DIE PARTEI fordert: „Vorsitz des
Ausländerbeirates für Dr. Arthur Bechert“

Forderung: Die engültige Teilung Deutschlands. Wahlplakat der PARTEI.„Ideenreichtum, Mitmenschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Anstand, Maßlosigkeit und den Vorsitz des Ausländerbeirates für Dr. Arthur Bechert.“ Nein. Das sind nicht die Forderungen der CSU für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf. Es ist ein kleiner Auszug aus dem Wahlprogramm von DIE PARTEI, politischer Ableger des Satiremagazins Titanic. Zentrale Forderungen sind „die endgültige Teilung Deutschlands“ und „die Wiederherstellung der Grenzen von 1870“. Hohe Ziele, die sich die „erste dauerhaft erfolgreiche Einheitspartei in Deutschland“ gesetzt hat, die nun auch in Regensburg auf den Weg gebracht werden sollen. Dabei ist es erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis es einen Ortsverein der „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ gab. Immerhin ist Regensburg Gründungsort der Mutter aller Protestparteien: der Liste ALZ, die beim Wahlkampf 1990 über 4.000 Menschen auf den Haidplatz lockte und mit dem Slogan „Vergessen wir, was war“ zwei Kandidaten in den Stadtrat brachte. Ob es diesem Umstand geschuldet ist, dass die PARTEI-Gründung im Auerbräu stattfindet? Immerhin residiert dort Karl Heinz Mierswa aka Josef Alzheimer, 1990 Spitzenkandidat der Liste ALZ. An Chuzpe mangelt es allerdings auch den Initiatoren der Gründungsversammlung nicht. Europakandidat Manuel Fersch beschreibt sich selbst als „jung, dynamisch und machtgeil“. Den Bürgern verspricht er für ihre Wünsche „stets ein offenes Ohr“, für ihre Spenden „stets offene Taschen“. In der neuen Ortsgruppe – das kündigt er bereits jetzt an – wird er „stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeister, Rentnerinnen- und Rentnerbeauftragter sowie Religionsgründer/innen-Karikaturen-Beauftragter“ werden. Und wo alle Parteien sich Bildung als Motto auf die Fahnen schreiben, will auch die PARTEI nicht fehlen: „Ein erster Schritt wird die Neuausrichtung des künstlerischen Unterrichts sein. Alle Schülerinnen und Schüler werden bereits in der Grundschule die Fähigkeiten erwerben, um Karikaturen aller Religionsgründerinnen und -gründer, Göttinnen und Götter sowie Heiligen anzufertigen.“ Und das in Regensburg. Sauber! Gründungsversammlung am kommenden Samstag, 17 Uhr, im Auerbräu.

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Kommentare (19)

  • kardinal

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    Sauber! So wird mit unserer Demokratie Schindluder getrieben!

  • turmalin

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    Gott hat einen großen Tiergarten, das pflegte meine Großmutter immer zu sagen.

    Wenn all diejenigen, die sich tagtäglich solchen Blödsinn ausdenken und die, die glauben darüber berichten zu müssen, sich ernsthaft für unser Gemeinwesen einsetzen würden hätten wir das Paradies auf Erden.

    Kardinal – die Demokratie wird nur dort geschätzt, wo es sie nicht gibt. Bei uns glaubt man sie mit Füßen treten und durch den selbst gekotzten Kakao ziehen zu müssen.

  • mündiger bürger

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    Davon ausgehend, dass der Kommentar von kardinal verdeckten Spott auszudrücken versucht, folgende Anmerkung.
    Ich denke nicht, dass die Initiatoren die Demokratie mißbrauchen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Gründung der „Die Partei“ ist Ausdruck demokratischen Handelns mit dem Mittel der Satire. Ein verzweifelter Versuch die politischen Realitäten zu überzeichnen und dadurch die demokratiefeindlichen Kräfte und Dynamiken zu entlarven. Dabei kann mensch auch Spass haben, so scheinen es zumindest die Initiatoren dieser neuen Partei zu sehen.
    Dass die Überzeichnung über die moralische Schmerzgrenze von kardinal geht, liegt wohl weniger an der moralischen Verkommenheit der Parteifunktionäre als vielmehr an den politischen Realverhältnissen.

