„Die teuerste Sauna der Oberpfalz“

Tanja Schweiger will Auskunft über „teuerste Sauna der Oberpfalz Baumängel im ALE Tirschenreuth machen ein Arbeiten im neuen Amtsgebäude fast unmöglich. Die Abgeordnete Tanja Schweiger erkundigte sich in einer Anfrage zu Plenum nach dem Sachstand der Gebäudemängel beim neuen ALE in Tirschenreuth. Nach Ihrer Ansicht ist ein Arbeiten bei den hohen Temperaturen im Gebäude nicht möglich und eine Zumutung für die dortigen Mitarbeiter. Sie wollte deshalb von der bayerischen Staatsregierung wissen, wie sie die völlig unzumutbaren hohen Temperaturen in den oberen Geschossen beim Neubau des Amts für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth rechtfertigt und was bis wann konkret unternommen wird, damit die dortigen Mitarbeiter wieder in einem zumutbaren Büroklima arbeiten können? Die Mängel liegen im Detail, so die bayerische Staatsregierung. Die Flure und Erschließungszonen im Obergeschoss des zweigeschossigen Neubaus des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth werden über Glasoberlichtbänder belichtet, so dass im Gebäude eine helle, durchweg freundliche Atmosphäre vorherrscht. Diese Lichtbänder wurden nicht so ausgeführt, wie es die mit Planung und Baudurchführung beauftragte Firma in ihrer ursprünglichen Planung vorgesehen hatte, nämlich mit Lüftungsflügeln und geeignetem Sonnenschutzglas. Das Gebäude wurde im Dezember 2012 fertiggestellt. Extreme Temperaturverhältnisse traten erstmalig im Juni 2013 auf, als an 4 Tagen Außentemperaturen von ca. 35º C erreicht wurden. Maßnahmen zur Reduzierung der Gebäudeerwärmung wurden bei der beauftragten Firma dann Ende Juni 2013, unmittelbar nach erstmaligem Auftreten der Temperaturspitzen, eingefordert. Dazu wurde sie schriftlich mit Fristsetzung zur Benennung geeigneter Abhilfemaßnahmen aufgefordert. Am Dienstag, dem 16.07.2013, fand ein Ortstermin zur gutachterlichen Feststellung des Sachverhaltes statt, um Einzelmaßnahmen zu bestimmen und die Firma unter abschließender Fristsetzung zur Mängelbeseitigung aufzufordern. Geeignete Verbesserungsmaßnahmen können voraussichtlich noch im August umgesetzt werden. Die Entscheidung über die Art der Beseitigung des Mangels liegt zunächst bei der ausführenden Firma, die dem Auftraggeber ein in allen Teilen vorschriftsgemäßes Gebäude schuldet. Die Firma hat den Einbau von Lüftungsflügeln bereits mündlich zugesichert. Weitere Maßnahmen werden ggf. eingefordert. Tanja Schweiger hofft nun auf schnelle Abhilfe, „denn das ALE sei ein für die ländliche Region wichtiger Bestandteil. Durch den Personalschwund der letzten Jahre ist die Arbeitsfähigkeit bereits eingeschränkt. Und die Wenigen, die jetzt noch arbeiten können, werden durch unzumutbare Temperaturen beim Arbeiten behindert. Bei einem Neubau muss man als Ergebnis ein funktionierendes Gebäude erwarten können, und nicht die teuerste Sauna der Oberpfalz“.

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