Vortrag zur AfD Bayern

Strammrechte Opportunisten

Die bayerische AfD gehört zum extrem rechten Flügel der Partei, sagt der Journalist Robert Andreasch. Bei der Verschiebung des Koordinatensystems nach Rechtsaußen leistet auch die CSU Schützenhilfe.

Robert Andreasch (links neben Stefan Dietl von der verdi-Jugend Oberpfalz) im Linken Zentrum. Foto: as

Robert Andreasch (links neben Stefan Dietl von der verdi-Jugend Oberpfalz) im Linken Zentrum. Foto: as

Früher liefen ihre Mitglieder bei der verfassungsfeindlichen Kleinstpartei „Bund freier Bürger“ mit, aber auch bei den Freien Wählern. Erst jubelten sie dem als liberal geltenden Bernd Lucke zu, nach der Spaltung der Partei und Luckes Austritt dem extrem rechten Björn Höcke. Und nicht nur der Landesvorsitzende Petr Bystrom versteht es, Aussage so mehrdeutig zu treffen, das für jeden was dabei sein könnte – für Robert Andreasch ist die bayerische AfD eine von Opportunismus geprägte Partei, in der es mittlerweile immer weniger Berührungsängste mit offenen Neonazis gibt.

„Bananen-Nolte“, Rechtsextreme und Forderungen nach Abstammungsnachweis

Wenige Tage vor dem Programmparteitag der AfD am Wochenende in Stuttgart nimmt der Münchner Fachjournalist im Regensburger „Linken Zentrum“ den bayerischen Landesverband unter die Lupe. Andreaschs Vortrag ist der letzte einer dreiteiligen Reihe zur AfD, die von einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, den Sozialen Initiativen und verschiedener linker Gruppierungen getragen wurde. Ein Fazit, das Andreasch vor den knapp 90 Zuhörerinnen und Zuhörern trifft: In der ohnehin radikal rechten AfD gehört die Bayern AfD seit der Spaltung der Partei zum extrem rechten Flügel.

Einst umstrittene Personen seien mittlerweile akzeptiert, sagt Andreasch. Martin Sichert etwa, den der frühere Parteichef Bernd Lucke noch wegen rechtsextremer Äußerungen aus der AfD ausschließen wollte, ist unumstrittener Vorsitzender des Kreisverbands Nürnberg. Der einstige Landesvorsitzende des rechtsextremen „Bund freier Bürger“ Wilfried Biedermann sitzt im oberbayerischen Bezirksvorstand.

Ebenfalls im Bezirksverband Oberbayern sitzt der ob eines rassistischen Ausfalls gegen einen schwarzen Studenten als „Bananen-Nolte“ bekannt gewordene Benjamin Nolte im Vorstand, Mitglied der Rechtsaußen-Burschenschaft Danubia. Thomas Fügner, Mitglied im Landesvorstand schließlich, plädierte in einem Antrag zum Bundesparteitag der AfD dafür, dass nur deutsch sei, wer auf dem Gebiet des Deutschen Reiches geboren sei und lückenlose Abstammungsnachweise bis 1914 nachweisen könne.

Auf Du und Du: Der rechtsextreme "Bund deutscher Patrioten" bei einer AfD-Veranstaltung in München. Foto: Houmer Hdtz

Auf Du und Du mit der AfD: der rechtsextreme „Bund deutscher Patrioten“ bei einer AfD-Veranstaltung in München. Foto: Houmer Hdtz

Die als das freundliche Gesicht des Bundesvorstands geltende Frauke Petry wird Andreasch zufolge nur selten zu Veranstaltungen nach Bayern eingeladen. Es dominieren Alexander Gauland, Beatrix von Storch und Björn Höcke.

AfD Oberpfalz ist stramm völkisch

Zahlreiche bayerische Mandatsträger gehören zu den Unterzeichnern der von Höcke initiierten „Erfurter Erklärung“, mit der die AfD im März 2015 auf einen völkischen Kurs in Richtung Pegida einschwenkte. Aus dem Bezirk Oberpfalz haben unter anderem die beiden aktuellen Vorsitzenden Claudia Marino und Christian Paulwitz unterschrieben, ebenso der stellvertretende Bezirks- und Regensburger Kreisvorsitzende Christoph Schikora und sein Stellvertreter Thomas Braun.

Standardthemen der bayerischen AfD seien Hetze gegen Geflüchtete und der Kampf gegen die sogenannte Islamisierung, so Andreasch. Besonders gezeigt habe sich das bei der „Herbstoffensive 2015“, in deren Zuge die Partei ein eigenes Marschformat im Stil von Pegida etabliert habe, das gezielt rassistisch angelegt gewesen sei. In Städten wie Passau und Simbach sei das ein „erfolgreiches Projekt“ der Bayern-AfD gewesen, mit dem sie „eine ziemliche Breite des rassistischen Teils der Bevölkerung“ erreicht habe – von Familien bis hin zu offenen Neonazis.

