Berater, Bäcker, Aufsichtsratsposten – Live-Radio am Sonntag, 18.30 Uhr
Darf man einen Konkurrenzkampf zwischen Bäckern Krieg nennen? Darf die öffentliche Hand sinnlos Geld für externe Berater verballern? Darf man die Aufsichtsratsbesetzung der neuen Koalition kritisieren?

Unter anderem darüber wollen wir am Sonntag reden. Live, um 18.30 Uhr bei Ghost Town Radio. An den Mikros: Robert Riedl, Stefan Aigner und Adam Lederway.
Schaltet gerne ein, chattet mit uns, fragt nach.
Über Ghost Town Radio
Seit April 2020 geht Adam Lederway mit Ghost Town Radio live „On Air“ und fordert zum Applaus auf – für Discjockeys, Features, Gesprächspartner und jeden, der mitmachen will. Sendungen gibt es täglich ab 19, sonntags ab 18.30 Uhr mit Wiederholung ab 11 Uhr am nächsten Tag.

Radiomacher Adam Lederway in seinem ersten Studio in Stadtamhof. Foto: privat
Den Player zum Abspielen und Einbinden gibt es (neben dem täglichen Programm, Playlists, DJ-Porträts und, und, und) hier direkt bei Ghost Town Radio (ganz nach unten scrollen). Dort gibt es auch eine Übersicht aller Sendungen, Playlists, DJ-Porträts und, und, und.
Streaming URL:
https://ghosttownradio.out.airtime.pro/ghosttownradio_b
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Samson
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@ Robert Riedl
natürlich darf man von einem Bäckerkrieg sprechen.
Und man löst doch keinen Krieg aus, wenn man von Ostfront und Mehlstaubexplosion und ein paar historische Kriegsherren aufzählt.
Natürlich ist es eine Erklärung, wenn ich mit Fieber im Bett liege und dann ein paar grelle Blitze in meinem Hirn zucken.
Natürlich kann man einzelne Sachen raus greifen und sagen ja, das ist ein richtiger Grabenkrieg geworden.
Ja, er hat seinen kleinen Reichsparteitag.
Alles okay und vielleicht auch im Kontext witzig,
Im Zusammenhang.
Aber wenn ich in einer Glosse schreibe um 5:45 Uhr wird
zurückgebacken und dann nicht merke, dass ich einfach voll daneben gelangt habe, und das ganze dann auch noch so relativiere, dass man eben den Humor nicht begriffen hat.
Tut mir leid, dann fehlt es halt irgendwo.
4:45
Das war halt nicht der Beginn von freien Backwaren, sondern es war der Beginn des zweiten Weltkriegs und eines gewaltigen Völkermordes. Ja, Hitler und Stalin haben sich nichts geschenkt.
Auch geschenkt!
Man kann alles relativieren und ein gutes Beispiel habe ich unten angehängt das sollte man sich vielleicht anhören und dann ein bisschen in sich gehen, bevor man alles witzig findet.
Und ich empfehle an dieser Stelle auch zur politischen Bildung das Satire Magazin Brennnessel.
Nicht die Brennnessel der NABU.
Die Brennnessel war ein Satire Magazin der Nazis als Antwort auf dem Simplizissimus.
Und dieses Nazi Magazin steckt von vorn bis hinten voller witzige Anspielungen auf eben solche Kriegsvergleiche.
So jetzt hört euch das an:
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/seit-5-45-wird-jetzt-zurueckgeschossen-hitler-september-1939-zum-kriegsbeginn-102.html
Robert Riedl
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Danke für deinen Input. Ich weiß das zu schätzen. Nur teile ich ihn nicht. Humor kann ein Instrument sein, um mit traumatischen Erlebnissen umzugehen. Oder mit Situationen, die sonst emotional nicht auszuhalten wären. Wer kennt sie nicht: die Lachanfälle von Kindern am Grab. Dementsprechend finde ich an meinem 5:45 Satz nichts relativierendes. Du darfst das natürlich. Mit jeder Berechtigung. Gleichzeitig darf ich während des Schreibens herzlich darüber lachen. Und glaub mir, das habe ich.
Danke für den Hinweis zur Brennnessel. Die kenne ich. Aber es schadet nie, sein Wissen aufzufrischen. In diesem Sinne wünsche ich uns weiterhin eine lebhafte Diskussionskultur, die dabei hilft unsere liberale Demokratie zu erhalten.
Samson
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@Robert Riedl
vielen Dank für den Kommentar.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht der fehlt mir an dieser Stelle eben. Das ist aber natürlich mein Problem.
4:45 Uhr hat die Schleswig-Holstein Polen angegriffen.
Er hat dann 5:45 daraus gemacht.
Ich kann über Witze mit 5:45 Uhr nicht lachen.
Sicher ist, das der Artikel einen durchschlagen Erfolg hatte.