"Soldiers of Odin"

Rassistische Bürgerwehr patrouillierte durch Regensburg

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Nach NPD, Pegida und „III. Weg“ versuchen nun die „Soldiers of Odin“ ihr Glück: Am Wochenende marschierte die selbsternannte Bürgerwehr in Regensburg auf.

"Spaziergang durch Regensburg": Video auf der Facebook-Seite der "Soldiers of Odin"

„Spaziergang durch Regensburg“: Video auf der Facebook-Seite der „Soldiers of Odin“

Dem Journalisten Wolfgang Jung würden einige von ihnen gern „die Zunge abschneiden“, „die Hände abhacken“ oder ihm „drei Stunden Waterboarding auf einer öffentlichen Toilette“ angedeihen lassen: Die Rede ist von den „Soldiers of Odin“, einer rassistischen Bürgerwehr, die ihre Ursprünge 2015 in Finnland hat, seit 2016 aber auch in Kanada, Australien und den USA aktiv ist. Jung war der erste, der Anfang November in der Mainpost unter der Überschrift „Neues Neonazi-Netzwerk in Würzburg?“ über Patrouillen der martialisch auftretenden Gruppe berichtet hatte – die Gewaltphantasien einiger „Brüder“, wie sie sich selbst untereinander nennen, folgte auf dem Fuß.

Patrouille von Bahnhof bis Steinerne Brücke

Am vergangenen Wochenende waren etwa ein Dutzend „Soldiers of Odin“ bei einem „Spaziergang“ in Regensburg unterwegs, um hier „nach dem Rechten“ zu sehen, wie sie stolz verkünden. Fotos, die auf der Facebook-Seite der „Soldiers of Odin Germany Division Bayern“ veröffentlicht wurden, zeigen die Gruppe unter anderem vor dem Kneitinger am Arnulfsplatz, beim Weihnachtsmarkt auf dem Neupfarrplatz und über die Steinerne Brücke mit ihren Hunden patrouillieren. In ein entsprechendes Video wurde auch ein Foto des fürstlichen Weihnachtsmarkts im Schlossinnenhof hinein geschnitten. Alle Teilnehmer tragen Kapuzenpullover mit „Soldiers of Odin“-Emblem. An mehreren Ecken prangen seit diesem Wochenende Aufkleber, die ein „Schutzgebiet der Soldiers of Odin“ ausweisen.

Zu Zwischenfällen kam es nach Angaben eines Polizeisprechers nicht. Man habe die Gruppierung aber im Auge und sei mit Polizeipräsidien anderer Regionen „in regem Austausch“. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge hat auch das bayerische „Landesamt für Verfassungsschutz“ die selbsternannte „Nachbarschaftshilfe“ im Visier.

„Met für die Brüder – Äxte für Feinde“

Vordergründig präsentieren sich die „Soldiers of Odin“ als Germanen-Fanclub mit allerlei Bezügen zur nordischen Götterwelt, mit Fotos von Wölfen und Sprüchen wie „Met für die Brüder – Äxte für Feinde“. Daneben geriert man sich als „Nachbarschaftshilfe“, die bei ihren „Streifzügen“ vom Jedermann-Recht Gebrauch mache, um „Schwachen und Schutzsuchenden“ beizustehen und bedürftigen Mitbürgern zu helfen. Auf diesem Feld versuchen die „Soldiers of Odin“, sich an Tierschutzvereine und Aktionen zur Obdachlosenhilfe anzubiedern – aktuell etwa an der Weihnachtsfeier für Obdachlose des Musikers Frank Zander, die immer wieder geteilt wird mit der Ankündigung, man wolle diese Veranstaltung unterstützen. Von tatsächlicher Hilfe der „Soldiers of Odin“ ist hingegen eher wenig bekannt. In Würzburg haben sich mehrere Verbände bereits öffentlich von der Gruppierung distanziert.

Mit nur wenigen Klicks durch die Facebook-Seiten finden sich alsbald klare Bezüge zur extremen Rechten. In Kommentaren und Postings ist unter anderem von „linken Ratten“ und „Lügenpresse“ die Rede, die Betonblöcke zum Schutz des Christkindlmarkts auf dem Neupfarrplatz werden mit Panzersperren „wie 1943“ verglichen. An anderer Stelle heißt es dann schlicht: „Zionism must be eradicated.“ Und natürlich geht es immer wieder um kriminelle Flüchtlinge.

