Gegensätzliche Realitäten

Zwischen Willkommenskultur und Pegida-Häuflein

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„Bleiberecht für alle!“ „Die lügen doch alle!“ „Alle können wir nicht aufnehmen!“ Zum Teil gegensätzliche Realitäten tun sich bei der Haltung zu Flüchtlingen auf. Die Pegida-Fraktion bekommt in Regensburg bislang aber keinen Fuß auf den Boden. Beobachtungen aus zwei Veranstaltungen.

„Diejenigen, denen es gut geht, müssen denjenigen helfen, denen es schlechter geht.“ OB Wolbergs in der SC-Halle. Foto: Thomas Witzgall

„Diejenigen, denen es gut geht, müssen denjenigen helfen, denen es schlechter geht.“ OB Wolbergs in der SC-Halle. Foto: Thomas Witzgall

Ganz voll ist sie nicht geworden, die Turnhalle des SC Regensburg. Wären nicht so viele Stadträte und Verwaltungsleute da – es wären deutliche Lücken in den Sitzreihen zu sehen. Am Dienstagabend hat die Stadt zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Flüchtlinge in der Bajuwarenkaserne eingeladen.

„Von Überforderung sind wir noch ganz weit weg.“

Diese soll zunächst Platz für 520, später für 800 Menschen bieten, die hier registriert, untersucht und mit dem Notwendigsten versorgt werden, ehe sie auf Unterkünfte in ganz Bayern verteilt werden. In der Übergangslösung in der Pionierkaserne, die für 280 Menschen ausgelegt ist, sind bereits jetzt 400 untergebracht. Nach und nach wird sich das auf die EAE in der Bajuwarenkaserne verlagern, die Ende 2016 komplett fertiggestellt sein wird.

Die Erstaufnahmeeinrichtung (im Plan gelb) soll Ende 2016 fertig sein.

Die Erstaufnahmeeinrichtung (im Plan gelb) soll Ende 2016 fertig sein.

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs macht schon in seinen einführenden Worten den Standpunkt klar, den man unter dem Schlagwort „Willkommenskultur“ von ihm kennt: „Diejenigen, denen es gut geht, müssen denjenigen helfen, denen es schlechter geht.“ Das dürfe zwar nicht dazu führen, „dass unsere Gesellschaft überfordert wird“, aber trotz steigender Flüchtlingszahlen – aktuell rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, mit 450.000 Menschen, die 2015 Asyl in Deutschland suchen werden – zeigt Wolbergs sich überzeugt: „Davon sind wir noch ganz weit weg.“ Für niemanden in der Stadt werde sich etwas zum Schlechteren verändern. In Regensburg unterscheide man „zunächst“ auch nicht, aus welchen Gründen jemand geflohen sei. Man habe in Deutschland ohnehin eine „strenge Asylgesetzgebung“. Ein paar Zuhörer auf den hinteren Plätzen raunen.

Demo gegen Asylrechtsverschärfung

Ortswechsel. Tags darauf um 17 Uhr versammeln sich auf dem Neupfarrplatz etwa 100 Menschen, um gegen die geplante Verschärfung des Asylrechts zu demonstrieren, am Ende werden es fast 200 sein. Der Anlass: Am Donnerstag will der Bundestag in zweiter und dritter Lesung über den Vorschlag der großen Koalition beraten, der einer der größten Einschnitte ins Asylrecht seit 1993 sein dürfte.

Demonstration auf dem Neupfarrplatz: "Was PEGIDA und Seehofer angefangen haben wird nun in Gesetz zementiert." Foto: as

Demonstration auf dem Neupfarrplatz: „Was PEGIDA und Seehofer angefangen haben wird nun in Gesetz zementiert.“ Foto: as

Flüchtlinge, die Hilfe von Schleppern in Anspruch genommen haben, aus einem anderen europäischen Land nach Deutschland einreisen, keinen Pass bei sich haben oder Grenzkontrollen umgehen, werden damit als kriminell eingestuft und können in Haft genommen werden. Handys von Asylsuchenden sollen überwacht und ausgelesen werden, um deren Identität festzustellen. Grundsätzlich soll schneller und rigoroser abgeschoben werden können. „Deutschland macht mit diesem Gesetz die Grenzen weiter dicht, schürt damit das Ressentiment der Menschen gegen Asylsuchende und degradiert sie zu Verbrechern. Was PEGIDA und Seehofer angefangen haben wird nun in Gesetz zementiert“, heißt es in dem Aufruf zur Demo. Mit der Verschärfung könnte es dann auch ein Abschiebegefängnis in der Erstaufnahmeeinrichtung geben.

