MUNA Schierling: Fällt bald eine Entscheidung?

Entscheidungen für MUNA und Truppenübungsplatz Oberhinkofen in Sicht Vorstandsvorsitzender der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) Dr. Jürgen Gehb kam auf Initiative des Regensburger Bundestagsabgeordneten Peter Aumer in den Landkreis / Aumer: „Erfreuliche Signale für baldige Entscheidungen“ Schierling/ Obertraubling – Über die künftige Nutzung des ehemaligen Munitionsdepots in Schierling (MUNA) und des Truppenübungsplatzes in Oberhinkofen wurde schon viel diskutiert. Lösungen scheinen sich abzuzeichnen, aber konkrete Aussagen waren vom derzeitigen Eigentümer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, nicht zu erfahren. Auf Initiative des Regensburger Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (CSU) kam jetzt der Vorstandsvorsitzende der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) Dr. Jürgen Gehb in den Landkreis Regensburg, um Antworten auf die Fragen der künftigen Nutzung zu geben. „Ich freue mich, dass Dr. Gehb positive Signale für baldige Entscheidungen bei beiden ehemaligen Bundeswehreinrichtungen gegeben hat. Dies gibt den Gemeinden Schierling mit der MUNA und den Gemeinden Obertraubling und Thalmassing mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz Planungssicherheit“, so der Abgeordnete. Entscheidung über künftigen Eigentümer der MUNA möglichst noch in diesem Jahr Erste Station des Besuchs des Vorstandsvorsitzenden der BIMA war Schierling, wo sich die Verantwortlichen der Gemeinden Schierling und Lanquaid bereits seit drei Jahren mit der weiteren Nutzung der MUNA beschäftigen. In diesen drei Jahren wurden verschiedene Vorschläge von Investoren in den Marktgemeinderäten der beiden Kommunen diskutiert, wobei sich derzeit das Konzept des Brennberger Unternehmer Ernst Aumer bei den Verantwortlichen durchzusetzen scheint. „Geplant ist eine kombinierte Nutzung mit Gewerbe- und Grünflächen“, so Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl. Der Zuschlag für einen Investor erfolgt jedoch nicht durch die Gemeinden, sondern durch die BIMA, welche diesen jedoch in Abstimmung mit den Gemeinden erteilt. Beim Gespräch im Schierlinger Rathaus deutete Dr. Gehb an, dass man bis zum Ende diesen Jahres zu einer Zuschlagsentscheidung kommen könnte. Bis dahin solle auch die Altlastenfrage endgültig geklärt sein: „Wer sagt, die Gemeinden stehen hier in der Haftung, der kann vielleicht einen Paragrafenzeichen nicht von einem Notenschlüssel unterscheiden“, so Jurist Dr. Jürgen Gehb. Damit würde einer zügigen Neunutzung des Geländes nichts mehr im Wege stehen. Aumer und Kiendl waren sich einig, dass die künftige Nutzung der MUNA ein wichtiger Entwicklungsfaktor für den Markt Schierling und den südlichen Landkreis ist. Truppenübungsplatz soll nationales Naturerbe werden Beim Truppenübungsplatz Oberhinkofen soll indes alles so bleiben wie es ist: Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen sowie Naherholungsraum für die Menschen der umliegenden Gemeinden. Ein Großteil der Flächen soll nationales Naturerbe werden und wird voraussichtlich in das Eigentum der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) übergehen. Dr. Gehb bekräftigte bei dem Vort-Ort-Termin am ehemaligen Truppenübungsplatz in Oberhinkofen, dass die Fläche damit nicht zum Sperrgebiet wird, sondern den Bürgerinnen und Bürgern der umliegenden Gemeinden weiterhin für Spaziergänge und Ausfahrten mit dem Rad in gewohnter Form zur Verfügung steht. Auch der Segelflugplatz kann nach derzeitigem Stand erhalten bleiben, so dass sich für die Gesamtnutzung des Geländes langfristig keine größeren Änderungen ergeben. Alles ist jedoch noch nicht geklärt: Für die Ergänzung des bestehenden Hochwasserschutzes der Gemeinde Obertraubling möchte die Gemeinde eine Spundwand auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes errichten, bekräftigte Bürgermeister Alfons Lang, was bisher aber an der derzeit unklaren künftigen Eigentümerfrage scheitert. Bundestagabgeordneter Peter Aumer bot daraufhin an, einen runden Tisch mit allen beteiligten Stellen zu organisieren, um das Problem zu klären. Das Angebot stieß bei allen Beteiligten auf große Zustimmung. Hintergrund Mit einem Portfolio von Grundstücken mit einer Gesamtfläche von über 400.000 ha und 44.000 Wohnungen ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einer der größten Immobilieneigentümer Deutschlands. Die BImA übernimmt bis zum Jahre 2013 schrittweise das Eigentum an nahezu allen inländischen Dienstliegenschaften der Bundesressorts (ca. 4.700 Immobilien).

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