Allvater Odin und Pegida-Schachtl

Auch das Personal der „Division Bayern“ ist teils einschlägig bekannt. Jürgen Gröbel, der mal als „Vize Leader Bavaria“, mal unter „Allvater Odin“ firmiert, war einst Mitglied der rechtsextremen Kameradschaft Unterfranken. Neben ihm war in Regensburg auch Stefan Schachtl mit dabei, gelegentlicher Veranstaltungsleiter und Redner für Pegida-Aufmärsche in München. Verbindungen gibt es auch zu den extrem rechten Kleinstparteien „Der III. Weg“ und „Die Rechte“.

Vordergründig gibt es immer wieder Distanzierungen, etwa zu den „Soldiers of Odin“ in Finnland (teilt aber deren Beiträge) oder – beispielsweise von Gröbel gegenüber der Mainpost – zu seiner früheren Mitgliedschaft bei der Kameradschaft Unterfranken. Glaubwürdig ist all das aber kaum. Eines der ersten Postings der „Soldiers of Odin „ Bayern war ein Foto mit dem Satz: „We must secure the existence of our people and the future of our children“ – eine unverkennbare Adaption der „14 Words“ des US-amerikanischen Rechtsextremisten David Eden Lane.

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Kommentare (54)

  • Lothgaßler

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    Aha, vorm Kneitinger nach dem „Rechten“ gesehen. Das hat wohl der hiesige „Stadt-Führer“ befohlen!? Schade, dass solche Typen des Schlages „Soldaten Odins“ immer dann vorbeischleichen, wenn man nichts davon weiß. Ein bisserl „Zuspruch“ hätte der Haufen samt Odins-Hündchen schon verdient. Meine Güte, was sich da in meiner Altstadt so alles rumtreibt!

  • Rosalia Genoveva

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    Nachher ist das eingtlich ein farbentragender Motorradclub mit seinen Hunden, nur ohne Motorradln.

  • Uli Hupff

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    Nettes Völkchen, mir wird Angst.

  • Ludwig Wagner

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    Schon irgendwie nachdenklich stimmend!? Da gibt es tatsächlich „rechtschaffene und aufrechte Bürger und Steuerzahler, die des Tags ihrer schweren Arbeit nachgehen und dann in der Nacht noch Zeit und Muse haben, zu unserem Schutz völlig selbstlos durch die Stadt zu patrollieren! Wow, nachahmenswert! Oder seh ich da was falsch? Sie arbeiten des Tags gar nicht? Sie haben zuviel freie Zeit? Aber Steuern zahlen sie schon? Oder leben sie von Stütze, wie die, vor denen sie uns schützen wollen? Bei uns in der Klinik dürften sie auch gerne mithelfen bei der Betreuung von alten und kranken Menshcen, die einsam sind und gerne Zuspruch hätten. Aber ihre Hunde müssen draussen bleiben! In diesem Sinne, besinnliches Advent!

  • wahon

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    Ja – Ist denn jetzt schon Fasching? Oder war das der Betriebsausflug der Selbsthilfegruppe „Anonyme Tierquäler“?

  • Mr. T

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    Was dem Kini seine Guglmänner sind wohl dem Adolf seine Trachtenfreunde. Ich hoffe, das Gesindel merkt recht schnell, wie beliebt es in Regensburg ist. Vielleicht war die Aufregung aber auch umsonst und das waren nur dem Kittel seine Securities vor der Schicht am Christkindlmarkt …

  • Rosalia Genoveva

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    Seh ich richtig?
    Ist das tatsächlich ein englischer Hundehintern auf dem Bild?

    Kann es denn nicht ein einheimicher Deutscher Teckel sein?
    Oder so irgendwas halt.

  • Lenerl

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    Die SOO sagt im FB, ihr habt Euch das alles nur zusammengereimt, liebe rd- Redaktion! Wollten die also vielleicht gar nicht nach dem Rechten sehen, sondern nach dem Linken? Ein Faktencheck wäre angebracht. Aber insgesamt fanden sie die Berichterstattung schon besser, also weiter so! Nächstes Mal die blutrünstigen Kampfhunde nicht vergessen!
    ;-)

    Eine Frage treibt mich aber schon um: Is denn beim spazieren gehen scho wieda nix bassiert? Weil, wenn immer nix bassiert, dann braucht´s es vielleicht gar net, die Odins von heute. Aber darum gibt´s ja so Typen wie den Flüchtling Franco von der Bundeswehr: weil einfach z´weng bassiert, gell?

  • Cogito ergo sum

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    Sie spazierten/ patrouillierten auch über den Weihnachtsmarkt im fürstlichen Schloss?

