Dem Bischof vors Schienbein treten

„Wenn einer von uns stirbt, geh’ ich nach Paris“. Knapp ein Jahr nach dem deutschen Kinostart dieses Dokumentarfilms über sexualisierte Gewalt in Familie und Kirche wird er nun endlich auch im Bistum Regensburg gezeigt. Am morgigen Donnerstag, 19 Uhr, läuft der aufwühlende Film des Fernsehjournalisten Jan Schmitt in der Filmgalerie Leerer Beutel. In seinem erschütternden Mahnmal gegen Kindsmissbrauch begibt sich Schmitt auf Spurensuche und versucht, den Selbstmord seiner Mutter zu ergründen.

Es geht um ein Verbrechen, das in vielen Familien passiert, um Schuld, um kirchliche Macht und das Schweigen als höchstes Gebot. Schmitt wird bei der Vorstellung am Donnerstag mit dabei sein und sagt bereits im Vorfeld: „Dem Bischof von Regensburg muss mal gewaltig vor das Schienbein getreten werden.“ Gerhard Ludwig Müller habe durch sein arrogantes und überhebliches Auftreten mehrfach eine Diskussion zu verhindern versucht. Journalisten, die über sexuelle Gewalt im Bistumsbereich berichtet hatten, sollten durch die Androhung einer Unterlassungsklage zum Schweigen gebracht werden. Dabei sei gerade in katholisch geprägten Gegenden wie Regensburg eine öffentliche Auseinandersetzung überfällig, meint der 42jährige.

Bislang drücke sich die Gesellschaft und allen voran die Politik vor der Auseinandersetzung mit den wirklichen Folgen sexualisierter Gewalt für die Betroffenen. „Eine Schlussstrich-Debatte, wie es die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung und die Katholische Kirche insgeheim anstreben, darf es nicht geben“, sagt Schmitt. Niemand frage danach, warum so viele Opfer schweigen, die durchaus etwas sagen könnten.

„Sie schweigen, weil die Gesellschaft sie sonst ausgrenzt, verurteilt, verachtet und kaltstellt. Das gleiche erlebe ich mit meinem Film, gesellschaftlich und auch familiär. Denn sexuelle Gewalt in Familie und Kirche ist nach wie vor ein harter Brocken, da er die Grundfesten unserer Gesellschaft in Frage stellt.“ Eine Anfrage unserer Redaktion, wann ein Bericht zu den Missbrauchsfällen im Bistum Regensburg vorgelegt werden wird, hat die Bischöfliche Presse seit knapp einer Woche nicht beantwortet.

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Kommentare (21)

  • W.Müller

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    Guten Tag Regensburg Digital
    Nochmals vielen Dank für ihren Mut, derartige Schweinereien publik zu machen und sie vor dem Vergessen zu bewahren. Dies ist die Strategie der Kirche mit seinem Regensburger Repräsentanten Bischof Ludwig Müller, der verantwortlich ist für diese Schweinereien in seiner Diözese, da er seit vielen Jahren des sexuellen Missbrauchs überführte Pfarrer, diese nicht entfernte, sondern selbstherrlich in andere Schulen einsetzte, wo sie wiederum sexuelle Übergriffe begingen. Jeder anständige Politiker müsste wegen derartiger Vorgänge in seinem Amtsbereich zurücktreten. Bischof Müller hat keinerlei Verständnis für Kritik an seiner Person, es ist für ihn Majestätsbeleidigung und Blasphemie (früher strafbar) Den Begriff Demut hat er niemals verinnerlicht. Demographie, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ist für ihn Teufelszeug, ebenso eine freie Presse, die es wagt seinen mittelalterlichen Gehorsamkeitswahn, den er in seiner Diözese verwirklichen will, massiv bekämpft und als Missbrauch der Pressefreiheit verunglimpft.
    Verehrter Herr Bischof, das Mittelalter ist auch in Niederbayern vorbei und sie können es niemals mehr zurückholen auch wenn die Piusbrüder und Opus Die Alles daran setzten.
    Gehen sie In Sich, ihren Amtsbruder Mixa musste man dazu zwingen, der war genauso arrogant wie Sie.
    M.Müller

  • Veronika

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    Ich habe mich jetzt auch besser informiert, und damit bin auch ich jetzt zu dem Schluss gekommen, dass der aktuelle Regensburger Bischof von sich aus die ganzen Dinge blockiert. Man darf aber nicht vergessen, dass die „um ihn herum“ wohl kaum besser sind.

