Der geschundene Ortsteil Kager!

Pressebericht des SPD-Ortsvereins Winzer-Stadtamhof zu den Erdauffüllmaßnahmen bei Rehtal auf den Winzerer Höhen und den dadurch bedingten LKW-Verkehr durch das Landschaftsschutzgebiet und den Ortsteil Kager Der geschundene Ortsteil Kager! Wie kann so was genehmigt werden? Die Bewohner von Kager sind stinksauer und verstehen die Welt nicht mehr! Zu spitzen Zeiten fahren täglich bis zu 200 LKW durch den  Stadtteil Kager und das Landschaftsschutzgebiet auf den Winzerer Höhen um Auffüllmaterial für die massiven Erdauffüllungen nach Rehtal zu bringen. Die Kagerer Bürger sind entnervt und verstehen die Welt nicht mehr. Sie fühlen sich als Bürger 2. Klasse und von der Stadtverwaltung und der politischen Stadtführung in Stich gelassen. Über 30 Jahre ärgerte ein ortsansässiger Landwirt die Bürger von Kager mit umfangreichen, nicht genehmigten Auffüllmaßnahmen im Landschaftsschutzgebiet auf den Winzerer Höhen und dem massiven LKW-Verkehr durch die Ortschaft. Über Jahre hatte die Stadtverwaltung dem Umweltfrevel in Kager und auf den Winzer Höhen ohnmächtig und tatenlos zugesehen, bis dann im letzten Jahr, die Vorgänge in Kager vollends aus dem Ruder liefen. Auf einmal reagierte die Stadtverwaltung und die politische Führung der Stadt entsetzt über die Vorgänge und den Umweltfrevel in Kager, weil der Landwirt wieder einmal ohne Genehmigung massive Erdauffüllungen in mehreren sensiblen Bereichen des Landschaftsschutzgebietes  vorgenommen hatte. In mehreren Zeitungsartikeln wurde die Bevölkerung darüber informiert, wie man jetzt gegen  den Landwirt vorgehen will und dem ganzen Treiben in Kager ein Ende setzen will. Die Erdauffüllungen im Landschaftsschutzgebiet muss der Landwirt auf eigene Kosten wieder  beseitigen. Es stehe eine 6stellige Summe im Raum und noch andere Schlagzeilen konnte man da in der Zeitung lesen. Laut gebrüllt Löwe kann man da als Bürger und Kenner der Situation vor Ort nur sagen. Von den ursprünglich ausgebrachten ca.1000 LKW-Ladungen, dass waren schätzungsweise 15.000 bis 20.000 CBM wurden max.100 LKW-Ladung Auffüllmaterial wieder abgetragen bzw. auf ein anderes Grundstück des Landwirts auf den Winzerer Höhen verlagert. Ein von der Stadt beauftragtes ökologisches Gutachten hatte auf einmal ergeben, dass es besser sei, man belässt die massiven Erdauffüllungen, denn durch das Abtragen der Aufschüttungen entstehe ein noch größerer Flurschaden. Wie sensibel (ironisch gemeint) die Stadtverwaltung die Situation in Kager und auf den  Winzerer Höhen handhabt und wie wichtig der Stadt die Situation der Kagerer Bürger ist, kann man daran erkennen, dass die Stadtverwaltung die jetzigen massiven Erdauffüllmaßnahmen im Bereich von Rehtal und den starken LKWVerkehr durch Kager und das Landschaftsschutzgebiet zur gleichen Zeit genehmigte, als die massiven Auffüllmaßnahmen in Kager bekannt wurden. Die Erdauffüllmaßnahmen im Bereich von Rehtal übertreffen die Auffüllungen von Kager um ein Mehrfaches. Seit April 2012 bis heute, fahren zu spitzen Zeiten bis 200 LKWs täglich durch das Landschaftsschutzgebiet und durch Kager. Die Erdauffüllungen in Rehtal haben von der Größenordnung her einen landschaftsverändernden Charakter, da nicht nur Ackerland sondern eine ganze