Erneute Festnahmen und Versuch, die Protestmärsche zu stoppen

Dritte Pressemitteilung des „Refugee Struggle for Freedom“:

Nachdem wir bereits gestern auf beiden Protestmärschen von der Polizei aufgehalten worden waren, es zahlreiche Festnahmen insbesondere vor Würzburg gab, von denen erst heute in der Früh auch die letzte Person wieder entlassen worden ist, geht es nun auf der Fortsetzung unseres Weges weiter mit den Polizeirepressionen:

Der Protestmarsch auf der Route A hat die Nacht in Münsterschwarzach verbracht und ist heute Vormittag weiter in Richtung Markt Bibart gezogen. Auf dem Weg wurde die Gruppe jedoch erneut von der Einsatzpolizei aufgehalten und schließlich eingekesselt – und erneut wurden alle Personen wieder verhaftet, die bereits gestern in Polizeigewahrsam gehalten worden waren. Eine Person ist von dort mittlerweile wieder frei gelassen worden. Alle übrigen der ca. 25 Asylsuchenden des Protestmarsches sind mittlerweile aus dem Polizeikessel wieder heraus und haben sich wieder auf den Weg gemacht in Richtung Markt Bibart, der nächsten Station der Route.

Auf der Route B hatte der Protestmarsch die letzte Nacht in Creußen verbracht, wo er bereits heute Vormittag daran gehindert wurde, weiter zu ziehen. Auch hier wurden die anwesenden Protestierenden von Bereitschaftspolizei eingekesselt, unser Dokumentationsteam wurde an seiner Arbeit gehindert, u.a. indem ihnen Kameras mitsamt der Speicherkarten entrissen wurden. Es kam zu insgesamt neun Verhaftungen, davon waren sieben Verhaftungen wegen Residenzpflichtverstoß – diese Personen befinden sich nach aktuellem Informationsstand nun in Polizeiautos, in denen sie gegen ihren Willen zurück in die Lager gebracht werden, in denen sie gemeldet sind. Die Gruppe der übrigen Personen führt ihren Weg dennoch fort und nähert sich momentan der Stadt Auerbach und damit der Grenze zur Oberpfalz – begleitet von einem riesigen Polizeiaufgebot. Es ist also mit weiteren polizeilichen Eingriffen zu rechnen.

Wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir fordern ein Recht auf Bewegungsfreiheit für alle! Wir fordern außerdem endlich unser Recht auf Selbstbestimmung ein. Dieses Recht werden wir uns auch nehmen. Und wir werden gemeinsam in München eintreffen!

Die protestierenden Non-Citizens des „Refugee Struggle Congress“   Bitte verfolgen Sie den aktuellen Stand beider Protestmärsche auf unserer laufend aktualisierten Internetseite: refugeestruggle.org

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