Archiv für 30. Oktober 2014

Nazi-Aktivist macht auf freier Journalist

Infos sammeln für die Hetze

Er ist ein vorbestrafter Schläger und „Stützpunktleiter Ostbayern“ für die Neonazi-Partei „Der III. Weg“. Neuerdings gibt Walter Strohmeier sich aber als freier Journalist aus, um bei Behörden Informationen über Flüchtlingsunterkünfte abzugreifen. Auf Internetseiten, von denen sich ein Zusammenhang mit dem 27jährigen herstellen lässt, werden bereits seit geraumer Zeit Hetze und Halbwahrheiten verbreitet, um Vorurteile und Ängste zu schüren.

Von Stefan Aigner und Dike Attenbrunner

Walter Strohmeierbei einem Aufmarsch des "Freie Netz Süd" in Regensburg. Foto: Archiv/ Witzgall

Walter Strohmeierbei einem Aufmarsch des „Freie Netz Süd“ in Regensburg. Foto: Archiv/ Witzgall

Es sei eine recht seltsame Anfrage gewesen, sagt uns ein Sprecher der Stadt Regensburg. Ein „freier Journalist“ habe wissen wollen, wo genau in Regensburg wie viele Flüchtlinge untergebracht seien. Da die E-Mail weder Adresse noch Telefonnummer, dafür aber „einige orthographische Fehler“ enthalten habe, habe man rückgefragt, für welche Redaktion der Herr denn das wissen wolle. „Da kam dann keine Antwort mehr.“

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Kunstausstellung im Thon-Dittmer-Palais

Das Brot der Armen

1.000 Brote, gebacken von Migrantenfamilien und Flüchtlingen: Die spanisch-finnische Künstlerin Susana Nevado bereichert Regensburg derzeit mit einer besonderen Ausstellung, die Armut und Migration zum Thema hat.