SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 10. Dezember 2010

Nikolaus spielten die Regensburger Jusos am 6. Dezember in der Asylunterkunft Plattlinger Straße. Mit Namenslisten und Geschenken bewaffnet zogen Tobias Afsali und seine Genossinnen von Wohnung zu Wohnung, um Bücher und Süßigkeiten an die Kinder zu verteilen. „Eine afghanische Familie hat uns direkt zum Tee eingeladen“, erzählt Afsali. „Es ist einfach unglaublich, wie gastfreundlich und offen gerade die Menschen sind, die selbst fast nichts besitzen.“ Abgesehen von symbolischen Aktionen beziehen die Jusos auch politisch Stellung. In einem Positionspapier fordern sie unter anderem Integrations- und Sprachkurse auch für Asylbewerber und die Abschaffung der so genannten „Gemeinschaftsunterkünfte“. Damit widersprechen sie auch ihren Altvorderen in der SPD-Stadtratsfraktion, die eine entsprechende Petition im vergangenen Jahr abgelehnt hatte. Der Forderung „Wohnungen statt Flüchtlingslager“ soll auch eine Demonstration Nachdruck verleihen, zu der das Regensburger Flüchtlingsforum (RFF) und die BI Asyl für den morgigen Samstag aufgerufen haben. „Seit den Debatten im bayerischen Landtag hat sich die Situation der Flüchtlinge nicht nachhaltig verbessert“, sagt RFF-Sprecherin Marion Puhle. Deshalb gehe der Protest nun in eine neue Runde. Die Kundgebung unter dem Motto „Wir haben die Schnauze voll“ findet um 13 Uhr vor dem Alten Rathaus statt. Eingeladen sind auch die Landtagsabgeordneten Franz Rieger (CSU), Margit Wild (SPD) und Maria Scharfenberg (Grüne). Sie sollen die Forderungen der Flüchtlinge – Wohnungen statt Flüchtlingslager, Bargeld statt Essenspakete, Abschaffung der Residenzpflicht und das Recht, zu arbeiten – erneut im Landtag aufs Tapet bringen. Bei den Protestierenden werden viele irakische Flüchtlinge erwartet, die trotz des Bürgerkriegs im Irak in Deutschland kein Asyl erhalten, sondern nur geduldet werden. Damit müssen sie nicht nur in den Gemeinschaftsunterkünften wohnen, sondern haben de facto auch kein Recht, zu arbeiten. Seine Teilnahme abgesagt hat bereits Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Ihm sollte ein offener Brief überreicht werden, in dem ein respektvollerer Umgang mit den Flüchtlingen durch die Regensburger Ausländerbehörde angemahnt wird. „Wir hoffen, dass Herr Schaidinger einen Vertreter schicken wird“, so Puhle.

Glatteis stoppt Busse

In der Geschichte der Regensburger Verkehrsbetriebe muss man weit zurück gehen: Ende der 60er Jahre wurde der Betrieb wegen Eisglätte zum letzten Mal komplett eingestellt. Und selbst das weiß Hauptgeschäftsführer Bernd-Reinhard Hetzenecker nur aus Erzählungen. Er selbst ist seit 1978 im Unternehmen. Am gestrigen Donnerstag um 18.58 Uhr war es wieder einmal so weit: Aus […]

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