Protzenweiherbrücke: Kein Provisorium!

Für Mittwochmittag hat Oberbürgermeister Hans Schaidinger zur Pressekonferenz geladen. Es geht um die Protzenweiherbrücke. Wer allerdings auf raschen Ersatz für die zerstörte Brücke gehofft hat, wird enttäuscht sein. Ein Provisorium scheint – so viel ist bereits durchgesickert – vom Tisch zu sein. Der Bund und die Stadt Regensburg waren bereits über die Kostenteilung handelseinig geworden, ebenso war man sich über die Bauweise im Klaren. Mit 1,1 Millionen Euro war der Bau eines Provisoriums veranschlagt worden. 600.000 Euro sollte die Stadt Regensburg übernehmen. „Wir haben ein Ergebnis“, hatte der OB hoffnungsstiftend verkündet. Dieses Ergebnis scheint nun Makulatur zu sein. Offenbar ist der Stadt eine Übergangslösung zu teuer, solange kein Ersatz für die Steinerne Brücke vorhanden ist. Und die Überlegungen der Verwaltung, Busse über den Grieser Steg fahren zu lassen, wurden – für viele wenig überraschend – mittlerweile wieder verworfen. Die Stadtamhofer werden also auf den Neubau der Protzenweiherbrücke warten müssen. Fraglich ist zudem auch, ob sich in punkto Ersatztrasse bereits eine Lösung abzeichnet. Zwar steht das Thema kommende Woche auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Eine Entscheidung für Ost-, West- oder Bürgertrasse wird dabei allerdings nicht erwartet. Zur Diskussion stehen in jedem Fall die Untersuchungen der Verwaltung zur Riepl’sche Tunnellösung. SPD-Fraktionschef Norbert Hartl, als Mitglied der Koalition mit einem Informationsvorsprung gesegnet, hatte allerdings im Rahmen einer Veranstaltung des Bürgervereins Regensburg Nord schon anklingen lassen, dass ein Tunnel als nicht machbar erachtet wird. Wie es nun in der Stadtamhofer Brückenfrage weiter geht, dürfte Mittwochmittag bei der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz zu erfahren sein.

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