Regensburg Digital hilft

Stadion: Fragen Sie nicht, wer zahlt! Zahlen Sie selbst!

Es läuft eine Sponsoringkampagne, die sich gewaschen hat. Wir von regensburg-digital haben die Zeichen der Zeit erkannt und laufen ganz vorne mit. Wenn Sie ein Unternehmen haben oder reich sind: geben Sie dem SSV Jahn Geld!

Eine Lokalglosse von Martin Oswald

 

Morgen Martin OswaldDer SSV Jahn Regensburg sucht Sponsoren. Am besten viele. Mit viel Geld. Als verantwortungsbewusstes und konstruktives Medium helfen wir ihm dabei und wenden uns mit einem Spendenaufruf an Sie, liebe Leserinnen und Leser. Und weil wir ja unter uns sind, müssen wir uns auch gar nicht die Mühe machen PR in eine redaktionelle Hülle zu kleiden wie kürzlich die MZ. Wir wurden darum übrigens nicht gebeten, sondern schreiben aus freien Stücken. Aber weil eine Hand bekanntlich die andere wäscht, springt ja vielleicht eine Dauerkarte (VIP-Loge, versteht sich) dabei raus. Moderner Journalismus geht so. Muss man wissen.

Abstieg? Das sagen nur böswillige Neider!

Doch bevor es ans Eingemachte geht, nur kurz zur eigentlich vernachlässigbaren Sachlage: Die Stadt hat dem SSV Jahn (bzw. für den Profifußball an sich) für über 50 Millionen Euro ein prächtiges Stadion planen und bauen lassen. Fortlaufende Betriebskosten kommen noch oben drauf. Im Sommer 2015 soll endlich das Eröffnungsspiel stattfinden. Ein kleines Problem gibt es da aber: der Verein könnte – so sagen es zumindest böswillige Neider – in der Saison 2015/16 nicht mehr in der 3. Liga, sondern in der Regionalliga, also im Amateurbereich kicken. Freilich, die aktuelle Saison dauert noch einige Spieltage, doch ist der Jahn mit den bisher meisten Niederlagen und dem schlechtesten Torverhältnis nicht gerade in der aussichtsreichsten Position. Von Regionalliga wollen die Verantwortlichen natürlich nichts wissen. Zurecht, wie wir meinen!

Der Jahn steigt nicht ab! Basta!

Der Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende beim Jahn, Joachim Wolbergs, hat schließlich höchstpersönlich verfügt: „Zur Eröffnung der Continental-Arena im Juli 2015 spielt der Jahn in der 3. Liga!“ Basta. Kürzlich, bei der Verkündigung des Stadionnamens, meinte er sogar: „Sie werden alle sehen, dass wir in zwei Jahren in der 2. Bundesliga spielen.“ Amen. Gesunder Zweckoptimismus oder prophetische Kräfte des 70,24-Prozent-Messias? Egal, wir werden ja schließlich alle sehen, dass es so sein wird. Denn längst wird nicht mehr nur gehofft, der Nichtabstieg und Profifußball in alle Ewigkeit werden als alternativlos verordnet.

Was unter Hans Schaidinger richtig war, kann unter Joachim Wolbergs nicht falsch sein: Deshalb...

Was unter Hans Schaidinger richtig war, kann unter Joachim Wolbergs nicht falsch sein: Deshalb…

Was? Sie halten das alles für Durchhalteparolen? Denken Sie etwa Hellseherei sei keine rationale Basis für Finanzplanungen oder befürchten Sie sogar ein (noch größeres) finanzielles Debakel? Dann hassen Sie wohl den Fußball, nicht wahr? Sie könnten dem Jahn ruhig ein bisschen den Rücken stärken, anstatt immer nur grundlos zu schimpfen. Das Theater kostet schließlich auch viel Geld. Und Infrastrukturmaßnahmen wollen wir nun wirklich nicht gegeneinander ausspielen. Stecken Sie sich also Ihre lächerlichen Bedenken an den Hut!

Zeigen Sie ein Herz für die ganze Region!

