Pfarrer schreibt offenen Brief

Gegenwind für „das Volk!!!“

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Das Familienzentrum Königswiesen spricht sich für den Bau der Flüchtlingsunterkunft beim Jugendzentrum aus. Pfarrer Horst Wagner schreibt den Organisatoren einer Unterschriftensammlung gegen das Heim einen offenen Brief. Auf deren Facebook-Profilen finden sich zahlreiche Beiträge verschwörungstheoretischer Seiten und Posts rechtsextremer Parteien.

„Unsere Gruppe ist eine Gemeinschaft die NICHT den Rechtsextremismus fördern will.“ Titelbild der Facebook-Gruppe "Wir sind das Volk!!!".

„Unsere Gruppe ist eine Gemeinschaft die NICHT den Rechtsextremismus fördern will.“ Titelbild der Facebook-Gruppe „Wir sind das Volk!!!“.

„’Rassismus enthält vergiftende Inhaltsstoffe wie menschenfeindliche Einstellung und soziale Verantwortungslosigkeit. Gegen Abhängigkeit und Gebrauch hilft der Einsatz des Denkvermögens.‘ Mehr Nachdenklichkeit wünscht Ihnen Pfarrer Josef Wagner.“

So schließt das Schreiben des katholischen Pfarrers in Königswiesen an Anne Michelle Schott und Christian Kumbach (hier als PDF). Die beiden sind die federführenden Organisatoren einer Unterschriftensammlung, die mit falschen Informationen Stimmung gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft beim Jugendzentrum Königswiesen macht.

Wie berichtet, wird auf einem Flugblatt unter anderem behauptet, das JUZ werde wegen des Baus geschlossen. Tatsächlich wird das Gebäude, in dem vornehmlich Familien untergebracht werden sollen, etwa zwei Drittel des angrenzenden Bolzplatzes einnehmen. Bis zu einem Neubau des Jugendzentrums, über den wieder Freiflächen hinzugewonnen werden sollen und den Wolbergs etwa für 2018 in Aussicht gestellt hat, soll es Ersatz auf dem Gelände des ESV 1927 geben.

War einer der Wortführer bei der letzten Diskussionsveranstaltung im Jugendzentrum: Christian Kumbach. Foto: Archiv/ as

War einer der Wortführer bei der letzten Diskussionsveranstaltung im Jugendzentrum: Christian Kumbach (weißes T-Shirt). Foto: Archiv/ as

Dass es Schott, Kumbach und ihren Unterstützern tatsächlich um die Jugendlichen, den Bolzplatz oder einen ernsthaften Austausch von Argumenten geht, bezweifelt Pfarrer Wagner angesichts dieser offensiv verbreiteten Lügen:

„Seien Sie doch wenigstens so ehrlich und geben Sie zu, dass Sie gegen Flüchtlinge Stimmung machen wollen und die Ängste mancher Bürgerinnen und Bürger dazu benutzen! Ich habe Ihre Namen bisher im Zusammenhang mit sozialem Einsatz für andere Menschen noch nicht gehört oder gelesen. Nein, Sie ’sind nicht das Volk‘, Sie sind keine Patrioten (sonst würden Sie sich für eine Heimat für alle Menschen einsetzen), Sie vertreten auch nicht die Meinung einer Mehrheit der Menschen hier in Königswiesen!“

Front National, FPÖ und Verschwörungstheorien

Das von einem unabhängigen Verein organisierte Familienzentrum Königswiesen schließt sich Wagners Brief in vollem Umfang an und hat ihn auf seiner Homepage veröffentlicht. In einer flankierenden Stellungnahme heißt es:

„Wir sind für den Bau der Gemeinschaftsunterkunft, weil wir als Familienzentrum offen sind für alle Familien, gleich welcher Herkunft, Religion und Nationalität. Wir sind eine Einrichtung für soziales Miteinander, für Hilfe zur Selbsthilfe und ein Kontaktpunkt für Menschen unterschiedlichster Herkunft.“

Front National, FPÖ und Neonazi-Huldigungen (abgebildet: Edward Norton als amerikanischer Neonazi in dem Film "American History X").

