Entdecke Veranstaltungen in Regensburg Alle Kultur Oekologie Soziales Kino
Bürgerentscheid

Die Stadtbahn Regensburg ist tot, die Koalition auch?

53,6 Prozent haben beim Bürgerentscheid gegen eine Stadtbahn gestimmt. Wie es mit dem ÖPNV in Regensburg nun weitergeht, bleibt bislang ebenso offen wie die Zukunft der heillos zerstrittenen Rathauskoalition.

Merklich angefasst von der Niederlage beim Bürgerentscheid: Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Foto: as

Es ist kurz nach 22 Uhr, als Regensburgs CSU-Chef Michael Lehner und Bürgermeisterin Astrid Freudenstein mit einer kleinen Entourage an Parteifreunden schließlich doch noch zur „Wahlparty“ im Veranstaltungsraum des Stadtbahnamts eintreffen. Zuvor hatte man andernorts das Ergebnis des Bürgerentscheids abgewartet, ließ dann noch eine Pressemitteilung verschicken, und nun geht Lehner durch den Saal, um ein paar Hände zu schütteln.

WERBUNG

FDP-Stadtrat Horst Meierhofer ist nicht der einzige, der darauf gerade keinen Bock hat. „Ich muss gehen, bevor ich unfreundlich werde“, murmelt er. Seine Koalitionspartner von CSU und Freien Wähler seien (mit ihren Querschüssen kurz vor dem Abstimmungstermin) „der Sargnagel“ gewesen, mit dem die Stadtbahn endgültig beerdigt worden sei.

„Schienengebunden ist kein Weg für Regensburg.“

53,6 Prozent der Regensburgerinnen und Regensburger, die abgestimmt haben, lehnen das Verkehrsprojekt ab. Damit sei der „Lakmustest für die Mobilitätswende in Regensburg“ eindeutig genug ausgefallen, sagt Stadtplanungsreferent Florian Plajer. „Der Weg mit einem schienengebundenen System ist kein Weg für Regensburg. Das ist wirklich schade.“

Enttäuscht: Planungsreferent Plajer. Foto: as

Als Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer eine gute halbe Stunde zuvor, merklich angefasst, das Ergebnis verkündet, spricht sie davon, dass Regensburg „eine historische Chance verpasst“ habe. Das sei nach wie vor ihre Überzeugung – und vereinzelte Zwischenrufe werden daraufhin von lautem Applaus übertönt. Hier im Stadtbahn Show Room, der nun geschlossen wird, sind die Befürworter in der Mehrheit.

VCD befürchtet Beharren auf dem Schwerpunkt Auto

Von denen spricht Wolfgang Bogie vom VCD davon, dass die Kritiker des Vorhabens es erfolgreich geschafft hätten, Teile der Bürgerschaft „an Hand von falschen oder falsch dargestellten Informationen“ zu verunsichern. „Wir leben in einer Zeit, in der sich Menschen nicht an Sachinformationen orientieren und das gleiche gilt leider auch für Teile der politischen Parteienlandschaft.“

Bogie hat kaum Hoffnung, dass es nun zu einer anderweitigen Verkehrswende kommen wird. „Wir werden jetzt in Regensburg wieder erleben, dass politisch weiter auf das Thema Auto gesetzt wird.“ Sallerner Regenbrücke, Ausbau der Nordgaustraße, Ausbau der A3, Parkhäuser in Innenstadtnähe. Ausgeben, die ebenfalls die Milliarde überschreiten werden. Man erkenne daran deutlich, dass Geld keine Rolle spiele, sondern der politische Wille, so Bogie. „Nur wenn es einem nicht ins politische Konzept passt, wird die Entscheidung per Stadtratsentscheid an die Bevölkerung abgeschoben.“

BI Gleisfrei bleibt zurückhaltend

Eher zurückhaltend bleiben am Sonntag die anwesenden Stadtbahngegner von der BI Gleisfrei. Man werde die Bürgerinitiative zwar nun auflösen, die habe ihren Zweck erfüllt, dennoch wolle man bei dem weiteren Weg zu einer Verkehrswende für Regensburg mitarbeiten, sagt deren Sprecher Christian Pöschl.

Die Exponenten der BI Gleisfrei (ganz rechts Christian Pöschl) blieben trotz der Ablehnung der Stadtbahn am Sonntag eher verhalten. Foto: as

In einer Auflistung, die er mitgebracht hat, werden der Ausbau des Radwegenetzes genannt, neben Platooning, Seilbahn, „Priorisierung von PKW mit mehreren Mitfahrern“, alternative Flussquerungen, autonome fahrende Kleinbusse und die Schaffung von Umsteigepunkten für das geplante DB-S-Bahn-Netz. Es brauche „jetzt schon mutige Maßnahmen zur Neuverteilung des öffentlichen Raums unter Priorisierung des Fuß-, Rad- und Busverkehrs“, heißt es abschließend.

IHK und CSU bleiben allgemein

Die IHK, die sich im Vorfeld ebenfalls kritisch gegen die Stadtbahnpläne ausgesprochen hatte, lässt nach dem Ausgang des Bürgerentscheids wissen, dass die Politik jetzt nicht in Schockstarre verfallen, sondern die „gewonnenen Erkenntnisse zügig für alternative, technologieoffene und flexiblere Mobilitätslösungen“ nutzen solle.

Ähnlich unkonkret bleibt die CSU in ihrer noch am Sonntagabend verschickten Pressemitteilung. Man lobt das Bürgervotum und lässt über Katrin Fuchshuber fordern, dass „sofort auf Basis einer aktuellen fundierten Quell- Zielanalyse aller Verkehre ein zukunftsfähiges, technologieoffenes und flexibles Mobilitätskonzept geplant werden“ müsse.

Freie Wähler glänzen durch Abwesenheit

Die Fraktion der Freien Wähler, Umweltbürgermeister Ludwig Artinger mit Familie, taucht am Sonntag gar nicht auf und meldet sich auch anderweitig nicht zu Wort. Das Stadtratstrio war knapp eineinhalb Wochen vor dem Bürgerentscheid ausgeschert und hatte sich öffentlich gegen die Stadtbahn ausgesprochen.

Eine „gewisse Genugtuung“ verspürt am Sonntag Christian Janele (CSB), der als einziger Stadtrat von Anfang an gegen die Stadtbahn gestimmt hatte. Öffentlich geäußert habe er sich dann nicht mehr. „Ich habe mich an die Koalitionsvereinbarung gehalten.“ Das Verhalten von CSU und Freien Wählern bezeichnet Janele denn auch als „sehr unglücklich“. So etwas tue man nicht. „Die haben zuvor alle Beschlüsse mitgetragen.“

Die Koalition müsse sich vor dem Hintergrund all dessen die Frage stellen, „ob sie überhaupt noch in der Lage ist, diese Stadt zu führen“, meint am Sonntag Thomas Thurow (Brücke). Und zumindest diese Frage scheint auch die Oberbürgermeisterin zu beschäftigen.

Ein Vertrauensbruch mit Folgen?

„Ich bin davon ausgegangen, dass man sich auch unterschriebene Vereinbarungen mit Koalitionspartnern verlassen kann“, sagt Maltz-Schwarzfischer auf Nachfrage. Man müsse „in den nächsten Tagen“ darüber nachdenken, wie man mit dem Vertrauensbruch durch CSU und Freie Wähler umgehe. Etwas deutlicher wird SPD-Fraktionschef Thomas Burger: „Ich sehe in der derzeitigen Situation keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr, die Pressemitteilungen von CSU und FW waren ein demonstratives Verlassen der gemeinsamen Grundlage Koalitionsvereinbarung.“

 
 
 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von regensburg-digital.de (@regensburg_digital)

Was den ÖPNV angeht, müsse man nun alles tun, um das Bussystem zu verbessern, so die OB. Dieses sei aber nur „begrenzt optimierbar“. Und alle Maßnahmen, die man ergreife, „werden uns in 20 Jahren nicht retten“. Sie befürchte, dass es Regensburg irgendwann gehe wie Wiesbaden, wo der ÖPNV aus Personalmangel eingeschränkt werden muss.

OB hält Bürgerentscheid nach wie vor für richtig

War es vor dem Hintergrund all dessen ein Fehler, den Bürgerentscheid durch den Stadtrat anzustoßen, ein Jahr, ehe Planungsreife und damit verlässlichere Daten vorgelegen wären? „Nein“, glaubt Maltz-Schwarzfischer. „Einen Bürgerentscheid hätte es so oder so gegeben. Und die Argumente hätten sich nicht geändert – auch nicht die falschen.“

Bemerkenswert: Die Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid lag mit 55,9 Prozent noch deutlich unter dem der Europawahl (66,3 Prozent). Fast der Hälfte der wahlberechtigten Regensburger war das Thema Stadtbahn offenbar egal. Im Gegensatz zur Europawahl durfte beim Bürgerentscheid erst ab 18 abgestimmt werden.

Print Friendly, PDF & Email

Trackback von deiner Website.

SUPPORT

Ist dir unabhängiger Journalismus etwas wert?

Dann unterstütze unsere Arbeit!
Einmalig oder mit einer regelmäßigen Spende!

Per PayPal:
Per Überweisung oder Dauerauftrag:

 

Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14 7509 0000 0000 0633 63
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (113)

  • Mr. T.

    |

    Wenn das Stadtbahn-Aus jetzt wirklich zum Ende dieser unseligen Grauen Koalition führen würde, würde mich das etwas über die Enttäuschung der rückwärtsgewandten Verkehrspolitik der Reegensburger:innen hinweg trösten.

  • Gürteltier

    |

    Und ich bleibe bei meiner Überzeugung: viele der Menschen die dagegen gestimmt haben lehnen eine Stadtbahn nicht per se ab. Die Wähler haben nicht gegen eine Verkehrswende gestimmt sondern waren nicht davon überzeugt das die Bahn in der geplanten Form groß etwas dazu beitragen kann. Die (wichtige) Einbindung des Umlandes und der Masterplan des zukünftigen ÖPNV und wie die Menschen die sprichtwörtlich nicht von der Bahn abgeholt werden davon provitieren sollen haben gefehlt oder wurden einfach schlecht kommuniziert.

