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Jetzt gibt es kein Zurück mehr!

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morgen1Joachim Wolbergs hat das Konfliktpotential des Standorts für eine Flüchtlingsunterkunft in Königswiesen unterschätzt. Doch gerade jetzt darf man auch nicht nachgeben.

Die Diskussion um die Flüchtlingsunterkunft beim Jugendzentrum Königswiesen könnte sich noch zu einem schwerwiegenden Problem für Oberbürgermeister Joachim Wolbergs im Speziellen und die Flüchtlingspolitik der Stadt Regensburg im Allgemeinen auswachsen. Die Initiatorin der Unterschriftensammlung hat gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung bereits eine Demonstration angekündigt. Und wer gesehen hat, dass es vor allem Aussiedler waren, die sich gegen den Standort aussprechen und wer verfolgt hat, wie viele von ihnen angesichts einer angeblichen Vergewaltigung in Berlin auf die Straße gingen, um zum Teil hanebüchene Stereotype über Asylsuchende zu reproduzieren, muss damit rechnen, dass ein entsprechender Aufruf auf nicht geringen Zuspruch treffen wird.

Es gibt bislang keine bessere Alternative

Dabei erscheint die Argumentation des Oberbürgermeisters zunächst einmal nachvollziehbar. Der Standort in Königswiesen ist nur einer von einigen weiteren. Jeder Stadtteil werde irgendwann an der Reihe sein, wenn es um die Unterbringung von Flüchtlingen geht, sagt Wolbergs. Darin stimmt ihm auch die CSU zu und es ist auch sinnvoll, eine solche Verteilung anzustreben. Das erleichtert Integration und Kontakt mit der Bevölkerung. Es vermeidet Ghettobildungen und Konflikte, wie sie in größeren Unterkünften leichter entstehen können.

Also wird auch Königswiesen diese 134 Flüchtlinge aufnehmen müssen. Es stellt sich also nicht die Frage „Ob“, sondern „Wo“.

Folgt man dem, was Wolbergs dazu bislang gesagt hat, nämlich, dass der zunächst geplante Standort Boelckestraße zu lange dauert, weil dort zunächst ein langwieriges Bebauungsplanverfahren notwendig wäre. Dass der Vorschlag, es bei der Baumschule des Stadtgartenamts zu bauen nicht sinnvoll ist, weil extrem hohe Kosten wegen der Umsiedlung des Stadtgartenamts zu schultern wären. Dass ein ebenfalls ins Gespräch gebrachter Standort auf den Flächen des ESV 1927 nicht realistisch ist, weil dort angesichts des kontaminierten Bodens entlang der Bahn hohe Sanierungskosten anfallen, sobald man dort etwas baut, dann bleibt nur der Standort auf dem Bolzplatz des Jugendzentrums. Es wurde zumindest bislang keine bessere Alternative genannt, auch nicht von der CSU, die sich dagegen ausspricht.

Die Argumentation erscheint nachvollziehbar

Auch eine weitere Argumentation des Oberbürgermeisters erscheint zunächst nachvollziehbar. Der Standort auf dem JUZ-Bolzplatz böte Infrastruktur, die Integration erleichtern könnte: das Jugendzentrum, in dem sich Flüchtlingskinder und Einheimische kennenlernen können, das in unmittelbarer Nähe angesiedelte Familienzentrum, die Dependance der VHS, wo Sprachkurse angeboten werden. Die befürchteten negativen Effekte auf das Jugendzentrum – dass dieses ohne Bolzplatz geschlossen werden müsste, dass Eltern ihre Kinder dort nicht mehr hinschicken würden oder, dass die Jugendlichen selbst dann nicht mehr kommen wollen würden – sind zunächst einmal nur Vermutungen, die etwa von den Jugendlichen selbst nicht bestätigt oder angeführt wurden. Und es ist auch kein Widerspruch aus den entsprechenden Fachstellen der Stadt Regensburg – allem voran dem Amt für kommunale Jugendarbeit – bekannt.

Versucht man also guten Willens dieser Argumentation zu folgen und glaubt dem Versprechen von Wolbergs, dass man sich bemühen werde, vor allem Familien unterzubringen, kann man diesem Standort durchaus zustimmen, trotz des zumindest vorläufigen Verlusts des Bolzplatzes in unmittelbarer Nähe des JUZ.

Ein Standort, der sich leicht für Parolen ausschlachten lässt

Das dürfte sich der Oberbürgermeister wohl auch gedacht haben, als er diesen Standort dem Stadtrat vorschlug. Was er aber unterschätzt hat, ist, wie leicht man Menschen mit dem Spruch: „Auf Kosten unserer Kinder und Jugendlichen werden Asylbewerber untergebracht“ verängstigen und gegen diese Pläne aufbringen kann. Dafür ist dieser Standort bestens geeignet. In der verfälschten Darstellung der Unterschriftensammler, die sich selbst als „das Volk“ wähnen, wird gar suggeriert, das Jugendzentrum werde wegen der Asylunterkunft komplett geschlossen.

So kurze Parolen funktionieren besser als langwierige Erklärungen. Das sorgt für Angst, Unruhe und dafür, dass kaum noch jemand der oben ausgeführten Argumentation folgen will. Warum kompliziert, wenn es so einfache „Wahrheiten“ gibt.

Genau das hat auch die Stimmung bei den beiden Terminen im Jugendzentrum gezeigt. Kaum jemand wollte hören, was der Oberbürgermeister zu sagen hatte. Aussagen der Polizei, denen zufolge es im Umfeld von Gemeinschaftsunterkünften keine höhere Kriminalität gebe als andernorts, wird nicht geglaubt. Es wird das Argument ins Feld geführt, dass man so eine Unterkunft wieder einmal dahin baue, wo nicht die Großkopferten, sondern „das einfache Volk“ wohne (Das könnte man übrigens bei der Wahl eines der nächsten Standorte entkräften.).

Die Gegner sind weder „das Volk“, noch die Mehrheit der Aussiedler

Und bei einigen, sicher nicht allen, ist es einfach blanker Rassismus, der sie nach jedem Gegenargument greifen lässt und sei es noch so hanebüchen. Das eine oder andere Gesicht im JUZ hat man auch schon bei NPD-Demos gesehen, bislang noch ruhig beobachtend, doch derlei Gestalten werden sich diesen Protesten sicherlich anschließen, sofern sie Aussicht auf Erfolg wittern.

Dieses Konfliktpotential hat der Oberbürgermeister unterschätzt. Er hat unterschätzt, dass dieser Standort sich fabelhaft eignet, um mit platten, populistischen und zum Teil schlicht wahrheitswidrigen Behauptungen nicht nur Stimmung gegen die Unterkunft in Königswiesen zu machen, sondern gegen die Flüchtlingspolitik der Stadt Regensburg und Flüchtlinge insgesamt.

Doch gerade deshalb gibt es jetzt kein Zurück mehr. Den Standort zurückzuziehen würde bedeuten, dem Druck einer Minderheit nachzugeben, die sich für die Mehrheit hält. Das gilt übrigens auch mit Blick auf die in Regensburg lebenden, geschätzt 10.000 Aussiedler – weder die Teilnehmer der besagten Demonstration, von denen nicht gesagt ist, dass sie alle aus bösartigen Motiven dabei waren, noch die Anwesenden im Jugendzentrum sind für diese ein repräsentativer Querschnitt oder gar eine relevante Mehrheit.

Dagegenhalten mit verschiedensten Mitteln

Die Entscheidung für diesen Standort rückgängig zu machen, wäre das Signal, dass man nur lautstark plärren und Ängste schüren muss, um nichts mit den Herausforderungen der aktuellen Flüchtlingssituation zu tun haben zu müssen – die die Stadt Regensburg nicht verantwortet, sondern mit der sie und jeder, der auch nur ein bisschen über seinen eigenen Tellerrand hinaus denkt, umgehen muss.

Jetzt muss man dagegenhalten – mit vielen, anstrengenden Gesprächen, bei denen man Gegnern nicht von vorneherein eine bösartige Gesinnung und Rassismus unterstellen darf, nur weil sie nicht in allen Punkten dieselbe Haltung zur Flüchtlingspolitik auf Bundesebene haben. Mit Informationen. Mit dem Angebot, Flüchtlinge kennenzulernen. Und schließlich, wenn all das nichts hilft, damit, klare Kante zu zeigen und Menschenfeinden deutlich zu machen, dass sie in dieser Stadt nicht erwünscht sind.

Das hat nichts mit „blauäugig-naivem Gutmenschentum“, „unreflektiertem Willkommensgehabe“ oder einem kritiklosem Akzeptieren jedweder politischen Entscheidung zu tun. Auch nicht damt, dass man das „Wir schaffen das“ der Bundeskanzlerin vorbehaltlos unterschreibt. Es gibt dazu, auch wenn die Integration von Flüchtlingen kein immerwährendes Blumenfest und Teddybären-Verteilen sein wird, schlicht keine Alternative, wenn in dieser Stadt ein vernünftiges Zusammenleben möglich bleiben soll.

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Kommentare (88)

  • menschenskind

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    Zu den Aussiedlern, die Herr Aigner oben erwähnt, fällt mir ein SPIEGEL-Artikel von 1989 ein, der trug den Titel „Reden nix deutsch, kriegen aber alles“. Es ging darin über die ‚beispielhafte‘ Willkommenskultur der Deutschen, speziell aber der Bayern, gegenüber den Neudeutschen aus dem Osten:

    SPIEGEL: …Ein Ende des großen Trecks ist nicht absehbar. Nach Unterlagen des Roten Kreuzes leben im Osten noch etwa drei Millionen mögliche Aussiedler: 1,9 Millionen in der Sowjet-Union, 750 000 in Polen, 200 000 in Rumänien, 200 000 in Ungarn; hinzu kommen, wie der Bundesnachrichtendienst schätzt, als potentielle Übersiedler rund 1,5 Millionen ausreisewillige DDR-Bürger – insgesamt 4,5 Millionen Menschen.

    Die Konkurrenz um Arbeitsplätze wird sich verschärfen. „Wir haben ein Defizit von über zwei Millionen Arbeitsplätzen“, sagt die Vizepräsidentin der Bundesanstalt für Arbeit, Ursula Engelen-Kefer, „das wird größer, wenn noch mehr Menschen in unser Land hineinkommen.“

    Radikal unterschätzt haben CDU und CSU die Reaktion der Westdeutschen auf die neue Völkerwanderung. Jahrelange Unionspropaganda gegen „Wirtschaftsasylanten“ schlägt nun voll durch auf die von Helmut Kohl so herzlich willkommen geheißenen deutschblütigen Einwanderer aus dem Osten. Umfrageergebnisse bestätigen: 54 Prozent der Bürger, in Bayern sogar 72 Prozent, halten die Aussiedler für Wirtschaftsflüchtlinge.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494568.html

    Böse, wer da Parallelen zu 2016 zu erkennen meint?

  • eine Russlanddeutsche

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    @ menschenkind
    Zum Glück konnten wir damals es nicht alles lesen und schon gar nicht verstehen:-)
    Internet und Soziale Netzwerke waren damals auch noch nicht im Gang! Aber es wäre uns auch WURST! Da wir eingeladen wurden:-) So war unsere Einstellung, die bist heute noch bei vielen gilt. Eingeladen, weil wir so toll waren, weil wir das „deutsche Blut“ hatten! Das nächste Argument: Deutschland stirbt aus, da sie keine Kinder kriegen, deswegen brauchen sie uns. Die „heutigen“ Deutsche sind faule Säcke, aber „wir“ sind ja fleißig geblieben.
    Man kann noch lange über die Vorurteile über „Deutsche“ schreiben…die Liste ist lang.
    Diese ganzen Diskussionen nehmen so viel Energie. Wenn man diese Energie in die Unterstützung umwandel würde – würde uns allen mehr bringen. Aber die, die helfen, haben ja keine Zeit groß zu schreiben bzw. auf die Demos gehen. Dabei ist es auch wichtig!
    Ich bin auch in den russischsprachigen Medien aktiv, da ich nicht wegschauen kann, was meine Landsleute für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit betreiben. Bei einer Umfrage, wen würden sie wählen? von ca.1500 Stimmen haben über 60 % auf AfD geklickt. Es gibt Gruppen, die von ganz Deutschland Artikeln sammeln: welcher Ausländer wo was angestellt hatte. Natürlich nur bestimmte Ausländer: ein Pole, ein Russe oder ein Franzose wird dabei nicht erwähnt. Da muss man auch „danke“ unserer Presse sagen. Das erzeugt nur Hass. Deswegen muss da in Königswiesen ein Gegenwind kommen!

  • Robert

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    Sympathisches Statement und überzeugende Analyse, Herr Aigner. Nur was soll folgende Bemerkung im letzten Absatz? „Das hat nichts mit blauäugig-naivem Gutmenschentum, unreflektiertem Willkommensgehabe…“

    Seit wann kümmern Sie sich um die Kampfbegriffe („Gutmenschentum“) der Rechten und ihren Extremisten, der Nationalisten und ihren Biedermännern, der völkischen Arschlöcher und Rassisten.

    Wer sich von „Gutmenschentum“ distanziert, geht offenbar davon aus, dass es sich dabei um etwas Negatives oder Bekämpfenswertes handelt. Dass die Gründe und Ursachen für die gemeinhin falsch bezeichnete „Flüchtlingskrise“ irgendetwas mit „Gutmenschentum“ zu tun hätte (und nicht mit der bestehenden Weltordnung). Dass es in diesem Zusammenhang ein gesellschaftliches Problem namens „Gutmenschentum“ gäbe.

  • Stefan Aigner

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    @Robert Sie haben recht. Ich hab schlicht die Anführungszeichen vergessen. Ich habe beide Begriffe bewusst verwendet, weil sie als Vorwurf sehr häufig verwendet werden.

  • Herma Meyerhofer

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    -Doch gerade jetzt darf man auch nicht nachgeben-
    Dies ist ein eigenartiges Verständnis über Politik und Verwaltungsvorgänge. Jede extremistische Form ist in unsere Gesellschaft fehl am Platz, andernfalls besteht die Gefahr, dass das Recht des Stärkeren über die Stärke des Rechts gestellt wird.

  • Russlanddeutscher

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    Zum Entlarven der immer unerträglicher werdenden Propaganda gegen die deutschen Heimatvertriebenen, inkl. die letzten davon, die als „Spätaussiedler“ bezeichnet, ja – man kann schon sagen – beschimpft wurden:

    Die BRD hat in ihrer kurzen Geschichte noch NIEMALS Menschen wegen ihres „deutschen Blutes“ oder auch wegen ihrer „deutschen Herkunft“ aufgenommen.

    Menschen, die als „deutsche Aussiedler bzw. Spätaussiedler“ nach Deutschland gekommen sind, gehören zu den Opfern des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Und zwar sind es die Überlebenden des im heutigen Russland per Gesetz anerkannten Völkermordes in der Stalin-Zeit.

    Die Russlanddeutschen sind zu den Opfern wegen dem Zweiten Weltkrieg geworden, für den ja Deutschland volle Verantwortung übernommen hatte, sie wurden als Volksgruppe vollständig, allein wegen ihres Deutschtums, sprich völlig gleichgültig, ob es sich um einen russlanddeutschen Arbeiter oder auch den Ministerpräsidenten der Wolgadeutschen Republik handelte, ob es ein Bauer war oder auch ein im sowjetisch-finnischen Winterkrieg verwundeter russlanddeutscher Offizier der sowjetischen Armee. Alle wurden aus dem europäischen Teil der Sowjetunion in die KZ’s des berühmt-berüchtigten GULAG und sonstige Straflager in Sibirien und Mittelasien deportiert. Gezielte Strafaktionen gegen die Deutschen in der ehem. Sowjetunion begannen bereits mit der Machtergreifung in Deutschland 1933, die große Masse wurde jedoch mit dem Beginn des Krieges 1941 unter Verweis auf den Krieg mit Deutschland deportiert.
    Das dies ohne jegliche persönliche Schuld geschehen ist und das im GULAG fast jeder zweiter Russlanddeutscher ums Leben gekommen ist, wussten die Gründungsväter der BRD haben diese „historische Verantwortung und moralische Verpflichtung“ (viel verwendetes Zitat deutscher Politiker) für diese Opfer in das Grundgesetz hineingeschrieben.
    Weil es eben diese verfassungsmäßige VERPFLICHTUNG für die Aufnahme der Russlanddeutschen gibt, konnten die deutschen Politiker in den 90er Jahren zur Drosselung der Massenrückkehrer nicht einfach Nein sagen, zumal auch noch die oben erwähnte „historische Verantwortung“ so schwer wog. So haben sie alle möglichen Tricks anwendeten, von der Einführung der Sprachtests, Verzögerung der Antragsverarbeitung (z.T. bis zu 7-8 Jahre lang mussten die Antragstellen in den „Vertreibungsgebieten“ auf ihren Aufnahmebescheid warten) bis hin zur Festlegung der Obergrenzen, die von Jahr zu Jahr immer weiter nach unten gedrückt wurden, angefangen mit 200.000 bis auf unter 50.000 Personen pro Jahr, so dass im Jahre 2013 gerade einmal 2.386 Russlanddeutsche aufgenommen worden. Wegen dem Ukraine-Krieg stieg diese Zahl im Jahre 2014 auf 5.613 Personen. Einfach so als „Kriegsflüchtlinge“ über alle Grenzen nach Deutschland zu marschieren, durften die Russlanddeutschen zu keinem Zeitpunkt, nicht einmal aus den Kriegsgebiten in der Ostukraine.

    Wer an der „Gnade der späten Geburt“ (H.Kohl) in Bezug auf die „historische Verantwortung“ festhalten möchte, soll sich einfach fragen, wieso die Wolgadeutschen aus den Ländern der ehem. UdSSR in Deutschland aufgenommen werden, während diejenigen, die es noch vor dem Krieg geschafft haben, aus der Wolgadeutschen Autonomen Republik nach Argentinien, Brasilien, Chile, Südafrika usw. auszuwandern, ausnahmslos abgewiesen werden? Oft handelt es sich ja sogar um direkt verwandte Familien, die einst im gleichen deutschen Dorf an der Wolga lebten.

    Denjenigen, die das schwere Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen und Aussiedler wieder einmal für ideologische Zwecke missbrauchen wollen, sei lediglich gesagt: Abgesehen vom persönlichen Leid der Menschen, die gezwungen werden ihre Heimat zu verlassen, besteht zwischen den deutschen Heimatvertriebenen (inkl. die Russlanddeutschen) überhaupt NICHTS Gemeinsames, auch nicht in Bezug auf die „Integration“, nicht einmal in der Frage des Erlernens der den Russlanddeutschen unter Zwang geraubten deutschen Muttersprache!
    Jeder Vergleich auf diesem Gebiet ist eine Beleidigung für die noch lebenden deutschen Heimatvertriebenen wie auch die vielen russlanddeutschen Aussiedler und Spätaussiedler („zu spät Aussiedler“), die ihre Heimat verloren haben. Solche Vergleiche werden oft als Beweis für das schlechte Gewissen der „Gutmenschen“ angesehen!

