wollte die SPD zeigen, dass es mit Schulz wieder aufwärts gehen würde. Schulz verglich die Herausforderung mit einem Fußballspiel.

    Die Pleiten waren für die SPD deprimierend
    0:1 – 26.03.2017 Saarland: SPD -1%
    0:2 – 07.05.2017 Schleswig-Holstein: SPD -3,2%
    0:3 – 14.05.2017 Nordrhein-Westfalen: SPD -7,9%

  • Regensburger

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    Ach so, der „Herr“ Schulz sollte der nächster „unser Hoffnungsträger“ sein? Wer Herrn Schulz bei dem TV-Duell erlebt hat, der hat auch sicherlich den gleichen Eindruck, wie ich. Die, durch Schulz, fast (politische) Liebeserklärung und die Gleichheiten in vielen Themen mit der Merkl-Politik haben mich überzeugt, dass es sich in den nächsten Zeiten in der Innenpolitik Deutschland wie auch der soziale „Gerechtigkeit“ (es ist egal unter welchem Kanzler) nichts ändert wird. Altbundeskanzler Schröder hat uns gezeigt, was die SPD unter der soziale Gerechtigkeit verstehen und die Agenda 2010 hat noch mehr Armut und sozialen Leid für viele Deutschen gebracht. Nicht Merkl und auch nicht Schulz haben die „Brennpunkte“ der deutschen inneren Politik angesprochen. „Soziale Gerechtigkeit, Pensionen kontra Renten, Rentenarmut, Kinderarmut, Mängel von Sozialwohnungen, (finanziell) marode Städte, Autobahnen, Brücken, Straßen, Schulen oder Kitas und Kindergarten. Wegen fehlenden Investitionen und Geld werden zahlreiche Sportanlagen wie auch öffentliche Bäder geschlossen. Einige Streitfrage war die – Autobahnplakette. Ich als Deutscher Autofahren muss überall im Europa für die Benutzung der Autobahnen zahlen, aber wenn die ausländische Autofahrer für die Benutzung unsren Autobahnen „auch“ zahlen müssen, dann es ist eine Diskriminierung. In einem waren sich aber beider Kandidaten immer einig und zwar in der Zuwanderungspolitik der Integration und bei der Behauptung, dass der Islam zum Deutschland gehört. Wir müssen für die Zuwanderung mehr machen und hauptsächlich wir müssen für „unsere“ Zuwanderungspolitik auch die anderen europäischen Staaten verpflichten. Nach dem politischen „TV-Duell“ Merkl kontra Schulz, habe ich erwartet, dass die Beiden – Merkl und Schulz als „politische Rivalen“ sich zum Schluss noch umarmen. Also für uns, die normale Bürger ändert sich in der Zukunft, unter den beiden „Kanzlers“ wirklich nichts. Ich bin immer noch unentschieden, welche politische Partei, für mich als einen parteilosen Bürger, die richtige ist???

  • eingeborener

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    Eine überflüssige Partei, die SPD.
    Real verspricht Schulz nur, dass es mit der SPD in einer erneuten GroKo nicht noch schlimmer wird.
    Was die ,soziale Gerechtigkeit‘ angeht, so wird sich die SPD wie schon immer darauf rausreden, dass sie die CDU nicht zwingen kann.
    Zwingen geht in der erstarrten deutschen Parteien-Landschaft nur noch über starke Bürger -Bewegungen.

  • Lothgaßler

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    Ja, ich war auch dabei. Wahlkampf und Schulz, das passt wie Senf zur Currywurst bzw. Würselen zu Berlin oder München.
    Dergleichen von Schulz war schon im Europawahlkampf gegenüber seinem Spezi Juncker zu beobachten. Damals wusste man auch nicht, warum man unbedingt dem Schulz die Stimme geben sollte. Und hinterher standen die beiden dermaßen eng zusammen, es hätten siamesische Zwillinge sein können.
    Nun ja, es gibt noch die kleineren Parteien, die auch mal groß rauskommen möchten. Sortiert man FDP (ich habs deren politische Irrfahrt noch nicht vergessen) und AfD als nicht wählbar aus, dann bleiben nicht mehr viele Alternativen übrig.
    Merkel selbst ist nicht „alternativlos“, allerdings ist das personelle Alternativangebot teils arg „trostlos“. Der Dame den Status „Mutti der Nation“ zu nehmen und als politischen Machtmenschen bloßzustellen, das hat die SPD versäumt. Auch weil zu wenig Widerspruch über die Lippen der Berufs-MdB-Sozis vom Schlage Gabriel kam. Aber ich glaube ohnehin, die SPD wollte nach dieser Wahl nicht den Regierungschef stellen, sondern wieder bequem mitregieren.
    Hilft alles nix, dann werde ich bei dieser Wahl die Opposition stärken müssen.