  • Moni

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte belegen Sie solche Behauptungen.

  • Juan d´Austria

    |

    Ein Drama, die Rückwärtsgewandtheit vieler Bürger dieser Stadt. Regensburg ist und bleibt geistig-politisch Provinz. Mit der CSU und der Familienpartei der FW zurück ins Mittelalter. Schade um Regensburg.

  • Roche-Dirac

    |

    Jetzt wissen wir wie es ist, das ist nach solchen Abstimmungen klar. Gut so.

    Und was den ÖPNV betrifft, da wird es irgendwie weiter gehen. Die Dinge regulieren sich dann irgendwann von selbst. Das Leben findet einen Weg, wie es immer so schön heisst. Wenn die Busse, Elektro-Busse, was auch immer für Busse, proppenvoll sind, dann wird da eben keiner mehr damit fahren können, wie auch.
    Die Leute werden mit der Zeit ausweichen, ihre persönlichen Konsequenzen ziehen, einige werden unter Umständen sogar Arbeitsplatz und oder Wohnort wechseln, um dem unsäglichen Verkehr, im Auto und auch im Bus, zu entkommen.

    Wenn kein verkehrstechnisches Angebot da ist, dann kann man eben auch keins nutzen. Möglicherweise ist das ja genau das was manche wollen, den Verkehr in und um Regensburg, ob PKW oder ÖPNV, zu limitieren, zu blockieren, zu deckeln, damit man so eben seine Ruhe hat vor weiteren Zuzügen, Einpendlern, Neu-Regensburgern, etc.

  • Hthik

    |

    Glückwunsch zunächst an die Gewinner.

    Dass die Zurückhaltung überwiegt, wundert nicht, denn jetzt wäre die Zeit, konkrete Alternative vorzustellen. “gleisfrei” ist ja kein Programm.

    Es harmoniert mit den Ergebnissen der Europawahl. Viele interessiert es nicht und vom Rest will die Mehrheit die gescheiterten Lösungen der letzten Jahrzehnte doch doch mal ausprobieren. Vielleicht klappt’s ja beim fünften, sechsten, siebten, achten, etc. mal.

  • Demokrit

    |

    Das Votum der Bürger gegen die Stadtplan war relativ eindeutig. Dennoch glaube ich, dass es mehr auf emotionaler Ebene denn auf Sachebene entschieden wurde. Hier kann sich die Politik in Regensburg eine große Mitschuld geben. Ich frage mich wie lange man noch Ausflüchte ertragen muss bis die Politk Rückschlüsse auf die Ängste und Nöte der Bürger zieht. Ein Bruch der Koalition und eine damit einhergehende Abwahl der SPD ist selbstverschuldet und m.M.n alternativlos!

  • Zewi

    |

    Das Ergebnis hat nichts mit Rückwärtsgewandheit oder Angst vor Fortschritt zu tun. Das Konzept in dieser Form war einfach schlecht.

    Anstatt Geld für sinnlose PR auszugeben, hätte man lieber in ein Konzept investieren sollen, dass den gesamten Verkehr von Fahrrad über Auto und ÖPNV, sowohl in der Stadt, als auch im Umland sinnvoll ergänzt und vernetzt.

    Meiner Meinung nach hätte dem Bürgerentscheid eine “Ja aber Option” mit Unterauswahlmöglichkeiten gut gestanden. Ich denke nämlich nicht, dass die meisten Bürger bzgl. Verkehr keinen Handlungsbedarf sehen.

    Ich hoffe, dass die Verwaltung jetzt keine beleidigten Rückzugsgefechte mit halbherzigen Verschlimmbesserungen führt, sondern vielmehr aus der Sache lernt und ein rundum stimmiges und sinnvolles Konzept erarbeitet. Da braucht man sich auch keine Sorgen über Bürgerentscheide machen, da Planungen, die zu einer wirklichen Verbesserung für alle führen auch sicher nicht abgelehnt werden.

  • Hanna

    |

    Herr Bogie ist sich seiner Sache vermutlich sicher: die Kritiker des Vorhabens (haben)…Teile der Bürgerschaft „an Hand von falschen oder falsch dargestellten Informationen“ verunsichert.
    Nachtreten hilft selten weiter.

  • Wursthaut

    |

    „Historische Chance verpasst“
    Ja, die Chance Regensburg nachhaltig zu schädigen.
    Wie sie sich noch bestätigt fühlt, nur weil drei Helden klatschen….
    Ich bin allgemein kein Stadtbahngegner, aber so war es einfach Müll.
    Dass sämtliche Ämter in Regensburg sich die Welt machen, wie sie ihnen gefällt und sich gegenseitig die Klinke in die Hand geben, ist kein großes Geheimnis.
    Auch wenn die Bürger ausnahmsweise mal diese Machenschaften stoppen konnten, hat es leider trotzdem wieder sehr viel Steuergelder gekostet….
    Das nimmt die Stadt aber natürlich in Kauf, denn egal was sie verbocken, am Ende muss der ja „nur“ Steuerzahler herhalten…
    Wirklich traurig!

  • Andreas

    |

    Die Stadtbahn ist tot, es lebe die Zukunft des Regensburger ÖPNV!

    Jetzt gilt es, das Momentum mitzunehmen. Bisher war für mich der RVV ein hoffnungsloser Fall aber wenn zusammen mit der DB, der Industrie (Audi, BMW, Waymo,..) und lokalen Forschungseinrichtungen das Thema ÖPNV richtig angepackt wird, kann daraus ein großartiges Zukunftsprojekt entstehen, mit dem das bisher so provinzielle Regensburg nicht nur eine Lösung für sich selbst schaffen, sondern ein Produkt mit großem Vermarktungspotential entwickeln kann.

  • Wurstkopf

    |

    “Technologieoffen” ist wirklich das geniale Zauberwort, um jede Art von Vorschlag ohne Argumente ablehnen zu können.
    Und dann kommt der alte “Sachverständige” auch noch mit so kreativen Ideen wie Seilbahnen und “Platooning” um die Ecke, oder gar dass man sich einfach zu 4. im PKW hocken soll, haha genial. Im Film “Das fünfte Elemente” gibt es auch so Flugtaxis, soviel Technologieoffenheit sollte man sich schon bewahren.
    Ich warte hingegen einfach darauf, bis jemand das Beamen erfindet, dann dürfte das Verkehrsproblem bis 2350 auch gelöst sein.

  • corazondemelon

    |

    @Gürteltier, Sie haben Recht, per se waren gar nicht so viele derjenigen, die dagegen gestimmt haben auch wirklich gegen eine Stadtbahn. Nur gegen diese unsäglich stümperhafte Trassenführung und gegen den fehlenden Anschluss ans Umland.

    Dann kann ja jetzt das Strassenbahnneubauamt in ein Radwegenetzplanungsamt oder gar in ein Gesamtverkehrskonzeptplanungsamt umgewidmet werden. Das würde dann ausnahmsweise mal Sinn machen für die bisherige unsägliche Verkehrsplanung in Regensburg.

  • Stef

    |

    Der Vorteil liegt jetzt darin, dass die Stadt wieder handeln kann und nicht auf die Umsetzung einer möglichen Stadtbahn warten „muss“ (oder vielmehr „wollte“). Jetzt rächen sich zugleich Geschenke an Bauträger (IZ) wie am „Kunstpark“, wo ein höchst sinnvoller Regio-S-Bahn Haltepunkt im schlecht durch ÖPNV erschlossenen inneren Stadtosten durch die Bebauung nahezu unmöglich wurde, obgleich im B-Plan darauf Bezug genommen wurde. Sozialen Wohnungsbau am ehem. Bosch-Areal (zumal im 200 m entfernten „Kunstpark“ mit Verweis auf soziale Durchmischung die Sozialquote an den Brandlberg verlagert wurde, wohingegen die Stadt nebenan aufeinmal 100% Sozialwohnungen bauen will…) durch S-Bahn Haltepunkt mit Parkhaus (hier wäre sogar massiver Bedarf) ersetzen und Radwegebau sofort starten. Radwege entlang der Gleise von Burgweinting über Kunstpark in die Innenstadt. Hier nicht auf den Bahnausbau durch die DB warten, sondern zügig handeln…

  • Jemand

    |

    Wie passend, dass sich “gleisfrei” nun direkt auflösen wird. Die machen es sich ja ähnlich einfach, wie ihre “Kollegen” in Wiesbaden. Erst zerstört man nachhaltig und voller Absicht die Nachhaltigkeit einer ganzen Region und wenn es um das konkrete Präsentieren von Alternativen geht, verschwindet man wieder hinter dem Gartenzahn, den man so eisern beschützen wollte. Am Ende verschleppt man also diese so wichtige Chance ins Unendliche und passieren wird wie immer: nix!
    Gleisfrei sollte zumindest den Anstand besitzen und eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft gründen, wie sie sich für eine nachhaltige Verkehrswende einsetzen werden und dabei auf gar keinen Fall mehr als die herbeifantasierte “Milliarden” Euro Kosten verursachen wollen.
    Ansonsten ist und bleibt das nichts als reinster NIMBY-Populismus zum Schaden der ganzen Stadt.

  • exil-regensburger

    |

    Wirklich überraschend ist das Ergebnis nicht, dennoch ist es kein guter Tag für Regensburg. Zufrieden kann mit dem Ergebnis eigentlich niemand sein. Entweder weil man für das Projekt ist, oder weil Jahre für ein Projekt verwendet wurde, das nie kommen wird.

