Frei.Wild-Konzert in Regensburg: „Stadt konterkariert Bemühungen gegen Rechtsextreme“

Das Bündnis „Keine Bedienung für Nazis“ kritisiert die Zurverfügungstellung der Donau-Arena für die Band „Frei.Wild“ Morgen findet in der Donau Arena ein Konzert der Rockband „Frei-Wild“ statt. „Frei.Wild“ ist eine Band die im Zusammenhang mit Rassismus und Rechtsextremismus steht und dies auch in ihren Liedern und ihren Statements zum Ausdruck bringt. Sie bringt nationalistische Parolen in die Mitte der Gesellschaft, was von der rechtsextremen Szene als voller Erfolg gewertet wird. Eine Bericht­erstattung dazu finden Sie unter anderem hier: http://www.ruhrbarone.de/kein-frei-wild-rechtsrock-band-kommt-nach-dortmund/ http://www.sueddeutsche.de/kultur/das-erbe-der-boehsen-onkelz-ich-dulde-keine-kritik-an-diesem-heiligen-land-1.1290307-2 „Keine Bedienung für Nazis“ findet es beschämend und gefährlich, dass dieser Band die Donau Arena, die die Regensburger Badebetriebe GmbH als Tochtergesellschaft der Regensburger Stadt­werke betreibt zur Verfügung gestellt wird. Angeblich fehlende Handlungsmöglichkeiten der Stadt­werke lassen wir nicht gelten. Ein Vertragsabschlusszwang besteht hier nicht. Sie können grundsätz­lich frei entscheiden an wen sie ihre Räumlichkeiten vermieten. Warum halten sich die Stadtwerke nicht an die Vorgaben, die für die Jugendzentren der Stadt gelten? Die Stadt hatte ausreichend Gelegenheit sich über „Frei.Wild“ zu informieren. Wir fragen uns, wel­che Anstrengungen die Stadt unternommen hat, um dieses Konzert in städtischen Räumlichkeiten zu verhindern. Demokratische Kultur ist unvereinbar mit der Unterstützung und Bedienung bis hin zum Shuttle-Service, den Frei.Wild nun in Regensburg erfährt. Die Stadt Regensburg fördert faktisch mit dieser Vermietung der Donau Arena an diese Band die Mobilisierung und Organisierung im extrem rech­ten Milieu. Darüber hinaus erleichtert sie die Normalisierung und Akzeptanz von Botschaften, die zum Teil offen und zum Teil unterschwellig gerade durch Musik eingängig transportiert werden. Solche Musik und Konzerte sind der kulturelle Kitt für die rechtsextreme Szene. Wozu dann noch das jährliche „Bunte Wochenende“ am Gries? Mittlerweile beteiligen sich über 150 Regensburger Gastronomen an unserer Initiative und bedienen Nazis nicht. Davon haben sogar über 80 unseren Aufkleber „Rassisten werden hier nicht bedient“ an ihrem Eingang angebracht. Diese couragierte Initiative hat hierfür bundesweite Anerkennung er­halten. Die Stadt Regensburg konterkariert alle Bestrebungen, Nazis und anderen Rassisten Räume und Wirkungsmöglichkeiten zu entziehen, wenn sie selbst das Gegenteil tut. Wir fordern die Stadt Regensburg, den Oberbürgermeister und alle Stadtfraktionen auf, dass sie die Einflussnahme von extrem Rechten im städtischen Bereich verhindern.

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Kommentare (50)

  • Alex

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    Jetzt mal im ernst…. Glaubt ihr selber überhaupt an das was ihr schreibt????
    Ich bin geboren und aufgewachsen in der Ukraine und habe mit Rechtsextremismus versdändlicherweise „nichts am Hut“.
    Trotzdem gehört Frei.Wild zu meinen Lieblingsbands Deutschlands. Das sie selbst GEGEN Rechts singen ist euch auch entgangen. Ich würde gern den Verfasser dieses Textes kennenlernen…..

  • nico namenlos

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    Lächerlich, regensburg-digital. Ihr seid so lächerlich.

  • FW

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    Ihr nehmt das Wort Pressefreiheit auch sehr ernst! Nicht mehr recherchieren und nachdenken. Nein, gleich alles von anderen kopieren und genau das nachplappern, was tausend andere schon sagten. Denn was andere sagen, muss ja stimmen.

    Wer nichts weiß, wird alles glauben!

  • Studi

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    Schon helle Blitze die Frei.Wild-Fans. Keine Argumente und dann nicht mal nen Artikel von net Pressemitteilung unterscheiden können. Gute Nacht, Deutschland!

  • Dubh

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    Alex: „Ich würde gern den Verfasser dieses Textes kennenlernen…..“
    Und ihm das verabreichen was er verdient?

    Und wie die Gruppe gegen Nazis ist:
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/das-erbe-der-boehsen-onkelz-ich-dulde-keine-kritik-an-diesem-heiligen-land-1.1290307

    „Drei Tage, bevor sich der Hitler-Geburtstag jährte, sang die Band im thüringischen Kirchheim: „Hoch auf dem gelben Wagen sitz ich beim Führer vorn . . .“

    Und in der Nacht zum dritten Advent intonierte Sänger Ostendorf im thüringischen Unterwellenborn den Refrainbeginn eines Songs der Band Kommando Freißler: „Eine U-Bahn, eine U-Bahn . . .“ Und das Publikum sang weiter: „. . . bauen wir. Von Jerusalem bis nach Auschwitz, eine U-Bahn bauen wir.“……..

    ………..Im neonazistischen Thiazi-Forum wird Frei.Wild trotz seiner Distanzierungen von der Szene geschätzt:

    „Ich denke, dass Frei.Wild das genau richtig macht – eine rechte Einstellung in der Öffentlichkeit zeigen, bedeutet unterzugehen, die unpolitische Schiene zu benutzen bedeutet, eine große Masse ansprechen zu können.“

    Ein anderer pflichtet bei:
    „Sie hatten immer ihren patriotischen Standpunkt in den Texten, ohne ins Extreme abzuschweifen. Das finde ich sehr hilfreich (im nationalen Sinne), denn damit erreichen sie gut ,normale‘ Leute, welche dadurch schneller ihre Vorbehalte gegenüber Patriotismus und Nationalstolz verlieren.“

    Die Songtexte ansonsten, Identitätsrock wider den „modernen“ Zeitgeist – in JEDER Beziehung – für insbesondere männliche Looser – auch bei Frauen – und selbsternannte Außenseiter die dringend Gleichgesinnte suchen und die dann in auf solchen Konzerten ausdrücklich anwesenden Neonazi „Freundesgruppen“ finden können – fein!

    Dass ihr zu blöde seid um zu checken um was es da – außer um Kohle für die Band – v.a. noch geht, das kann allerdings leicht sein.

