Ein Schlegl-Gremium für Stuhl-Fragen – das regt auf

Manche sind eben schneller. Wenn die Bundeswehr eine Notbrücke für Panzer baut, dauert das einen halben Tag. Um einen provisorischen Fußgängersteg von Steinweg nach Stadtamhof einzurichten, dauert es fast einen Monat. „Geht nicht anders”, wird behauptet. Geht’s noch? Bis die Protzenweiherbrücke abgerissen ist, ließe sich auch eine Übergangslösung finden – wenn denn der politische Wille da wäre. Der ist aber ein ganz anderer. Die Stadtamhofer sollen endlich lernen, was es heißt, keine Brücke zu haben. Die sollen um eine Brücke betteln und nicht so renitent sein. Ein Schlegl-Gremium für Stuhl-Fragen – das regt auf Renitent sind auch die Wirte, die sich gegen die städtische Reglementierungswut in Sachen Freisitze wehren. Zum Glück erhalten sie Hilfe von politischer Seite. Zum Beispiel vom künftigen CSU-Fraktionschef Christian Schlegl. Der hat via Pressemitteilung eine Anregung, nämlich, „dass ein parteipolitisch neutrales Gremium eingeführt wird”. Für Stuhl-Fragen. „Dieses könnte dann wie ein kleiner Gestaltungsbeirat strittige ästhetische Fragen bewerten”, regt Schlegl abschließend an. Bürokratismus statt Freiheit also. Nett. Ich könnte mir vorstellen, dass „ein parteipolitisch neutrales Gremium eingeführt wird”. Für intelligente Anregungen von Stadträten. „Dieses könnte dann wie ein kleiner Gestaltungsbeirat” diese Anregungen beurteilen. Manchmal geht’s aber auch schneller … …(ent)spannende Lektüre!

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Kommentare (5)

  • Daniela Camin - Heckl

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    Nun ja, „strittig ästhetische Fragen“ zu klären ist natürlich auch schwer. Denn, Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Aus welchen Betrachtern soll dieses Gremium „parteipolitisch neutral“ bestehen? Aber, wenn ich mal ganz ehrlich bin, man kann sich mit noch sinnloseren Fragen auseinandersetzen. Wann lasst ihr den Wirten mal wieder Zeit und Raum zum Arbeiten und zum Geld verdienen? Die haben sicherlich schon mit den „Aschenbechern“ genügend Aufregung, bzw. dem Nichtraucherschutzgesetz genügend andere Sorgen. Müsst Ihr zu dieser Einschränkung jetzt noch die „Freisitzstuhlverordnung für die Gastronomie in Regensburg“ kreieren? So nach dem Motto, – Laut Verordnung vom x.x.xxxx darf die genehmigungspflichtige Stuhlhöhe 54,2 cm nicht überschreiten, die Farbe der Stühle und Auflagen ist dem allgemeinen Umfeld anzu passen, es sind nur Bestuhlungen aus Rattan und Stahlrohr zulässig … – ? Und dann auch noch auf unsere Kosten, Leute, wenn die Verwaltung arbeitet, dann kostet das unser Geld, das Geld der Stadt Regensburg. Die Vielfalt geht „flöten“, wir haben u.U. wieder eine Verordnung mehr und und und. Kann sich Herr Schlegl nicht mal etwas Nützlichem zuwenden? Das ist unnütz, wie ein Kropf.

  • Winfried Huber

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    Das natürliche Ende des Schlegl-STUHL-Vorschlags ist das des STUHLgangs.

  • Theobald Kiesewetter

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    Ich lese http://www.regensburgerwoche.de sehr gerne, täglich und mit Genuss. Die Morgen-Regensburg-Kolumne ist (fast) jedesmal ein Gedicht. Was mich aber mittlerweile richtig narrisch macht, das sind die Kommentare von Daniela Camin – Heckl. Die Dame scheint den ganzen Tag nichts anderes zu tun zu haben als hier ihre unmaßgebliche Meinung abzulassen. Interesant auch, dass sie über jedes Thema Bescheid weiß und ihre Weisheiten der Welt kundtun muss. Ihr Mitteilungsbedürfnis in allen Ehren, aber man kann es nicht mehr lesen, es steht einem bis hier! Bescheidenheit stünde ihr besser zu Gesicht als ihre nervtötende Besserwisserei, die nichts als leeres Blabla ist.

    Theobald K.

  • Daniela Camin - Heckl

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    @T. Kiesewetter, warum sollte ich „bescheiden“ sein, damit Sie sich nicht über mein „blablabla“ aufregen? Sie müssen es ja nicht lesen, wenn es Sie nicht interessiert und aufregt. Und über meine beruflichen Tätigkeiten, Herr Kiesewetter, muss ich Ihnen weiß Gott nicht Rechenschaft ablegen. Und ich schätze Menschen nicht unbedingt, die andere mit Kommentaren, wie den Ihren, versuchen Menschen, wie mich, zum „Schweigen“ zu bringen. Und es gibt Themen, zu denen gebe ich alsolut keinen Kommentar ab, weil Sie mich und meine beruflichen, sowie nicht beruflichen Themen nicht tangieren. Also lesen Sie auch weiterhin „mit Genuss“ und um meine, Sie narrisch machenden“ Kommentare dürfen Sie ruhig einen Bogen machen. Ansonsten, Danke für Ihre Meinung, ich habe diese gehört und sie dürfen auch gern dabei bleiben. Meine Meinung, zu Ihrem Beitrag kennen Sie ja jetzt. Welchen Meinungen sind nach Ihrer Ansicht eigentlich „unmaßgeblich“, die von Frauen, die von Männern, von politisch anders denkenden Menschen …?

    Liebe Grüße

  • Klaus Wörle

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    Offensichtlich ist nicht allen Lesern dieser Seiten klar, dass es in diesem Forum (wie in tausenden anderen im Internet) ausdrücklich erwünscht ist, seine Meinungen und Stellungnahmen zu den publizierten Meldungen abzugeben. Davon leben diese Medien. Von einer engagierten, durchaus auch kontrovers geführten Diskussion lebt unsere Gesellschaft. Insofern steht es jedem offen, zu einem hier veröffentlichten Kommentar Stellung zu nehmen. Jedoch eine Person allein wegen der Tatsache anzugreifen, hier Kommentare zu schreiben, die einem vielleicht nicht passen, ist anmaßend.

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