    Ich hoffe die BI Gleisfrei meint es wirklich ernst damit, sich weiter einbringen zu wollen. Wir brauchen auf jeden Fall mehr Engagement von den Bürgern und wenn das der Anlass für manche war, sich längerfristig einzubringen, dann ist ja zumindest etwas gewonnen. Für mich ist das auch einer der Hauptgründe für das Scheiterns, was sich ja in der niedrigen Wahlbeteiligung auch widerspiegelt. Als definitives Ja oder Nein zu einer Straßenbahn würde ich die Abstimmung nicht einmal werten, wobei das Thema für Regensburg dennoch für lange Zeit erledigt ist. Es hat für mich eher etwas vom RKK, wo auch eine Planung ohne Rückendeckung aus der Bevölkerung versucht wurde.

    Das Verhalten der CSU und FW empfinde ich weiterhin als unverantwortlich. Ohne irgendeine vernünftige Alternative ein gemeinsames Projekt zu torpedieren geht einfach nicht. Realistische Vorschläge, wie ein gutes Transportsystem ihrer Meinung nach aussehen könnte, mit Technologien die auch existieren, bleiben sie uns weiterhin schuldig.

  • Jemand

    |

    @Andreas:
    “Jetzt gilt es, das Momentum mitzunehmen. Bisher war für mich der RVV ein hoffnungsloser Fall aber wenn zusammen mit der DB, der Industrie (Audi, BMW, Waymo,..) und lokalen Forschungseinrichtungen das Thema ÖPNV richtig angepackt wird, kann daraus ein großartiges Zukunftsprojekt entstehen, mit dem das bisher so provinzielle Regensburg nicht nur eine Lösung für sich selbst schaffen, sondern ein Produkt mit großem Vermarktungspotential entwickeln kann.”

    Witzig, dabei hat die Forschung ganz klar gezeigt, was eine nachhaltige und sinnvolle Lösung für den Nahverkehr ist: Züge. Da brauchen wir keine niemals einsetzbaren autonomen Kleinstgefährte. Nehmen Sie 10 beliebige Verkehrsplaner und -forscher und niemand wird Ihnen erzählen, dass Individualverkehr in irgendeiner Art und Weise das beste Konzept wäre.

  • Native

    |

    OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer bedauert das Ergebnis des Bürgerentscheid: “Historische Chance verpasst“. Die Mehrheit der Bürger, dagegen freut sich über das Ergebnis (keine Schadenfreude), sondern jetzt eröffnen sich ganz neue Chancen zur Ver-besserung der Verkehrsinfrastruktur, die die Einbeziehung der Gesamtregion Regens-burg bei zukünftigen Planungen berücksichtigt. Die Stauereignisse in der Stadt sind mehrheitlich auf die unterschiedlichsten Pendler-Mobilitätsbedürfnisse zurück zu-führen. Die abgelehnten Planungen für eine Stadtbahn, die auf das Stadtgebiet begrenzt war, löst dieses Problem nicht und wäre ein Risiko für den zukünftigen Finanzhaushalt der Stadt. Der innerstädtische ÖPNV, ist kapazitätsmäßig durch ein optimiertes Bussystem bei Verkehrsspitzen, darstellbar. Voraussetzung für einen neuen Ansatz der Planungen, ist die Bereitschaft für interkommunale Zusammenarbeit (Stadt, Landkreis, Land Bayern, Bund, Autobahn GmbH, RVV, DBAG, DB-Regio). Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg und eröffnet neue Möglichkeiten der Finanzierung, zum Wohl der Stadt und dem Gesamtraum der Region. Vielleicht wäre der Bürgerentscheid positiv ausgefallen, wenn man eine Stadtumlandbahn geplant hätte, ähnlich wie beim aktuellen positiven Bürgerentscheid (52,4%) in Erlangen für eine Stadtumlandbahn (STUB).
    DON‘T WORRY BE HAPPY – Kein Drama, die Erde dreht sich weiter.
    Hinfallen – Aufstehen – Krone richten – Mund abwischen – Weitermachen.
    Beunruhigender ist das Ergebnis der Europawahl, mit dem europaweiten Rechtsruck, der die Demokratien durch nationalistische Bestrebungen, bedroht.

  • Hindemit

    |

    genau mein Humor: “jetzt schon mutige Maßnahmen zur Neuverteilung des öffentlichen Raums unter Priorisierung des Fuß-, Rad- und Busverkehrs“ sagt der grinsende Verhinderer eines mutigen Systemwechsels zur Neuverteilung des öffentlichen Raums. Wer glaubt dass mit einer CSU/FW Koalition dergleichen im 21. Jhdt. möglich sein wird, der glaubt auch an den Klapperstorch. Technologie(bes-)offen bedeutet nix anderes als Förderung von Verbrennern und MIV. Die Chance auf einen Ausbau des Umweltverbundes wurde ein für alle Mal vergeigt. Glückwunsch

  • Christa

    |

    @ Andreas
    „Momentum mitnehmen“ Da würde ich mich sehr darüber freuen! Bislang kam von der lehnerschen CSU / Umweltbürgermeister Artinger samt Anhang/ BI „Gleisfrei“ leider nichts außer Allgemeinplätzen. Ich bin schon gespannt auf die zukunftsorientierten Vorschläge! Freudenstein hat ja mal im Verkehrsministerium unter Scheuer gewirkt. Da ist also Expertise zu erwarten. Und die Idee von der BI, dass mehrere Personen in einem Auto fahren könnten ist doch schon mal ein Anfang! Wahltaktiererei u Machiavelli-Machtspielchen aus, Sachpolitik zum Wohle der Stadt an! Es ist wirklich höchste Zeit, die Wahlergebnisse zeigen einmal mehr, dass das Vertrauen in die Politik zutiefst gestört ist. Das Momentum nutzen, wenn es denn gefunden wird.

  • michinga

    |

    Was allein noch über diese wohl folgenreichste Fehlentscheidung in Regensburg hinwegtrösten kann:

    es gibt auch noch vernünftige Menschen – sogar in Bayern. In Erlangen simmte man für ein noch größeres Projekt mit “ja”.
    Vgl.: https://www.spiegel.de/auto/bayern-erlangen-stimmt-fuer-umsetzung-der-stadt-umland-bahn-a-60b29fa9-179c-49de-9348-33dcfaaa5e77

    In Kombination mit Erlangen kommt die Regensburger Dummheit immerhin nochmal in die überregionale Presse… .

    Ich bin dann mal gespannt auf die allseits plakatierten “300 Räder, die eine Stadtbahn” ersetzen. Jede Wette: in ein paar Jahren steht Regensburg vor dem Verkehrskollaps. Teilweise ist das ja jetzt schon so… .

  • tom lehner

    |

    Die Regensburger haben sich gegen eine Stadtbahn aber nicht gegen ein tragendes Verkehrskonzept für Regensburg und das Umland entschieden. Jetzt liegt es an den Verantwortlichen das zu realisieren. Baustellen gibt es in Regensburg genug.

  • thomas otto

    |

    was gut für die stadt ist, bestimmt der souverän und zwar die mehrheit. und nicht die minderheit, die für sich lautstark anmasst, dass alles nach ihrem kopf gehen muss.
    dazu sagt man demokratie.
    dass csu und fw ausgeschert sind: gut so. auch bei hinweis auf eine “vertagsbrüchigkeit”.
    es gibt eben keine nibelungentreue und keinen einzufordernden gehorsam.

  • Unternehmer

    |

    Ich freue mich schon tierisch auf die nächste Bürgerinitiative gegen den Ausbau von Busspuren für die Doppelgelenker oder gegen den neue Betriebshof im Stadtnorden. Konkrete Vorschläge haben bislang weder die CSU noch die BI Gleisfrei, der Familienwahlverein von “Umweltbürgermeister” Artinger ist ohnehin eine Null-Nummer (oder wer verschleppt hier die Umsetzung des Radentscheids?), insofern bleibt bislang nur das Aufbohren des Bussystems mit den zuletzt von der Stadt angesprochenen Problemen.

    Vielleicht kommt aber auch die Seilbahn bzw. ein Bürgerbegehren dagegen oder eine der Nahverkehrsbrücken, mit einem Bürgerbegehren dagegen. Jede Wette: Es wird in den kommenden Jahren so gut wie nichts passieren; in ein paar Jahren kommt dann wieder die Stadtbahn aufs Tapet und so wird sich dieses NIMBY-Perpetuu Mobile auf ewig weiterdrehen, bis wir im Verkehr ersticken. Schöbnen Gruß auch an die IHK – es kotzt mich an bei dieser Oreganisation Mitglied bleiben zu müssen.

  • Hans

    |

    jetzt wo die Gegner gesiegt haben, wird ein großes tolles Radwegenetz erblühen und der ÖPNV einschneidend verbesssert.

    /* IRONIE ENDE */

    Wollte eigentlich jemand die Stadtbahn? Huber verschwand alsbald im Wald. Und wer war danach gleich die politisch treibende Kraft dafür?

  • Outside of Regensburg

    |

    Ich wohne vorübergehend in Hamburg und überlege ernsthaft, ob ich nicht gleich hier bleibe. Meiner Meinung nach ist das Abstimmungsergebnis ein fataler Fehler, der Regensburg über kurz oder lang in Stau und Parkraum ertrinken lässt sowie die Attraktivität der Stadt verringert. Die Innenstadt wird noch mehr zum Freilichtmuseum zum Kaffeetrinken verkommen, in der man nicht wirklich mehr wohnen kann.

    Das ganze fand statt, während Regensburg gerade so einer im Hochwasserkatastrophe entgangen ist. Es gibt immer noch Menschen, die nicht um 2 Ecken denken und offensichtliche Zusammenhänge erkennen können. Eine Verkehrswende ist kein “nice to have” mehr, sie ist überfällig.

    Die Gegner haben Regensburg einen großen Schaden zugefügt und eine positive Stadtentwicklung verbaut.