Falls Sie jedoch ein vernünftiger Mensch sind, dann hören Sie gut zu. Damit das Defizit für die Stadt und Steuerzahler möglichst gering ausfällt und die Option des Amateurfußballs in der Profi-Arena sowieso ausscheidet (siehe oben), braucht es Sie. Ja, Sie! Lassen Sie sich nicht nur durch sportlichen Erfolg ködern, zeigen Sie ein Herz für die ganze Region, machen Sie Ihr Konto locker. Im (reinen) Fußballstadion geht es schließlich nur am Rande um Fußball.

...zahlen wir gemeinsam. Foto: Archiv/ Staudinger

…zahlen wir gemeinsam. Foto: Archiv

Treffen Sie Geschäftspartner zum netten Plausch in der VIP-Loge während der SSV Jahn die SG Sonnenhof Großaspach vermöbelt. Lassen Sie Sektkorken knallen, wenn Sie auf der Tribüne einen neuen Deal für das Wachstum unserer Region abschließen. Verlagern Sie Ihr langweiliges Familienleben in die Continental Arena und machen Sie es zum Familienerlebnis. Tun Sie etwas für Ihre Zukunft und geben Sie dem Jahn Regensburg Geld! Trödeln Sie nicht, mieten Sie sich noch heute Ihre Reklamebande oder VIP-Loge im neuen Stadion. Das ostbayerische Wahrzeichen in unserer wunderschönen Stadt wartet auf Sie und wird Ihnen ewig dankbar sein. Mindestens aber bis zur Saison 2015/16.

PS: Falls Ihnen zufällig das Unternehmen Red Bull gehört: wir können uns in Regensburg demnächst gerne auf eine Tasse Energydrink treffen… *zwinker

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Kommentare (23)

  • ade jahn

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    Der SSV Jahn Regensburg sucht Sponsoren. Am besten viele. Mit viel Geld.’

    Die gibts doch schon: REWAG-Kunden und Steuerzahler.

    Genügt das immer noch nicht? Dann dreh ich halt die Gasheizung im Sommer auch noch auf.

  • frage

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    der vortrag von herrn keller am samstag war nicht wirklich gut. das hatte tatsächlich so einen kleinen beigeschmack der jammerei. dahingehend gebe ich ihnen im artikel recht.

    allerdings haben sie einige fehler im bericht:

    das stadion kostet 27 mio €. wenn man das z.b. mit der theaterförderung, die 10 mio € pro jahr verschlingt vergleicht, dann ist das stadion eine gute investition. der rest des betrages sind infrastruktur-massnahmen. aber verstehe schon: hört sich nicht so reisserisch an wie 50 mio (wochenblatt niveau?). der unterhalt wird durch miete und namensrechte die nächsten jahre ziemlich ausgeglichen sein. der zuschuss hält sich also, im gegensatz zum theater oder anderen förderungen, in grenzen.

    damit kommen wir zum nächsten punkt: ich könnte mich nicht erinnern, dass am samstag zu spenden aufgerufen wurden. wobei spendenbitten nichts ungewöhnliches sind. habe ich für dieses online-medium auch schon gelesen. wenn hier knallharter journalismus gegen spenden geboten wird (wie versprochen), dann erwarte ich schon, dass dem auch so ist. somit ist ihre aussage, dass der jahn um spenden gebeten hätte, eine falschaussage, die dem eigenen anspruch des journalismus nicht gerechtfertigt wird (wochenblatt niveau reloaded?).

    es war am samstag definitiv ein sponsoring event. man möchte neues klientel ansprechen, dass für sein geld auch etwas bekommt. kam beim vortrag von herrn keller nicht zwingend rüber. allerdings war durchaus die möglichkeit gegeben, sich informationen über die erweiterte nutzung der arena zu holen. und das war mehr als interessant!

    ich werde mit meiner firma (aufgrund des eindrucks den herr keller hinterlassen hat) kein sponsoring beim jahn derzeit ins auge fassen, allerdings werde ich sehr wohl versuchen, verschiedene schulungen und präsentationen, die ich derzeit in meist trockenen hotel-konferenzräumen abhalten muss, in die arena zu verlagern. natürlich nicht an spieltagen. das flair des stadions ist allerdings ein sehr guter rahmen. von etlichen anderen habe ich mitbekommen, dass für sie ein sponsoring durchaus vorstellbar ist. die arena bietet möglichkeiten, die im alten stadion derzeit nicht gegeben sind.

