Konzert

„Au revoir, LEDERER“

Die letzte Show des Moloch Kollektivs in der Lederergasse. RIP L.E.D.E.R.E.R.!

Von Martin Oswald, heartcooksbrain

Sømerset

Sømerset

Es kommt einem schon wie eine halbe Ewigkeit vor, aber es ist doch erst etwas über ein Jahr her, dass das Moloch Kollektiv im L.E.D.E.R.E.R. einmal im Monat Konzerte veranstaltet hat. Wenn die Rechnung stimmt, waren es 13 an der Zahl, das 14te am 25.04. sollte zugleich das letzte im „sozio-kulturellen Begegnungszentrum“ in der Lederergasse sein. Das Schicksal des L.E.D.E.R.E.R. sollte hinreichend bekannt sein, für die Vollständigkeit der Chronik sei es an dieser Stelle dennoch in aller Kürze erwähnt: Nach 8 Jahren und aufgrund andere Pläne der Hauseigentümer mit der Immobilie, musste das L.E.D.E.R.E.R. Ende April schließen. Ob und wie es an einem anderen Ort weitergehen kann, ist noch offen. Entsprechende Bemühungen gibt es.

Wie dem auch sei: Unter das Motto „Au revoir, LEDERER“ hat das Moloch Kollektiv seine letzte Show in der Stammlocation gestellt. Vor – wie gewohnt – vollem Haus wurden von Malatesta, Sømerset und Left In Ruins verschiedene Facetten des Hardcore Punk abgeklopft bzw. gedroschen. Während Malatesta aus München ihrem Hardcore einen spröden und trockenen Crustsound verpassen und stimmlich dafür sorgen, dass man im Verlauf des Auftritts (das gilt auch für die konsequent neben das Mikro gesprochenen Ansagen) kein einziges Wort versteht, haben Sømerset einen differenzierteren, wenngleich nicht minder trockenen Klang parat. Die Riffs und wütenden Vocals lassen fast schon an Black Metal denken, kommen aber trotzdem meist sehr zügig zum Abschluss.

Den eher knackigen Song pflegen auch Left In Ruins aus dem italienischen Trento, die in ihrer 20-minütigen Spielzeit vermutlich mehr als 15 Songs unterbringen. Pünktlich um 23 Uhr ist dann aber Schluss. Ja, selbst beim allerletzten Konzert hält man sich brav an die verordnete Livemusikruhe, die seit jeher lästig war, aber im Sinne einer DIY-Konzertstätte stets verantwortungsbewusst in Kauf genommen wurde. Das spielt jetzt aber auch keine Rolle mehr. Au revoir, L.E.D.E.R.E.R.!

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Kommentare (1)

  • Heinz

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    War nochmal richtig toll. Musik voll inne Fresse und Quatschen bei Bowle un Pfeffi!
    Schade um diese Location…

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