  • Karin Haber

    |

    Am „gleisfrei-Tisch“ war es gestern tatsächlich auffällig ruhig… so als wäre man selbst erschrocken über das Ergebnis und als hätte sich die Verantwortung wie eine schwere Last auf die Schultern gesenkt.
    Aber sofort tummeln sich ja auch hier wieder die Privatgelehrten der Verkehrsplanung. Ein von Fachleuten über Jahre erstellter Masterplan? Geschenkt. Aber: Solange Menschen professionelle wissenschaftlich gewonnene Ergebnisse negieren, weil sie das mit Glauben verwechseln, herrscht Stillstand, Rückschritt und soziale Verantwortungslosigkeit.
    Diese Analyse ist auch sehr gut auf das Wahlergebnis Europa übertragbar.

  • Gürteltier

    |

    michinga
    10. Juni 2024 um 14:03

    “Jede Wette: in ein paar Jahren steht Regensburg vor dem Verkehrskollaps. Teilweise ist das ja jetzt schon so… .”

    Und genau gegen diesen Verkehrskollaps (Einpendler) wäre die Stadtbahn erwiesenermaßen keine Lösung gewesen. Unfassbar wie beharrlich so manch Befürworter auf seinen Argumenten sitzt und Fakten nicht an sich heran lassen kann.

    Jemand
    10. Juni 2024 um 13:25

    “zerstört man nachhaltig und voller Absicht die Nachhaltigkeit einer ganzen Region”

    Wow, gehts auch mit weniger Pathos? Diese Nachhaltigkeit sieht eben nicht jeder Bürger dieser Stadt aus viel genannten Gründen.

  • Andreas

    |

    @Christa

    “im Verkehrsministerium unter Scheuer gewirkt” ist jetzt für mich nicht unbedingt ein Ausweis von Expertise. Ich nehme mal an, das war sarkastisch gemeint, würde aber trotzdem nicht ausschließen, dass Frau Freudenstein etwas beizutragen hat.

    Dass dieses Thema unbelastet von politischen Machtspielchen allein von Sachargumenten vorangetrieben wird, ist sicher sehr wünschenswert, allerdings in einer repräsentativen Parteiendemokratie kaum umzusetzen.

  • Max

    |

    Die CSU in Regensburg verwehrt sich dagegen Politik zu machen, die Stadtbahnfrage ist das zentrale kommunalpolitische Thema der Zeit in Regensburg und die CSU verhält sich wankelmütig ohne klar öffentlich Position zu beziehen, das ist fahrlässig und ungeeignet um die Zukunft zu gestalten, daher muss die aktuelle Rathauskoalition enden.

  • MADAME

    |

    Der Plan für die stadtbahn ist jetzt hinfällig. Die Domstädter mit no geantwortet. Viel zu viel Geld 💰 hätte dieses jahrzehnte projekt gekostet. In Erlangen Fürth haben sich die Einwohner für eine Umland Bahn entschieden. Das sind 3 Städte im Verbund. Warum nicht? Das wäre auch eine gesunde alternative , für regensburg. Kelheim, Neuburg [Donau] Abensberg Straubing ua sind genug vorhanden. Die DB müsste ihre gleise planen. Alles geht? Nur Kreativität ist gefragt.

  • Öffinutzer

    |

    Die Lösungsvorschläge der Gegner sind von nicht existent bis technologieoffen (ab wann darf man sich den technologisch festlegen?) ein Sammelpaket an Wortfesetzen, um jede Verbesserung des ÖPNV zu verschleppen. Ein weiterer Beleg, dass hier Menschen über ein Zukunftsthema entschieden haben, die den ÖPNV schlicht nicht nutzen.

    Wieso eigentlich Busse und Strassen? Das ist mir technologisch zu eingeschränkt. Warum keine Rolltreppen/Fahrsteige mit Aufzugskabinen? Natürlich ai automated…

    Seilbahn? Ich freue mich auf BI “Seilfrei”.

    Letzte Hoffnung Regio-S-Bahn.

  • Jonas Wiehr

    |

    Könnte die Diskrepanz der Beteiligung an der EU-Wahl und am Bürgerentscheid daran liegen, dass bei letzterem auch Nicht-EU-Bürger teilnehmen dürfen, nicht aber U-18-Bürger?
    Der Wähler hat gesprochen. Die Stadtverwaltung hätte das Geld für Aufkleber, Broschüren und Ständen, Plakate, Buswerbung und Litfaßsäulen besser in eine fundierte Planung gesteckt. Bei derzeitigem Stand der Planung war den Bürgern zu viel “Vielleicht”, zu viel Schwammiges dabei. Man wusste nicht, worüber man konkret entscheidet.

  • Lauberzehrling

    |

    Zu wünschen wäre, wenn die ganzen Verkehrsexperten (auch hier) sich nun an konkreten Planungen beteiligen würden, wie die Verkehre in Regensburg vernünftig (ko-)existieren können. Ein bloßer Hinweis auf ein „durchdachtes, ganzheitliches Konzept“ ist lächerlich. Bitte echte Lösungen. Und exotischere Vorschläge wie Seilbahn und Wassertaxen genauso kritisch durchrechnen wie die Stadtbahn…

  • Öffinutzer

    |

    Man ist in Regensburg einen ähnlichen Weg wie in Erlangen gegangen. Ratseinscheid in der Vorplanung und ziemlich sicher im Rahmen der Planfeststellung hätte es noch einmal einen gegeben. Nur ist man in Regensburg nicht über den ersten hinaus gekommen. Das hat wenig mit der Planung zu tun, als vielmehr mit der Kommunikation.

    Die Planer haben hier eine saubere Arbeit abgeliefert und haben über den Masterplan die Möglichkeit für Zuwendung aus Bundesmitteln überhaupt erst geschaffen. Eine NKA schreibt man nicht mal ebenso.

    Wenn die Opposition im Stadtrat das Projekt vehementer vertritt als die Stadtratskoalition, dann liegt das Problem sicher nicht in der Planung, sondern am politischen Willen. Gute Politik hält der Stadtverwaltung in der Bürgerkommunikation den Rücken frei, sagte schon Wiener Stadtplaner Knoflacher. Dann kann der Planer auch für Erfolge beim Politiker sorgen. Bei FW und CSU waren aber der kurze politische Erfolg im Vordergrund.

    Aber ich bin mal auf die Zukunft gespannt. Meine Prognose in 20 Jahren:

    Platooning im Nahverkehr —-> Nicht existent
    Flugtaxis —-> im Massenverkehr nicht relevant
    Busverkehr im Rgbg —-> Im Modalsplit immer noch bei 8%
    Seilbahn —-> Falls es ein Projekt gibt, wird es an den Nimbys scheitern.

    Am Ende muss man im ÖPNV in Deutschland vom Fördertopfsystem und Haushaltsjahr weg. Man braucht ähnlich wie in Österreich oder der Schweiz mehrjährige stabile Zuwendungen, ob über Infraentwicklungsfonds oder Rahmenvertrag ist eigentlich egal. Sonst verhungern Maßnahmen immer an der parteipolitischen Interessen im Stadtrat.

  • Kiian

    |

    Das es um das Projekt Stadtbahn eng wird, ist klar gewesen.Aber ich dachte es fällt deutlicher GEGEN die Stadtbahn aus.
    Wer sich in Regensburg die Straßen mal anschaut muss doch offen gestehen, dass ist eine Frechheit.
    Als Beispiel
    Zwischen Oberisling und Grass ist die Durchgangsstraße so schlecht das die Auto und Radelfahrer im Zick Zack durch die Ortschaften fahren. Leoprechting ist eine totale Katastrophe. Hat mit Schlaglöchern nichts mehr zu tun, ist alles ein einziges Schlagloch.
    Es fahren hier zwei Buslinien der RVV zu der Endhaltestellte. Linie 2 und 3 die hier mit den Gelenksbussen durch die Schlaglöcher hüpfen.
    2019 ist hier der Stadtrat im Wochenblatt gewesen und hat die Straße als Unbefahrbar bezeichnet… Passiert bis her ? Nichts, außer das alle paar Wochen die Straßenmeisterei hoch motiviert ein paar Schaufeln Bitumen Teer in die Löcher schmeißt, die dann von den Bussen sofort wieder mitgenommen wird.
    Nur eines von vielen Beispielen in und um Rengschburg.
    Die Stadt soll die vorhandenen Straßen besser Warten und in Schuss halten. Die vorhandenen Straßen und Radwege ausbauen wo es geht, Ihre Ampelanlagen optimieren und abstimmen und vielleicht glaubt man der Verwaltung dann, dass es eine gute Sache sein kann, eine Bahn zusätzlich zu haben.
    Aber alles verkommen lassen und ein Multi Millionen Euro Projekt als Heiland anpreisen. So doof sind nicht mal wir Rengschburger.

  • tom

    |

    „Historische Chance verpasst“

    Liebe OB,

    als Sie, wie die Jungfrau zum Kind aufgrund der charakterlichen Defizite Ihres Vorgängers auf den OB-Thron gehievt worden sind, haben Sie sogleich versprochen, für Regensburg ein Verkehrskonzept in Auftrag zu geben. Wo ist dieses Konzept? Und nein, da mal eine Radfahrstraße auszuweisen und dort mal die Verkehrsführung umzudrehen ist KEIN Verkehrskonzept. Zu verpassen jeden Tag wieder die Chance mal ausnahmsweise frei von jeder Ideologie die Interessen ALLER Regensburger zu bündeln und durch ein langfristig nachhaltiges Verkehrskonzept umzusetzen. Machen Sie den ÖPNV so attraktiv, dass er auch für den überzeugtesten Autofahrer eine (bessere) Alternative darstellt. Und akzeptieren Sie einfach, dass die Stadtbahn ein Utopiaprojekt war, welches das Verkehrsproblem in Regensburg niemals gelöst hätte. Auch wenn es schwer fällt, aber so ist es immer, wenn man sich entgegen der betriebswirtschaftlichen Fakten von einer Ideologie verabschieden muss. Zu den betriebswirtschaftlichen Fakten kann Ihnen sicher Ihr Stadtkämmerer weiterhelfen.