  • mündiger bürger

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    Jetzt hab ich grad versucht ein bischen Licht ins Dunkel zu bringen, um zumindest Verstehen zu ermöglichen … ein wichtiger Bestandteil einer Demokratie sind die Freiheitsrechte. Jeder kann und darf sich innerhalb des verfassungsrechtlichen Rahmens auch politisch betätigen und äußern. Pluralismus, also Meinungs- und Organisationsvielfalt stellt einen weiteren Pfeiler der Demokratie dar. Dabei wird davon ausgegangen, je vielfältiger und verschiedener die Meinungsbildung in einer Gesellschaft geschieht, desto eher bezieht sie die gesamte Gesellschaft mitein. Die zum Teil sehr emotionale und böse Kritik von turmalin und kardinal, stellt ist daher eine demokratiefeindliche Haltung oder Zeugnis mangelnder Demokratiebildung.
    P.S. Vor dem Hintergrund, dass eine der größten Wählergruppen in diesem Land die Nichtwähler geworden sind, stellt sich die Gründung der „Die Partei“ nochmals in einem anderen Licht da. So betrachtet ist die Parteigründung Ausdruck der Politikverdrossenheit.Wundern sollte solch eine Reaktion wirklich nicht mehr. Politiker und politische Parteien sind viel zu sehr Erfüllungsgehilfen „der Wirtschaft“ geworden, machen sich mehr Gedanken mit welchen Verführungen die nächste Wahl wieder gewonnen werden kann, als das wirkliche, dem Gemeinwohl dienende Politik das Thema ihrer Anstrengungen ist.

  • Mündige Bürgerin

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    Dr. Bechert for President! Es gibt weit und
    breit keinen besseren Adabei!

  • Horst

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    Da wagt es doch diese total bekloppte Partei auch noch in Regensburg Fuss zu fassen?
    Ich mein, wir haben doch Satire genug in unserer Stadt. Ob Bürgermeister, Stadtrat oder Ausländerbeirat und so.
    Kann man so etwas ernst nehmen? Oder versuchen hier nur ein paar Leute uns zu verwirren?
    Unter SED-Führung hätte es so etwas nicht gegeben!

  • Michel

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    Ausweisen sollte man die!

  • Robi

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    Warum befasst sich nicht mal jemand mit den wirklich wichtigen Dingen, die hier in dieser Stadt vorgehen ?
    Da wird allen Ernstes geplant, am Peterstor in der Baulücke ein überdimensionales ca. 7 Meter hohes Ratzinger-Monument für den angeblich wichtigsten Sohn dieser Stadt zu errichten und niemand regt sich darüber auf. Das ganze soll natürlich wieder mit Steuergeldern finanziert werden, ohne jede Beteiligung der Öffentlichkeit.
    Glücklicherweise kursieren in den Biergärten mittlerweilen Unterschriftslisten für ein Bürgerbegehren gegen dieses Vorhaben.
    Meine Meinung: Hier sollte von den Bürgern dieser Stadt den Despoten im Regensburger Rathaus mal kräftig auf die Füße gestiegen werden. Ich denke mit einer starken Partei im Rathaus ist so ein Vorhaben nicht machbar, daher sage ich hier öffentlich der Partei meine Unterstützung zu.
    Augefüllte Unterschriftenlisten gegen diesen Größenwahnsinn können übrigens im Rathaus abgegeben werden oder schreiben Sie gleich an OB Horst Scheidinger.
    Weitere Details zu diesem Vorhaben im Internet unter CSU/Regensburg

  • Bernhard Segerer

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    Verspäteter Aprilscherz? ;-)

  • Bislkartla

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    Da muss ich Dich wohl enttäuschen, ein verspäteter Aprilscherz ist das leider nicht. Beim Bauamt können mittlerweile die Pläne eingesehen werden. Meines Wissens ist das Ratzinger-Monument nicht so völlig überdimensioniert geplant, wie das Robi dargestellt hat, aber dennoch: Die weit überlebensgroße Statue soll in der Baulücke am Peterstor in der Mitte eines Brunnens, der beleuchtet und bewässert werden soll, platziert werden. Die Stadtoberen, allen voran OB Heinz Schaidinger erhoffen sich, dass viele Pilger und Gläubige (das Peterstor liegt ja verkehrsgünstig in der Nähe vom Bahnhof und am Eingang zur Altstadt) kleine Münzen in den Brunnen werfen, mit dem zum Einen ein Teil des Projektes refinanziert und zum Anderen die Kosten für die Reinigung der Anlage getragen werden können. Es ist u.a. geplant, die in goldbronze gehaltene Statue in regelmäßigen Abständen mit einer schonenden Flüssigkeit, z.B. Ziegenmilch, zu reinigen, um den Taubendreck zu entfernen und um dem Monument bei untergehender Sonne einen überirdischen Glanz zu verleihen.
    Ich halte das Projekt gerade in Zeiten der „Williamson“- Diskussion für sehr unsensibel und für eine Verschwendung von Steuergeldern . Ich habe meine Unterschrift schon für die Initierung eines Bürgerbegehrens „Nein zum Papst-Monument am Petersweg“ geleistet.
    Bleibt zu befürchten, dass das Thema vom Rathaus wieder mal unter den Tisch gekehrt wird, und nicht genügend Unterschriften zusammenkommen.
    Von dem her ist wohl auch wichtig, dass sich eine Partei wie „Die Partei“ der Sache annimmt.