„…einen Standort, wo möglichst wenig Nachbarn betroffen sein werden“

In der SC-Turnhalle steht jetzt Regierungspräsident Axel Bartelt (CSU) am Mikrofon. Ebenso wie zuvor Wolbergs betont er das gute Miteinander zwischen Stadt und Regierung. Er sei froh, dass es hier keine Pegida-Bewegung gebe. „Aber wir dürfen die Solidarität der Menschen nicht überfordern.“ Zwar könne man 450.000 Menschen in diesem Jahr noch „gut bewältigen“, wenn sich aber diese Zahlen „weiter verdoppeln“ würden, „kommen wir an unsere Grenzen“, so Bartelt.

Betonen das gute Miteinander, trotz offensichtlich unterschiedlicher Haltungen: Wolbergs und Regierungspräsident Bartelt. Foto: Witzgall

Betonen das gute Miteinander, trotz offensichtlich unterschiedlicher Haltungen: Wolbergs und Regierungspräsident Bartelt. Foto: Witzgall

Außerdem könne es nicht sein, dass es in der EU Staaten gebe, „die in Brüssel die Hand aufhalten, wenn es Geld gibt, sich aber wegducken, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht“. Deutschland könne „schließlich nicht alle aufnehmen.“ Bei der Erstaufnahmeeinrichtung aber sollten sich die Anwesenden keine Sorgen machen. Das sei alles sehr gut geplant und außerdem habe man „einen Standort, wo möglichst wenig Nachbarn betroffen sein werden“. Das sei gar nicht so einfach gewesen.

„Ich will kein braunes Gesockse bei uns im Stadtteil haben.“

Nachdem anschließend Hans Weber vom Staatlichen Hochbauamt die Pläne im Detail vorgestellt hat, wird um Fragen gebeten. „Bitte sagen Sie alles, was Sie beschäftigt. Es soll nichts unter den Tisch fallen“, so Wolbergs. „Was wird da eigentlich getan, damit die Flüchtlinge sicher sind“, fragt eine Frau. „Ich will kein braunes Gesockse bei uns im Stadtteil haben.“ Der OB wirkt erleichtert und übergibt an Polizeidirektor Wolfgang Mache, der beruhigen kann. Es gebe einen Sicherheitsdienst, der auf Herz und Nieren geprüft worden sei. „Außerdem fahren wir verstärkt Streife.“

„…das ist das gleiche Rassistenpack.“

Ortswechsel. Auf dem Domplatz hat Stefan Dietl vom ver.di-Bezirksvorstand das Megaphon in der Hand. Die geplante Gesetzesverschärfung werde ein „unmenschliche Knast- und Abwehrsystem“ in Deutschland mit sich bringen, „das Flüchtlinge systematisch kriminalisiert“. „Was der rassistische Mob in Freital oder bei Pegida fordert, soll nun in Gesetzesform gegossen werden.“ 

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Die Demonstration zieht weiter. „Nazis morden. Der Staat schiebt ab. Das ist das gleiche Rassistenpack“, wird immer wieder lautstark gerufen. Manche Passanten nehmen interessiert die Flugblätter in die Hand, die verteilt werden. Andere schauen etwas verstört drein. Ein sichtlich betrunkener junger Mann ruft mehrfach „Ficken“ in den Domzug hinein. Ein anderer brüllt „Arschloch“ zurück.

„Da haben ja nicht alle eine edle Gesinnung.“

In der SC-Turnhalle bleiben die Fragen weitgehend harmlos. Es geht um die medizinischen Standards in der EAE, bauliche Fragen, Verkehrsabwicklung. Schließlich fragt eine Frau, ob die Flüchtlinge die Einrichtung auch nachts verlassen könnten. „Da haben ja nicht alle eine edle Gesinnung.“ Ein etwas kräftigerer Mann, der schon länger leise vor sich hinmaulend etwas weiter hinten gesessen ist, klopft zustimmend mit der Faust auf die Tischplatte.

Als Wolbergs antwortet, das die Flüchtlinge die EAE „selbstverständlich jederzeit“ verlassen könnten und anfügt: „Das sind freie Bürger und es gibt keinen Beleg dafür, dass diese Menschen krimineller wären als Deutsche“, springt der Mann auf, murmelt laut „Verlogenes Gerede“ und stapft aus der Halle. Kaum jemand nimmt davon Notiz. Mittlerweile wird darüber diskutiert, dass der Stadtosten generell benachteiligt sei. „Wir wollen auch mal etwas Schönes“, fordert ein junger Mann. Wolbergs gibt ihm recht, kündigt an, dass Flüchtlinge künftig ohnehin auf alle Stadtteile verteilt würden und stellt die Landesgartenschau auf dem Pürkelgut in Aussicht.

