„Leuchtendes Beispiel in der Behindertenarbeit“

PM von MdB Lerchenfeld

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MdB Graf Lerchenfeld gratuliert zu 30 Jahren Retex

Die Retex-Werkstätten in Regensburg feiern in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag. In einem Neubau entstehen derzeit 40 moderne Arbeitsplätze. Der Bundestagsabgeordnete Philipp Graf Lerchenfeld besuchte die Werkstätten zum Jubiläum und würdigte die Initiative als „Beispiel, das weit über Regensburg hinaus Anerkennung findet“.

Regensburg — Die Regensburger Rehabilitationseinrichtung Retex gehört heute zu den erfolgreichsten Behindertenwerkstätten in Deutschland. In den Produktionshallen im Osten Regensburgs entstehen viele Produkte: Kabelbäume für den Automobilzulieferer Continental, Transportkisten für BMW oder Teile von LED-Leuchten für den Lampen-Riesen Osram. „Drei Jahrzehnte nach der Gründung als kleine Initiative eröffnet Retex heute vielen Menschen mit Handicap eine neue Perspektive“, würdigte Graf Lerchenfeld im Gespräch mit Geschäftsführer Helmut Endl und Brigitte Reichel, der Vorsitzenden des Werkstattbeirats.

Die Liste der Dienstleistungen der Regensburger retex-Werkstatt ist lang: Sie reicht vom Catering- und Brotzeitservice über die Montage von Bauteilen für Industriebetriebe bis zur Verpackung von Waren für den Versand. Eine hauseigene Großküche, die jetzt im Sommer umfassend modernisiert wurde, liefert täglich rund 400 Mittagessen an Kindergärten, Schulen und Firmen in der Region. Die Retex-Mitarbeiter arbeiten bei Bedarf auch außerhalb der Werkstätten etwa im Bereich Montage, Verpackung, Lagerarbeiten oder Fahrzeugpflege. Derzeit entsteht auf dem Gelände an der Kirchhoffstraße in Burgweinting ein neues Gebäude, das 40 moderne Arbeitsplätze bieten wird. Ende des Jahres soll es offiziell eingeweiht werden.

Als die Regensburger Initiative zur Schaffung von Arbeitsplätzen für psychisch kranke und behinderte Menschen 1985 mit ein paar Mitstreitern auf wenigen Quadratmetern mit dem Recycling von Altkleidern in der Regensburger Altstadt startete, ahnten die Verantwortlichen nicht, dass ihr Verein einmal zum Vorbild in der Arbeit mit Behinderten werden würde.

Inzwischen ist Retex ein modernes Sozial- und Dienstleistungsunternehmen, in dem mehr als 300 Menschen mit Handicap eine neue Lebensperspektive finden. Retex ist zugleich die älteste Rehabilitationseinrichtung dieser Art in Bayern. Das Ziel: psychisch kranken und Menschen mit Behinderung einen dauerhaften und sinnvollen Arbeitsplatz zu bieten.

Retex trägt sich zu einem erheblichen Teil selber, der Rest wird über Zuschüsse und Spenden finanziert. Mit 400 Euro liegt der Monatslohn für die Beschäftigten mit Handicap rund beim Doppelten dessen, was durchschnittlich in deutschen Behindertenwerkstätten an Lohn erwirtschaftet wird. „Die sinnvolle Arbeit gibt den Menschen mit Handicap Stabilität im Leben, deshalb verdienen diese Initiative und das große Engagement des gesamten Retex-Teams unsere höchste Anerkennung“, so Graf Lerchenfeld.

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