    FW: „Wer nichts weiß, wird alles glauben!“

    Ganz genau, Kleiner!

  • MHH

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    @Nico FWSC: na, dann würde ich den eigenen Link mal genauer ansehen! Denn da ist auf einen weiteren Artikel vom Ablauf verwiesen…
    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/frei-wild-mit-rechtsrock-in-der-westfalenhalle-id7242730.html … und da wird es schon deutlicher, was da lief und läuft! Selbst diese angeblichen Nazi-raus Rufe sind offenbar nur ironisch gemeint.

    Mir tun die Fans solcher Bands und den zugehörigen Texten einfach nur Leid! Sind es doch meist erneut Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen. Genau solche Menschen dienten auch in der NS-Zeit als willkommenes Mittel zum Zweck (um sie schließlich als Kanonenfutter zu verbraten).

  • Michi (Student)

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    @Dubh:

    Dir ist schon klar, dass der FW-Sänger Phillipp Burger heißt?
    Ich hab grad gegoogelt und herausgefunden, dass der von dir erwähnte Ostendorf in der rechtsradikalen band Kategorie C sitzt. Weg mit dem Scheiss!

    Von wegen FW wären rechtsradikal! Sie tolerieren weder rechts noch linksradikale auf den Konzerten! Und auch in den Texten ist keine nationalistische Haltung zu finden!

    http://news.frei-wild.info/newsletter_images/fw_gegen.jpg

    http://www.freiwild-supporters-club.de/FWSCe.V._offenerBrief.pdf

    Einfach unfassbar!

    Da läuft eine Sendung im deutschen Fernsehen, die 6 Millionen Menschen sehen, es wird eine Behauptung (weil Augenzeuge) aufgestellt, und die wenigsten recherchieren danach noch! Es ist ja so viel einfacher das abzuspeichern, was die Masse sich von dem Abend gemerkt hat, und das danach wieder unreflektiert wiederzugeben, wenn man danach gefragt wird bzw. einen FW-fan sieht.

    Das ist Volksverdummung auf höchstem Niveau! Da sieht man mal wieder wie viel Macht die Medien haben. Nämlich zu viel. Damit sag nun auch ich gute Nacht Deutschland.

  • musterknaebchen

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    @Dubh : In Deinem Link selbst steht, daß Deine herausgepickten Zitate von der Band Kategorie C sind und nicht von Frei.Wild. Soll das Agitation werden? ^^

  • Dubh

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    @ musterknaebchen

    Rausgepickt? Wozu meinste steht der Link fett drüber?
    Immerhin, du hast doch glatt als einziger hier mal in den Artikel reingesehen.

    Lies ihn ganz, dann weißte worum es geht. Es gibt allerdings mehr als eine so „schwer geläuterte“ Band und schon die Onkelz sangen: …. mit scheinheiligen Liedern erobern wir die Welt……..

    Bei Frei.Wild half der Verlust des Managers und der Plattenfirma in Deutschland doch sehr bei der zukünftigen Scheinheiligkeit der Band., nachdem herausgekommen war dass der liebe Herr Burger trotz Läuterung Mitglied bei den „Freiheitlichen“ war.

    Wenn man deutsch singt, und ist auf dem deutschen Markt nicht präsent, macht das finanziell ziemlich aua, da schaltet man offiziell dann schon mal ein paar Gänge zurück.

    Bei Konzerten dann kann man die Sau rauslassen, oder halt mit beißender Ironie operieren – also das Gegenteil dessen meinen, was man sagt.

    Man muss nicht meinen was man sagt – nie davon gehört?

    Das ist eigentlich insgesamt Masche aller Rechten, drum haben die so gerne „Freiheit“, „pro“ oder sonst positiv klingendes im Namen – und v.a. führen sie das im Munde – obwohl sie das Gegenteil wollen.

    Um aber zu wissen, was die wirklich wollen, müsste man sich mal mit Inhalten rechter Ideologie befassen, was dann bei Leuten, denen ein 2- Seiten Artikel zu viel zum Lesen ist, wohl aussichtslos ist…………………

  • Michi (Student)

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    @ Dubh:

    Mit dir kann man nicht argumentieren. Warum? Weil du nur deine Meinung zulässt und alles andere für dich nicht gilt.

    Man kann einen Menschen nur nach seinen Taten und Worten beurteilen. In die Köpfe der Menschen kann man nunmal nicht schauen. (Gottseidank; die Gedanken sind frei)

    Und wenn ein Mensch (in dem Fall Phillipp Burger) einmal einen Fehler begangen hat, diesen gesteht und sich ändert, dann muss man das akzeptieren.
    Soll ja Leute geben die denken, dass sich Menschen niemals ändern. Also sind alle Menschen immer noch Babys. Gratulation.

    Prinzipiell kann jeder ein Nazi sein; du, ich, die Mitglieder deiner Lieblingsbands, Martin Luther King; JEDER.
    Es ist immer eine Sache des Vertrauens.

    Es gibt kein schlagfertiges Argument auf dieser Welt das beweisen würde, das Frei.Wild eine Naziband wäre.
    Weder die Texte, noch die Handlungen Frei.Wilds (Nazis, welche sich durch Hitlergruß, rechtsradikale T-Shirts, Tattoes etc. zu erkennen geben werden aus der Halle sofort verwiesen, Ansagen gegen Nazis werden gehalten) lassen darauf schließen .

    Ich war selbst schon auf 5 Frei.Wild Konzerten und habe dort nicht einen Nazi gesehen; wie gesagt, in die Köpfe der Menschen kann man nicht schauen. Von diesen 5 Konzerten gab der Sänger zumindest auf 3 Konzerten Ansagen gegen Nazis.

    Mag schon sein, dass die Band bei der braunen Brut beliebt ist. Dafür kann aber weder die Band noch ihre Fans etwas.
    Es gibt sicher auch irgendwo einen Nazi, der z.B. die Ärzte hört. Also sind jetzt auch die Ärzte ein Nazis, weil sie Nazi-Fans haben. Also sind jetzt auch die Ärzte-Fans Nazis. Dieser Argumentationsstil wenn man ihn so nennen kann entspricht in etwa deinem.

    Wen es interessiert, hier noch ein paar Ansagen von Frei.Wild gegen Nazis von mehreren Konzerten:

    Dresden 29.12.2011:

    Dortmund 1.11.2012:

    Mannheim 2.11.2012:

    Selber war ich leider auf keinem dieser 3 Konzerte.

    PS: Ich hab‘ sehr wohl den Artikel gelesen und ich kenne auch so gut wie jeden Artikel, der im Netz über Frei.Wild geschrieben wurde. Was immer wieder sehr stark auffällt, ist, dass sich die Artikel immer nur minimal voneinander unterscheiden.

    So und jetzt kannst du deine Propaganda weiter verbreiten.