Front National, FPÖ und Neonazi-Huldigungen (abgebildet: Edward Norton als amerikanischer Neonazi in dem Film „American History X“).

Auch mit den aktuellen deutschen Grenzen scheint Kumbach ein Problem zu haben...

Auch mit den aktuellen deutschen Grenzen scheint Kumbach ein Problem zu haben…

„Wir sind keine Anhänger von irgendwelchen Parteien und Gruppierungen“, hat die 19jährige Schott gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung erklärt. Verfolgt man allerdings die von Schott, Kumbach und ihrem gemeinsamen Freund Rustam Martin betriebene Facebook-Seite „Wir sind das Volk!!!“, von der aus die Aktionen gegen die Unterkunft organisiert werden, und stöbert etwas auf deren Facebook-Accounts sieht das rasch etwas anders aus.

Vor allem Kumbach (29), der auch bei der letzten Diskussionsveranstaltung im Jugendzentrum das Wort führte, ist ein regelrechter Fan von vielem, was sich gegen Flüchtlinge und alles „Nicht-Deutsche“ richtet.

Beiträge der österreichischen rechtspopulistischen FPÖ, der Republikaner, einer „Nationalen Front für das demokratische Deutschland“ oder des Front National wechseln sich auf seinem öffentlichen Facebook-Profil ab mit Hetzbeiträgen der rechtsextremen Plattform „Anonymous Kollektiv Deutschland“ oder Youtube-Videos verschiedener Verschwörungstheoretiker.

Auch mit den aktuellen deutschen Grenzen scheint Kumbach ein Problem zu haben. „Wer Schlesien, Ostpreußen und Pommern verrät, verrät auch Deutschland!“, heißt es in einem seiner Posts. Von „Volksverrätern“ ist in einem anderem die Rede.

Dummheit, Absicht oder beides?

„Unsere Gruppe ist eine Gemeinschaft die NICHT den Rechtsextremismus fördern will“, heißt es in der Gruppenbeschreibung von „Wir sind das Volk!!!“. Vor dem Hintergrund, dass einige – allem voran Kumbach – aber genau das tun, stellt sich nur die Frage: Dummheit, Absicht oder beides?

Rühriges Administratoren-Trio: Kumbach, Schott, Martin. Screenshot vom 15.02.16

Rühriges Administratoren-Trio: Kumbach, Schott, Martin. Screenshot vom 14.02.16

UPDATE am 17.02.16: Kurz nach unserer Berichterstattung sind zunächst Kumbach, wenig später Schott aus der „Wir sind das Volk!!!“-Gruppe ausgetreten. Kumbach hat (fast) alle angesprochenen Postings aus seinem öffentlichen Profil entfernt. Einziger Administrator der Gruppe ist jetzt Rustam Martin. Er schreibt dort am 16. Februar:

„Also Leute bin jetzt der einzige der hier als Administrator zu Verfügung steht und ich sage diese hetze presse ein Kampf an!!!!!Wollt ihr versuchen mich fertig zu machen dann nehme ich diesen Kampf an!!!!Und glaubt mir!!! es ist mir egal was MZ schreibt oder unsere die alle beste Regensburger digital die keiner ……. liest!!!!Ich habe keine Angst und ich gebe ned nach weil gewisse Menschen es wollen!!!!Ich stehe zu denn was ich gesagt hab und ich finde es ned in Ordnung das ein fussball Platz weichen muss der seit jahren zu Park dazu gehört damit unser OB darauf bauen kann!!!!Und ich sage es nochmal damit ich ned wieder als hetzer da stehe man kann wo anders bauen aber ned auf denn fussball Platz! !!“ 

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Kommentare (36)

  • Robert

    |

    Wow ich bin beeindruckt ;-)

    Ein selbsternannter Frauen- und Mädchenbeschützer, der vom Teutschen Volk träumt und schwafelt! Bei so viel schwanzfixierter, frauenverachtender (Mutter, Schwester und Freundin ink.) Macho-Eitelkeit gepaart mit völkisch-rassistisch grundierter Hetze gegen Flüchtlinge, wer mag und kann es mit so Einem überhaupt aushalten? Er glaubt vermutlich an einen aufrechten Patriotismus, was bei Lichte besehen selbstermächtigte dumme Absicht ist.