    Es ist irgendwie dann doch leicht verwunderlich, dass eine Gruppe von über 10 Mann nebst Hunden, die ausweislich des Artikels/ Fotos zumindest teilweise entsprechende Abzeichen/ Kutten/ Embleme tragen, dort Einlass bekommen haben, schließlich ist der Zugang ja nicht unentgeltlich und unkontrolliert….. Und hier hätte man ja schon mit einem Blick vom Weiten erkennen können, um was für Gestalten resp. welches Ansinnen es sich hier handeln dürfte.

    Mich würde es jedenfalls als zahlender Besucher des fürstlichen Weihnachtsmarktes erheblich stören, wenn ich mich von der tendenziell bedrohlich wirkenden Stimmungsmache solch einer Aktion stören lassen müsste. Ich dachte immer, dass auch hierüber die Eintrittspreise dieses Marktes werbetechnisch gerechtfertigt werden. Das man dort eben von gewissem Publikum nicht belästigt wird, seien es nun pöbelnde Glühweinsäufer, eskalierendes Partyvolk oder eben solche Gestalten….

  • eingeborener

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    Eben lese ich die Schlagzeile ,Söder wird Ministerpräsident, und das macht mir wirklich Angst.denn das ist keine rassistische patrouille mehr, das ist noch mehr Rassismus als staatsdoktrin.

  • Thomas Kunze

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    Über 1000 Messerangriffe und Vergewaltigungen gab es 2017 durch Flüchtende in Deutschland, davor hab ich persönlich deutlich mehr Angst.

  • AfD Fürstin

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    @Cogito ergo sum: Vielleicht unterstützt sie die Fürstin ja. Die wär genauso dumm um da mitzumarschieren, wenn sie nicht so reich wäre.

    Jeder, der sich den Schmarrn im Schloß antut unterstützt eine Frau, die genau zu dem Clientel der Odins Deppen gehört.

  • Bertl

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    Herr Kunze…. nur mal angenommen Ihre Zahl würde tatsächlich stimmen und man würde Messerangriffe und Vergewaltigungen gleichsetzen wollen, die Wahrscheinlichkeit mit Wicky und seinen Freunden ein Problem zu bekommen ist wesentlich höher oder? Jeder Angriff und jede Vergewaltigung, jede Straftat ist eine zu viel…. soweit gehe ich mit Ihnen. Darum geht es aber in Ihrem Kommentar (meiner bescheidenen Meinung nach) nicht. Bei allem Respekt vor Ihren Ängsten, diese haben nichts mit Halmas Buben zu tun und werden mit Sicherheit auch nicht von Ihnen vertrieben. Dafür würde Ihnen Information, kritisches Hinterfragen und konstruktives Denken in die Zukunft helfen. In diesem Sinne einen schöne und angstfreie…staaaade Zeit!

  • Tröster

    |

    @Thomas Kunze: Verbreiten Sie doch nicht solche aberwitzigen Unsinnszahlen, die nichts, aber wirklich gar nichts mit der Realität zu tun haben. Oder haben Sie irgendeine seriöse Quelle, um das zu belegen?
    Das ist es, was Angst machen sollte, dass nämlich jeder irgendwelchen Schmarrn verbreitet und damit auch noch Gehör bei so manchen unbedarften Zeitgenossen findet.

  • Stefan Aigner

    |

    @cogito ergo sum
    @afd Fürstin

    Es gibt ein Foto aus dem Innenhof des Fürstenschlosses, das eher in die Abfolge willkürlich hinein geschnitten wirkt. Ich bezweifle, dass die „Soldiers“ dort offen als Gruppe aufgetreten sind.

  • dogout

    |

    @ DatKo
    Na is de Kuttn scho bestellt?

  • joey

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    wir brauchen weder Scharia Polizei noch irgendwelche neuheidnischen Divisionen.

    1943? Das ist ja ein Jahr des Bewegungskriegs im Osten gewesen, größere Sperrbauten waren da noch nicht „in“, nicht einmal in Stalingrad.

    Ja, die Betonklötze waren „vorher“ noch nicht notwendig. Die Probleme der Asylpolitik bereinigt man aber sicher nicht mit Hunden und schwarzen Jacken. Sowas ist dann einfach nur ein Problem des Rechtsextremismus mehr und auch eine Bedrohung der (alt-)einheimischen Bevölkerung.

  • grenzenlos2

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    @ Thomas Kunze, als Quelle einen rechts-populistischer Internet-Blog anzugeben, ist schon mehr als selbstbewußt.

    Ein Blick auf die Autoren würde vielleicht weiterhelfen?