  • Michi (Student)

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    Sry hat mir irgendwie den Link zur Ansage in Dresden 29.12.2011 verhunzt. Jetzt aber:

  • Walter Lauert

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    Eins vorweg, ich habe mir genügend Lieder angehört und von Bekannten auch Vorschläge für in ihren Augen besonders gute Stücke geholt und stelle fest: die Band finde ich musikalisch ziemlich schlecht und mir kommt das Bild von Strombergs Finsdorf hoch, wo sie idealerweise in die Kneipe zum Feuerwehrverein reinpassen würden.

    Jeder hat zwar seinen Geschmack, das von Frei.Wild bediente Klientel ist wie schon genannt auffälligerweise eine Gruppe von fast ausschließlich jungen Menschen, die sich als „Außenseiter“, „Rebellen“ etc. sehen und nicht selten vom Land kommen.
    Insoweit ist die polarisierende Wirkung der Band auf die breite und leicht zugängliche Masse verwerflich, weil durch das gezielte Ansprechen von Gefühlen z. B. der Zugehörigkeit und Kameradschaft sowie Schwarzweiß-Denken in den Inhalten nicht einfach nur eine Fan-Zuwendung erzeugt wird, sondern eine Lebenseinstellung unterbewusst indoktriniert.

    Man braucht sich nur ein wenig kritisch zu äußern, schon stürzen sich die Anhänger auf einen mit scheinbaren Gegenargumenten, ohne differenziert nachzudenken.

    Es dürfte klar sein, dass es in der Gesellschaft immer mehr Pöbler als Vernünftige gibt und geben wird.

    Insofern finde ich, dass man aufhören sollte, mit den Fans darüber zu diskutieren, weil sie ihre Meinung nicht ändern werden, sondern sich durch die Kritik noch mehr in ihrer (auch durch die Texte vermittelte) Stellung bestätigt fühlen und somit ihr „Wir-Gefühl“ und der Zulauf nur noch verstärkt wird.

    Wer die geistige Pubertät hinter sich lässt, wird vielleicht einsehen, was für einen Rotz er sich angehört hat, wer nicht, der kann ja weiterhin den Bandaufkleber auf die Heckscheibe seines aufgemotzten Polo kleben und sich in seinem simplen Weltbild als was Besonderes vorkommen.

  • Branco

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    Jaja die Oneklz waren so Scheinheilig das der Texter eine Inderin zur Freundin nahm und die hälfte der Angestellten Ausländer waren.Den Tourbus fuhr ein Afghane.Was für Rassisten!

    Bei den Nazis sind auch Ton Steine Scherben,Slime und andere Punkbands beliebt,und nun?

  • Branco

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    Achja die T-Shirts der Band wurden bei NIX GUT einem Linken Punkversand der viele Behinderte beschäftigt gedruckt.

  • Antifa

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    Freiwild sind keine Nazis. Jedoch führen sie eindeutig eine nationalkonservative, unreflektierte, völkisch angehauchte Huldigung ihrer Heimat Südtirol durch, deren Motivik auf jede andere Region dieser Erde übertragbar ist. Faktum ist weiters, dass Freiwild ihre Heimat in ihrer Abgrenzung von Restitalien als „deutsch“ definieren und somit die seit vielen Jahrhunderten dort präsenten romanischen Kulturelemente diskriminieren. Ob bewusst oder unbewusst, ist jedoch (noch) nicht beweisbar. Der Traum von einem ethnisch homogenen Südirol ist jedoch in ihren Texten und Aussagen eindeutig präsent. Faktum ist auch, dass sich Freiwild gegen jede Art des Extremismus wenden, und damit gleichzeitig den Rechtsextremismus relativieren, indem sie linke Gewalt ebenso wie rechte ablehnen. Das Problematische an dieser Gleichsetzung ist, dass sich jedoch die linke Gewalt prinzipiell gegen Faschisten, Nazis und Rechtsextreme wendet, machmal auch gegen Objekte/Symbole des von ihnen bekämpften kapitalistischen Systems, während Rechte auf ethnische, soziale und/oder politische Minderheiten verbal oder physisch einprügeln. Indem Freiwild also diejenigen, die gegen rechte Gewalt mit Gegengewalt antworten, mit rechten Schlägern gleichsetzen, macht sie das für weniger gewaltbereite Rechtsextreme oder Nationalkonservative attraktiv. Des Weiteren ist die Ansicht, dass Kriege schließlich ganz allgemein abgelehnt werden und dies als Ausdruck von Patriotismus verstanden wird, durchaus kompatibel mit dem in der Neuen Rechten propagierten Konzept des „Ethnopluralismus“, also einer (friedlichen) Koexistenz ethnisch und kulturell jeweils homogener bzw. „gesäuberter“ Staaten.
    Was ist nun die Conclusio? Freiwild sind selbstverständlich keine Nazis oder Faschisten. Jedoch sind sie eindeutig nationalkonservativ mit einem Hang zur völkisch-unreflektierten Heimatverehrung. Die perfekte ideologische Basis für Faschismus/Nationalsozialismus, die diese Ideologeme dann extrem überhöhen. Deshalb und genau deshalb sind Freiwild eindeutig der Grauzone- Szene zuzuordnen, die sich zwar rein äußerlich „unpolitisch“ gibt, jedoch inhaltlich keine Scheu vor dem Kokkettieren mit rechtsextremen, als patriotisch definierten Werten bzw. Ideologemen hat.

  • Matthias Süß

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    Ein Verein darf im Rahmen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung fordern was er möchte, richtig und intelligent muss man diese Forderungen allerdings nicht halten. Gefährlich wird es, wenn ein Verein versucht demokratische Grundwerte, beispielsweise der Rede-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit einzuschränken. Darüber sollten wir alle zusammen einmal nachdenken, völlig losgelöst davon, welche heren Ziele ein Verein hat.

    Es ist auch nicht gefährlich, wenn ein Verein versucht zu definieren, was rechts- oder links, was gut oder böse ist. Es gilt allerdings zu berücksichtigen, wo dabei der philosophische Standort der Protagonisten ist. Wenn jemand schon das zeigen der Nationalfarben bei EM- oder WM-Spielen als nationalistisch bezeichnet, Patriotismus mit Nationalismus gleichsetzt, dann sollte man dessen Definition nicht kommentarlos übernehmen.

    Unter diesen beiden Gesichtspunkten sollte man die Pressemitteilung betrachten, ungeachtet der offensichtlichen Wissenslücken i.S. Südtirol ihrer Verfasser und der oberflächlicher Arroganz ihres Grundtones.