  • Mr. T

    |

    Irgendwie haben diese (a)sozialen Netzwerke auch was gutes: diese Knallhörner können ihre stramm rechte Gesinnung hinter ihren biederen Fassaden nicht so recht verstecken. Zumindest nicht, wenn sie dafür nicht hell genug sind – wobei sie dann wohl auch nicht so eine gesinnung hätten …

  • Oida

    |

    „Unsere Gruppe ist eine Gemeinschaft die NICHT den Rechtsextremismus fördern will“

    Zeigt sich mal wieder: zwischen wollen und machen befinden sich auch hier Welten. Sie WOLLEN den Rechtsextremismus nicht fördern – machens aber trotzdem!

  • Lothgaßler

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    Langsam komm ich nicht mehr mit! Sind das nun zugleich die Vertreter der „Russlanddeutschen“, oder sind das wieder andere? Werden die Jungen hier nur von Altnationalen vorgeschickt, oder sind sie tatsächlich die „führenden“ Köpfe?
    Das mit Facebook ist doch super, denn Arbeitgeber und Staatsanwalt schauen sich das womöglich auch an.

  • joey

    |

    So ein Wegweiser nach Pommern ist ein Ausdruck von Blödheit bzw Hetzverhalten.

    Kein Mensch (der rechnen kann) will das Zeug zurück, auch nicht diejenigen, die dort einmal ihre Heimat hatten. Diese Diskussion ist schon vor Jahrzehnten abgeschlossen worden. Die letzten Überlebenden (die wirklich einen persönlichen Schaden tragen mußten) sind auch hier hochbetagt.
    Gerechtigkeit gibt es für Zeitzeugen (Opfer wie Täter) der NS Zeit und des Stalinismus aus Altersgründen nicht mehr.

    Ja, Erinnerung muß sein. Für Erinnerung könnte eine Tafel da stehen, aber kein Wegweiser in Verbindung mit „Verrat“.

  • bernd

    |

    Der Satz
    > Bis zu einem Neubau des Jugendzentrums, den OB Joachim Wolbergs,
    > über den wieder Freiflächen hinzugewonnen werden sollen und den
    > Wolbergs etwa für 2018 in Aussicht gestellt hat, soll es Ersatz auf dem
    > Gelände des ESV 1927 geben.
    ist entweder kaputt oder zu umständlich formuliert.

  • Stefan Aigner

    |

    @bernd

    Der Satz war völlig kaputt. Jetzt ist er korrigiert. Danke.

  • Rustam

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    Ich weiss ned was sie dabei ereichen wollen mit eure presse hetze gegen uns!!!!Ich kann Ihnen versprechen Herr Aigner das ich diese Sache bis zum Schluss durchziehen werde!!!Egal was Sie behauptet oder schreiben freilich kann man an jeden Satz oder Wort hängen bleiben und das tuhen sie auch!!!!Es gibt Mehrheit draussen die genau so denken wie wir und der gleiche Meinung sind.Mfg Herr Martin

  • Mathilde Vietze

    |

    Ein ganz großes Lob an Herrn Stadtpfarrer Wagner von der
    Gemeinde St. Paul für seine mutigen Worte und die ausge-
    zeichnete Formulierung seines Schreibens an die „Volks-
    Brüder“.