„Feuer und Flamme den Abschiebebehörden.“

Ortswechsel. Die Demonstration ist auf dem Haidplatz angelangt. „Hier sind wir genau richtig“, sagt einer der Mitorganisatoren. Das hier angesiedelte Verwaltungsgericht steht wegen seiner Rechtsprechungspraxis bei Flüchtlingsaktivisten schon länger in der Kritik. Bei Abschiebungen in vermeintlich sichere Drittstaaten wie Ungarn, Rumänien, den Kosovo oder Bosnien wird hier sehr rigide verfahren. Im Gegensatz zu manch anderen Verwaltungsgerichten. Am Megaphon wird angestimmt. „Abschiebungen?“ „Scheiße!“ „Verwaltungsgericht?“ „Scheiße!“ „Nation?“ Scheiße!“ Immer wieder der Sprechchor: „Feuer und Flamme den Abschiebebehörden.“

„Das sind Menschen wie Sie und ich.“

Alexander Ochs: „Wir hatten die Amis da, die Bundeswehr. Warum muss man da wegen ein paar hundert Asylanten so einen Aufstand machen?“ Foto: Witzgall

Alexander Ochs: „Wir hatten die Amis da, die Bundeswehr. Warum muss man da wegen ein paar hundert Asylanten so einen Aufstand machen?“ Foto: Witzgall

Die Veranstaltung in der SC-Halle geht zu Ende. Und sie ist trotz der einen oder anderen kritischen Frage versöhnlich und konstruktiv abgelaufen – auch quer durch die anwesenden Parteien. Als etwa eine Mutter meinte, sie habe angesichts vieler junger Männer, die da vielleicht kommen, Angst um ihre zwölfjährige Tochter, mischt sich sogar Bernadette Dechant von der CSU ein. Sie lebe in unmittelbarer Nähe zur Gemeinschaftsunterkunft in der Plattlinger Straße – dort sei nie etwas passiert. „Das sind Menschen wie Sie und ich. Meine Kinder haben mit deren Kindern im Sandkasten gespielt.“

Der langjährige Vorstand des SC Regensburg, Alexander Ochs fügt an: „Wir haben 27 Nationen auf dem Spielfeld und keinerlei Probleme.“ Ohnehin verstehe er die Aufregung um die Erstaufnahmeeinrichtung nicht. „Wir hatten die Amis da, die Bundeswehr. Warum muss man da wegen ein paar hundert Asylanten so einen Aufstand machen? Kein Mensch kann schlechter sein, als man selber ist.“

Der traurige Pegida-Rest

Weniger versöhnlich geht es draußen vor der Tür zu. Dort steht der Mann, der zuvor den Saal verlassen hat – im Pulk mit fünf oder sechs anderen Leuten. Die Polizei dürfe ja die Wahrheit über „die vielen kriminellen Asylanten“ gar nicht ehrlich sagen, erfährt man hier. Die Presse schreibe die Wahrheit sowieso nicht. „Wer Hilfe bracht, dem helfe ich. Aber die meisten von denen brauchen ja überhaupt keine Hilfe“, wiederholt ein ein weißhaariger Mann., der das Wort am Häufigsten führt, immer wieder. Er wisse gar von einem Handwerker, der einmal – irgendwo – in einem „Asylantenheim“ gearbeitet habe und dort angegriffen und bedroht worden sei. „Aber das erfahren Sie ja nicht. Das sagt Ihnen ja keiner. Das darf ja keiner sagen.“ Zustimmend nicken die Umstehenden. Sich drinnen zu Wort melden, nein, das wollen sie nicht, sagen sie auf Nachfrage. Die Politiker würden schließlich auch alle lügen. Und den Polizisten etwas fragen? Nein. Wieso. Der dürfe ja – wie schon erwähnt- auch nicht die Wahrheit sagen. Als die Veranstaltung beendet ist und die Leute die Turnhalle verlassen, ist das kleine Grüppchen schon verschwunden.

„Lasst uns diese endlose Wut fühlen…“

Ortswechsel. Vor dem Verwaltungsgericht steht Houmer Hedayatzadeh am Megaphon. Er ist vor einigen Jahren aus dem Iran nach Deutschland geflohen. Seinen sicheren Aufenthalt musste er sich vor dem Verwaltungsgericht erstreiten. Er könne aber keine repräsentative Rolle für alles Asylsuchenden einnehmen, auch wenn er es versuche, sagt er in seiner auf Englisch gehaltenen, emotionalen Rede, die nur in unmittelbarer Nähe gut zu verstehen ist.

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Er wisse nicht, wie es jemandem aus Afrika gehe, der wegen Krieg, Armut oder Hunger geflohen sei. Er könne nicht stellvertretend für einen kurdischen Flüchtling stehen, der Folter und Mord geflohen sei und jetzt in einem deutschen Flüchtlingslager Angst davor habe, wegen des Dublin III-Abkommens wieder abgeschoben zu werden. Er könne sich nicht vorstellen, was mit Menschen passiert sei, die abgeschoben und physisch aus unserem Land getilgt wurden. Er habe aber festgestellt, dass ihn die Versuche, sich in das Schicksal anderer Flüchtlinge hineinzuversetzen, wütend gemacht hätten. Und Wut sei es, was es brauche, um sich selbst zu verteidigen. „Lasst uns diese endlose Wut fühlen und uns dann fragen, weshalb immer noch Menschen, die mitten unter uns leben, abgeschoben werden können, ohne dass wir uns einmischen.“ „Bleiberecht für alle – und zwar sofort“, ruft der Chor.