  • olli

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    @eine Russlanddeutsche
    @Russlanddeutscher
    lasst mich Euch zunächst einmal für diese differenzierte Betrachtungsweise danken, Ihr beide habt da einige Punkte aufgegriffen, die mir so nicht ganz klar waren, bzw. die mir auch gar nicht so bewusst waren, gerade auch, was das Selbstverständnis der Menschen betrifft.

    Herr Aigner: darüber würde ich mir einen Hintergrundbericht wünschen.

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:
    „Jeder Vergleich auf diesem Gebiet ist eine Beleidigung für die noch lebenden deutschen Heimatvertriebenen wie auch die vielen russlanddeutschen Aussiedler und Spätaussiedler“

    Verschonen sie uns doch mit ihrem Fremdenhass, sie Herrenmensch

  • robert

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    @Russlanddeutscher
    Doch genau dies ist der Fall: Die BRD hat in ihrer kurzen Geschichte Russlanddeutsche und Späteraussiedler im Grunde vorallem wegen ihres „deutschen Blutes“ oder wegen ihrer „deutschen Herkunft“ aufgenommen“. Zum Teil auch aus antikommunistischer Motviation.

    Nach 1945 durfte die deutsche Bürokratie zwar nicht mehr von „Blut“ und „Rasse“ sprechen, der entsprechende Geist blieb aber erhalten. Sie selbst reden von „Volkstum“. „Volkstum“ ist eine völkische Kategorie, die aus dem rassistischen Denken der Nazis stammt und vor 1945 einen wesentlichen Bestand der Nationalsozialistichen Rassen-Ideologie ausmachte.

    Werter Russlanddeutscher, Sie sollten sich m.E. näher damit auseinandersetzen, wie die Nazi-Ideologie Menschen zu „Deutschen“ machte, oder wem sie dies verweigerten. Wer also dazu gehören durfte und wer nicht. Und Sie werden feststellen müssen, dass die Gruppe der „Russland-Deutschen“ und „Spätaussiedler“ auch aufgrund von Versatzstücken der Nazi-Ideologie definiert wurde.
    Ich will damit nichts über eine mögliche Verfolgung von Russlanddeutschen oder Späteraussiedlern in der ehemaligen SU aussagen oder gar die einzelnen Menschen bewerten. Ich kenne solche und andere, sympathische und unsympathische.

  • joey

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    @Rußlanddeutscher
    „NIEMALS Menschen wegen ihres „deutschen Blutes“ oder auch wegen ihrer „deutschen Herkunft“ aufgenommen“
    Doch genau deswegen sind Sie Deutscher – und ich war es lange Zeit nicht. Es zählt die Abstammung in väterlicher Linie bis Geburtsdatum 1975, seither gilt auch die Mutter.

    Kleine Aufklärung gefällig? Meine eigene Staatsangehörigkeit ist ja sehr kompliziert und ich habe mich da recht tief eingearbeitet…

    Rußlanddeutsche sind Nachfahren von Deutschen und daher Deutsche wie … z.B. Stefan Aigner. Sie mußten es nur nachweisen können – und das war das Problem.
    Zahlreiche Unterlagen sind verloren gegangen oder planmäßig vernichtet worden oder lagern in irgendeinem verstaubten KGB Archiv.

    Die Sache „Auslandsdeutsche“ gibt es schon sehr lange. Hier war lange Auswanderungsland nach Nord- und Südamerika, Rußland… Palästina…
    Dann gab es auch mal deutsche Kolonien mit deutschen Siedlern, die nach dem 1. Weltkrieg aus irgendeinem Grund in diesen vom Reich an die Sieger abgetretenen Kolonien bleiben mußten. Ebenso gibt es Deutsche, die in Territorien leben, die Belgien, Frankreich, Tschechoslowakei etc. nach dem 1. Weltkrieg annektiert haben. Die größte Zahl kommt dann am Ende des 2. Weltkrieges, wo Millionen von deutschen Staatsbürgern militärisch abgeschnitten wurden bzw von der Sowietunion ganz förmlich verschleppt wurden, als Arbeitssklaven im Sinne von Reparation. Zahlreiche Waisenkinder wurden in den Kriegswirren eingefangen und schlicht umbenannt, … die Schicksalsvarianten sind unzählbar.
    Ach eins noch: es gibt die vielen SS Männer aus anderen Nationen (z.B. Polen, Bosnien, … Indien) , denen man für ihren Dienst die deutsche Staatsangehörigkeit versprochen hat und manchmal auch als Ausweis gegeben hat. Bei der Kapitulation von Truppen im Dienst des NS Staates war meist wenig Zeit und keine Recherchemöglichkeit. So konnte jeder Mann in deutscher Uniform (z.B. Kosaken) schlicht behaupten, Deutscher zu sein – und damit der Deportation in die Sowietunion entgehen, wo einen der sichere Tod erwartete.

    Deutsche oder auch Juden, Tschetschenen, … wurden von Stalin ohnehin grundsätzlich verfolgt, in Sowietischer Paranoia schon weit vor dem 2. Weltkrieg. Zwar war formal nicht deren Vernichtung geplant (im Unterschied zum Holocaust), in den Lagern verschiedenster Art ist aber häufig genau das geschehen: Hunger, fahrlässig herbeigeführte Zwangsarbeitsunfälle, Seuchen, willkürliche Erschießungen… die ganze Palette.

    Die Beweisführung für deutsche Abstammung war also sehr schwierig, teilweise wurde letztendlich die deutsche Sprachtradition bewertet, weil sonst nichts Schriftliches mehr da war. Deswegen haben dann viele Menschen aus der ehem. Sowietunion hektisch Deutsch gelernt… bei Papierdokumenten war oft nur eine schlechte Kopie aufzutreiben, mit entsprechenden Manipulationsmöglichkeiten. Da die Sowietunion und die Nachfolgestaaten hoch korrupt waren, konnte jeder mit guten Beziehungen und passenden Wertsachen „echte“ Ausweise organisieren.
    Da die Einwanderung als jüdischer Kontingentflüchtling leichter war, muß man den Mißbrauch durch die Mafia zahlenmäßig hier eher erwarten. Bei den jüdischen Gemeinden in Deutschland ist ja nur ein Bruchteil der Kontingentflüchtlinge aufgetaucht bzw aktiv geblieben.

    Hier soll kein Pauschalverdacht geschürt werden. Wir werden niemals genaue Zahlen aus historisch chaotischen Phasen bekommen, am Ende zählt (für mich) die Integrationsleistung und das Bekenntnis zu Deutschland, nicht Blut.

  • eduard fuchs

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    @Lieber Rußlanddeutscher, 07.02, 13.14 h:
    Integration ist schon schwer. Die Präposition „wegen“ führt in der deutschen Sprache den Genitiv, nicht den Dativ, nach sich.
    Deutsche Sprache-schwere Sprache. Also, künftig aufpassen.

  • joey

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    @Robert
    „Volkstum“ ist zwar von den Nazis verwendet worden, aber nicht erfunden, ähnlich der Sache Autobahn. Es gibt Völker (fragen sie mal einen Franzosen), wobei alle „ausgefranste Ränder“ haben, die aber als Brücken zur ethnischen Nachbarschaft sehr praktisch sind.

    Gerade zum Deutschen ist die kulturelle Betrachtung sehr schwierig, denn einen von der Waterkant und einen Oberpfälzer in einen Topf… und die Niederländer werden englisch als „dutch“ bezeichnet (die waren bis zum 30 jährigen Krieg im deutschen Reich). Diese Sache ist was für eine Ethnologie Doktorarbeit. Es ist nicht alles Nationale nazi. Zum Nationsbegriff des 19. Jhdts gibt es allerdings viele alte und neue Fragen, die die Schotten, Katalanen etc. zur Zeit sehr intensiv stellen.

  • Lothgaßler

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    Das Gerede von Volk, Rasse und Blut ist älter als die NS-Propaganda, und leider weltweit verbreitet. Der Begriff „Volk“ lässt zudem reichlich Raum für Interpretation wer nun gemeint ist. Unser deutsches Staatsvolk ist letztlich die Gesamtheit aller deutschen Staatsbürger.
    Die Fokussierung auf „Russlanddeutsche“ halte ich für ein übles Spiel. Selbst wenn, wie schon festgestellt, eine kleine aber laute Gruppe aus dem Kreis der „Russlanddeutschen“ verhaltensauffällig wird, rechtfertigt das nicht die groben Schüsse in diese Richtung. Wie soll sich denn die Mehrheit der „Russlanddeutschen“ dagegen wehren? Wenn einige hier ihre russlanddeutsche Sicht erklären, dann wird wegen weniger Worte Rassismus unterstellt (dugout: voll daneben). Ich verstehe auch nicht, weshalb sich „Russlanddeutsche“ von Deutschen ohne russischer Familiengeschichte abgrenzen wollen und Unterschiede betonen.
    Die Auseinandersetzung muss allein jenen gelten, die falsche Informationen verbreiten oder nutzen um gegen Fremde zu hetzen bzw. Straftaten gegen Fremde ankündigen oder begehen. Hetzen, verunglimpfen und beleidigen hat Konsequenzen, auch im Strafrecht. Ich frage mich, ob hier oder anderswo gegen jene vorgegangen wird, die unter Bezugnahme auf widerlegte „Fakten“ Stimmung gegen Fremde machen?
    Der rechtliche Status zwischen Flüchtlingen und Spätaussiedlern unterscheidet sich fundamental. Spätaussiedler woll(t)en und soll(t)en die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen, das gilt für Flüchtlinge erstmal nicht. Mit der Staatsbürgerschaft einher gehen Rechte und Pflichten, die für Flüchtlinge und Asylsuchende nicht gelten.
    Für den Wohnungsmangel im Lande können die Flüchtlinge nichts, den gabs schon lange vorher. Jetzt muss Wohnraum gebaut werden, endlich tut sich was! Vor Ort müssen begründete Einwendungen von Propaganda unterschieden werden. Propaganda lässt sich zerpfücken und begründete Einwendungen müssen abgearbeitet werden. Ich sehe deshalb keinen Grund für ein „Kein Zurück mehr“. Die Parole kann doch nicht lauten: Wir bauen die Unterkunft, weil einige Russlanddeutsche dagegen sind und merkwürdige Ansichten vertreten. Die Parole lautet: Merkwürdige Ansichten ersetzen keine Argumente und entscheiden deshalb keine politische Debatte bzw. Bauvorhaben.

  • Russlanddeutscher

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    Toll, ein „Wespennest“!

    @Lieber Eduard Fuchs, vielen Dank für Ihre Belehrung in Grammatik. Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich diese gerne unter den international bekannten Stereotyp der „deutschen Arroganz“ einordnen… Als keine Entschuldigung für meine von den sowjetischen Germanophoben erzwungenen Brüche im Beherrschen meiner deutschen Muttersprache hier nur noch ein „kleiner Grundsatz“: „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!“

    @dugout: Ihre hasserfüllte Bemerkung geht eindeutig auf das Konto „schlechtes Gewissen“. Waren Ihre Verwandten Mitglied in der NSDAP oder nur noch sog. „Mitläufer“? Oder wollen Sie etwa die historische Verantwortung aller Deutschen für die Verbrechen des Nationalsozialismus leugnen, die von Frau Merkel erst kürzlich wieder „für immer“ pauschal bestätigt wurde? Übrigens, die Bolschewiken konnten 1917 nur mithilfe von Rassismus die Macht in Russland übernehmen, indem sie zwischen den vielen Nationen im russischen Vielvölkerstaat stets einen Keil getrieben und sie gegen einander ausgespielt haben… Davon sind die Russlanddeutschen nur ein Opfer unter vielen!

    @robert & joey: Leider handelt es sich auch hierbei um Propaganda: Anstatt der deutschen Bevölkerung zu erzählen, wer diese „Russlanddeutschen“ sind, die in den 90er Jahren nach Deutschland so zahlreich gekommen sind, hat die Bundesregierung – trotz Art. 116 Grundgesetz – alle möglichen Tricks angewendet um die Russlanddeutschen zum Verbleib in „ihrer Heimat“ zu bewegen (die ja gar keine war, denn es waren ja die „Vertreibungsgebiete“ in Sibirien und Mittelasien, wie die deutschen Juristen damals in unsere Papiere hineingeschrieben haben): Mehr als eine halbe Milliarde EUR wurden in den GUS-Ländern investiert, dem russischen Präsidenten Boris Jelzin wurde ein Versprechen abgerungen, die Russlanddeutschen, die seit 1991 in Russland per Gesetz als Opfer des Völkermordes gelten (neben sieben weiteren Volksgruppen der ehem. UdSSR), vollständig zu rehabilitieren und „schrittweise ihre Staatlichkeit wiederherzustellen“ (die Autonome Republik der Wolgadeutschen). Dies gelang jedoch allein schon deswegen nicht, weil praktisch jeder Deutscher in der ehem. UdSSR verfolgt wurde, auch die noch so assimilierten Russlanddeutschen, die vielleicht nur noch den deutschen Familiennamen von ihrem Deutschtum behielten, wurden in die Zwangsarbeits-KZ’s eingewiesen… Auf diese Weise und erst nach dem Krieg ist die Volksgruppe der Russlanddeutschen als solche entstanden, eben als eine deutsche „Schicksalsgemeinschaft“. Zuvor waren es die von einander ziemlich getrennten Gruppen (konfessionell, kulturell und sprachlich, und zwar je nach Auswanderungsregion innerhalb des Heiligen Römischen Reiches, inkl. Schweiz, Niederlande, Tirol usw.), zu welchen neben den Wolgadeutschen auch die Wolhynien-, Schwarzmeer-, Kaukasus-, Bessarabien-, Krim-Deutschen, die Deutsch-Balten u.a. zählten. Das „deutsche Blut“ hat 1933-1956 für die stalinistischen Schergen bei der Identifizierung der Zielgruppe für ihre meist tödlichen Repressalien eine Rolle gespielt, nicht für die deutschen Behörden, die ja bei der Aufnahme lediglich das „Kriegsfolgenschicksal“ bestätigen mussten. Und dazu gehören ja nicht nur die Russlanddeutschen, sondern auch einige andere Volksgruppen der ehem. Sowjetunion.

    @joey: Weder mit dem 1. noch mit dem 2. Weltkrieg haben die Russlanddeutschen etwas zu tun: Denn es gab ja Deutsche in Russland schon seit dem 10. Jh, einst gab es in sehr vielen Städten Russlands eine sog. „Deutsche Vorstadt“. In Moskau hat sie zeitweise fast einen Viertel der Gesamtbevölkerung ausgemacht…

    @Lothgaßler: Die Russlanddeutschen sind zum ersten Mal seit dem Beginn ihrer Massenrückkehr vor 26 Jahren (in einer kleinen Zahl gibt es sie bereits seit dem 1. Weltkrieg) auf die Straße gegangen, und zwar nicht wegen einem Fall von Kindesmissbrauch in Berlin (solche gab es auch früher schon), sondern wegen den Zuständen in Köln, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Berlin u.a., die ihr fast vergessen geglaubte Gefühl der Schutzlosigkeit wieder aufkommen ließen, dem sie jahrzehntelang in der ehem. UdSSR ausgeliefert waren, als sie offiziell für „vogelfrei“ („Volksfeinde“ bzw. „Ehefrauen und Kinder der Volksfeinde“ etc.) erklärt wurden und das Wort Polizei für sie eher das Gegenteil vom persönlichen Schutz bedeutete…

    @olli: Vielen Dank, das wäre genau das Richtige – mehr eigene, unabhängige Recherchen, mehr Infos, Vergleiche und das eigene Nachdenken (sich eben zu trauen, des eigenen Verstandes zu bedienen). Und das ist auch genau das, was ich mit meiner Wortmeldung eigentlich erreichen wollte. Sonst würde ich – wie einst in der Sowjetunion – einfach schweigen…

  • joey

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    @rußlanddeutscher
    ich sehe da keinen Widerspruch zwischen unseren posts.

    Die Weltkriege waren einfach nur Anlaß, wegen Gebietsverlusten Gesetzesregelungen für Staatsbürger im Ausland zu treffen.

    Zur Ausstellung meines Staatsangehörigkeitsnachweises wegen Einbürgerung meiner Frau wurde ich amtlich über die rechtlichen Grundlagen der deutschen Staatsbürgerschaft belehrt, ich hätte ja Entlastendes auftreiben können. Meine urbayerische Mutter zählte eben nicht, meine multiethnischen Großeltern väterlicherseits wurden nach 1945 als Deutsche gesehen (im ganzen Flüchtlingschaos bekam jeder einen Paß, das Thema ist alt…), waren es aber offenbar nie. Deswegen bin ich nur durch Ersitzung versehentlich Deutscher, ein Kuriosum… Seither weiß ich zumindest über meinen Fall gut Bescheid.

  • robert

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    @Russlanddeutscher
    Danke für die interessanten Ausführungen zu der ehemaligen SU, von denen ich nur wenig wußte/weiß. Auch wenn die damalige Bundesregierung den Zuzug von sog. Russlanddt. und Spätaussiedlern kontrollieren wollte (wie sie sagen), war die Grundlage für das „Aussiedeln“ nach Deutschland ein Relikt aus der Nazizeit. (Die Nazis haben das Völkische zwar nicht erfunden aber alle völkischen Strömungen vereint und radikalisiert – mit bekanntem Ergebnis.)
    Die entsprechenden Gesetze wie GG Artl. 116 haben ehemalige Nazis in den 1950ern entsprechend aktualisiert. Hier in Dt. wurden aber nicht alle „Siedler“ willkommen geheißen, viele der „wahren“, sprich indigen, Deutschen und die, die sich dafür gehalten haben, haben die Russlanddeutschen generell als Russen abgelehnt …

  • Kaiser Wilhelm

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    Ich kenne das aus meiner rumänien-deutschen Familie. Die „Rückkehrer“ nach Deutschland halten sich für die besseren Deutschen und sind froh, wenn sie auf der gesellschaftlichen Leiter jemand finden , der gefühlt unter ihnen steht. Wahrscheinlich wären sie auch die besseren Nazis….. bei all dem rassistischen Blut- und Boden- und Volkstumsgequatsche, das sie an den Tag legen. Dieses antiquierte russland- und rumäniendeutsche Geschwätz braucht kein Mensch hier in Deutschland. Manchmal schäme ich mich für meine rumäniendeutsche Familie , die in den 80-er Jahren selbst in Turnhallen saß und auf Eingliederung wartete auf Staatskosten, und die jetzt mit Hass und Ressentiments gegen Flüchtlinge ganz vorn mit dabei sind.

  • peter sturm

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    vor einer „rückwärts-nimmer-losung“ würde ich doch empfehlen, die eine oder andere überlegung anzustellen.
    falls die unterkunft auf der freifläche des jugendzentrums dieses wirklich zu stark beeinträchtigt, wäre dessen neubau – mit ausreichend freiflächen – schon ein ausweg aus der momentanen spirale. warum der standort boelckestraße nicht passt, verstehe ich immer noch nicht.

  • Ziander

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    Kommentar gelöscht. Bitte verbreiten Sie keine offensichtlichen Unwahrheiten.