    auch glaube ich an einen erweiterte zuschauer zuspruch. selbst wenn es mit dem jahn in die 4te liga gehen sollte, wäre das wirtschaftlich kein beinbruch. dort gibt es derzeit eine menge interessanter vereine, die durchaus den vergleich mit der derzeitigen 3ten liga nicht scheuen brauchen. die neugier wird die menschen ins stadion gehen lassen. auch ich als nicht-jahn-fan werde des öfteren vertreten sein. es gibt eine menge fussball interessierte in unserer stadt un dem umland. hält der autor dieses berichts nicht für möglich, die zahlen sprechen aber tatsächlich eine andere sprache. und diese sind tatsächlich relevanter als eine persönliche meinung.

    ob der jahn vertrauen in seine arbeit zurück erlangt, wird sich zeigen. dass das stadion eine fehlinvestition ist, glaube ich allerdings nicht. es wird sich amortisieren.

    das der autor des artikels sich darüber keine gedanken machen möchte, sondern nur seine persönliche meinung (die ihm selbstverständlich zusteht) kund tut um ein paar likes für sein ego zu erhalten (weil es hier genug leute gibt, die ihm aus unwissenheit recht geben), ist sein gutes recht.

    allerdings schmälern solche artikel, die nicht durchdacht, sondern nur auf klickfang aus sind, meine persönliche bereitschaft, beim nächsten spendenaufruf von regensburg digital meinen geldbeutel zu zücken. ähnlich wie es herr keller am samstag auch geschafft hat.

    daher ist der unterschied zwischen dem jahn und diesem medium nicht so gross wie man vielleicht meint. beide haben sehr viele lichte momente, wenn es aber darauf ankommt, wird allerdings gern mal mist gebaut.

    ich gebe aber niemals die hoffnung auf, dass sich auch alles bessern kann. qualität und ordentliches arbeiten (faktenbezogen) setzt sich auf dauer immer durch.

    hohn und spott zeichnet eher die verlierer aus.

  • Lothgaßler

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    Lieber Herr Oswald,
    eine Dauerkarte als “Gegenleistung” wäre keine Belohnung, sondern a Straf!

    Aber der Jahn hat großes Potenzial, denn nur wer absteigt, der kann auch wieder aufsteigen! (in Anlehnung an Herbert Wehner).
    Der SSV Jahn wird Meister, irgendwann und irgendwo, egal warum und wozu.
    Ehrlich und angemessen wäre es, wenn die Veranstalter des Wirtschaftsbetriebs Bundesliga für die Spielstätten und Arbeitsarenen ihrer Mitgliedsclubs selbst zahlen würden.
    Es kann keine 1. Bundesliga ohne 2. geben, keine 2. ohne 3. usw.
    Aber anstatt diesem Spielbetrieb seine überzogenen Gehälter selbst erwirtschaften zu lassen müssen wir alle über z.B. GEZ-Gebühren und übereifrige Lokalpolitiker Gelder in dieses System pumpen. Die Sponsoring-Gelder reichen für diese Luxus-Verschwendung leider nicht.
    Mich wunderts, dass sich überhaupt Sponsoren für den Unfug finden. Ich ess den H.-Senf nicht wegen des Sponsorings für den Jahn, sondern weil er mir schmeckt und von do kommt. Das B.-Bier trink ich trotz Sponsorings nicht, weil mir anderes besser schmeckt.
    Also Sponsoren aufgemerkt: Der Werbeträger SSV Jahn lohnt nicht, zumindest nicht bei mir!

  • Rechtsanwalt

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    @frage

    Ach so- es sind nur 27 Millionen für Stadion, der Rest ist für die Infrastruktur. Das ist natürlich ne Sauerei, so zu übertreiben; schließlich braucht man eine Stadion-Infrastruktur auch ganz ohne Stadion… #Ironie off

    btw: der einzige, der behauptet, dass behauptet wird, dass der Jahn zu Spenden aufgerufen hätte, sind Sie.

  • frage

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    @Lothgaßler

    “Also Sponsoren aufgemerkt: Der Werbeträger SSV Jahn lohnt nicht, zumindest nicht bei mir!”

    da sie wissen, dass h. und b. beim jahn werben, ist ihre aussage falsch. sie bringen die firmen mit dem jahn in verbindung. also hat das sponsoring funktioniert!