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Kommentare (24)

  • Alena

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    Ja, mit der „nicht existierenden“ Islamisierung wird es genau so sein, wie mit dem Euro. Erst wenn schon auch der wirklich letzte Depp merkt, dass er inzwischen in einem Kalifat lebt, wird zugegeben, dass die „Peggy“ recht hatte.

  • Tobias

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    Das Problem dahinter sehe ich, dass stets der Deckel draufgehalten wird.
    Ich bin AfD-Wähler und auch Pro-Pegida, einfach aus dem Grund, weil es wieder ein bisschen Gegenwind in die linke Fahrspur bringt, die die Politik so ansteuert. Und was passiert, wenn man nur nach links steuert? Man dreht sich im Kreise…

    Die Regelungen müssen JETZT gesetzt werden. DANN können wir ein starkes Land bleiben, und auch nur so können wir Deutschen helfen. Das Boot der Retter zum Kapern bringen damit ALLE absaufen ist momentan das Ziel der verblendeten Linken, aber gut, ich brauche wohl nicht Margaret Thatcher zitieren; sie werden sich denken, welches Zitat ich meine.

    Mit Stammtisch und Nazikeulen hat das lange nix mehr zu tun sondern mit kritischem Befassen von Statistiken, Prognosen und ähnlichen kulturellen Gegebenheiten in Nachbarländern, die mit dieser Entwicklung 10 Jahre eher begonnen haben und sich nun wundern, warum in London in Stadtteilen kein Englisch mehr gesprochen oder in Frankreich die gewaltbereiten, schwarzen Moslems herumlaufen.

    Die Diebstahldelikte bei mir auf Arbeit steigen seit 2007 extrem massiv an. Einen deutschen Ausweis findet man bei den Übeltätern im Vergleich zu der steigenden Zahl der Delikten immer weniger.

  • Franz Mahler

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    @Alena, 2. Juli 2015 um 17:06 | #

    Tja und wie ist es denn nun mit dem „Euro“ genau? Ich gehöre nämlich zu den letzten „Deppen“.

    Tatsache ist doch: Der Euro wurde von konservativen, neoliberalen und rechten Politikern eingeführt, die von konservativen, neoliberalen und rechten Bürgern gewählt wurden. Und jetzt beschweren sich die konservativen, neoliberalen und rechten Bürger über das Ergebnis.

    Das ist entweder Masochismus oder makroökonomische Dummheit. Aber viele Konservative mögen es offenkundig, wenn sie von der Domina Merkel und dem IWF an der Nase herum geführt und ausgepeitscht werden.

  • Joe Kermen

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    @Alena:
    Machen sie sich wirklich deswegen Sorgen? Wenn ja, warum?

    Ich gebe gerne zu, das sich die Kultur in unseren Breitengraden mit dem Zustrom aus anderen Kulturen verändern wird. So wie sie es schon ein dutzend Mal und Häufiger getan hat. So wie die Deutschen von den Besatzermächten, vornehmlich den Amerikanern geprägt wurden, gäbe es diesen Abschnitt in unserer Geschichte nicht, würden wir heute vielleicht mehr Afri, statt Coca-Cola trinken. Nur so als kleines unauffälliges Beispiel. Aber für uns ist das normal. Und vielleicht wird es auch irgendwann einmal normal sein, dass in jeder Stadt eine Moschee neben einer Kirche steht. Nur weil sich unsere Kultur verändert, was sie zwangsläufig tut in unserer globalisierten Welt, muss daraus nicht zwangsläufig etwas schlechteres werden. Egal ob Völkerwanderung, Kreuzzug oder Weltkrieg. Keine dieser Ereignisse war schön. Aber letztlich hat sie unsere „abendländische Kultur“ erst so gebildet wie wir sie heute kennen. Und nichts anderes passiert heute. Nicht nur bei uns. Überall. Die großen Kulturen dieser Erde, haben sich alle daraus gebildet, dass sie sich mit anderen Kulturen auseinandersetzen mussten. Die Ägypter vor 5000Jahren, die Römer vor 3000Jahren, die Amerikaner vor 300Jahren u.s.w.. Man kann sich zusammenrotten und dafür kämpfen, aber es wird ein Kampf gegen Windmühlen sein.

  • Heinz

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    Auf der Versammlung im SC am Dienstag, hat der OB, zum Glück, von Anfang an, bis zum Schluss, alle „Gegenstimmen“ zu besänftigen gewusst.
    Sehr schön. Die Paar „Grimmig-Kopfschüttler“ waren nach einer Stunde am „nicht mehr Kopfschütteln“.
    Kein Wunder: Bei nur annähernd 1% Flüchtlinge, die bei uns herzlich willkommen werden sein, wird es nur wenige „Antis“ geben dürfen.

