Unberechenbare Zustände im Mittelmeer

Sea-Eye-Crew bereitet sich auf das Schlimmste vor

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Das Militär hilft nicht mehr, NGOs werden diskreditiert und von der libyschen Küstenwache immer härter angegangen und nun ist auch noch die rechtsextreme Identitäre Bewegung ins Mittelmeer aufgebrochen, um die Arbeit der ehrenamtlichen Seenotretter zu behindern. Arne Schmidt, Kapitän auf der Sea-Eye spricht von einer Spirale der Eskalation.

Arne Schmidt auf der Brücke der Sea-Eye.

Arne Schmidt auf der Brücke der Sea-Eye.

Arne Schmidt ist wütend. In einer Woche bricht er als Kapitän mit seiner Crew zu seiner dritten Mission mit der Sea-Eye auf. Seit ihrer Gründung 2015 hat die Regensburger Initiative über 12.000 Menschen vor der Küste Afrikas vor dem Ertrinken gerettet. Doch mittlerweile gibt es immer mehr Gegenwind für die ehrenamtlichen Seenotretter.

Drohbriefe und Diskreditierung

In Regensburg bekommt Gründer Michael Buschheuer mittlerweile regelmäßig Drohbriefe. In verschiedenen Medienberichten wird Kritik kolportiert, die bis hin zum Vorwurf reicht, die im Mittelmeer engagierten NGOs würden mit professionellen Schleuserbanden zusammenarbeiten. Am Lautesten melden sich dabei die europäischen Grenzschutzagentur Frontex und die sogenannte libysche Küstenwache zu Wort. Zeitgleich hat die rechtsextreme Identitäre Bewegung angekündigt, selbst mit einem Schiff ins Mittelmeer zu fahren und die Helfer bei ihrer Arbeit zu behindern.

„Die Lage wird politisch immer brisanter“, sagt Schmidt. „Einerseits weigert sich das Militär seit Herbst mittlerweile konsequent, zu helfen. Andererseits gibt es immer häufiger mediale Schläge gegen NGOs wie uns, garniert mit Lob für die libysche Küstenwache.“

Hilfe vom Militär gibt es mittlerweile kaum noch.

Hilfe vom Militär gibt es mittlerweile kaum noch.

Während wir uns unterhalten trudeln via WhatsApp ständig neue Nachrichten von der aktuellen Sea-Eye-Mission bei Schmidt ein. Gerade ist das Schiff mit der Rettung von Dutzenden Menschen beschäftigt. Am Ende werden fast 170 an Bord des früheren Fischkutters sein. Es gibt Tote und Verletzte. „Die italienische Küstenwache kann nicht kommen, weil sie selbst fortlaufend in neue Rettungen verwickelt ist und vom Militär meldet sich niemand.“

„Die schalten einfach ihre Erkennungsgeräte ab.“

FRONTEX, Nato, die EU-Mission EUNAVFORMED und weitere militärische Einheiten sind im Mittelmeer mit über 30 Schiffen, 14 Flugzeugen und zwei Helikoptern im Einsatz. Eine tatsächliche Zusammenarbeit bei der Rettung funktioniert aber mittlerweile nur noch mit der italienischen Küstenwache, sagt Schmidt. „Doch die leisten sowieso schon Übermenschliches.“ Vom Militär komme nichts. „Die behaupten, sie seien nicht vor Ort oder nicht nah genug. Doch manchmal sieht man etwas auf dem Radar, das man nicht identifizieren kann. Die schalten einfach ihre Erkennungsgeräte ab.“

Nächtliche Rettung.

Nächtliche Rettung. Am Ende nimmt die Sea-Eye 300 Menschen an Bord.

Die Sea-Eye war nie dafür gedacht, selbst Menschen an Bord zu nehmen. Boote mit Flüchtlingen sollten gesucht und mit Schwimmwesten und Wasser versorgt werden, bis größere Schiffe eintreffen, um die Menschen zu bergen. Doch mittlerweile ist es fast Alltag, dass die ehrenamtlichen Helfer die Flüchtlinge zunächst selbst an Bord nehmen. Einmal waren es über 300. „Wir haben Berechnungen gemacht und festgestellt, dass das Schiff ab 150 Menschen instabil wird. Raue See darf es da nicht geben“, sagt Schmidt. „Aber ich würde auch 300 an Bord nehmen, wenn es nicht anders geht. Wir können die Menschen ja nicht ersaufen lassen.“

„Eine Spirale der Eskalation“

Schmidt ist ein erfahrener Kapitän. Jahrelang war er ehrenamtlicher Seenotretter in der Karibik. Neun Mal hat er den Atlantik überquert, vier Mal davon allein. Doch für seinen aktuellen Einsatz rechnet er mit allem. „Ich habe mit der Crew die schlimmstmöglichen Szenarien durchgesprochen. Im Moment dreht sich da eine Spirale der Eskalation.“ Und die gehe nach oben, je wärmer es werde – einerseits ruhige See, bei der mehr Flüchtlingsboote in See stechen, andererseits extreme Hitze, bei der die Menschen schneller dehydrieren und verdursten. Und dazu immer mehr Druck auf die NGOs.