  • Daniel Müller

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    Soviel dummes Zeug hört man echt selten …diejenigen die sich über die fans und die band echauffieren und vllt noch gegen-freiwild-aktionen ins leben rufen,basierend auf „Ermittlungen“ eines geltungssüchtigen Journalisten a la Bild-Zeitung sind nicht besser als das von ihnen angeprangerte scheinbare „rechte“ auftreten der Band ….Das Moralapostelgehabe,wie es in Deutschland auftritt,ist echt peinlich, armseelig und engstirnig …aber auch das funktiert wie vor rund 70 Jahren …einige wenige verzapfen Mist und ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung plappert die Meinug nach….siehe 3.Reich und DDR….peinlich peinlich peinlich.An solcher Hetze kann man den Bildungsgrad wohl messen…zu faul zu sein sich eine eigene Meinung zu machen,darum eine andere übernehmen …..Ich mag freiwild,ich mag onkelz,ich mag Hosen,ich mag auch vom Klischee her „linke“ Musik…..es soll jedem überlassen sein was er für Musik hört.Diese gegen-freiwild Diskussionen sind einfach nur schade und peinlich

  • Michi (Student

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    Platte Texte?
    Review zum aktuellen Album:
    http://www.legacy.de/index.php/live-zone/item/22405-freiwild

    Im Übrigen gibt es nicht nur in Südtirol Bestrebungen sich von Italien zu lösen. In der Lombardei und in Venetien habe ich Menschen getroffen, die ebenfalls „von Rom“ weg wollen. Warum? Weil sich viele Norditaliener von der Regierung „in Rom“ wirtschaftlich ausgebeutet fühlen. Auf der anderen Seite gibt es leider in Norditalien auch viele Faschisten, u.a. Alpini und Läden, welche Mussolini Kalender etc. führen (wobei man bei denen nicht weiß, ob sie dazu gezwungen werden).

    @Walter Lauert:
    Wenn man keine Möglichkeit sieht Menschen zu widerlegen, versucht man sie mit Worten wie „scheinbaren Gegenargumenten, ohne differenziert nachzudenken“ mundtot zu machen. Ihr komplettes Statement ist gespickt mit Pauschalisierungen.

    @Antifa:
    Ist mir neu, dass man Gewalt überhaupt mit anderer Gewalt vergleichen kann (oder besser: sollte). Die Ablehnung von Kriegen sollte meiner Meinung nach jeder vernünftig denkende Mensch wollen. Kriege haben nichts als Leid über die Menschheit gebracht. Dies hat nichts mit einer rechten Einstellung zu tun, sondern nennt sich Pazifismus.
    Ihr Faktum ist ebenso kein Faktum. In keinem Wort wird die ladinischsprachige Bevölkerung diskriminiert. Wussten Sie, dass diese am schlimmsten unter der Italianisierung gelitten hat? Die Faschisten waren einfach der Meinung, diese wären wegen ihrer Sprache besonders leicht zu italianisieren, und hat sie deshalb ihrer Kultur beraubt. Abgesehen davon haben die Südtiroler und die Ladiner über einen großen Zeitraum friedlich nebeneinander koexistiert. Ein Großteil der Ladiner steht wegen der gemeinsamen Vergangenheit auf Seiten der Südtiroler.
    Desweiteren ist Patriotismus eben NICHT Nationalismus. Daher ist auch die komplette Deutung des Songs „Wahre Werte“ unzutreffend. Man sucht sich Beweise wo es keine gibt.
    Der einzige Punkt, in dem ich mit ihnen übereinstimme, ist der, dass Frei.Wild keine Nazis sind.
    Sie stehen mit ihrer Meinung, Südtirol wäre ein Teil Italiens, auf der Seite der Faschisten in Italien und der Nazis in Deutschland.

  • Antifa

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    @ Michi

    Hier ein kleines Zitat von „Wahre Werte“:

    „Da, wo wir leben, da wo wir stehen
    Ist unser Erbe, liegt unser Segen
    Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache“

    Das damit natürlich nur die Deutsch-Südtiroler gemeint sein können, ergibt sich aus dem Faktum, dass die drei Nomina im dritten Vers im Singular stehen. Oder glauben Sie etwa ernsthaft, dass sich Freiwild für die Rechte der italienischen oder ladinischen Südtiroler einsetzen? Explizit formulieren sie diese Monofokussierung natürlich nicht, die ergibt sich jedoch implizit aus der Textaussage.

    Abgesehen davon ist das nichts anderes als der Ausdruck eines völkisch-konservativen Heimatbegriffes. Heimat ist für Freiwild nicht ein Ort für alle Menschen, die dort ihren Lebensmittelpunkt gewählt haben, sondern an VOLK, TRADITION und SPRACHE gebunden. Etwas EXKLUSIVES, etwas, das nur an EINE bestimmte Personengruppe gebunden sein kann.

    „Wo soll das hinführen, wie weit mit uns gehen
    Selbst ein Baum ohne Wurzeln kann nicht bestehen
    Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen
    Wenn ihr euch ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen.“

    Wurzelmetapher und Einladung an alle Kritiker, das Land zu verlassen, sind ebenfalls Ideologeme völkisch-konservativer bzw. nationalistischer Bewegungen.

    „Du kannst dich nicht drücken, auf dein Land zu schauen
    Denn deine Kinder werden später darauf bauen
    Sprache, Brauchtum und Glaube sind Werte der Heimat
    Ohne sie gehen wir unter, stirbt unser kleines Volk.“

    Purer antiitalienischer Alarmismus. Faktum ist, dass in der letzten Volkszählung von 2001 64% Deutsch-Südtiroler erfasst wurden. Gemäß der letzten Sprachgruppenzugehörigkeits- und -zuordnungserklärung von 2011 sogar 69,41% Deutschsprachige. Kein Wunder. Ist doch Deutsch neben Italienisch in Südtirol Amtssprache und wird in zahlreichen Schulen sowie Kultur- und Brauchtumsvereinen gepflegt und unterrichtet. Des Weiteren genießt die autonome Provinz Bozen (=Südtirol) laut italienischer Verfassung seit 1972 eine weitgehende Autonomie in vielen Bereichen. So hat diese autonome Provinz nicht nur ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung, etwas, was in Italien de lege nur für die Regionen vorgesehen ist, sondern auch weitgehende Selbstverwaltungsrechte. So ist es Südtirol vorbehalten, auch gegenüber dem Staat, Gesetze in Sachen öffentliche Ämter, Raumordnung, Handwerk, Messen und Märkte, Jagd und Fischerei, Kommunikations- und Transportwesen, Fremdenverkehr und Gastgewerbe, Landwirtschaft, Kindergärten, Schulbau zu erlassen. Dabei handelt es sich lediglich nur um einen partiellen Auszug der Südtiroler Zuständigkeiten. Um diese Selbstverwaltung zu ermöglichen, wird Südtirol selbstverständlich auch mit finanziellen Mitteln versorgt. Etwa 90 % der in der Provinz eingetriebenen Steuern verbleiben in den Kassen des Landes, von der Umsatzsteuer bis hin zur Einkommens- und Körperschaftsteuer. Dafür muss das Land hoheitliche Funktionen wahrnehmen, die im übrigen Italien vom Staat ausgeübt werden, und diese auch finanzieren.
    Vom Sterben des „kleinen“ Volkes der Deutsch-Südtiroler kann also keine Rede sein. Pure völkische Propaganda von Freiwild.