  • Homo Sowjeticus

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    @Heinz:
    „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast“ ist ein Zitat, welches in kaum einem Artikel oder Buch über Statistik fehlt! Angesichts der immer größer werdenden Ähnlichkeiten zwischen der EU und der ehem. UdSSR* sollte man diese „Weisheit“ ernst nehmen… Sogar über die Wahlfälschungen wie in der ehem. Sowjetunion dringen bei uns inzwischen ab und zu kurze Presseberichte durch.

    Aber auch wenn man die o.g. Statistik „ernst nehmen“ würde, so würde sich daraus eine Schlussfolgerung ergeben, die das Statement von Alena nur noch bestätigt: Von 2010 bis 2013, also lediglich in DREI Jahren (?!) hat sich der Anteil von Muslimen in unserem Land fast verdoppelt…

    (* – Erklärung für solche, die jünger als 45 J. sind: Unrechtsstaat mit einer kommunistischen Diktatur, in welcher lt. Nobelpreisträger Solshenizin fast 80 Mio. Menschen umgebracht wurden).

  • Bert

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    @homo sowjeticus

    „Traue keiner Statistik…“ ist in dem Zusammenhang typischer Pegida-Stil. Auf Fakten wird mit „Das glaub ich aber nicht.“ „Das ist gefälscht.“ etc. erwidert.

    Der Anteil der Muslime in Deutschland beträgt etwas mehr als vier Prozent. Der Verfassungsschutz zählt 7.000 Salafisten, also radikale Muslime, die Hälfte davon sind deutsche Konvertiten.

    Aber was kann man mit jemanden argumentieren, der nur das glaubt, was in sein komisches Weltbild passt. Die EU ist ähnlich wie die UdSSR? Na, wenn das mal keine Verhöhnung von 80 Millionen Toten ist.

  • Franz Mahler

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    @Homo Sowjeticus, 3. Juli 2015 um 10:28: „Von 2010 bis 2013, also lediglich in DREI Jahren (?!) hat sich der Anteil von Muslimen in unserem Land fast verdoppelt…“

    Da gebe ich Ihnen recht. Wenn man anderen vorwirft, Statistiken zu manipulieren oder zu missbrauchen, sollte man sich, wenn man das selbst tut, natürlich etwas geschickter anstellen.

    Wenn 2010 in einer Gruppe von 100 Bürgern ein einziges Mitglied einen Nikolausbart und weiß-blau karierten Schottenrock getragen hat und 2013 waren es bereits zwei, dann hat sich der Anteil binnen drei Jahren verdoppelt. Unterstellt man ein lineares Wachstum, dann werden nach der Formel des bekannten „Mathematikers“ und „Statistikers“ Th. Sarrazin hochgerechnet auf das Jahr 2304 exakt 99 (In Worten: NEUNUNDNEUNZIG) Prozent der Gruppe einen Nikolausbart und einen weiß-blau karierten Schottenrock tragen.

    Wahnsinn, was man mit Mathematik/Statistik so alles „beweisen“ kann oder auch nicht.

    MfG
    Franz

  • Franz Mahler

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    @Tobias, 2. Juli 2015 um 20:44: „… weil es wieder ein bisschen Gegenwind in die linke Fahrspur bringt, die die Politik so ansteuert. Und was passiert, wenn man nur nach links steuert? Man dreht sich im Kreise…“

    Das gilt aber auch umgekehrt, wenn man immer nur nach RECHTS steuert. Möglicherweise bekommt man auch einen Drehwurm im Kopf und fährt in den Graben.

    Wo und wann bitteschön ist in Deutschland in den letzten Jahren „linke“ Politik gemacht worden?

    Tatsache ist: In den letzten Jahren/Jahrzehnten wurden das Asylrecht verschärft und die Arbeitslosenhilfe abgeschafft, die Sozialhilfe wurde von einer bedarfsbezogenen Grundsicherung auf das niedrigere „Statistikmodell“ umgestellt, das Rentenniveau wurde abgesenkt, die Löhne für viele Arbeiter/Angestellte real oder sogar nominal gekürzt, die Mehrwertsteuer für alle Verbraucher erhöht usw.

    Auf der anderen Seite wurde die Vermögensteuer für die superreichen Multimillionäre und Multimilliardäre abgeschafft bzw. eingefroren, der Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer gesenkt und das Kindergeld für Einkommensmillionäre erhöht, die Gewinne vieler Unternehmen und Aktionäre sind geradezu explodiert. Öffentlich geförderte Sozialwohnungen wurden an Hedgefonds und Immobilienhaie verscherbelt, „notleidende“ Banken wurden auf Kosten der Allgemeinheit von einer ehemaligen DDR-Opportunistin mit dem Spitznamen „Mutti Merkel“ mit Milliarden unterstützt, weil sich die Banker beim Zocken an den Finanzmärkten verspekuliert haben. Steuerhinterziehung in Millionenhöhe wird in diesem Land immer noch als Kavaliersdelikt behandelt usw.