  • Russlanddeutscher

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    @robert: Bemühen Sie sich doch bitte um etwas sachlichere Aussagen: Durch „googeln“ und einen direkten Vergleich der geltenden Fassung des Grundgesetzes für die BRD mit der ursprünglichen Fassung vom 23. Mai 1949 lässt sich leicht feststellen, dass am Art. 116 in den vergangenen 67 Jahren offensichtlich kein einziges Wort verändert wurde:
    http://www.verfassungen.de/de/gg/grundgesetz-vergleiche-i.htm

    In einem viel stärkeren Maße gilt das für den @Kaiser Wilhelm: Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, handelt es sich bei den „Deutschen“ um eine „Schicksalsgemeinschaft“, zu welcher die Siebenbürger Sachsen und die Banater Schwaben aus Rumänien genauso selbstverständlich gehören, wie die Deutschen aus Russland, so dass es völlig egal ist, ob sich der eine oder andere von ihnen als einen „besseren Deutschen“ fühlt oder nicht.

  • Hans-Peter Dantscher

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    Ist dem Herrn Lehner bzw. der Regensburger CSU eigentlich jetzt ein Grund eingefallen, warum auch immer das Jugendzentrum schließen muss?
    Ich meine, selbst wenn nicht nur der Bolzplatz, sondern auch der Basketball-, Volleyball- und Spielplatz wegfallen würden, bliebe noch die Disco, die Werkstatt und der Skateplatz.
    Also warum muss das Jugendzentrum schließen?

  • dugout

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    @Russlanddeutscher:
    Da können sie jetzt rumschwurbeln und absurde Unterstellungen in Bezug auf Mitgliedschaft bei der NSDAP meiner Vorfahren anstellen was sie wollen.
    Wenn sie es als Beleidigung der russischen Einwanderer empfinden wenn man sie mit Syrer oder anderer aktueller Migranten vergleicht dann sind sie der Rassist, nicht andere.

  • menschenskind

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    Ganz oben in meinem Kommentar und ebenso im zitierten SPIEGEL-Artikel von 1989 wurde auf die besondere Intoleranz der Bayern verwiesen (größte Ablehnung von „Wirtschaftsflüchtlingen“).

    Interessant, dass keiner der hier Diskutierenden auf diesen Aspekt eingegangen ist. Über Russlanddeutsche wurde heiß gestritten, ganz und gar nicht so über die in dieses Spiel doch ebenso involvierten Bayern.

    Ist es denn ein Tabu uns Bayern einmal in Frage zu stellen?

    Warum nicht mal eine Diskussion über die in Deutschland doch einzigartige Menschenfeindlichkeit der Bayern, in Geschichte wie in Gegenwart ?

    Bayern hassen Juden immer noch mehr als andere deutsche Landsleute Juden hassen. Die Fremdenfeindlichkeit der Bayern ist eine der höchsten aller Bundesländer, ebenso der Hass gegenüber Sinti und Roma oder Muslimen. Zugleich kommt keine Werbeschrift der CSU ohne das Eigenlob vom „toleranten Bayern“ aus, desgleichen die Broschüren der Touristikbranche und die Regional- bzw. Lokal-Presse. Alle lobhudeln sie uns.

    Warum nicht einmal die bayerische Mentalität der Ablehnung ‚anderer‘ thematisieren? Warum nimmt sich der, von mir hochverehrte, Herr Aigner nicht dieses Themas mal an?
    Warum nicht ein Artikel über uns Weißblauen, wie wir wirklich san (oder han)?

    (Ich hoffe, ich muss jetzt nicht schon wieder Belege aus dem Internet und aus der Literatur aufzählen, die die besondere Intoleranz von uns Bayern belegen!)

  • AnnaF

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    „Das Dörnberg“ wird doch gerade aus dem Boden gestampft. Also ich fände es sehr charmant, wenn dort einfach mal auch für 100 oder 200 Flüchtlinge mit geplant würde. Und natürlich nochmal 200 Sozialwohnungen (müssen die das ned eh? – bei x-tausend Wohneinheiten, die sie da hinklotzen

  • Russlanddeutscher

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    @dugout: Die größten Verbrecher und Massenmörder im Stalinismus und Nationalsozialismus waren Personen, die von ihrer ideologischen und „moralischen Überlegenheit“ so stark überzeugt waren, dass sie bereit waren, „über Leichen zu gehen“, sprich jeden der einer anderen Meinung war, mit einem tödlichen Brandmal zu versehen, wie z.B. „Volksfeind“, „Imperialist“, „Rassist“ usw. und sie so abgrundtief gehasst haben, dass sie bereit waren auch Millionen umzubringen, damit der Rest der Menschheit endlich nach ihren Vorstellungen „glücklich“ werden oder sogar im „Paradies“ leben könnte. Solchen Verbrechern sind ca. 80 Millionen Menschen in der ehem. Sowjetunion zum Opfer gefallen, ohne dass es zu einem „Paradies auf Erden“ gekommen wäre… Neben dem Kurt Schumacher (SPD, Überlebender von KZ Dachau) war auch der „Gründungsvater“ der Wolgadeutschen Autonomen Republik Ernst Reuter, der spätere Regierende Bürgermeister von West-Berlin, der Meinung: „Kommunisten sind die rotlackierten Faschisten“…

    Zum großen Erschrecken müssen viele Russlanddeutsche nun feststellen, dass dieser als sowjetisch geglaubte „moralische Imperialismus“ sich auch im heutigen Deutschland immer weiter ausbreitet: Jeder der sich erdreist, einer anderen Meinung als die „Gutmenschen“ zu sein wird mit dem Brandmal „Rassist“, „Neo-Nazi“ o.ä. belegt! In ihrer grenzenlosen Intoleranz und Aggressivität merken diese Menschen wohl gar nicht, dass sie genau das tun, was sie den anderen vorwerfen: Extremismus, Intoleranz, Herrenmenschentum…

    Der Vergleich der Überlebenden des Völkermordes unter Stalin mit den heutigen Flüchtlingen ist allein schon deswegen eine Beleidigung, weil die Russlanddeutschen ihre Heimat nicht selbst verlassen haben, sondern unter Waffengewalt nach Sibirien und Mittelasien deportiert wurden. Die bis zum Kriegsbeginn noch lebenden russlanddeutschen Männer sind mit dem Kriegsbeginn nicht aus ihrer Heimat geflohen, sonder diese verteidigt! Sie wurden jedoch ab August 1941 zwangsweise aus der Sowjetischen Armee entfernt, aller ihrer Dienstgrade, Medaillen und Orden beraubt und genauso wie ihre Familienangehörigen – alle Männer zwischen 15 und 55 Jahren, manchmal schon mit 14 Jahren, und Frauen zwischen 16 und 45 Jahren – in die Zwangsarbeits-KZ’s von GULag eingewiesen oder einfach erschossen…

    Durch den Krieg mit Deutschland haben die Überlebenden des in Russland inzwischen per Gesetz anerkannten Völkermordes ihre „kleine Heimat“ an der Wolga, in Wolhynien, am Schwarzen Meer, auf der Krim, in Bessarabien, im Baltikum usw. endgültig verloren, so dass ihnen mit dem Untergang der Sowjetunion nichts anderes blieb als in die „historische Heimat“ zurückzukehren: Sie sind also nicht in die fremden Länder gefluchtet, sondern haben sich notgedrungen ihrer deutschen Schicksalsgemeinschaft wieder angeschlossen…

  • eine Russlanddeutsche

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    an Menschenkind
    Fremdenfeindlichkeit und Rassismus lassen sich nicht so einfach definieren. Wo beginnt es und wie sieht es aus? Wer bestimmt es, dass es Fremdenfeindlichkeit ist und kein Scherz mehr? Ich sage immer,das bestimmt die betroffene Person bzw. Gruppe. Sie definieren – was für sie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind. Noch schlimmer ist Alltagsrassismus: da handelt es sich um die Sachen, die in der Gesellschaft akzeptiert werden und gar nicht als Fremdenfeindlichkeit bzw. Rassismus von den anderen gesehen wird. Beispiele: „Es ist doch logisch, dass Achmed seltener als Michael zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.“; „Ich habe nichts gegen Ausländern, aber eine Wohnung würde ich denen nie vermieten“, „Die Migrantenkinder können doch nicht auf ein Gymnasium gehen! Das schaffen nicht mal unsere deutsche Kinder“.
    Zurück zu Bayern:
    – Patriotische Menschen sind fremdenfeindlicher als nicht Patrioten
    – Religiose Menschen sind fremdenfeindlicher als weniger Religiose
    – Weniger gebildete Menschen sind fremdenfeindlicher als Hochgebildete (liegt z.Teil daran, dass Gebildete vorsichtiger mit ihren Aussagen sind.)
    – Menschen, die weniger Kontakte zu Migranten haben – sind fremdenfeindlicher: bis heute noch gibt’s kleine Städte und Gemeinde, in denen kaum „Ausländer“ gibt.
    http://library.fes.de/pdf-files/do/07905-20110311.pdf
    Da ist es z.B. ganz interessant beschrieben und gibt auch deine Aussage wieder.

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:
    „Der Vergleich der Überlebenden des Völkermordes unter Stalin mit den heutigen Flüchtlingen ist allein schon deswegen eine Beleidigung, weil die Russlanddeutschen ihre Heimat nicht selbst verlassen haben, sondern unter Waffengewalt nach Sibirien und Mittelasien deportiert wurden“

    Merken sie eigentlich selbst nicht mehr was für einen menschenverachtenden Unfug sie schreiben?
    Ja glauben sie den der Syrer geht freiwillig wochenlang nach Deutschland weil ihm langweilig ist?
    Da können sie noch so oft irgendeinen Mist über Stalin und sonst was schreiben, im Grunde merken sie gar nicht mehr wie sie sich hier als Herrenmensch aufspielen

  • Russlanddeutscher

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    @dugout: Selbstverständlich geht „der Syrer freiwillig wochenlang nach Deutschland“, denn er müsste seine Heimat verteidigen! Sollte der Kampf um seine „kleine Heimat“ aber tatsächlich keinen Sinn mehr machen, so hätte er immer noch die „Freiheit“, in Syrien oder zumindest im Bereich des ehem. Großsyrien (dazu gehörten: Libanon, Jordanien, Irak, Kuwait, Palästina…) zu bleiben. Sollten aber „alle Stricke reißen“ könnte er innerhalb seines sehr großen arabischen Kulturraums mit sehr vielen und zum Teil auch sehr reichen Staaten zu bleiben, wo seine Kultur, Sprache und Religion gelebt werden, ohne jede Integrationsprobleme…

  • Bertl

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    Habe jetzt tatsaechlich ALLES an Auswuechsen zur Geschichte von Russischen..Juedischen..Nation xy.. Ein..Um..Durchwanderern hier gelesen. Was (nur mal so nebenbei erwaehnt) hat das ALLES mit der Tatsache zu tun, dass der Platz fuer die Fluechtlingsunterkunft steht und GUT?? Die Tatsache, dass das Schicksal von zig 1000 Menschen nicht davon abhaenging gemacht werden kann, ob es einem „Bruchteil“ von Einwohnern/ Bewohnern genehm ist? Was des „Syrers“ Freiheit angeht sich in die genannten Laender zu verlustieren…. so einen Schmarrn hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Alleine in Lybien sind es um ca. 1000000? Jordanien 650000? Besser vorher informieren und nicht mit dieser „Heimat verteidigen“ Laberei mit die ((sorry)) duemmste AfD Polemik nachblubbern! Ich habe gerade den Verdacht, dass das EINZIGE INTEGRATIONSPROBLEM darin besteht, das Sie, Herr „Russlanddeutscher“, schon soviel Deutsch vor sich herschieben, dass es weh tut! Ich kann Ihnen versichern, dass es mir pers. vollkommen egal ist ob Sie aus links..rechts..mitte oben unten Russland kommen oder nicht. Ob Ihr Urururururgrossvater sich zusammen mit meinem und der Tante von Dschingis Khan einen hinter die Birne gekippt haben. Die Parolen, welche Sie hier verwenden, moechte kein „wirkliche normal denkender Deutscher“ jemals wieder hoeren oder lesen!

  • Mr. T

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    Russlanddeutscher macht es wie man es oft so gerne macht als „meinungsunterdrückte Minderheit“: Er wälzt Kritik an seinen rassistischen Einlassungen, an den im JUZ schimpfenden Personen und an den Demonstranten gegen das erfundene Verbrechen auf alle Übersiedler ab. Damit erscheint diese Kritik auch wieder unfair und rassistisch. Die Kritik ist aber dieselbe wie die an den pegiden Gesinnungsgenossen, die schon immer einen deutschen Pass besessen haben.
    Aber es gibt ja auch Russlanddeutsche, deren ungerechte Behandlung früher in der Sowjetunion und auch wieder nach ihrer Rückkehr nach Deutschland zu Solidarität mit den Flüchtlingen führt. Auch sie wurden alle als kriminell und versoffen pauschal verurteilt. Ähnlich wie Kriegsflüchtlingen jetzt vorgeworfen wird, sie würden nur in die soziale Hängematte Deutschland wollen, wurde früher auch gesagt, dass jeder Russe, der auch nur einen deutschen Schäferhund im Stammbaum hat, sich in Deutschland das Geld vom Staat abholen will. Schön, dass viele Übersiedler das Gegenteil bewiesen haben und mit viel Fleiß die Chancen genutzt haben, die sie in Deutschland bekamen. Nun sollten sie aber auch den aktuell ankommenden Menschen diese Chancen gönnen. Keine Angst, die nehmen uns nichts weg!

  • menschenskind

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    @eine Russlanddeutsche
    Sie vertreten sehr vernünftige Ansichten. Ich lese Ihre Beiträge immer mit großem Interesse. Ihre Beobachtungen zu den Bayern decken sich mit meinen. Schön wäre es wenn hier, auf R.D., öfter über die Bayern diskutiert werden würde, nicht nur über ‚die Fremden‘.

  • Russlanddeutscher

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    @eine Russlanddeutsche: Sie sind offensichtlich eine junge Frau, die schon hier in Deutschland und somit ohne die „typisch russlanddeutschen Erfahrungswerte“ aufgewachsen ist, so dass Sie wohl leider die Tatsachen von der Propaganda nicht mehr unterscheiden können. In der ehem. Sowjetunion lernte man bekanntlich sehr schnell, „zwischen den Zeilen zu lesen“, denn es war z.T. überlebenswichtig!

    Eigentlich hätten Sie schon beim „Herausgeber“ der Studie, auf die Sie mit Ihrem Link verweisen, stutzig werden müssen, denn dahinter steht ja eine politische Partei, die für eine bestimmte Ideologie wirbt und somit Fakten, die gegen ihre Ideologie sprechen würden, bestenfalls verschweigen müsste. Das liegt leider „in der Natur der Sache“!

    Sehr schnell stolpert man in dem Doku über solche und ähnliche Ausdrücke:
    …„keine oder unvollständige Statistiken über vorurteilsbasierte Gewalttaten“… „die offiziellen Statistiken“… „aufgrund ihrer deutschen Staatsbürgerschaft in offiziellen Statistiken nicht als Ausländer/innen gezählt“…

    Außerdem würde ich gerne an einen wichtigen Grundsatz erinnern: „Es ist alles eine Frage der Definition“. Wer gilt denn in der von Ihnen oben aufgeführten „Statistik“ als „patriotisch“, als „religiös“ als „gebildet“? Wie viele „Kontakte“ zu den Migranten gelten als „wenig“, reicht ein „Hallo“ zum Nachbar als „Kontakt“ aus? Auch für eine extravertierte Persönlichkeit? Kann man diese Begriffe nach dem Prinzip „ein bisschen schwanger gibt es nicht“ definieren oder zumindest einigermaßen eindeutig wie „schwarz und weiß“ auseinander halten, damit der Manipulation und Propaganda enge Grenzen gesetzt werden? Ausschließen kann man diese leider trotzdem nie…

    Haben Sie in dieser Studie herausfinden können, wie die russlanddeutschen Lehrerinnen, die heute als Putzfrauen arbeiten und Ingenieure, die als Hilfsarbeiter auf der Baustelle anzutreffen sind, weil ihre Hochschulabschlüsse damals noch nicht anerkannt wurden, in dieser Statistik geführt werden? Verhalten Sie sich diese Menschen nun als „gebildet“ oder als „ungebildet“?

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur festhalten, dass ich unter denjenigen, die sich an den Diskussion über die Integrationsfragen eifrig beteiligen, nur äußerst selten einen angetroffen habe, der ehrlich bestätigen könnte, dass er zumindest einen guten Bekannten (von Freunden spreche ich ja gar nicht mehr) aus dem Kreise der Russlanddeutschen hätte! Dabei leben inzwischen mehr als 4 Millionen davon in Deutschland… Bestenfalls kommt der Satz wie beim @Bertl „es ist mir pers. vollkommen egal“… Wenn man jedoch etwas genauer nachhackt, stellt sich sehr schnell heraus, dass es keine ehrliche Aussage war und es einem doch „nicht ganz egal“ ist… Man möchte jedoch zum Mainstream gehören (psychologische Selbstverständlichkeit) und so plappert man alles unreflektiert der „veröffentlichten Meinung“ nach. Nicht anders war es auch in der – Gott sei Dank – untergegangenen Sowjetunion…

  • eine Russlanddeutsche

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    Dieses Zitat wg. Verteidigung der Heimat – ist auch ein ständiger Argument in den russischsprachigen Medien! „Wenn wir 1943 auch so fliehen würden – hätten wir nie den 2.Weltkrieg gewonnen“ – ist der nächste Lieblingsatz.
    Lieber Russlanddeutscher, schauen Sie bitte, wer gegen wen führt den Krieg in Syrien? An wen sollen diese Menschen sich anschließen? Keiner verspricht denen Frieden! Sogar eigene Regierung bombardiert eigene Bürger.
    Damals in der Sowjetunion gab es auch Menschen, die nicht in den Krieg gehen wollten, die Angst vom Sterben hatten – Sie wissen schon, was mit denen passierte oder? Wie wurden die Menschen aus der Gefangenschaft zuhause empfangen? Schon vergessen? Was war mit denen, die fliehen wollten?
    Zu den Flüchtlingslager in Lybien, Türkei, Pakistan usw. informieren Sie sich bitte hier:
    http://www.unhcr.de/ und hier: http://www.proasyl.de/
    Sie sind kein Kleinkind, dem man alles erklären soll….