    „Nicht von gestern, Realisten
    Wir hassen Faschisten, Nationalsoziallisten
    Unsere Heimat hat darunter gelitten
    Unser Land war begehrt, umkämpft und umstritten.“

    Faschismus und Nationalsozialismus werden von Freiwild nicht wegen ihrer menschenverachtenden Ideologie und Praxis abglehnt, sondern weil ihre Heimat darunter gelitten hatte.

    Tja, als nationalkonservativer, völkisch-rassistischer Deutsch-Südtiroler ist man in der politisch korrekten Position des Faschisten- und Nazihassers, weil die einen Südtirol brutal zwangsromanisieren wollten und die anderen Mussolini aus Gründen der politischen Allianz (Achse Rom-Berlin) schalten und walten ließen, anstatt Südtirol „heim ins Reich“ zu holen.

  • Antifa

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    Das einzig Beachtliche an Freiwild ist, dass sie es (bzw. die dahinter stehende Marketingmaschine) geschafft haben, weit verbreiteten kleinbürgerlich-bäuerlichen Konservatismus, der mit völkisch-nationalistischen Elementen garniert ist, als Rebellion zu verkaufen. Bei Freiwild wird so systemkonformes Verhalten zum Widerstand umgedeutet.

  • Matthias Süß

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    „Wenn ihr euch ihrer (der Heimat) schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen.“

    _ Hier gerne als national-chauvinistisch bezeichnetes Zitat von Frei.Wild

    „Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.“

    _ Völlig korrekte, antifaschistische Aussage von Nargess Eskandari-Grünberg, Politikerin von B90/DG

  • Antifa

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    @ Matthias Süß

    Diejenigen, die ihre aktuelle Heimat hassen, verlassen diese auch im Regelfall. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit meinen Freiwild jedoch damit die Kritiker eines völkisch-konservativen Deutsch-Südtirolertums, das sie selbst pflegen, und nicht diejenigen, die Südtirol an sich schmähen, wie aus einer ihrer alten Nummern namens „Südtirol“ hervorgeht:

    „Südtirol, wir tragen deine Fahne,
    denn du bist das schönste Land der Welt,
    Südtirol, sind stolze Söhne von dir,
    unser Heimatland, wir geben dich nie mehr her.
    Südtirol, deinen Brüdern entrissen,
    schreit’s hinaus, lasst es alle wissen,
    Südtirol, du bist noch nicht verlorn,
    in der Hölle sollen deine Feinde schmorn. […]

    Kurz gesagt, ich dulde keine Kritik
    an diesem heiligen Land, das unsre Heimat ist,
    darum holt tief Luft und schreit’s hinaus,
    Heimatland wir geben dich niemals auf.“

    Die extreme Rechte setzt generell politische Kritik mit einem Generalangriff auf ihre Heimat an sich gleich, da sich diese ja als die „wahren Beschützer“ ihrer Heimat versteht, die fest mit dieser „verwurzelt“ sind.

    Und das ein wertkonservativer Zeitungsleser (laut Eigendefinition) wie Sie Partei für eine Band wie Freiwild ergreift, zeigt wie „rebellisch“ und „widerständig“ diese Band tatsächlich ist. Würden sie keinen Streetpunk/-rock spielen, wären diese Herren mit ihren nationalromantisch-chauvinistischen Texten ein Fall für das Musikantenstadl.

  • Matthias Süß

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    @Antifa

    Und wieder einmal nichts verstanden. Weder ein Bezug auf die Kernaussage meines vorherigen Kommentars, noch besteht Wissen über Südtirol. Bestensfalls aus 3. Hand via linker Kampfpostillen.

  • Matthias Süß

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    @Dubh

    Ich ignoriere Sie jetzt mal. Da kommt wohl nichts mehr mit Substanz.

    @Antifa

    Was wollen Sie mir jetzt konkret sagen? Da sind zwei Links, schön. Auf welche Aussagen beziehen sich die?

  • Dubh

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    Antifa: „Würden sie keinen Streetpunk/-rock spielen, wären diese Herren mit ihren nationalromantisch-chauvinistischen Texten ein Fall für das Musikantenstadl.“

    Stimmt!
    Die Texte von Frei.wild sind nichts als dumpfes Gefühlsgeschwurbele, tatsächlich vergleichbar den dumm tümelnden Gesängen erstaunlich unecht wirkender Menschen bei Musikantenstadeln und dgl Festivitäten, die nicht das geringste mit echter Volksmusik gemeinsam haben – incl. der benutzten Sprache.

    Nur ist bei letzteren die Welt immer heil und gut, abgesehen davon was wirklich ist, und bei ersteren die Welt drumherum böse, gemein und idiotisch, auch egal was wirklich ist.
    Hören kann ein halbwegs musikalischer Mensch weder das eine noch das andere, ohne sich vor Schmerz zu winden, liest man die Texte kann man herzlich lachen ob der „grandiosen“ Lyrik und dem ach wie tiefsinnigen Schmäh, ansehen – meine Güte – die Körpersprache all dieser Tümler, dieser und jener, spricht sowieso für sich.

    Die Volkstümler SIND die Welt, während die Zwergpseudorebellenrocker GEGEN den Rest der Idioten-Welt sind, bzw. der gegen sie – und – sie sind dann ja offenbar besser, klüger, mehr wert,…….. als die ganzen Vollidioten – die gefälligst die Schnauze halten sollen, damit das WAHRE, RICHTIGE, HOCHWERTIGE endlich den Sieg davon tragen möge.

    Das kommt dann doch wiederum irgendwie bekannt vor………………

  • Antifa

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    @ Matthias Süß

    Für Sie sind also die Verfassung der Republik Italien und die offiziellen Daten des Landesinstituts für Statistik der autonomen Provinz Bozen (Südtirol) das Produkt linker Kampfpostillen. Interessant.

    http://www.provinz.bz.it/astat/download/mit17_02.pdf

    http://www.verfassungen.eu/it/ital48.htm

    Übrigens stellt die christdemokratisch-bürgerliche SVP (Südtiroler Volkspartei) seit 1952 durchgehend den Landeshauptmann und verfügt seit Jahrzehnten eine absolute Mehrheit im Südtiroler Landtag. Von irgendeiner „linken“ politischen Beeinflussung des dortigen zentralen Statistikamtes kann also auch keine Rede sein.