    Solidarische Grüße

  • F-Berger

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    So ein Brunnen für den am 16.04.1927 in Marktl geborenen Sohn der Stadt Regensburg, Herrn Ratzinger, wäre doch schön. Eine Benediktbronze brächte viele Touristen und somit Geld in die Stadt.
    Nur, warum in die Baulücke. Ich persönlich fände den Domplatz viel geeigneter. Die Autos raus, den Brunnen hin und gut.
    Bei der Größe kann man sich an die „Don Juan“ Statue orientieren, kleiner sollte sie wirklich nicht werden.
    Ein weiterer geeigneter Platz dürfte der Neupfarrplatz sein. Die Herausforderung für den Künstler enorm. Das Karavan-Kunstwerk wäre dann als Bezugsgröße zu sehen, weil harmonieren müssten die Beiden DENKMÄLER schon?
    Ich freue mich jetzt schon auf die Findungskommission. Wenn Frau Betz in der Stadtbau Chefin ist, dann hat der Hans Schaidinger gleich die richtige Abwicklungsorganisation. Die Chancen das der Papst es noch erlebt sind allerdings nicht groß, wenn es der Herr Oberbürgermeister macht.

  • Bernhard Segerer

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    Ich kann es noch immer nicht fassen – WIESO? Was ist denn am Ratzinger ehrenswert? Seine Schwulenfeindlichkeit? Seine am Aufruf zum Totschlag grenzenden Kondom-Weisheiten? Seine Nachsichtigkeit gegenüber Holocaustleugnern? Und darüber hinaus: Was ist denn sein Verdienst bzgl. Regensburg? Religionsfreiheit gerne, aber für mich heisst das auch Freiheit VON Religion, bitteschön. Dieser reaktionären Schwachsinn verbreitende „Gottesmann“ verdient keine Ehrung und vor allem kein Denkmal!

  • F-Berger

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    Sie haben ja so Recht Herr Segerer. Wir sind alle fehlbar. Gerade deshalb sollten wir auch das Gute im Menschen sehen und seine Unzulänglichkeiten dulden.

    Vor allem das Eine vom Anderen zu unterscheiden, das macht den intelligenten Menschen des 21 Jhd. aus.

    Wir stehen doch mit der Evolution am Anfang.

    Herr Williamson wird hoffentlich bald das besagte Buch gelesen haben und dann konsequenterweise von seiner dümmlichen Einschätzung Abstand nehmen.

    Machen Sie es wie „Die Partei“, völlig ohne Kondom und Mundschutz:

    Zitat: Gott hat einen großen Tiergarten, das pflegte meine Großmutter immer zu sagen.
    Wenn all diejenigen, die sich tagtäglich solchen Blödsinn ausdenken und die, die glauben darüber berichten zu müssen, sich ernsthaft für unser Gemeinwesen einsetzen würden hätten wir das Paradies auf Erden.

  • Robi

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    Also meine Herren, bitte etwas Contenance (oder wie das heißt), wir sind doch alle zivilisierte Menschen und wollen eine an Fakten und Sachlichkeit orientierte Diskussion zu einem wichtigen Thema führen.

