Archiv für 12. April 2022

Enttäuschende Gespräche, nicht gehaltene Versprechen zum Kündigungsschutz und die Frage, warum der Steuerzahler alle Risiken für ein Krankenhaus tragen soll, bei dem allein die Caritas Regensburg das Sagen hat und das Kirchenarbeitsrecht gilt, mit weniger Mitbestimmungsrechten, haben den Betriebsrat der Kelheimer Goldberg-Klinik und die Gewerkschaft ver.di dazu veranlasst, juristische Schritte zu prüfen.

Vertragsunterzeichnung am 24. März: Caritas-Direktor Michael Weißmann und Landrat Martin Neumeyer (CSU) besiegeln die „strategische Partnerschaft“. Dass dieser Deal zukunftsfähig ist, darf bezweifelt werden. Foto: pm

Der Steuerzahler zahlt alles, die Caritas Regensburg hat das Sagen und im Hintergrund agiert ein umstrittenes Beratungsunternehmen: So sieht der Deal für die Goldberg-Klinik, künftig Caritas-Krankenhaus St. Lukas GmbH, im Landkreis Kelheim im Wesentlichen aus, der angeblich Vorteile für Beschäftigte und medizinische Versorgung bringen soll (unser Bericht). Doch der versprochene Kündigungsschutz schützt kaum jemanden vor Kündigung. Und ob das ohnehin vage formulierte und wenig innovative medizinische Konzept der Oberender AG, das dem Kreistag vorgestellt wurde und Basis für den Deal sein sollte, in dieser Form überhaupt umgesetzt wird, soll derzeit wieder völlig offen sein. Das teilen der Betriebsrat an der Goldberg-Klinik und die Gewerkschaft ver.di nach „enttäuschenden“ Gesprächen mit der Caritas Regensburg mit.

 
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