SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 22. April 2014

Privater Rauchmelder verhindert Schlimmeres

Brandstifter legt zum neunten Mal Feuer

In der Greflingerstraße wurde heute Nacht erneut Feuer gelegt. Ein von einem Anwohner in seiner Wohnung installierter Rauchmelder schlug an – die von den Hauseigentümern vor knapp zwei Wochen versprochenen Rauchmelder im Treppenhaus offenbar nicht.

Von David Liese

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In der Greflingerstraße hat heute Nacht erneut ein Fahrrad gebrannt. Foto: Archiv/ld.

Es sind unruhige Zeiten, die die Bewohner des Hauses in der Greflingerstraße 33 durchmachen. Vor Kurzem berichteten wir über die acht Brandstiftungen, die es dort seit Januar gegeben hat. Heute Nacht kam eine neunte hinzu, und erneut ist es nur dem schnellen Eingreifen eines Hausbewohners zu verdanken, dass niemand verletzt wurde.

Laut Polizeibericht schlug kurz nach Mitternacht ein Rauchmelder, den der Mieter in seiner Wohnung installiert hatte, Alarm. Dabei brannte es gar nicht in seinen eigenen vier Wänden, sondern im Keller des Hauses. Dort war ein Damenfahrrad in Brand gesteckt worden. In der Polizeimitteilung ist von Rauchschwaden“ die Rede, die durchs Treppenhaus zogen. Der Mann reagierte schnell und löschte das Feuer.

Wo sind die Rauchmelder der Gagfah?

Zwei Aspekte sind daran besonders interessant. Zum einen war es bereits zum zweiten Mal ein Fahrrad, das in Brand gesetzt wurde. Zum anderen versicherte die Pressesprecherin der Gagfah Group vor zwei Wochen gegenüber verschiedenen Medien, man habe bereits Rauchmelder für das Haus bestellt, „die in Bayern noch nicht Pflicht sind“ und die so schnell wie möglich angebracht werden sollten.

Polizeisprecher Stefan Hartl bestätigt unserer Redaktion gegenüber heute die Darstellung in der Pressemitteilung der Polizei, wonach es ein privater Rauchmelder in der Wohnung gewesen sei, der angeschlagen habe. Von Geräten, die direkt im Treppenhaus installiert sind, wisse er nichts, bittet uns, in dieser Frage Kontakt mit der Gagfah Group aufzunehmen.

Polizei tappt weiter im Dunkeln

Dort ist heute jedoch leider niemand mehr erreichbar. Die Polizei sucht unterdessen nach dem Besitzer oder der Besitzerin des abgebrannten Damenfahrrads. Bislang gäbe es keine neuen Ermittlungsergebnisse bei der Suche nach dem Brandstifter, so Hartl.

Update: Zwischenzeitlich hat sich Bettina Benner, die Pressesprecherin der Gagfah Group, bei uns gemeldet. Die angekündigten Rauchmelder seien bestellt, aber noch nicht da, da man ganz bestimmte Modelle wolle. Genauer will man sich im Laufe des morgigen Tages äußern.

Flüchtlingsfamilie klagt gegen Unterbringung

Kein Weg führt aus dem Lager

Ein Einzelrichter, ein routinierter Beamter, kein Anwalt: Eine Flüchtlingsfamilie will aus gesundheitlichen Gründen aus dem Sammellager in Landshut ausziehen. Die zuständige Behörde verweigert dies. Heute hat das Verwaltungsgericht Regensburg die Klage der Familie gegen den Bescheid in einer Blitzverhandlung abgewiesen.

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