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Enttäuschend: 1984 am Jungen Theater Regensburg

Es lebe der große Bruder

1984 - ein Albtraum: nicht nur für Winston Smith (Felix Steinhardt), sondern auch für die Zuschauer. Fotos: Jochen Quast

1984 – ein Albtraum: nicht nur für Winston Smith (Felix Steinhardt), sondern auch für die Zuschauer. Fotos: Jochen Quast

Die Inszenierung von 1984 am Theater Regensburg ist eine ärgerliche Qual.

Es gibt kaum einen Stoff, der gesellschaftspolitisch aktueller wäre als 1984, geschrieben von einem, der gesehen hatte, wie Macht und Herrschaft der Briten in Indien funktionierten: George Orwell. Denn die Gesellschaftsdystopie aus Zwang, Kontrolle, Brainwashing und Isolation, die Orwell kurz vor seinem Tod in 1950 mit angstvollem Schrecken beschreibt, ist uns in 2015 kaum noch ein müdes Lächeln wert.

Kritik: The Rake's Progress

Highway to Hell

Jeder, der in der Schule Faust gelesen hat, kennt die Story vom Wüstling: Junger ehrgeiziger Mann fällt dem Teufel in die Hände, der ihn erst verdirbt, mit ihm um seine Seele spielt, um ihn dann mit Wahnsinn zu schlagen. Wenn’s denn mal so einfach wäre. Premiere der Oper „The Rake’s Progress“ am Sonntag am Theater Regensburg.

"Frau müller muss weg" am Theater am Haidplatz

Perfekter Ausnahmezustand

Auf der kleinen Haidplatzbühne des Theaters Regensburg ist die Schulwelt noch so, wie sie die letzten Jahre konstant war: Der Übertritt als perfekter Ausnahmezustand. Bei der Premiere von „Frau Müller muss weg“.

Theaterfest mit dem neuen Intendanten

Ein Kessel Buntes für die Provinz

Jens Neundorff von Enzberg hat in der Vergangenheit subtil betont, dass er Regensburg und sein Stadttheater für eher provinziell hält. Da man aber offenbar verkrustete Strukturen nur nach und nach aufbrechen kann, war das gestrige Theaterfest eine Mischung aus Altbewährtem und Unkonventionellem.

Kulturfest im Stadtpark

Vom Klüngel für die bürgerliche Mitte

Ein Kulturfest in einer von Regensburgs schönsten Grünflächen zur Bereicherung der sommerlichen Kultur-Tour-de-Force? Das klingt schön, wenn auch nicht besonders innovativ. Vier Abende im Stadtpark sind vom 28. Juni bis zum 1. Juli dieses Jahres geplant, der Slogan des Festes: „Von Regensburg für Regensburg“. Ein Fest für alle! Für alle jedenfalls, die auf Verdi, Orff oder sinfonische Blasmusik stehen und einigermaßen solvent sind.

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