    Gestern war ein Freund von mir hier und hat einen völlig neuen Aspekt hierzu aufgeworfen:
    Warum geht man eigentlich nicht her und reißt den nun wirklich nicht mehr zeitgemäßen Zweckbau aus dem Mittelalter am Domplatz ab und baut da das neue Jahnstadion hin.
    Damit könnte man mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen:
    – Es würde eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze geschaffen zum Wohle der hiesigen Wirtschaft
    – Die europaweite Aufmerksamkeit für dieses Prestigeprojekt wäre sicher (vereinzelt geäußerte Bedenken von rückwärts gerichteten Kräften könnten wohl aufgrund des starken Rückhalts beim einfachen Bürger sehr schnell zerstreut werden)
    – Die Innendstadt würde komplett architektonisch aufgewertet werden
    – Am Sonntag am Domplatz würden sich nicht mehr wie bisher 2-300 Leute verlieren, sondern x-tausende
    – Der SSV-Jahn könnte sich vor Spielerangeboten und Sponsorenverträgen vermutlich nicht mehr retten und wäre endlich da, wo er hingehört, nämlich auf dem 11. oder 12. Platz in der zweiten oder dritten Liga
    – Das Ratzinger-Monument könnte dann direkt am Stadioneingang platziert werden, das hat zum Einen den Vorteil, die Fans könnten für den Sieg ein paar Münzen in den Brunnen werfen und zum Anderen: Es ist doch bekannt, dass die Spieler der Gegner des SSV Jahn überwiegend nicht katholisch sind. Man müsste die Manschaftsbusse der Gegner nur ganz langsam am Monument vorbeifahren lassen und sie wären schon von vornherein ein wenig eingeschüchtert…ein nicht zu unterschätzender psychologischer Vorteil für den SSV
    – Die Steine aus dem Abbruch des Gebäudes könnten dazu verwendet werden, das Hafenviertel räumlich vom Rest von Regensburg abzutrennen, was ja nicht eine Forderung ist, die erst seit gestern besteht.

    Liebe Freunde, wie wärs also mit einer BI „Pro Jahn-Stadion am Domplatz“ von mir aus auch verbunden mit der Forderung, das Vorhaben „Ratzinger-Monument“ vom Peterstor an den Domplatz zu verlegen ?
    Ich denke, der Mensch braucht Visionen und in Zeiten der Rezession auch Ideen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln

    P.S.: Und diese Diskussion, wo Herr Ratzinger jetzt genau geboren ist, können wir uns nun doch wirklich schenken, wen interessiert das schon ?

  • Neuregensburger

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    @ Robi

    ROFLOL !!

  • Bislkartla

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    Sehr geehrte Herren, Liebe Freunde,

    jetzt sehe ich mich doch noch mal genötigt, in die Diskussion einzugreifen, weil das hier allmählich eine Wendung nimmt, die mir nicht gefällt.
    Man sollte Leuten gegenüber sehr misstrauisch sein, die Heinz von Hans nicht unterscheiden können und lieber auf das vertrauen, was ihre Oma sagt, als auf ihren gesunden Menschenverstand. Meine Oma war auch eine liebe Frau, aber sie hat manchmal schon arg viel Müll dahergeredet und das obwohl es damals noch gar keine Hintner-Jugend gab.
    Kommunalpolitik bedeutet doch, das Ohr an den Bedürfnissen des kleinen Mannes zu haben.
    Als nächstes kommt hier wohl noch jemand auf die Idee, einen Heinz- Schaidinger- Änlichkeitswettbewerb auszuloben, das kann doch nicht die Wahrheit sein (oder doch ?).
    Man könnte wirklich meinen, dass die Leute aus dem Hafenviertel versuchen, hier unverhältnismäßig viel Einfluss auf die Kommunalpolitik zu gewinnen (geht doch rüber, wir haben euch nicht gerufen !)

    Innovative Ideen verdienen es doch unterstützt zu werden. Um den Vorschlag von Robi aufzugreifen, wäre es jetzt doch nur konsequent, dem Stadtrat eine Petition zu übergeben mit der Forderung, den Domplatz in SSV-Jahn-Platz umzubenennen. So könnte der Stadrat aufgrund der jahrelangen Verzögerungstaktik in dieser Frage sein Gesicht waren und der erste Schritt in die richtige Richtung wäre getan.
    Der Rest ist dann doch nur noch Pilepale und könnte in den Ausschüssen geklärt werden.

    P.S. Hat jemand eine Idee, wie man Rotweinflecken aus einem Kaktus rausbringt, mir ist da ein kleines Maleur passiert oder ist das hier eine reine Männerdomäne?

  • sylvester

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    Was heisst hier Kontenons, Neuregensburger?! Ich denk, es geht hier eher um Zivilkorasch! Man muss auch mal aufstehn, um stehen zu bleiben. Von wegen Pies und Harmonie!!! Das ganze Gesülze!
    Aber jetzt mein Staitment: Sind die Flecken noch frisch: Dann nimm Kliiinecks, ansonsten kannst du es auch mit einer Wachloschion versuchen. Nicht zu heiss, sonst kannst du den guten Wein nicht mehr gebrauchen! Den Kaktus schmeisst du dann am besten weg! (Abwrackpremie)
    Ich hoffe, ich habe hiermit einen schlagkräftigen Beitrag dazugesteuert, um unser Land wieder dahin zu bringen, wos mal war!
    Also, kiepts kuul

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