Die CSU hat’s zerrissen!

Prost! Christian Schlegl ist ab 1. Mai neuer Fraktionschef.	Foto: hsDie neue Fraktion schrumpft weiter/ Christian Schlegl übernimmt Vorsitz Nix war’s mit Versöhnung! Noch bevor sich die neue CSU-Fraktion gestern, am späten Nachmittag, konstituierten konnte, kehrten ihr drei Stadträte den Rücken. Armin Gugau, Hans Renter und Hans Melzl wollten der neuen Fraktion aus Protest über den Ausschluss von Martina Dräxlmeier nicht beitreten. Sie verweigerten die entsprechende Unterschrift. Und obwohl der Kreisvorsitzende Franz Rieger und der neugewählte Fraktionschef Christian Schlegl (16 von 17 Stimmen) mit Vermittlungsgesprächen beauftragt wurden, scheint eine Rückkehr der drei bereits jetzt ausgeschlossen. Die Fronten sind verhärtet. Melzl: „Es war völlig klar, dass keine Diskussion über die Aufnahme von Martina Dräxlmeier erwünscht war.” Der 69jährige nennt die neue CSU-Fraktion ein „Abnicker-Gremium”. Zersplitterung der Regensburg-CSU schreitet weiter fort Wenn der neue Stadtrat Anfang Mai zusammentritt, wird die CSU-Fraktion nur noch 16 Mann bzw. Frau stark sein und verfügt – inklusive des Oberbürgermeisters – über 17 von 50 Stimmen. Dass Armin Gugau, Hans Renter und Hans Melzl sich zu einer Rückkehr in die Fraktion überreden lassen werden, ist weder wahrscheinlich, noch scheint es von Seiten Schlegls oder Schaidingers unbedingt erwünscht zu sein. Mit dem Ausschluss von Martina Dräxlmeier – laut Schilderung Melzls, Gugaus und Renters sei eine Diskussion darüber gestern nicht erwünscht gewesen – hat man billigend in Kauf genommen, dass die drei – Ortsvorsitzende, alle mit zum Teil erheblichen Sprüngen nach vorn bei der Kommunalwahl – der Fraktion den Rücken kehren. Insbesondere von Hans Melzl hat man selten so klare Ansagen gehört: Er bezeichnete die CSU-fraktion nach der gestrigen Sitzung als „Abnicker-Gremium”. Gugau und Renter hielten sich bedeckt. Als „Zeichen der Versöhnung” sieht es unverdrossen Noch-Fraktionschef Rudi Eberwein, dass Bald-Fraktionschef Christian Schlegl vorgeschlagen hat, Franz Rieger ins Verhandlungsteam für die Sondierungsgespräche mit der SPD aufzunehmen. Rieger, zeigte sich über die gestrige Sitzung „bestürzt” und spricht von „Spaltung der CSU”. Ob Rieger es als „Zeichen der Versöhnung“ sieht, dass er an den Verhandlungen mit der SPD teilnehmen darf? Seine Teilnahme sei „selbstverständlich” ist alles, was er am Telefon sagt. Das ist sie wohl auch. Ein CSU-Kreischef ist normalerweise dabei, wenn es um Koalitionsverhandlungen geht. Aber was ist in der Regensburger CSU schon noch normal.

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Kommentare (3)

  • Literatur

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    Wnn es noch keiner glauben wollte: Jetzt ist klar, dass Dr. Rieger das nächste Opfer sein wird. Der OB ist schon auch feige; er läßt andere vor, um sein Süppchen zu kochen. Glaubt da noch einer, dass Hans Sch. CSU-Politik macht? Nein, er macht seit 12 Jahren seine Politik, der konträr zur CSU ist. Merken das die restlichen 15 (Schlegl ausgenommen) nicht???

  • Marion Puhle

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    Ein Glanzstück der Demokratie!
    Frau Dräxlmeier als JU-Vorsitzende hat sich erlaubt, unseren Oberbürgeremsiter öffentlich zu kritisieren. So sollte es in einer Demokratie auch sein. Jetzt wird es ihr zum Verhängnis, man schließt sie aus der Fraktion aus.
    Das Frau Dräxlmeier mit ihrer Kritik Recht hatte, beweist das verheerende Ergebnis des H.Schaidinger, der bis zu 20% verloren hat.

    Und weil Frau Dräxlmeier einen Kurswechsel verlangte, weil sie nicht hörig ist, wie es anscheinend in der CSU angeordnet ist, ist sie nun das nächste Bauernopfer.

    Meine Herrn und Damen von der CSU, das Kasperletheater haben die RegensburgerInnnen satt.

    Offensichtlich ist es in der CSU üblich, Menschen zu belohnen, die aus ihrer Ausländerfeindlichkeit und ihren rassistischen Äußerungen keinen Hehl machen.

    Es ist auf jeden Fall schön anzusehen, wie sich die CSU in Regensburg ihr eigenes Grab gräbt.

    Aber der Christian Schlegl wird`s schon richten, oder?

    Marion Puhle

  • Mr. verständnislos

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    Jetzt hat das Schlachtschiff OB Schaidinger und
    sein Zerstörer der künftige Fraktionsvorsitzende
    Christan Schlegl das Kommando. Respekt von den
    3 Stadträten die dies gemerkt haben und von den
    anderen Kopfnickern man kann auch Schlafmützen
    sagen – gute Nacht mit dieser Fraktionsspitze.
    Denn das Kasperltheater wird weiter gehen und
    vielleicht noch größer werden??
    Die nächste Landtagwahl wird bald kommen und die
    selbstherrliche CSU wird eine Lupe brauchen um
    die 50 – zu sehen.

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