Talsenke aufgefüllt wird. Mit Bodenverbesserung hat das nichts mehr zu tun. Die massiven Erdauffüllungen werden außerdem im Einzugsbereich der Trinkwasserquelle von Winzer vorgenommen. Langzeitauswirkungen können bei solch massiven Eingriffen in die Landschaft nicht annähernd vorausgesagt werden. Wissen muss man auch, dass bei den ganzen Erdauffüllmaßnahmen viel Geld im Spiel ist. Der Öffentlichkeit wird aber das Ganze unter dem Deckmantel der Bodenverbesserung verkauft. Da spielt es dann auch keine Rolle mehr ob die Landschaft, die Flora und Fauna oder die Menschen von Kager über Jahre darunter leiden. In Kennerkreisen spricht man von 3,00 € pro angefahrenem Kubikmeter Auffüllmaterial, dass der Grundstücksbesitzer erhält. Wenn man weiß, das eine LKW-Ladung ca. 15 – 20 CBM hat, braucht man kein guter Kopfrechner zu sein, um schnell zu erkennen, was hier für Summen zum Wohle der Natur und der Bürger von Kager im Spiel sind. Die Bürger von Kager fragen sich auch, wer wird ihre Straße bezahlen? Die jetzige ist durch den starken LKW-Verkehr mehr als in Mitleidenschaft gezogen. Es wird wohl so kommen, dass die Kagerer jetzt den Ärger und Verdruss und hinterher auch noch die Kosten der Straße zu tragen haben. Wie zwiespältig und unsensibel die Stadtverwaltung die ganze Situation auf den Winzerer Höhen handhabt, kann man auch noch daran erkennen, wie Sie mit Grundstücksbesitzern umgeht, die nur ein paar kleine kulturelle Veränderungen auf Ihren Flächen vornehmen wollen und für den Landschaftsschutz sogar noch eigenes Geld  investieren. Auf der einen Seite fahren tausende LKWs mindestens 2 km durch das Landschaftsschutzgebiet Winzerer Höhen, beeinträchtigen massiv die Flora und Fauna, verjagen die doch so schützenswerte Zauneidechse und stören das Wild in seiner Ruhe. Die Flurwege und öffentlichen Straßen werden mehr als in Mitleidenschaft gezogen und die prekäre Situation die, die Kagerer Bürger seit Jahren ertragen müssen, interessiert von der Stadt eigentlich niemanden wirklich. Auf der anderen Seite müssen Grundstücksbesitzer auf Anordnung des Umweltamtes ihre 65 Weinstöcke entfernen, die keine 10 Meter neben der Straße angebaut sind, wo tausende LKWs durch das Landschaftsschutzgebiet fahren. Andere Grundstücksbesitzer dürfen nicht einmal 5 cm Humus auf Ihre Ackerflächen ausbringen oder auch nur einen Strauch oder Baum entfernen den sie selbst gepflanzt haben. Nach Meinung des städtischen Umweltamtes ist das dann alles landschafts- und umweltschädlich. Die Bürger und Grundstücksbesitzer von Winzer und Kager können diese Denk- und Handlungsweise der Stadtverwaltung nicht verstehen, sondern sind eher der Meinung, dass es sich hier einerseits um Unvermögen und andererseits um Behördenwillkür handelt, das die Kagerer Bürger seit Jahren aushalten müssen. Karl Brunnbauer SPD Ortsvereinsvorsitzender Stadtamhof-Steinweg-Winzer

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Kommentare (1)

  • Marian Puhlemann

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    „Wie so etwas genehmigt werden kann?“ fragt sich der SPD-Bonze Brunnbauer.
    Da frage er doch den E-Mountain-bikenden 3. Bürgermeister und die rote Räte-Truppe im Stadtrat!

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