  • eine Russlanddeutsche

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    Nein, ich bin nicht klein nach Deutschland gekommen. Ich bin aufgewachsen und sozialisiert in der Sowjetunion. Hier musste ich mich stark durchschlagen. Auch ich und meine Familie wurden von Diskriminierungen betroffen. Nun schnell habe ich gelernt, wer mein Freund ist und wer nicht. Von Bayer, die rassistisch ticken, halte ich mich genau so fern wie von meinen Landsleuten, die solche Parolen bringen.Nun nicht alle Deutsche sind rassistisch. Dank einigen Deutschen, deren Namen ich mir für mein ganzes Leben merken würde, bin ich dort wo ich jetzt bin. Ich wähle meine Freunde nicht nach dem Aufenthaltsstatus oder Nationalität.
    Und genau, weil ich selbst weiß wie schwierig es ist – unterstütze ich ehrenamtlich bei ihrem Weg in Deutschland. Wie wichtig ist es, die Menschen zu treffen Flüchtlinge bei ihrer Integration. Wenn man am Anfang solche Menschen hat – dann ist es eine große Hilfe. Flüchtlinge haben viel schwieriger als wir hatten: allein schon ein total anderes Alphabet, jahrelanger Flucht hinter sich, unsicherer Aufenthaltsstatus.
    Mag sein, dass uns einer oder anderer nicht gemocht hatte und auch gegen uns war – aber unsere Unterkünfte haben damals nicht gebrannt. Warum müssen diese Menschen bei uns Angst haben?

  • Russlanddeutscher

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    @eine Russlanddeutsche:
    Die Propaganda in den „russischen Medien“ verfolge ich kaum, nur wenn mich jemand auf etwas angeblich besonders Interessantes verweist. Den großen „Macher“ in den „Wochennachrichten“ Dmitrij Kiseljow bezeichnen unsere Landsleute nicht anders als den „russischen Göbbels“ und „Propaganda-Minister.

    Die Russlanddeutschen waren schon immer loyal gegenüber der „Obrigkeit“, und zwar im Russischen Zarenreich genauso wie in der kommunistischen Sowjetunion. Auch im heutigen Deutschland ist es nicht viel anders, auch wenn der eine oder andere ältere Russlanddeutsche sich manchmal kritisch äußert, weil er vor schlimmen Entwicklungen warnen möchte, die er aus eigener Erfahrung kennt.

    Auch ich habe damals an die kommunistische Propaganda ehrlich geglaubt, auch ich bin regelmäßig (zweimal im Jahr, am 01. Mai und am 07. November) auf die staatlich verordneten, mit ca. 250 MILLIONEN Teilnehmer im ganzen Land organisierten Demonstrationen „für den Frieden“, „gegen den Rüstungswettlauf“, „gegen den Imperialismus und Militarismus des Westens“, „gegen die kapitalistische Lügenpresse“ gegangen (jawohl, auch den Begriff der „Lügenpresse“ hat der große „Führer der Arbeiter und Bauern“ gerne verwendet; wenn Sie wollen könnte ich Ihnen einige Zitate in seinen in 55 Bände zusammengefassten Werken heraussuchen, die ich ja neben meinem Fachstudium 5 Jahre lang studierten musste).

    Es war die größte Enttäuschung vieler Generationen – nicht nur der Russlanddeutschen, sondern aller Menschen in der Sowjetunion –, als sie endlich erkannt haben, dass sie jahrzehntelang an eine menschenverachtende Utopie geglaubt haben und diejenigen Recht behalten durften, die unerschrocken davor gewarnt hatten und deswegen als „Volksfeinde“ eliminiert wurden. Genau diese Enttäuschung hat die Sowjetunion zum Kollabieren gebracht, es gab keine „äußeren Feinde“ als die Sowjetunion unterging. Chaos, Elend, Korruption und ausufernde Kriminalität waren die Folgen, an denen Russland bis heute laboriert.

    Jeder von uns möchte natürlich zu den „Guten“ gehören! Das jedoch, was das „Gutmenschentum“ in Deutschland von den „Sterblichen“ abverlangt, ist eine ähnlich gefährliche Utopie wie die des Kommunismus…

  • Russlanddeutscher

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    „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein.“
    (J. W. von Goethe)

  • Bertl

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    @Russlanddeutscher… völlig entgegen Ihrer Meinung möchte ich Sie bitten, einfach mal Ihre offensichtlich schwere und sicherlich nicht leichte Vergangenheit ruhen zu lassen! Es ist (und hat) noch keinem Menschen auf dieser Welt geholfen in seiner Vergangenheit zu leben und damit die Zukunft zu bestimmen. Wir können, sollen sogar aus unserer Vergangenheit LERNEN… natürlich… aber wenn wir aus den letzten 100 Jahren etwas lernen können, dann die Tatsache,dass sich weder Kommunismus noch Nationalismus in irgendeiner weise als Regierungsform/ Ideologie eignen! Beide haben VERSAGT, beide haben mehr Leid und Krieg über Menschen gebracht als dieser Welt gut tut! Ohne das ich es müsste kann ich Ihnen sagen, dass ich schon mit so vielen Ethnien zusammen gelebt und gearbeitet habe, dass mir der Überblick leider abhanden gekommen ist! Und wissen Sie wer die ANGENEHMSTEN und OFFENSTEN Menschen waren? Es sind die Menschen, die entweder optimistisch in eine Zukunft sehen und sich bewusst sind daran mitzuwirken ODER diejeneigen, die in einer Gemeinschaft daran arbeiten gesellschaftlich etwas zu verbessern. Nicht die ewig Gestrigen… nicht die Schubladendenker, die sich im Prinzip nur Möglichkeiten suchen Ihre eigenen Probleme anderen in die Schuhe zu schieben! Was hindert Sie daran, über Ihren Horizont von schlechten Erfahrungen hinaus zu schauen? All Ihre negativen Erlebnisse zu verwenden um es einfach BESSER zu machen? Und ja… ich bin in der glücklichen Situation in sehr vielen Ländern gute Freunde zu haben, die mir meinen Horizont erweitert haben!
    Der Zusammenhang zwischen „Gutmenschtum und Kommunismus (Utopie)“ ist übrigens und da lehne ich mich nicht mal weit aus dem Fenster, nur Ihnen und einem kleinen Teil von Deutschen klar.

    Zwecks AKTUALITÄT möchte ich Ihren Goethe Spruch gerne ergänzen… 184 Jahre später….. :-)

    Wenn wir irgendetwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Tatsache, dass ihm zum ersten Mal in der Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist.“
    (Kurt Schumacher, deutscher Politiker, 1895 – 1952)

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: Es wäre vielleicht ein schönes Schlusswort! Leider sieht die Realität etwas anders aus: Die seit Goethe vergangene Zeit hat an der Richtigkeit seiner Worte nichts geändert: Die Ideologien der heutigen Terroristen sind nicht minder menschenverachtend und ihre Taten und Attentate nicht weniger verbrecherisch als solche im Nationalsozialismus und Kommunismus. Im Jahre 1914, nur wenige Monate vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnte sich kaum ein Bürger in Europa vorstellen, dass es zu diesem schrecklichen Krieg kommen könnte. Wir sind heute kein bisher klüger, leider!

    In Bezug auf das „nach vorne schauen“ und optimistisch sein: Wir Deutsche aus Russland sind es und tun das auch, sonst hätten wir nicht Häuser gebaut, Familien gegründet, Kinder großgezogen. Sagen Sie das bitte Frau Merkel und den vielen anderen deutschen Politiker, die meistens unverheiratet und kinderlos sind, so dass der Eindruck entsteht, sie machen die Politik nach dem Prinzip „Nach mir – die Sintflut“…

  • joey

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    @Rußlanddeutsche und Rußlanddeutscher
    danke für Eure Beiträge, die ich gerne lese.

    Ein paar kleine Anmerkungen:
    wäre ich ein Syrer, ich würde vermutlich auch aus Syrien davonlaufen. Es wird einem in diesem Land wohl nicht gestattet, neutral bzw anständig zu bleiben. Da außer Putin, SaudiA. und Iran sonst offenbar keiner auf der Welt weiß, wer diesen Krieg eigentlich gewinnen soll, wissen es die „kleinen Leute“ wahrscheinlich noch weniger. Die Realität ist in fast allen Bürgerkriegen gleich.
    Trotzdem sollte man mit historischen Vergleichen (1943) vorsichtig sein.

    Anerkennung von Zeugnissen: Zeugnisse aus der ehem. Sowietunion – und auch heute aus Rußland, Ukraine etc. sind auch nicht immer übertragbar. Zur Info: ich habe gute Kontakte zu vielen Menschen, die aus Rußland hierher gekommen sind oder noch dort sind.
    Konkrete Beispiele: Ein ukrainisches Sprachstudium wurde hier in D nur als Allgemeinabitur anerkannt. Ein studierter Geologe aus der Sowietunion ist faktisch nicht mehr gewesen als ein Brunnenbohrer in Sibirien. Ein ukrainischer Major wäre in D ein Hauptmann, eine Bauingenieurin nicht mehr als eine Technikerin… es gab und gibt da eine gewisse Titelinflation. Dazu kommt noch im akademischen Bereich eine hohe Spezialisierung bei Inkompatibilität zu westlichen Systemen.
    Mal was Positives: in Mathematik / analoges Rechnen bzw Kopfrechnen schlägt ein „Sowietingenieur“ jeden (West-) Ingenieur (z.B. mich).

    Daß nun Flüchtlingen Berufsabschlüsse „unkompliziert“ anerkannt werden sollen, halte ich für gut(-menschlich) gedacht, aber technisch völligen Blödsinn. Denn am Ende kommt es immer darauf an, was man kann. In vielen „Flüchtlingsländern“ kann (bzw muß) man Führerscheine bis hin zum Diplom kaufen. Mit schönen Zeugnissen kriegt man eine Stelle, übersteht aber die Probezeit nicht. Am Ende zählt für Deutschland und noch mehr für die Flüchtlinge, was hinten rauskommt.

  • Russlanddeutscher

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    @joey:
    Korrekt! Wir, Deutsche aus Russland haben diese Skepsis und Vorsicht der deutschen Behörden Anfang 90er Jahre verstanden und hingenommen, obwohl es für uns damals sehr schmerhaft war, weil die sowjetischen Behörden über Jahrzehnte hinweg alles unternommen haben um uns vom Hochschulstudium auszuschließen: Inzwischen wurden etliche Archivunterlagen mit entspr. sowjetischen Anordnungen an die einzelnen Hochschulen veröffentlicht, mit der die Zulassung von Deutschen und einigen anderen „Volksfeinden“ noch in den 70-80er Jahren zum Studium stark begrenzt bzw. an bestimmten Universitäten sogar komplett verboten wurde. Im Ergebnis dieser Politik, sind die Russlanddeutschen von der ersten Stelle in der Bildungsstatistik im russischen Zarenreich so ziemlich an das Ende unter den ca. 200 verschiedenen Volksgruppen in der Sowjetunion abgerutscht (das spielte auch eine Rolle bei der Anerkennung des Völkermordes im russischen Parlament).

    Man kann sich also leicht vorstellen, dass diejenigen unter den Russlanddeutschen, die es mit viel Glück und großen Mühen doch noch geschafft haben, ein Hochschulstudium in der ehem. Sowjetunion zu absolvieren, mindestens weit überdurchschnittlich gut waren… um dann in Deutschland nicht anerkannt zu werden!? Sehen Sie hierzu beispielsweise die Biografie des russlanddeutschen Physik-Nobelpreisträgers aus dem Jahre 2010 Andre Geim (Andreas Heim), der wohlwissend um diese Schwierigkeit für die „Deutschstämmigen“ sich erst gar nicht für Deutschland, sondern gleich für die Niederlande und Großbritannien entschieden hatte…

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion, insbes. im Chaos der Jelzin-Periode, konnte man in der Tat alle möglichen Hochschulabschlüsse relativ leicht kaufen, beispielsweise einen Arzt-Diplom, ohne je in einem Vorlesungs- oder Operationssaal gewesen zu sein (darüber berichten die russischen Medien bis heute immer wieder ganz offen). In Deutschland wurde dagegen die Praxis der Anerkennung ausländischer Diplome und Approbationen für Ärzte in den letzten Jahren sehr stark „liberalisiert “, so dass einige dieser „Ärzte“ wohl doch noch eine deutsche Anerkennung erhalten konnten und inzwischen „erfolgreich praktizieren“…

    Nach der Aberkennung des Doktorgrades bei unserem Bundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg 2011 hat man in Russland jedoch mehrere Untersuchungskommissionen auf der höchsten Ebene eingesetzt und nicht nur mehrere hundert von Dr.-Titeln aberkannt, sondern auch eine ganze Reihe von Hochschulen geschlossen, die im Diplom-Handel verwickelt waren…

  • menschenskind

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    Eine besondere Form der Diskriminierung der Russlanddeutschen in der Sowjetunion kam hier noch nicht zur Sprache. In den Sowjetpässen und späteren russischen Pässen war bis 1997 jeweils die Nationalität mit angegeben (ein „N“ für Njemetz = Deutscher; „E“ für jEwrej = Jude usw.), ganz ähnlich wie bei den Juden unter Hitler ein „J“ in den Personaldokumenten eingestempelt war, und den Inhaber des Passes der Willkür mieser, fieser, kleinlicher Beamter aussetzte.
    Ja, nichtethnischer Russe in Russland gewesen zu sein, war kein Vergnügen, vor allem in den Jahren zwischen 1917 und 1989 nicht.

  • Bertl

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    @Russlanddeutscher… sorry wenn ich einem Absatz Ihres Beitrages entschieden Wiederspreche… Nein! Sie sind im Sinne unseres Staates nicht optimistisch! Nur weil ich Haeuser baue… Kinder in die Welt setze und Baeume pflanze, bin ich im Sinne einer Staatsentwicklung nicht optimistisch! Wo liegt der Zusammenhang zwischen dem heutigen Terrorismus und 1914? Zwischen dem heutigen DFB Pokalspiel und dem WM Finale in Bern?
    Ich bin sicherlich KEIN Merkel Fan aber dieses eine Mal hat Sie doch tatsaechlich Charakter bewiessen. RESPEKT dafuer! Ob die Frau da Kinder hat oder nicht ist mir voellig egal. Was helfen 17 Kinder, wenn ich jemand wie Von der Layen sehe? Sich niederzulassen und eine Familie zu gruenden hat nichts mit Optimismus zu tun… das ist ein Grundwunsch, der allerdings schon VOR der Asylproblematik schwer umzusetzen war.
    Was ich an der ganzen Thematik/ Diskussion noch immer nicht begreife ist, wie man einerseits Kommunismus und Nationalismus aufs schaerfste Verurteilen kann…. im selben Atemzug dann aber die ewig gleichen Parolen derer verwendet, die man doch als BOESE entlarft hat? Zumindest von mir nicht zu Begreifen.. sorry!
    So und jetzt wird die Unterkunft fuer die rechtmaesig um Asyl bittenden, die gesetzeskonform in unser reiches Land gekommen sind, mit der berechtigten Hoffnung auf Hilfe und Unterstuetzung, hoffentlich genau am vorgesehenen Platz gebaut! Was ist dann? Wieder eine Demonstration gegen die boese Demokratie oder im Sinne von Seehofer mehr die Richtung mia san mia? Vielleicht regt es auch manche dazu an WIRKLICH MAL UEBER IHREN TELLERRAND ZU SCHAUEN??? Warum eigentlich nicht diese Menschen von den Erfahrungen profitieren lassen die Sie (offensichtlich) bereits gemacht haben? Selbst ein Zeichen fuer Integration setzen?

    Das nenne ich OPTIMISMUS!!! Vor allem nenne ich es Buerger mit allen Rechten und Pflichten. In diesem Sinne haben Sie..ich.. und alle Beteiligten eine ethische..moralische und menschliche Pflicht zu HELFEN. Auch wenn es „nur“ um das Akzeptieren einer Tatsachenentscheidung geht!
    Ein grosser Teil von Kraft und Optimismus wird naemlich in diesem staendigen Kampf um Selbstverstaendlichkeit verbraten! „Vereinigungen“ wie AfD .. Pegida und Konsorten, welche die Unfaehigkeit und geschuerte Angst von potentiellen Waehlern aufsaugen, die von BILD und Co mit den ewig gestrigen Schauermaerchen von Kulturverlust und Ueberfremdung angeheizt werden. Wissen Sie „Russlanddeutscher“, wenn das die Werte sind die zu verteidigen sich lohnen soll….. verzichte ich auf den ganzen Schmarrn!

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: Eine der „Schlüsselerfahrungen“ in der sowjetischen Diktatur war nicht nur die von mir angesprochene völlige Schutzlosigkeit der Russlanddeutschen und einiger anderer „aus der sozialistischen Völkerfamilie“ willkürlich ausgestoßener Volksgruppen, sondern auch das, was auch alle anderen Volksgruppen des Vielvölkerstaates „Sowjetunion“ erlebt und erleiden mussten: Der ständig Bruch des geltenden Rechts! Im Russischen gibt es sogar eine „Volksweisheit“ dazu, die sinngemäß übersetzt heißen würde: „Das Gesetz – das ist wie eine Deichsel: in welche Richtung Du sie hinlenkst, so wird es auch herauskommen!“ (закон – что дышло: куда повернёшь – туда и вышло!).
    Deswegen ist es für alle, die eine Diktatur überlebt haben so wichtig, dass das GELTENDE RECHT eingehalten wird, keiner darf sich darüber hinweg setzen, alle sind vor dem Gesetz gleich! Auch dann nicht, wenn dies aus welchen Gründen auch immer, auch aus moralischen, humanitären und sonst sehr wichtigen Gründen als dringend notwendig erscheint! In diesem Falle sollten die Gesetze nach demokratischen, rechtsstaatlich vorgeschriebenen Regeln GEÄNDERT werden, sprich das vom Volk gewählte PARLAMENT, und nicht eine Regierung, schon gar nicht eine Einzelperson, wie wichtig sie auch sein mag, darf die Verletzung / Aussetzung / Aufhebung der geltenden Gesetze anordnen.

    Sollten die Auswirkungen durch eine notwendige Gesetzesänderung für die Bürger des Staates als gravierend erscheinen, dürfen in einer Demokratie keine Gesetzesänderungen im Eilverfahren vorgenommen werden, sondern eine breite Meinungsbildung im ganzen Land angestoßen werden. Spätestens dann, wenn bei den angestrebten Entscheidungen im Bundestag und Bundesrat kein breiter (mind. 90%) fraktionsübergreifender Konsens (die gesamte Opposition eingeschlossen) besteht, bleibt in einer Demokratie nichts anderes übrig als die Einbeziehung der Bürger in die Meinungsbildung durch die Neuwahlen anzustreben, da bei uns ja keine Volksabstimmungen wie in der Schweiz möglich sind…

  • Deutschlandrusse

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    @Rußlanddeutscher:
    Sie sprechen mir mit jedem Satz aus der Seele. Insbesondere die Diskussion über den „moralischen Imperialismus“ und damit verbundenen Gefahren habe ich vor ein paar Wochen mit den Kollegen geführt. Jede auch so gut gemeinte Ideologie kann zu einer Katastrophe führen wenn die geschichtlichen Erfahrungen und Pragmatismus vernachlässigt werden.
    Danke dass Sie sich die Zeit nehmen und Ihr Wissen und Überlegungen teilen. Die Unbelehrbaren werden zwar auch solche bleiben, aber viele, die denken und zweifeln können, werden Ihre Ausführungen mit Sicherheit brauchen.

    Ich würde Sie sehr gerne persönlich kennenlernen und zu einem Bierchen einladen. Wenn Sie mir eine kurze Nachricht auf drusse789@gmx.de schicken, werde ich mich sehr freuen.