  • W.Müller

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    Guten Tag Veronika
    Vielen Dank für ihre Recherchen, jeder der dies tut, wird zum gleichen Ergebnis kommen wie sie. Was sie schildern ist das typische Vorgehen der Kirche bei Missbrauch, es ist systemisch bedingt in Deutschland. Die Kirche ist der Meinung, es ist “ Unsere Sache “ wurde auch von der Mafia übernommen und heißt dort „Cosa Nostra“ darum sprechen immer mehr Menschen von mafiösen Strukturen der Kirche. Leider gehört zu ihrem Vorgehen wie beschrieben, die Benutzung des Verstandes, der von der Kirche strikt abgelehnt wird.
    Dazu Zitat Benedikt XVI: „Der christliche Gläubige ist eine einfache Person, Aufgabe der Bischöfe ist es deshalb, den Glauben dieser kleinen Leute vor dem Einfluss von Intellektuellen zu bewahren.“ (Benedikt XVI alias Kardinal Ratzinger, Predigt vom 31.12.1979, zum Entzug der missio canonica für Hans Küng. Aber unterziehen sich nur die Bischöfe der Aufgabe, die Gläubigen vor schädlichem Nachdenken zu bewahren? Nein, auch die öffentlichen TV-Versorger tragen ihr Scherflein bei. Ha-Ha. Ende des Zitates.
    Sie brauchen nur nachzuforschen inwieweit die Katholische Kirche Missbrauchsopfer entschädigt hat. (Ratzinger wollte ja für sie beten, das kostet Nichts) In USA musste die Kirche derart hohe Millionensummen an Entschädigungen an die Opfer zahlen, dass selbst der weltberühmte Jesuitenorden dort Konkurs anmelden musste. Bei uns sind die Zahlungen kaum der Rede wert, weil deutsche Gerichte und die Politik es nicht wagen, gegen die Kirche vor zu gehen. Im Gegenteil zahlt der Staat jährlich ungerechtfertigte Milliardensummen an die Kirche ( siehe Violettbuch von Autor Frerk (Wie der Staat die Kirchen finanziert) und das seit Bismarcks Zeiten.
    Weihnachten ist für die Kirche das ganze Jahr, Alle müssen zahlen, auch die Ungläubigen ( sind schon mehr als die Katholiken) Dezember ist Kirchenaustrittsmonat. Spenden auch sie etwas für Regensburg Digital, damit sie uns erhalten bleibt.
    Herzliche Grüsse und weiterhin nicht Nachlassen im Neuen Jahr.
    Ihr ungläubiger W.Müller

  • Paul

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    @ W. Müller

    Dass Sie ungläubig sind, trieft aus jeder gesetzten Druckletter, Sie armer Mensch!

    Sind Sie nicht in der Lage, zu differenzieren?

    Überall, wo Menschen tätig sind, gibt es auch Versager und Fremdkörper, die der Sache, der Firma oder der Kirche, Schaden zufügen, durch ihr Fehlverhalten!

    Sind dann alle Sachen, Firmen und Kirchen automatisch schlecht und zu verurteilen?

    Sind jetzt alle Politiker auch Ehebrecher, nur weil der Bill Clinton damals mit der Lewinsky
    (Sie wissen schon…)?

    Merken Sie etwas…?

  • Gregor

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    Dem Bischof vors Schienbein treten, ich kann mir nicht vorstellen, der Film wird was bewirken.
    Es ist bisher nichts passiert und es passiert auch weiterhin nichts mit diesem Pädophilenclub.
    Die sind so abgesichert, denen kommt so schnell keiner an den Kragen, ohne Grund sind die nicht
    so arrogant.
    Aber unter die Nase reiben kann man dem Pädoclub ihre Untaten allerdings durch die Zeitung und das sollte so oft wie möglich geschehen weil lesen tun die Mitglieder das sicher nicht gerne.

  • Paul

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    @ Gregor:

    Verehrter Gregor,

    die Beauftragten der Bundesregierung haben vor Monaten schon festgestellt,
    dass 96% der Missbrauchsfälle in den eigenen Familien stattfinden!
    Danach folgen die staatlichen, säkularen Erziehungsanstalten (Kinderheime, Schulen…).
    An dritter Stelle verzeichnen wir sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen.

    Wieso suchen Sie dort nicht, mit der gleichen Despektierlichkeit, Ihren Pädophilenclub?

