Gegen Dublin III und Abschiebungen nach Ungarn

Flüchtlinge demonstrieren gegen Regensburger Rechtsprechung

Am Samstag fand in der Stadt eine Flüchtlings-Demonstration statt. Gegenstand war auch die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts. 

Etwa 300 Menschen demonstrierten am Samstag in Regensburg gegen die Dublin-Verordnung und Abschiebungen nach Ungarn.

Etwa 300 Menschen demonstrierten am Samstag in Regensburg gegen die Dublin-Verordnung und Abschiebungen nach Ungarn.

Gegen die Dublin-Verordnung der Europäischen Union und die Entscheidungspraxis des Regensburger Verwaltungsgerichts: Am Samstag gingen in Regensburg nach Veranstalterangaben rund 300 Menschen auf die Straße, um ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. Unter ihnen waren auch etwa 90 Flüchtlinge.

Die sogenannte Dublin III-Verordnung der EU legt fest, welcher Mitgliedstaat für die Durchführung eines Asylverfahrens verantwortlich ist. Kurz gesagt: Verantwortlich ist der Staat, in dem ein Flüchtling erstmals EU-Boden betritt.

Demo 30th may-1

Entscheidungen des Verwaltungsgerichtes in der Kritik

Auf Kritik stößt vor allem die daraus resultierende Praxis, Flüchtlinge, die aus den oftmals armen Randgebieten der Europäischen Union weiter in Staaten wie beispielsweise Deutschland geflohen sind, wieder in diese Gebiete zurück abzuschieben. Die Umstände, unter denen Geflüchtete in der EU-Peripherie leben müssen, sind oftmals katastrophal: Inhaftierungen und die Unterbringung in Elendsquartieren sind keine Seltenheit.

Der Fokus der Demonstration vom Samstag richtete sich auf die Abschiebungen nach Ungarn, die nicht nur Organisationen wie die UN-Flüchtlingshilfe kritisieren. Auch das Berliner Verwaltungsgericht stellte erst im Januar „tatsächliche Anhaltspunkte für eine willkürliche und unverhältnismäßige Anwendungspraxis bezüglich der Inhaftierung von Asylsuchenden“ in Ungarn fest, wie in einer Pressemitteilung der Demonstranten zu lesen ist.

Demo 30th may-6

Demo 30th may-7

„Trotzdem entscheidet das Verwaltungsgericht Regensburg regelmäßig, dass Asylsuchende nach Ungarn abgeschoben werden sollen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Organisiert wurde die Demonstration am Samstag dementsprechend auch von Asylsuchenden, die nach Ungarn abgeschoben werden sollen.

Flüchtlinge aus Syrien organisierten Demo

Der Demonstrationszug bewegte sich vom Bahnhof durch die Altstadt, über Neupfarr- und Bismarckplatz bis hin zum Verwaltungsgericht am Haidplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand. Bei den Kundgebungen wurden verschiedene Redebeiträge sowohl auf Arabisch als auch in deutscher und englischer Sprache verlesen.

Einer der Organisatoren der Demo fasste sein Anliegen so zusammen:

„Hallo, ich bin Mohamed, 23 Jahre, und komme aus Damaskus. Vor meiner Flucht aus Syrien im Januar 2014 studierte ich an der Universität in Damaskus und führte ein normales Leben. Durch den verheerenden Bürgerkrieg wurden die Lebensbedingungen unerträglich. Um der Zwangsrekrutierung und dem Töten meiner Mitmenschen zu entgehen, entschloss ich mich zu fliehen und schweren Herzens meine Familie zurück zu lassen.

Nach dem Flug in die Türkei musste ich mit dem Boot nach Griechenland, von dort aus machte ich mich zu Fuß auf den 1300 km langen, beschwerlichen Weg nach Deutschland. In Mazedonien wurde ich für vier Monate inhaftiert. Und warum? Nur weil ich ein Flüchtling bin. Nach meiner Entlassung ging ich weiter über Serbien nach Ungarn. Dort nahm mich die Polizei erneut in Gewahrsam. Zwei Tage wurde ich dort unter menschenunwürdigen Bedingungen (kein Wasser, kein Essen, keine Toilette!!) ins Gefängnis gesperrt.

Mit körperlicher Gewalt und gegen meinen Willen wurde ich dazu gezwungen, meine Fingerabdrücke abzugeben. Somit war klar, dass Ungarn für mein Asylverfahren zuständig ist. Danach wurde ich von den Gefängniswärtern freigelassen.

Als ich endlich in Deutschland ankam, war ich sehr überrascht über die Freundlichkeit und Herzlichkeit, die mir entgegengebracht wurde. Hier fühle ich mich das erste Mal seit langem willkommen und akzeptiert. Seit März 2015 wohne ich in Pocking und habe deutsche und syrische Freunde gefunden.

Durch den Erhalt meines Abschiebebescheids nach Ungarn fürchte ich nun, dass mein Martyrium von Neuem beginnt.

Bitte helft mir und allen anderen Flüchtlingen, denen es genauso geht, hier in Deutschland ein neues und friedvolles Leben ohne Angst beginnen zu können. Vielen Dank, euer Mohamed“

Demo 30th may-4

Demo 30th may-3

Demo 30th may-2

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Kommentare (35)

  • menschenskind

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    Lasst die Syrer und anderen Asylbewerber im Land bleiben, bzw. nehmt sie auf!

    Selbst an einer Einrichtung tätig, in der Kinder und Heranwachsende aus dem Irak und anderen Kriegs- bzw. Bürgerkriegsregionen unserer Welt unterrichtet und betreut werden, erfuhr ich von derart schrecklichen menschlichen Schicksalen, dass ich eher für einen Flüchtling zuviel als einen zu wenig plädieren möchte.

    Ich habe Narben und Brandwunden gesehen, an jungen Körpern und jungen Seelen. Dieses Grauen vor Augen – möchte ich auch alle anderen, die guten Willens sind, bitten sich für die Flüchtlinge und Asylbewerber einzusetzen. Gerade unser schwerreiches Bayern, gerade das wohlhabende Regensburg, könnten sich Menschlichkeit en gros leisten, wenn sie nur wollten. Druck ist nur nötig, Druck auf die Politiker, auf den Bürgermeister, auf die Landräte. Verfasst mit Briefe und Mails an die Verantwortlichen, darauf dass sie sich dem Druck der Gutwilligen beugen.

    Ganz besonders unser katholisch-verknöchertes Bayern kann eine gesunde Portion frischen Blutes und unabhängigen Geistes dringend gebrauchen.
    Wir können von ‚denen da‘ tatsächlich eine Menge lernen, nicht nur sie von uns. Ich genieße jede Minute mit meinen Jeziden, Makedonen, Kurden, Irakern, Syrern, Roma, Kosovaren etc. Überwindet Eure Berührungsängste und macht es mir nach. Ihr werdet es nicht bereuen.