AfDler, NPDler und Neonazis marschieren gemeinsam

Mit zahlreichen Fotos belegt Andreasch: Bei Aufmärschen der bayerischen AfD laufen regelmäßig Aktivisten der vom Verfassungsschutz beobachteten „Identitären Bewegung“ mit ihren Fahnen mit. Auch prominente Mitglieder von NPD und der neonazistischen Partei „Der III. Weg“ sind mit von der Partie. Bei der AfD gebe es zwar bislang noch einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit Parteien wie der NPD. Bei öffentlichen Auftritten könne man diese behauptete Distanzierung aber nicht beobachten. „Da gibt es ein sich überschneidendes Personenpotential.“

9. Januar 2016: Vadim Derksen (Kapuzenpullover) beim Aufmarsch der "Identitären Bewegung" in Freilassung, eingerähmt von einem "Junge Freiheit-Autor und einem Aktivisten der zwischenzeitlich verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Freies Netz Süd"(li.). Foto: Robert Andreasch

9. Januar 2016: Vadim Derksen (Kapuzenpullover) beim Aufmarsch der „Identitären Bewegung“ in Freilassung, eingerähmt von einem „Junge Freiheit-Autor und einem Aktivisten der zwischenzeitlich verbotenen Neonazi-Kameradschaft „Freies Netz Süd“(li.). Foto: Robert Andreasch

Das gilt im Übrigen auch umgekehrt: AfDler wie der stellvertretende Regensburg-Vorsitzende Vadim Derksen, Fabio Sicker (AfD Deggendorf) und der schon erwähnte Benjamin Nolte marschierten beispielsweise im Januar bei der Identitären Bewegung in Freilassing mit.

Die CSU hilft fleißig mit

Verschiedenen Umfragen zufolge käme die AfD in Bayern derzeit auf Ergebnisse zwischen acht und 16 Prozent. „Solche Umfragen haben auch Auswirkungen auf die CSU“, so Andreasch. Die werbe mittlerweile mit Slogans wie „Schärfstes Asylrecht aller Zeiten“ oder „Zustrom begrenzen“. Mit dem „Konservativen Aufbruch“ hat sich innerhalb der CSU eine Pressure Group entwickelt, die der AfD nur wenig nachsteht. Generalsekretär Andreas Scheuer baute mit der fiktiven Zahl von 60 Millionen Flüchtlingen, die an den Grenzen stünden, ein Drohszenario auf, das der AfD in die Hände spiele. Einerseits könne sie sich als harmlos inszenieren, da ja auch etablierte Parteien AfD-Forderungen übernehmen würden, andererseits als konsequent, da diese etablierten Parteien nichts unternähmen, um diese Forderungen durchzusetzen, so Andreasch.

Völlig unabhängig von Wahlergebnissen spiele dies der extremen Rechten im Allgemeinen und der AfD im Speziellen zunehmend in die Hände: „Das Koordinatensystem und der öffentliche Diskurs wird immer weiter nach rechts verschoben.“

Stramm opportunistisch

Wie sehr sich die AfD nun auch offen zu ihrem Rechtsextremismus bekennt, wird der Parteitag am Wochenende zeigen. Aus Niederbayern liegt ein Programmentwurf vor, in dem neben einem Moschee-Verbot unter anderem auch ein Ende der Inklusionsbemühungen zugunsten von Behinderten gefordert wird, ebenso eine Abkehr vom Atomausstieg, eine Lockerung des Waffenrechts, schärfere Sanktionen für Empfänger von Sozialleistungen, die Streichung von Gleichstellungsbeauftragten und entsprechender Gleichstellungsgesetze und dergleichen mehr. Auch vor einer „Kernschmelze des deutschen Staatsvolkes“ wird gewarnt.

Befragt zu dem strammrechten Entwurf aus Niederbayern fuhr der Landesvorsitzende Petr Bystron mehrgleisig. Gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ distanzierte er sich von dem Entwurf, nur um sich wenig später in einer Presseerklärung von der Distanzierung zu distanzieren und schließlich gegenüber dem NPD-nahen Magazin „Bayern-Depesche“ gar keine Stellung mehr zu beziehen. Stramm opportunistisch eben.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (44)

  • Grips

    |

    Ich finde diese Art der Auseindersetzung mit der AfD nicht tiefgehend genug. Ich halte die AfDler für die enttäuschten Kinder der CDU/CSU: Da ist ihnen immer wieder erzählt worden, dass sie stolz darauf sein können, Deutsche zu sein. Da haben sie es geschluckt, dass sie oft die vergleichsweise armen Schweine dieser Gesellschaft sind ( lt. Wahlanalyse BaWü und Rhldpf. waren 30 % der AfD-Wähler Arbeitslose, 30 % Arbeitnehmer, 15 % Rentner). Und irgendwann haben sie gemerkt, dass es den staatstragenden Parteien im Grund wurscht ist, dass sie Deutsche sind. Was tatsächlich zählt, ist eine Kosten-Nutzen-Rechnung, der alle Menschen unterworfen werden: Wieweit tragen wir dazu bei, dass der Staat mächtig ist und die Wirtschaft stark, oder eben nicht ? Der Rest ist nationalistische Propaganda-Show. Da die AfD-Wähler gemerkt haben, dass sie verarscht worden sind, aber nicht sonderlich menschlichfreundlich sind, wollen sie jetzt ernst mit dem Nationalismus ernst machen. Ihr Problem ist , dass sie eher mehr als weniger emotionale Krüppel sind, die die anderen Menschen nicht in erster Linie als Menschen ansehen, mit denen man möglichst gut zusammenlebt, sondern die Menschen insbesondere in die Kategorien Deutsche-Ausländer trennen. Und da ist es für die relativ armen oder abstiegsgefährdeten Schweine dieser Republik eine Provokation, dass sie nun nochmal massiv verschärft mit den Flüchtlingen um Wohnungen konkurrrieren müssen , und dass um jeden Preis arbeiten wollende Flüchtlinge bessere Chancen haben werden als Deutsche , die es wagen, Ansprüche zu stellen…Und die Wähler-Verluste der SPD: So getan, als ob sie nicht ganz so asozial sind wie die anderen, und die Reichen sind auch unter ihnen reicher und die Armen ärmer geworden , siehe z.B. Hartz-IV-Gesetze . Ich wüsste auch nicht, warum ich ewig ein sog. kleineres Übel namens SPD wählen sollte.