  • Helmut Matias

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    @Lieber Herr Paul!
    Sie irren: Die katholische Kirche stellt sich ethisch und moralisch gegenüber dem Verhalten von „Firmen“ stets als besser dar. Also sind Verfehlungen der und in kirchlichen Einrichtungen schwerwiegender und schwerer zu verurteilen. Im Gegenteil das vertuschen und leugnen von Misshandlungen in kirchlichen Einrichtungen wiegt schwerer als angeblich 96% Misshandlungen (Schläge, Vergewaltigungen?) in der Familie. MfG

  • Immanuel K. Anti

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    @Paul

    Auf den Internetseiten der Bundesbeauftragten zu Missbrauch sind – ganz im Gegensatz zu der Behauptung, die Sie hier einfach so aufstellen – nur sehr wenige absolute Zahlen zu finden. Dies ist nicht Verwunderlich, denn hier schreiben Wissenschaftler, nicht Gläubige. Machen Sie sich bitte die Mühe und setzen Sie sich damit auseinander, was unter „Hellfeld“ und „Dunkelfeld“ verstanden wird. Auch „Anzeigeverhalten“ spielt hier eine Rolle.

    Natürlich finden sich daneben hundertprozentig belegbare Zahlen:
    „Die meisten Berichte zu Institutionen betreffen die katholische und die evangelische Kirche, Schulen, Heime und medizinische Einrichtungen.
    Knapp 50% der Anrufenden berichten von Missbrauch im Kontext der katholischen Kirche.“
    (http://beauftragte-missbrauch.de/file.php/30/Kurzfassung_2._Zwischenbericht.pdf)

    Etwas vage, da nicht angegeben wird, woher die Zahlen stammen, ist die Homepage von Zartbitter e.V.
    Hier wird aber zwischen betroffenen Mädchen und Jungen differenziert. Das können Sie gerne nachlesen unter:
    http://www.zartbitter.de/content/e14/e444/e457/index_ger.html
    Da es sich hier um einen Verein handelt, der erfolgreich seit 20 Jahren um einen gesellschaftlichen Bewußtseinswandel kämpft, wobei – ganz im Gegensatz zu katholischen runden Tischen und Hotlines – nicht Schadensbegrenzung und Täterschutz im Mittelpunkt stehen, vertraue ich den dort genannten Zahlen: 10-30% Täter aus dem innerfamiliären Umfeld.

    Zu Clinton/Lewinsky habe ich mich hier an anderer Stelle schon geäußert, als einer Ihrer Glaubensbrüder dasselbe schrieb. Bitte nutzen Sie die Suchfunktion. Ich möchte aber noch anfügen, dass ich persönlich nicht glaube, dass alle Christen unseren Aussenminister wegen seiner sexuellen Orientierung steinigen wollen, nur weil das als göttliches Gesetz so im Alten Testament steht. Das wäre eine dümmliche Generalisierung, da kann man durchaus differenzieren zwischen den Fundamentalisten und den aufgeklärten Christen. Aber es taugt auf alle Fälle dazu, Ihnen vorzuführen, wie Ihre Art der Argumentation ankommt.
    Dagegen bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass die aktuelle Missbrauchsdebatte so nicht stattfinden würde, wenn dieses göttliche Gesetz konsequent angewendet würde. Ebenso würde es den Kirchen und Institutionen viel Ärger ersparen, wenn man Frauen, die nicht jungfräulich in die Ehe gehen, wie ebenda geboten, ebenfalls steinigen würde. Sie könnten nicht mehr aussagen.

  • Veronika

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    Lieber Herr W. Müller:

    Danke für die sehr interessanten Informationen! Das Zitat von BXVI. habe ich noch nicht gekannt, macht aber vieles klar. Übrigens: Die Kath. Kirche Deutschland, Sektion Bayern, Subabteilung Regensburg scheint deren Personal nicht mehr so ganz im Griff zu haben. Gestern erhielt ich eine email, mit der mich jemand darum bat, ihm Möglichkeiten aus einer sog. „Betreuungssache“ aufzuzeigen. Da soll doch echt in einem sog. „Dekanat“ dieser Diözese R. eine ganz Priesterschaft dazu übergegangen sein, ältere gläubige Menschen so einzulullen, dass man diese leichter in die umliegenden leerstehenden Altenheime der bekannten kirchlichen Organisationen verbringen kann.
    ————-
    Keine Sorge, ich habe das geraten, was mir aktuell am Sinnvollsten erscheint. Da gibt es eine Organisation namens KVPM/ CCHR. Ist war irgendwie mit Scientology verbandelt, aber wenn’s im Einzelfalls hilft, dann soll es wohl so sein. Jedenfalls hat die letztgenannte „Kirche“ scheinbar viel bessere Möglichkeiten als sie dem Staatswesen zur Zeit in Sachen „Kath. Kirche Deutschland“ zur Verfügung stehen. Ich empfinde es schon „ungeheuerlich“, dass man jetzt mit den alten Menschen auf diese Art und Weise Geld verdienen will, ohne dass diese wollen.