  • Thomas unze

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    @grenzenlos2, mir, und auch Ihnen, dürfte nicht weiterhelfen zu wissen wer etwas schreibt, sondern bestenfalls was er schreibt und ob es den Tasachen entspricht.
    Im Umkehrschluss Ihrer Vorverurteilung müsste es ja dann so sein, das alle „öffentlichen Medien“ nur die Warheit berichten, worüber ich bestenfalls herzlich lachen kann….

  • Werner

    |

    @Thomas Kunze
    Gelesen haben Sie den von Ihnen verlinkten Artikel aber hoffentlich schon – oder ? Es wird dort darauf hingewiesen, dass das BKA rechtlich unterschiedene Gruppen auch statistisch trennt. Daraus wird erstens ein Skandal gestrickt und zweitens behauptet, dass ein Großteil der nicht in der Statistik erwähnten Gruppen kriminell sind bzw. Straftaten begehen und hat dann anscheinend plötzlich eine riesige Anzahl an Straftätern. Ganz davon abgesehen, dass nicht recherchiert wird, ob tatsächlich Straftaten den Gruppen zuordnbar sind, wenn ja welche und in welchem Ausmass, ist das in meinen Augen ein Meinungsjournalismus ohne Qualitätskriterien – also exakt das, was Sie offenbar goutieren.

  • Markus Frowein

    |

    @ Thomas Kunze (5. Dezember 2017 um 14:14)

    Das nennen Sie also informieren? Da muss man gar nichts mehr kommentieren!

  • Stadtosten

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    Mir machen solche Typen Angst,
    Zur Regensburger Stadtzeitung wprde die Gesinnung der Truppe passen.

  • Barnie Geröllheimer

    |

    „An mehreren Ecken prangen seit diesem Wochenende Aufkleber, die ein „Schutzgebiet der Soldiers of Odin“ ausweisen.“
    Schutzgebiet? Irgendwie hört sich das Süditalienisch an. Naja, passt aber auf eine Stadt in der die Begünstigung ähnlich wie dort geprägt ist ….

  • Bertl

    |

    Sehr geehrter Herr Kunze… kurz nochmal zum Thema „Ihre Aengste‘ …
    305.659 Verkehrsunfaelle mit Personenschaden …
    2009: 107.000 tabakbedingte Todesfälle…
    2015 – Etwa 74.000 Menschen sterben demnach jedes Jahr allein durch Alkohol…..
    2017 – 1333 Menschen kamen durch eine Überdosis ums Leben.
    152 Tote rechter Gewalt gibt es in Deutschland – mindestens. Offiziell werden aber nur 63 Opfer anerkannt.
    Ich behaupte jetzt einfach mal folgendes….Ihre Angst eines der 1000 Opfer (denen ganz aufrichtig meine Teilnahme gilt!) zu werden, ist gelinde gesagt fuer die Katz.
    Da Sie aber anscheinend auch oefter in Lotterien, bzw. Gluecksspielen gewinnen, bleiben Sie am besten Daheim auf dem Sofa! :-) Das Leben ist wirklich zu gefaehrlich fuer Sie. Wickys Freunde werden Ihnen da sicherlich auch keine Hilfe anbieten koennen… ;-)

  • Markus Frowein

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    Aufkleber überall hin pappen = Sachbeschädigung (§ 303 Strafgesetzbuch)
    Zusätzlich lösen sich diese Aufkleber in Mikroplastik auf und belasten die Umwelt.
    Vielen Dank für diese Sauerei! Solche Leute braucht wirklich kein Mensch.

  • Thomas Kunze

    |

    @Bertl
    Danke für die Orientierung, jetzt weiß ich endlich wovor ich Angst haben muss, also jedenfalls nicht von einer massiv erhöheten Kriminalität in Deutschland wie hier dokumentiert:
    https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1_rNT3k2ZXB-f9z-2nSFMIBQKXCs&hl=en_US&ll=51.361194439314694%2C6.969721633496192&z=5 (oder Google-Suche: Einzelfall Map)
    oder hierr: https://www.welt.de/politik/deutschland/article163918666/Zahl-der-tatverdaechtigen-Zuwanderer-steigt-um-52-7-Prozent.html

    @grenzelos2 Rein vorsorglich, diese Zahlen können nicht rechtspopulistisch sein (so wie ich es auch nicht bin) sondern nur wahr oder eben unwahr.

    @Bertl Ihre Logik bezüglich Angst/Risikoverhältnis ist beeindruckend, ich sags meiner 19jährigen Tochter, damit sie künftig nachts völlig angstfrei durch die Albertstraße gehen kann, schließlich ist Rauchen ja auch gefährlich. Sie haben echt Humor, oder, was ich eher glaube, keinen Bezug zur Realität.
    Eigentlich war die Kriminalität von Asylyuchenden übrigens hier gar nicht das Thema, ich bleibe bei meiner anfangs geschilderten Angst, die größer ist als die vor den “ Soldiers of Odins“ und hab ietzt auch keine Lust mehr, mich dafür rechtzufertigen.
    Schöne und friedliche Advendszeit an alle.