  • Joey

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    Wir (in Europa) haben genügend Platz und genügend Geld für alle Flüchtlinge, die schon hier sind. Wir haben auch genügend Geld und Platz für alle Syrer, die noch nicht hier sind. Wir hätten sogar noch genügend Platz für alle Kosovaren.

    Wir haben aber nicht Platz und Geld für ganz Afrika, Südostasien und andere Elendsregionen. Jeder Afrikaner hat gute Gründe, nach Europa zu kommen. Die Probleme dort „wachsen nach“: mangelnde (bzw keine) Frauenrechte, Überbevölkerung, Korruption und Raubbau, Stammesfehden bzw grober Rassismus, Sklaverei, … ich könnte hier noch alles vollschreiben mit Problemen, die Afrika seit allen bekannten Zeiten hat. Afrika ist ein mathematisches Problem, das auch den besten europäischen Willen überfordert.

    „frisches Blut“ brauchen wir nicht, mein Blut ist genauso gut wie das eines Afrikaners. Ich bin übrigens selbst „Teilmigrant“ – nicht wegen Multikulti Begeisterung, meine Eltern haben sich einfach so geliebt, ganz ohne Bluttheorie.
    Unabhängige Geister erwarte ich auch nicht bei allen Flüchtlingen – aus eigener Erfahrung mit vielen Migranten (z.B. meiner migrantischen ex-Frau) weiß ich, daß Rassismus und religiöser Haß oft stark eingeübt sind. Judenhaß und Homophobie, … nein ich schreibe nicht alles voll. Hier im konkreten Beispiel: die Frauenrechte (z.B. Heirat) bei Jeziden scheinen mir besonders schwach auszufallen…

    Es hilft keine Beschönigung mit „haben wir uns alle lieb“… Wir stehen vor existentiellen Problemen dieser Welt. Xenophobe Osteuropäer sind dabei nun gar keine Hilfe, Demonstrationen in Regensburg aber leider nur ein gutes Zeichen für Regensburg, ein Zeichen von uns für uns selbst, daß wir ja nicht so schlecht sind wie die anderen…

  • Andreas Stolze

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    Flüchtlinge demonstrieren….
    Es sollte besser heißen, Instrumentalisierte Flüchtlinge….
    Ich verstehe einfach nicht, warum nicht hinter die Kulissen und der Asyllobby auf die schmutzigen Finger geschaut wird.
    Jedes mal wenn man Flüchtlinge mit „Forderungen“ sieht, ist es doch im Endeffekt Asyl Pro oder diverse andere Institutionen, die ihre eigene Meinung, Forderung durchsetzen wollen.
    Daß die Flüchtlinge dadurch in ein schlechtes Licht gerückt werden, interessiert die Mitwirkenden eigentlich relativ wenig.
    Hauptsache ihre verquerte Ideologie wird weitergetragen und auf dem Rücken von Schutz suchenden (zumindest in vielen Fällen) ausgetragen.
    Das nenne ich Mißbrauch unter dem Deckmantel der Humanität.

  • Lothgaßler

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    Wenn es nur um Sicherheit ginge, dann wäre auch ein demokratisches Ungarn ein sicherer Hafen. Ungarn hat mit seinem Demokratieverständnis gerade Probleme. Was musste ich nicht schon alles gegen meinen Willen erdulden: Zwangsdienst (inzwischen abgeschafft), zwangsweise Urkunden vorlegen, zwangsweise Ausweis zeigen und durchsuchen lassen (ich hatte damals etwas längere Haare) usw.
    Wir müssen helfen, dürfen aber nicht blöd sein! Aus dem Dilemma führt kein einfacher Weg heraus. Der Flüchtling muss sich entscheiden was er wirklich will: Will er temporäre Sicherheit, auch wenn dies mit bescheidenen Lebensbedingungen verbunden ist, oder will er ein neues Leben beginnen und versucht in ein vermeintlich reiches Land zu kommen? Meist wird beides verquickt: wenn schon weg, dann Neubeginn. Wir haben dafür bisher kein Konzept, vermutlich weil unser Einreisebedarf auch nicht so groß ist, wie dies manche gerne propagieren. Österreicher, Niederländer, Franzosen u.a. Nachbarn sind uns da doch deutlich lieber, und schon die Süd- und Osteuropäer scheinen uns suspekt. Reden wir nicht um den Brei rum, die Leute sind uns fremd, und Fremde sind als Reisende aber nicht als Bleibende willkommen! Das ist überall so, Gastfreundschaft währt nicht ewig. Demografie hin und her, ich sehe den großen Bedarf an Blutaffrischung nicht. Informationstechnologie braucht sehr wenig Manpower, das Internet-der-Dinge und die Industrie-Web-xy brauchen weniger Manpower. Trotz allem, ich habe großes Verständnis für alle, die ein besseres Leben wollen und dafür in die Welt hinaus gehen. Es gilt aber auch, dass nicht jeder das bekommt was er haben will.
    Ich würde bei der nächsten Demo deshalb gerne hören, was die Flüchtlinge wirklich wollen und wie sich sich das Prozedere vorstellen.

  • onki

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    es scheint wichtig in dieser Diskussion mit offenen Karten zu argumentieren und auf beiden Seiten die Argumentations-Keulen stecken zu lassen…
    Die vorangegangenen Beiträge waren hier teilweise schon angenehm differenziert.
    Verallgemeinerungen auf beiden Seiten treffen den Kern nicht wirklich und zielen vielmehr auf ein Ende der Debatte als auf konstruktive Lösungsansätze in der Sache:

    > Flüchtlinge sind per se eine tolle Bereicherung und an sich sympathisch

    Verallgemeinerung der übelsten Sorte. Flüchtlinge sind wohl eher Menschen wie Du und ich. Dementsprechend gibt es da hüben wie drüben „gute“ und „schlechte“, kriminelle, sympathische, fortschrittliche oder problematische Naturen. Vielfach aus völlig unterschiedlicher Kultur/Sozialisation stammend, scheinen in den jeweiligen Heimatländern Xenophobie, Homophobie, Ungleichbehandlung der Frau, patriarchale oder gar rassistische Grundtendenzen zum gelebten Alltag zu gehören…
    Aus persönlicher Erfahrung in Unterstützerkreisen im Landkreis, kann ich sagen, dass z.B. männliche Flüchtlinge, die sich von helfenden Frauen aus der Gruppe „nichts sagen lassen“ wollen, noch die minimalsten Probleme darstellen im direkten Aufeinanderprallen der Kulturen.
    Das Recht auf Asyl gilt für alle Menschen, jeglicher Einstellung oder Gesinnung – da muss niemand sympathischer oder frommer gemacht werden als er/sie ist.