  • Paul

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    @ Immanuel K. Anti:

    Ich grüße Sie!

    Ihr Kommentar offenbart Ihr Unvermögen, biblische Texte zu verstehen oder zu kennen?

    Wie war das noch im NT, als die Ehebrecherin erwischt und gesteinigt werden sollte?

    Jesus Christus sprach:
    „Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“

    Keiner tat es! Das wußte Christus, keiner von uns ist absolut sündenfrei, Sie nicht und ich auch nicht!
    Soviel dazu!

    Immanuel, Sie müssen differenzieren können.
    Überall gibt es Personen, die sich etwas zu Schulden kommen lassen, sind deren Arbeitgeber dann automatisch mit in Haftung zu nehmen?

    So so, Boris Becker, Franz Beckenbauer un der beste US-Golfer jüngster Vergangenheit sind alle Ehebrecher gewesen – nach Ihrer kalten, atheistischen Logik wäre jetzt der gesamte Sport zu verdammen?

    Kehren Sie lieber um, der Hass bekommt keinem Menschen auf Dauer!

    P.S.
    Hörten Sie nie davon, dass man als Christ auch verzeihen soll?

  • Immanuel K. Anti

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    @Paul

    Also, Sie erfinden eine Zahl, die ich unter der von ihnen genannten Quelle absolut nicht finden kann. Unter Anderem, weil sie, wie man bei anderen seriösen Quellen nachlesen kann, nicht so ohne weiteres ermitteln kann (Anzeigeverhalten usw) aber vor Allem, weil sie mit der traurigen Realität nicht im Geringsten übereinstimmt.

    Dabei finde ich eine andere Zahl, die 100% sicher belegt ist, weil eine Hotline der Regierung einfach die Anrufe ausgewertet hat. Die nenne ich ihnen – und Sie antworten mit Missionierung. (Den Vorwurf von Hass und Kälte lassen wir mal beiseite.)

    Die von Ihnen genannten Personen sind nur ihren Partnerinnen gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet. Nicht Ihnen und nicht mir. Ob jemend gerne zölibatär, monogam oder in offener Beziehung oder gleich als Swinger leben möchte, haben wir nicht zu bestimmen.

    Selbstverständlich ist es immer entweder irgendein Fehler im Kontrollsystem oder andere begünstigende Umstände (oder beides), wenn eine Ölbohrinsel leckt, Tanker kollidieren, große Passagierschiffe in Eisberge fahren, Atomkraftwerke kernschmelzen, Armeen foltern und massakrieren, Chemiefabriken verunfallen, Banken crashen oder Erwachsene in Institutionen Kinder mißbrauchen.
    Wenn man sich die Frage stellt, wie es dazu kommen konnte, liegt der Auslöser nie bei einer einzigen Person.

    So ist das auch mit dem Missbrauch in der katholischen Kirche.

  • Veronika

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    @ Paul: Zu Ihrer Antwort an Immanuel K. Anti (22.12.), vor allem zu der „Arbeitgeber-Haftung“. Da sieht es bei der Kath. Kirche aber doch etwas anders als im normalen Arbeitsrecht aus, nicht wahr? Die Kath. Kirche gibt sich ja selbst ein eigenes Arbeitsrecht, und man hat es bei der KK mit einer metaphysisch animierten Angelegenheit zu tun, deshalb hat wohl die Leitung der KK für Alles zu haften, was einem Mitglied durch Angestellte geschieht. Nehmen wir z. B. das OEG (Opferentschädigungsgesetz) des Bundes, dieses haftet auch für das Verschulden seiner Angestellten und Beamten. Dass die KK dies nicht immer so sehen will, andererseits aber den Staat/ Staaten mit Konkordaten seit Jahrhunderten „in Haftung nimmt“, ist für die KK wohl legitim?
    Ich denke, dass sich die KK, vor allem aber die KKD als „Zweigveranstaltung“ hier gewaltig ändern müssen. Demnächst werde ich für einige Betroffene mithelfen, hier entsprechende Klagen analog dem OEG auf den Weg zu bringen. Das geht dann wie beim honorigen Kirchenrechtsprofessor em. Zapp, wenn es sein muss bis zum Menschenrechtsgerichtshof. Davon wissen die betroffenen Bischöfe natürlich noch nichts, denn Juristen wären ja „dumm“, solche Sachen direkt vorab mitzuteilen, oder?