  • anita f.

    |

    Die Veranstaltungen in der Reihe „Die Alternative für Deutschland – eine extrem rechte Partei?“ mit den Journalisten Sebastian Friedrich („Der Aufstieg“ – Die AfD von der Gründungsphase bis zum Parteitag im Juli 2015) und Andreas Kemper („Vom Regen in die Traufe“ – Die Radikalisierung der AfD) haben wir aufgenommen und sind auf unserer Homepage zu finden:

    https://anitaf.net/2016/02/26/mitschnitt-des-vortrages-von-sebastian-friedrich/
    https://anitaf.net/2016/04/22/mitschnitt-des-vortrages-von-andreas-kemper/

  • Jacques Bressot

    |

    In Bezug auf die aktuellen Krawalle der Linksautonomen gegen die AfD:
    Wenn man sich so die Linken anschaut bekomme ich den Eindruck das die für ihr Land noch nie was geleistet haben und nur mitläufer von irgendwelchen anheizern sind. Komisches Demokratie Verständnis haben die alle nicht in der Schule aufgepasst ? wie man sieht ist es eine bestimmte Altersgruppe wo die Verdummung der Regierung gefruchtet hat, wie leicht diese Generation steuerbar ist lässt sich hier gut erkennen, genau solche Linken die 1 und 1 nicht zusammen zählen können oder einfachste politische abläufe nicht verstehen solche Leute braucht diese Regierung um weiter zu machen.

  • MiReg

    |

    @Bressot:

    Was Sie schreiben ist Käse. Und zu Ihrer Frage „haben die alle nicht in der Schule aufgepasst ?“: Hätten Sie dort auch nur einige wenige Male aufgepasst, dann wäre Ihr Posting nicht solch eine grammatikalische und rechtschriftliche Katastrophe geworden.

  • Mathilde Vietze

    |

    Die linksautonomen Krawallbrüder spielen genau der AfD und
    sonstigen Schwachköpfen in die Hände. Linksradikale sind nicht
    besser als Rechtsradikale, auch wenn sie eine andere Maske
    tragen. Wer echt linke Politik will, engagiert sich für gesellschaftliche
    Veränderungen. Aber echtes politisches Engagement ist nicht die
    Sache dieser „Damen“ und „Herren“, denn da müßte man ja sein
    Hirnkastl anstrengen.

  • Mr. T

    |

    Das Gestammel von Bressot möchte ich gar nicht kommentieren, aber Frau Vietze möchte ich entgegenen, dass das vielleicht in ihrer Jungend so gewesen ist als RAF & Co mit ihrem linken Terrror noch gemordet haben. Heutzutage ist jedoch die Qualität von linkem und rechtem Terror recht unterschiedlich. Bei den einen fliegen Steine und es brennen Autos, bei den anderen fallen Schüsse und es brennen Flüchtlingsunterkünfte. Ich will die Aktionen bescheuerter Autonomer nicht relativieren, aber es ist dumm, immer auch gleich auf den linken Terror zu verweisen, wenn man vom rechten Terror spricht. Dass es auch linken Terror gibt, macht den rechten nicht besser.

  • hutzelwutzel

    |

    @Mathilde Vietze:

    „Die linksautonomen Krawallbrüder spielen genau der AfD und
    sonstigen Schwachköpfen in die Hände. Linksradikale sind nicht
    besser als Rechtsradikale, auch wenn sie eine andere Maske
    tragen. “
    —————
    GENAU RICHTIG! VIELEN DANK! EXTREM IST ÜBERHAUPT KEINE LÖSUNG!

    @Grips:
    „Ich halte die AfDler für die enttäuschten Kinder der CDU/CSU:“
    ———–
    Grds. Zustimmung, doch hatte man sich etwas Anderes erwartet, nämlich genau das, was hier die CSU in Bayern schon immer propagierte: RechteRand-Politik. Nicht um hier keine rechte Partei aufkommen zu lassen, sondern dem Rest der Welt zu verschweigen, dass nach dem Zweiten Weltkrieg gerade in Bayern anlandete und sogar noch hochgelobt wurde, was anderswo – T’schuldigung, aber es muß jetzt mal so deutlich sein – an die Wand gestellt worden, mindestens aber für über 30 Jahre in Einzelquartier verbracht worden wäre.
    Woher kommt denn die politsche Bildung der CSU? Ich sehe seit Jahrzehnten niemanden mit Grips, der hier entsprechend gebildet etwas zu Melden gehabt hätte. Da galt immer nur der „Stammtisch“ mit dumpfbackigen Parolen vergangener Tage. Damit konnte man punkten.