  • Aus Zucker

    |

    @Gürteltier
    Die Stadtbahn wäre erweiterbar in den Landkreis gewesen. Aktuell war das nicht erwünscht von der Landrätin Schweiger (Freie Wähler), aber nach ihrer Amtszeit (?) möglich. Wen wundert es, dass die Parteien gegen die Stadtbahn intrigierten, die auch den Klimawandel „entspannt“ sehen.

    @Karin Haber, ich teile Ihre Einschätzung bzgl der Ruhe am Gleisfrei-Tisch. Wie jemand, der in seinem cholerischen Anfall das Porzellan zerhauen hat und dann merkt, was er angestellt hat. Ein bisschen Scham wird (hoffentlich!) schon auch dabei gewesen sein.

  • Hias

    |

    1. Pöschl will Platooning, autonom fahrende Kleinbusse und Seilbahn? Da bin ich ja gespannt, wie das die nötige Kapazität bringen soll und dann ohne einen Cent Förderung billiger für Regensburg werden soll. Das ist doch nur Bullshit-Bingo ohne Konzept, ohne Gedanken an Finanzierung. Von den ganzen Gegner der Stadtbahn wird man keinen einzigen sinnvollen, durchfinanzierten Gegendentwurf sehen, das trau ich mich wetten.

    2. Ja, das war ein Fehler nicht deutlicher herauszuarbeiten, dass die Stadtbahn ein Teil eines größeren Konzeptes ist, dessen anderer Teil die Stadt halt leider nicht beeinflussen kann. Wenn aber “Stadtbahn-Unterstützer” gegen die Stadtbahn gestimmt haben, obwohl sie eigentlich dafür waren, dann braucht man gar nicht weitermachen. Das war jetzt eine einmalige Chance, die ist jetzt vorbei. Wer solche Unterstützer hat, braucht keine Gegner

  • da_Moartl

    |

    Nachdem nun diese unselige “Kuh” der Stadtbahn vom Eis ist, kann vielleicht mal ein vernünftiges Verkehrskonzept entwickelt werden, das bisher noch jede Partei im Stadtrat schuldig geblieben ist. Wer einen Nachweis benötigt, dass Bürger durchaus auch PRO für eine gescheite Stadt-Umland-Bahn sein können, der schaue getrost nach Erlangen, wo der Bürgerentscheid – auch dort trotz unseligen und unwürdigen Widerstands des dortigen CSU-Bürgermeisters – positiv ausging. Ich hätte nix dagegen, wenn die Frau OB sich nun endlich mal mit der Frau Landrätin an einen Tisch setzt und über eine regional integrierte Planung nachdenkt. Da darf auch gleich der Chef der Bahn mit am Tisch sitzen – und gerne darf das auch öffentlichkeitswirksam mit Presse geschehen.

  • Dominik Müller

    |

    Max, was bedeutet das Ende der Rathauskoalition?
    So viele Posten sind nicht mehr zu vergeben bis März 2026.
    Die OB kann die anderen Bürgermeister nicht entlassen, anders als der Kanzler seine Minister. Und Neuwahlen kann sie auch nicht forcieren, anders als der Kanzler, wenn er den Mut zur Vertrauensfrage hätte.
    Nebenbei, es waren die Grünen, welche noch der Kommunalwahl wechselnde Mehrheiten wollten, anscheinend nur unter der Prämisse, selbst mindestens einen Bürgermeister und zahlreiche andere Pfötchen zu bekommen.

  • Aus Zucker

    |

    Kiian, da hätten Sie sich doch mal das Konzept der Stadtbahn angedeihen lassen sollen. Ein Ausbau der Radwege war inklusive, das wird nun ohne die Fördermittel schwieriger. Die Idee war zudem, dass die heiligen Autos der nichtmal so dummen Regensburger nicht mehr so oft auf unwürdige Straßen bewegt werden müssen.

  • Dugout

    |

    Ich habe , entgegen meiner ursprünglichen Meinung, am Sonntag mit ja gestimmt.
    Überzeugt hat mich weniger die Umsetzung des Stadtbahnprojekts, überzeugt hat mich das schäbige Verhalten von CSU und FW

  • WalhallaSepp

    |

    O Herr,
    vergib ihnen nicht, denn sie wussten, was sie taten! Strafe sie mit einer noch schlimmeren Auto-Seuche, denn sie wollen es nicht anders!
    Sie wollen nicht öffentlich mit anderen Leuten fahren, nur allein auf den eigenen 4 Rädern. Hättest du sie 2018 über den unsinnigen sechsspurigen Autobahnausbau abstimmen lassen und ihnen die 933 Millionen Euro an Kosten genannt, hätten sie sofort zugestimmt, damit sie ein paar Sekunden schneller zum Einkaufen kommen.
    O Herr, seit 70 Jahren flüstern ihnen die, die den Namen Christi mißbrauchen, ein, dass die Zukunft im Induvudualverkehr liege. Deshalb kaufen sie sich jetzt, um sich ein Umweltmäntelchen umzuhängen, E-Autos – aber das sind doch, siehe Batterien, ähnliche Klimaschweinchen wie die Verbrenner!
    O Herr, gib deinen Regensburgern bis 2026 gute Gedanken ein, damit sie einen vernünftigen Stadtrat wählen, der mit stabiler Mehrheit die Planungen für die Stadtbahn wieder aufnimmt und umsetzt – ohne die Angstmacher von “C”SU und “A”fD!

  • Mr. T.

    |

    Wäre schön, wenn man jetzt die Verantwortung für einen zukunftsfähigen ÖPNV auf die Gegner abladen könnte. Geht natürlich nicht, weil man sich damit selbst ins Knie schießen würde.
    Die könnten dann ganz technologieoffen eine richtig gute Lösung erarbeiten, ganz so wie sie es sich vorgestellt haben (auch wenn sie sich gar keine Lösung vorgestellt haben außer dagegen). Nur eine Stadtbahn dürften sie nicht verwenden für ihre ÖPNV-Lösung.
    Verantwortungslos eine Anti-Position beziehen zu dürfen, ohne einen tragfähigen Gegenvorschlag vorlegen zu müssen, waren leider eine äußerst dumme Voraussetzung für so einen Bürgerentscheid, vor allem in heutigen Zeiten, in denen eher Emotionen als Fakten entscheiden.

  • PT

    |

    Ich rufe die Koalition dazu auf den Willen der Bürger klar anzunehmen und endlich die Straßen in Regensburg bis rauf nach Neutraubling mindestens zweispurig in beide Richtungen auszubauen. Bei dem erhöhten Verkehr werden natürlich auch der Haidplatz und der Neupfarrplatz als Parkplätze umgebaut müssen (aber das kostet deutlich weniger Geld als die Stadtbahn). Dazu kommt der Galeria, der sicher auch ein hervorragendes Parkhaus macht.

    Außerdem gibt es fertige Verkehrskonzepte. Man muss da nur etwas weiter in die Vergangenheit zurück. Damals wurde ja die Donauautobahn und die Galgenberg-Autobahn leider verhindert, obwohl man bereits angefangen hatte historische Gebäude abzureisen. Diesen Mut wünsche ich mir jetzt von CSU und FW.

  • Kilian

    |

    Aus Zucker, recht gescheid daher reden, aber nicht mal Anstand haben und den Namen richtig schreiben.
    Klar muss man die Radwege an den Strecken neu machen, an denen die Stadtbahn fährt, sieht ja sonst doof aus.
    Oder willst jetzt verkaufen das alle Radwege, für die die Stadtverwaltung zu ständig ist, durch Gelder der Stadtbahn ausgebessert wären?
    Gell mit so am Schmarrn brauchst fei ned rum hupen.

  • Aus Zucker

    |

    Danke PT und Mr.T, Sarkasmus hilft mir grad ein Stück weit raus aus dem Frust über diese unsägliche Entscheidung gegen einen zeitgemäßen ÖPNV.

  • Spartacus

    |

    Die OB wirkt einfach viel zu blass und uncharismatisch um Menschen für Ihre Sache zu überzeugen, das ist dasselbe wie bei ihrem Kanzler.
    Die OB wurde genauso wenig wie der Kanzler gewählt weil sie die Menschen überzeugt haben, sie wurden nur gewählt weil die Alternativen noch schlechter waren.
    Schade um den ÖPNV, aber das war absolut zu erwarten.

  • Öffinutzerin

    |

    wahrscheinlich besitzen 80-100% aller die gegen die Stadtbahn gestimmt haben ein Auto. außerdem wohnen 80% von ihnen in der Stadt, haben zu viel Geld, benutzen quasi nie Öffis und können alles andere zu Fuß/Rad erledigen.

    es macht mich einfach so sauer.. wer ist wirklich auf ne Stadtbahn angewiesen? alte Menschen, Menschen ohne Auto, junge Familien ohne Fahrrad und Auto!!! also vor allem auch migrantische Menschen , insbesondere migrantische (junge) Mütter. von denen ist der Großteil nicht Mal wahlberechtigt.
    mich kotzt diese Gesellschaft nur noch an. wir können leider keinen Klimawandel machen, weil das geht nur ganz langsam und nur wenn wir den Status Quo nicht ändern und unsere Ausbeutungswohlstandgesellschaft nicht in Gefahr kommt. nach uns dann die Sintflut ist okay. Hauptsache wir haben für uns damals noch das Maximum rausgeholt.

    außerdem glaube ich Linie C von Westen in die Stadt wäre sehr gut möglich, wenn man dafür die Autos verbannen würde.. bin sowieso für ein Autoverbot in der Stadt. dafür EScooter, Fahrräder, Lastenräder und Rikschas bitte! für alle kostenlos zur Verfügung…

  • Tobias

    |

    Ich habe ja anfänglich sogar hier gepostet, dass ich für die Stadtbahn bin. Als ich aber die Linienführung dann noch einmal betrachtet habe, ist mir aufgefallen, dass diese zu einem großen Teil bereits massiv übersättigte Routen bedient, während am Stadtrand die Fahrpläne “abkacken” (5er z.B. fährt innerstädtisch fast alle 10 Minuten, nach ganz draußen nur stündlich; der 3er fährt Samstags ab 16 Uhr nur bis zum Jahnstadion, wer in Oberisling, Leoprechting oder Graß wohnt, muss EINE STUNDE warten et cetera).