  • Paul M..

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    @ Veronika:

    Guten Abend, verehrte Veronika!

    Was ist mit Ihrer persönlichen Beziehung zu Christus … heute, am Festtag seiner Menschwerdung zu Bethlehem?
    Haben Sie dem kleinen Kind in der Krippe nicht mehr zu sagen?
    Womit antworten Sie auf seine unbeschreibliche Liebe zu uns Menschen?
    Glaube und Institution – da muss man differenzieren können, das sagte ich bereits.

    Was wird Ihnen der blinde Kampf gegen die Kirche bringen, am jüngsten Tag?
    Sie werden nicht ewig auf der Erde wandeln; aber Ihre Seele wird ewig leben!

    Sollte die Beziehung zu Christus nicht besser und reflektierter gepflegt werden?
    Kein Menschenrechtsgerichtshof kann Sie im Jenseits vertreten, dieser kann nur Ihren Körper auf Erden verteidigen, für eine begrenzte Zeit…
    Die Ewigkeit endet nie!

    Frohe und besinnliche Weihnachten!

  • Helmut Matias

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    Liebe Frau/ Herr Paul!
    Ihr Statement sei in allen (christlichen) Ehren! Aber ich verstehe diese Ablenkung von den „wahren“ Problemen der katholischen Kirche nicht. Das mögen vielleicht die „Alten“, die schon tausendmal (ihre) Thesen nach geleiert haben, meinen sie verstehen es.
    Liebe Frau/ Herr Paul: Wenn Sie wirklich glauben/ wissen sollten , was sie „glauben“ und schreiben“ was sie glauben müssen“ und möglicherweise im Auftrag schreiben müssen.
    Ihre Feigheit (sorry) besteht für mich darin, das sie hier ihren wahren Name nicht nennen, oder nennen dürfen.
    Mit allem (notwendigen und ehrlichen) Respekt verbleibe ich -hochachtungsvoll mit herzlichen Grüssen .

  • Immanuel K. Anti

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    Da hat uns Paul wieder einmal gezeigt, wie das so ist mit der Drohbotschaft: Kritikern drohen nach dem jüngsten Tag unbeschreibliche, ewige Folterqualen in der Hölle. Danach gibt es kein Entrinnen, kein Vergeben.

    So ist er nunmal, der Grundgütige.

  • Veronika

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    @ Paul M..:

    Nochmals herzlichen Dank für Ihre Wünsche, die ich erst jetzt von Herzen erwidern kann! Welchen „Kampf gegen die Kirche“ meinen Sie?
    Das mit der „Trennung von Glaube und Institution“ müssen Sie allen Denjenigen sagen, die hier beides derart vermengen, dass es einer Schizophrenie gleichzukommen scheint. Mittlerweile wissen die Meisten hier ganz genau zu trennen, auch wenn diese ohne entsprechende Vorgaben – nennen wir es ruhig so deutlich, wie es Atheisten zu tun pflegen – als Kinder zwangsweise dahingehend erzogen wurden. Ich komme leider immer häufiger zu der Ansicht, dass zumindest die Röm. Kath. Kirche deutscher Provenienz nicht diejenige Kirche ist, die diese zumindest seit 1949 vorgegeben hat. Es geht dieser „Kirche“ nur ums Geld, um Macht, letztlich wohl um die „Aushöhlung des Staates“ und Missbrauch desselben für eigene Zwecke. Nicht mehr und nicht weniger, denn die Fälle des Jahres 2010 haben es wohl deutlich gezeigt, und das Schweigen mancherorten zeigt dies immer noch. Mit dem Vatikan bin ich mir noch nicht so sicher, werde es Sie aber wissen lassen.

