65jähriger meldet Demo an

Protest vor Landgericht: „Gerechtigkeit für Gustl Mollath“

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„Eigentlich bin ich gar kein so kritischer Mensch“, sagt Helmut Nachtigall. Und auch öffentliche Auftritte sind nicht so seine Sache. Trotzdem hat der 65jährige für den morgigen Freitag eine Kundgebung angemeldet – Motto: „Gerechtigkeit und Freiheit für Gustl Mollath“. Ab 10 Uhr will er vor dem Gerichtsgebäude an der Kumpfmühler Straße stehen. gerichtHier warten seit geraumer Zeit die beiden Wiederaufnahmeanträge von Mollaths Verteidiger Gerhard Strate und der Regensburger Staatsanwaltschaft darauf, vom Landgericht entschieden zu werden. Seit 2006 sitzt der heute 56jährige Nürnberger in der geschlossenen Psychiatrie. Er soll seine Frau schwer misshandelt und 129 Autoreifen von Personen aus ihrem Umfeld so beschädigt haben, dass die Luft erst während der Fahrt entwichen ist. Auf der anderen Seite stehen mehrere Verfahrensfehler bei der Verurteilung Mollaths. Unter anderem wurden Vorwürfe von Schwarzgeld-Geschäften, die sich mittlerweile bestätigt haben, nicht weiter verfolgt. Die Regensburger Staatsanwaltschaft hegt auch erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Mollaths Ex-Frau. Das Gericht selbst hat um Geduld gebeten. Die Anträge lägen erst seit Mai zur Gänze vor und es sei noch mehr Zeit nötig, um in diesem „komplexen Fall“ zu entscheiden. Von „wenigen Wochen“ war zuletzt die Rede.

„Ich will ein Zeichen setzen.“

„Ich kann meinen Kindern nicht jahrelang etwas von Zivilcourage erzählen und dann einfach sitzenbleiben, wenn etwas nicht passt“, sagt Nachtigall, der den Fall Mollath, wie er sagt, seit über zwei Jahren intensiv verfolgt. „Ich will ein Zeichen setzen.“ Mollath sei nicht der einzige Fall, bei dem die bayerische Justiz versagt habe, so Nachtigall. Man müsse nur bei Wilhelm Schlötterer nachlesen. „Es wird Zeit, dass hier offen Fehler eingestanden werden.“ Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat Nachtigall sich vorbehalten, auch an weiteren Tagen vor dem Gerichtsgebäude zu demonstrieren.

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Kommentare (39)

  • backi

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    Dieser Fall bewegt mich sehr .
    Herr Nachtigall ich möchte mich persönlich für Ihr starkes Engagement für Herrn Mollath bedanken !!! Leute wie Sie geben mir Kraft Und Hoffnung in einer Welt die immer verkommener wird . Danke !!!

    Auch möchte Nina Hagen ,Amelie Fried allen prominenten und nicht prominenten Unterstützernsehr danken .
    Hier wir vor den sehenden Augen der „Welt“ Öffentlichkeit ein Mensch vor laufenden Kameras von einer kriminellen Monster- Gang verschleppt, misshandelt in ein Verlies gesperrt in Isolationshaft von einer perversen Politik ,Psychatrie und Justiz missbraucht und misshandelt— von einer kriminellen Monster-Gang in Massanzügen .

    Der Jahrhundertskandal !
    An dieser gewaltsamen Entführung sind hochrangige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ,der Justiz ;der Medien, der Medizin ,der Poltik direkt oder indirekt beteiligt.
    —die meisten öffentlichen Medien,Poltiker und Prominenten sehen absichtlich weg .(bis auf wenige mutige.
    Wo sind wir gelandet ?
    Ich spucke vor allen aus ,die Mollath verrecken lassen wollen .

    Eine Fall Natascha Kampusch auf Bayrisch .

    Wo? sagt mir wo bleibt Amnesty International ?

    Mollath wird vor laufenden Kameras gefoltert..in Isolationshaft von einer kriminellen Monster-Gang mit Massanzügen und weissen Krägen gequält .
    Das muss sofort beendet werden .
    Deutschlands Politik ,Justiz, Medizin ein Grossteil der Bevökerung macht sich der kollektiven unterlassenen Hilfeleistung schuldig .
    Wie tief sind wir gesunken …und wie tief wollen wir noch weiter sinken ?
    Wehret den schon viel zu weit fortgeschrittenen Anfängen .
    Nochmals Danke Herr Nachtigall ….Gott segne Sie und alle die guten Willens sind .