Erst vor kurzem hat Italien der libyschen Küstenwache zehn neue Schnellboote zur Verfügung gestellt. Jetzt fordern die Libyer dafür auch noch die volle Bewaffnung. Brandgefährlich sei das, so Schmidt. „Ende Mai hat ein Boot der libyschen Küstenwache eines der Italiener beschossen und sich dann mit dem Hinweis entschuldigt, dass man gedacht habe, das sei ein Flüchtlingsboot gewesen. Ich frag mich aber, warum man auf wehrlose Flüchtlinge in einem Schlauchboot schießt.“ Erst vor wenigen Tagen gab es erneut Schüsse der Küstenwache, dieses Mal auf einen türkischen Frachter.

Völlig überfüllte Boote: ein immer häufigerer Anblick.

Völlig überfüllte Boote: ein immer häufigerer Anblick.

Unter anderem Recherchen der italienischen Journalistin Nancy Porsia belegen tiefe Verstrickungen zwischen der Küstenwache und professionellen Schlepperbanden. „Wer bezahlt, wird durchgelassen, wer nicht bezahlt zurück gedrängt oder beschossen“, erzählt Schmidt. Zurück gedrängt nach Libyen, wo in den Lagern nach Diplomatenberichten „KZ-ähnliche Zustände“ herrschen.

„Wenn man auf die Küstenwache trifft, weiß man nie, was passiert.“

Eine Recherche des Journalisten Michael Obert für das SZ-Magazin beschreibt ein System von Folter, Vergewaltigung und Sklaverei. Und mittendrin: der Chef der Küstenwache von Westlibyen. Ein Video zeigt ihn und seine Männer beim Verprügeln von Flüchtlingen.

„Wenn man auf die Küstenwache trifft, weiß man nie, was passiert“, erzählt Schmidt. „Die sind schnell, bewaffnet und je nachdem, wie die grade drauf sind oder je nachdem, ob man gerade ein Boot rettet, das bezahlt hat oder nicht, kann es sein, dass man mit denen reden kann oder eine Knarre am Kopf hat.“ Und so unberechenbar wie jetzt sei es noch nie gewesen.

„Wenn ein Land wie die Türkei mit so jemanden zusammenarbeiten würde, gäbe es einen Aufschrei, aber hier ist es die EU, die einem Failed State mit undurchsichtigen Clan-Strukturen Geld in den Arsch schiebt. Da kann man das Gelaber von Freiheit und Menschenrechten in die Tonne treten, wenn es an den Außengrenzen nicht mehr gilt“, erregt sich Schmidt.

Nicht jedes Crew-Mitglied würde den Slogan „Refugees welcome“ unterschreiben

Dabei ist Arne Schmidt jemand, der es durchaus kritisch sieht, wenn immer mehr Flüchtlinge in immer kürzerer Zeit nach Europa kommen. „Aber es steht nicht in unserem Ermessen, politische Lösungen zu finden, die Fluchtursachen in Afrika zu bekämpfen oder die Menschen nach Tunesien oder sonstwohin zu bringen. Da wären andere gefragt.“ Schmidt ist mit dieser Meinung bei Sea-Eye nicht allein. Nicht jedes Crew-Mitglied würde den Slogan „Refugees welcome“ unterschreiben. „Uns geht es darum, dass man Menschen nicht einfach ersaufen lässt. Und dahinter stehen wir alle.“

Rettungseinsatz: Ein Beiboot der Sea-Eye bringt

Rettungseinsatz: Ein Beiboot der Sea-Eye bringt schwimmwesten zu den Flüchtlingen.