  • joey

    |

    Mathilde Vietze hat da schon recht.
    Ich möchte konkretisieren: Gewalt kann keine Politik sein. Gewalt ist einfach nur Gewalt – egal mit welcher Waffe oder Technik.
    Die AfD kann nicht mit Krawall, nicht mit Blockaden oder auch nur mit Totschweigen bekämpft werden – all das hat man ja schon versucht.

    Die AfD bearbeitet die Themen, die von den anderen Parteien liegen gelassen werden. Damit ist die Lösung auch schon genannt.

  • Heinz

    |

    Natürlich braucht es „(links)extreme Gewalt“. Schliesslich kann man das bestehende, demokratische System, nicht durch parteiliche Reformen ändern. Man muss es zerstören und neu aufbauen.

  • semmeldieb

    |

    @Heinz … nein!

    Linke Gewalt und rechte Gewalt sind für mich ein und dasselbe.

    Die antifa ist keinen Deut besser als rechtsradikale Brandstifter.

    Andere Überschrift, andere Kostüme, andere Sprüche – aber das Ergebnis ist identisch:

    Blut, Brand, Zerstörung, Schaden, Hass.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Heinz: War Ihr Beitrag Real-Satire?

  • Tobias

    |

    @Semmeldieb:
    Korrekt, aber ist dieses (verklärende) Anti-AfD-Treffen respektive Vortrag nicht u.a. von den linksradikalen „anita f.“ (Anagram für Antifa) geleitet und massiv auf Facebook und auch hier in der rechten Spalte auf Regensburg-Digital beworben worden? Kann man also davon ausgehen, dass der ganze Artikel auf einem Vortrag basiert, dem man selber keinerlei politische Neutralität zuschreiben kann?

    Sie trauen sich was!

  • Tobias

    |

    @Mathilde Vietze
    Nein, es war die Wahrheit. Erinnern Sie sich noch an den Beitrag um die Jungen Falken oder wie der Verein hieß, bei dem eine Regensburger Anti-NPD-Veranstaltung von Linken Randalierern (der angeblich „bildungsnahen Schichten?“) blockiert und von der Polizei mit Gewalt aufgelöst werden musste? Dort hieß es doch in den Kommentaren auch, dass die Polizei falsch läge, weil Gewalt Gegen Rechts „gute“ Gewalt ist und die 750 EUR Strafe unverständlich sei, da „gegen Rechts“ alles erlaubt sei.

    Hier haben wir mal wieder eine weitere Frucht von dem, was passiert, wenn man zwar nicht zu knapp die „Rechten“ und die AfD basht und diffamiert (u.a. mit ähnlichen Bezeichnungen, die man den Rechten zulasten legt, etwa fehlender Trennung Einzelner; Alle sind „Rassisten“, „dumm“ etc. was nachgewiesener weiße falsch ist) , gleichzeitig aber die antifa.F hofiert, welche Restaurantbesitzer bedrohen, sie dürften keine AfD-Veranstaltung als Location bieten, „sonst…!“.

    Die Gewalt kommt auch beim Parteitag mal wieder von Links; die Gegen“demonstranten“ während des gerade stattfindenden Parteitages kamen nicht nur mit Transparenten sondern mit Eisenstangen und anderen Schlagwerkzeugen.

    Heinz ist ein Beispiel, was passiert, wenn man auf dem Linken Auge blind ist.

  • semmeldieb

    |

    @Tobias – ich erwarte weder von rd politische Neutralität, noch von dem Vortrag. Wäre ja auch irgendwie komisch.

    Mir ging’s da ausschließlich um Heinzens Statement, es bräuchte selbstverständlich Gewalt, es müsse das demokratische System zerstört werden etc.

    Vor sowas grusel ich mich.

    Das ist die Denke, wegen der es u.a. jetzt im Lande brennt.

  • Rentnerin

    |

    Ich kann mich noch gut erinnern, wie die „Grünen“ und die „Linke“ angegriffen wurden, als diese neu in der Parteienwelt auftauchten.

    Jetzt ist es still um sie geworden und sie werden in allen Medien akzeptiert.

    Nun haben wir die „AfD“, die erfolgreich in diesen Parteiengesellschaften mitmischt, die auch noch von der Gesellschaft angenommen wird.

    Manchmal fühle ich mich wie in einem Theater der den Kampf um Pöstchen der Politiker/innen als amüsanter Zuschauer betrachtet.

    Lassen wir doch allen ihren Platz, egal in welcher Partei.

  • Mathilde Vietze

    |

    Wenn sich jemand ein linkes Mäntelchen um-
    hängt und dann Gewalttaten begeht, schadet
    er erstens der Sache der seriösen Linken und
    muß zweitens ohne wenn und aber aus dem
    Verkehr gezogen werden.