    > Flüchtlinge = dringend benötigte Fachkräfte

    Eine solche Argumentation ist m.E. sehr gefährlich, da sie suggeriert, dass Flüchtlinge gefälligst nützliche Individuen sein sollten. Gemäß geltender Menschenrechte ist jedoch einem analphabetischem älteren Menschen genauso Asyl zu gewähren wie einer jungen „Fachkraft“. Die bittere Realität ist indes, dass viele Ankömmlinge gesundheitlich beeinträchtigt oder Traumata-geschädigt sind – keine berufliche Ausbildung (weil etwa als Frau nicht erlaubt) haben – weder lesen noch schreiben können oder Berufsbilder in Deutschland nicht nicht ausüben dürfen (keine Anerkennung von Ausbildung oder Führerschein etc.). Hier ist in Sachen Ausbildung und Schulung noch einiges zu leisten…

    >Flüchtlinge wollen nur in die soziale Hängematte Deutschlands!

    Diese Verallgemeinerung ist größtenteils eine am Thema vorbeiführende Stimmungsmache. Sicherlich, wer schon mal mit tschetschenischen, georgischen, äthiopischen oder kosovarischen Flüchtlingen gesprochen hat, stellt fest, dass die reine Hoffnung auf ein besseres Leben in einem reichen Land ausschlaggebend war – das wird meist offen zugegeben ohne irgendwelche Geschichten zu erfinden.
    Das monatelange Warten auf den (meist negativen) Bescheid, der Lagerkoller in multikulturellen stark belegten Massenunterkünften, sowie unerfüllte Erwartungen in einer harten deutschen Realität bewegen diese Menschen ohnehin wieder zur Heimkehr.
    Wer jedoch nicht mehr heimkehren kann (zerstörte Heimat) wird sämtliche Prozeduren über sich ergehen lassen und durchhalten. Vielfach dann mit dem ernsthaften Wunsch nach Asyl-Bewilligung eine Arbeit zu finden, in Deutschland zu bleiben und eine meist mehrköpfige Familie nachkommen zu lassen.
    Das muss als gesellschaftliche Herausforderung erkannt werden, für die es gilt eine gangbare Lösung für alle zu finden…

    >Die Hilfe muss in den Herkunftsländern der Flüchtlinge ansetzen

    Diese gängige Argumentation gilt lediglich als Prävention – nicht als generellen Vorsatz, sich aus der Verantwortlichkeit geltender Menschrechte zu mogeln.
    Das Argument ist insofern aber berechtigt, dass man sich im Klaren sein sollte:
    Die Flucht über das Meer kostet sehr viel Geld (zwischen 6-7000 Euro an Schlepper). Das können sich entsprechend nur besser situierte in ihren Heimatländern leisten.
    Wer das nicht aufbringen kann, bleibt dort…
    Die schlimme Situation in den hiesigen Ländern wurde bisher lediglich über die Unterstützung der jeweiligen Diktaturen (Waffenlieferungen, Handelsabkommen) im Zaum gehalten. Für den Fall solcher Regime scheint es bisher kein politisches/wirtschaftliches Rezept zu geben, um derartigen Massenauswanderungen entgegenzuwirken. Ist das am Ende gar gewollt, da man dort vielleicht doch wieder ein nettes Regime an die Macht hieven möchte?

  • Jope

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    Ein Schreiber hat es ja bereits, hier handelt es sich um Flüchtlinge, die von Linken instrumentalisiert werden. Man braucht sich ja nur die Plakate anschauen: „Kapitalismus überwinden“ – ja, klar. Und selbstverständlich gleich mit passendem Link auf die Website. Wäre interessant zu wissen, ob auch nur ein einziger der Flüchtlinge die Texte versteht, die sie da vor sich hertragen…

  • onki

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    @jope
    sehr viele professionell gemachte Transparente und diese dann noch im gängigen linken Vokabular formuliert. da hat es wohl jemand zu gut gemeint diesmal…
    das wirkt derart künstlich konstruiert und instrumtalisiert – manche Bilder würden als Strichzeichnung glatt als Karikatur durchgehen…

    Schade, wenn durchaus berechtigte Forderungen der Flüchtlinge dadurch ein unnötiges geschmäckle bekommen.

  • Christa Papst

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    „hier handelt es sich um Flüchtlinge, die von Linken instrumentalisiert werden“
    Wenn dem so wäre dann wäre ja die Integration auf einem guten Wege?
    Probleme gäbe es „erst wenn der Kommerz eindeutig überwiege, sei es möglich, eine Demonstration zu verbieten“
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-gekaufte-demo/789302.html

  • Bernhard Gräber

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    Bei Gesprächen mit Flüchtlingen in Regensburg und auch in der Nähe von Augsburg kommen viele schreckliche Dinge über die Herkunftsländer und die Strapazen, die in Kauf genommen werden um diesen Gräuel zu entkommen, zu Tage. Ebenso auch Forderungen nach einer menschenwürdigen Behandlungen (eigentlich eine Selbstverständlichkeit!) und die Defizite, die in der europ. Peripherie aber gerade auch in Ungarn wohl alltäglich sind.
    Demzufolge ist das eigentliche Anliegen der Teilnehmer der Demo unterstützenswert, wie auch die obigen Aussagen von Mohamed zeigen.

    Was ich aber tatsächlich noch nicht als Forderung der Syrer, Somalier… mitbekommen habe, ist dass für sie die ‚Überwindung des Kapitalismus‘ oder der Kampf gegen den Faschismus (nach Verständnis der Orga mit der rot-schwarzen Fahne) ein Anliegen ist, für das sie nach Europa kommen oder auf die Straße gehen.

    Schade, dass das wahre Anliegen der Flüchtenden so durch die Instrumentalisierung bestimmter Gruppen in den Hintergrund gerät und sie von diesen als Plakatträger für ein Anliegen missbraucht werden, hinter dem sie wohl zu großen Teilen gar nicht stehen.

  • Michael Seidel

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    Wie auf den Fotos zu sehen ist, handelt es sich bei den Asylforderern ausschließlich um Männer. Ich frage mich zum wiederholten Male, wieso lassen die angeblichen Flüchtlinge Frauen und Kinder in den von ihnen für sie „so gefährlichen“ Gebieten zurück? Was sind das für Leute, die uns gleichzeitig frech Menschenrechtsverletzungen vorwerfen? Es gibt nur zwei Antworten: Die Darstellungen den Asylgrund und die Bedrohungslage betreffend entsprechen nicht annähernd der Wahrheit, oder sie lassen Frauen und Kinder, zugunsten eigener wirtschaftlicher Interessen, bedroht und verfolgt schutzlos zurück. Beide Szenarien zeugen von Menschen, die Deutschland und Europa nicht braucht.

  • Peter

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    Die Entscheidung, wohin welcher Asylbewerber landet, ist eine Angelegenheit der Verwaltung und der gesetzlichen Vorschriften.
    Einen „Rassismus“ kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen. Auch nicht, was der „Kapitalismus“ mit dieser Sache zu tun hat.

    Für mich sieht es so aus als ob bestimmte politische Gruppierungen diese Angelegenheit für ihre eigenen Zwecke missbraucht.