    Die Hauptroute wird bedient von Linie 1, 3, 5, teilweise 8, 9, 12, 13, […], 34, 42, 43 – das sind nur die Linien, die mir gerade einfallen! Und dafür sollen denn hunderte Millionen ausgegeben werden, dafür, dass ich dann im Rentenalter vielleicht Bahnfahren kann? Das hat mir den Rest gegeben > Contra Stadtbahn.

  • Anna S.

    |

    Ich bin froh, dass der Bürgerentscheid so ausgegangen ist, wie er ist. Meine Bekannten im Stadtwesten ebenso, obwohl sie gar nicht so extrem betroffen gewesen wären.

    Die Häme, der beißende Sarkasmus und das eher schlechte Verlierertum hier in den Kommentaren und auch in den offiziellen Statements der Stadtbahn-Befürworter geben mir recht. Es ist dieses “von oben herab”, was mich abstößt. Dieses “Wir haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, wir hatten den einzig richtigen Vorschlag für die Verkehrswende, und wenn das abgelehnt wird dann sind die Bürger einfach schlecht informiert, denken falsch oder sind einfach provinziell!”

    Es wird nicht in Erwägung gezogen, dass die Gegenseite auch über einen wachen Verstand verfügt, und dabei anhand anderer Prioritäten einfach nur zu einem anderen Wahlverhalten. Nein, die anderen san halt Provinzdeppen, punkt.

    Mein NoGo-Kriterium war beim Bürgerentscheid das inoffizielle Ansinnen, mit der Stadtbahn quasi im Huckepackverfahren eine durch und durch ideologisch rotgrün-beeinflusste Verkehrswende einzuführen. -> Eine bewusste(!) Verknappung des Raums für PKW in der Stadt, und zwar sowohl bei den Straßen als auch bei den Parkplätzen/Parkhäusern. Als ob die Altstadt nicht schon jetzt unter mangelnder Laufkundschaft leidet. Eine Änderung der Hauptpriorität vom Individualverkehr zum Kollektiverkehr – als ob dies die Mehrheit der Leute haben wollen würde.

    Habt ihr nicht verstanden? Die Mehrheit der Leute in der Stadt und im Umland setzen sich bewusst ins Auto. Viele, die Bus fahren, müssen es aus finanziellen oder anderen Gründen. Beliebt ist es nicht, außer bei ideologischen Hardlinern. Und auch mit dem besten Straßenbahnsystem der Welt würden sich die meisten der täglich Arbeitenden(!) in ihr Auto setzen, denn es menschelt und man ist lieber für sich und hat seine Ruhe, als sich mit dutzenden Leuten unterschiedlichster Klientel in ein enges Gefährt zu setzen und halb an Reizüberflutung zugrunde zu gehen. Und nur mit dem eigenen Auto oder Fahrrad komme ich ZIELGENAU da hin, wohin ich will, und zwar genau dann, WANN ich will. Kein Fahrplan, keine Kompromisse, kein Umsteigen, kein Geschrei der anderen.

    Ich hab mich also nicht 100% gegen eine Straßenbahn entschieden, aber a) gegen die Trassenführung vor allem im Norden (was für eine Belästigung für die Leute dort!), b) die Kosten und vor allem c) gegen das ideologische Beigepäck. Das Statement von Wolfgang Bogie (VCD) sagt alles:

    „Es ist anzunehmen, dass die Sallerner Regenbrücke mit dem Ausbau der Nordgaustraße für mehrere 100 Millionen gebaut wird, der 27 Kilometer lange Ausbau der A3 von Rosenhof bis nach Nittendorf fertig gestellt wird und mehr als eine Milliarde Euro kosten wird und weiterhin Parkhäuser viel zu nah an der Innenstadt gebaut werden, statt endlich den Fuß- und Radverkehr mit neuen eigenen Brücken zu fördern.“

    Oh mein Gott, wie schlimm! Es ist anzunehmen dass was für den Individualverkehr gemacht wird, also für die Mehrheit der Leute. Schlimm. Sorry, genau das Ergebnis des Entscheids war verdient.

  • Realist

    |

    Regensburg hat abgestimmt… und wen ein Meierhofer murmelt ” muss jetzt gehen sonst würde er unfreundlich werden”….NoGo so auf eine Bürgerentscheidung zu reagieren….er ist wohl gegangen…finde aber noch nichts im Internet….hats wohl nicht so ernst genommen und ist Stand jetzt immer noch Stadtrat und doch nicht gegangen….
    Interessieren würde mich auch ob die Stadt die Arbeitsverträge mit den betroffenen Personen in der Verwaltung noch rechtzeitig verlängert hat ;-).

  • Paul

    |

    Servus

    Für und Dagegen…..

    Allerdings , wäre früher der Vergleich Stadtbahn und Busvariante zur Disposition gestanden ….wer weiss wie es dann ausgegangen wäre.

    Wenn man aber das Ergebnis anschaut in Zusammenhang mit der Wahlbeteiligung….bisschen über ca 25 % dagegen….

    Schau mal mal….

  • Andreas

    |

    @Jemand

    Ich denke, sie haben das Potential von autonomem ÖPNV nicht ansatzweise begriffen.
    Das zeigt schon ihre Begriffsverwirrung, wenn sie das als Individualverkehr bezeichnen.

  • Crazy Vaclav

    |

    @Tobias: der Gedanke, dass die durch die Stadtbahn frei werdenden Busse für eine höhere Taktung der äußeren Linien verwendet werden könnten, ist Ihnen nicht gekommen?
    @Anna S: Änderungen im Verkehrskonzept werden immer zu Lasten des Autos gehen, da gefühlt 90% aller Verkehrsflächen primär für Autos vorgesehen sind. Andere Verkehrsmittel sind da eher schmückendes oder eher lästiges Beiwerk

  • michinga

    |

    @ Anna S.:

    klar, ideologisch sind immer nur die anderen.

    Kleiner Hinweis zum nachdenken: nur auf MiV zu setzen ist v.a. autoideologisch. In Ihrem Sprech: schwarz-orange-blaue Ideologie. Die Stadt ist voller Parkhäuser überall kann man zentrumsnah parken. Ich könnte mir weniger davon vorstellen bzw. würde mir das auch wünschen. Für den Beginn wäre es schonmal schön, wenn die Autofahrer die Parkhäuser auch benutzen würden, statt ständig sämliche Rad- und Gehwege rechtswidrig vollzuparken.

    Ja, die Mehrheit hat gegen die Stadtbahn gestimmt. Um die 53 % dagegen. Ca. 47% waren dafür. D.h. knapp die Hälfte der abstimmenden Bevölkerung der Stadt möchte einen leistungsfähigen ÖPNV MIT Stadtbahn und eingeschränkterer Fläche für den MiV, aber für bessere Radwege. Daher habe ich nicht den Eindruck, dass sich die Debatte nun beruhigen wird. Eher im Gegenteil. Sie wird die Stadt noch ewig begleiten, weil das Verkehrsproblem nun einer Lösung harrt.

    Aber tatsächlich würde mich interessen, welchen Gegenvorschlag der Gegner Sie als stichhaltig, funktionsfähig und für besser finanzierbar hielten? Dann könnten Sie demonstrieren, wie gut Sie sich mit den Argumenten der Gegnerseite auseinandergesetzt haben und welchen Punkt Sie als besonders “wach” verstanden wissen wollen.

  • Deckart Heinz

    |

    Statement der BI gleisfrei nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid:

    Wir bedanken uns bei allen Wählern, die mit uns gestimmt haben.
    Wir freuen uns, dass die Stadtbahnplanung ad acta gelegt wird. Wir werden aber weiterhin beobachten, ob und wie das Stadtbahn-Neubauamt aufgelöst wird.

    Der Wahlkampf war nicht einfach. Aber auch anonyme Briefe, persönliche Beleidigungen und das Zerstören von unseren Plakaten haben uns nicht davon abgehalten, das überdimensionierte Vorhaben zu kritisieren.

    Bei allen Mitgliedern, Helfern und Unterstützern möchten wir uns herzlich bedanken, für die unermüdliche Arbeit an den Ständen, am Verteilen der Flyer, am Entwerfen unserer Plakate, am Bespielen der Sozialmedia-Kanäle, am Betreuen der Homepage, am Zusammentragen der Informationen usw. Auch den Spendern sei gedankt.

    Der Bürgerentscheid hat gezeigt, dass gute, intelligente städtische Verkehrsplanung nicht durch ein fördergeldmotiviertes Projekt ersetzt werden kann.

