70 Jahre Feier beim Mittelbayerischen Verlag: Langjährige Mitarbeiter nicht eingeladen

PM der Gewerkschaft ver.di

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Am heutigen Abend lud der Verleger Peter Esser alle Beschäftigten in das Cinemaxx Kino in Regensburg ein. Grund war die Vorführung eines Films zum 70 jährigen Bestehen der Mittelbayerischen Zeitung. Alle Mitarbeiter? Nein nicht alle. Die vor Kurzem entlassenen Mitarbeiter der MZ Tochter DSR wurden nicht eingeladen, obwohl sie teilweise über 40 Jahre für die Mittelbayerische Verlag gearbeitet haben.
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Drinnen wurde mit Buffet und Getränken gefeiert, draußen machten die gekündigten Beschäftigten samt Familien ihrem Ärger Luft. Auch mit dem Hintergrund, daß der Verleger Peter Esser den Bayerischen Verdienstorden vor kurzem verliehen bekam, obwohl er mit seinen Mitarbeitern alles andere als sozial umgeht. Der von der Verlagsleitung vorgelegte Sozialplan ist für die ehemaligen DSR Beschäftigten nicht das Papier wert auf dem er steht. Hier sollen alle 12.000 € Abfindung bekommen und ein Jahr lang 80 % ihres letzten Lohns, der zum großen Teil auch noch von der Agentur für Arbeit mit Transferkurzarbeitergeld bezuschusst wird. Dies würde nur die Arbeitslosigkeit hinauszögern. Auch die angebotene Beschäftigungsqualifizierungsgesellschaft ist für die Betroffenen keine Lösung.

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Die Beschäftigten der MZ Tochter werden weiter für ihre Arbeitsplätze kämpfen. Sie alle haben entschieden, mit Kündigungsschutzklagen vor das Arbeitsgericht zu gehen.

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Kommentare (5)

  • Tobias

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    Das kann ich bestätigen :-)
    Als ich den Betriebsrat in „meinem“ Unternehmen hochgezogen habe gab es für mich auch kein alljährliches Weihnachtspräsent.

    Dass aber der Unternehmensgewinn und ein kleines, aber wichtiges Zahnrad der einzelne Mitarbeiter ist sollten die fetten Schlipsträgerbonzen nicht vergessen…

  • Veronika

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    Nur nicht lästern. Erst waren vor einiger Zeit die Journalisten dran, jetzt die Drucker, In Kürze wird es auch noch ganz woanders in R wo die RKK die Finger drin hat, auf diese Weise vor sich gehen. Wie sagte Euer OB gestern beim Kleinen SPD-Parteitag: Niemand geht es seit zwei Jahren in Regensburg schlechter, und wenn wirklich dann nicht wegen der Flüchtlinge. STIMMT! Es dünkt mich aber, als soll hier bewußt sozialer Unfrieden erzeugt werden, damit Leute grundlos gegen Flüchtlinge agieren. Nur so kann man die Stadt katholisch korrekt halten und muß keine – hier wirklich der Freiheit zugetane – muslimische Zuwanderung mit Wohnsitzanspruch fürchten.

  • Irmgard

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