„Neuordnung der Schifffahrtsländen: Konstruktives Gespräch mit Anwohnern der Werftstraße“

Ein Gespräch, das Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Vertreter der Stadtverwaltung mit Anwohnern der Werftstraße zum Thema Neuordnung der Schifffahrtsländen vor kurzem geführt haben, verlief in konstruktiver Atmosphäre. Dies bestätigten Teilnehmer beider Seiten. Die Schifffahrt auf der Donau leistet einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Erfolgskurs der Tourismusbranche in Regensburg. Diesen Kurs zu unterstützen, ist ein wichtiges Anliegen der Stadt Regensburg. Allerdings ist es ein ebenso wichtiges Anliegen, die Lebensqualität der Anwohner im Ländebereich sicherzustellen. Aus diesem Grund gilt dem Thema Lärm- und Umweltschutz besonderes Augenmerk. Schaidinger betonte deshalb, dass das An- und Ablegen von Charter- und Ausflugsschiffen ausschließlich auf der südlichen Seite der Donau zu erfolgen habe. Das Ufer an der Werftstraße diene als Stilllegebereich. Nur in Notfällen, beispielsweise bei Hochwasser oder im Fall von Baustellen, dürfe auf das Ufer an der Werftstraße ausgewichen werden. Schaidinger wies aber auch darauf hin, dass die Donau eine Bundeswasserstraße sei, auf der Schifffahrt uneingeschränkt zulässig sei. Außerdem existieren bestehende Länderechte der einzelnen Schifffahrtsgesellschaften, die nicht in Frage gestellt bzw nur im Konsens gütlich geändert werden können. Der vorgesehene Nachtanleger am Alten Eisstadion, der nach dem Willen aller Beteiligten so rasch wie möglich realisiert werden soll, soll dazu beitragen, die Lärmbelästigung in den Nachtstunden für die Bewohner der Werftstraße so weit wie möglich zu reduzieren. Dann müssen alle Schiffe zwischen 20 und 6 Uhr dort an- und ablegen. Man werde prüfen, so der OB, ob künftig auch die Ver- und Entsorgung sowie alle Wartungsarbeiten in diesem Bereich stattfinden könnten und ob ein zweiter Nachtanleger an dieser Stelle zu realisieren sei. Die derzeit noch nicht endgültig abgeschlossenen Planungen für einen Anleger für Kabinenschiffe am Alten Eisstadion sind nach Ansicht der Stadt der Notwendigkeit geschuldet, Ersatz für die weggefallene Anlegestelle am Donaumarkt zu schaffen. Seitens der Vertreter der Werftstraße wurde gefordert, den Schiffsverkehr zu minimieren. Außenlautsprechern und Warteschleifenfahrten im Bereich von Wohngebieten wurde eine Absage erteilt. Diese müssen künftig im Hafengebiet östlich der Nibelungenbrücke erfolgen. Auch das Anlegen in Dreierreihen ist unzulässig. Die Stadt betonte erneut: Es ist generell verboten, in dritter Reihe anzulegen. In diesem Jahr hat auch erstmals eine Regensburger Länderunde stattgefunden, an der Vertreter der Stadt Regensburg, der LSR Lagerhaus- und Schifffahrtsgesellschaft mbH Regensburg sowie zahlreiche in Regensburg vertretene Flusskreuzfahrtgesellschaften an einem Tisch saßen. Diese Runde, die zum Austausch und zur einvernehmlichen Problemlösung angestoßen worden war, soll künftig einmal im Jahr stattfinden.

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Kommentare (1)

  • jakob Tiefenthaler

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    Die Flusskreuzfahrt-Schiffe sind für Rengschburg Gold wert. Den besuchern aus dedr Ferne sollte man einen roten Teppich ausrollen bis zum Dom. Stattdessen wird den internationalen Gästen ein Müllcontainer vor die Nase gesetzt, wenn sie ihrer Luxusliner verlassen.

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