  • Gedankenstromer

    |

    Thomas Kunze
    5. Dezember 2017 um 11:36 | #
    Über 1000 Messerangriffe und Vergewaltigungen gab es 2017 durch Flüchtende in Deutschland, davor hab ich persönlich deutlich mehr Angst.

    Thomas Kunze
    6. Dezember 2017 um 07:22 | #
    …Eigentlich war die Kriminalität von Asylyuchenden übrigens hier gar nicht das Thema…

    Das versteh ich jetzt nicht, aber muss man auch nicht verstehen, manchmal diskutiert man der Diskussion willen und manchmal ist es so wie es ist.

  • kida

    |

    @grenzenlos2, Werner, Markus Frohwein, Bertl
    Dann machen Sie sich doch bitte mal die Mühe und lesen diesen Artikel (ich weiß, er ist ein wenig umfangreich, aber informativ)
    https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/wenig-bekannte-fakten-zur-auslaenderkriminalitaet-in-deutschland/
    Wie kann man sich wegen ein paar lächerlichen Hanseln, die sich selbst „Soldiers of Odin“ nennen, aufregen. Die sind es nicht wert, dass man überhaupt über sie berichtet, denn genau das wollen und brauchen sie doch: Medienpräsenz. Übrigens finde ich auch die Aufregung über die AFD mehr als lächerlich. Erstens sind definitiv nicht alle Wähler dieser Partei rechtsextrem, sondern einfach nur von den etablierten Parteien enttäuscht und Protestwähler. Zweitens wird sich, meiner Meinung nach, diese Partei nicht lange halten. Da vertraue ich definitiv auf die Intelligenz meiner Mitmenschen hier.
    Wie @joey schreibt, wir brauchen weder eine Scharia Polizei noch eine rechtsextreme Bürgerwehr, die das christliche Abendland vor wem auch immer schützen will.
    Was wir brauchen, sind sachliche politische Diskussionen, die sich auf Fakten und Tatsachen beziehen. Und etwas weniger Ideologie und Scheuklappendenken würde auch nicht schaden.

  • Mr. T.

    |

    tichyseinblick ist ja fast so ne seriöse Quelle wie journalistenwatch. Wenn Ihr solchen rechten Hetzseiten glaubt, wundert es mich nicht, wenn Ihr solche Angst habt. Oder wollt Ihr das auch einfach nur glauben weil es Euer eingeschränktes Weltbild schließt und Eure Vorurteile bestätigt?
    Dass ein Haufen der Wähler der NSAfD Protestwähler sind, dem stimm ich zu. Aber warum jemand, der eine offen rechtsradikale Partei, die kein Problem mit Rechtsextremen in ihrer Führung hat, wählt, nicht zumindest rechtsoffen ist, erschließt sich mir nicht. Es gäbe auch genug andere Wahlentscheidungen, um seinen Protest den etablierten Parteien gegenüber auszudrücken.

  • Thomas Kunze

    |

    @ Mr. T. Nennen Sie uns doch die, aus Ihrer Sicht, seriösen Quellen wo wir künftig unser „eingeschränktes Weltbild“ uneingeschränkt, neutral und 100 % wahrheitsgemäß erweitern können.

  • Mr. T.

    |

    Thomas Kunze, das sind die, die Ihr „Lügenpresse“ nennt.

  • kida

    |

    @Mr.T. Tichys-Einblick als unseriöse Quelle zu bezeichnen, ist einfach nur peinlich. Sind dann Ihrer Meinung nach „Die Welt“, „FAZ“, „Fokus“, „Cicero“, „Handelsblatt“ etc. pp. auch unseriös? Also alle Quellen, die Ihre Meinung nicht decken, sind unseriös? Quellen, die kritisch bestimmte Dinge hinterfragen, sind unseriös? In dem von mir verlinkten Artikel werden statistische Daten in Korrelation gesetzt und statistisch ausgewertet. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Das nennt man wissenschaftlich arbeiten. Das nennt man seriös.

  • Thomas Kunze

    |

    Alles klar, Mr. T., also die, die z. B. von den Übergriffen am Kölner Domplatz erst 3 Tage später berichteten……

  • kida

    |

    @ Mr.T.
    P.S. Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich Angst habe (Angst vor was und vor allen Dingen vor wem?).
    Und by the way: Es grenzt schon an Impertinenz mir ein eingeschränktes Weltbild vorzuwerfen. Mit Ihrem eigenen Weltbild scheint es nicht weit her zu sein. Das habe ich gemeint mit Scheuklappendenken und Ideologie. Genau das!