    Der einzige, der hier im Bezug auf Südtirol unwissend ist, sind leider Sie. Deshalb müssen Sie sich ja auch mit polemisch-provokanten Kommentaren von grünen Kommunalpolitikern aushelfen, die hier nichts zur Sache tun. Abgesehen davon war diese Aussage an rechte Kulturkämpfer wie Freiwild und Co. adressiert, die kein Interesse an einem friedlichen Zusammenleben mit als fremd empfundenen Bevölkerungsschichten haben.

  • Matthias Süß

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    @Antifa

    Ich weiss nicht, warum Sie diese beiden Quellen das belegen, was Sie sich wünschen, aber ich würde mir an Ihrer Stelle die Sichtweise der von Ihnen genannten SVP (da bin ich mit ein paar Politikern befreundet) durchlesen.

    http://www.svp.eu/de/themen/58.html

    Wobei man wissen muss, dass diese gemäßigten Separatisten geradezu erdrutschartig an Zustimmung verloren haben, obwohl sich führende Köpfe inzwischen nicht mehr für eine echte Autonomie aussprechen (wie Parteilinie), sondern einen eigenen Staat.

    Die größte Oppositionspartei im Landtag sind (laut aktueller Umfrage „Die Freiheitlichen“ (FS) mit 25 Prozent) und die wollen einen eigenständigen Staat. Sie haben im August eine ausgearbeitete Verfassung vorgestellt. Neben der FS sind als Separatisten im Landtag: Die Union für Südtirol und die Süd-Tiroler Freiheit.

    Die weit über 60 Prozent (gemäßigte wie radikale) Separatisten müssen sich doch auf gute Gründe stützen, oder sehe ich das falsch? Dazu kommt noch die LEGA, die inzwischen ein ausscheren Südtirols aus dem Staatsverband Italien nicht so ungern sehen würde.

    Und jetzt kommen Sie und meinen jemand wie ich, der einmal im Monat in Südtirol ist und dort (auch) mit Politikern spricht, würde sich besser auskennen als jemand, der zwei Links aus dem Web („Rechtsquellen und Statistiken“) herausgesucht hat, die zudem rein gar nichts Aussagen.

    Aber das ist mühselig zu diskutieren.

  • Matthias Süß

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    @Antifa

    Und ich hätte es für mehr als gefährlich für unsere Demokratie gehalten, falls es einen Verein gelungen wäre, Frei.Wild quasi auszusperren. Man sollte sich unbedingt diesen Vorfall merken.

    Frei.Wild als Rechtsextreme zu bezeichnen, ist nicht einmal mehr unverschämt, sondern ist nur noch eine müde Karikatur linksextremer Kampfrhetorik. Ich weiss, dass das ein Versuch der Deutungshoheit war, ich bin doch nicht dumm. ;)

    Frei.Wild ist nur „Grauzone“, wenn man einen Blickwinkel vom äußersten Linken Rand hat. In jeden europäischen Land würde man bis in die Linke hinein nichts am Text finden, übrigens auch nicht in Österreich oder gar Italien.

    Auch Deutsche dürfen Ihr Land gut finden und auch mögen. Das hat nichts mit Nationalismus zu tun, erst recht nicht mit (Neo-)Nationalsozialismus, wie es diese Pressemitteilung suggeriert.

  • Antifa

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    @ Matthias Süß

    Diese zwei Links führen zur italienischen Verfassung und zu den Volkszählungsergebnissen des Landesinstituts für Statistik der autonomen Provinz Bozen, die beweisen, dass Leute wie Freiwild einen antiitalienischen Alarmismus, gespickt mit antiromanischen deutsch-völkischen Motiven, praktizieren. Weder sprachlich noch kulturell schwindet dort das deutsch-südtirolerische „Volkstum“ (es ist sogar leicht im Wachsen). Das passiert nur in der paranoid-chauvinistischen Weltwahrnehmung von Freiwild und Konsorten.

    Mein Wissen über Südtirol basiert also nicht auf „linken Kampfpostillen“, sondern auf Rechtsquellen und Statistiken.

    Abgesehen davon habe ich zwei Bekannte aus Südtirol, die mir bestätigen, dass Leute wie Freiwild ein friedliches Zusammenleben der dortigen Bevölkerungsgruppen mit ihren völkischen Parolen sabotieren.

  • Antifa

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    Ich persönlich halte Grauzonen-Bands wie Freiwild für viel gefährlicher als offensichtliche RAC- oder Nazibands wie Kraftschlag, Sturmfront, Landser, No Remorse, Skrewdriver oder Absurd. Bei letzteren sind die politischen Hassparolen offensichtlich, erstere verpacken ihre völkisch-nationalistische Botschaft geschickt unter dem Deckmäntelchen der ach so unpolitischen Heimathuldigung und dienen so als Eingangspforte zu letzteren.

  • Matthias Süß

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    @Is scho recht

    Da sag ich blos: Passt scho. Schau halt amal auf’d Überschrift, mehr muast a gor niad lesn kina, des sollt doch zmacha sa. I schreib das no mal her. >

    Frei.Wild-Konzert in Regensburg: „Stadt konterkariert Bemühungen gegen Rechtsextreme“

  • Matthias Süß

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    @Is scho recht

    Also dann noch einmal in Hochdeutsch:

    Warum soll ich mich ernsthaft mit jemanden bzw. dessen Einlassungen auseinandersetzen, der nicht einmal die Überschrift der Pressemitteilung lesen kann.

    Die Überschrift lautete:

    Pressemitteilung der Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ –
    Frei.Wild-Konzert in Regensburg: „Stadt konterkariert Bemühungen gegen Rechtsextreme“

    Und dann kommen Sie und fragen in der ersten Zeile Ihrer Einlassung:

    „In welcher Berichterstattung oder Pressemitteilung wird Frei.Wild denn als rechtsextrem bezeichnet?“

    Jetzt bitte fragen Sie sich selbst, warum ein klar denkender Mensch auch nur einen Buchstaben weiter lesen sollte. Ich bin mir sicher, Sie finden selbst die Antwort, auch wenn es wahrscheinlich ein wenig länger dauert. Nur Mut!

  • Is scho recht

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    @Matthias Süß

    In welcher Berichterstattung oder Pressemitteilung wird Frei.Wild denn als rechtsextrem bezeichnet? Es ist beeindruckend zu sehen, wie Frei.Wild-Verteidiger die Darstellungen des Journalisten Thomas Kuban (er bezeichnete die Band nicht als rechtsextrem), anderer Medien oder dieser Pressemitteilung bewusst überzogen darstellen, um dann ihre Verteidigungsreden anzustimmen. Hier steht nichts davon, dass die Band nationalsozialistisch sei.

