Die Piraten fordern: Busflatrate für alle!

Die Piratenpartei Regensburg ist empört über die Taktik des RVV, ihr Millionen-Defizit an die Regensburger Bevölkerung weiterreichen zu wollen und mit drastischer Verschlechterung der Dienstleistung zu drohen, sollten wir nicht mitziehen. Wenn der RVV weiterhin defizitär und intransparent wirtschaften will, soll er das nicht auf Kosten der Bürger und Bürgerinnen machen. Wir weigern uns, die vorgeschlagenen Preiserhöhungen bei gleichzeitiger Verschlechterung des Nahverkehrsnetzes hinzunehmen. Die Piratenpartei Regensburg fordert deshalb den fahrscheinlosen Nahverkehr für Regensburg und den Landkreis. Fahrscheinlos bedeutet, dass das Bus- und Bahnfahren im Nahverkehr gemeinschaftlich durch eine Pauschalabgabe aller finanziert wird. So kann die RVV zu einem echten Dienstleistungsunternehmen für die Regensburger und Regensburgerinnen werden. Dazu Marco Kellner, Vorstandsmitglied im Bezirksverband Oberpfalz: „Erste Berechnungen mit allen öffentlich zugänglichen Zahlen des RVV lassen darauf schließen, dass wir eine Gemeinschaftsfinanzierung erreichen können, die weit unter dem momentan preiswertesten Monatsticket liegt und damit deutlich innerhalb der im ALG II festgelegten Grenze für Mobilität und Transport. Ein so zentraler Aspekt der Regensburger Verkehrsinfrastruktur sollte für alle zugänglich und leistbar sein.“ Der öffentliche Nahverkehr in Regensburg ist zu wichtig, um ihn so unattraktiv zu machen, wie es die RVV grade versucht. Mehr Busfahren heisst weniger Autos in der Innenstadt und mehr Mobilität für alle in der Stadt und im Landkreis Regensburg. Fahrscheinloser Nahverkehr jetzt!

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Kommentare (8)

  • Anarchie Utopie

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    Finde ich sehr sinvoll, da der Öffentliche Verkehr ohnehin schon massiv durch den Staat subventioniert wird kann man es gleich ganz Fahrscheinfrei machen. Spart dann auch erhebliche Bürrokratiekosten ein, zudem ist es so bequemer und sozialer.

  • frage

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    pauschalabgabe für alle? die piraten kopieren also das gez modell? sehr innovativ! und absolut sozial ja… meine oma die schon seit jahren nicht mehr bus fährt, soll von ihrer kleinen rente also auch noch eine pauschalabgabe zahlen, damit sie busfahren könnte? mein grüner nachbar auch, obwohl der niemals was anderes als sein fahrrad benutzen würde?

    was kommt als nächstes? pauschalabgabe für mc donalds?

  • David

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    @frage:
    Ja, klar, Abgabe für McDonalds. Was für ein treffender Vergleich.

    Ob die Oma Bus fährt oder nicht, tut nichts zur Sache. Sehr wenig im Staat wird direkt von denen finanziert, die es nutzen, die große Mehrheit staatlicher Leistungen wird von der Allgemeinheit bezahlt. Wenn ich Steuern bezahle, deckt der Staat ja auch von meinem Geld z.B. alles das, was an Kosten durch Autofahrer entsteht, obwohl ich selbst vielleicht zweimal im Monat in einem Auto sitze. Das finanziert übrigens die Oma auch alles mit, ebenso wie der grüne Nachbar.

    Die Frage ist also nicht, wer das bezahlen soll, sondern vielmehr, wie wir das Geld verwendet sehen wollen, das wir bezahlen. Und da sehe ich persönlich eine große Menge guter Gründe für einen von der Gemeinschaft getragenen ÖPNV, mit Vorteilen für alle, sogar für die, die nicht selbst Bus fahren (z.B. mehr freie Parkplätze und weniger Belastung durch Autos, wenn mehr Menschen Bus fahren weil es ja jetzt „nichts mehr kostet“.) Und wie die Piraten schon schreiben, es kann gut sein, dass uns das alles gar nicht mal so teuer kommt.

  • frage

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    @David

    ja, warum denn nicht auch mc donalds? von mir aus auch alles 4free bei netto. was zum essen wäre sogar wichtiger als busfahren.

  • habemusmamam

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    @David:
    Die Piratten wollen eine Pauschalabgabe für alle Einwohner im Vebundgebiet, egal ob diese Bus fahren oder nicht.
    Solange ÖPNV-Kapazitäten frei sind oder geschaffen werde nkönnen, bleibt diese Abgabe sehr gering. Wenn aber zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden müssen, wir d es für alle teurer, die Abgabe muss erhöht werden. Dagegen wiederum sind diese Piratten auch wieder, zumindest die „Spaßliste an der Uni“ stemmt sich gegen eine Erhöhung des Preises für das Semesterticket. Dieses basiert seit vielen Jahren auf dem, was die Piratten nun als „Flatrate“ bezeichnen.

  • habemusmamam

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    Bevor jemand anderer sich wundert, richtig heißen müsste es in meinem letzten Posting „oder durch Umverteilung geschaffen werden können, bleibt diese Abgabe sehr gering“.

  • Bernd Lauert

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    Finde die Idee auch gut.
    Natürlich kommen dann eben Kritiken wie das z.B Unbeteiligte mitzahlen müssen. Das müssen sie wie sonst auch immer beim Bau von Strassen, Restaurierung von Denkmälern oder den Gehältern von Bischöfen etc.
    Ich sehe die Fairness im Einsparpotential der Fahrkartenautomaten, dem Wegfall der Kontrolleure(obwohl das sicher 400€-Rentner sind) und es gäbe soziale Gerechtigkeit grade bei Menschen die mittellos sind(man weiss ja was eine unberechttigte Sanktion der Arge auslöst) ob wohl grade die Linien zu sozialen Einrichtungen immer, die zur Uni aber gar nicht kontrolliert werden.
    Natürlich muss immer mehr Kasse gemacht werden..ich sehe aber Busse wochenlang ohne Werbung herumfahren obwohl doch genügend Werbepartner vorhanden sind. Oder ist es etwa zu teuer? Lieber wenig als gar keinen Gewinn.

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