„Exzellentes Konzept“: Vertreter der Deutschen Stiftung Denkmalschutz informieren sich über das Haus der Musik

Das Ortskuratorium München der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat am Donnerstag, 11. April 2013, Regensburg besucht, um sich vor Ort ein Bild von den laufenden Sanierungsprojekten in der Welterbe-Stadt zu machen. Die Gäste aus München legten dabei ein besonderes Augenmerk auf die Steinerne Brücke sowie das künftige Haus der Musik – „ein exzellentes Konzept, das in ganz Deutschland Schule machen könnte“, erklärt Peter-Christian von Taysen, Leiter des Ortskuratoriums. Das Haus der Musik soll nicht nur der städtischen Sing- und Musikschule ein neues Zuhause bieten. Das ehemalige Präsidialpalais am Bismarckplatz wird auch das Kinder- und Jugendtheater der Stadt beherbergen, sowie für verschiedenste Veranstaltungen rund um die Musik zur Verfügung stehen. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass sich das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz so sehr für dieses bisher einzigartige Konzept interessiert“, sagt Kulturreferent Klemens Unger: „Die Damen und Herren konnten sich selbst davon überzeugen, dass Investitionen in das Haus der Musik gut angelegt sind: nicht nur in das Erscheinungsbild unserer historischen Altstadt, sondern auch in die kulturelle Bildung kommender Generationen.“ Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert bereits zahlreiche Projekte im Stadtgebiet mit großzügigen Summen, unter anderem die grundlegende Instandsetzung der Steinernen Brücke. Allein für dieses Projekt stellte die Stiftung in den beiden vergangenen Jahren 375.000 Euro zur Verfügung. Über den aktuellen Stand der Arbeiten an der Steinernen Brücke und die besonderen Herausforderungen informierte Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann die Gäste. „Die Stadt Regensburg investiert gerne und viel, um dieses monumentale und historisch bedeutende Bauwerk für die Zukunft zu sichern“, erklärt Christine Schimpfermann: „Alleine könnten wir das allerdings nicht finanzieren. Wir sind daher sehr dankbar und froh, dass diese Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt ist und dass sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an den Kosten beteiligt.“

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Kommentare (3)

  • Ansgar M.

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    Zu „Das Haus der Musik soll nicht nur der städtischen Sing- und Musikschule ein neues Zuhause bieten. Das ehemalige Präsidialpalais am Bismarckplatz wird auch das Kinder- und Jugendtheater der Stadt beherbergen, sowie für verschiedenste Veranstaltungen rund um die Musik zur Verfügung stehen.“ sei bemerkt, dass der Personalstand der künftigen Betreiber leider nicht analog zur Vermehrung/Vergrößerung von zu betreuenden Immobilien mit wächst. Nichts einzuwenden ist gegen ambitionierte und – wenn es gut geht – schließlich vorzeigbare Projekte. Die geneigte Öffentlichkeit sollte aber einmal mehr hinter die dann so trefflich sanierten Fassaden schauen. Außen und in der selbst gemachten Außendarstellung ist so manche Kultureinrichtung hui, aber innen …

  • Künstlerin

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    Ob hui oder pfui hängt stark davon ab, um wessen Räumlichkeit es geht. Probebühnen wie Gagen dürfen gammlig sein, aber für einen Chefschreibtisch vom Feinsten ist Geld da – im Stadttheater jedenfalls.

  • S.

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    Werter Ansgar M.!

    Dass die Aufgabe, die zusätzliche Spielstätte im neuen Haus der Musik mit Leben zu erfüllen, nicht einfach ist, und Mittel und Personal dafür nur zur Verfügung gestellt werden können, wenn man an anderer Stelle kürzer tritt, ist dem Stadttheater bekannt. Selbiges berichten in ihrem Lagebericht zur Spielzeit 2011/2012 die Herren Neundorff und Huyskens.

    Im gleichen Bericht ist allerdings auch zu lesen, dass zwar
    seit 2009/2010 die Zahl der Planstellen regelmäßig angestiegen ist, die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen dagegen nicht.

    Von den 320 Stellen laut Plan waren in der Spielzeit 2011/2012 mittlerweile 38 (!) Stellen nicht besetzt. Das sind deutlich über 10%. Schon daran kann man erkennen, was der Belegschaft mittlerweile zugemutet wird. Da sind große Motivation und mündlich ausgesprochene Danksagungen, so ehrlich sie auch gemeint sein mögen, lange
    nicht mehr ausreichend. Zwischen personellen Resourcen und betrieblichen Ambitionen herrscht offenkundig eine Schieflage.

    Die daraus resultierenden Gefahren realistsch zu beurteilen, und ein möglicherweise drohenendes Kollabieren der wertvollen Institution in Regensburg zu verhindern, sollte jetzt vorrangige Aufgabe der verantwortlichen Stellen sein. Innerhalb des Hauses gibt es, wie man immer wieder hört, erhebliche Kommunikationsstörungen und Organisationsmängel, über die auch eine noch so professionelle,
    schönfärberische Pressearbeit nicht hinwegtäuschen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    S.

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