  • onki

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    @Michael Seidel
    Die Fragen die Sie stellen sind durchaus berechtigt und nachvollziehbar. Wie Sie schreiben, stellen Sie diese Fragen ja wiederholt… nur, wen eigentlich fragen Sie denn da dauernd?

    Um Antworten hierauf oder gar Einsichten in die Vorgänge insgesamt zu bekommen, müssen schon jene befragt werden hinter deren Rücken man mal schnell bauernschlau pauschalisiert!

    Woher beziehen Sie Ihre Informationen über diese „angeblichen“ Flüchtlinge? Ihr Stil, abstruse Spekulationskonstrukte aufzubauen, diese dann als Realität zu manifestieren nur um als logische Schlussfolgerung diesen Menschen das Recht eines Aufenthalts in unserem Land abzusprechen, lässt Rückschlüsse auf die Farbe Ihrer Gesinnung zu…

    Sie möchten Antworten auf Ihre (rethorischen) Fragen?
    Hier sind welche:

    Wer flieht?
    Frau+Kinder sind sogar vor den Männern geflohen (z.b. ins benachbarte Libanon). Die 3 benachbarten Länder Türkei, Jordanien und Libanon haben alleine schon über 1 Million syr. Flüchtlinge aufgenommen. Vor allem letztere sind unter der Last diese Zuströme nahzu eingebrochen…

    Warum?
    Eine Rückkehr in Heimatstädte ist ausgeschlossen, da 1. diese Heimat nicht mehr steht und 2. noch immer Kampfgebiet ist.
    Noch verbliebene Syrer verlassen das Land über Schlepper Richtung Europa mit dem Ziel die Familien über legalen Weg offiziell nachkommen zu lassen.

    Wer flieht?
    Das letzte Geld einer Familie reicht oftmals gerade mal (wenn überhaupt) für eine Person. Schlepper nehmen in der Regel 6-7000 Euro pro Transfer.
    Das für dieses (mit vielen Strapazen verbundene) Unternehmen weder die Mutter von 4 Kindern noch die Oma mit Gehstock ausgesucht wird, muss nicht extra erklärt werden!?

    Viele Männer haben mit Depression und Psychischen Belastungen zu kämpfen, da viele nun bereits ein halbes Jahr und länger von den Familien getrennt sind…
    Diese Leute nun siebengescheid als feige Hosenschei**er darzustellen oder auch nur irgendjemand persönlich zu kennen geschweige gesprochen zu haben, entbehrt nicht einer gewissen Blödheit…

    Dies musste mal in etwas deutlicher Form gesagt werden – nur um zu vermeiden, dass die Leserschaft solchen Bierzelt-Weisheiten am Ende auch noch glauben schenkt…

  • joey

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    in meinem Sichtkreis sind auch Frauen als Asylbewerber präsent. Komplette Familien aus Afrika. Im Ort wurde auch umgehend ein Unterstützerverein gebildet, der Dienste wie z.B. Hausaufgabenhilfe bei den Kindern anbietet, gemeinsames Musizieren etc. Diese Angebote wurden aber nicht angenommen, jede Art von Kontakt mit den autochtonen Menschen wird vermieden. Die Leute warten vermutlich, bis sie endlich nach Hamburg oder Berlin weiterreisen dürfen.

  • Michael

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    „Man verschenkt nicht die Zukunft seiner Enkel, auch nicht aus humanitären Gründen. Wer alle Welt umarmt und darüber seine eigenen Leute vergißt, handelt nicht human, mag er sich noch so in dieser Rolle gefallen.“

    Irenäus Eibl-Eibelsfeldt,
    Biologe, Ethologe

  • onki

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    @Michael
    immer wieder mal, wenn man sich zu fein ist für ein simples „Ausländer raus“ oder Fremdenfeindlichkeit mal schnell einen wissenschaftlichen Anstrich braucht, dann werden werden die Ergüsse eines (höchst streitbaren) Eibl-Eibesfeldt aus der Schublade gezogen…

    Wir „verschenken“ also die Zukunft unserer Enkel, wenn wir als eines der reichsten Länder der Welt Kriegsflüchtlinge aufnehmen… aha.

    in einer halbwegs ehrlichen Diskussion dürften die „Ängste und Sorgen“ der Bürgerfront durchaus etwas konkretisierter auf den Tisch kommen.
    Wie wärs mit einem alten Klassiker: Die Gefahr der „Durchrassung des deutschen Volkes“ (Stoiber).

    Dann könnte man sich den stotternd nachgesprochenen pseudo wissenschaftlichen Ethologen-Klamauk sparen.

  • Michael

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    @onki
    Nun, Sie versuchen, sich in einer Positionen absoluter moralischer und intellektoider Überlegenheit wähnend, hier in persönlich ziemlich unredlicher und unehrlicher und inhaltlich grotesker Weise, Kritiker an der Siedlungspolitik abzukanzeln. Jemand, der auf die katastrophalen Nah- und Fernfolgen dieser Politik hinweist, ist natürlich ein „Rassist und Fremdenfeind“, Wissenschaftler die das schon Jahrzehnte so sehen sind natürlich „umstritten“ und fabrizieren nur „Ergüsse“ – als ob ihre Multikulti-Ideologen und Gesellschaftsklempner und Experimentatoren „unumstritten“ die reine Wahrheit gepachtet hätten.
    Ja sicher verschenken und verschleudern wir unsere Zukunft, wenn wir Deutschland in seinen multikulturellen Untergang abgleiten lassen. In absehbarer Zukunft werden die Deutschen zur Minderheit im eigenen Land werden, in fast allen Großstädten sind es die Kinder in den Schulen jetzt schon.
    Warum soll Deutschland und Europa die Folgen der Kriege tragen die – im Falle Syriens – von den USA, Israel, Türkei und Katar&Saudi Arabien angezettelt wurden?? Schon im Jugoslawienkrieg hat die BRD mehr Flüchtlinge aufgenommen als der Rest der Welt zusammen!
    In Wahrheit geht es ja auch gar nicht um konkrete Hilfe für Kriegsflüchtlinge, sondern um eine Siedlungspolitik. Der EU Einheitsstaat braucht eine einheitliche Mischbevölkerung und die internationalen Großkonzerne Konsumentenmassen. Und wenn diese Konsumentenmassen das Geld dafür vom Staat bekommen müssen – umso besser für die Banken, die dann von der höheren Staatsverschuldung profitieren.