  • semmeldieb

    |

    frau vietze, da stimme ich ihnen mal zu und ergänze noch, dass diese straftäter nicht nur der eigenen sache schaden, sondern der ultrarechten fraktion auch noch sehr damit nützen.

    „seriöse linke“ ist dann aber so ein begriff, über den könnten wir wieder trefflich streiten^^

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Semmeldieb“ Nun „trefflich streiten“ müssen wir
    nicht; ein guter Gedankenaustausch (bei Respektierung
    der jeweils anderen Meinung) brngt auch „Schwung in
    die Sache“ und ist zielführender. Warum sollten wir uns
    denn beharken, wenn wir nur etwas klären wollen?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Weiter Michael: Nein, es ist kein „guter Witz“. Gerade ich,
    die ich seit 47 Jahren Mitglied der SPD bin, habe mit den sog.
    Linken, für die ich jahrelang den Kopf hingehalten habe, (ich
    nenne sie „Party-Sozialisten“ oder „Salon-Linke“) die übelsten
    Erfahrungen gemacht. Deshalb bin ich zwar nicht konserva-
    tiver geworden, wohl aber kritischer. Seröse Zeitgenossen, egal,
    ob links, liberal oder wertkonservativ sind – leider – überall rar,
    aber es gibt sie. Und die m u ß man hervorheben gegen die-
    jenigen, die sich bloß ein gewisses Mäntelchen umhängen.

  • tom

    |

    Sehr, sehr bemerkenswert, dass es der Kommentar von „Heinz“ durch die Vorkontrolle des Seitenbetreibers gebracht hat. Nicht zuletzt könnte man bei dem Kommentar auch über eine strafrechtliche Relevanz diskutieren.

  • joey

    |

    @Mathilde Vietze
    was ist denn heute konservativ? Was muß denn konserviert werden… sind das nicht die sozialen und ökologischen Errungenschaften? Demnach wäre die SPD eine konservative Partei.

  • semmeldieb

    |

    @ tom: das ist doch eher eine meinungsäusserung von Heinz.

    er hat ja nicht gesagt, dass er was zerstört hat, sondern dass „man es tun muss“ und dass es gewalt braucht.

    ist halt nur einfach unheimlich, wenn jemand sagt, gewalt müsse sein und man muss die demokratie zerstören. so jemand wird das dann vielleicht auch umsetzen, wenn es soweit ist. bis dahin ist das denken daran ja nicht strafbar – nur ekelhaft für einige (mich).

    wenigstens will er dann danach was aufbauen. das ist ja schonmal gut.

    der meinung kann er ja sein.

    viele grüne sind auch der meinung, dass frühsexualisierung gut ist, auch wenn das (noch) strafbar ist. ist halt nur eine meinung

    obwohl…ist inzwischen garnicht mehr strafbar unter bestimmten umständen, glaube ich.

  • joey

    |

    @tom und semmeldieb

    Ich lobe die Liberalität dieses Forums hier. Mir ist ein ehrlicher Aufruf zum linksfaschismus lieber als ein verschwurbeltes Zeug. Da weiß man wenigstens, was man hat.
    Wir können uns Liberalität und Ehrlichkeit leisten. Denn die Faschisten links und rechts werden politisch nur ausgelacht, einzig ein paar Auto- und Gebäudebesitzer, dunkelhäutige Menschen und die Polizei haben die Verbrecher praktisch auszubaden. Ist immer im Einzelfall schlimm, aber noch kein größeren Phänomen.

    Eine Heinz Revolution wird nicht stattfinden. Wenn er mal zur Feldherrnhalle oder auf das Winterpalais marschieren würde, würde er lediglich von Touristen fotografiert – begeistert ob seiner nostalgisch roten Fahne oder einem perfekten Mao Anzug.

  • Mathilde Vietze

    |

    Was ist „Wert-Konservativ?“
    Nach meiner Auffassung: Das Gute und
    Bewährte der Vergangenheit belassen
    und dem Neuen positiv gegenüberstehen.
    Nach meinen leidvollen Erfahrungen ist
    mir ein Wertkonservativer lieber, als einer,
    der bei den Linken links redet und bei den
    Rechten rechts. Und solche habe ich in all
    den Jahrzehnten zu aller Genüge erlebt.

  • semmeldieb

    |

    Joey, die Bilder von den strassenschlachten, Attentaten und Brandstiftungen sprechen eine deutliche sprache. Das Phänomen ist bereits ziemlich groß.

  • menschenskind

    |

    „Das Gute und Bewährte der Vergangenheit belassen und dem Neuen positiv gegenüberstehen.“

    Sagt sich leicht so dahin.

    Aber, wer legt denn fest, was gut und bewährt sein soll?

    Etwa die CSU-Staatsregierung, oder die Trachtler- und Schützenvereine, die bayerischen Geldeliten oder die Medien des Freistaates, oder die katholische Kirche? Oder gar der Bürger?

    Wie oft haben wir uns in den letzten Jahren und Jahrzehnten von Altem und Bewährten trennen müssen?