  • Stefan Aigner

    |

    @Rustam

    Was auch immer Ihre Meinung ist, was auch immer Sie denken oder was auch immer Sie „bis zum Schluss durchziehen“ wollen, Herr Martin. So ganz klar ist mir das bislang weder bei Ihnen noch bei Herrn Kumbach geworden. Weder im Gespräch mit mir, noch in Ihren Texten haben Sie irgendein valides Argument gebracht. Sie haben während der Veranstaltung im JUZ ganz persönlich zumindest fragwürdige Behauptungen (von wegen Kind „nicht mehr hierher schicken“) von sich gegeben. Sie verantworten ein Flugblatt mit, auf dem die Unwahrheit steht und mit dem Unterschriften gesammelt wurden. Sie gehen auf kein einziges Gegenargument ein, sondern wiederholen das immergleiche, auch wenn es nachweislich falsch ist. Jetzt regen Sie sich auf, dass hier ein Text veröffentlicht wurde, in dem über Tatsachen – öffentlich einsehbare Facebook-Posts (Ja, ich hab schon mitbekommen, dass jetzt eifrig gelöscht wurde.) – berichtet wird. Das ist dann „Hetze“…Ja was denn nun: Stehen Sie, Herr Kumbach und Frau Schott nun nicht mehr zu alldem, was da verbreitet wurde? Oder doch? Oder wie oder was?

  • Thomas

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    @Rustam:
    Wenn es den Straftatbestand der Körperverletzung durch schriftliche Beiträge in einem Blog gäbe: wäre er dann jetzt nicht erfüllt?

  • menschenskind

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    Man braucht sich nicht zu wundern, wenn die Rechtsextremen in unserem Land Vertriebeneninteressen von vor Vierzig Jahren aus ihrem Ewiggestrigen-Repertoire auspacken und durch abstruse Forderungen für neues böses Blut sorgen.

    Die („unsere“) CSU versteht sich heute noch als die Fürsprecherin der Vertriebenen, als die Interessensvertreterin derjenigen, die mehrheitlich gar nicht mehr daran denken, wieder in die alte Heimat zurücksiedeln zu wollen.

    Horst Seehofer fordert Gedenktag für die „nationalen Opfer der Vertreibung“:
    https://www.youtube.com/watch?v=iamK8wbH0j4

    Stephan Mayer (CSU) verteidigt das Schicksal „von 15 Millionen Vertriebenen“…
    alle Deutschen sollen „stolz sein“ auf die Vertriebenen…
    https://www.youtube.com/watch?v=_SOkSkjLzpw

    Theo Waigel (CSU) „das Deutsche Reich ist nicht untergegangen…“, „der deutsche Osten ist völkerrechtlich nicht abgetrennt“
    https://www.youtube.com/watch?v=AL9KKVlcDEk

    A. Dobrindt (CSU) im „Ostpreußen-TV“: Vertriebenen-Interessen sind deutsche Interessen…
    https://www.youtube.com/watch?v=IbCKtgC6kMs

    Seehofer steht hinter Erika Steinbach (der meistgehassten Deutschen in Polen; kein Deutschlandartikel einer polnischen Zeitung oder Zeitschrift kommt heute ohne Erwähnung dieser Berufs-Störerin europäischer Politik bzw. Störerin des deutsch-polnischen Verhältnisses aus).
    https://www.youtube.com/watch?v=AJo04GZUsvA

    Berichterstattung im polnischen Fernsehen (Seehofer und Steinbach):
    https://www.youtube.com/watch?v=BKjUuDQm0Jg

    Tagesthemen berichten über polnische Reaktionen auf Steinbach (ab 3:12):
    https://www.youtube.com/watch?v=czmhTyvwpwo

    Nichtkatholikin Steinbach verteidigt (relativiert) die „wenigen“ Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche (ab 1:46) und äußert sich über Schwule (Rededuell mit Volker Beck):
    https://www.youtube.com/watch?v=jmtd-Iwv32I

    Kinder, Hitler und Frau Steinbach:
    https://www.youtube.com/watch?v=qA02Q3j8sB0

    Dem Führer platzt der Kragen über Frau Steinbach:

  • Lothgaßler

    |

    @Rustam:
    Ich habe vorhin einige Fragen gestellt, die ich jetzt – nachdem Sie schon mal im Blog vorbeigeschaut haben – auch direkt an Sie richten kann: Sind Sie Russlanddeutscher, bzw. vertreten Sie die Russlanddeutschen vor Ort? Geht die Aktivität von Ihnen aus, oder wurden Sie von anderen Personen vorgeschickt? Das würde mich ehrlich interessieren.