  • Mike

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    Das Leben von Hr. Mollath ist so zerstört worden… es kann man nie wieder gut machen, was man Ihm angetan hat! Selbst wenn er jetzt raus kommt, wird er sein Leben lang leiden! Ich hoffe aber dass die Justiz endlich mal die Wahrheit erkennt und eben nun endlich Ihn aus der Ballerburg rauslässt! Er gehört da eben nicht rein! Im Gegenteil! Er sollte sein Platz für die Justizministerin Bayern räumen…

  • Balser

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    Endlich jemand, der wie der Türke auf dem Taksim-Platz
    den still und schweigsam stehenden Protest-Mann macht.

    Was weitere Menschen nachmachen sollten, bis das
    Gericht von zu Protestsäulen erstarrten Steh-Auf-Menschen Pallisaden-artig umstellt ist.

    So wie das Pelzig und Priol und GenossINNen
    in „Neues in der Anstalt“ bereits vorgemacht
    haben als Anregungs-Geber für Millionen ZDF-Seher.

    So bricht man beton-verkrustete Gerichtsverhältnisse
    und verkrustete Gerichts-Beton-Köpfe auf.

    Und versetzt Akten-Berge in die schwarz-gelbe Mülltonne
    und bricht die Psychiatrie-Mauer auf zur Befreiung von
    Mollath.

  • NielPuesch

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    Wir würden gerne zu dritt bzw. zu viert mitmachen, aber vom
    Timing leider hoffnungslos derzeit.
    Hoffen, Sie machen einiges Aufsehen. Danke für Ihr
    Engagement.

  • Wolfgang Meyer

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    Lieber Herr Nachtigall, ich würde auch gern an der Aktion teilnehmen, bin aber am morgigen Freitag verhindert. Sollten sie in den nächsten Wochen weitere Protestaktionen planen, würde ich aus Nordhüringen mit mehreren Personen anreisen um gegen die rechtswidrige Unterbringung des Herrn Mollath zu protestieren.

  • Städtler Jürgen

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    Sehr geehrter Herr Nachtigall,
    meine volle Anerkennung und Hochachtung zu Ihrer morgigen Aktion. Ich würde gerne aus München kommend teilnehmen, bin aber vormittags leider verhindert. Die Verteidigung der Freiheit und der Menschenwürde sollte eigentlich allen Bayern sehr viel Engagement für Herrn Mollath wert sein. Deshalb hoffe ich für Sie und Herrn Mollath, dass sich viele Unterstützer einfinden werden. Soviel von ganz oben gedeckeltes Unrecht hat man selten zuvor erlebt.
    J.Städtler

  • Jahns Sabina

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    Leider kann ich zu der Demo morgen nicht kommen.
    Sollten weitere Demos folgen- bitte veröffentlichen. Ich zeige Solidarität mit Herrn Mollath und hoffe dass er bald frei ist.
    „Die Würde des Menschen ist unangreifbar“ so stehts doch in unserem Grundgesetz oder.
    Alles Gute
    Sabina Jahns

  • Steffi

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    Der muss zeit haben…wenn mollath sich begutachten lassen haette oder bei der Therapie mitgemacht haette waere er sicherlich schon entlassen. Mein mitleid haelt sich in grenzen

  • Veronika

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    @Städtler Jürgen:

    Vollste Zustimmung!
    ————————
    Ich möchte gar nicht wissen, was da in der Sache „Mollath“ die letzten Jahre alles abgelaufen ist. Man kann froh sein, dass sich die Regensburger Justiz mal um den Fall kümmert.
    Bei der ganzen Sache verstehe ich dennoch nicht ganz, was die Bayer. Justizministerin damit zu tun haben soll?
    Die war zwar zur Zeit der Verbringung Mollaths ins Bezirkskrankenhaus Justiziministerin, aber die Dinge scheinen sich weit vor deren Amtszeit konkretisiert zu haben. Wo sind hier deren VorgängerInnen? Was wussten die?

  • Menschenrechtsaktivist

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    Das Krähenprinzip, wonach eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, scheint bei Herrschenden Tradition zu sein, wobei auch die Psychiatrie keine Ausnahme macht (anschaulich zum Fall Mollath z.B. unter http://www.youtube.com/watch?v=QZ2k2niHogM ). Das Krähenprinzip sowie die Lust auf Unterjochung ( http://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment ) gehören psychiatrisch untersucht und weggesperrt (mit entsprechenden Strukturen)!