  • auch_ein_regensburger

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    @ Thomas Kunze
    Wenn Sie nichts Besseres finden, um Ihre Argumentation zu untermauern, als Geschichten, die inzwischen fast 2 Jahre zurückliegen, sollten Sie vielleicht einfach darauf verzichten. Abgesehen davon kann ich mir kaum vorstellen, dass Ihre Tochter (so es sie denn überhaupt gibt), vor 2 Jahren nachts alleine angstfrei durch die Albertstraße gelaufen ist.

    @ kida
    „Es grenzt schon an Impertinenz mir ein eingeschränktes Weltbild vorzuwerfen. Mit Ihrem eigenen Weltbild scheint es nicht weit her zu sein.“
    Besser kann man sich selber gar nicht entlarven. Glückwunsch!

  • Thomas Kunze

    |

    @auch_ein_regensburger
    Ich würde noch vieles andere, auch Besseres finden, dafür reicht mir hier aber die Zeit nicht.
    Ist Ihrer Meinung nach also eine (Nicht-)Berichterstattung, nur weil sie 2 Jahre zurückliegt, kein Argument mehr? Sollte dies so sein, kann man sich, nach Ihrer Argumentation, niemals auf Vergangenes berufen, auf was denn dann? Über künftige Berichterstattung „seriöser Medien“ geht ja wohl kaum !
    Oder wollen Sie einfach mal so die Grenze beliebig, nur weil es Ihnen so passt, bei 2 Jahren ziehen ?

  • Thomas Kunze

    |

    @auch_ein_regensburger
    Auch wenn Sie es nicht nachvollziehen können, die Angst meiner Tochter und vieler ihrer Freundinnen, ist größer geworden.

  • kida

    |

    @auch_eín_regensburger
    Hä???‘ Haben Sie eigentlich gelesen, was ich oben geschrieben habe und vor allen Dingen, haben Sie es auch verstanden? Wie kommen Sie dazu, mich in irgendeine Ecke zu stecken? Ich habe geschrieben, dass man statistische Daten in Korrelation setzt, auswertet und anschließend bewertet. Ich habe gefragt, ob Quellen wie z. B. „Welt“, „FAZ“ etc. unseriös sind. Ich habe gefragt, wie der Mitkommentator darauf kommt, dass ich Angst habe. Und jetzt kommen Sie mit Ihrem Kommentar.
    Unbegreiflich!! Aber immer wieder höchst amüsant.

  • Bertl

    |

    Herr Kunze, wäre es nicht so traurig….mein Humor würde mir wirklich über so manche Ihrer Aussagen hinweg helfen. Von steigender Kriminalität durch Flüchtlinge… dann wieder nicht durch Flüchtlinge…von Köln über den Wahrheitsgehalt von statistischen Erhebungen…bis zu Ängsten ihrerseits und denen Ihrer Tochter.
    Geehrter Herr Jung… ich werde weder Ihr Weltbild noch Ihre subjektive Einschätzung bezgl. der Folgen unserer Asylpolitik ändern. Es ist Ihr gutes Recht Angst zu haben…. vor was auch immer. Weiter oben schrieb jemand, daß sich viele dieser Probleme von alleine Abschaffen werden. Diese Einschätzung Teile ich ebenfalls.
    Wenn sich die Ängste Ihrer Familie nicht mehr auf Flüchtlinge als Ursache beziehen kann, werden Sie ein sorgenfreies Leben führen können und das freut mich für Sie! Jetzt ganz ohne Sarkasmus!
    Ich für meinen Teil führe zusammen mit meiner Familie ein angstfreies Leben. Die Gründe dafür sind vielfältig und mögen durchaus etwas mit einer gewissen Einstellung zum Leben zu tun haben.
    Sie finden meine offen zur Schau getragene, fast sträfliche Sorglosigkeit unverantwortlich?
    Nein Herr Kunze, ist Sie keineswegs. Ich habe nur keine Lust mehr mir wirklich jeden Blödsinn zu Herzen zu nehmen und mich argumentativ in solchen Debatten im Kreis zu drehen.
    Angst ist ein sehr schlechter Ratgeber und nebenbei gesagt, auf Dauer auch sehr belastend. Kein schöner Zustand also. Daher wünsche ich Ihnen wirklich eine baldige Verbesserung dieses Zustandes.
    Verzeihen Sie mir vorab die „Nichtbeantwortung“ einer neuen These oder Beweisführung Ihrerseits. Ich lasse Ihnen Ihre Ängste und akzeptiere Sie.
    Schönen Tag wünsche ich noch .