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher
    Auch nach 10 Kommentaren,in dem sie jeden Winkel der russischen Geschichte ausgetreten haben, bleibt nichts übrig das ihren Fremdenhass erklärt.
    Wenn sie so sehr auf Einhaltung von Gesetzen bestehen dann nehmen sie zur Kenntnis das es eine Vorverurteilung hier nicht gibt! Eine Vorverurteilung für ein ganzes Kollektiv schon gleich gar nicht.
    Sie leben als ewig gestriger in einer Vorstellung von Deutschland die es nicht gibt. Ich bin versucht zu sagen, die es seit 75 Jahren nicht mehr gibt. Sie werden ihr schönes sauberes Deutschland schon teilen müssen. Wenn ihnen das nicht passt, wählen sie eine Partei die ihren Ansprüchen genügt und hoffen sie auf eine Mehrheit.

  • Thomas DIEHL

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    Die Politik muss wohl wahrnehmen das ein erheblicher Teil der Deutschen – egal ob mit Migrationshintergrund oder nicht – unter einer rational nicht begründbaren Flüchtlingsphobie und Fremdenphobie leiden. Wie kriegt man die nur auf die Couch!

  • Bertl

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    @ Russlanddeutscher… Sie bringen mehr schlicht falsches „Gedankengut“ in dieses Land, schaden mehr in Ihrer „Art“ ihm helfen zu wollen, als Ihnen wahrscheinlich selbst klar ist! Obwohl man nie seine Wurzeln vergessen sollte wird jedoch eines sehr deutlich…. Sie sind nicht mehr in der UDSSR sondern in Deutschland. Was Sie hinter vorgehaltener Hand den meisten Flüchtlingen vorwerfen, die Ihnen in der Ausgangssituation übrigens ähnlicher sind als Sie sicherlich wahrhaben wollen, ist nicht zu verstehen.
    Wissen Sie, diese Meinungsbildung Ihrerseits könnte tatsächlich eine Auswirkung einer mangelhaften oder fehlenden Integrationspolitik sein! Der völlig absurde Vorwurf Angie hätte gegen geltendes Recht verstossen ist Beweis genug! By the way… Grundgesetzänderungen bedürfen einer 2/3 Mehrheit… Das hätten Sie auch vor der Entscheidung ändern müssen, um Ihr einen Verstoss vorwerfen zu können! Dieses Gesetz/ Gesetze hat es übrigens auch Ihnen ermöglicht, sich hier ein neues Leben aufzubauen.
    Genießen Sie die Freiheit Ihre Meinung frei und ohne Konsequenzen äußern zu können! Die Weiterführung Ihrer dagelegten Meinung… sowohl politisch als auch ideologisch….würde dazu führen, dass wir uns über kurz oder lange davon verabschieden dürften!

  • joey

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    @bertl
    der Vorwurf ist nicht absurd, daß gegen geltendes Recht verstoßen wird. Eine ganze Reihe von Juristen ist dieser Meinung (hauptsächlich Leute, die nichts mehr zu befürchten haben, z.B. ein Ex BVG Präsident). Eine ganze Reihe von Juristen ist ganz anderer Meinung, jedoch könnte es sich dabei um Leute handeln, die noch eine Karriere machen möchten.

    Nennen sie den Vorwurf umstritten, aber nicht absurd.

  • Bertl

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    @joey… ok… dann nenne ich den Vorwurf umstritten. Umstritten insofern, dass sich rechts orientierte „Vereinigungen/ Banden“ damit Auftrieb und Waehlerstimmen bei denen erhoffen, denen jedes Mittel „recht“ ist…. und sich diese Hoffnung leider auch bestaetigt.
    Natuerlich gibt es in allen Schichten verschiedene Meinungen und selbstverstaendlich finden man ALLE davon links oder rechts orientiert. In den Grenzen der freien Meinungsaeuserung und der Verfassung auch voellig legitim, das zeichnet eine Demokratie aus!
    Ob da ein EX BVG Praesident etwas erzaehlt oder der Huber Michl von der Baustelle nebenan zaehlt hier genau gleich! BVG Mitglied ist uebrigens keine Garantie fuer humane und aufgeklaerte Ansichten. Um den Beigeschmack Ihrer Saetze zu verdeutlichen……“jedoch könnte es sich dabei um Leute handeln, die noch eine Karriere machen möchten.“ oder „hauptsächlich Leute, die nichts mehr zu befürchten haben, z.B. ein Ex BVG Präsident“ ….
    Wenn Sie einerseits die Aussagen von BVG Praesidenten und Anwaelten ins Rennen schicken… im folgenden Satz die Glaubwuerdigkeit solcher Aussagen und Behauptungen in Frage stellen (anscheinend gibt es ja ein Druckmittel, welches die Kariere von Juristen gefaehrden kann), gebe ich auf Aussagen dieser Berufsgruppen nicht viel! Warum? Wenn ich als Anwalt/ Richter bis zu meinem Ruhestand warten muss, um meiner Meinung freien Lauf zu lassen sei die Frage gestattet, welche Schauspielkunst ich an den Tag legen muss … welche Lobbyarbeit ich leisten muss… um so ein Poestchen abzusahnen! UPS.. der Ex BVG Richter sitzt ja beim ADAC in der Vorstandsebene… ja wie kommt denn der da hin? Bestimmt die goldene Mitgliedskarte… ;-) .

    Ich habe jetzt bewusst ueberspitzt formuliert, das steht ausser Frage. Sie machen mir auch nicht den Eindruck eines Juristen, da ich verstehen konnte was Sie geschrieben haben. :-) Genau die liegt vielleicht auch der Hund begraben… bei all dem Amtsgewiehere… Juristengeschreibsle…der Karriere.- und Machtgeilheit die unter unseren politischen „Entscheidern“ taeglich Brot ist, zaehlt die UNANGREIFBARKEIT mehr als die MENSCHLICHKEIT! WIEDERWAHL mehr als CHARAKTER!

    Letztendlich ist der Begriff „UMSTRITTEN“ auch nicht mehr tragbar… WOHLWISSEND als Pulverfass eingesetzt trifft es wohl eher…. und manch kleiner Politiker holt sich bei Onkel Putin das Feuer zum anzuenden……..

  • Lothgaßler

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    @Bertl und andere
    Die von Ihnen gelobte Angela Merkel lässt seit Monaten zurückrudern, und sie wanzt sich mit unabsehbaren Folgen an Erdogan ran. Vor lauter „Realpolitik“ und wichtigen wirtschaftlichen Interessenslagen werden moralische Grundsätze nicht mehr verteidigt. Symbolpolitik wohin man blickt. Wenn Merkel einen moralischen Augenblick erlebt hat, dann ist dieser auch schon lange wieder vorbei.
    Einige Wochen im letzten Jahr waren die Grenzen vollkommen offen, das ist schon seit Monaten nicht mehr so. Auch der offizielle (Regierung, staatliche Stellen) Ton gegenüber Asylsuchenden und Flüchtlingen wird immer rauer. Nicht-Syrer werden anders behandelt, von wegen Gleichheit!
    Unser freundliches Gesicht wird immer selektiver, das wird nicht ohne Folgen bleiben. Auch unser nicht mit unseren EU-Partnern abgesprochenes Vorgehen wird nicht ohne Folgen bleiben. Wir sprechen von Migranten und verunsichern jene, die Flüchtlinge aufnehmen sollen. Wir verkünden der Welt, dass wir für (anerkannte) Flüchtlinge die Integration und die Arbeitsaufnahme fördern werden. Was denkt sich da der Rest der EU, und was denken sich alle Migrationswilligen?
    Das bittere Ende wird eine doppelt und dreifach aufbetonierte Festung Europa sein. EU-interne Freiheit wird durch ein Mehr an Überwachung erkauft werden. Die nächsten Flüchtlinge (egal ob Krieg, Hunger, Seuchen u.a.) und Asylsuchenden werden irgendwo in Afrika bzw. auf einer Mittelmeerinsel in einem EU-Außenlager landen, und dort auch bleiben, es sei denn wir können ihn/ sie brauchen.
    Nicht jede Kritik und jedes negative Statement im Zusammenhang mit Asylsuchenden und Flüchtlingen ist Ausruck von Fremdenhass, Fremdenangst, Rassismus, Faschismus, Nationalismus u.a.
    Vor einigen Tagen sendete PHÖNIX einen Beitrag zur Westsahara. Wer den gesehen hat, der begreift wie verlogen die EU und auch Deutschland in der Welt agiert. https://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/die_letzte_kolonie/1029857

  • Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!

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    ACHTUNG! z.T. Propagandabezogene Spekulationen:
    Ich sehe da ein Problem in dieser ganzen Geschichte.
    „PAUSCHALISIERUNG“!
    Es gibt Menschen, die sehen diese 1,5 Millionen Einwanderer als Kriegsopfer und verwenden überall den Begriff „Flüchtlinge“, „Syrische Flüchtlinge“,u.s.w.. Dabei entsteht ein Bild von „Frauen mir verbrannten Beinen“ und „Säuglingen“, also Hilfsbedürftigen. Es wird selten über Nordafrikaner, Somalier, Eritrea, Nigerianer, Algerier… und, und, und.. gesprochen, die hier in diesem Flüchtlingsstrom auch dabei waren, und sich mit falscher Identität ausgewiesen, oder gar keine Ausweispapiere vorgelegt haben. Diese Ethnischen Gruppen erscheinen aber immer wieder in Berichten, die was mit Polizei zum Tun haben. Dabei schieben diese Menschen anderen in die Schubladen „ Fremdenfeindlich“, „Rassist“, „Rechtsextremist“ ,soll er das Thema „Flüchtlinge“ kritisch ansprächen.
    http://www.gmx.net/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/kripochef-ulf-kuech-spricht-klartext-fluechtlingskriminalitaet-31312044

    Und es gibt hier immer die Reden von Integration von „Flüchtlingen“, aber wenige machen sich Gedanken, dass der Syrer will sein Syrien zurück, ein Iraker sein Irak. Keiner von uns bemüht sich natürlich über sowas-alle sind Pazifisten und wollen nur den Frieden.
    http://web.de/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/fluechtling-safoan-syrien-frieden-einkehren-wuerde-wuerde-hause-laufen-31315936
    Dabei kursieren in deutschen Medien sehr oft Aussagen, dass der Putin an der Leid der „zu uns geschafften“ schuld ist, in dem er in Syrien bombardieren lässt. Eine Frage: hat jemand von euch eine Idee, wie man es auf andere Art und Weise schaffen kann dem Syrer sein Syrien zurück zu geben? Sein SYRIEN ,- nicht KALIFAT!
    Und wenn wollt ihr dann integrieren wenn alle Kriegsflüchtlinge nach der Kriegsende nach Hause gehen? Wer rettet dann unsere Rente (der Arzt in seinem Brief hat ja alles so schön berechnet)? Also bleiben die Nordafrikaner, Somalier, Eritreer, Nigerianer, Algerier Afghanen, Pakistaner und, und, und, die ständig in Polizeiberichten erscheinen. Und diese werden ganzschön „Flüchtlinge“ genannt, da die Rente tatsächlich in Gefahr ist.
    Also meine Meinung nach die Ursache von diesem Zerfall in der Gesellschaft (PEGIDA vs. ANTIFA, freiwillige Helfer vs. Protestierende etc.)genau daran liegt, dass wir genau wissen GEGEN wem oder was wir sind und sich gar nicht in klarem sind MIT wem wir dann automatisch sein werden. Jeder sieht das, was falsch gemacht wurde, aber keiner hat ‘ne Idee wie man es besser machen kann.
    Klar kann man Merkel die Schuld an allem geben, und das tue ich ja auch! „Das Beste hoffen, mit dem Schlimmsten rechnen!“ Sie hofft nur.
    Für mich ist eins klar: wenn ich für meine Rente mit meiner Frau oder meinem Kind bezahlen muss, dann ist mir der Preiß eindeutig zu hoch. Und was nützt mir dann meine Rente wenn ich auf dem Weg von der Sparkasse nach Hausse paar Mal überfallen werde.

  • Bertl

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    @Lothgassler…..bitte genau lesen und nicht Alle in einen Topf schmeissen! Fuer mich die einzige Entscheidung, die jemals vom Charakter einer Merkel zeugte! Der moralische Augenblick wie Sie in nennen… eigentlich eine Selbstverstaendlichkeit! Wie danach damit umgegangen wird eine vollkommen andere Geschichte! Ein Land wie Deutschland, dass innerhalb weniger Wochen Miliarden an Kohle fuer Banken abdrueckt… … ein Land, dass bis zum heutigen Tag kein Geld sondern ein Verteilungsproblem hat… ein Land, in dem seit ueber 20 Jahren ein Bildungssystem vor die Hunde geht, was wesentlicher Bestandteil von Bildung fuer eine breite Masse darstellt, Grundlage fuer Integration bedeutet… Dass (wenn man es denn SEHEN wollte!) jedes der jetzt so unglaublich neuen Probleme schon lange hat aber erfolgreich IGNORIERT! Die Frage ist, was unsere Nachbarn von einem Seehofer halten… von einer AfD… von Antifa und Pegida? Jedes dieser EU Laender steckt wie wir bis zum Hals in wirtschaftlichen Verpflichtungen und Buendnissen, die MORALISCHES HANDELN schon lange unmoeglich gemacht haben. Wen aber hat das bis vor kurzem wirklich interessiert????

    Was nun den Kommentar von „Mir doch egal Regensburger“ angeht..
    Jetzt mal davon abgesehen, dass alleine der Gedanke einer Rente fuer unsere momentane Jugend bzw. mittelalten Arbeitnehmern in den Bereich der Sience Fiction geschoben werden sollte, der Zusammenhang dafuer Frau und Kind zu opfern eher in den Bereich der Fantasy gehoert und es sicher seit Jahren EC Automaten gibt, die nicht von boesen schwarzen Maennern und Frauen beobachtet werden… ein Teil unseres Wohlstandes auch darauf beruht einer der groessten Waffenexporteure weltweit zu sein…indirekt/ direkt eine Mitschuld an dem weltweiten Geballere und Terrorgekluengel zu haben … und natuerlich davon abgesehen, dass diese Aufzaehlung frei von „Propagandabezogener Spekulation“ ist und ein Pazifist eigentlich die Rueckkehr von Syrern.. Irakern etc. erst ermoeglichen kann…(Unter Pazifismus versteht man im weitesten Sinne eine ethische Grundhaltung, die den Krieg prinzipiell ablehnt und danach strebt, bewaffnete Konflikte zu vermeiden, zu verhindern und die Bedingungen für dauerhaften Frieden zu schaffen) …
    Abgesehen von diesen Punkten gibt es wirklich Probleme mit kriminellen Zuwanderern, die nach unseren Gesetzen bestraft und verfolgt werden muessen. Genau wie diejenigen Deutschen, welche unsere Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Fuessen treten! Egal ob rechter oder linker Idiot! Ihre letzten 4 Saetze jedenfalls ordne ich einer Richtung zu, die sicherlich keine Loesung darstellt…. sogar wenn wir Rente bekommen sollten.

  • Mr. T

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    Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!, Du bist wirklich ein übler Rassist, wenn Du pauschal jedem Flüchtling (außer den Syreren) unterstellst, dass die Dich dann auf dem Heimweg von der Sparkasse mehrmals überfallen. Auch nicht besser, als diejenigen, die pauschal allen russischstämmigen Deutschen unterstellen, dass sie nur saufen, ihre Weiber prügeln, Drogen nehmen und Schutzgeld erpressen. Das ist genauso wenig war, wie Du vielleicht weißt.
    Das Problem mit Putin ist, dass er derzeit eben nicht den IS (und damit das Kalifat) bombadiert, sondern die syrischen Rebellen, die gegen seinen Freund, den Diktator und Menschenschlächter Assad, kämpfen.
    Den Zerfall der Gesellschaft versuchen solche wie Du erst herbeizureden, von alleine käme der eh nicht. Ihr (nicht Russlanddeutsche, sondern rechtsnationale Deutsche) seid eh in einer Minderheit, nur merkt Ihr es nicht, weil Ihr nur das wahrnehmt, was in Euren Kram passt und es dann für die landläufige Meinung hält.
    Und jetzt sag mir mal, was Frau Merkel überhaupt so schlimmes gemacht hat? Nichts! Sie hat nur die Grenzen nicht dicht gemacht und die Menschen ihrem Schicksal überlassen. Das hat ihr das Menschenrecht auf Asyl geboten.

  • Jürgen

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    @Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!
    Vielen Dank für den Link:
    http://www.gmx.net/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/kripochef-ulf-kuech-spricht-klartext-fluechtlingskriminalitaet-31312044
    Offenbar hast du ihn nicht gelesen, denn er berichtet genau gegenteilig über das Thema als du schreibst.
    Es ist ziemlich typisch dass manche „Kollegas“ sich nur an Überschriften orientieren und weder den Inhalt noch die Herkunft ihrer zitierten Artikel prüfen.
    Wäre mir jetzt a bisserl peinlich.
    ;-)

  • Russlanddeutscher

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    Zitat von @Bertl: …„Was ich an der ganzen Thematik/ Diskussion noch immer nicht begreife ist, wie man einerseits Kommunismus und Nationalismus aufs schärfste Verurteilen kann…. im selben Atemzug dann aber die ewig gleichen Parolen derer verwendet, die man doch als BOESE entlarvt hat?…

    @Bertl: => Volksweisheit „Ein blindes Huhn trifft auch manchmal ein Korn“: Nur weil ein Verbrecher einmal auch etwas Wahres angesprochen hatte, heißt es noch lange nicht, dass das Wahre jetzt plötzlich unwahr geworden wäre!

    …Eigentlich wollte ich gar nicht mehr antworten, weil ich mit dem hier oben schon geäußerten Gedanken „die Unbelehrbaren bleiben unbelehrbar“ ebenfalls meine einschlägigen Erfahrungen gemacht habe, und zwar sowohl in der ehem. Sowjetunion, als auch im heutigen Deutschland.
    Andererseits habe ich ebenfalls sehr oft erlebt, dass viele scheinbar ideologisch völlig „verblendeten“ Menschen mit der Zeit und aufgrund ihrer oben beschriebenen Enttäuschungen mit dem Zeitgeist und der damit verbundenen Propaganda, die man meistens aus dem Schulsystem und den allgegenwärtigen Massenmedien sehr oft unreflektiert und unkritisch (wie ein Kind eben) übernommen hatte, „plötzlich“ andere, bis hin zum Gegenteil ihrer bisherigen Überzeugungen vertreten!? Im Christentum kennen wir das als „vom Saulus zum Paulus“-Phänomen.

    Persönlichkeiten, die die verbrecherische sowjetische Diktatur zu Fall gebracht haben, waren bis dahin (fast) ausnahmslos engagierte Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, die sich auch ehrlich um die Rettung der „schönen Utopie“ bemüht hatten, am Ende jedoch einsehen mussten, dass dies ohne eine neue Terrorwelle mit millionenfachen unschuldigen Opfern gar nicht möglich ist.