    Als erster Schritt sollte nun eine detaillierte Quell-Ziel-Verkehrsanalyse erfolgen, auf der die Neuordnung der Verkehre aufsetzt, denn das “Nein” der Regensburger Bürger zur Stadtbahn darf kein Verhinderungs-Nein zu einer Verkehrswende bleiben:

    Nun ist der Weg frei für eine bedarfsorientierte Planung einer zeitnahen Verkehrswende!
    Bedarfsorientiert heißt: Es müssen Lösungen gesucht und geprüft werden, vor allem auch für die Einpendler aus dem Landkreis.
    – Schaffung und Ausbau von Umsteigepunkten in das bereits geplante
    DB-S-Bahn-Netz
    – Einbindung der bestehenden Infrastruktur der Bahnhöfe Burgweinting, Hauptbahnhof und Prüfening und Aktivierung des Walhalla-Bahnhofs
    – Ausbau des Busliniennetzes, auch um die Innenstadt herum (Tangentialinien)
    – Eigene Busspuren
    – Priorisierung von Buslinien und Schaffung weiterer Schnellbuslinien, Bus-Platooning
    – Berücksichtigung von autonom fahrenden Kleinbussen in der nahen Zukunft
    – Priorisierung von PKW mit mehreren Mitfahrern (Blue Lanes)
    – alternative Flussquerungen für den ÖPNV, wie Nahverkehrsbrücken, Seilbahn

    Nicht vergessen werden dürfen die Fußgänger,
    – Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Fußverkehrs, z. B. im Bahnhofsbereich
    – Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.
    – Ausweitung der Fußgängerzonen
    – in den Fußgängerzonen radlfreie Abschnitte zum Flanieren

    Auch die vielen neuen Radfahrer haben einen gestiegenen Bedarf (E-Bikes, Lastenräder):
    – Zeitnaher Ausbau des Radwegenetzes
    – Realisierung von Rad-Schnellstrecken
    – Weitere sichere Fahrradparkplätze an den Bahnhöfen
    – Fahrradparkplätze in der Innenstadt

    Zeitnah bedeutet, dass neben der Prüfung und Umsetzung von Konzepten, die der Stadt bereits vorgelegt wurden, jetzt schon mutige Maßnahmen zur Neuverteilung des öffentlichen Raumes unter Priorisierung des Fuß-, Rad- und Busverkehrs angegriffen werden müssen.

    Gleisfrei-Regensburg JA zu Regensburg – NEIN zur Stadtbahn

  • Hias

    |

    Schade, dass es so ausgegangen ist – aber das ist Demokratie.
    Was man aber jetzt überlegen sollte: Die Stadtbahn wäre sehr oft schon auf ausgeschriebenen Trassen gefahren (z.B. Kirchfeldallee). Diese muss man jetzt anders verwenden – sprich nach verdichten und Wohnungen schaffen. Z.B. könnte man auf der geplanten Trasse hinter dem Römerspielplatz eine Flüchtlingsunterkunft bauen oder auf dem Grünstreifen in der Kirchfeldallee einen Biergarten machen. 4spurige Straßen kann man zugunsten von Fahrradschnellstraßen 2spurig machen…
    Wir sollten die Chance nutzen!

  • Ich Bins

    |

    Wozu eine Stadtbahn … wird auch ohne gehen. Gibt genug Alternativen.

    Ich bin so froh über das Ergebnis.

    An den Kommentaren einiger Mitbürger lässt sich Frust erkennen. Besser nach anderen Lösungen suchen als sich hier über die Stadtbahn-Gegner auszulassen.

  • Da Dahoam

    |

    Spannend finde ich durchaus,dass die Befürworter permanent von Falschinformationen sprechen…
    Vielleicht wäre die Entscheidung anders ausgefallen, hätten eben jene Kritiker bei der Öffentlichkeitsarbeit Zahlen nicht positiv hingedreht.
    Aber die Schuld im eigenen Lager zu finden, wäre ja noch ein weiterer Schmerz, welchen man womöglich nicht mehr verkraftet.

  • Hthik

    |

    @Christa 10. Juni 2024 um 13:38

    “Freudenstein hat ja mal im Verkehrsministerium unter Scheuer gewirkt. Da ist also Expertise zu erwarten. Und die Idee von der BI, dass mehrere Personen in einem Auto fahren könnten ist doch schon mal ein Anfang!”

    Eine Maut, die sich aus im Stadtgebiet gefahrener Strecke mal Zahl der Leerplätze im Kfz berechnet. Dann heißt es wieder, dass das die Ladengeschäfte schädigt und die Altstadt Vitalität einbüßt.

  • Alois

    |

    Kommentar gelöscht. Wir haben keine Zeit, irgendwelche PDFs durchzulesen. Siehe Netiquette.

  • Christian

    |

    @ Anna S.
    Ganz ganz toller Beitrag! Wirklich ein schönes Destilllat auch meiner Gedanken zu diesem Thema. Volle Zustimmung. Thumbs up!

  • Hthik

    |

    @Anna S. 10. Juni 2024 um 18:16

    “Eine Änderung der Hauptpriorität vom Individualverkehr zum Kollektiverkehr – als ob dies die Mehrheit der Leute haben wollen würde.”

    Über die physikalischen Gesetze kann man leider nicht abstimmen. Den Klimawandel interessiert es nicht, ob ihn die Mehrheit der Leute will.

  • Aus Zucker

    |

    @Kilian Radwegnetz war Teil der Planungen.
    @Anna S.: Da muss ich an einen Instagrampost von Huppsi denken, den er dann doch schnell wieder gelöscht hat, weil zu flach: “Gesunder Menschenverstand kann Bildung ersetzen, aber Bildung niemals gesunden Menschenverstand.” Fakten (Überlastung ÖPNV, Kompensation durch vorliegende Stadtbahn möglich) sprechen nunmal eine klare Sprache. Vielleicht ist es ein Problem, dass zu wenig basic-talk gesprochen wird. Das haben die Gleisfrei-Leute auf ihren Plakaten gut gemacht (wenngleich in populistischer Manier, teils auch lügend).

  • Native

    |

    @Anna S. 10. Juni 2024 um 18:16
    Meinung eines „Provinzdeppen“: (Leider auch nicht auf Brennsupp‘n daher gschwuma.)
    Achtung, kann Spuren von Ironie enthalten!
    Das Umland ist mindestens, berufsbedingt, genauso stark durch die Defizite der Verkehrsinfrastruktur in Regensburg mit dem Umland betroffen. Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass jeder MIV-Verkehr am Arnulfs Platz, Haidplatz, Neupfarrplatz oder Domplatz endet. Es ist höchsten ein Argument aus der „Argumenten Kiste“ verwohnter, städtischer Stadtbahnenthusiasten, deren Weitblick am Stadtrand (Tellerrand) endet. Sie sollten sich mit ihrer kurzsichtigen Meinung, nicht überschätzen. Der „Souverän“ hat nun mit 53,6% entschieden. Da hilft jetzt auch nicht mehr vor lauter Enttäuschung, Frust und Wut in die Tischkante zu beißen. Wenn die EU-Erstwähler ab 16 Jahren mitwählen hätten dürfen, wäre vielleicht das Ergebnis anders ausgegangen. Ob das die bessere Lösung gewesen wäre oder ins finanzielle Fiasko geführt hätte – wer weiß!
    Jedenfalls sind die jahrzehntelangen Defizite der Verkehrsinfrastruktur in der Stadt, auf Dauer ernüchternd. Die Planungen würden höchstens den Schildbürgern zur Ehre gereichen.
    „Dreimal abgeschnitten und noch zu kurz.“ Es wird schon schiefgehen sagte der Architekt beim Turmbau von Pisa.
    „Meine Herr‘n, es ist zum plärr‘n!“
    Da hilft nur eins, lieber Stadtrat, Festplatte löschen, bestenfalls formatieren (format c:) -😊, gemeinsames Brainstorming und zukunftsgerichtet planen und dabei den Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren.
    Für mich war der 09.06.2024 mit dem Bürgerentscheid ein PERFEKT DAY.

  • exil-regensburger

    |

    @Deckart Heinz
    Vielen Dank für Ihre Stellungnahme hier. Ich war zwar im Thema Stadtbahn entschieden nicht Ihrer Meinung, hoffe aber, dass sich nun die gesamte BI Gleisfrei mit stark macht, auf der Suche nach Alternativen. Wird das Feld allein der Stadtverwaltung überlassen, glaube ich nicht an große Taten, da wird es wichtig sein, den notwendigen Wandel auch wirklich einzufordern.

    @Anna S.
    Vielleicht wäre ein Blick über den Tellerrand für Sie hilfreich. Natürlich wollen die meisten ungestört von A nach B kommen, am besten wäre ja teleportieren meiner Meinung nach. Aber dieser Luxus wird sich teuer erkauft. Sei es über diejenigen, die sich kein Auto leisten können, diejenigen, die entlang der Hauptstraßen wohnen / arbeiten / zu Fuß gehen, oder diejenigen, die kein eigenes Auto fahren können. In einer Stadt sollten idealweise alle Platz finden und eine scheu mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, wird eine Stadt auf lange Sicht zerstören und dabei zählen für mich Vororte wie die Konradsiedlung nicht als Stadt, sondern als Resultat antistädtischer Entwicklung. Es leiden alle darunter, die in einer lebendigen Stadt leben wollen. In diesen Belangen gibt es in Regensburg noch viel aufzuholen.

  • Informant

    |

    @Anna S.
    Sie wehren sich dagegen, als ‘Provinzdepp’ bezeichnet zu werden, bringen dann aber die klassischen Argumente eines solchen. Mehr unfreiwilliges Kabarett geht nicht.

    “Eine bewusste(!) Verknappung des Raums für PKW in der Stadt,”

    Nachdem 1/2 Jahrhundert lang der Raum für alles außer PKW verknappt wurde. Das ist keine Verknappung, sondern die Wiederherstellung eines gesunden Verhältnisses.

    “Die Mehrheit der Leute in der Stadt und im Umland setzen sich bewusst ins Auto.”

    Ja, das funktioniert aber irgendwann – teils auch jetzt schon nicht mehr. Das liegt am exorbitanten Platzverbrauch des Verkehrsmittels Auto. Der Platz ist eine begrenzte Ressource in der Stadt.

    Und nun zum Provinz-Statement aus dem Bilderbuch:

    “Viele, die Bus fahren, müssen es aus finanziellen oder anderen Gründen. Beliebt ist es nicht, außer bei ideologischen Hardlinern.”

    Das ist definitiv falsch. In einer (Groß-)stadt mit ordentlichem ÖPnV fahren die meisten gerne und freiwillig damit, weil es einfach (! Achtung, jetzt kommt was unglaubliches !) am bequemsten und schnellsten. ist. Das funktioniert natürlich NICHT, wenn ich nur Busse habe. Das ist der Knackpunkt beim Thema Stadtbahn Regensburg. Eine Straßenbahn ist der nächste Level, der irgendwann kommen muss. Es sei denn, R will ein besseres Bauerndorf bleiben.