    Zum Krähenprinzip in der Justiz war unter http://www.justizirrtum.de/schneider.htm veröffentlicht und ist z.Zt. erreichbar unter http://www.lutzschaefer.com/index.php?id_kategorie=8&id_thema=141 ):
    Bei TUCHOLSKY habe ich dieser Tage folgende Stelle gelesen:
    „Aber ich muß es einmal sagen: dieser Kampf scheint aussichtslos . . . Ich resigniere, ich kämpfe weiter, aber ich resigniere.“
    Mir geht es ähnlich. Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfähige Richter, denen beizukommen offenbar ausgeschlossen ist. Ausgeschlossen deshalb, weil die möglichen Maßnahmen nicht ergriffen werden. Der Kollege MICHAEL SCHMUCK hat im MDR Blickwinkel (MDR Heft 3/1999 S. Rl) über Richterwillkür geklagt. Er wünscht sich eine Art Revision, einen „Rechnungshof“ für Gerichte, bei dem die Einzelfälle angeprangert werden könnten, und der die Gerichte auf Willkür und Machtmißbrauch hinweist. ….. Wie wenn sich ein einziger Richter um solche Hinweise kümmern würde! Sie kümmern sich ja auch jetzt nicht darum.
    Einen solchen „Rechnungshof“ brauchten wir zudem nicht, wenn zwei Möglichkeiten ausgeschöpft würden. Einmal müßte das Richterdienstrecht gesetzmäßig angewandt werden. Unpünktlichkeit, monatelange Untätigkeit. grobe Flegeleien in der Sitzung, bewußtes Ignorieren eindeutiger Gesetze oder Faulheit dürften nicht unter den vom Bundesgerichtshof gewebten Teppich des „Kernbereichs der richterlichen Unabhängigkeit“ gekehrt werden. Zweitens müßte die Neuregelung des am Bundesverfassungsgericht gescheiterten Staatshaftungsrechts in Angriff genommen werden. Und da bin ich schon wieder bei TUCHOLSKY. Beides wäre möglich, wird aber nicht verwirklicht werden. Uber dienstrechtliche Verstöße entscheiden Richter. Ankläger und Richter in Personalunion – das kann nicht gut gehen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, wie es im Volksmund heißt. Und ein Staatshaftungsgesetz mit dem Ziel, zu verhindern, daß iahlreiche Bürger Tag für Tag entschädigungslos Justizunrecht hinnehmen müssen? Geht nicht, die Kassen sind leer…. (Zeitschrift für anwaltliche Praxis, Nr. 6 vom 24. 3. 1999, S. 266)“.
    Nur die Öffentlichkeit ist heute imstande, die Wahrung der Grundrechte effektiv anzumahnen. Die Rechtsuchenden selbst sind mit oder ohne Anwalt der Willkür des Richterstaates ausgeliefert, der so lange wie möglich nach dem Krähenprinzip zusammenhält. (Quelle: http://www.grundrechtsschutzinitiative.de/0859ba7b4076dbbc81246a2f19bf5074_Petition%20VI.pdf ).

  • frage

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    hm – es wird nur über mollath berichtet wie unschuldig er doch sein soll. und über die wahnvorstellungen. dass er aber seine frau geschlagen und gewürgt hat, etliche reichen zerstochen, stalking betrieben und gelogen hat (stichwort millionär) und wie steffi richtigerweise sagt, sich jeder behandlung wiedersetzt hat, wird unterschlagen.

    das verhalten der justiz ist nicht nachvollziehbar, dass sie sich aber jetzt zeit nehmen und alles nochmal 1000%ig nachprüfen verstehe ich schon.

    wo waren die ganzen unterstützer die letzen 7 jahre? der fall und die jetzt auf dem tisch liegenden fakten sind nichts neues.

    meine unterstützung für einen frauenschläger hält sich ebenfalls sehr in grenzen.

  • frage

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    bitte folgenden rechschreibfehler entschuldigen: reifen – nicht reichen!

  • Brigitte Schneider

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    Sehr geehrter Herr Nachtigall,

    auch wir – Arbeitsgruppe Recht, Psychiatriemissbrauch sind mit den Gedanken bei Ihnen.
    Wir freuen uns, wenn immer mehr Menschen beginnen Zivilcourage zu zeigen.
    Wir wünschen Ihnen viele aktive Unterstützer vor Ort.