    1989, zum Beispiel, erschien Wilhelm Volkerts Buch über Ludwig Thoma und keiner konnte mehr sagen, dass Bayerns Vorzeigeliterat und Lieblingsschriftsteller unbelastet ist. Es ging sogar soweit, dass der Altbewährte (Thoma) aus den bayerischen Schulbüchern rausflog.

    Oder Karl Valentin. Allzu lange ‚der‘ altbewährte bayerische Meisterkomiker – bis zu dem Zeitpunkt in den 1990ern, als man aus den Medien erfuhr, dass er im Dritten Reich Juden denunziert hatte, dass er der Autor widerlicher, anbiedernder Briefe an Hitler gewesen war… (noch findet man ihn in Schulbüchern – wie lange noch?).

    Oder der altbewährte Volkssänger Weißheitinger Ferdinand, dessen Lied von der Linie acht zum altgedienten Kulturgut eines jeden Münchners der mitreden wollte, gehörte. Irgendwann erschien David Clay Larges Buch über Hitlers München und aus war’s mit dem altbewährten Ruhm des Weiß Ferdl, einfach so, schnipp, schnapp.

    Oder der Schorsch Blädel, den wir in unserer Jugend in der TV-Serie Königlich Bayerisches Amtsgericht als schneidigen Herrn Wachtmeister bewunderten. Oder der so lustig-einfältig erscheinende Beppo Brem. Oder die einschlägigen bayerischen Generäle der Gebirgsjäger, bei weitem nicht nur der stolze Konrad Krafft von Dellmensingen.

    Alles einst altbewährte bayerische Volkshelden, mit anderen Worten, altbewährtes bayerisches Kulturgut, auf das Millionen von Bayern lange Jahre sehr stolz waren.

    Und heute?

    Heute wissen wir, dass sie bei der SS, bei den Einsatzgruppen, bei der NSDAP waren, oder dass sie an Massakern, oder deren Vorbereitung, aktiv beteiligt waren, dass sie dem Antisemitismus bedingungslos huldigten.

    Oder die katholische Kirche. Einst vermeintlich altbewährter Hort der Ethik, der Sitte, der Moral und der Tugend. Heute weltweit in der Kritik, wegen unethischen Verhaltens, wegen Sittenlosigkeit, wegen Unmoral und wegen Lasterhaftigkeit, zudem noch wegen Verlogenheit und Heuchelei.

    Erkenntnisse der modernen Geschichtswissenschaft, bzw. die moderne Informationsgesellschaft, sie haben „Altbewährtes“ in Nullkommanix zu Schandgut gemacht, das uns mit Scham erfüllt.

    Haben dafür gesorgt, dass alte Helden entsorgt wurden, dass Straßen, die nach ihnen benannt waren, umbenannt wurden, dass nur noch Tölpel an ihrem einstigen Glanz festhalten. — Haben für Kirchenaustritte in ungeahnter Höhe gesorgt und für einen Vertrauensverlust in die Institution Kirche, die Ihresgleichen sucht.

    Fazit:
    Was nützt uns das kritiklose Aufbewahren (oder Konservieren) von sogenanntem Altbewährten, wenn es doch allzu rasch seinen Wert verlieren kann?

    Besser doch gerade vermeintlich Altbewährtes stets in Frage stellen, nicht ruhen lassen, ständig auf seinen aktuellen Wert hin überprüfen.

    Dann brauchen wir uns auch mal nicht vor unseren Enkeln zu schämen („Was, so eine Sch…e habt Ihr mal verehrt, für gut befunden? – Nicht zu glauben!“)

  • joey

    |

    @semmeldieb
    (linke) Strassenschlachten gibt’s doch schon lange. Hat das jemals was verändert? Da werden auch rechte Schläger nichts erreichen – außer die bürgerliche Mitte abzuschrecken.

  • hutzelwutzel

    |

    @menschenskind:

    „Besser doch gerade vermeintlich Altbewährtes stets in Frage stellen, nicht ruhen lassen, ständig auf seinen aktuellen Wert hin überprüfen.

    Dann brauchen wir uns auch mal nicht vor unseren Enkeln zu schämen („Was, so eine Sch…e habt Ihr mal verehrt, für gut befunden? – Nicht zu glauben!“)“
    ___________________
    Richtig! Danke!

    Dann sehe ich jetzt aber parteiübergreifend nur noch „Fragezeichen“ im Maximilianeum sitzen. „Fragezeichen“ die mit dem „Obernotenschlüssel“ seit Jahrzehnten nur dafür sorgen, dass die, welche ihnen gefährlich werden könnten „integrieren“, sich dafür – parteiübergreifend – den Segen der beiden Großkirchen holen, und ansonsten nur mittels Druck und Schikane ein offenes Aufkeimen rechter Strömungen verhindern.
    _________-
    Man hätte aber überzeugen und nicht Druck ausüben müssen. Nehmen Sie diesen Druck mal weg, der über „Freunderl-Unternehmen“ und deren Arbeitsplätze Bayern so gut dastehen läßt weg, dann hat man ein „strammrechtes Bayern“, mehr als dies die AfD je schaffen könnte.

  • hutzelwutzel

    |

    und …. Der Landesverfassungsschutz darf nicht wie er will, weil er nicht unabhängig ist/ sein darf, sondern landespolitisch gelenkt wurde und wird. Schade!