Einige Tage nach unserem Gespräch kommt die Meldung, dass die Identitäre Bewegung mit ihrem Schiff unter der Parole „Defend Europe“ in Djibouti in See gestochen ist. Man wolle im Mittelmeer „den NGO-Wahnsinn bekämpfen“, heißt es auf der Facebook-Seite der Rechtsextremen„Wenn wir Pech haben, dann sind die in etwa zur selben Zeit im Einsatzgebiet wie unsere Sea-Eye-Mission“, befürchtet Schmidt, der bezweifelt, dass es sich dabei um professionelle Seeleute handelt. „Da wird die Gefahr immer größer, dass etwas Schlimmes passiert. Erstaunlich, dass FRONTEX und die EU dazu den Mund halten.“

Aber vielleicht passt es ja ganz gut ins Konzept, die Seenotretter weiter zu dikreditieren und zu behindern, damit die Öffentlichkeit nicht mehr mitbekommt, was im Mittelmeer passiert.

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Kommentare (17)

  • bürni

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    Liebes Team der Sea-Eye, meine größte Anerkennung für euren Mut und euren unentwegten Einsatz für mehr Menschlichkeit auf dem Mittelmeer! Es entzieht sich meinem Verständnis, dass es Menschen, wie diejenigen aus der identitären Bewegung, gibt, die willentlich in Kauf nehmen, das unschuldige Menschen auf der Flucht ihr Leben lassen. Ich kann ihren Antrieb nicht nachvollziehen, denn wenn man die Bilder dieser Boote sieht und die Berichte dazu hört (ein Freund war bei einer Mission mit an Board), gibt es keine Worte dafür, die treffend beschreiben könnten, was diese Menschen durchmachen. Es sind auch immer wieder Frauen und (kleine) Kinder oder Babys an Board dieser seeuntauglichen Luftboote. Wer da noch die Einstellung hat, diese Menschen für eine absurde Idee eines rassisch reinen Europas (oder was auch sonst immer ihre unmenschlichen Beweggründe sein mögen) sterben zu lassen, und ihnen gerne beim Ertrinken zusieht, ist in meinen Augen ein armer Mensch ohne Herz und Verstand.
    Was eure Crew auf diesen Fahrten erlebt und welche Grenzerfahrungen die Beteiligten machen, kann sich wahrscheinlich kein Mensch vorstellen, egal, welche politische Haltung er oder sie zu diesem Thema hat. Ich wünsche euch für eure weiteren Einsätze viel Kraft!

  • eingeborener

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    Ab einem bestimmten Ausmass menschlicher Verrohung ,wie hier geschildert, bin ich erstmal platt.
    Ich hoffe, diese Kriminellen auf den Kriegsschiffen der Nato und ihre politischen Hintermaenner bekommen den öffentlichen Pranger, den sie verdienen.
    Meine Hochachtung für die sea eye Leute.

  • Markus Frowein

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    Die Öffentlichkeit bekommt so viel nicht mit, weil sie es einfach nicht mitbekommen soll.
    Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind … über 50.000 Menschen täglich … keine Berichte.
    Dieser Genozid ist schrecklicher als alles bisher dagewesene, noch nicht mal der Adolf hat es geschafft, täglich so viele Menschen in den Hungertod zu treiben, Berichterstattung? Nix! Stattdessen: Tausend Berichte über mehr als satte Menschen in Hamburg, die sich feist das Recht herausnehmen, darüber zu entscheiden, wer verhungert und wer nicht.

  • Mr. T

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    Irgendwie hab ich naiverweise die Hoffnung, dass es bei den Idiotären irgendwie im Knopf schnackelt wenn sie das Elend mal in Echt sehen. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es so viele Leute gibt, die dann so verroht sind, dass es ihnen Spass macht, Menschen ersaufen zu sehen.

  • Seepferdchen

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    wieso nehmt ihr sie eigtl. alle an Bord ? geht das nicht, dass man einen Teil an Bord nimmt, bis das Schlauchboot stabil genug ist und dann das Schlauchboot an´n Haken nimmt und abschleppt ?

  • Bürni

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    Soweit ich das von Berichten meines Freundes gehört habe, ist es so, dass das Boot der seaeye viel zu langsam unterwegs ist, um andere Boote hinten dranhängen zu können ( so etwa 20kmh)….zudem können die Schlauchboote meines Wissens dadurch sehr schnell kentern. Am besten sollte man sie gar nicht berühren. Denn wenn die Leute erst Mal ohne Schwimmwesten im Wasser liegen, ertrinken sie sehr schnell. Falls sie Schwimmwesten anhaben und ins Wasser fallen, droht eine Unterkühlung und Wasser kann man ihnen gegen evtl. Dehydration auch nicht mehr geben. Eigentlich wartet die Crew der seaeye an dem Ort, wo sie sich befindet, auf Hilfe von größeren Booten, die den Platz dafür haben, die Geflüchteten an Board zu nehmen. Ich hoffe, ich hab richtig wiedergegeben, was ich von den Berichten noch in Erinnerung habe….