    Herzliche Grüße aus Sachsen

    f. d. G.

    Brigitte Schneider

  • Susan Susan

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    Auch hier wird wieder geschrieben, ja wenn er seine Frau geschlagen hat, ja wenn er sich nicht behandeln lässt, dann istg er selber schuld und sitzt zu recht. Hallo, wer würde sich von solchen Leuten behandeln lassen, wenn er gesund ist ? Das Schlagen und das Reifen stechen ist nicht bewiesen. Ein konstruiertes Skandalurteil von unfähigen Laienrichter.

  • Joachim Bode

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    Liebe regensburg-digital, lieber Kommentator „frage“,

    zunächst meine Anerkennung für diese weitgehend sachliche Berichterstattung, die mich als Jurist und Richter allerdings zu der Bemerkung herausfordert, noch nie so viele und schwere Rechtsbrüche bis hin zu zahlreichen Rechtsbeugungen im Rahmen eines Falles gesehen zu haben wie im Fall Mollath.

    Ich darf deshalb Ihren Bericht ergänzen und korrigieren:

    Die Justiz-Fehler sind so hahnebüchen und gravierend, dass von „komplex“ – wie sich das Landgericht Regensburg auszudrücken beliebt – keine Rede sein kann.
    Die Fehler, die von Verteidigung und Staatsanwaltschaft gemeinsam gerügt werden, liegen auf der Hand, sie sind für jeden Anfänger und sogar von juristischen Laien sofort und einfach erkennbar:

    Zum Beispiel wurde Mollath eingesperrt ohne die erforderliche richterliche Anhörung, die bis zum Ablauf des nächsten Tages zu erfolgen hat. Den Beschluß erhielt er erst Wochen später. Seine Beschwerden landeten in der Schublade, seine Verteidigungsschrift wurde nicht zur Kenntnis genommen, der Entbindungsantrag des befangenen Verteidiger wurde „übersehen“, das wegen angeblicher Körperverletzung ausgestellte Attest stammte nicht von der im Attest genannten Ärztin, war also gefälscht (wahrscheinlich – darauf deutet vieles hin – von der damaligen Ehefrau Mollaths und deren Freundin, die in der Arztpraxis arbeitet). Die Reifenstechereien waren von Polizei und Richter nachweislich getürkt und Mollath untergeschoben – ein unglaublicher Vorgang, den ich vorher nicht für möglich gehalten habe.

    Die Liste läßt sich ohne weiteres fortführen, sie berücksichtigt nicht die völlig stümperhaften Gutachten einiger Ärzte, die sich an der Sache für schlechte Arbeit eine goldene Nase verdient haben.
    Jeder einzelne dieser Gründe wäre ausreichend für eine Freilassung Mollaths.

    Die Justiz befindet sich aber in einer Art Schock-Starre, will sich nicht dazu aufraffen, Fehler zuzugeben und reinen Tisch zu machen, was aber höchst dringend wäre.
    Stattdessen läßt man Mollath weiter schmoren, was für sich allein schon wieder ein neuer Skandal ist.

    Sehr bedauerlich finde ich in diesem Zusammenhang, dass sich der Kommentator „frage“ offensichtlich ganz unzureichend mit den Fakten des Falles befasst hat, sonst könnte er nicht so unqualifiziert schreiben. Vielleicht sollte er bedenken, dass es auch ihn mal treffen könnte, so wie den Mollath….

  • Lothgaßler

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    Dieser Fall ist unglaublich spannend! Der Wiederaufnahmeantrag bedeutet ja keinen Freispruch, sondern einen Neustart des Verfahrens, und ja, neue Ermittlungen! Nachdem an Mollaths Vorwürfen doch einige Dinge zu stimmen scheinen, liegt hier wohl der Hund begraben. Zu viele Beteiligte haben hier ihren Job nicht ordentlich gemacht und präsentieren blamable Rechtfertigungen.
    Die bayerische Justiz zeigt sich nicht von der besten Seite. In diesem Fall kann nicht jedes Wort 100-fach gewendet werden, um ein epochales juristisches Meisterwerk zu erzeugen.
    Die Zeit spielt evtl. auch noch wegen möglicher Verjährungen eine Rolle. Wehe, wenn das ein Hintergrund für die schleppende Bearbeitung sein sollte!
    Und die Justiz weiß wohl auch nicht, was mit Mollath bei einer Entlassung geschehen soll: Haus weg, Vermögen weg, Dokumente weg!