    Ein besonderer Einblick in das verqueere, realitätsfremde Weltbild der Multikultis bietet übrigens das Interview dass der Verhaltensforscher mit Heiner Geissler im Spiegel führte
    Ich zitiere:
    “Eibl-Eibesfeldt:[…] Wir sind mit 230 Einwohnern pro Quadratkilometer ein übervölkertes Land.
    Fremdenangst ist in allen Kulturen nachzuweisen. Es geht um die Wahrnehmung von Andersheit, eine Voraussetzung für die Ausbildung von Vielfalt, nach der alles Leben drängt.[…]
    Damit müßt ihr Politiker fertig werden. Ich kann nur auf gewisse Universalien im menschlichen Verhalten hinweisen und darauf, daß es Grenzen der Belastbarkeit gibt. Politiker wie Heiner Geißler polieren auf Kosten der nächsten Generation ihren Heiligenschein, um im milden Licht der Menschlichkeit zu erstrahlen.[…]
    Wenn wir pro Jahr 1,5 Millionen Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, wäre das nur der Bevölkerungsüberschuß von einer Woche. Das würde keines der sozialen Probleme in den armen Ländern lösen.”
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7852002.html

  • onki

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    @Michael
    lassen Sie mich auf Ihre (erfreulich vielen) Punkte eingehen:

    „Fremdenangst ist in allen Kulturen nachzuweisen“

    Da bin ich vollkommen bei Ihnen. Der Nachweis von Fremdenangst ist jedoch noch lange kein Indiz für die Richtigkeit derselben.
    Kriminalität ist ebenso in allen Kulturen nachzuweisen…
    Dennoch ist Fremdenangst per se eine Sache, die gesellschaftlich nicht einfach so unter den Tisch gekehrt oder wegdiskutiert werden darf. Ob Fremdenangst auch immer rationell begründet, oder fein differenziert werden kann, möchte ich jedoch stark bezweifeln.
    Beispiel:
    Ein türkisches Mädchen sitzt mit Kopftuch im Bus.
    Die psychologischen Mechanismen einer Fremdenangst werden bei ihr 1:1 greifen. Rein subjektiv, rein optisch, rein oberflächlich. Da hilft es auch nicht, wenn das Mädchen bereits die 3. Generation darstellt, sie selbst hier geboren ist und auch ihre Eltern in Deutschland zur Welt kamen. Subjektiv wird sie als der Inbegriff des Femdartigen wahrgenommen. Im statistischen Anteil der hier lebenden ausländischen Bürger taucht das Mädchen gar nicht erst auf, da nach Papieren ja eindeutig deutsch. In der subjektiven Wahrnehmung im Zusammenhang mit Fremdenangst spielt die 1., 2. und 3. Generation eine wichtige Rolle.

    Rassismus

    Gefühlt ist somit der Nichtdeutsche Anteil der Bevölkerung deutlich höher als die offizielle Statistik hergeben mag.
    Dieser Brandmarkung unterliegen ohnehin nur Menschentypen anatolischer, asiatischer oder dunkler Ausprägung. So lassen sich in etwa Aussagen wie „im eigenen Land bald eine Minderheit“ zu sein zumindest im Ansatz nachvollziehen.
    Hier wären wir dann doch wieder beim Angstszenario einer drohenden „Durchrassung“. Was im Umkehrschluss doch nichts weiter ist als Rassismus im fortgeschrittenem Stadium mit einer süßen Experten-Anstecknadel dran.
    Was soll es denn (um dieser Durchrassungsangst genüge zu tun) für gesetzliche Konsequenzen geben? Für Flüchtinge die Asyl suchen? Für Ausländer die bereits jetzt schon hier leben? Härteklauseln fein abgestuft je nach Dunkelfaktor in der Hautfarben-Skala?

    Thema Siedlungspolitik:

    Die Geschichte der „Gastarbeiter“ ist fast so alt wie die BRD selbst. Von den 50ern bis 1973 (dem offiziellen Anwerbestopp) kamen über Anwerbeabkommen mit Italien, Marokko, Tunesien, Spanien, Türkei, Portugal, Griechenland und Jugoslawien Millionen ausländische Frauen u. Männer nach Deutschland um zu Arbeiten. Für viele Arbeiter(innen) wurde der vorübergehende ein dauerhafter Aufenthalt – viele Familien sind nachgekommen und geblieben. Diese Entwicklung hatten weder Deutsche noch Ausländer vorausahnen können.
    Bis heute leugnet man immer noch gerne die Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Dementsprechend wurde es Jahrzehnte lang versäumt geeignete Maßnahmen einzuleiten.
    Es wurde sich nie ernsthaft und tief mit dieser Thematik befasst. Entweder waren „die Ausländer“ dringend benötigt (siehe Anwerbung) oder eben unerwünscht (siehe „Gastarbeiterproblem“ in den 70ern oder „Asylanten-Flut“ in den 90ern).
    Was spräche gegen ein Einwanderungs-Modell nach kanadischem Muster? in Sachen Asyl gibt in der Hauptsache die Problembaustelle „Asylabgelehnt/nicht abschiebbar/Status geduldet“. Dieser Zustand bedarf einer konstruktiven Lösung – europaweit.

    „Warum soll Deutschland und Europa die Folgen der Kriege tragen“

    Vorerst nur zum Vergleich: Aufgenommene Flüchtlinge in Pakistan: 1,6 Mio / Eingegangene Asylanträge in Deutschland: 202.834 (Erhebung 2014).
    Neben dem immer noch gültigen Artikel 16a des Grundgesetztes in Deutschland, der das Recht auf Asyl beschreibt, soll eines nicht unerwähnt bleiben: Deutschland ist lange nicht dieses Unschuldslamm, dass gar nicht weis wie ihm geschieht, wie es immerzu dargestellt wird. Allein die größten 10 Konzerne im Rüstungsbereich generieren eine Jahresumsatz von knapp 228 MILLIARDEN DOLLAR. Der Umsatz der gesamten Waffenlobby weltweit beläuft sich sicherlich noch auf ein x-faches. Ja was glauben Sie denn mit welchem Equipment die Regime und Diktaturen ganze Völker unterdrücken? Mit Säbel und Wurfpfeilen?
    Im Waffenexport sind wir immerhin noch Nr. 4 weltweit. Die Waffenlobby wäre meiner Meinung nach der logischste Adressat für die Kosten und Aufwände der Flüchtlingsverteilung weltweit. Dort könnte man diese Kosten auch aus der Kaffeekasse bezahlen.
    Ebenso stößt mir die Rolle der benachbarten superreichen Staaten auf (Katar, Kuweit, Emirate, Saudi Arabien etc.) – diese weigern sich offen und unverhohlen auch nur einen einzigen Flüchtling aufzunehmen…
    In Deutschland kann das Angela ja nur blöd grinsend zur Kenntnis nehmen – will man doch unsere Hauptkundschaft in Sachen Spielzeug nicht mit doofen Zwischenfragen verwirren oder gar verärgern…
    Auch sollte man sich Gedanken machen, warum der stetige Waffennachschub für die IS-Truppen nie abzureissen scheint…

    Die zuletzt gemeldeten Umsatzsteigerungen der Waffenindustrie können in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen gesehen werden.