    Was ist bzw. war daran „links“? Das ist konservative R.E.C.H.T.E Politik und sonst nix.

    Und wer ist schuld daran? Wenn es nach den Anhängern von AfD und Pegida geht, dann sind es die Ausländer, die Asylanten, die Griechen, die Migranten, vor allem die „kriminellen“ Migranten mit Vollbart. Deutsche, die sich dreimal am Tag rasieren und am Heiligen Abend in die Christmette gehen und nicht in die Moschee, um dort einen gefälschten 5-Euro-Schein in den Klingelbeutel zu werfen, klauen nämlich nicht. Wie intelligent ist das?

    MfG
    Franz

  • Besorgter Bürger

    |

    @Joe Kermen

    Vielleicht ist es wirklich einmal normal, wenn in jeder Straße eine Moschee steht. Aber wenn sich der Islam nicht auch radikal kulturell verändert, befürchte ich dann einen erheblichen gesellschaftlichen Rückschritt. Es gibt schon heute Gegenden in Berlin oder Bremen, wo man(n) sich als Schwuler mit seinem Partner besser nicht als Paar zu erkennen gibt.

  • Max

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    „kriminellen“ Migranten mit Vollbart…

    …Immer mit der Ruhe, würde ich mal sagen. Ich habe Kollegen, die Moslems sind. Mit einigen spielen wir nach Feierabend Fußball. Einer da macht auch den Ramadan mit (hatte er erzählt, ist auch kein Problem; kein Essen/Trinken tagsüber usw.). …und auch mit den Scherzen der Kollegen (die Scherze findet er auch nett und witzig darüber (z.B. Bier ;-) ), da er bei uns super integriert ist).
    Der Kollege bzw. die Leut (die fleißig sind, arbeiten und deren Religion ihre Privat-Sache ist) sind auch gar kein Problem (das sollte man auch nicht versuchen, zu machen), sie sind ein Gewinn für uns alle, WEIL: Diese (meine) Kollegen gar keinen Ansporn haben, zu missionieren (das ist so ein sehr wichtiger Punkt, Leben und Leben lassen)! Sie sind friedlich, freundlich und kommen gar nicht auf die Idee, ihrer Frau einen Schleier aufzusetzen. Die sind echt okay!!!

    Es ist aber auch wahr: Es gibt leider Extremisten, auch deutsche Konvertiten, wie z.B. den irren Pierre Vogel Derartige Irre, Fanatiker, Mörder der IS haben hier wirklich NICHTS verloren. Das muss aber auch mal endlich klar sein. Entschuldigungen für derartigen Extremismus darf es nicht geben!

    Es wird ENDLICH Zeit, zu differenzieren: Es geht nicht darum, ob es in Deutschland den Islam geben darf.
    Es geht darum, welchem Islam es geben darf!

    Es wird ja auch nicht diskutiert, welchen Buddhismus es geben darf. Diese Menschen sind offensichtlich wohl eher friedlich.

    Daher (mein Vorschlag):
    – Ethik statt Religionsunterricht in der Schule (das hatte ich gewählt, wir hatten alle Religionen angeschaut…), nachdem die Kath. Religionslehrer alles Idioten waren (Reli gehört weg, Kunst und Musik sollte auch nur noch Wahlfach sein ab der 8. Klasse, bringt keinem was)
    – Burka-Verbot! (wie in FRA, in der Öffentlichkeit verboten wegen Unterdrückung der Frauen:
    In FRA gilt Geldstrafe für die Fraui und wenn ein Mann seine musl. Frau dazu zwingt 1 Jahr Gefängnis. Ich fordere: Wenn ein Mann seine Frau dazu zwingt, eine Burka zu tragen, sollte man den loswerden (abschieben und wenn es ein deutscher irrer Konvertit-Depp ist, von mir aus einsperren, bis der wieder normal denken kann (von mir aus bis 100).
    – Überprüfung wegen Kopftücher (mit den Frauen reden)
    – keine Strafmilderung wegen „kulturellen Unterschieden“
    – keine Akzeptanz (Strafmilderung) von „Ehrenmorden“
    – Verfolgen von Straftätern, die sich in die Türkei absetzen (z.B. im MORD-Fall am Alexanderplatz)

    Naja, und so weiter…

    Naja, morgen muss ich auch wieder ran, keine Lust nochmal durchzulesen.

    Nicht alle sind gut oder schlecht, aber es gibt wohl einen gewissen %-Satz…

    Islamismus darf auf jeden Fall niemals toleriert werden!
    Egal ob Linksextremismus oder Rechtsextremismus oder Islamismus, das geht nicht!

    Alles sollte beobachtet werden!

  • Marc K.