  • Kern Thomas

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    Meine Gedanken, wo ist die Zivilcourage hier in Bayern?!
    Haben wir Deutsche nicht schon einmal eine Hölle, wollten wir doch alles tun dass so etwas nie wieder passiert in Deutschland?!

    Ich selbst bekomme live mit wie die Mühlen hier in Bayern mahlen=>
    !!! steht auf Bürger von Deutschland, öffnet die Augen und zeigt Zivilcourage!!!
    Morgen könntet schon ihr selber das Opfer von faulen und vor allem dummen nein sogar sehr dummen Beamten hier in Bayern sein!

    Eine Ausrede wie sie schon einmal stattgefunden hatte wie“ alle waren dabei, es war halt mal so, man konnte nix ändern“
    geht nicht mehr!

    Deutsches Volk hallo dass ist schon lange kein Rechtsstaat mehr !!!VOR ALLEM IN BAYERN!!!

  • J.B.

    |

    Ich kann dem Menschenrechtsaktivisten s. weiter unten nur voll zustimmen. Damit es nochmal gelesen wird . Hier nochmal die aus meiner Sciht wichtigste Passage aus seinem Text.

    Mir geht es ähnlich. Es gibt in der deutschen Justiz zu viele machtbesessene, besserwissende und leider auch unfähige Richter, denen beizukommen offenbar ausgeschlossen ist. Ausgeschlossen deshalb, weil die möglichen Maßnahmen nicht ergriffen werden. Der Kollege MICHAEL SCHMUCK hat im MDR Blickwinkel (MDR Heft 3/1999 S. Rl) über Richterwillkür geklagt. Er wünscht sich eine Art Revision, einen “Rechnungshof” für Gerichte, bei dem die Einzelfälle angeprangert werden könnten, und der die Gerichte auf Willkür und Machtmißbrauch hinweist. ….. Wie wenn sich ein einziger Richter um solche Hinweise kümmern würde! Sie kümmern sich ja auch jetzt nicht darum.
    Einen solchen “Rechnungshof” brauchten wir zudem nicht, wenn zwei Möglichkeiten ausgeschöpft würden. Einmal müßte das Richterdienstrecht gesetzmäßig angewandt werden. Unpünktlichkeit, monatelange Untätigkeit. grobe Flegeleien in der Sitzung, bewußtes Ignorieren eindeutiger Gesetze oder Faulheit dürften nicht unter den vom Bundesgerichtshof gewebten Teppich des “Kernbereichs der richterlichen Unabhängigkeit” gekehrt werden. Zweitens müßte die Neuregelung des am Bundesverfassungsgericht gescheiterten Staatshaftungsrechts in Angriff genommen werden. Und da bin ich schon wieder bei TUCHOLSKY. Beides wäre möglich, wird aber nicht verwirklicht werden. Uber dienstrechtliche Verstöße entscheiden Richter. Ankläger und Richter in Personalunion – das kann nicht gut gehen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, wie es im Volksmund heißt. Und ein Staatshaftungsgesetz mit dem Ziel, zu verhindern, daß iahlreiche Bürger Tag für Tag entschädigungslos Justizunrecht hinnehmen müssen? Geht nicht, die Kassen sind leer…. (Zeitschrift für anwaltliche Praxis, Nr. 6 vom 24. 3. 1999, S. 266)”.
    Nur die Öffentlichkeit ist heute imstande, die Wahrung der Grundrechte effektiv anzumahnen. Die Rechtsuchenden selbst sind mit oder ohne Anwalt der Willkür des Richterstaates ausgeliefert, der so lange wie möglich nach dem Krähenprinzip zusammenhält.