  • Werner

    |

    @kida
    bei Tichy bin ich mir ehrlich gesagt ziemlich sicher, dass der schon hart am Rande der Seriosität berichtet. „Welt“, „Focus“, „FAZ“ und das „Handelsblatt“ sind selbstverständlich seriöse Blätter, alle aus der konservativen Ecke. Sie haben recht, das muss einem nicht gefallen, man sollte einfach noch für einen objektiveren Blick auf die Welt die liberalen und linken Blätter gegenlesen – z.B. „Zeit“, „Spiegel“, „Taz“ und man darf natürlich auch gerne mal in die NZZ, die Times oden den Guardian schauen um Stimmen aus dem Ausland aufzufangen. Die Einseitigkeit macht einen dumm, nicht die Vielfalt. Und vielleicht noch eine Anmerkung in Punkto Statistik – statistische Verfahren sind natürlich wissenschaftlich, aber deren Auswertung in der Regel nicht mehr. Es kommt immer darauf an, auf welche Interpretation man bei der Auswertung hinaus will. Ich traue daher weder Statistiken die mir gefallen, noch denen, die mir nicht gefallen. Da sind mir Meinungen lieber – da weiß ich wenigstens woran ich bin. Schöne Adventszeit.

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ kida
    In die von Ihnen angesprochene Ecke stellen Sie sich schon brav selbst. Mein Kommentar bezog sich lediglich auf die in Ihrem Statement zu Tage tretende Arroganz. Der Rest ihres Beitrags war sowieso nicht ernst zu nehmen. Wer Tichy für objektiv hält, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Dass man zur Abrundung seiner Informationen auch Medien konsultieren sollte, die der eigenen Weltsicht weniger entsprechen, ist nur selbstverständlich, da braucht mit Sicherheit niemand eine Belehrung von Ihnen.

    @Thomas Kunze
    Ach, und früher ist Ihre Tochter mit ihren Freundinnen nachts alleine in der Albertstraße spazieren gegangen? Kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen. Und seit Silvester 2015 sitzen Sie mit Ihrer Familie vor Angst schlotternd zuhause? Deshalb finden Sie es auch vollkommen in Ordnung, wenn pubertäre Nazi-Poser nachts in Pseudo-Uniform in Gruppenstärke durch die Stadt streifen? Ich nicht, ich bin nach wie vor ein Anhänger des staatlichen Gewaltmonopols. Rassistische Halbstarken-Gangs sorgen bestimmt nicht für mehr Sicherheit, auch nicht für die Ihrer Tochter.

  • kida

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    @ Werner
    Statistiken sind für mich zuallererst eine Ansammlung von Daten. Meiner Meinung nach benötige ich diese Daten um mir eine Meinung zu bilden. Und dazu lese ich eben nicht nur das, was mir in den Kram passt. Glauben Sie allen Ernstes ich lese keinen „SPIEGEL“ oder“Die Zeit“ usw.? Aber eben nicht nur und der weiter oben von mir verlinkte Artikel ist gut, und informativ, egal ob er jetzt, wie in diesem Fall, im Tichy steht, oder sogar so ähnlich in der Süddeutschen :)

  • Mr. T

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte kapern Sie keine anderen Pseudonyme.

  • Thomas Kunze

    |

    @auch_ein_regensburger
    Ach, und früher ist Ihre Tochter mit ihren Freundinnen nachts alleine in der Albertstraße spazieren gegangen? Kann ich mir nach wie vor nicht vorstellen. Und seit Silvester 2015 sitzen Sie mit Ihrer Familie vor Angst schlotternd zuhause? Deshalb finden Sie es auch vollkommen in Ordnung, wenn pubertäre Nazi-Poser nachts in Pseudo-Uniform in Gruppenstärke durch die Stadt streifen? Ich nicht, ich bin nach wie vor ein Anhänger des staatlichen Gewaltmonopols. Rassistische Halbstarken-Gangs sorgen bestimmt nicht für mehr Sicherheit, auch nicht für die Ihrer Tochter.

    Was wollen sie mit solchen Suggestivfragen und Unterstellungen eigentlich bezwecken?
    Das ist nicht mein Niveau einer Diskussion.