    Die Welt ist heutzutage einfach zu komplex um aus Ethologen-Sprüchen eine Allgemeingültigkeit abzuleiten, deren nächster logischer Schritt den blanken Rassismus offen legt.
    Das gleiche gilt jedoch auch für die Vertreter der multikulturellen Heile-Welt-Sicht (zu denen Sie mich kurioserweise dazu zählen…).
    Mit Bäumchen umarmen, Kumbaya-Gesängen und dramatisierten Gutmensch-Emotionen bekommt man tiefgreifende Probleme weder aufgedröselt noch gelöst…

  • Michael

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    Meine Meinung ist so: Deutschland ist unser Land und wir brauchen unser Land für uns und für unsere Kinder. Das ist die normalste Aussage auf der Welt. Diese Aussage drückt eine Selbstverständlichkeit aus. Wenn man überhaupt nur anfängt, daran etwas zu erklären oder zu begründen oder nach Beweisen zu suchen, dann hat man schon verloren. —
    Seit Jahrtausenden war diese Grundwahrheit eine Selbstverständlichkeit, und im Jahr 1948 wurde sie im Grundgesetz als die höchste Verpflichtung der Staatsführung festgelegt. Im Amtseid des deutschen Bundeskanzlers steht: “Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, …”( Art.56) —
    Es steht nicht im deutschen Grundgesetz: “Ich will das deutsche Volk in eine Mischung mit vielen Millionen „Schwarzafrikanern“, Türken, Arabern und anderen Völkerschaften hineinführen und das wird für die Deutschen ein gute Sache sein .” —
    Aber genau diese Selbstverständlichkeit, daß wir unser Land zwingend für uns brauchen, wird von der Politik, von der Presse und vom Schulwesen seit Jahrzehnten nicht nur nicht unterstützt, sondern sogar bekämpft. Es wird versucht, diese Grundwahrheit als etwas Schlechtes, Unanständiges darzustellen.

    Wenn man sich nun die “Flüchtlinge” aus Lampedusa anschaut, wird sofort klar, daß das NIEMALS Flüchtlinge sein können, sondern schlicht Abenteurer, es sind nämlich alles „Männer im besten Alter“ (18-30 Jahre). Wieso lassen die ihre Familien, Frauen&Kinder im Elend zurück??
    Sie wollen ein neues Leben in Europa beginnen und lassen ihre Familie in der sicheren, aber armen Heimat. Gehen sie auf der Reise drauf, wissen sie wenigstens, daß ihre Frau und Kinder in der Heimat überlebt haben. Kommen sie durch, holen sie ihre Familie hinterher.

    Hier kannst du wirkliche Flüchltinge sehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=zfU8XNY2tkU

    Das Märchen von der deutschen Rüstungsindustrie kann ich auch nicht mehr hören.
    Die dt. Rüstungsexporte machten in den letzten jahren ca . 0.5% der weltweiten Rüstungsausgaben aus, mehr als 50% gibt die USA aus, also ca 500 mal so viel wie deutsche Rüstungsexporte….
    Und die meisten der dt. Rüstungsexporte gehen in NATO Verbündete und es werden auch Sportgewehre und Polizeiausrüstung (Heckler/Koch) mitgezählt. Und Geschenke wie z.B. die Milliarden teuren U Boote an Israel.

  • hf

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    „Meine Meinung ist so: Deutschland ist unser Land und wir brauchen unser Land für uns und für unsere Kinder. Das ist die normalste Aussage auf der Welt. Diese Aussage drückt eine Selbstverständlichkeit aus.“

    Erstens zerstören wir unser Land mit zunehmender Geschwindigkeit. Googeln sie mal „flächenfrass“, „Bodenverdichtung“ oder „Nitrat im Grundwasser „. Darum unterstützten wir weltweit agrarkonzerne, indem wir legislativen aufbauen, die landgrabbing und Umweltzerstörung legalisieren.
    Wie brauchen nicht nur unser Land, wir brauchen erst recht die anderen und deren Leute. Sklaven, die Stadien bauen und Trikots nähen. Erzminen und Ölförderanlagen, die Wälder und Flüsse zerstören, und letztlich Kriegsschauplätze, auf denen unsere Waffen sich nützlich machen dürfen.
    Die Aussage

    „Meine Meinung ist so: Deutschland ist unser Land und wir brauchen unser Land für uns und für unsere Kinder. Das ist die normalste Aussage auf der Welt. Diese Aussage drückt eine Selbstverständlichkeit aus.“ ist der Gipfel jenes verlogenen Zynismus, der auch sagt: „sind doch selbst schuld die anderen, weil sie eben nicht so sind wir wir.“

  • joey

    |

    @onki
    ein Mädchen mit Kopftuch ist kein Problem, sicher auch nicht für die meisten Europäer. Es tut mir dann eher leid, weil es unter eine frühmittelalterliche Wüstenreligion gezwungen wird. Drei Mädchen mit Kopftuch sind eine ungute Entwicklung denn vielleicht sitzt ein Mädchen ohne Kopftuch daneben und wird wegen ihrer Freiheit als „schamlos“ oder „gottlos“ ausgegrenzt. Man könnte es auch ein wenig wandeln: eine christliche Fundamentalistin im Bus ist bedauernswert… drei davon sind…

  • Michael

    |

    @hf
    a
    zu den Rüstungsausgaben. Ich hatte hier doch die Zahlen (stammen aus Spiegel und Welt Statistiken) gepostet. Der dt. Rüstungsexport macht 0.5% der weltweiten Rüstungsausgaben aus, er entspricht weniger als 1/1000 der US Militärausgaben.
    b
    noch mal im Zusammenhang
    “Meine Meinung ist so: Deutschland ist unser Land und wir brauchen unser Land für uns und für unsere Kinder. Das ist die normalste Aussage auf der Welt. Diese Aussage drückt eine Selbstverständlichkeit aus.” ist der Gipfel jenes verlogenen Zynismus, der auch sagt: “sind doch selbst schuld die anderen, weil sie eben nicht so sind wir wir.”

    Nun, was sie als „Zynismus“ brandmarken wollen, ist in 90+X % aller Länder eine absolute Selbstverständlichkeit, ob in Thailand, der Türkei, Brasilien oder Kongo. Nur die Deutschen (bzw Europäer) dürfen keine eigenen Interessen, kein eigenes Land mehr haben, oder wie habe ich Ihren Vorwurf zu verstehen?

    c.
    Können Sie näher erläutern was Sie damit meinen dass „Sklaven unsere Stadien“ bauen???
    Meinen Sie damit Katar und deren gekaufte WM? Sind „wir“ Katar???

  • Michael

    |

    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie sachlich.

  • onki

    |

    @Michael
    interessant, welch geistige Abgründe sich offenbaren, wenn der vordergründige Pappaufsteller der Einstiegs-Argumentation umfällt.
    Ihre Kernaussagen im Überblick:

    1. Echte Flüchtlinge gibt es nicht

    Sie fragen zwar immer gerne rethorisch in die Runde, wirklich gelten lassen Sie jedoch kein Argument. Motto: selbst schuld, geht uns nix an. Als Beispiel für „echte“ Flüchtlinge verweisen Sie per Link auf „Die Flucht der Deutschen 1945“.