  • B.Plenk

    |

    auch ich möchte zum Fall Mollath meinen Beitrag leisten. Leider bin ich so weit weg von Regensburg. Doch schlage ich vor, ähnlich wie in Österreich, einen „Volksanwalt“ einzusetzen, der diesen Fall öffentlich im Fernsehen ausverhandelt. Da stünden dann auf der Mollath-Seite sein Anwalt Strate, seine Anwältin Löbelein, auf der Angeklagten Seite Frau Merk, die Staatsanwaltschaft, die Richterschaft der beteiligten Gerichte und die Psychiater…

    Ich könnte mir vorstellen, dass das zu einer schnellen Lösung des Falles führen wird…
    Darüber hinaus muss sich der Freistaat Bayern über diesen Amtshaftungsfall Gedanken machen, der da auf ihn wegen der zeitlichen Verzögerungen auf ihn zu rollt. Da bin ich gespannt, wie sie sich hinausreden wollen…

  • Birgit

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    Liebe Steffi,
    es geht doch darum, dass das Gericht seinerzeit das Verfahren wegen der angeblichen Ehefrauen-Schläge/Reifenstecherei weder geführt noch dazu ermittelt hatte, sondern Herrn Mollath stattdessen zwangspsychiatrisierte. Stellen Sie sich bitte einmal vor, Ihnen wird ein Vorwurf gemacht und statt einer Abklärung, ob dieser Vorwurf haltbar ist, werden Sie in die Psychiatrie gesteckt. Das ist der Punkt!!! Wenn man mit mir das machen würde, ich würde auch keine Tabletten nehmen. Warum sollte ICH mich behandeln lassen, wenn die ANDEREN mir Unrecht tun?

  • backi

    |

    Diese kriminelle Gang hat nicht nur Mollath gekidnapped , sondern auch das gesamte Rechtssystem .

  • Klaus G. Stölzel

    |

    Als ich im Sept. 2009, im Zuge eines Kommentar-
    gottesdienst in der Lorenzkirche zu Nürnberg, das
    Erstemal vom „Fall Mollath“ etwas hörte, erzählte
    ich dazu, dass der damalige Amtsgerichts-
    präsident von Nürnberg, nämlich Hasso Nerlich,
    den Spitznamen „Der Grundbuchfälscher“ trägt.
    Das hatte mir niemand geglaubt das Grundbuch-fälschungen durchgeführt wurden, bzw. wurde
    der Fall Mollath in seiner Geschichte dazu nicht für
    glaubhaft von vielen Menschen gehalten.

    Der Fall Mollath hieß damals „Der HVB-Hupfla-
    Fall“, den seinerzeit Herr Gerhard Dörner durch
    Vorträge erzählte u.a. in „Nürnberger Kneipen“
    weiter erzählt wurde.

    Die „Nürnberger“ und „Bay. Presse tat damals
    alles, damit diese Fälle nicht aufflogen, also damit
    einem breiteren Publikum nicht bekannt werden
    durften. Hier wurde gezielt „geschützt“.

    Heute weiß nicht nur ich, warum das so war und
    weiter ist, also das bei der Nürnberg-Fürth Justiz systematisch kriminell gehandelt wurde bzw. weiter
    wird. Dies dürfte nun auch einem breiteren Publi-
    kum endlich bekannt sein.

    Damit kann fast niemand mehr sagen: „Davon habe
    ich nichts gewusst, also so , als die Deutschen von den
    Verbrechen ihres „geliebten Führer & Co“ nach desen
    Zeit, also nach 1945 erfuhren.

    Heute erfahren Sie von den Verbrechen der CSU und
    Konsorden „Herrschaft“.

    MfG.

    Klaus G. Stölzel

  • Melanie

    |

    Lieber Herr Nachtigall,

    leider ist der Weg von Berlin nach Bayern für mich zu weit, aber in Gedanken und im Herzen bin ich bei Ihnen und all den jenigen, die sie in ihrer Kundgebung begleiten. Ich hoffe es sind viele. Und dass es noch viel mehr werden.

    Lieben Gruß,
    Melanie

  • ul heg

    |

    der vorschlag mit dem Volks-Gericht…/anwalt wie in Österreich gefällt mir sehr gut… Lieber H.Prantl oder Pirol/Pelzig… wie geht das ? Sie wissen das doch… zuerst in der SZ anleiern… und dann gleich richtig im ZDF… H.Pelzig – Sie wollten doch letztes mal immer am ball bleiben…und dann im Gesetz per Volks-Entscheid richtig einrichten… und alle
    Beteiligte die das „blut-schuld“ tragen abarbeiten … strafe wäre dann immer … öffentlich buße tun.. Kirchplatz kehren und soviel steuern zahlen, damit wir die verlorenen ca. 12- – 15 Mio Euro zurückbekommen… / Fall… denn Mollath ist ja nur 1 schlimmes beispiel…

  • Angelika Oetken

    |

    Guten Abend,

    ich weiß zwar nicht in welcher psychiatrischen Klinik Herr Mollath untergebracht ist, denn dazu kenne ich mich in Ihrer Gegend nicht gut genug aus, aber ich frage mich gerade, wie viele Missbrauchsopfer der Domspatzen- und Etterzhausen-Connection wohl im selben Krankenhaus interniert sind wie er.