  • menschenskind

    |

    Nicht immer, glücklicherweise – nicht immer, entdecken moderne Geschichtsforscher beim Durchstöbern von Akten, Dokumenten und persönlichen Hinterlassenschaften von Persönlichkeiten der Zeitgeschichte ausschließlich Schändliches an/in unserer vaterländischen, bayerischen („heimischen“) Geschichte.

    Manche neuen Historiker kommen darauf, dass wir Bayern durchaus auch Menschen vorzuweisen haben, die besondere Einsicht, Mut, Zivilcourage sowie andere Tugenden hervorzubringen in der Lage waren.

    Es sind dies jedoch stets Individuen gewesen, die nicht dem Zwang zur Unterordnung unter die Mehrheitsmeinung, bzw. zur Anpassung an allgemein vorherrschende Trends verfallen waren, sondern es waren ganz bewusste Individualisten oder Außenseiter.
    Leute, die aneckten, die anders dachten und fühlten und auch bereit waren in Kauf zu nehmen, dass die Mehrheit sie aussonderte oder bloßstellte oder sogar verfolgte.

    Dieses Beispiel eines Wehrmachtsdeserteurs aus Ostbayern möchte ich als Beispiel anführen. Man lese und staune, was auch im Dritten Reich alles möglich war, wenn ein Mensch nur den Mut hatte, anders zu sein.
    http://www.hagalil.com/2011/05/wehrmachtsdeserteur/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kellnberger

    Ich frage mich, warum nicht nach diesem Ausnahmebayern schon längst Straßen oder Plätze benannt worden sind, warum noch niemand auf die Idee kam diesem Peter Kellnberger ein Denkmal zu errichten. Seine Heimatgemeinden Plattling bzw. Deggendorf, sind mental noch zu sehr nazi, oder, mit anderen Worten, noch zu sehr völkisch-patriotisch-csulerisch, als dass sie ein Denkmal für einen Deserteur der Wehrmacht in Erwägung ziehen würden.
    Aber eine größere Stadt, wie Passau, Landshut oder Regensburg, würde sich doch durchaus schmücken mit einem Standbild für einen Mann wie Kellnberger.

    Oder was meinen meine geschätzten, Reg.dig lesenden Oberpfälzer (und niederbayerischen) Landsleute?

  • Mr. T

    |

    Jeder Deserteur der Wehrmacht hätte eher ein Denkmal verdient wie die ganzen Soldaten, denen viele Denkmäler gewidmet wurden. Ein paar mehr Deserteure, ein paar mehr Geschwister Scholl, ein paar mehr Georg Elser hätten zur rechten Zeit schon etwas bewirken können. Es waren leider zu wenig Widerstandskämpfer, um die schweigende Masse mizureissen.

  • menschenskind

    |

    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie bitte beim Thema.

  • menschenskind

    |

    Mit
    „Die bayerische AfD gehört zum extrem rechten Flügel der Partei, sagt der Journalist Robert Andreasch…“
    …beginnt obiger Artikel.

    Warum ist denn gerade bei uns in Bayern dieser Revisionismus, diese rechte Sichtweise, diese Fremdenfeindlichkeit so ausgeprägt vorhanden?

    Weil die Landesregierung in den von ihr verantworteten Geschichtsbüchern mit Angaben zu Highlights und Schwachstellen der heimischen Geschichte äußerst selektiv umgeht und weil Bürger sich ganz offensichtlich mit allem anderen lieber als mit ihrer eigenen Identität als Bayern (wozu auch das Wissen um die eigene Geschichte gehört) auseinandersetzen.

    Mr. T, beispielsweise, nennt oben Georg Elser und die Geschwister Scholl als Marksteine des Widerstands gegen den NS in Bayern. Auch viele andere Bayern reklamieren diese drei Lichtfiguren deutscher Geschichte für sich.

    Berechtigt?

    Tatsächlich gab Bayern lediglich den höchst passiven Hintergrund für die, uns heute Bewunderung abringenden, Taten der Geschwister Scholl und des Einzelakteurs Georg Elser ab.
    Sowohl Elser, als auch die Scholls waren Württemberger und nicht Bayern.

    Auch der Rest der Weißen Rose, der Münchner Widerstandorganisation, weist zu wenig echte Bayern auf: die Scholls stammten aus Ulm, Alexander Schmorell war Russland-Deutscher, Willi Graf Rheinländer, Kurt Huber gar Schweizer.

    Bayer war lediglich: Christoph Probst. (wenigstens einer, ein Alibi-Bayer!)

    Wüssten die bayerischen AfDler darüber und über andere Fakten der heimischen Geschichte besser Bescheid, würden sie bei weitem leiser treten.

  • Unsere Klick-Top Ten 2016 – Teil I » Regensburg Digital

    |

    […] den anstehenden Bundestagswahlkampf dürften vom Regensburger Ableger der AfD, dessen Funktionäre zu einem Gutteil dem völkischen Flügel zuzurechnen sind und der auch Kontakte zur Identitären Bewegung unterhält, weitere Aktionen zu erwarten […]

  • Marie

    |

    Viel Blabla. Die Wahrheit ist, die AfD wird (leider) stärker, so lange der Staat Frauen nicht schützen kann (oder will) und ewig weiter von (falscher) Toleranz palavert. Es ist eindeutig, welcher Kulturkreis diese Verbrechen begeht.