    2. Gefahr der Durchrassung.

    Von Hardliner-Ethologen bis zur Rassenkunde des deutschen Volkes wurden sämtliche Spezialitäten aufgetischt, welche die rechte Küche im Repertoire hat.
    Sie haben für uns rausgefunden, dass die Vermischung des Deutschen Volkes mit Schwarzafrikanern, Türken und Arabern nicht im Grundgesetz steht. Artikel 56 dies sogar verböte im Sinne der „Schadenabwendung“. Danke. Der vorangestellte Artikel 16a des GG über das Recht auf Asyl ist Ihnen als Grundgesetz-Verteidiger besimmt geläufig und in der Hitze des Rassen-Vortags wohl sicherlich untergegangen.

    3. Deutschland den Deutschen
    „Wir brauchen unser Land für uns und unsere Kinder“. Die gesteigerte Form der Parole „wir müssen unsere Kultur bewahren“ deren letztendliche Konsequenz ein deutliches „Ausländer raus“ bedeuten muss. Das würde dann nicht nur Flüchtlinge betreffen, sondern nach arischem Wertebild einige Bevölkerungsschichten mehr… Ein Deportations-Projekt größeren Ausmaßes.

    4. BRD – autarkes Unschuldslamm

    Deutschland braucht niemanden. Am besten noch zurück zur starken DMark. Solche Aussagen zeugen von einer naiven Unkenntnis, bestenfalls Ignoranz, der aktuell existieren Netzwerke, Zusammenhänge und Verstrickungen – finanziell, wirtschaftlich und geopolitisch.

    Wenn Sie wüssten wo überall auf dem Erdball mit deutschen Waffen und deutscher Ausbildung getötet wird…

    @Joey
    ich fürchte Sie haben den Kern meiner Aussage, das Mädchen betreffend, überlesen. ..

  • Gudrun Karl

    |

    @onki
    dein ellenlanger Rundumschlag mit hintergründigen Schuldzuweisungen an alle (un-)möglichen Adressen bringen auch keine Lösung. Was konkret wird nun von dir vorgeschlagen und was ist dein Anteil zur kurzfristigen Lösung?

  • Michael

    |

    @onki
    Sie nehmen das Ernst was Sie hier schreiben? In welcher Welt leben Sie?
    1
    90+X % derjenigen die aktuell hier den Stempel „Refugees“ bekommen sind weder Berechtigte nach dem Asylgesetz noch Flüchtlinge im eigentlichen Sinn. Falls ihre Vorfahren zu den 15 Millionen Heimatvertriebenen zählen können Sie ja mal nachfragen wie ein wirkliches Flüchtlingsschicksal aussieht.
    Es geht hier nicht um „Flüchtlingspolitik“ sondern um SIEDLUNGSPOLITIK. Leider werden hier Kommentare von mir in denen ich entsprechende Quellen&Zitate genannt habe nicht freigeschaltet.

    2
    „Gefahr der Durchrassung.“ SIE sind anscheinend besessen vom Begriff „Rasse“. natürlich, wenn in Deutschland die Mehrheit der „Bewohner“ Türken, Afrikaner, Orientalen sind GIBT ES KEIN DEUTSCHES Volk mehr, keine ehtnikulturelle Kontinuität und Identität. Menschen machen Kulturen, nicht umgekehrt.

    3
    Deutschland den Deutschen – ja wem dem sonst? Übrigens steht in der größten türkischen zeitung die hier in der BRD erscheint, dem Hürriyet, im Logo der Zeitung auf seite 1: Türkei den Türken.
    Sie wollen 10 oder 50 oder 100 Millionen Afrikaner nach Europa holen oder zumindest nichts gegen deren Hiersein tun. Das bedeutet Mord und Verdrängung an unseren europäischen Völkern und das streiten sie ab oder nehmen es in Kauf. Sie bringen die Hölle nach Europa und das verträgt sich nicht mit meiner Vorstellung von einer guten Welt

    4
    Sie diskutieren unredlich und unseriös. Ich habe weder von D Mark noch von sonstwas hier angefangen. Die BRD ist in der Tat kein souveränder Staat und die dt. Rüstugsexporte machen, wie jeder nachprüfen kann, ca 0.5% der weltweiten Rüstungsausgaben aus.

  • Franz Mahler

    |

    @Michael
    5. Juni 2015 um 17:38 | #

    Werter Herr,

    die „höchste Verpflichtung der Staatsführung“ resultiert aus den Verfassungsmängeln der Weimarer Republik und dem anschließenden totalitären Regime des Dritten Reiches und steht im Artikel 1 Grundgesetz. (Neben der Sozialstaatsklausel und Art. 79 GG eine der drei sog. Ewigkeitsklauseln.) Im Art. 1 Abs. 1 GG ist ausdrücklich von Menschen die Rede und nicht von „Deutschen“ oder Bürgern mit deutschem Personalausweis:

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
    (3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

    Im Übrigen folgen die Flüchtlinge bei Lichte betrachtet nur der Logik der Marktwirtschaft und tun exakt das, was Neoliberale, Konservative und Rechte von den Arbeitnehmern seit Jahrzehnten ständig fordern: Mobilität und Flexibilität. Mehr Flexibilität und Mobilität geht doch überhaupt nicht, wenn man die letzten Kröten zusammenkratzt (oder sich sogar verschuldet) und sein Heimatland und seine Familie verlässt, um dorthin zu gehen, wo es Arbeit gibt.

    Vor rund 100 Jahren haben auch viele Deutsche aus wirtschaftlichen Gründen ihrem Heimatland den Rücken gekehrt und sind in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert. Schon wieder vergessen?

    MfG
    Franz

  • onki

    |

    @Michael
    mein konkreter Vorschlag?

    zu allererst einmal (als Minima – Voraussetzung) die Akzeptanz sämtlicher Artikel unseres Grundgesetzes als Basis deutschen Handelns und Denkens. Und keine wirren Gedankenkonstrukte darum herum oder gar weg davon.
    Denn genau dann wird nämlich Ihrem Lieblingsartikel 56 (dem Sie kläglich scheiternd versuchten Ihren Rassenwirrwarr unterzujubeln) zuwider gehandelt…
    Nichtsdestotrotz ist es wichtig das Gespräch am Laufen zu halten mit Menschen die auch derlei reaktionäre Ansichten als „Meinung“ vertreten.