  • joey

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    die Lösung kann nicht sein, daß man noch 300 Sea Eye fahren läßt. Die einzige Lösung ist, die Menschen nicht ins Boot steigen zu lassen, sie nicht einmal durch die Sahara… da spielen sich vermutlich noch weit mehr Dramen ab.

    Wenn wir (EU) uns entscheiden (würden), Menschen aus Afrika aufzunehmen, sollte man sie im Herkunftsland aussuchen und ihnen ein Ticket geben, so wie das Kanada macht. Vermutlich hätten Alleinerziehende mit kleinen Kindern ohnehin die beste Chance auf eine sinnvolle Existenz in Europa.
    Was derzeit abläuft ist die typische Merkelsche Politik des Nichtentscheidens bei bestmöglicher Gutmenschenoptik. Wir sind ja sooo human, bezahlen aber Erdogan, daß er seine Grenze (mit Schußwaffen) dichtmacht. Gäbe es noch Gaddhafi, er würde Geld oder irgendwelche technische Boni kriegen und die „humanitäre“ Sache wäre geklärt.

  • wLz

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    @Seepferdchen
    Ob Menschen an Bord genommen werden oder nicht und wie die Rettung abläuft, sind ständig Einzelentscheidungen des Kapitäns und dem MRCC Rom (Seenotrettungsleitstelle in Rom). Üblicherweise werden die gefundenen Boote mit Rettungswesten und Wasser versorgt und betreut bis ein anderes größeres Schiff von MRCC Rom geschickt wird, um die Menschen an Bord zu nehmen. Jedoch sind aus eigener Erfahrung sind einige Boote in schlechtem Zustand. Während meines letzten Einsatzes (nicht bei Sea-Eye) wurden von uns 12 Boote versorgt. Davon waren 4 Boote am Sinken. 2 Boote sind völlig kollabiert. Es waren zig Menschen im Wasser und es gab auch Tote. 2 Boote konnte man einigermaßen stabilisieren, indem man Menschen aufs Schiff genommen hat und eine Rettungsinsel ausgebracht hat. Die Menschen auf diesen Booten wurden dann von der italienischen Küstenwache abgeborgen.
    Diese Schlauchboote können nicht so einfach geschleppt werden, weil sie zum einen sehr instabil sind und keine Vorrichtung zum schleppen haben. Die einzige Möglichkeit des Schleppens ist, dass man dem Boot eine Leine gibt und die Leute sie selber festhalten müssen. Das ist auch nur bei völlig intakten Booten möglich.

  • Markus B.

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    In 30 Jahren wird sich die Bevölkerung in den afrikanischen Ländern verdoppeln, bereits in den letzten 50 Jahren hat sich die Bevölkerung verfünffacht , noch in diesem Jahrhundert werden aus den jetzt aktuell 1 Milliarden Bewohner 5 Milliarden.
    Man kann sich das Ausmaß nicht vorstellen was dann in Afrika passieren wird, das Land kann jetzt bereits die Überbevölkerung weder ernähren noch versorgen.
    Viele Milliarden potentieller Flüchtlinge wird das bedeuten, hunderte sea-eye Boote wären nötig, eine Seerettung kann auf Dauer Afrika nicht retten.
    Nur mit Bildung und Ausbau der Infrastruktur kann dem Land geholfen werden.

  • Spielführer

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    Es ist an der Zeit diese ganzen Schlepperbanden, welche getarnt als „Nothilfe“ im Mittelmeer rumschippern, zur Rechenschaft zu ziehen. Einfach unverantwortlich dieses Vorgehen. Dadurch werden erst recht Tausende animiert diese gefährliche Reise zu wagen. Damit werden sozusagen Probleme provoziert, an deren Beseitigung man sich später unter dem Deckmantel der Hilfe erst macht. Was für ein bizarres und grausames Verständnis von Hilfe. Da hilft nur ein rigoroses Vorgehen der legitimierten Staatsmacht um diesen als Notretter getarnten Schlepperbanden und Hobbypiraten einen Riegel vorzuschieben.

  • wahon

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    @Markus B.