  • Tobias

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    Mir sind beide Kanzlerkandidaten zuwider (aber auch der „Bundespräsident“, ein nutzloses, teures Amt), aber sogar ich finde Merkel um Längen besser. Ich verstehe nicht, wie ein, nun ja, „Europa-Bonze“ wie Schulz, der sich gemessen an Bildungs- und Leistungsstand überirdisch gut bezahlen lässt – vom Steuerzahler selbstverständlich -, hier etwas von Gerechtigkeit faselt. Die Zahl der Politiker, die Werte schafft – nein, keine ideologischen, sondern wirtschaftliche – liegt doch nahe Null. Vor allem die SPD verrät den Arbeitnehmer seit gut 13 Jahren; in der großen Koalition schiebt sich die Einheitspartei Deutschland in Good Cop-Bad Cop-Manier den Schwarzen Peter zu um die leichtgläubigen Wähler von A nach zu schunkeln – am Ende kommt sowieso Merkel und Einheitspartei raus, auch wenn man dem aktuellen Bad Cop (Schulz o. Merkel) die Stimme entzieht und dem vermeintlichen Good Cop zuschustert (Merkel o. Schulz). Und diese Selbstsicherheit äußert sich in dreisten Wahlkampflügen und süffisantem Grinsen, denn eine Opposition gibt es nicht. Das Versagen ist endlos und die ach so tollen Errungenschaften liegen an einem Sparkurs und senken der Leistungen und festhalten an Raubrittertum wie dem obsoleten Soli, Zwangsfinanzierte Staatsprogramme mit politischem Bildungsauftrag (Rundfunkgebühren), Korruption in Regensburg (Wolbergs), Diesel-Affäre, Atomindustrie, Energiewende etc. etc.

    Die zweite Frage ist eher, was ist „soziale Gerechtigkeit“. Ich höre häufig etwa, dass finanziell schwache Familien oder Haushalte entlastet werden und ähnliches, aber wer achtet auf die angeblichen Durchschnittsverdiener? Ich habe 1.674 EUR Netto im Monat und das scheint laut Bundesamt bereits ein umwerfend guter Lohn zu sein, ja nee. Mir tun Soli und GEZ mehr „weh“ als einem mit 5.000 Netto. Logisch. Aber warum sollten Haushalte, die teilweise oder gar zu 100% aus (meinen) Steuergeldern finanziert werden, zusätzlich noch vergünstigte oder gar kostenlose Angebote erhalten, für die ich angeblich „reicher“ voll bezahlen muss. Das ist NICHT sozial Gerecht. Großverdiener abzuzocken ist ebenfalls nicht sozial gerecht. Sozial gerecht wäre, Schulz‘ Boni streichen und seinen Lohn auf 3.500 EUR Brutto zu senken.

    Man fühlt sich irgendwie hilflos in diesem Land, ich weiß nicht. Uns geht es „gut“, wir ruhen uns auf Errungenschaften aus den 60ern, 70ern und 80ern aus. Massenzuwanderung von hauptsächlich ungebildeten Muslimen wird langfristig Demokratie und Sozialstaat aushöhlen und es reicht, dass sagen wir mal, der Dieselskandal unsere Regensburger Autowerke getroffen hätten. Schwups, fallen hunderte, gar Tausende gut bezahlte Stellen weg. Oder die Zuckerfabrik war 2000 noch super duper, Anfang 2000 dann EU-Regularien, Standort Regensburg für Südzucker nicht mehr tragbar. So schnell kann’s gehen. Alles super?

    Und wir haben diese Kasper an der Macht. . . .

  • erich

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    wenn man bedenkt, wie sich die Politik von SPD und CDU CSU die seit Ende der 2 Weltkrieges die Regierungsverantwortung in diesem Land inne hatten und mit ihrer Politik für den Ist-Zustand verantwortlich sind, ausgewirkt haben, dann zeigt sich das Wahlkampf nichts anderes ist, als dem Wähler Honig ums Maul schmieren und Zucker in den Arsch blasen und nur zur Wahlkampfzeit die Politiker aus ihren Löchern kommen um die Wähler wie Scheißhausfliegen zu umschwirren. Sind die Wahlen vorbei zeigt die Politik ihr wahres Gesicht, das zeigt sich in Meldungen die kürzlich zu lesen waren:

    „Ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland – und damit rund 16,1 Millionen Menschen – waren einer Statistik zufolge im vergangenen Jahr von Armut oder sozialer Ausgrenzung konfrontiert.“

    „Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr“, sagt DIW-Chef Marcel Fratzsche.
    Fratzschers These: „Die soziale Marktwirtschaft existiert nicht mehr“. Die Ungleichheit in Deutschland habe in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Die reichsten zehn Prozent besitzen inzwischen zwei Drittel des Vermögens, die ärmere Hälfte habe dagegen praktisch nichts. In keinem anderen Land der Euro-Zone sei die Vermögensungleichheit höher, kritisiert der DIW-Chef.

  • joey

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    „Manager der Automobilindustrie würden bislang nicht zur Verantwortung gezogen“
    Wer ist denn Justizminister? Wer ist Ministerpräsident von Niedersachsen? Die Versprechen von Schulz sind durchsichtig, die von Merkel nachweislich bestimmten Wenden unterworfen.

  • Günther Herzig

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    Der Martin, das ist schon einer, aber gewiss kein künftiger Bundeskanzler. Haben die Genossen eigentlich Wolbergs zu diesem Event versteckt?

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Günther Herzig“ – Nein, der hat sich selbst versteckt!

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