    Das größte Problem besteht wohl darin, dass die kritischen, zum herrschenden Zeitgeist nicht passenden Argumente und Fragestellungen durch die „eingeimpfte“ ideologische Brille gesehen werden und dabei gar nicht mehr beurteilt, sondern nur noch verurteilt werden, d.h. sofort mit den naheliegenden Kampfbegriffen (beispielsweise, „Rassismus“, wie auch hier schon so oft) belegt werden. Danach gibt es meistens kein Denken und Nachdenken mehr, kein Nachfragen und Präzisieren, keine Diskussion mehr und somit auch keine Analyse und Wahrheitsfindung…

    Da ich aber kein Politiker, sondern Wissenschaftler bin, weiß ich, dass die Welt nicht nach ideologischen (auch nicht nach religiösen, was manchmal das Gleiche ist, deswegen sind viele Popen und Priester oft genau dort zu finden, wo die Politiker sind) Grundsätzen funktioniert, sondern nach den NATURGESETZEN, und zwar immer, sprich auch dann, wenn wir diese Naturgesetze nicht kennen! Auch mit der besten Ideologie, mit der schönsten Moral und dem humansten Humanismus lassen sich diese Naturgesetze nicht außer Kraft setzen. Es ist zwar schade, sehr schade sogar, aber so ist halt unsere Welt bzw. so wurde sie vom Gott eben geschaffen!

    In totalitären Gesellschaften versucht man oft, die Bürger möglichst dumm zu halten oder zumindest solche wissenschaftlichen Disziplinen zu verbieten, die der herrschenden Ideologie widersprechen bzw. gefährlich werden könnten. So hat man beispielsweise in der Sowjetunion zeitweise die Kybernetik und Informatik als „schädliche kapitalistische Lügenwissenschaften“ verboten und die Wissenschaftler verfolgt. Im Ergebnis musste die Sowjetunion danach sehr viel investieren, um die westliche Welt in diesen Bereichen einzuholen.

    In Deutschland sind aufgrund der Erfahrungen mit der NS-Herrschaft die Wissenschaften Ethnologie (inkl. Ethnogenese) und zum Teil auch die Genetik quasi verboten. Alle namhaften Wissenschaftler auf diesen Gebieten befinden sich heute außerhalb von Deutschland…

    Sogar die sowjetischen Kommunisten haben sich nicht getraut, die in Deutschland für selbstverständlich gehaltene Behauptung „alle Menschen sind gleich“ („все люди одинаковы“) zu vertreten, sondern explizit nur noch „alle Menschen sind gleichberechtigt“ („все люди равны“) verwendet. Denn man muss ja kein Wissenschaftler sein um zu erkennen, dass alle Menschen in Wirklichkeit nicht gleich, sondern sehr unterschiedlich sind, sogar bei den eineiigen Zwillingen bestehen bestimmte Unterschiede. Die Ethnologen können das Gleiche in Bezug auf die Ethnien wissenschaftlich belegen. Die Genetik-Wissenschaftler können außerdem leicht beweisen, dass sehr viele menschliche Eigenschaften vererbbar sind, inklusive die Dummheit, Aggressivität… bis hin zur Neigung zur Kriminalität, so dass daran auch noch so gute Erziehung und noch so viel Inklusion und Integrationsmaßnahmen etwas ändern können…

    Nicht jede Ideologie und Religion vertragen solche wissenschaftliche Erkenntnisse. Allerdings, auch wenn man alle Wissenschaftler wie Giordano Bruno verbrennt und wie Galileo Galilei einschüchtert, werden sich die Naturgesetze nicht verbrennen und einschüchtern lassen, sondern funktionieren ungehindert weiter wie die sprichwörtliche Karawane, die weiterzieht, obwohl die Hunde sie doch dauernd und lautstark anbellen…

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:

    “ Die Genetik-Wissenschaftler können außerdem leicht beweisen, dass sehr viele menschliche Eigenschaften vererbbar sind, inklusive die Dummheit, Aggressivität… bis hin zur Neigung zur Kriminalität, so dass daran auch noch so gute Erziehung und noch so viel Inklusion und Integrationsmaßnahmen etwas ändern können…“

    Sie sind ein elender Rassist.

  • Bertl

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    @ Russlanddeutscher… Naturgesetze? Bin ich sofort bei Ihnen…
    Als 1. lassen Sie uns dann schon einmal die Religion vom Staat trennen!
    Der Himmel hat uns nämlich schon lange die Erde verdorben….

    Als Wissenschaftler ist Ihnen der Philosoph Karl Popper sicherlich bekannt … passende Zitate zu Ihren Ausfuehrungen hierzu…
    -Im Namen der Toleranz sollten wir … das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.

    Oder eines meiner Lieblingszitate von Ihm…
    -Die Frage, wer herrschen soll, ist falsch gestellt. Es genügt, wenn eine schlechte Regierung abgewählt werden kann. Das ist Demokratie.

    Zu „Die Genetik-Wissenschaftler können außerdem leicht beweisen, dass sehr viele menschliche Eigenschaften vererbbar sind, inklusive die Dummheit, Aggressivität… bis hin zur Neigung zur Kriminalität, so dass daran auch noch so gute Erziehung und noch so viel Inklusion und Integrationsmaßnahmen etwas ändern können…“ Hierzu würde ich Ihnen empfehlen, entweder der Lektüre von Isaak Asimov nicht zu viel Glauben zu schenken oder sich Vererbungslehre und Milieutheorie nochmals durchzulesen.

    Bei aller Wissenschaft gilt nämlich …
    – Durch unser Wissen unterscheiden wir uns nur wenig, in unserer grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich. (Natürlich von Popper)

    Ihre Vorstellungen vom gentechnischen „Ausmerzen“… ekelt mich an! Sie befinden sich spätestens JETZT in einer Ecke, mit der ich NICHTS zu tun haben möchte.

    Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann…..

    Karl Popper war ein toller Mensch….

  • Russlanddeutscher

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    …Es ist jedem gestattet, sich vor den wissenschaftlichen Fakten zu verschließen und dumm weiter zu leben, sobald jedoch die Wissenschaftler dafür verbrannt werden, begeht man Mord: Sogar die katholische Kirche musste dies vor einigen Jahren doch noch zugestehen, und dies trotz des „Unfehlbarkeits-Postulats!“.

    Sicherlich sind die Naturgesetze nicht fair und schon gar nicht gerecht! Dies sind nicht einmal die von den Menschen geschriebenen Gesetze. Ich hätte auch gerne, den Müll jederzeit gerne mit einem Wurf in die Luft auf den Mond befördern zu können… blöderweise fällt der Müll mir sofort wider auf den Kopf!

    Sie können in Ihrer Dummheit die Naturgesetze gerne auch „rassistisch“ bezeichnen, sobald sie dies jedoch deswegen auf die Menschen übertragen – begehen Sie Ruf-Mord! Nach unserem Strafgesetzbuch ist das aber strafbar!

    Dummerweise beschimpfen Sie sich gerade selbst, denn irgendwann zwingen die Naturgesetze auch Sie dazu, sie zu akzeptieren… Da beißt die Maus keinen Faden ab!

  • Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!

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    @Jürgen
    „Offenbar hast du ihn nicht gelesen, denn er berichtet genau gegenteilig..“
    „Wäre mir jetzt a bisserl peinlich.“

    – ist mir aber nicht ;-) :

    „Es gibt Flüchtlingskriminalität und darüber müssen wir reden. Wir können die Probleme nicht einfach unter den Tisch kehren. Die Bevölkerung selbst bekommt doch mit, dass unter den Flüchtlingen offensichtlich auch Menschen sind, die nichts Gutes im Schilde führen.“(Da muss ich gar nichts dazu sagen )

    „Es gibt kein kriminelles Volk.“ „…bei weitem nicht alle Flüchtlinge kriminell sind“
    „unter den wenigen (Region Braunschweig !!! und es gibt „wenige“ in jedem Region Deutschlands) Kriminellen die Nordafrikaner (Marocco, Algerien, Tunesien, Lybien,Ägipten,Eritrea,Sudan,Niger,Mali….) überrepräsentiert sind…Taschendiebstahl, Enkeltrick, Antanzen – das alles ist bekannt.(alles ist bekannt,doch nicht alle „Heldentaten“ sind hier aufgezählt).Syrer, Iraker, Iraner sind dagegen sehr unauffällig.( gehen aber nach Hausse, wenn der Krieg vorbei ist )“
    „Köln ist ein beispielloser Fall…So etwas gab es in Deutschland bisher nicht. ( wird es auch nie wieder geben ??)“
    „Einige der straffällig gewordenen Flüchtlinge begehen keine Straftaten mehr,……Viele sind aber auch verschwunden. ( Wie Bitte..??? )“
    „Die Soko ist erfolgreich:……. dass Polizei und Justiz schnell tätig werden müssen. Das ist tadellos gelungen. ( für mich ist „tadelos gelungen“ ,wenn diese Soko komplett aufgelösst wird.Ich vermute aber ,dass die noch viele Jahre „Häde voll“ zum Tun haben werden).
    „In den öffentlichen Bussen sind Begleiter der Stadt eingesetzt, die darauf achten, dass unangemessenes Verhalten nicht geduldet wird. (Überreaktion oder die Notwendigkeit ??)“
    Jürgen , wenn du der Kommunalen Medien etwas Aufmerksamkeit schenkst und alle „Heldentaten“ zusammenzählst, dann wirdst du schnell feststellen , dass seit Silvesternacht Deutschlandweit schon wieder paar „Kölne“ passiert sind!

  • Bertl

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    @ Russlanddeutscher Wissenschaftler
    … viel Spass beim entsorgen des Mülls, der nicht auf sondern offensichtlich im Kopf gelandet ist. Rufmord? Ok… damit kann ich leben. Übrigens auch mit meiner Dummheit…. wenn Sie mich nur weit genug von Ihrer unglaublichen Intelligenz entfernt.
    :-)
    @ Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!
    Vorsicht vor Russlanddeutscher Wissenschaftler…. der ist nämlich dazu in der Lage ,………Die Genetik-Wissenschaftler können außerdem leicht beweisen, dass sehr viele menschliche Eigenschaften vererbbar sind, inklusive die Dummheit……., so dass daran auch noch so gute Erziehung und noch so viel Inklusion und Integrationsmaßnahmen etwas ändern können……. :-)
    Grüss mir Butz Lachmann

    Ich bin dann mal weg….

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: Wenn Sie mit dem bewussten Begehen eines Ruf-Mordes „leben können“, scheint der Weg zum „echten Mord“ auch nicht mehr weit, denn die intrinsische Intoleranz lässt einem ja auch schon eine Begründung „mit dem Recht auf Intoleranz“ im Kampf gegen die vermeintliche Intoleranz der anderen ableiten – frei nach Ihrem Zitat von Karl Popper…

    Dabei haben Sie aber auf der gleichen Internetseite ein anderes Zitat von Karl Popper geflissentlich übersehen: „Der Versuch, den Himmel auf Erden zu verwirklichen, produzierte stets die Hölle.“

    Auch der aktuelle „moralische Imperialismus“ mit einem „Hummanismus“ auf Kosten der anderen („Köln“) führt garantiert in die gleiche Hölle…

  • Jürgen

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    @ Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!
    Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil.
    Im Artikel steht drinnen, dass es unter Flüchtlingen nicht mehr Kriminalität gibt wie in anderen Bevölkerungsschichten. Die SOKO wurde wegen der besonderen Umstände und der besseren Handhabe gegründet.
    Weiter berichtet er, Zitat: “ Wir haben festgestellt, dass das ziemlich gleich verteilt ist. Es gibt kein kriminelles Volk. Das anzunehmen wäre schizophren. Das ist eine irre Diskussion, die da manchmal geführt wird. Im letzten Jahr sind in Braunschweig 40.000 Flüchtlinge durchgegangen. Probleme gibt es im Schnitt mit 150 bis 200. Einige sind mittlerweile in Haft.“, Zitat ende und Zitat: „Es fällt auf, dass unter den wenigen Kriminellen die Nordafrikaner überrepräsentiert sind. Es sind vor allem auch jüngere Männer. Das scheint ein soziologisch-ethnisches Problem zu sein. Dieses Problem kennen wir seit die Grenzen in Europa offen sind. Taschendiebstahl, Enkeltrick, Antanzen – das alles ist bekannt.
    Syrer, Iraker, Iraner sind dagegen sehr unauffällig. Das sind überwiegend Familien, die über Nacht ihre Zelte abgebrochen haben und versuchen ihre nackte Haut zu retten.“ Zitat Ende.

    Es wird also immer welche geben die die Lage ausnützen um ihrer kriminellen Tätigkeit nach zu gehen.
    Die dumm-dreisten Rechten machen das ja auch. Sie nützen auch die jetzige Lage aus, um gegen alles was ihnen fremd ist und wovor sie Angst haben, mobil zu machen.
    Die rechte Szene scheut dabei nicht gefälschte Berichte im Netzt zu verbreiten:
    http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/trotz-hartnaeckiger-geruechte-aldi-schliesst-nicht_15775067.htm
    Nur ein kleines Beispiel von unzähligen solcher Berichte.
    Das haben die Russen einfach von „unserer“ rechten Glatzkopfszene abgeschaut und medial verbreitet. Ob hier die Rechten wegen Plagiatsverletzung vor Gericht ziehen ist zu bezweifeln. Ich werde schon wieder ironisch.
    Also erst lesen lernen. Bis dorthin setzen sechs!

  • Bertl

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    @Russlanddeutscher….
    Ich gratuliere Ihnen herzlichst zum Auffinden einer Internetseite, deren Inhalt ( nicht einmal Sie) in die russische Geschichte, bzw. In verquerte braune Theorien einbauen können. .. 😉. Gibts sogar in Buchform! Es ist im übrigen eine typisch deutsche Fähigkeit zu wissen, wann jemand Rufmord begeht….. in Ihrem Fall würde ich behaupten, das dieser vom Rest der Wahlberechtigten ebenfalls begangen wird. ( Momentan ca. 87%) Ich würde gerne ein Schlusswort finden, daß Sie nicht in die nächste Theorie einbauen konnten. Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Leben vielleicht? Wobei…. völlig egal…. 😉.Viel Spaß…..

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: Auch Ihnen mindestens das Gleiche: „…ein schönes Leben, vielleicht? Wobei… völlig egal… Viel Spaß…“

    @Jürgen: Leider ist „nach Köln“ solchen pauschalen Aussagen, wie von Ihnen zitiert, nicht mehr zu trauen.. Sie erinnern sich noch, dass laut der ersten Nachricht über die Feierlichkeiten in Köln, diese wie immer weitgehend „friedlich“ verliefen? Danach wurden auch noch die Meldungen als „politisch heikel“ eingestuft, wonach unter den Tätern fast ausnahmslos „Menschen mit Migrationshintergrund“ waren und dass auch Asylbewerber und Flüchtlinge unter ihnen waren… Und all das bei inzwischen über 800 Strafanzeigen!?

    Außerdem ist der Vergleich der Kriminalitätsraten zwischen den deutschen Staatsangehörigen und denjenigen UNZULÄSSIG, die in das Land aus welchen Gründen auch immer von außen gekommen sind, insbesondere wenn sie angeben, dass sie in ihrer Heimat verfolgt würden, ihr Leben bedroht wäre und sie deswegen um Gewährung von Asyl bitten. Denn unter diesen Menschen darf es ja überhaupt keine Kriminalität geben, zumal in unserem Land nicht nur die „Willkommenskultur“, sondern auch alle Sozialsysteme weitgehend gut funktionieren und niemand ansonsten hungern oder frieren müsste. Schließlich ist es ja in der ganzen Welt so, dass man nicht die Hand beißen darf, die einen füttert!

    Leider haben wir in Deutschland mehr als genug eigene Kriminellen, mit denen wir fertig werden müssen, so dass die für unsere Sicherheit Verantwortlichen alles unternehmen müssten, um möglichst KEINEN EINZIGEN Kriminellen, geschweige denn Terroristen ins Land zu lassen.

    Es gibt keinen Staat ohne Staatsgebiet und ohne eigene Grenzen. Sogar bei den Touristen werden vor dem Erteilen eines Visums normalerweise Personenüberprüfungen vorgenommen: Die US-Amerikaner nehmen sogar von den Touristen, die in USA auf Transit-Reise sind, ebenfalls alle Fingerabdrücke und sonstige biometrischen Daten auf, prüfen ihre Kreditkarten und analysieren sogar ihr Verhalten in den sozialen Netzwerken usw. usf. Wichtig ist dabei auch, dass vor dem Abschluss all dieser Maßnahmen, der um die Einreise bzw. Transit bittende Gast in das Land USA gar nicht hineingelassen wird. Im Zweifel, geht halt der Schutz der eigenen Bürger vor!

    Zumindest müsste Auskunft bei den ausländischen Botschaften eingeholt werden, z.B. über die Vorstrafen, Mitgliedschaft in extremistischen / terroristischen Vereinigungen etc. Was jedoch nicht geschieht!

    Ohne Sicherheit gibt es auch keine Freiheit! Allein schon deswegen muss die Grenzsicherung auf jeden Fall funktionieren, am besten direkt an den EU-Außengrenzen, denn auch die Freizügigkeit innerhalb von EU ist ein wertvolles Gut und darf nicht geopfert werden.

  • Bertl

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    @Juergen… Ich kann Ihnen gerne die Anschrift eines sehr guten Orthopaeden zukommen lassen. Nach meiner 3. Kopfschuettelattacke hat er mir wirklich geholfen. :-)

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: …Gehen Sie lieber zu einem anderen Arzt oder fahren Sie doch lieber in ein mehr oder weniger demokratisches Land (wie z.B. in die Schweiz) und lernen Sie endlich, wie eine Demokratie funktioniert!

    Es bedarf nämlich überhaupt keines MUTES, die Positionen der Regierung oder gar des Regierungschefs oder auch der „veröffentlichten Meinung“ zu vertreten. Wirklich MUT und KRAFT braucht man erst dann zu haben, wenn man diese kritisch hinterfragen, geschweige den kritisieren möchte!

    Genau deswegen hat ja auch die große Masse der Menschen nicht nur unter Stalin, sondern auch noch z.T. unter Gorbatschow bevorzugt, „mit den Wölfen zu heulen“ und diejenigen, die anderer Meinung waren lieber gleich bei den Machthabenden zu denunzieren (s.u.), dies unter Verwendung von ideologisch besonders gefährlichen Brandmal-Begriffen („ярлыки“) wie „Rassismus“, „Terrorismus“, „Faschismus“ usw. um sie dann den – staatlich oder auch wie im Westen von den einflussreichen Milliardären gelenkten – Massenmedien zwecks einer Hexenjagd auszuliefern! Siehe hierzu beispielsweise die „Story“ mit einem der führenden SPD-Politiker und langjährigen Finanzsenator von Berlin Thilo Sarrazin: Nicht nur er selbst, sondern auch seine Frau wurden gemobbt, so dass auch sie (als Lehrerin!?) ihren Job verloren hatte (eigentlich ein Fall der für die Staatsanwaltschaft, denn „Sippenhaft“ ist ja bei uns verboten).