  • Ulf

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Michelle

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    Mich schaudert, bei diesen Parolen: „Wir sind das Volk!“ Meine Bekannten, Arbeitskollegen usw. wurden nicht gefragt und doch gehören auch wir zum Volk. Mir machen solche Leute Angst und nicht die Flüchtlinge. Man muss sich nur einmal vorstellen, man flieht aus einem Land, welches sich im Krieg befindet, kommt hierher und wird von solchen vorurteilsbelasteten, Argumenten unzugänglichen, Menschen empfangen.

  • eine Russlanddeutsche

    |

    Vielen Dank an den mutigen Pfarrer! Hoffentlich wird die Petition auch von vielen anderen aus Königswiesen unterschrieben. Das man sieht, dass „das“ nicht die Mehrheit ist.
    Rustam – ist ein männlicher muslimischer Vorname, aber deutscher Nachname Martin. Hoffentlich weiß der junge Mann, woher sein Vorname kommt.
    Sehr seltenes Vorkommnis, eine Ehe zwischen Kasachen und Deutschen gab es kaum in Kasachstan. Kasachen galten als minderwertig, nicht ordentlich, dreckig und damit auf keinen Fall als Schwiegersohn oder Schwiegertochter „erlaubt“.

  • Grips

    |

    @Rustam : Nach Ihren eigenen Maßstäben müssten Sie und Ihre Freunde sich gewaltig ob Ihrer schlechten deutschen Sprache schämen, Herr Rustam. Denn das erste, was „das Volk“ ja miteinander verbindet, ist die gemeinsame Sprache. Ich vermute (und lasse mich gerne von Ihnen und Ihren Gesinnungsfreunden widerlegen), dass Sie eher zu den Verlierern in dieser Gesellschaft zählen,und Angst vor dem Abstieg haben. Das kann ich soweit noch ganz gut nachvollziehen, denn die Versprechen der Politiker,niemand werde wegen der Flüchtlinge weniger haben, sind eine offenkundige Lüge . Heute haben ja z.B. CDU/CSU gefordert, für anerkannte Flüchtlinge 1/2 Jahr lang eine Ausnahme nach unten vom Mindestlohn zu machen. Dazu wird die verschärfte Konkurrenz um billige Wohnungen kommen usw.usf.. Zumindest die unteren Schichten werden also den Preis für die Aufnahme der Flüchtlinge zahlen, die Wirtschaft wird sich die besten-billigsten Arbeitskräfte unter den Flüchtlingen rauspicken. Wie es eben so ist in dieser Gesellschaftsordnung namens Kapitalismus. Dagegen wehre ich mich auch. Nur was ich nicht verstehe, ist, wie Sie und Ihre Gesinnungsfreunde so mies sein können, auf die Schwächsten der Schwachen , die Flüchtlinge ,noch eins zusätzlich drauf zu schlagen. Es erleichtert es uns natürlich, unmenschlich zu werden, wenn ich die anderen Menschen nicht mehr in erster Linie als Mensch ansehe, sondern zum Beispiel in „Ich Deutscher-Du Ausländer“ einteile und trenne. Aber wie sehen Sie das : Nur Abschaum ohne Herz tritt auch noch nach unten, statt sich gemeinsam für eine Verbesserung der Situation aller einzusetzen, denen es schlecht geht, oder ? Wie gesagt, es würde mich wirklich interessieren, was man Ihnen und Ihren Gesinnungsfreunden angetan hat, dass Sie so geworden sind.