  • dugout

    |

    Da isser wieder der der „besorgte Bürger“ der Schutzpatron der Frauen und Kinder. Dem das Wohl der Frau von Christi Geburt bis ins Jahr 2014 geinau eines war: Scheissegal.
    Und sein scheinheiliges Hosenscheisserdasein will er anderen auferlegen und bringt uns seine Beweise in Form rechter Hetzblätter!
    Journalistenwatch Tichy und , Bravo, Einzelfallmap. Einer fakeseite die seit 2016 widerlegt wird.
    Und solche Helden freuen sich dann wenn ein Haufen selbsternannter Ordnungshüter mit lächerlichster Aufmachung und pupertären „Odin“- Gespinne durch die Straßen unserer Stadt „patroulliert“
    Gestalten die aus dem halben Bayerland angereist sind um ein paar Bilder ins Netz stellen zu können bevor sie mit ihrem Bayerticket wieder ab zum heimischen Stammtisch dampfen.
    Könnte man ja darüber lachen über diesen Faschingsverein wär da nicht die tiefbraune Gesinnung gepaart mit Dummheit.

  • Thomas Kunze

    |

    @dogout
    Wie frustriert müssen Sie denn sein:
    Kritisieren angebliche Fakeseiten und verbreiten gleichzeitig Fakes (Unterstellung, das jmd. das Wohlsein von Kindern(wahrscheinlich inkl, der eigenen) bis 2014 egal war) garniert mit handfesten Beleidigungen (scheinheiliger Hosenscheisser…)
    Un dann noch aus frechen Behauptungen die falschen Rückschlüsse ziehen: Jmd. freut sich über selbsernannte Ordnungshüter…
    Irgendwie glaube ich darin eine gewisse Verwirrung gepaart mit tatsächlicher Dummheit zu erkennen.

  • Taxifahrer

    |

    Wie lächerlich. Diese Würstchen wollen für Sicherheit sorgen?

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ Thomas Kunze
    Ich versuche nur, Ihre Argumentation nachzuvollziehen. Schließlich haben Sie versucht, die Diskussion über rassistische Patrouillengänger auf das Thema „Meine Tochter hat Angst vor Flüchtlingen“ umzulenken, nicht ich.

    Abschließend darf ich Sie in Bezug auf Ihre Argumentation selbst zitieren:
    „Irgendwie glaube ich darin eine gewisse Verwirrung gepaart mit tatsächlicher Dummheit zu erkennen.“

  • Jürgen

    |

    Solche „Gruppen“ und selbsternannten Beschützer sind einfach nur anmaßend und peinlich. Peinlich schon deshalb, weil sie ihre Identität und ihr Stärke von einer ausländischen „Gruppe“ beziehen, die nicht einmal der deutschen Sprache mächtig sind. Ihre Gruppenbezeichnung und ihr Credo in Englisch! Wo bleibt da der, ach so wichtige Nationalstolz? Hey wir sind das Land der Dichter und Denker, von Goethe und Schiller und lassen so eine peinliche, der deutschen Sprache nicht mächtigen Pseudogruppe zu! Ich hoffe sie haben wenigstens deutsche Schäferhunde, dann wäre wenigstens etwas Hirn dabei gewesen.

  • Markus Frowein

    |

    Nazis waren schon immer hohl in der Birne, auch vor dem 08.05.1945 schon …

  • Jürgen

    |

    @Markus Frohwein:
    Bitte gehe nicht mit dem Begriff „Nazi“ so leichtfertig um.
    Nazis stehen für systematischen Massenmord und Krieg. Diese mit Dumpfbacken in Kutten zu vergleichen verharmlost die Taten, die unter diesem Begriff bis 1945 verbrochen wurden.
    @rd: Es gab vor ein / zwei Jahren hierzu einen guten „Leserbrief“ eines jüdischen Lesers, der genau das erklärt hat. Das fand ich sehr gut und hat zum Nachdenken angeregt.
    Wenn möglich bitte verlinken.

  • Markus Frowein

    |

    @ Jürgen (11. Dezember 2017 um 06:43)

    Ja, wenn man es aus unserem Blickwinkel betrachtet, stimmt das absolut, was Du
    sagst, denn wir leben jetzt, d.h. nach der Geschichte des III. Reichs und können
    zurückblicken auf ein System, was schlimmer nicht sein konnte, unvergleichbar.

    Doch wir bewegen uns nicht rückwärts, sondern wir bewegen uns stetig voran.
    Und was kann gerade mit dem Wissen über die Vergangenheit schlimmer sein,
    als wenn wieder Leute mit dicken Jacken durch die Stadt gehen, um Leute, die
    unschuldig sind, zu verängstigen? Wehret den Anfängen, kann ich nur sagen.

    Der Massenmord fing nicht mit Massenmord an, sondern mit dicken Jacken …

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