    Die hätten ja auch so Manches zu berichten, was die Kreise gewisser Herrschaften stört oder?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Nemo

    |

    @Frau Oetken

    Gustl Mollath sitzt im BKH Bayreuth, nicht in Regensburg.

  • Jürgen Friedrich

    |

    Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus …

    Ich kenne Herrn Mollath leider nicht persönlich, aber die Zustände und den Umgang in Bayreuth aus eigener Erfahrung.
    Da wird sich nichts ändern, weder vor Gericht noch im BKH, kein Kontrollorgan wird und will etwas finden, die Zustände werden auf Klinkbewertungen.de treffend beschrieben.
    Gnade Herrn Mollath Gott, der Staat und das BKH werden es nicht, da müssten viele gehen und gegangen werden – doch eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus …
    … auf hoher See und vor Gericht liegt man in Gottes Hand, nur auf See steht kein Mensch dazwischen.

  • Angelika Oetken

    |

    @Nemo:

    Danke für die Info.

    Gibt es denn in Regensburg auch ein psychiatrisches Krankenhaus mit einer forensischen Abteilung?

    Falls nicht, würden nämlich alle Menschen aus dem Großraum Regensburg, die unter entsprechenden Auflagen eingewiesen werden vermutlich nach Bayreuth kommen. Bzw. in die zuständige psychiatrische Einrichtung.

    Habe gerade mal nachgeguckt: gute 100 km Entfernung (Luftlinie) zwischen den beiden Städten. Das ist ja eigentlich nicht weit.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • nemo

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    Regensburg und Parsberg haben eine gemeinsame Forensik – aber solche Fragen ließen sich in Zukunft durch den gezielten Einsatz von Suchmaschinen viel schneller beantworten. Auch diejenige, wo Mollath untergebracht ist.

  • Termine – Gustl Mollath | Muschelschloss-Blog

    |

    […]     Regensburg – Protest vor Landgericht: „Gerechtigkeit für Gustl Mollath“  http://www.regensburg-digital.de/protest-vor-landgericht-gerechtigkeit-fur-gustl-mollath/27062013/   Regensburg – 28.06.2013 – 02.07.2013 – 11.07.2013    “Ich habe für […]

  • Jens

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    Übersehen Psychiatrie und Justiz den kleinen Unterschied zwischen EHE und Allgemeinheit? GEMEINgefahr kann logisch aus einer Beziehungstat (wie Körperverletzung im EHEstreit in der Trennungsphase) nicht geschlossen werden. Darum ist die psychiatrische Beobachtung der Selbstverteidigung des Beschuldigten hinsichtlich Beziehungstaten unverhältnismäßig. Begründete das Landgericht fundiert einen Ausnahmefall? Sind die Gründe der LG-Entscheidung über die Fortdauer psychiatrischer Beobachtung online nachlesbar?

    GEMEINgefahr wurde von früher involvierten Juristen und Psychiatern auch behauptet, weil Mollath verdächtigt wurde der Reifenstecherei (aber „beleglos“ lt. OStA Meindl) und „wahnhafter“ Schwarzgeldvorwürfe (aber inzwischen bewiesen). Da die (General-)Staatsanwaltschaft diese Behauptungen aus dem Wiederaufnahmeverfahren heraushält, sind dazu auch keine psychiatrischen Beobachtungen zu erwarten. Im Verhalten des Beklagten fehlt hinreichender Anlass für das Damoklesschwert zwangsweise psychiatrische Beurteilung.

    OStA Meindl ließ vieles Versagen von früher involvierten Juristen und Psychiatern aus dem ersten Entwurf seiner Anklageschrift nur verschwinden, weil er angeblich deren böse Absichten nicht sicher genug beweisen zu können glaubte (lt. SZ-Link unten). Meindl/Nerlich sagten nicht, ob sie Rat/Weisungen aus dem CSU-Justizministerium erhielten.

    Reicht eine Richterstimme (Joachim Bode am 27. Juni 2013 um 23:04 Uhr) zur Rettung bayerischer Juristenehre? Wo ist eine Psychiaterstimme?

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