  • Maria Glentzke

    |

    rd hat offensichtlich doch keine Klerusphobie?
    Plakativer Banner: +Dossier+ Gewalt, Missbrauch und Vertuschung im Bistum..;
    darunter ein Offener Brief vom Klerus.
    Und das ist gut so.

  • Harry

    |

    @ Stefan: Problem ist m.E., dass in dieser neuen Stimmungslage in D und der ganzen EU sehr viele Menschen plötzlich ihr Selbstwertgefühl durch unterkomplexe und emotionalisierende Äußerungen steigern – dann nämlich, wenn „likes“, klatschen, etc.., einem Endorphine bescheren. Deshalb mag deine Replik auf Herrn R redlich sein, ich glaube aber, dass ein diffuses „wir“ hier anders vorgehen müsste. (Hinzu treten natürlich Heißmacher, die wissen, was sie tun.)

  • bernd

    |

    @atommann@mail.ru:
    Warum postest du den Artikel?

    Beweis per Beispiel funktioniert nicht nur in der Mathematik nicht.

  • Hans Dampf

    |

    @atommann und jetzt?
    Die andere seite sieht so aus

    http://mobil.wochenblatt.de/nachrichten/kelheim/regionales/22-Jaehriger-geht-mit-Machete-auf-Asylbewerber-los-Richter-erlaesst-Haftbefehl;art1176,351827

    Arschgeigen gibts ueberall.

    Herr Rustam Martin (Was jetzt Vor- oder Nachname ist weiss ich nicht) – Sie sprechen von Mehrheiten. Was fuer eine Mehrheit meinen Sie? Die Mehrheit der Menschen die in der Runtinger Berufsschule STUDIERT haben? Oder die Mehrheit die HundM gut finden?

    Wer ist denn die Mehrheit? Sie mit Ihren kruden Ansichten vertreten mich nicht. Bin ich damit nicht im VOLK dabei?

    Ansonsten stimme ich dem Kommentar von Grips zu 100% zu.

    Schoenen Tag
    Vorname-Hans_Nachname-Dampf@mail.ru

  • blauäugig

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    So nach der „Entpolitisierung“ des öffentlich einsehbaren Teils wirkt das Facebook-Profil von Kumbach recht sympathisch, die Bildkommentare von Martin sprechen für sich. Wer in vielerlei Hinsicht zur Minderheit gehört, sollte sich wirklich für mehr Toleranz einsetzen.

  • Ziander

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    Kommentar gelöscht. Keine Beleidigungen.

  • HutzelWutzel

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    @joey:

    „So ein Wegweiser nach Pommern ist ein Ausdruck von Blödheit bzw Hetzverhalten.
    Kein Mensch (der rechnen kann) will das Zeug zurück, auch nicht diejenigen, die dort einmal ihre Heimat hatten. Diese Diskussion ist schon vor Jahrzehnten abgeschlossen worden. Die letzten Überlebenden (die wirklich einen persönlichen Schaden tragen mußten) sind auch hier hochbetagt.“
    _____________________________________________________________________________________________
    Sind Sie hier sicher, dass kein Mensch mehr so was zurück will?
    Denken Sie an den März 2015. MdEP Bernd Posselt, der BVorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft initiierte eine Satzungsänderung und das LG München „kassierte“ diese als „unzulässig“. Außer Posselt äußerte sich niemand dazu, auf eine „Wiedergewinnung der Heimat“ verzichten zu wollen, keine Person, kein Bezirksverband. Nur die Witikos schrieben aggressiv an Ministerpräsidenten Seehofer, dies beibehalten zu wollen.

    Gab kein gutes Bild ab, zeigt aber in Zusammenschau mit diesen Regensburger Äußerungen und „Wegweisungsempfehlungen“ woran es hier immer noch krankt.