  • frage

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    @Rechtsanwalt

    erst lesen, dann schreiben:

    “Als verantwortungsbewusstes und konstruktives Medium helfen wir ihm dabei und wenden uns mit einem Spendenaufruf an Sie, liebe Leserinnen und Leser.”

    wird vom autor so assoziiert. aus sponsoring wird spendenaufruf. sollte wohl lustig gemeint sein…

    und ja, stadion braucht infrastruktur. aber diese wird nicht nur von den stadionbesuchern genutzt. daher sind die beträge zu trennen. wenn ihre frau sie fragt, was die eier gekostet haben, antworten sie auch nicht mit dem betrag für den kompletten einkauf.

  • Luchs

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    “Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!”
    Rudi Völler

    “Fußballverstand” als substantivische Zusammensetzung ist ein Oxymoron.

  • Lothgaßler

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    @frage:
    Wäre mir neu, dass die 0815-Sponsoren nur deshalb Geld geben, damit ihr Name wahrgenommen wird. Wäre mir als Senf- und Bier-Sponsor ehrlich gesagt zu wenig. Die Wahrnehmung sollte sich schon im Umsatz bemerkbar machen, sonst sponsore ich lieber was anderes. Sponsoring ist auch nur Werbung.
    Ich habe mir die Namen dieser Sponsoren auch gar nicht gemerkt, deren Namen fangen mit B. oder H. an, was solls!

    Beim Arena-Namens-Sponsor Conti ist das natürlich was anderes. Die wollen mit dem Jahn aber nix zu tun haben (noch drittklassig vs. Weltmarktplayer) und haben sich deshalb die Nutzung der Immobilie gesichert, das hat zumindest einen gewissen Gegenwert.

  • Irritierter

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    Der Sinn dieses Beitrages erschließt sich mir nicht. Der SSV Jahn hat am Wochenende mehrere Veranstaltungen zur Sponsorengewinnung abgehalten. Während dieser Veranstaltungen wurden die Möglichkeiten des neuen Stadions thematisiert und die anwesenden Vertreter der örtlichen Firmen aufgefordert, sich künftig (mehr) zu engagieren. Dies ist ein völlig legitimer und in der Branche üblicher Vorgang, der auch von anderen Fußballclubs gerne bestritten wird. Gerade in Regensburg macht dies zu diesem Zeitpunkt Sinn, da das neue Stadion neue Sponsoring-Möglichkeiten in erheblichem Ausmaß birgt. Dass dies einem zweitklassigen Journalisten, der es mit seiner bemühten Satire nicht mal in die Printausgaben der hiesigen Provinzblätter schafft, nicht bekannt ist, ist allerdings auch vollkommen klar. Der eigene Tellerrand ist hier dann leider doch nicht all zu weit entfernt und 20-30 Likes auf Facebook werten die eigene Vita doch erheblich auf.

  • frage

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    @Lothgaßler

    “Sponsoring ist auch nur Werbung.”

    eben nicht!!! warum blamieren sie sich hier so?

  • wuckl

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    Sponsoring ist steuerlich absetzbar; und auch wenn dem nicht so wäre:Letztendlich zahlt der Steuerzahler bzw. die Angestellten für diese subventienierte Anhäufung kulturellen Kapitals. Die Arbeitnehmer können nicht entscheiden für welchen Verein sich das sie beschäftigende Unternehmen selbstwerbend einsetzt.
    Das Geld wird, da steuerlich absetzbar, jedoch ohnehin für irgendeine Imagekampagne verbraten. So gesehen ist es ja vollkommen egal, ob jetzt der Jahn gesponsort wird oder der angepasste Kunstverein. Die Maßnahmen verfehlen ihr Ziel nie: Sie verleihen den Sponsoringopfern Glanz und auch etwas von der Autorität der Geldgeber fällt auf die gesponsorten Institutionen ab, im Gegenzug begeben sich die Anwärter schon im Vorneherein auf Linie. Die “Wirtschaft” macht auch gerne Werbung für sich selbst. Auch Städte vermarkten sich. So internalisiert eine ganze Gesellschaft die Funktionsweise des Erfolgs. Die “Wirtschaft” steht oben und macht sich die Welt, so wie es ihr gefällt. Danke für den Arbeitsplatz, danke für den Studienplatz, danke für die Kultur in unserer besonders tollen Region.