    Meine persönliche Einschätzung

    Für mich persönlich ist kein Hebelansatz wirklich praktikabel – weder der extrem rechte, noch der extrem linke. Beide Sichtweisen sind verklärt durch den Mief jahrzehnte alter, endlos wiedergekäuter Argumentationsketten und Philosophien ohne
    wirklich davon Kenntnis zu nehmen, dass sich die Welt inzwischen radikal geändert hat.
    Das Kapital/die Elite dagegen hat sich bestens dem Zahn der Zeit angepasst und sich immer wieder neu erfunden (einer bestens geschmierten Politik-Kaste sei Dank).
    Linke, Rechte, Konservative, Lichterkettenfans oder am Nasenring herumgeführte Konsumrinderherden. Solange sich nur alle fein gegenseitig kloppen und die wirklichen Zusammenhänge weder kapieren noch als Zielscheibe definieren…werden die Dinge ihren höchst unerfreulichen Lauf nehmen und nur wenige das Lachen haben…

    zum konkreten Thema Flüchtlinge:

    Wir tun gut daran die nationale Debatte zur Flüchtlingsverteilung nicht NUR auf europäischer Ebene weiterzuführen, sondern mehr noch, gar auf eine internationale Verantwortlichkeitsklärung zu drängen. Ein verbindlicher und fairer Schlüssel verankert in einer UN-Resolution – verknüpft (bei Zuwiderhandlung) mit Sanktionen.
    Die aktuelle Weigerung von nahezu der Hälfte aller EU-Mietgliedstaaten Flüchtlinge aufzunehmen, sollte bereits jetzt drastische Maßnahmen nach sich ziehen. Es kann nicht sein, dass vor allem neu hinzugekommene ehemalige ostblockstaaten in Subventionsfragen eifrig die Hand aufhalten aber in der Flüchtlingsfrage nicht mal mehr die Menschenrechtscharta einhalten und frech nach einer Extrawurst schreien.
    England ist hier leider keinen Deut besser! Von den superreichen Öl-Multi-Staaten kaum zu schweigen.
    Ein Machtwort diesbezüglich wird mit feigen, gekauften Polit-Marionetten ala Angie & Co nie Realität werden.

    So, nun kann man mich gerne wieder als bauernschlauer Polemiker tadeln, aber ganz ehrlich gesagt:
    lieber bauernschlau als bauernblöd :-)

  • onki

    |

    @Michael
    Wenn Sie ein Mädchen mit türkischem „Migrationshintergrund“, das die 3. Generation der Einwanderer darstellt und selbstverständlich hier geboren ist, nicht als Deutsche anerkennen – dann haben Sie sehr wohl ein Rassenproblem und zwar ein gewaltiges…
    Mit Sicherheit können Sie solche Nachfahren ausländischer Individuen nicht als deutsch anerkennen – sonst kämen Sie ja nicht zur finalen Endabrechnung mit dem „ausgestorbenen“ deutschen Volk.

    Sie gehören ganz eindeutig zu den Kameraden, denen beim Anblick eines andersfarbigen Kindes in Deutschland die Hutschnur hochgeht.

    Von jemand mit Ihrer Einstellung als als unseriös und unredlich bezeichnet zu werden empfinde ich als beruhigende Genugtuung.

  • Gabi Reger

    |

    @onki, @Michael
    könnt ihr auch ’normal‘?
    Letzt endlich ist es ziemlich egal ob euer Mädchen, ein Knabe oder ein Alter in euren strittigen Wertvorstellungen vorkommt. Lernt mal euch selber zu benehmen und behandelt alle Menschen wie es sich für zivilisierte Menschen gehört.

  • onki

    |

    @Gabi
    Danke für den Weckruf.
    Manchmal löst nur ein externer Seitenhieb den Rauch einer hitzigen Debatte auf…

  • Albert Botha

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    Wie viele von denen sind tatsächlich Flüchtlinge? Immer wieder witzig, wie unkritisch die Medien illegale Einwanderer pauschal als Flüchtlinge bezeichnen. Man könnte auch sagen erschreckend und peinlich, denn ganz offen und vorsätzlich wird die Wahrheit und die journalistische Sorgfalt zugunst linker und anti-deutscher Ideologie preisgegeben.

  • Tobias

    |

    Es geht nicht unbedingt um „Platz“, es geht auch um Kulturkonflikte, die ich sogar in meinem eigenen Wohnhaus beobachten kann. Vom „zufriedenen Flüchtling“ kann bei Protesten über Matratzen und Unterbringung sowie Anwenden von geltendem Recht (Abschiebungen) nicht die Rede sein. Stellt man das in Kontrast zu den Kriegstraumata, die die Flüchtlinge ja theoretisch erlebt haben müssen merkt man, dass etwas nicht stimmt.

  • Welcome

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    Hallo Liebe Regensburger und alle anderen..

    ich finde es sehr Traurig was manche Menschen für eine Einstellung gegenüber den Flüchtlingen an den Tag legen.

    Wir dürfen nicht vergessen das diese Menschen genauso solche Menschen sind wie WIR hier in Deutschland alle auch. Deutschland gehört nicht nur den DEUTSCHEN..auch ich bin hier geboren, heißt es das ich kein recht habe Mensch zu sein weil meine Eltern Ausländer sind ? Es ist sehr einfach den Finger immer auf die Ausländer und den Flüchtlingen zu schieben, Auch wir haben unter uns schwarze Schafe“ das sollten wir hier nicht vergessen. Für ein NATOland wie der Türkei ist es eine genugtuung das die Eziden bzw Kurden von Ihrer ISis abgeschlachtet werden. Als dieses losging, warum haben unsere EU-Länder nicht reagiert ? Warum hat die NATO nicht reagiert? Und nein ich bin kein PKK oder sonstiger Anhänger!! Während unsere Frau Merkel die Hand eines Erdogans schüttelt und seine Hilfe für die Flüchtlinge lobt..bomt er zugleich die Stellungen der Kurden ? Jeder Mensch hat doch sicherlich die Bilder gesehen wie man easy going über die Grenze hin und her marschieren konnte.. Sorry Frau Merkel für mich sind sie nicht mehr TRAGBAR ! Herr Gabriel und Sie gehören zu denen die von alledem Profitieren aber sich selber kümmern sie sich nicht um die Flüchtlinge das werden dann die Menschen erledigen die ein Herz haben und mit Verstand agieren. Während sie das schwer verdiente Geld von uns Bürgern Griechenland bzw anderswo einsetzen kümmern wir uns dennoch um diese Menschen. Fakt ist das Deutschland selbst an seine Grenzen kommen wird. Natürlich sind die Flüchtlinge hier, und diese werden auch so schnell nicht gehen, aber hier muss man sich auch um diese kümmern und sie nicht ihrem schicksal überlassen.. Ich finde es auch nicht verwerflich das jemand gleich arbeit suchen darf so zeigt er doch eigentlich das es ihm gar nicht darum geht das Geld abzukassieren was ja auch meistens unterstellt wird. Natürlich tickt auch unsere Schuldenuhr, gar keine frage aber auch diese Menschen haben das recht leben zu dürfen.. also Welcome REFUGGGGGEEEEEEEEEEEEESSSSSSSSSSSSSSSSSSS

    Denkt nicht alle gleich das viele von denen böse absichten haben..

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