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    Wie es Rechte bei egal welchen Thema immer schaffen neben ihren Rassismus und anderen Widerwertigkeiten auch auf die Sowjetunion drauf zu hauen…

  • Ida

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    ‚welchen Buddhismus es geben darf. Diese Menschen sind offensichtlich wohl eher friedlich.‘
    Es ist schon eindrucksvoll welches Zeug manche verzapfen, Auswüchse gibt es leider überall.
    http://www.zeit.de/2013/21/myanmar-buddhisten-muslime

  • Max

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    Ja, Ida, da gebe ich dir recht und daher hatte ich eben auch geschrieben „wohl eher friedlich“, was
    – natürlich bedeutet: Leider nicht überall – das war dein Beispiel, das finde ich auch schrecklich! – hier wird die Religion auch schon wieder vorgeschoben für Mord, obwohl es dieser Religion komplett widerspricht.
    – ich hier auf den Buddhismus in unserer Gegend (Europa) bezog (ok, sorry, das hätte ich noch ergänzen müssen). In Europa hätte ich nicht von Morden im Namen des Buddhismus gehört.
    – der islamistische Terror wird ja auch von dem großen Teil der vernünftigen Moslems nicht unterstützt. Daher ist
    meine Forderung, zu differenzieren: Der Islam an sich ist natürlich nicht schlecht (wie denn auch?), die meisten Moslems sind friedlich und sehen ihre Religion, als das, was sie sein sollte: Ihren Glauben, den sie privat haben können und andere auch so leben lassen, wie sie das wollen.

    Naja, egal, irgendetwas scheint irgendwem wohl immer nicht zu passen oder zu Missverständnissen zu führen. Allerdings:

    Mit deinem Halbsatz „Es ist schon eindrucksvoll welches Zeug manche verzapfen“ scheinst du schon etwas wenig Toleranz für die Meinung anderer zu haben.

  • Taxifahrer

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    Wer die Pegida-Fraktion sucht sollte einfach mal bei der AfD schauen…der Saal bei deren Veranstaltung in Regensburg mit Konrad Adam war brechend voll…

  • Dunning-Kruger everywhere!

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    @ Max:

    Sehr interessante Vorschläge.
    Da bin ich ja mal gespannt, wie du einen deutschen Muslimen, der hier geboren wurde und die deutsche Staatsbürgerschaft hat, abschieben willst.
    Kleiner Tip: Der Islam ist eine Religion und keine Staatsangehörigkeit.
    Und noch ein Tip: Arschlöcher gibts überall.

    Wenn hier jemand Fakten bringt, sind diese gefälscht. Wenn die Presse berichtet ist es die Lügenpresse. Wenn man für Menschenrechte eintritt (§1… schonmal gehört), dann ist man ein linksextremistischer Gutmensch.

    Ich weiss nicht, ob ich bei so viel geistigem Müll lachen oder weinen soll.

  • Homo Sowjeticus

    |

    @Marc K. bzgl. „auf die Sowjetunion drauf zu hauen“.

    Irrtum! In der Frage des „Rassismus und anderer Widerwertigkeiten“ ist es sinnlos, einen Unterschied zwischen „links“ und „rechts“ zu suchen, denn es sind zwei Seiten der gleichen menschenverachtenden Ideologie, ob sie nun als Nationalsozialismus oder Räte-Sozialismus (später Kommunismus) bezeichnet wird.
    Zwischen der „Arbeiterpartei“ der Nazis und der „Arbeiterpartei“ der Bolschewiki gab es nur marginale Unterschiede, genauso wenig zwischen ihren identisch aufgebauten Jugendorganisationen.
    Die Sowjetunion war nicht nur eine Diktatur, sondern eine durch und durch rassistische Diktatur, die nach dem altbekannten Prinzip „teile und herrsche“, die vielen Nationen des russischen Zarenreiches gegeneinander ausspielte und gegeneinander umbringen ließ. Nur so sind die unvorstellbaren 80 Mio. Opfer der Zivilbevölkerung zu erklären…

    …aber auch der unermessliche Hass im Ukraine-Konflikt (auf beiden Seiten) zu verstehen.

  • Max

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    Dunning-Kruger everywhere! -> Erkennst du dich da nicht eher selbst?
    „Da bin ich ja mal gespannt, wie du einen deutschen Muslimen, der hier geboren wurde und die deutsche Staatsbürgerschaft hat, abschieben willst“

    Sehr aggressiv scheinst du ja auch zu sein und du kannst wohl auch nicht richtig lesen: Ich schrieb „abschieben und wenn es ein Deutscher ist, dann… könnte man…“
    Bedeutet: Abschieben, wenn es kein Deutscher ist (ja mit dt. Pass), weil es dann eben geht.
    Ansonsten müsste man schauen, wie man dann damit umgeht: Ja, und damit meine ich eben radikale Extremisten, die z.B. einen Anschlag planen, einzusperren, da von denen eine reale Gefahr für alle ausgeht. Schon klar, dass die Beweise dafür eindeutig sein müssen. Nur so auf Verdacht, kann natürlich nicht sein! Das ist wohl klar!