  • Veronika

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    Es gibt doch so erfolgsträchtige Unternehmen in der Oberpfalz. Davon schwärmt die Bezirksregierung, schwärmen die beiden RegionalTV-Sender „OTV“ (für den Norden, Werbemananager übrigens der Bezirkstagsvizepräsident und dritter Bürgermeister der erfolgsträchtigen Stadt Weiden/ Opf.!), und auch der katholische Bischof lobt Regensburg als bodenständig und erfolgsträchtig. Bischof V. war sogar vor einigen Monaten höchst persönlich bei der IHK geladen, schliesslich ist die Kath. Kirche der größte Arbeitgeber der Region. Also ein Kreuzl aufs Trikot und ganz oben aufs Stadion. Dann passt es schon! Amen!

  • Regensburger Bürger

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    Der Jahn steigt definitiv auf, Ihr Nullinger. Als Meister! Und zwar 2017/2018 von der Bayernliga Nord in die Regionalliga Bayern. Also hört auf, alles schlecht zu machen – die Millionen für die Wolbergs-Arena sind gut angelegt! Vierte Liga, wir kommen – oleeee-oleoleoleeee!!!

  • Lothgaßler

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    @frage
    Welche Blamage? Sponsoring gehört zum Marketing. Marketing hat den Zweck das Unternehmen oder seine Produkte in der Öffentlichkeit, bestenfalls bei potenziellen Kunden, zu präsentieren, d.h. diese bekannt zu machen und dafür zu werben. Die „gute Tat“ soll sich auszahlen. Sponsorengelder sind keine Spenden, es gilt das Prinzip: Leistung und Gegenleistung. Der Sponsor gibt Geld oder gewährt Dienstleistungen, und der Gesponsorte macht, was ins Marketingkonzept des Sponsors passt (fährt seine Autos, beklebt die Banden mit der Werbung, isst nur noch H-Senf).
    Sponsoren die keine Gegenleistung wollen, die treten öffentlich nicht in Erscheinung und nennen sich Spender bzw. Mäzen. Bier, Senf und Discount-Kette wollen aber ihren Firmennamen bzw. ihr Produkt möglichst groß und knallig präsentiert sehen. Das verspricht auch der Jahn in seinem Angebotsportfolio http://www.ssv-jahn.de/home/business/info/portfolio.
    Etwas schämen muss ich mich trotzdem. Das Bier ist ja kein „B“ sondern ein „HP“. Jetzt mache ich mir Sorgen: Welcher Jahn-Fan trinkt freiwillig ein „HP“, wenn er ein Knei kriegen kann? Da sieht man mal wieder, wie sinnfrei diese verkappte Werbung ist.

  • frage

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    zwar noch nicht ganz richtig, aber immerhin besser.

  • Regensburger Bürger

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    „allerdings haben sie einige fehler im bericht“ (frage, 21.10.14, 18:28 Uhr)

    Werter „frage“,
    die Fehler befinden sich nicht im Bericht von RD, sondern in Ihrem Kommentar:

    Erstens sollte man nicht immer die Förderung eines demnächst viertklassigen Bamperlvereins („Oleeee-ole-ole-oleeee…!“) mit der Förderung erstklassiger und facettenreicher Kultur vergleichen.

    Zweitens würde niemand verlangen, das Regensburg ein zweites Theater für mehrere dutzend Millionen Euro erbaut – wieso auch? Wir haben ja bereits eins – am Bismarckplatz. Dem Jahn hingegen wird ein nagelneues Stadion subventioniert, obwohl er bereits eines hat (das im Schnitt keine 2.000 Zuschauer erlebt – bei 15.000 Plätzen!).

    Drittens wird der Unterhalt nicht „ziemlich ausgeglichen“ sein, sondern einen vom Steuerzahler bezahlten Zuschuss von rund 1 Million Euro jährlich erfordern.

    Viertens können sich sehr viele Bürger partout nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass man rechtsradikalen Hooligans, deren Weg vom Bahnhof zum Stadion jedes zweite Wochenende – auch in Regensburg! – durch Polizeihundertschaften geschützt werden muss, auch noch großzügige Geschenke macht.