    Von welchem „Land“ sprechen Sie? Ihre Behauptungen sind dermaßen falsch und unsinnig, dass man wirklich am Funktionieren Ihres Verstandes zweifeln muss. Wissen Sie, wie groß Afrika ist? Wieviele verschiedene Länder und Kulturen Afrika umfasst? Ich vermute, Sie haben eine von Primitivmedien induzierte Angstneurose, die Sie daran hindert, sachliche Informationen aufzunehmen und sinnvoll zu verarbeiten. Wenn Sie diese Angstneurose nicht behandeln lassen, werden Sie bald bei einer der Sekten landen, die jedes Jahr den Weltuntergang beschwören und sich ernsthaft auf das „Jüngste Gericht“ oder die „Ankunft der Außerirdischen“ vorbereiten.

  • Maximilian Mehl

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    Ich hoffe sehr, dass die SEA EYE und die SEEFUCHS ebenso wie heute die IUVENTUS auch noch von der italienischen Küstenwache aufgebracht und aus dem Verkehr gezogen wird!

  • Mr. T

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    Schön, Maximilian, und ich hoffe, dass Ihr Idiotären Euch weiterhin als Schleuser betätigt und weiter Flüchtige nach Europa bringt – auch wenns nicht ganz so beabsichtigt ist.

  • Mr. T

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    Coolste Satire-Meldung seit langem heute: Sea-Eye rettet Idiotäre aus Seenot!

  • Tobias

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    Ich finde das herrlich, wie sachlich joey – mal wieder – die Sache auf den Punkt bringt, aber anstelle sich mit diesen Fragen/Punkten auseinanderzusetzen schäumt der durchschnittliche Gutmensch über die „Idiotären“ und Herrn Mehl. Die Fakten sind simpel: Hilfe und Bildung vor Ort. Was bringen uns die „tollen Menschen“ in der Bajuwarenkaserne? Das ist eine ernstgemeinte Frage. Hier parken, dass sie sich bis zum Tode alimentieren lassen? Das glauben Sie doch selber nicht. Die werden früher oder später kriminell, weil das Geld der Steuerzahler bald alle wird und/oder die Politik sich radikalisiert. Und dann wird im Ostenviertel eingebrochen. Habe dort jemanden Wohnen, aber das hat nix mit nix zu tun.

    Ich stimme Herrn Mehl dennoch zu. Die fahrlässlig herbeigeführte Seenot auch noch zu belohnen ist dreist. Von mir aus kann Mr. T fünf Bürgschaften übernehmen, dann wäre er finanziell zwar ruiniert, aber er wäre noch stolz drauf.. :-)

  • Mr. T

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    Wofür soll ich denn Bürgschaften übernehmen? Oder ist das der Sprech typischer rechter ***********: „Nimm halt ein paar davon daheim auf“?
    Aber so schnell wär ich nicht pleite.
    Hilfe und Bildung vor Ort ist schön und richtig. Besser als weiter Waffen runterschicken. Aber bis das greift vergehen Jahrzehnte. Da haben wir in den letzten Jahrzehnten mit unserer Kolonialpolitik so viel versäumt, das richtet man nicht in einem Vierteljahr. Und bis dahin müssen wir die Leute eben vor dem Verrecken retten. Wenn wir das nicht tun, lassen wir sie wissentlich verrecken – Tötung durch Unterlassung quasi.

  • Lothgaßler

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    Das Thema ist schon alt, und Europa hat schon früher mit einem sehr hohen Zaun reagiert: die spanischen Exklaven in Nordafrika.
    Das Dilemma der Seenotrettung vor der lybischen Küste ist, dass eine bloße Rettung scheinbar weder von einigen Rettern als auch nicht von den Geretteten gewollt ist. Nein, die Anlandung der Geretteten muss in einem Hafen der EU erfolgen.
    Das geht so nicht ewig gut und Italien billige ich Notwehr zu! Was soll Italien machen, wenn die EU in ihrer Gesamtheit die Flüchtlinge nicht aufnehmen will, egal welche Sonntagsreden die Politiker schwingen?! Die Position der deutschen Flüchtlingshelfer ist insofern nicht frei von Widersprüchen, das wissen die auch selber. Die Rettung aus Seenot mit Anlandung an der lybischen Küste wäre eine Lösung, wenn dann nicht die offenkundig drohende menschenverachtende Lagerhaft drohen würde. Das muss gelöst werden, dann entfällt jede Rechtfertigung die vor der lybischen Küste Geretteten nach Europa zu verbringen. Dazu noch ein geregeltes Einreise- und Arbeits- und Einwanderungsverfahren, damit die „Wohlstandsflüchtlinge“ (war das schon mal Unwort des Jahres?) auch einen legalen Weg finden.
    Ja, das ist keine freundliche Hand und keine freundliche Geste, aber alles andere führt zu noch härteren Gegenmaßnahmen.

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