  • HutzelWutzel

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    Nun trotzdem noch:

    Hier

    „Der Witikobund zur Flüchtlingsproblematik:

    Dienstag,17.November2015 von Ingolf Gottstein
    Erst Integration der deutschen Ostvertriebenen vollenden! Frau Merkel bürdet Deutschland neue Integrationsaufgaben auf, noch ehe die alten abgearbeitet sind. Alleine die Eiertänze um die Stiftung Flucht, Vertreibungen, Versöhnung (SFVV) in Berlin zeigen, wie voreilig ihr Ruf „Wir schaffen das“ war. Die Integrationsforschung kennt ein Dreistufenmodell, das Mitexistenz, Mitarbeit und Mitbestimmung unterscheide “

    haben wir die Leute welche dem Ansehen der Heimatvertriebenen erheblich Schaden zufügen und aktuell in Regensburg eine Quasiführung beanspruchen wollen.

  • Angelika Oetken

    |

    @HutzelWutzel,

    „Wiedergewinnung der Heimat“: da kann man ja auf politisch-moralische, kriegerische oder auf pragmatische Lösungen setzen. Zu den Letzteren könnte man die ökonomische zählen. Bekomme ich Geld in die Hand bzw. bekam ich früher mal was, z. B. Schadenersatz, den ich, da anderweitig gut gestellt, aufsparen konnte, kaufe ich mich in die „alte Heimat“ ein. Letztlich geht es doch fast überall immer um die lieben Penunzen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • blauäugig

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    @nurfürmichgesprochen
    Der Kommentar über Ihrem ist zwar von Frau Oetken, hier geht es aber erst mal nicht um Knabenschänder.

  • Stefan Aigner

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    @blauäugig Danke für den Hinweis. Das ist mir auch durchgerutscht. Ist gelöscht.

  • Jürgen

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    @ Thomas: Eindeutig ja!
    @Rustam: Ich finde es gut dass Sie sich hier äußern. Leider ist es bei nur einer Äußerung geblieben.
    Warum stellen Sie sich nicht den Argumenten der anderen und erwidern diese mit Gegenargumente? Fühlen Sie sich dem nicht gewachsen oder wie soll man das verstehen?

  • Jürgen

    |

    Ehe ich es vergesse.
    Meine Familie hat sehr viel in Pommern verloren.
    Ich bin in Bayern geboren, hab mir meine Zukunft selbst aufgebaut und sinne mich nicht nach den verlorenen Ländereien im Osten.
    Ich verstehe eh nicht das ganze „Vertriebenengeschwafel“. Vor den Deutschen hat Pommern mal den Schweden, den Polen und wer weiß noch wen gehört. Das ist wie bei einer Wette. Wenn du verlierst zahlst du erhobenen Hauptes die Zeche und gut ist.
    Die Vertriebenenverbände bedienen m. E. auch nur ein ganz bestimmtes Klientel der Unzufriedenen und Neidern. Das Volk und die Nation sind oft verzerrt verwendete Begriffe deren Bedeutung vielen nicht ganz klar ist.
    Wir sind alles ein Volk. Alles eine Frage der Definition.

  • menschenskind

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    Jürgen meint: „Das Volk und die Nation sind oft verzerrt verwendete Begriffe deren Bedeutung vielen nicht ganz klar ist. Wir sind alles ein Volk. Alles eine Frage der Definition.“

    In einem (mehr oder weniger) vereinten Europa brauche ich keine Begriffe wie Volk und Nation. Wer mich fragt, was ich bin, dem antworte ich, ein Mensch. Wird auch noch eine geografische Angabe gewünscht, bezeichne ich mich als einen in Bayern geborenen Europäer.

    Was die Deutschen in Polen (bis 1945/46) anbelangt, auch die in Pommern, die lebten nicht mit ihren polnischen Nachbarn zusammen, sondern neben denen her. Von guter Nachbarschaft kaum eine Spur. Für ein Projekt durfte ich mal vor Jahren über hundert alte Schlesier und Ostpreußen interviewen. Wir wollten wissen, wie viele von ihnen polnisch oder litauisch konnten, was ein Indiz für den Austausch mit den anderssprachigen Gruppen gewesen wäre. Die Zahl derer mit Kenntnis der Nachbarsprachen war derart gering, dass das Projekt eingestellt wurde.

