SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 22. Januar 2015

Weiteres Missbrauchsopfer meldet sich zu Wort

Bistum im „Stadium der Kampfphase“

Er habe „genug von dieser Institution“ und wolle „von diesen Typen“ aus dem Regensburger Ordinariat niemals mehr etwas hören“. Mit diesen unmissverständlichen Worten meldet sich ein weiterer ehemaliger „Domspatz“ zu Wort. Unserer Redaktion schildert er sein Leid als blutig geprügeltes Kind, sein Los als Opfer von sexuellen Übergriffen und seine Enttäuschung nachdem er sich 2010 bei der damaligen „Missbrauchsbeauftragten“ Dr. Birgit Böhm gemeldet hatte. Die Glaubwürdigkeit des Regensburger Bistums in Sachen Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch von Minderjährigen und Schutzbefohlenen scheint indes tiefer nicht mehr sinken zu können. Das es auch anders gehen könnte, zeigt ein Blick nach München und Ettal.

Zwei Bischöfe, gleiche Praxis: Sowohl unter Gerhard Luwid Müller als auch unter Rudolf Voderholzer findet keine systematische Aufklärung sexuellen Missbrauchs statt. Foto: Archiv/ as

Zwei Bischöfe, gleiche Praxis: Sowohl unter Gerhard Luwid Müller als auch unter Rudolf Voderholzer findet keine systematische Aufklärung sexuellen Missbrauchs statt. Foto: Archiv/ as

Anlässlich des ARD-Films von Mona Botros „Sünden an den Sängerknaben“ vom 7. Januar berichtet Franz M. (Name geändert) unserer Redaktion von seiner leidvollen Geschichte als „Domspatz“. Sowohl von den „brutalen Erziehungsmethoden“ als auch von den sexuellen Übergriffen. Beides musste Franz M. über Jahre hinweg am eigenen Leib erleiden. Nebenbei bestätigt er die Verhältnisse im Domspatzen-Internat: Es sei „wirklich so gewesen“, wie es in der ARD von Georg Auer, Udo Kaiser und Alexander Probst eindrücklich geschildert werde. Selbst einer seiner Peiniger wurde in der ARD-Doku kurz thematisiert, dessen Gerichtsakte von 1959 gezeigt.

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