    Warum gibt es denn solche Phänomene wie PEGIDA fast ausschließlich in den „ostdeutschen“ Bundesländern? Weil die (älteren) Bürger dort sich noch gut an solche Zustände in der ehemaligen DDR (ein Hohn, diese stets unterwürfige sowjetische Besatzungszone als „demokratische republik“ zu bezeichnen!) erinnern können und nach der friedlichen Revolution 1989 wieder hoffen, mit Demonstrationen etwas politisch bewirken bzw. demokratisch verändern zu können…

    Das Gleiche trifft auch auf die Russlanddeutschen zu, die derzeit – Gott sei Dank – zumeist noch die vielen Unterschiede und nicht die immer größer werdenden Gemeinsamkeiten zwischen der Sowjetunion und Deutschland sehen und deswegen wegen dem Schock von „Köln“ gegen eine ganz offensichtlich gewordene Bedrohung ihrer Sicherheit, insbesondere ihrer Kinder und Frauen in fast 100 Städten Deutschlands spontan auf die Straße gegangen sind und in einigen Städten (weil es dort den einen oder anderen mutigen Aktivisten gibt) weiterhin immer wieder gehen…

    ————
    Zur Erinnerung: „Der größte Lump im ganzen Land das ist und bleibt der Denunziant“ dichtete einmal August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874), deutscher Schriftsteller, Autor vom „Lied der Deutschen“, dessen 3. Strophe die heutige Deutsche Nationalhymne ist.

  • Bertl

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    Ach Russlanddeutscher…. ich muss mich nun doch aus meinem Krankenstand erheben… das knirschen meiner mittlerweile zum Schleudertraumas angewachsenen Verletzung ignorierend.
    Keine Angst…ich fasse mich auch kurz… :-)

    Warum Pegida im Osten so einen Zulauf hat? Es gibt zuviele Menschen dort, die auf das Geschwätz (ob Sie sich jetzt angesprochen fühlen…???) von Menschen hereinfallen. Die Anzahl“ALTER“ Bürger, solche die sowohl Kriegs und DDR Zeiten erlebt und überlebt haben, ist leider zu gering! Sie könnten jüngeren erklären, welchen Labertaschen, welch trolliger Ideologie Sie gerade aufsitzen.

    Thema in die Schweiz ziehen… Danke für den Tip. Ich habe dort lange genung gelebt und gearbeitet um Ihnen mitteilen zu dürfen, dass dort auch nicht gerne Menschen gelauscht wird, die bräunlich eingefärbtes Gedankengut verbreiten. Oh…Entschuldigung…auf Treffen einer SVP hätten Sie natürlich die Getranke und Speisen frei! ;-)

    Sollte es denn wirklich schon soweit sein, dass „Gruppierungen“ Ihres“ Schlages sich in 100 ten von Deutschen Städten um unsere Demokratie sorgen? Um die Sicherheit unserer Grenzen bangen? Sogar einen Grenzwall um die EU ziehen möchten? Hätte es diese Grenzen vor 20 Jahren gegeben… auf welcher Seite davon würden Sie wohl jetzt stehen?

  • Russlanddeutscher

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    Ach Bertl, genau das ist es doch, was die Schweizer uns vormachen!
    Diese Lösung des Problems hat schon M.Gorbatschow erkannt und mit „Glasnost“ bezeichnet, zu Deutsch: Transparenz, Offenheit, Öffentlichkeit! Das Gegenteil also zu der sog. „Lügenpresse“ (wie dieser Begriff einst von W.I.Lenin gerne in Bezug auf die „kapitalistische Massenmedien“ gebraucht wurde).

    Es hat wenig Sinn, sich permanent Gedanken darüber zu machen, ob vielleicht doch noch zu viele Bürger auf ein „unmoralisches Geschwätz“, irgendein staatsgefährdendes „Gedankengut“ oder was auch immer „hereinfallen“, etwas Gefährlichem „aufsitzen“ würden usw. usf.
    Genauso kontraproduktiv ist es auch, das Denunziantentum – wie derzeit bei uns in Deutschland – noch weiter zu fördern, damit alle möglichen „Gruppen“ oder „Gruppierungen“, wie Sie formulieren, oder auch kritische Einzelpersonen von den V-Leuten oder ihren „Helfershelfern“ nach einer Art „Selbstjustiz“ als staatsfeindliche „Hetzer“ denunziert, angeschwärzt, angezeigt und wegen „Volksverhetzung“ womöglich auch noch verurteilt werden. Diese können sich danach nur noch mehr als Märtyrer für „die gerechte Sache“ aufspielen oder sich dann auch völlig zurecht als „politisch Verfolgte“ bezeichnen, die ja nur wegen ihrer politischen Meinung und einer „freiheitlichen Gesinnung“ verfolgt wurden und gelitten haben.

    Der beste Schutz dagegen ist nicht weniger, sondern MEHR Demokratie, und zwar mehr direkte Demokratie: Der Druck aus der Angelegenheit wird dadurch herausgenommen, dass über wichtige politische Themen eine Volksabstimmung durchgeführt wird (die sog. „Schwarm-Intelligenz“ findet bekanntlich viel zuverlässiger die richtige Problemlösung als die Intelligenz einzelner Genies). Dadurch wird der Gefahr begegnet, dass große Massen irgendwelchen „Hetzern“ (gibt es dafür bei Meinungsfreiheit und Zensur-Verbot eine rechtliche Definition?) weiter zuhören oder ihnen weiterhin Glauben schenken. Für die meisten gibt es hierfür keinen wirklich wichtigen Grund mehr, denn über das Problem haben wurde diskutiert und sogar abgestimmt! Dazu die passende Volksweisheit: „Nach der Schlägerei fuchtelt man nicht mehr mit den Fäusten“ („после драки кулаками не машут“ oder auch in etwas besser bekannten Version: „Reue und guter Rat sind unnütz nach der Tat“)…

  • Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!

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    @Bertl
    -“ Hätte es diese Grenzen vor 20 Jahren gegeben… auf welcher Seite davon würden Sie wohl jetzt stehen?“

    Es gab damals Grenzen.!…………

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:
    Sie wagen es echt von Demokratie zu schwafeln? Mehr Demokratie den Rassisten wie sie die einer NS Rassenlehre anhängen?
    Hier nicht, das verspreche ich ihnen!

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:
    Sie sind auch noch ein dummer Schwätzer.

    „Warum gibt es denn solche Phänomene wie PEGIDA fast ausschließlich in den „ostdeutschen“ Bundesländern? Weil die (älteren) Bürger dort sich noch gut an solche Zustände in der ehemaligen DDR (ein Hohn, diese stets unterwürfige sowjetische Besatzungszone als „demokratische republik“ zu bezeichnen!) erinnern können und nach der friedlichen Revolution 1989 wieder hoffen, mit Demonstrationen etwas politisch bewirken bzw. demokratisch verändern zu können…“

    Das letzte was die fremdenfeindlichen Pegida Mitläufer wollen ist eine neue DDR verhindern. Das ist dummes Geschwätz.
    Mit Zusammenbruch der DDR hat man sich auch vom staatlich auferlegtem Antifaschismus verabschiedet. Eine Aufarbeitung wie im Westen fand in der DDR nie statt. Deshalb ging der Antifaschismus den Weg aller DDR Staatlichkeit.
    Aber was schert dem „Wissenschaftler“ schon solche Feinheiten.
    Kümmern sie sich um ihre Angelegenheiten und nicht um Sachen die sie nichts Angehen

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: Meinen Sie mit Ihrer Frage die Grenzen der damaligen Sowjetunion, die vor 26 Jahren gefallen sind und durch neue Grenzen ersetzt worden sind, die nun die einzelnen Staaten der ehem. Sowjetunion trennen? Wollen Sie etwa darauf hinaus, dass ohne den Untergang der sowjetischen Diktatur, die Russlanddeutschen weiterhin sozus. auf der „anderen Seite der Grenze“ hätten verbleiben müssen? Dann meinen Sie aber eine Grenze, wie sie in einer Diktatur definiert wird, sprich in erster Linie zum Einsperren der eigenen Bevölkerung, damit diese aus dem „Völkergefängnis“ nicht wegläuft (s. DDR).

    In einer Demokratie ist die eigene Grenze für die eigenen Bürger jederzeit in beide Richtungen durchlässig. Ein Einreisevisum benötigen nur die fremden Staatsangehörigen. In der Sowjetunion, genauso wie in der DDR, war auch noch eine „Ausreiseerlaubnis“ nötig , wie in jedem Gefängnis eben. Nach einer bewilligten Auslandsreise waren die sowjetischen Bürger verpflichtet, ihre Reisepässe wieder an die OWIRs zurückzugeben (Abteilung für Visa und Erlaubnisse bei der Passstelle der Polizei).

    Im Inland waren nur die Inlandspässe zu gebrauchen, in welchen z.B. auch die „Volkszugehörigkeit“ gleich auf der ersten Seite vermerkt wurde, damit jede Behörde oder auch jeder Polizist sofort weiß, ob er mit einem potenziellen „Volksfeind“ zu tun hat…

    Übrigens, auch die deutschen Polizisten interessieren sich für die (ehem.) Nationalität deutscher Bürger: Sie sind verpflichtet, bei einem nicht deutsch klingenden Geburtsort das Geburtsland abzufragen! Die älteren Russlanddeutschen, die noch in ihrer „kleinen Heimat“ an der Wolga, im Schwarzmeergebiet usw. zur Welt gekommen sind, werden meistens von solchen – für sie oft erniedrigenden – Nachfragen Gott sei Dank verschont, denn ihre Geburtsorte klingen meistens nicht viel anders als in Deutschland, obwohl sie eben in Russland, in der Ukraine, im Baltikum etc. liegen bzw. lagen (weil nicht nur längst umbenannt, sondern oft komplett vernichtet): Hoffnungsthal, München, Kassel, Mannheim, Landau, Straßburg, Leipzig, Heidelberg, Neu York, Alt-Danzig, Friedenthal, Elsass, Blumenthal, Marienberg, Romandorf, Langwald, Kronenthal usw. usf.

    Nun zu Ihrer Frage über die richtige „Seite der Grenze“ für die Russlanddeutschen: Für sie war die deutsche Grenze eben die „eigene Grenze“, sprich sie waren rechtlich gesehen sozusagen „temporär abwesend“, eben wegen dem Festhalten im sowjetischen „Völkergefängnis“ aufgrund des WWII, was die deutschen Behörden noch bis Anfang der 90er Jahre oft mit einer entsprechenden HHG-Bescheinigung bestätigten (HHG – Häftlingshilfegesetz). Zum Teil waren sie sowieso schon immer „Deutsche mit der deutschen Staatsangehörigkeit“, aber auch als sog. „deutsche Volkszugehörige ohne deutsche Volkszugehörigkeit“ waren sie nach dem oben genannten Art. 116 GG für die BRD den deutschen Staatsbürgern gleichgestellt: Jeder Russlanddeutsche hätte theoretisch (praktisch hat die KGB dies zu verhindern gewußt) bei der deutschen Botschaft eine „Gleichstellungsurkunde“ beantragen und damit nicht nur nach Deutschland fahren, sondern auch an den Wahlen teilnehmen können…

  • Mr. T

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    Russlanddeutscher, die sogenannte „Schwarmintelligenz“ ist leider nur ein schöner Mythos, der sich als Lösungstrategie nur für sehr wenige Probleme anwenden lässt. Ein größeres Problem ist da eher die Schwarmdummheit.

  • Russlanddeutscher

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    @Mr.T.: Vielen Dank für den Hinweis! Diese Haltung dem „Souverän“ gegenüber („das dumme Volk“, „die dummen Volksmassen“ etc.) ist ganz genau eines der wichtigsten Eigenschaften von DIKTATUREN.

    In unserer Demokratie ist das, Gott sei Dank, noch anders, zumindest auf dem Papier: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“ (Art. 20 GG für die BRD).

    @dugout & Co:
    Heutzutage könnte doch jeder, der sich eine Meinung über das hier so intensiv diskutierte Thema des angeblich „seltsamen Verhaltens“ der Russlanddeutschen bilden. Zumindest auf die deutschen Zeitungen aus der Zeit vor dem Fall der Mauer kann man immer noch zurückgreifen. Lesen Sie beispielsweise einen sehr harmlosen Artikel „Genossen, eines Tages fahre ich doch nach Deutschland“ in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 14.02.1975.

    Hier einige Passagen daraus:
    „…Die Sicherheitsbehörden bemühen sich auch, zu verhindern, daß die Verurteilen von ihren Angehörigen besucht werden. So sei, wie berichtet wird, im November 1974 in Karaganda… ein junger Mann von KGB-Trupps niedergeschlagen worden, als er mit dem Zug zu seinem in Alma-Ata inhaftierten Vater, dem damals 45 Jahre alten Erich Abel, habe fahren wollen. Einige Tage nach diesem Vorfall hätten Mitglieder des KGB Frau Abel in Karaganda aus dem Flugzeug geholt und ihr den Flugschein abgenommen.
    Abel, der Sprecher von etwa 25 000 Ausreisewilligen war, wurde am 22. Januar 1974 von einem Gericht in Kraraganda zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Zusammenhang mit einer Unterschriftensammlung unter dem deutschstämmigen Teil der Bevölkerung hatte ihm das Gericht Mißachtung der sowjetischen Gesetze und antisowjetische Agitation vorgeworfen. Abel soll zwischen Weihnachten und Silvester 1974 in einem Gefängnis in der Hauptstadt der Kasachischen SSR, Alma-Ata, gestorben sein.
    Erich Abel, geboren am 28. November 1928 in Odessa, beantragte die Übersiedlung in die Bundesrepublik Ende 1956…“
    …“Was haben Sie an der Sowjetregierung auszusetzen? Der Sowjetstaat setzt sich doch für die Arbeiter ein. Warum beruhigen Sie sich nicht?“ fragt der Richter den Angeklagten. Abel antwortet, daß er nichts gegen den Sowjetstaat habe. „Ich habe nur den einen Wunsch, in meine historische Heimat, Deutschland, ausreisen zu können. Und wenn der Sowjetstaat alles für seine Arbeiter tut, so erfüllen Sie mir doch meine kleine Bitte.“ Der Richter erwähnt auch Petitionen, die Abel mit seinem Freund Eduard Deibert an die Regierung in Bonn gerichtet hat. (Deibert wurde – einem Brief eines Aussiedlers zufolge – Ende Dezember 1974 inhaftiert, nachdem er ein Ausreisegesuch eingereicht hatt.)
    Das Schlusswort
    Vor der Urteilsverkündung am 22. Januar 1974 darf Abel noch einmal das Wort ergreifen. Er sagt: „Ich, Erich Abel, fühle mich nicht schuldig. 29 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges ist die Zeit gekommen, die Grenzen zu öffnen. Ich werde mich immer für die gerechte und freie Übersiedlung in die Bundesrepublik einsetzen. Die Deutschstämmigen, die ausreisen möchten, sollen sich frei entscheiden können. Der Genosse Staatsanwalt droht mir mit einer fünfjährigen Freiheitsstrafe. Ich zweifle nicht daran, daß Gericht seine Forderung erfüllt. Nach der Gefängnishaft werde ich aber niemals wieder einen sowjetischen Paß in die Hand nehmen. Lieber will ich hungern und sterben. Ob Sie es wollen oder nicht, Genossen, eines Tages fahre ich doch noch nach Deutschland.“ Die Zuhören spendeten Beifall. Das Gericht verurteilte Abel wegen Verleumdung der sowjetischen Behörden und seiner Beteiligung an der Unterschriftenaktion zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Seine Angehörigen erfuhren im Mai 1974, daß er – vor seiner Verlegung nach Alma-Ata – unter starker Bewachung in ein Krankenhaus gebracht worden sein. Ob seine Erkrankung möglicherweise eine Folge von Mißhandlungen war, ist bisher nicht bekanntgeworden.“

    „(Die bisher größte Demonstration fand am 30. September 1973 in Karaganda statt. Etwa 500 Milizionäre und etwa 400 Mann der Streitkräfte sollen damals von den Behörden aufgeboten worden sein, um die Demonstranten von über 20 000 Ausreisewilligen unter Kontrolle zu halten).“

  • Bertl

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    @Russlanddeutscher… Grenzen vor 20 Jahren…
    Haetten Sie vor den Ihnen genannten 26 Jahren der gleichen Stimmung… der gleichen feindlichen Fremdenfeindlichkeit gegenuebergestanden…. ja… Sie wuerden noch immer bei Vaeterchen Russland verweilen…
    Man haette Ihnen all die Argumente, welche Sie jetzt mit Ihrer Ueberzeugung verbreiten, in die Ohren gesungen und es waere 99,9% der bereits hier wohnenden voellig egal gewesen, ob Sie tatsaechlich als Deutscher gelten oder nicht! Mir pers. ist es uebrigens voellig egal WELCHER Ethnie Sie sich zugehoerig fuehlen… Sie waren damals hilfsbeduerftig und gut! Zusammen mit Ihnen sind schlaue..fleissige..sympathische…kriminelle…faule…dumme …aggressive und assoziale Landsleute den gleichen Weg gegangen. Alle haben hier mehr oder weniger Ihren Platz gefunden. Ersparen Sie mir bitte die geschichtlichen und historischen Hintergruende der Vertriebenen und Ihr (ohne Zweifel) schweres Schicksal! Sie wurden damals aufgenommen … mit allen Rechten und Pflichten und gut. Keine Rede von moralischer, ethischer oder humanitaerer Verpflichtung, die Sie den hier Asylsuchenden mit Ihrem Wunsch nach Grenzverschaerfung und EU Absschottung absprechen.
    Ich bedauere Ihr Schicksal… trotzdem… es gibt Ihnen KEINERLEI RECHT, die Hilfe die Ihnen und Ihren Landsleuten gewaert wurde denen zu verweigern, die sie jetzt benoetigen! Natuerlich sind auch hier Schmarotzer und Verbrecher dabei! Logisch… genau wie damals bei der Rueckkehr von Vertriebenen! Genau wie der Anteil an Assozialen hier im eigenen Land! Der Unterschied zwischen einem Nordafrikanischen Asylschmarotzer und einem Spaetaussiedler??? Mit der Anerkennung als Spaetaussiedler sind Sie automatisch Deutsche Staatsbuerger. Ich gebe Ihnen nun auch einmal etwas zum lesen….
    http://www.welt.de/welt_print/article1064871/Russische-Polizisten-sollen-Probleme-mit-Aussiedlern-loesen.html
    Ein Bericht von 2007 in der WELT. Mit dem gleichen Recht koennte ich nun fordern, dass straffaellige Aussiedler auch des Landes verwiessen werden sollten…. ja Sie sollten erst garnicht ins Land gelassen werden! Sie beschaedigen die Demokratie! Sie vertreten eine anderes Frauenbild! Sind Gewaltbereit und nicht Integrationsfaehig! Ueberfallen mich auf dem Weg vom Bankautomaten, nachdem Sie mir meine Frau und mein Kind genommen haben! Kommt Ihnen das Alles irgendwie bekannt vor?

    Ich habe mich jetzt erneut dazu hinreissen lassen auf Ihre Zeilen zu antworten. Der Grund dafuer ist einfach! Es ist mir NICHT Verstaendlich, wie jemand mit Ihrem backround derartig Fremdenfeindliches Gedankengut verbreiten kann! Gerade Sie sollten es besser wissen!