    Vielleicht hast du mich falsch verstanden, ich bin gegen Extremismus, und zwar egal, aus welcher Richtung. Aber eben auch aus der von Linksradikalen (wie auch von rechtsradikalen oder religiös motiviertem Extremismus). Aber gegen Linksextreme zu sein heißt für einige ja schon, dass man (zu?) „rechts“ ist.

    Und wenn du da von geistigem Müll redest, kannst du entweder nicht lesen, oder bist selbst das, was du vorwerfen willst.
    Von dir kommen keine Vorschläge oder Argumente, sondern nur Beleidigungen, insofern trifft der Dunning-Kruger-Effekt wohl eher auf dich zu.

    Oh, Verschwörungstheorien gibt es sogar auch noch? Nett:
    „Wenn hier jemand Fakten bringt, sind diese gefälscht. Wenn die Presse berichtet ist es die Lügenpresse. Wenn man für Menschenrechte eintritt (§1… schonmal gehört), dann ist man ein linksextremistischer Gutmensch.“

    „Lügenpresse und linksextremistischer Gutmensch“, wer hat das (außer dir) gesagt?

    Naja, es ist deine Meinung. Kannst gern haben.
    Aber seien wir froh, dass wir sie sagen können und nicht in der dunklen Vergangenheit leben (im Westen vor 1945 bzw. im Osten vor 1989/1990).

    Natürlich auch nicht während der Zeit vorher, z.B. Absolutismus oder der Inquisition.
    Könnte schlimmer sein. ;-) (zu so etwas soll es aber bitte wieder nicht kommen)

  • Homo Sowjeticus

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    …zum Thema „Lügen mit Statistik“ gibt es im Internet sehr viele Beispiele, im kleinen wie im großen, siehe z.B.:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/08/13/us-historiker-die-usa-zerstoeren-europa-2/
    …“Auf Geheiß Washingtons hat der IWF die BIP-Zahlen für Libyen seit 2011 nicht verlässlich berichtet, sondern behauptet, dass der Normalzustand im Jahr 2012 wiederhergestellt wurde (der Normalzustand wurde angeblich sogar übertroffen: BIP pro Kopf bei 13.580,55 Dollar). Doch jeder weiß, dass das nicht stimmt und sogar NPR berichtet, dass es nicht wahr ist. Die CIA schätzt, dass das Pro-Kopf-BIP in Libyen im Jahr 2012 bei lächerlichen 23.900 Dollar lag (sie gibt keine Zahlen vor diesem Jahr an) und sagt, dass Libyens Pro-Kopf-BIP danach nur leicht gefallen ist. Keine der offiziellen Prognosen ist auch nur im Ansatz vertrauenswürdig, doch der Atlantic Council gab sich wenigstens die Mühe, die Dinge ehrlich zu erklären und titelte in seinem letzten Bericht über Libyens Wirtschaft vom 23. Januar 2014: „Libyen sieht dem wirtschaftlichen Kollaps im Jahr 2014 entgegen“.

  • X. Mathe

    |

    Ein kleiner Hinweis an den „großen Mathematiker“ Franz Mahler:

    Wenn man sich schon damit befasst, sollte man in der Schule das Fach „Mathe“ nicht gerade abgewählt haben…

    Wenn der Anteil der Gruppe mit einem „Nikolausbart und einem weiß-blau karierten Schottenrock“ in dem hypothetischen Beispiel von Franz Mahler sich lediglich in drei Jahren verdoppelt, darf man auf keinen Fall ein lineares Wachstum „unterstellen“, sondern viel eher von einer weiteren Verdoppelung in den nächsten drei Jahren ausgehen. Auch wenn dies natürlich nicht unbegrenzt lange gemacht werden kann, als Hypothese für extreme Entwicklungen ist dies allemal zulässig.

    Berücksichtigt man dabei auch noch die vielbeschworene „negative“ Demographie bei dem Rest der Gruppe, könnte man diese evtl. sogar mit einer „Abwärtsspirale“ versehen: Wird diese Gruppe lediglich um einen Bürger pro Jahr kleiner, während sich die andere weiterhin in drei Jahren verdoppelt, ergibt sich daraus bereits für das Jahre 2031 – also schon innerhalb einer „halben“ Generation -, dass der Anteil der „anderen Bürger“, die nicht einen „Nikolausbart und einen weiß-blau karierten Schottenrock“ tragen, auf unter 38% schrumpfen und der „Wucher-Gruppe“ auf 62% steigen würde…

    Dabei wurde hier die immer größer werdende Austrittswelle aus den anderen Stil-Richtungen sowie die vielen „Konvertiten“ in die Gruppe mit einem „Nikolausbart und einem weiß-blau karierten Schottenrock“ noch gar nicht berücksichtigt…

  • „Wir sind ja kein Gefängnis…“ » Regensburg Digital

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    […] Doch zumindest bei dem offiziellen Besuch von Politikern und Medienvertretern bestätigen sich diese Vorurteile nicht. Der Innenhof und die öffentlichen Anlagen, wie Waschräume oder Gemeinschaftsküche sind […]

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