    Und fünftens kann man in Essen und auch anderswo wunderbar verfolgen, was passiert, wenn ein finanziell inkompetenter Stadtrat einem unwichtigen, viertklassigen Kickerclub eine überflüssige Luxus-Arena spendiert, um seinen Wählern ein Geschenk zu machen: Den Schaden bezahlt der Bürger. Oder besser die Bürger, die zwar kein Stadion wollen, aber indirket dafür Steuern blechen.

    Zur Erinnerung: Lediglich die ÖDP hat gegen den Stadionbau gestimmt. Meine Stimme hat sie bereits dafür bekommen.

  • Mr. T

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    Kapiert’s doch endlich mal: Hier geht’s nicht um ein Geschenk für den Jahn, sondern es geht darum, dass man endlich die Filetgrundstücke im inneren Westen frei bekommt. Entweder der Jahn kriegt ein neues Stadion und macht den Platz frei oder er spielt weiter im alten stadion und blockiert teuren Grund und Boden.

  • Dubh

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    frage: „da sie wissen, dass h. und b. beim jahn werben, ist ihre aussage falsch. sie bringen die firmen mit dem jahn in verbindung. also hat das sponsoring funktioniert!“

    Na, dann hat das bei mir jetzt auch funktioniert, ich kaufe ab jetzt definitiv keinen H-Senf mehr!

    So funktioniert Marketing, Sponsoring, PR bei mir – und nicht nur bei mir – übrigens immer, ich merke mir das, was mir garantiert nie mehr ins Haus kommt……………………

  • frage

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    @dubh

    klar! sicher! ganz bestimmt! :D :D :D

  • Dubh

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    @ frage

    Aber ganz sicher, wo soll das Problem sein?
    Das ist zudem erheblich einfacher, als keine Nestlé Produkte zu kaufen, was ich seit 1978 nicht mehr mache.

  • frage

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    @dubh

    bitte seien sie mir nicht böse, aber was sie machen oder nicht machen wird die weltwirtschaft weder beeindrucken noch verändern. und selbst wenn sie es schaffen 10 oder 20 mitstreiter zu finden, macht das keinen unterschied. sie bestrafen doch sich selbst damit, wenn sie den h-senf bisher konsumiert haben (offensichtlich hat er ihnen geschmeckt, sonst hätten sie ihn ja nicht gekauft). und sie bestrafen sich, weil h den jahn sponsort??? ich lass mir boykott eingehen, wenn es um schlechte arbeitsbedingungen oder hygienemängel geht, aber weil jemand irgendwo wirbt???

    ganz ehrlich, das kann man nicht mehr ernst nehmen. und sie beweisen es ja auch nicht. sie stellen anonym eine behauptung auf. möglicherweise wollen sie h nur schlecht machen, geniessen ihn aber dennoch heimlich unter der bettdecke. was zählt es, wenn ich im internet was schreibe? gar nix!

    viel erfolg beim stillen protest! develey zur weisswurst soll ja auch gut schmecken. nicht so gut wie h sagen einige, aber man kann sich ja auch viel einbilden.

    nachdem sie ja so konsequent sind: der jahn hat übrigens eine homepage. die steht irgendwo im internet (keine ahnung was das sein soll…). aber nachdem sie so in die luft gehen, würde ich an ihrer stelle dieses internet vorsichtshalber meiden. von wegen protest und so. wäre konsequent. dann können sie in 36 jahren auf eine tafel malen: ich boykotiere das internet seit 2014 – wegen jahn und h! die leute werden begeistert sein und sich ihnen anschliessen!

  • Regensburger Bürger

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    @ Mr.T: „Kapiert’s doch endlich mal: Hier geht’s nicht um ein Geschenk für den Jahn, sondern es geht darum, dass man endlich die Filetgrundstücke im inneren Westen frei bekommt.“

    Ja, äh, und…?! Die These sollten Sie schon etwas genauer erläutern, damit die Chance besteht, dass sie jemand kapiert. Wer genau profitiert denn? Bitte Namen nennen! Und warum? Bisher klingt’s wie eine finstere Verschwörungstheorie vom Unlogiker… mit coolen Hau-Drauf-Wörtern ohne rechten Zusammenhang.

  • altstadtkid

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    Der Jahn hat ja jetzt eine Kapitalerhöhung erhalten, von einem, ungenannten, generösen
    Spender.
    Ob das alles allerdings uneigennützig war, werden die nächsten Wochen klären.
    Wintermäntel herrichten…..es wird kalt

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