    Nochmal… mir ist dabei voellig gleichgueltig WOHER sie kommen oder welcher Abstammung sie sich zugehoerig fuehlen! Ob Sie schwarze…gruene…gelbkarierte Haut haben oder vom Planeten Melmack abstammen. Erzaehlen Sie mir jetzt auch bitte nichts von der historischen… geschichtlichen oder politischen Verpflichtung gegenueber Deutschrussen! Die interessiert mich, als Buerger eines Einwanderungslandes, herzlich wenig! Wahnsinn, wenn ich Geschichten ueber so manche Gegenden in Regensburg.. Bayern..Deutschland hoere in denen Aussiedler die Hauptrolle spielen, erscheint mir Ihre liebe zu Reportagen aus Koeln geradezu lieblich!! Ja… ich weiss….. Sie haben/ hatten ein Recht darauf wieder nach Deutschland zu kommen! ES SEI IHNEN VON HERZEN GEGOENNT!!! Das haben andere allerdings auch… egal mit welchen Behauptungen Sie das nun wieder bestreiten werden/ moechten.

    In meinen und den Augen vieler „Anderer“ Menschen dieses Landes haben Sie den selben „Fluechtlingshintergrund“, wie jeder Schutz und Hilfesuchende an unseren Grenzen. Anderen die Unterstuetzung… oder meist gar nur ein Bruchteil der Hilfe zu verweigern die Sie genossen haben, ist an EGOISMUS und FREMDENFEINDLICHKEIT nicht zu ueberbieten!

  • Gegenwind für „das Volk!!!“ » Regensburg Digital

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    […] Wie berichtet, wird auf einem Flugblatt unter anderem behauptet, das JUZ werde wegen des Baus geschlossen. Tatsächlich wird das Gebäude, in dem vornehmlich Familien untergebracht werden sollen, etwa zwei Drittel des angrenzenden Bolzplatzes einnehmen. Bis zu einem Neubau des Jugendzentrums, den OB Joachim Wolbergs, über den wieder Freiflächen hinzugewonnen werden sollen und den Wolbergs etwa für 2018 in Aussicht gestellt hat, soll es Ersatz auf dem Gelände des ESV 1927 geben. […]

  • Russlanddeutscher

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    @Bertl: Von Anfang an habe ich wenig Hoffnung gehabt, mit dem Teilen meiner/unserer „Integrations-Erfahrungen“ hierzulande sowie unserer Erfahrungen als Deutsche in der sowjetischen Diktatur in Bezug auf die am eigenen Leibe erlebten brutalen Folgen des Scheiterns der sozialistischen Ideologie, an die damals Millionen Menschen in der ehem. UdSSR ehrlich geglaubt hatten und die sicherlich nicht minder „human und humanistisch“ (in Theorie) war und an die „höheren Werte“ anknüpfen konnte, als dies die sog. „Multikulti-Ideologie“ und die „Willkommenskultur“ im heutigen Deutschland tut, Sie und andere ideologisch Verblendeten von der Position eines „unbelehrbaren Besserwissers“ und des „ewig gestrigen“ Anhänger einer längst REAL GESCHEITERTEN Utopie abzubringen. Nichtsdestotrotz habe ich diese Mühen auf mich genommen, und zwar aus dem gleichen Idealismus wie einst in der Sowjetunion um zumindest zu versuchen, die „kleine Welt“ um uns herum zu schützen („protect what you love“), wie dies auch die unzähligen Ehrenamtlichen bei uns Tag für Tag tun.

    Eigentlich kann ich mich entspannt zurücklehnen, denn die Realität wird Sie sicherlich schnell genug wieder einholen. Da bin ich mir ganz sicher, denn am besten lernt man ja aus den eigenen Erfahrungen! Das Problem dabei ist jedoch, dass von den Folgen dieser von Ihnen unterstützten menschenfeindlichen, realitätsfremden Utopie nicht nur Sie und Ihresgleichen, sondern auch noch sehr viele Unschuldige betroffen sein werden.

    Schon wieder geht Deutschland einen „Sonderweg“, was uns bisher nichts Gutes gebracht hatte, nicht einmal die „guten Vorsätze“ wurden honoriert, sondern als „german arroganz“ ausgelegt.
    In der EU haben wir bald keine Freunde mehr: Von den 28 EU-Mitgliedsländern gibt es gerade einmal 2 oder 3, die unseren „Sonderweg“ zumindest zeitweise unterstützt hatten. Inzwischen lässt uns sogar Frankreich im Stich. Dabei sprach unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel doch erst vor wenigen Jahren noch selbst voller Überzeugungskraft vom „Scheitern“ der Multikulti-Ideologie…
    Hat sich wirklich in Bezug auf die seit Monaten angepriesene („Wir schaffen das!“) und ganz offensichtlich noch viel schwierigere Integrations-Aufgabe als jemals zuvor in den letzten Monaten Essentielles geändert?

    Es bestehen überhaupt keine Zweifel daran, dass man Menschen, wo auch immer in der Welt sie in Not geraten, mit allen vertretbaren Mitteln und vorhandenen Möglichkeit HELFEN soll/muss. Dabei darf diese Hilfe auf keinen Fall dazu führen, dass sie ihre HEIMAT verlieren, sonst erweist man ihnen nur einen Bärendienst („медвежья услуга“)! Die Hilfe soll und muss direkt vor Ort oder zumindest in unmittelbarer Nähe zu ihrer Heimat geleistet werden, damit die Menschen jederzeit wieder zurück in ihre Heimat gehen und sie ggfs. wieder aufbauen können! Es ist eine Binsenwahrheit, dass die beste Hilfe – die Hilfe zur Selbsthilfe ist.

    Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, den Menschen ihre Heimat zu nehmen. Dazu dürfen wir auch keine Beihilfe leisten. Gerade die Russlanddeutschen wissen es besonders gut, was das bedeutet, wie schwer es ist, wie lange es dauert und wie viele Verluste es dabei auf allen Seiten entstehen, wenn ganze Volksgruppen eine NEUE HEIMAT suchen und gewinnen müssen! Es war schon schwer genug, sich als die „armen Verwandten“ (die sich auch noch auf die historische Schuld des „großen Bruders“ berufen, von der er nichts mehr wissen will, bei ihm melden und sich „aufzwingen“ mussten) auf dem gleichen Kontinent, in ihrem eigenen Kulturkreis, in ihrer „historischen Heimat“ zu integrieren. In einer völlig fremden Kultur ist das praktisch unmöglich, so dass es nur die Wenigsten wirklich schaffen können. Ausnahmen bestätigen die Regel. (Weder das Zarenrussland, noch die Sowjetunion konnten beispielsweise die Tschetschenen in mehreren Jahrhunderten integrieren).

    Die angeblich so viele Beispiele einer guten Integration, die sich jedoch eher als Ausnahmen erweisen, wenn man sie auf die Millionen von denjenigen bezieht, die leider darin gescheitert sind, denn zu solchen zählen ja nicht nur die offensichtlichen „Integrationsverweigerer“, Kriminellen und Terroristen, sondern auch die sehr viele, ganz „Unauffällige“, die sich in sog. Parallelgesellschaften (ob mit oder auch ohne eigene Religion, Rechtsverständnis, Gerichte…) zurückgezogen haben, in welchen bekanntlich auch die heutigen Unterstützer des IS-Terrorismus groß geworden sind. Soviel zu Ihrer Aussage: „…vom Herzen gönnen!“ Gönnen Sie bitte nur das, was Sie in voller Konsequenz auch selbst „tragen“ können, wie gerade die Länderchefs der „Vyschegrad-Gruppe (EU)“ in Richtung Deutschland verlautbaren ließen: „Deutschland habe mit seiner Willkommenspolitik für Flüchtlinge einen Fehler gemacht und wolle nun andere zwingen, diesen mit auszubaden“, s. z.B. unter:
    http://www.news.at/a/fluechtlinge-merkel-druck-ende-willkommenskultur.

    Oder sind Sie etwa bereit, die tausendfachen Opfer der nicht enden wollenden „Köln-Ereignisse“ u.Ä. zu entschädigen?
    http://www.focus.de/politik/deutschland/drogen-belaestigung-gewalt-sozialarbeiter-klagt-an-was-in-koeln-geschah-passiert-hier-in-berlin-taeglich_id_5229067.html

    Die Menschen, die uns als „Beispiele gelungener Integration“ von den Massenmedien immer wieder präsentiert werden, also die Besten, die es trotz allem doch noch geschafft haben, sind sehr erfreulich, aber viel zu wenige. Genauso wie der „Alt 68-er“ Sozialarbeiter Ercan Yasaroglu im Artikel oben würden die wenigsten von ihnen den neuen deutschen „Sonderweg“ als „hilfreich“ bezeichnen, es sei denn sie sind Politiker geworden…

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:
    Das sie ein widerlicher Rassist sind haben sie ja nun in fast jedem ihrer Kommentare zur Schau gestellt. Immer schön verpackt in ellenlanges Geschwafel über unwichtige Details der russischen Geschichte und Selbstmitleid. Sie werden nicht müde ihren Hass auf andere, aktuell zur Flucht gezwungene Menschen aus zu speien!
    Von Herrenmenschengehabe bis zur NS Rassenlehre bis zum besten Neonaziargument von der Hilfe in „Heimatnähe“ haben sie nichts ausgelassen.
    Wenn sie wollen dann kann ich auch mal schnell 10 Artikel verlinken in denen ich darstelle das die Russlanddeutschen eine große Belastung und reale Gefahr für „uns Deutsche“ sind.
    Sie sind ein dummer Mensch.

  • Russlanddeutscher

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    dugout-Zitat: „…Wenn sie wollen dann kann ich auch mal schnell 10 Artikel verlinken in denen ich darstelle das die Russlanddeutschen eine große Belastung und reale Gefahr für „uns Deutsche“ sind.“

    @dugout: Machen Sie doch das, was Sie hier schon zum wiederholten Male „angedroht“ haben!
    Dabei bin ich mir ganz sicher, dass Sie weder dazu in der Lage sind, noch tun würden, wenn Sie es auch könnten!

    Und zwar, weil dies nicht nur gar nicht so einfach ist, sondern auch weil es sich hier um die – nach mehreren wissenschaftlichen Vergleichsstudien – am besten integrierte Personengruppe unten allen „Menschen mit Migrationshintergrund“ handelt, so dass dann jeder sofort erkennen müsste, wie schlimm es denn bei den anderen Migranten aussehen sollte, wenn es sogar bei den „Deutschstämmigen“ wirklich so schlimm wäre!

    Außerdem könnten dabei viele Bürger auch noch leicht erkennen, dass es sich um bösartige Propaganda handelt, denn sie wäre ja gegen die Überlebenden eines Völkermordes des Zweiten Weltkrieges gerichtet, für den Deutschland die Hauptschuld übernommen hatte (und zwar „für immer“, wie unsere Bundeskanzlerin erst kürzlich wieder öffentlich bestätigte). Dabei müssten viele Bürger in unserer für „Integration“ und „Inklusion“ stark sensibilisierten Gesellschaft auch schnell erkennen können, dass es doch einfach nicht ohne Folgen bleiben kann, wenn die Russlanddeutschen in diesem Völkermord fast jeden zweiten ihrer Familienangehörigen verloren haben. Da könnten womöglich manche für uns so selbstverständlichen Werte, wie z.B. das Vertrauen in den Rechtstaat, verständlicherweise etwas Schaden nehmen und das, was von den einheimischen Deutschen als „Ausnahme-Erscheinungen“ identifiziert wird – wie z.B. die Silvesternacht in Köln, Berlin, Hamburg, München, Terroranschläge in Frankreich aus einem deutschen „Asylbewerberheim“ heraus, Angriff auf die Woldtrade-Türme in N.Y. durch Hamburger Studenten verübt… – für machen Deutschen aus Russland vielleicht zu einem „Déjà-vu“ führen, zum Wiederbeleben alter Ängste der völligen Schutzlosigkeit in den GULAG-KZ’s. Das Misstrauen könnte dabei möglicherweise so groß werden, dass sie sich sogar – im Vertrauen auf unsere Demokratie – trauen könnten, ihre angeblich verfassungsmäßig garantierte Rechtw in Anspruch zu nehmen und – Oh, Gott! – an einer Demonstration teilnehmen…

    Am schlimmsten für unsere Demokratie und Gesellschaft finde ich jedoch den hier mehrfach wiederholten Vorwurf der allgemeinen „Dummheit“, denn es gilt der Grundsatz: Wenn die Mehrheit in einer Gesellschaft der Meinung ist, dass es „dumm“ wäre, sich kritisch gegen die verordnete öffentliche Meinung zu äußern, gegen den Mainstream zu protestieren, gegen die Propaganda anzukämpfen…, denn es bringt ja sowieso nichts, außer dass man – wie Sarrazin, Pririncci, Snowden, Assange und viele andere mehr – in den Schmutz gezogen wird, entlassen, bestraft oder gar für fingierte „Straftaten“ eingesperrt werden kann, und zwar egal wie verdient man sich um das eigene Land oder gar die ganze zivilisierte Welt gemacht hatte – dann befindet man sich EINDEUTIG in einer DIKTATUR!
    http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article135586551/Das-deutsche-Festival-des-Wahnsinns.html

    So bleibt es für uns alle nur noch zu hoffen, dass es genau umgekehrt, sprich klug und mutig ist und die Mehrheit in unserem Land immer noch sehr wohl bereit ist, für die Demokratie, für die Meinungs- und Pressefreiheit, für Pluralismus und Transparenz in der Politik, die den (Recht)Staat, der das geltende Recht respektiert, aber auch für die persönliche Sicherheit des einzelnen Bürger zu kämpfen. Und zwar auch dann, wenn dies manchmal völlig aussichtslos oder sogar zu „dumm“ erscheinen mag…

  • Mr. T

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    Russlanddeutscher, suhl Dich weiter in Deiner Opferrolle, aber hör auf damit, auf die noch schwächeren noch schlimmer einzutreten. Und hör auch damit auf, Sarrazin, Pririncci, Snowden und Assange in einem Satz zu nennen (warum fallen Dir da eigentlich keine russischen Regimekritiker dazu ein?).

  • dugout

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    @ Russlanddeutscher:
    Was habe ich mehrfach angedroht? Sie widerlicher Rassist. Ich verlinke diese Artikel die es zahlreich gibt deshalb nicht weil ich mich nicht auf ihr Niveau begebe. Aber auch da sind sie anscheinend nicht in der Lage das zu verstehen. Das man ihren plumpen Rassismus jederzeit auch gegen sie anwenden könnte. Sie sind es nämlich der ständig selektiv Artikel verlinkt die ihren Fremdenhass rechtfertigen sollen. Das ist schäbig .

  • Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!

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    Kommentar gelöscht. Irgendwann wird der Blödsinn zu groß.

  • Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!

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    Warheit ist nicht rechtswidrig!

    @dugout
    „…Sie widerlicher Rassist.“ „…Sie sind ein dummer Mensch.“ „..ein dummer Schwätzer.“ „…Sie sind ein elender Rassist.“… „ Ihr Idioten“ … „Sie Herrenmensch“ etc.
    dogout! Was hat „wie der Vater so der Sohn“ oder „ der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ mit NS Rassenlehre zu tun?
    Was bist du für ein „ Doktor“ der hier die „Diagnosen“ umher verteilt?? Hast du aus der Geschichte gelernt? Weiß du, dass wenn man zu lange auf einem Gebiet lernt, besteht die Gefahr, dass man zu einem „Fachidioten“ wird und die Tatsachen nicht mehr erkennt?
    Und die Tatsachen sind:
    Es gibt Menschenrassen genauso wie es verschiedene Völker, Nationalitäten, Kulturen, Religionen gibt, die ihre eigene Traditionen- Sitten und Gebräuche haben die nicht unbedingt wegfallen werden sobald deren Anhänger ein fremdes Territorium betritt. Und ja! Es gibt „fremdes Territorium“ und „eigenes Land“! Falls du Zweifel hast –geh aus Europa raus und versuch irgendwo deine eigewöhnte Werte auszuleben: Alkohol zu trinken, homosexuelle Familie zu gründen, einfach im Sommer Shorts anzuziehen oder eine bestimmte Frisur zu haben, Rockmusik zu hören oder eine Frau in der Öffentlichkeit zu küssen! Es wird dir ganz schnell erklärt Wo du bist und Was du hier zu beachten hast. So viel zu „ fremdes Territorium“ und „eigenes Land“.

    Und ja: ihr „Refugees Welkome“Typen, und „alle integrieren“Helfer versucht jetzt unser Lebensraum an die Anhänger von fremden Kulturen zu übergeben. Und zwar ohne Rücksicht auf eure eigene Mitmenschen und eure eigene Nachkommen. Jeder, der 2+2 zählen kann wird verstehen, dass wenn es so weiter gehen soll aus diesem einem Million auf dem fruchtbaren Boden des Sozialstaates ganz schnell 10 Millionen werden, wenn die „integrierte“ ihre Familien hierher bringen, und dann, nach einer Generation wird es vielleicht 40 Millionen. Wird dann diese Kultur auch so tolerant zu uns sein wie wir jetzt sind?
    Ich bin nicht rechtsradikal oder Rassist! Ich sehe es nur etwas anders wie du. Darf ich doch, oder?????????
    „Fremdenhass“- ich hasse die „Fremde“ nicht, ich bin mir nur nicht sicher, dass die „Fremde“ mich so mögen wie ich bin.

  • Mr. T

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    Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!, Tatsache ist vielmehr, dass es KEINE unterschiedlichen Menschenrassen gibt – zumindest nicht mehr seit die Neandertaler ausgestorben sind. Wobei Du mich da jetzt erstmals zweifeln lässt.
    Und wie Du in ein und demselben Kommentar krude Rassentheorien verbreiten und gleich danach schreiben kannst, Du wärst kein Rassist ist mir äußerst schleierhaft. Wie es scheint, kannst Du keine drei Zeilen weit denken.

  • Russe-Migrant-Aussiedler-mir_doch_egal: REGENSBURGER !!!!!

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    @Mr. T
    Rassismus wäre zu behaupten, dass die eine Rasse auf irgendeine Art und Weise besser oder hochwertiger ist als die andere, und das habe ich nie gesagt oder geschrieben! Dass die Menschen sich an die Hautfarbe, Gesichtsform und andere Besonderheiten und Merkmale, die genetisch vererbbar sind, unterscheiden ist auch eine Tatsache. Neandertaler und Homo Sapiens (Mensch) sind ARTEN!

  • Homo Sowjeticus

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    Tja, „Mr. T.“, Sie sind wohl genauso ideologisch verblendet wie der gute „dugout“!? Sie können es sich gar nicht vorstellen, was es alles Rassistisches gibt! Es gibt sogar „rassistische Arzneimittel“, stellen Sie sich das einmal vor! Diese verbrecherischen chemischen Substanzen erlauben sich sogar, beispielsweise nur noch bei einer bestimmten Rasse zu wirken und verweigern die Heilung bei allen anderen?! Verbieten, und zwar sofort!

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