Archiv für 12. Juli 2018

„Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“

Das Bistum Regensburg ist Musterbeispiel für bundesweite Missstände

Bei einem öffentlichen Hearing zur Verantwortung der Kirchen bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch wird der frühere Bischof Gerhard Ludwig Müller als abschreckendes Beispiel für Täter-Opfer-Umkehr thematisiert. Auch sonst darf Regensburg – nach wie vor – als Musterbeispiel für viele der thematisierten Missstände gelten.

Rudolf Voderholzer hat sich nie wirklich von seinem Vorgänger Müller emanzipiert. Foto: Archiv

Ende Juni fand das öffentliche Hearing „Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ in Berlin statt und eines kann man dabei zweifellos festhalten: Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche in Deutschland stehen bestenfalls am Anfang eines Prozesses, der immer noch von strukturellen Mängeln, persönlichem Versagen und systemischen Defiziten geprägt ist. Die Ergebnisse des Hearings, das von der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindsmissbrauchs“ organisiert wurde, eignen sich vorzüglich, auch den Stand der Auseinandersetzungen im katholischen Regensburg zu überdenken.