DONUM VITAE – ein Vorbild für erfolgreiches Laienengagement

Prof. Hans Maier in der Regensburger Beratungsstelle:
DONUM VITAE – ein Vorbild für erfolgreiches Laienengagement
Papst Franziskus eine „der erfreulichsten Erscheinungen in der aktuellen Kirche.“

Doris Schiller, Prof. Hans Maier, Maria Eichhorn. Foto: DONUM VITAE

Doris Schiller, Prof. Hans Maier, Maria Eichhorn. Foto: DONUM VITAE

Der Besprechungsraum in der Regensburger DONUM VITAE Beratungsstelle konnte die vielen Besucher kaum fassen. Über 65 waren zur halbjährlichen Förderkreis-Sitzung gekommen. Für Landesvorsitzende Maria Eichhorn war es eine besondere Freude, als prominenten Gast Prof. Hans Maier begrüßen zu können. Der ehemalige bayerische Kultusminister war einer der Mitbegründer von DONUM VITAE und ist Mitglied im Landesbeirat.
Die Leiterin der Beratungsstelle, Doris Schiller, informierte zunächst über die aktuelle Arbeit. Im vergangenen Jahr habe die Zahl der Beratungen erneut zugenommen. Sowohl in der Konflikt- als auch in der allgemeinen Schwangerenberatung. Überdurchschnittlich gestiegen sei auch die Kinderwunschberatung. In der Sexualpädagogik an den Schulen habe es 144 Einsätze gegeben.

Anschließend sprach Prof. Maier zum Thema „Laien in der Kirche.“ Ausgehend vom Zweiten Vatikanischen Konzil, das vor rund 50 Jahren zu Ende gegangen war, und von der Gemeinsamen Synode der deutschen Bistümer vor rund 40 Jahren, skizzierte er, welche Bedeutung der nichtgeweihte Christ – der „Laie“ – seitdem in der Kirche bekommen hat. Die wichtigsten Änderungen: Die Laien sind jetzt nicht mehr der „verlängerte Arm des Klerus“. Konzil und Synode hätten den Laien in deren gesellschaftlichem und politischem Handeln eine große Eigenverantwortlichkeit zugestanden. Diese könne – wie die Gründung von DONUM VITAE zeigt – sogar soweit gehen, dass die Laien Aufgaben übernehmen, die das kirchliche Amt selber nicht mehr habe weiterführen wollen: nämlich das Verbleiben im staatlichen System der Schwangerenkonfliktberatung mit Hilfe des Vereinsrechts. Die anschließende lebhafte Diskussion drehte sich vor allem um die Frage, wie diese Aufbrüche von damals in der Kirche von heute weitergeführt werden können, auch angesichts zahlreicher Rückschläge. Werde es Papst Franziskus gelingen, die längst überfälligen Reformen in der Kurie und in der Weltkirche umzusetzen. Für Prof. Maier ist der jetzige Papst „eine der erfreulichsten Erscheinungen der aktuellen Kirche.“ Er hoffe und wünsche, dass er auch Strukturen hervorbringen könne, „die sein Pontifikat überdauern.“

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Kommentare (1)

  • Mathilde Vietze

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    Ich freue mich, daß Herr Professor Dr. Maier für „donum vitae“ die verdienten
    Lobesworte fand. Ich unterstütze diese segensreiche Einrichtung seit Jahren,
    ungeachtet der Tatsache, daß mir der Herr Prälat Grabmeier deshalb brieflich
    attestrierte, daß ich „borniert, ignorant usw.“ sei. Diese Aussagen haben mich
    dahingehend motiviert „jetzt erst recht“. Leute, die glauben auf diese Weise
    auf sich aufmerksam machen zu können, müssen sich nicht wundern, wenn
    sie nicht ernst genommen werden.

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