  • Veronika

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    „Meine Empfindungen sind Scham, Trauer und …“, „Die Kirche entschuldigt sich für, …“
    Wer hat Obiges gesagt, bzw. schreiben lassen? Richtig, ein kath. Bischof in Deutschland. Grds. eine schöne Geste im Hinblick auf die Missbrauchsfälle, aber keine eigene, von Herzen kommende Entschuldigung. Kein Darstellen der eigenen „Nachfolge Jesu Christi“, der sich für die Fehler der Menschheit hat verhöhnen und ans Kreuz schlagen lassen! Wes Geistes Kind sind kath. Würdenträger in Deutschland? Wenn „meine Empfindung“ Scham ist, schäme ich mich dann auch persönlich? Wenn sich „die Kirche entschuldigt“, dann entschuldigen sich die Missbrauchsopfer letztlich wohl bei sich selbst?

  • W.Müller

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    Hallo Herr Helmut Matias und Immanuel K.Anti
    @ Paul

    Vielen Dank verehrte Herren, sie haben mir die Augen geöffnet mit ihrem Hinweis auf M.Paul als Auftragsschreiber. Dieses Gelabere ist jedem von uns aus der Kinderzeit und Religionsunterricht bekannt. Es fängt immer damit an, den Schäflein Schuldzuweisungen und ein schlechtes Gewissen zu verpassen, wo doch Jesus für dich gelitten hat um Dich zu erlösen, Du musst auch Deinen Teil dazu tun. (Er wollte ja unbedingt sterben und hätte die Kreuzigung leicht verhindern könne, wenn er gewollt hätte)
    Dieses Gelabere ist jahrelang in die Gehirne dieser Menschen eingebrannt worden und wird im 7 Tage Rhythmus wiederholt.
    Nobelpreisträger kommen nach seiner Ansicht alle in die Hölle. Mich, den er überhaupt nicht kennt, bezeichnet er als arm, weil ich den Unsinn der kirchlichen Dogmen nicht glaube, den auch hochrangige Professoren der Theologie nicht glauben. Arm sind Leute wie Herr Paul, die in der heutigen Wissensgesellschaft ständig den gleichen Unsinn nachplappern. Furchtbar neidisch ist er auf erfolgreiche Menschen wie Bill Clinton, Boris Becker etc, die ständig mit attraktiven Frauen schnackseln können und er und seine Auftragsgeber offensichtlich nicht, das macht sie so böse). woher sie wohl alle Einzelheiten so genau wissen. Bei ihm scheint eine Versuchung noch gar nicht vorbei gekommen zu sein. Wahrscheinlich wartet zuhause eine Mutter Theresa Ha-Ha.
    In jedem Fall gilt er als Musterschüler für die Ansichten seines obersten Chefs:
    „Der christliche Gläubige ist eine einfache Person, Aufgabe der Bischöfe ist es deshalb, den Glauben dieser kleinen Leute vor dem Einfluss von Intellektuellen zu bewahren.“ (Benedikt XVI alias Kardinal Ratzinger, Predigt vom 31.12.1979.
    Zu Ihren ständigen Ausführungen verehrter Herr M.Paul :
    “Sic tacuisses philophosus mansisses. Ihre Auftragsgeber werdens ihnen schon übersetzen.
    Lassen wir uns Alle keine Angst mehr machen, es sind zu viele Kinderficker dabei.
    Es ist ganz einfach Unzucht mit abhängigen Kindern, die vertuscht werden soll.

    W.Müller

  • Veronika

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    Lieber Herr W. Müller,

    Sie sprechen mir irgendwie richtig aus der Seele, aber etwas Nachsicht mit Herrn M. Paul. Den „Kopfschüttel“ haben wir ja schon vergrault, dabei ist es doch wirklich eine Bereicherung hier auch einmal geistlichen Beistand „on Board“ zu haben.
    Nur die Diözese Regensburg bereitet mir wieder einmal Sorgen. Da steht doch auf der Bistumshomepage wieder eine „Richtungstellung“ eines SZ-Artikels vom 29.12.. Für wie „einfach“ die Menschheit doch auch von der Kath. Kirche Deutschland gehalten wird. In der Diözese Regensburg ist in Sachen Missbrauchs noch so vieles nicht geklärt. Dies ist den Verantwortlichen auch klar, dennoch will man dies nicht zugeben. Ich verstehe es nicht, vor allem weil ich – jetzt darf ich es ja schreiben – bereits 2008 Dinge in den Vatikan melden musste. Hier habe ich sogar eine schriftliche Bestätigung, dass die Dinge wieder in der Diözese Regensburg angelangt sind, schliesslich antworten manche Personen aus dem Vatikan gerne auch einmal per Einschreiben mit Rückschein.

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