    Nur weil irgendetwas in irgendwelchen anderen Ländern (angeblich) so normal ist, muss es das in Deutschland noch lange nicht sein. Vielleicht ist man aus einer gewissen Erfahrung heraus einfach klüger?

    Was halten Sie denn von dem recht aktuellen Zitat von Frei.Wild-Sänger Burger (siehe unten)? Da geht es ausdrücklich nicht um Südtirol. Ihre größten Erfolge feiert die Band zudem in Deutschland. Hier wird auch der Profit gemacht.

    Auch ich halte nichts von einem Verbot, aber jeden Kritiker in eine ideologische Ecke zu stellen, noch dazu mit falschen Zitaten, so wie auch Sie das tun, ist – gelinde gesagt – unredlich.

    „Leider Gottes, ist Deutschland auf einem Weg, der jedem Verstand mit Bravour den Atem raubt. Ganz ehrlich, das ist die logische Konsequenz dieser ‘Wir alle müssen ewig für die Taten unserer Vorfahren büßen’-Politik!!! Aber man wollte es so, hat Kinder so erzogen und trägt nun die Konsequenz, selber Schuld!!!

    Ich kann mich nicht erinnern, dass sich Italiener, Russen, Amerikaner oder z.B. auch Chinesen ihrer Herkunft geschämt hätten, obwohl deren Diktatoren und Regime gleich viele und um viele Millionen Menschen mehr auf dem Gewissen haben, als es unter Scheiss-Hitler-Deutschland der Fall gewesen ist. (…)

    Auch macht man Vergangenes nicht ungeschehen, indem man schon seit Jahrzehnten davon finanziell Profitierende, lächtsend nach einer Daseinsberechtigung für ihr klägliches Dasein weiter unterstützt und ihre Meinung blind unterstreicht nur um ja nicht dagegen zu pissen.“ Juni 2006

  • Is scho recht

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    Interessant, Herr Süß. Ausufernd Vorwürfe machen, über Südtirol referieren und von Ideologien sprechen, aber auf ernsthafte Fragen nicht antworten. Die Überschrift steht in einem Zusammenhang. Das zum einen. Und zum anderen frage ich Sie noch einmal, wie Sie das lange Zitat des Frei.Wild-Sängers deuten? Weiter ausweichen? Thema wechseln? Oder mal antworten?

  • Matthias Süß

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    @Is scho recht

    Soll ich ihnen meine Telefonnumer geben, dann lese ich Ihnen die Überschrift dieser Pressemitteilung gerne vor? Mehr Zeit habe ich aber für Menschen wie Sie leider nicht. Ich mag gute Diskussionen, die sind leider mit Ihnen nicht möglich. Hoffentlich verstehen Sie das, es ist nicht unhöflich gemeint.

    ‚Is scho recht‘ behauptet > Weder in der Überschrift, noch in der PM selbst (über deren Inhalt man ungeachtet dessen kritischer Meinung sein kann) steht, dass Frei.Wild rechtsextrem sei.

    In der Überschrift steht > Pressemitteilung der Initiative “Keine Bedienung für Nazis” –
    Frei.Wild-Konzert in Regensburg: „Stadt konterkariert Bemühungen gegen Rechtsextreme“

    Es tut einfach nur noch weh.

  • Is scho recht

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    @Herr Süß

    Schon klar. Sie lesen ne Überschrift, in welcher die von Ihnen behauptete Behauptung („Frei.Wild ist rechtsextrem“) nicht steht.

    Sie wollen nicht darauf eingehen, wenn man Sie darauf hinweist und zeihen andere des Nicht-Lesen-Könnens.

    Das spricht für sich.

    Ich halte fest:

    Weder in der Überschrift, noch in der PM selbst (über deren Inhalt man ungeachtet dessen kritischer Meinung sein kann) steht, dass Frei.Wild rechtsextrem sei.

    Zu den Einlassungen des Frei.Wild-Sängers über das „klägliche Dasein“ irgendwelcher von der NS-Vergangenheit „finanziell Profitierender“, wissen Sie nichts zu sagen.

    Passt wohl nicht in Ihr Konstrukt von Ideologen und bösen Menschen von links und den armen, völlig ungerechtfertigt kritisierten Frei.Wild-Jungs. Und da helfen dann auch Ihre Referate zu Südtirol nichts mehr.

    Da greifen Sie dann lieber zu Beleidigungen.

  • Is scho recht

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    Ach Menno, Süß.

    Lenken Sie doch nicht immer davon ab, dass Sie zum Statement des Frei.Wild-Sängers, dass sich ausschließlich auf Deutschland und das “klägliche Dasein” irgendwelcher von der NS-Vergangenheit “finanziell Profitierender” bezieht.

    Und Sie können es jetzt noch so oft wiederholen, aber diese Überschrift sagt nicht aus, dass Frei.Wild rechtsextrem ist. Wenn Sie das so interpretieren, dann lesen Sie doch die PM, dort steht das dann definitiv nicht.

    Ich mach Ihnen mal den Erklärbär, auch wenn es müsig ist:

    Das Bündnis „Keine Bedienung für Nazis“ meint: Es gibt Bemühungen gegen Rechtsextremismus. Jetzt kommt da ne Band, die dazu „in Zusammenhang“ steht. Die Stadt tut nichts dagegen und das konterkariert eben vorgenannte Bemühungen. So. Jetzt unterstellen Sie mir bitte nicht, dass ich den Inhalt dieser Pressemitteilung teile; dass das nicht der Fall ist habe ich bereits angedeutet.

    Wenn Sie sich schon so ausführlich mit Südtirol und irgendwelchen gefährlichen Ideologen von links beschäftigen, sollten Sie auch in der Lage sein, die deutsche Sprache korrekt lesen zu können. Insofern sind Ihre Verteidigungsreden gegen angebliche Vorwürfe des „Rechtsextremismus“ nur dazu geeignete, Erwiderungen auf berechtigte Kritik zu vermeiden. Sie diskutieren nicht, sie betreiben Propaganda.

  • Matthias Süß

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    @Is scho recht

    Konnten Sie die Überschrift jetzt finden? Prima! Sehen Sie, mit ein wenig Mühe geht alles.

    „Is scho recht“ meint >Das Bündnis “Keine Bedienung für Nazis” meint: Es gibt Bemühungen gegen Rechtsextremismus. Jetzt kommt da ne Band, die dazu “in Zusammenhang” steht. Die Stadt tut nichts dagegen und das konterkariert eben vorgenannte Bemühungen.

    Als Zuckerl bekommen Sie dafür auch ein Statement zum Interview:

    Ich kann nichts Rechtsextremes erkennen. Ich muss deswegen auch seine Statements nicht teilen, da halte ich es wie Sie mit der Pressemitteilung (wobei meine Einschränkung durchaus ehrlich gemeint ist).