    Aufgrund der häufig gehässigen Äußerungen, die die befragten Vertriebenen gegenüber den Polen fallen ließen, aber auch aufgrund gewisser polnischer Redensarten, bezogen auf ihre deutschen Nachbarn („Nimm einen Stein in die Tasche, wenn du zum Deutschen gehst“ oder „Gott schuf den Menschen, der Teufel den Deutschen“ usw.) wurde uns Befragern rasch klar, da lebten zwei Völker (um diesen Begriff doch noch zu gebrauchen) nebeneinander her, hassten sich gehörig und verkehrten, nur wenn es nicht zu vermeiden war, miteinander.

    Die Vertriebenen, die heute noch (abstruse Gebiets-)Ansprüche stellen, zumeist organisierte Vertriebene, tun dies aus lieber Gewohnheit oder weil sie bewusst das Zusammenleben moderner Europäer stören wollen. Ihnen ist es mit zu verdanken, dass sich auf der selben geistigen Ebene beheimatete Dumpfhirne auch in Polen aufgeilen und deutschenfeindliche Losungen von sich geben.

    Ein Deutschland ohne organisierte Vertriebene wäre sicher ein besseres Deutschland.

  • esteha

    |

    @ Rustam

    „Wir sind das Volk“ (dazu möchte ich gar nicht äußern) schreiben sie und ihre Freunde sich auf die „Fahne“ und untermauern dies mit 450 Unterschriften von „Betroffenen“.

    Wie viele dieser Personen, die auf „ihrer“ Unterschriftenliste gegen das Asylheim stehen, sind KEINE Königswiesener, KEINE Regensburger, KEINE Bayern?

    Wurden da evtl. auch Leute „rekrutiert“, welche direkt, regional NICHT betroffen sind? Und wenn, warum?

  • Ziander

    |

    Hat der werte Herr Pfarrer auch gegen die Kriege demonstriert oder sich mit öffentichen Briefen dagegen gewandt….als es in Afghanistan,Irak ,Libyen usw. zur Sache ging?
    Mit Sicherheit nicht! Von seiner Warte aus ist es einfach Emphatie zu heucheln..den die Folgekosten muß er nicht tragen..der Konkurren zkampf um Arbeitsplätze,Wohnungen,die ausufernden Defizite der Krankenkassen durch die Behandlung von Einwanderern belasten ihn in seinen Elfenbeinturm nicht.Mich beiendruckt die moralinsauere Stellungnahme des Herrn Wagner in keinster Weise.Aber es ist bezeichnend das sich die Gutmenschen jetzt positiv zu jeder Religion beziehen…sowohl zum Islamismus der Migranten ,als auch zum Katholizismus Wagners.Sie unterstreichen dadurch das sie Feinde der Aufklärung sind und den religiösen Predigern hier eine Vorzugstellung geben.Dies ist ein gewaltiger Rückschlag für den Prozeß der Säkularisierung. Unter den Deckmantel der „Flüchtlingshife“ werden archaische Religionen wieder hoffähig gemacht,die unser aller Leben in Sinne ihrer Wahnideologie regulieren wollen.Darüberhinaus wird der Antisemitismus -und da gibt es Schnittstellen zwischen Katholiken und Moslems- -wieder virulent.Man erinnere sich nur an diverse Demonstrationen in der Regensburger Innenstadt zum Gazakonflikt,in deren Verlauf der Judenhaß lauthals hinausposaunt wurde.
    Im übrigen sollte sich Herr Wagner mal eher mit seinen phädophilen Brüdern im Geiste beschäftigen..die Kinder als Sexualobjekte betrachten.(Dies ist sogar auf Regensburg-digital Thema und keineswegs eine Verleumdung)

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