    Menschenskind hat eh einen an der Waffel.

  • Stefan Aigner

    |

    @Marie

    Was Sie behaupten, ist Quatsch. Im letzten Jahr gab es mehrere Sexualdelikte in Regensburg, bei denen der Schwerpunkt nicht auf dem von Ihnen angesprochenen „Kulturkreis“ lag.

  • Mr. T

    |

    Also rein statistisch gesehen ist eine Frau in einem Heim mit jungen, männlichen, nordafrikanischen Zuflucht Suchenden wesentlich sicherer als daheim in den eigenen vier Wänden. Bei weit über 90% aller Gewalttaten findet sich der Täter im direkten familiären Umfeld.

  • R. G.

    |

    @Mr.T.
    schrieb:
    „Also rein statistisch gesehen ist eine Frau in einem Heim mit jungen, männlichen, nordafrikanischen Zuflucht Suchenden wesentlich sicherer als daheim in den eigenen vier Wänden. Bei weit über 90% aller Gewalttaten findet sich der Täter im direkten familiären Umfeld.“

    Knapp daneben ist auch vorbei.

    Richtig ist, dass in Deutschland lebende Frauen statistisch gesehen wesentlich häufiger in ihrem DAHEIM Gewalt erfahren können oder werden, als auf der Straße oder in öffentlichen Gebäuden.

    Daraus ergibt sich, logisch gedacht, dass Frauen, wenn sie in einem Flüchtlingsquartier DAHEIM sind – unsere Deutungen der Statistik ungeschaut auf Fremde umgelegt – wahrscheinlich auch dort dort wesentlich häufiger Gewalt erfahren können oder werden, als in öffentlichen Gebäuden oder auf der Straße.

    Die Zahl der Übergriffe könnte deshalb noch westlich höher liegen, weil das „Umfeld“ der „Familie“ in einem Asylquartier einige hundert Menschen ausmachen kann.

    Königin Silvia von Schweden bemüht sich, dem dringenden Wunsch von ohne Mann geflüchteten Asylwerberinnen, getrennt von Männern untergebracht zu werden, Gehör zu verschaffen.

    Betroffene Frauen berichten von massiven und wiederholten Übergriffen bereits während der Flucht, und retraumatisierenden neuen Gewalterfahrungen in den Lagern hier, vor allem beim Gang zur Toilette oder zur Dusche.

    Das gilt aber für Wohnungen, Häuser, Asylager und Erstunterbringungen, besetzt mit Menschen jedweder Nation.

  • Anna

    |

    Dieses verharmlosende Getue welcher Kulturkreis mehr oder weniger schuldig ist , geht ziemlich am Problem vorbei. Den Opfern wird man damit jedenfalls nicht gerecht.

  • Mr. T

    |

    OK, R.G., das hab ich wohl zu sehr heruntergebrochen. Für diejenigen, die nicht mal Statistiken brauchen, um sie so zu beugen, dass es fast wie eine Bedrohung des Abendlands ausschaut.

  • R.G,

    |

    @Mr.T.
    ätzt zurück:
    “ die nicht mal Statistiken brauchen, um sie so zu beugen, dass es fast wie eine Bedrohung des Abendlands ausschaut.“

    Das erste Gespräch nach langer Vernachlässigung einer Beziehung wird erwartbar mit Verzweiflung, Vorwürfen, Wut und geäußerten Ängsten beginnen.
    Will man einander aber noch nicht verlieren, tut man gut daran, sich mit Geduld für einen längeren und von beiden Seiten wortreichen Dialog auszurüsten.

    Ich sehe in Deutschland und Österreich die Bereitschaft zu ausführlichen öffentlichen/politischen Debattten, in denen man einfachen Bürgern, Politikern oder Prominenten die Entwicklung, Veränderung und Wandlung ihrer Meinung vor anderen Mitrednern und innerhalb Diskussionen zustünde, ohne sie deswegen zu „shitstormen“, kaum mehr gegeben.

    Jeder wird möglichst nach drei Worten klassifiziert, als Feind, Rassist, Opportunist, Idiot oder Geisteskranker, oder als „wie ich, wie wir“, eingestuft. Alles was nicht wie man selbst ist, scheint Achtung nicht mehr wert und wird mit Schmähung bedacht.

    So erlebte ich die Einengung die Sprache der Menschen schon mal, damals als wir nach x-fachen Durchsuchungen an den Grenzen Mit Sonderbewilligung hinter dem Eisernen Vorhang privaten Urlaub machten, beim Onkel Funktionär oder bei Tante Oberste Parteisoldatin. In den Sphären war sich entwickelndes Denken, ja Sprechen überhaupt, wie verboten.
    Man machte sich schön, und bewunderte die Schönheit des Gegenübers. Das war der ganze Kontakt.
    Öffentliche Äußerungen und seine Urteile über öffentlich Relevantes waren auf Parolen reduziert.

    Diese Art des Umgangs trennt die Menschen recht zuverlässig.

Kommentare sind deaktiviert