    Sie können mir glauben: Wenn die Band rechtsextremes Gedankengut verbreiten würde, man würde diese Gruppe in den sehr detailliert aufgearbeiteten Verfassungsschutzberichten finden. Der VS von NRW würde sich das nicht entgehen lassen, davon können Sie ausgehen.

    Es kommt eben sehr auf den Blickwinkel an: Wer die schwarz-rot-goldenen Fähnchen schon als nationalchauvinistisch betrachtet, wie Teile der Jungen Grünen und Jungsozialisten, für den können solche Aussagen durchaus rechtsextrem sein. Und wer Partiotismus mit Nationalismus (was noch lange nicht Nationalsozialismus ist!) in einen Topf wirft und beschämend findet, für den ist ein solches Statement sicherlich unerträglich. Normal ist das dann allerdings nicht.

  • Matthias Süß

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    @Is scho recht

    Aber Sie wollen doch mit Ihrer etwas plumpen Drumherum-Fragerei (halten Sie mich bitte nicht für dumm) auf etwas ganz anderes hinaus:

    Nein, ich schäme mich nicht Deutscher zu sein und ich kann für mich auch keine Schuld am WK2, WK1 oder dem französischen Kolonialkrieg in Vietman erkennen. Ich schmücke allerdings mein Auto auch nicht zu WM-Zeiten mit Schwarz-Rot-Gold. Nein, ich mag es auch nicht, wenn der WK2 als Grund für Lieferung von atomaren Angriffswaffen nach Israel („besondere Verantwortung“) noch für Zahlungen, wenn es in der EU wieder einmal kracht, herhalten muss. Ja, in unserem Staate läuft etwas gewaltig schief in Sachen Demokratie, auch das sehe ich so.

    Oh, jetzt glaube ich kaum etwas anderes gesagt zu haben, als der Sänger von Frei.Wild. Bin ich jetzt ein Nazi? Verdächtig bin ich sowieso, da ich ab und zu über Relikte aus der Zeit schreibe. http://www.geschichteleben.net/

  • StuhloderSessel

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    @süß

    Keine Angst, Herr Süß.

    Selbstverständlich sind Sie der einzige echte streitbare Diskutant in diesem Forum. Was denn sonst?
    Ihr copy-and-paste und Ihre Verweise auf Parteiseiten sind nämlich die einzigen zulässigen Argumente.
    Ihre selbsterklärte Zynik versteht hier kein Mensch. Sie sind allen hier weit überlegen. Deshalb schämen Sie sich ja auch für nichts. Im Gegensatz zum Rest hier.

    Wie jeder stinknormale andere Missionar auch, werden Sie hier das letzte Wort haben.

    Wetten!?

  • Matthias Süß

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    @Studi

    „Die Bundesrepublik hilft Israel beim Ausbau seiner Atomwaffenstreitkräfte.“ (Zitat SPIEGEL)

    Nachdem Sie hier weder etwas zum Thema beitragen, noch wirklich diskutieren möchten, werde ich Sie ignorieren. Das ist nicht unhöflich, sondern dient m.E. der Streitkultur. Nein, ich möchte mich damit auch keiner Diskussion entziehen. Versuchen Sie einfach eines meiner Argumente zu widerlegen, lesen Sie aber bitte vorher die beiden Artikel und die Kommentare durch. Wiederholungen sind für alle Seiten ermüdend.

  • Studi

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    Ich weiß nicht, wer sich als Deutscher für irgendwas schuldig fühlen sollte. Ich weiß auch nicht, wer das fordern würde. Ich weiß nicht, wer das tut. Ich weiß nur, dass es Leute wie Herrn Süß gibt, die ständig glauben, erklären zu müssen, dass sie sich nicht schuldig fühlen, irgendwas mit Israel dazu Flicken und dann noch glauben, mit solchen Aussagen irgendetwas mutiges von sich gegeben zu haben.

  • Studi

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    Außerdem wusste ich gar nicht, dass – wie von Herrn Süß aufgeführt – „atomare Angriffswaffen“ von Deutschland nach Israel geliefert werden. Wo hat Deutschland die?

  • Studi

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    U-Boote aus Deutschland, keine Atomwaffen Süß!

  • Antifa

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    @ Matthias Süß

    Faktum ist, dass die sogenannte deutsch-südtirolerische Sprache, Kultur und Tradition quantitativ (über deren Qualität maße ich mir kein Urteil an) nicht im Schwinden sind, sondern sogar wachsen. Da hilft auch Ihr Geringschätzen von harten Zahlen und empirisch erhobenem Datenmaterial nichts (wobei die subjektive Weltwahrnehmung eines Individuums, besonders dann, wenn es ideologisch verblendet ist, durchaus von dieser Faktenwirklichkeit abweichen kann). Aber es gehört zum politischen Repertoire von national-konservativen und rechtsextremen Kräften ein Bedrohungsszenario zu konstruieren, um so den eigenen völkisch-chauvinistischen Standpunkt zu legitimieren.

    Und was Grauzonen-Bands betrifft. Die sind nur dann der politischen Mitte zuzuordnen, wenn diese selbst nach rechts rückt, was derzeit in Deutschland (auch) den Stammtischparolen so mancher CDU/CSU-Lokalpolitiker zu verdanken ist.

  • Antifa

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    Hier ein kleines aufschlussreiches Zitat über die angebliche strikte Differenz zwischen Patriotismus und Nationalismus in der Lebenspraxis:

    Nach Erkenntnissen des Psychologen Christopher Cohrs von der Universität Jena lassen sich Menschen nicht in gute Patrioten und böse Nationalisten einteilen. Bürger, die sich stark mit ihrem Land identifizieren, so Cohrs, seien anfällig für intolerantes und ausländerfeindliches Gedankengut: „Menschen mit patriotischen Einstellungen lehnen Nationalismus nicht ab. Vielmehr geht beides oft Hand in Hand.“

    So zeige sich in Umfragen, dass Patrioten zum Nationalismus neigen. Statistisch betrachtet hängen Patriotismus und Nationalismus eng zusammen. Viele Patrioten sind schlicht und einfach auch Nationalisten.

    Zwar behaupten Politiker gerne, dass ein aufgeklärter, selbstbewusster Patriotismus unverzichtbar für die Zukunft des Landes sei, doch Empiriker zeichnen ein anderes Bild vom Patrioten: Je stärker sich jemand mit seinem Land verbunden fühlt, desto eher wertet er andere Nationen oder Minderheitengruppen ab.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/liebe-zum-land-die-maer-vom-guten-patrioten-1.912131

    Der Psychologe Adam Ruthland kommt zu ähnlichen Ergebnissen. (Adam Rutland et al. (2006): Development of the positive-negative asymmetry effect: in-group exclusion norm as a mediator of children’s evaluations on negative attributes. In: European Journal of Social Psychology 37 1, S. 171–190.)

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