  • Hthik

    |

    @Tobias 10. Juni 2024 um 18:02

    “Als ich aber die Linienführung dann noch einmal betrachtet habe, ist mir aufgefallen, dass diese zu einem großen Teil bereits massiv übersättigte Routen bedient, …”

    Das ist Teil des Konzepts. Einsatz da, wo hohe Auslastung und damit große Entlastung für den übrigen ÖPNV garantiert ist. Es könnte sein, dass Sie versehentlich gegen Ihre eigenen Interessen gestimmt haben.

  • Daniela

    |

    Für mein Dafürhalten ist dieses Ergebnis erwartbar gewesen, ob nun mit BI Gleisfrei oder ohne. (Ohne, dass ich deren Engagement schmälern möchte.)

    Es ist ein Zeichen der Zeit. In Zeiten, wo man Menschen permanent erklärt, dieses geht nicht und jenes ist auch nicht finanzierbar, wo die Kosten für öffentliche Bauten und Vorhaben stetig explodieren, man dem Bürger erklärt, wir müssen “den Gürtel enger schnallen “, da kann der Bürger schon auch Vorsicht walten lassen.

    Im Grunde genommen wird Regensburg als Arbeits- und Lebenswelt seid Jahren unattraktiv. Explodierende Wohnkosten, teils unfertige Infrastruktur, Kita- und Kiga- Plätze Mangelware, Schulen substanziell angegriffen….

    Dieses stetig, ja und die Förderung und alles ganz easy, war irgendwann nicht mehr so glaubwürdig. Man gewann irgendwann den Eindruck, es ist ein Prestigeobjekt für einen Apfel und ein Ei…,

    Aber gut, vorerst gestoppt, bis zum nächsten Mal, ca. 10 Millionen für Vorarbeit, Werbung ect. versenkt.

    Eigentlich sollten die Verantwortlichen, die so überzeugt von ihrer Idee waren, ganz ganz tief in sich gehen und überlegen, wo es gemangelt hat, statt auf die Nichtbefürworter die Schuld ab zu wälzen.

    Statt dessen bekommt der Bürger zu hören, eine historische Chance vertan. Was soll das heißen, Bürger Du bist Schuld?

    Einfach einmal darüber nachdenken, was da so von den Befürwortern dem gerfragten Bürger untergeschoben wird?

    Dann muss man die Antwort des Bürgers auch vertragen können. Lehrstunde für die Stadtpolitik?

  • Native

    |

    @Informant 10. Juni 2024 um 21:22
    Ich weiß nicht ob bei Ihnen „Informationslücken“ vorliegen. Ich helfe gerne!
    “Die Mehrheit der Leute in der Stadt und im Umland setzen sich bewusst ins Auto.” Stimmt. Warum fahren Pendler aus dem Umland mit dem Auto? Ich sage es Ihnen. Weil der ÖPNV auf dem Land unzureichend vorhanden ist und nicht mit dem ÖPNV in der Stadt verknüpft ist. Der Weg zum Arbeitsplatz wird so zu einem zeitraubenden Road-Movie mit etlichen Umstiegs Ereignissen, um von A nach B zu kommen. Die meisten Arbeitsplätze (häufig mit firmeneigenen Parkplätzen) liegen ohnehin nicht in der Innenstadt. Genau diesen Bedürfnissen wird eine geplante Stadtbahn, die an den Stadtgrenzen endet, nicht gerecht. Die hohe Verkehrsbelastung in der Stadt findet hauptsächlich in Rush-Hour statt. Da sinkt der prognostizierte Kosten-Nutzen- Faktor einer Stadtbahn erheblich und wird zum komfortablen, kostspieligen Luxusprojekt. Die Bürger haben jetzt abgestimmt, nun gilt es ohnehin eine bessere Planung zu erarbeiten.

  • St. Schrödinger

    |

    Ich bedaure den Ausgang der Abstimmung, auch wenn er zu erwarten war.
    Als Ergebnis werden die politischen Verweigerer einer integrierten Planung von Umland und Stadt also weiterhin dem MIV großzügig öffentliche Gelder und öffentlichen Raum zum Fraß vorwerfen.
    Den aktuell triumphierenden Verhinderern wünsche ich ein langes Leben und ein gutes Gedächtnis – denn wenn die Kaufkraft weiterhin aus der Innenstadt in die Peripherie wandert (weil schneller erreichbar und breitere Parkplätze) und man auch als Altstadtbewohner nur mit dem PKW zur Arbeit kommt, dann ist es garantiert auch nicht recht…

  • Mr. B.

    |

    Zu Öffinutzerin
    10. Juni 2024 um 17:54 | #
    “……für alles kostenlos”

    Genau damit schießen Sie sich selbst aus dem Rennen.
    Gerade bei so einem Projekt wie die Stadtbahn wird kostenlos nicht gehen, auch nicht mit Bussen.
    Kostenlos und meist auch noch leistungslos geht eben so nicht.
    Alles muß bezahlt werden, weil ja auch alles bepreist wird.

  • Native

    |

    @Mr. B. 11. Juni 2024 um 09:00 Sehr richtig!
    Die Regensburger Bürger haben mit einer Wahlbeteiligung von 50,5% beim Bürgerbescheid gegen die Fortführung der Planungen (bisher 10 Millionen €) für eine auf das Stadtgebiet begrenzte Stadtbahn gestimmt. Huch, das war knapp! „Aber knapp daneben ist auch vorbei“! Die Regensburger Bürger können froh sein, dass ihnen dieses kostspielige, unkalkulierbare Abenteuer erspart bleibt und sollten im Dom St. Peter, aus Dank, dass dieser Kelch an ihnen vorüber gegangen ist, eine Kerze anzünden. Jetzt besteht die Chance für die Planung einer effektiveren ÖPNV-Lösung, die die Anbindung des Umlands (nicht ganz unbedeutend) berücksichtigt. In Zeiten, wo die Hochwasserereignisse und andere Wetterkapriolen (Hitze und Starkregenereignisse), bedingt durch den Klimawandel immer häufiger und heftiger eintreffen, verschieben sich die Prioritäten und finanziellen Herausforderungen für die Stadt, ohnehin. Zum Beispiel für den Hochwasserschutz. Oder hat man das schon wieder verdrängt? Aktuell waten heute noch geschädigte Anwohner mit Gummistiefeln durch den Schlamm und beseitigen ihre Schäden. Man darf gespannt sein, wie hoch die staatlichen „Fördertöpfe“ für solche Notwendigkeiten übersprudeln.
    „Nichts ist umsonst, höchstens der Tod und der kostet das Leben.“

  • Studi

    |

    Ich glaube, dass viele auch entgegen ihrer Interessen abgestimmt haben. Ich möchte das mal anhand der unterschiedlichen Abstimmungsverhalten innerhalb Regensburgs erläutern.

    In Prüfening würde eindeutig gegen die Stadtbahn gestimmt. Warum wohl? -> weil sie überhaupt nicht von der Streckenführung profitieren. Sie müssen aber bedenken, dass eine Ost-West Verbindung vlt zukünftig auch gekommen wäre (Prüfeninger Straße oder Clement-Ferrand Alle sind prädestiniert dafür).

    In Oberisling/Graß wurde vehement dagegen gestimmt: Ähnlich wie im Westen profitieren sie wenig davon (wurde hier auch schon als Argument gebracht), was allerdings nur bedingt stimmt: Die Strecke führt ja an der Ortschaft vorbei! Und eine Stadtbahn direkt nach Oberisling/Graß ist illusorisch, weil zu wenige Einwohner leider. Wenn der 2er/3er minimal öfter fährt wäre das ohnehin gelöst (Kapazitäten die mit einer Stadtbahn frei geworden wären).

    Alles was ansatzweise in Innenstadtnähe ist hat mehrheitlich für die Stadtbahn gestimmt. Natürlich, die sind ja davon am meisten betroffen von den vielen (vollen) Bussen die dort fahren. Das Nadelöhr ist in Regensburg nunmal die Strecke Uni(klinikum)-Hauptbahnhof-Dez. Man muss sich mal überlegen wie viele verschiedene Buslinien auch von außerhalb kommen und über die Nibelungenbrücke zum Hauptbahnhof fahren. Diese hätten dann am DEZ enden können (auch logistisch optimal) und dann allesamt mit der Schiene weitertransportieren werden können (vereinfacht auch den Fahrblan ungemein), ein Prinzip dass man an mehreren Orten umsetzen könnte (z.B. Uni(Klinikum) für Busse aus dem Süden).

    Konradsiedlung/Sallern/Burgweinting haben klar dagegen gestimmt, aber warum eigentlich? Sie sind es doch die “für lau” die Stadtbahn bekommen (die Strecke noch ein paar hundert meter länger zu machen ist nicht der Hauptkostenpunkt) und ihre Bahnhöfe auch für die DB attraktiver machen anzufahren, um einfach schon mal in die Zukunft zu planen z.B. das Umland besser einzubinden. Einziger Grund könnte sein dass in den Einfamilienhäusern o.ä. genug Platz für 1-2 Autos ist und man den ÖPNV eh nicht benutzt (benutzen will). Dann ist es aber auch vermessen, diese Chance den Innenstadtnahen Bewohnern zu verwehren. Interessant wäre gewesen wie sie abgestimmt hätten, wenn die Stadtbahn an DEZ und Klinikum geendet hätte.

    Interessant ist auch wenn man die obigen Contra Argumente von Konradsiedlung/Burgweinting vs Oberisling/Graß vs Prüfening mal vergleicht, gibt es dafür quasi keine Lösung egal was man macht, bzw wer dagegen gestimmt hat weil er/sie nur mit der Streckenführung unzufrieden war hätte gleich dafür stimmen können.

    Insgesamt auch ein Demokratietheoretisches Problem: Wen lässt man abstimmen für ein Projekt dass nicht allen gleich viel bringt? Die Stimmen dagegen waren ja meist von Menschen die die Bahn oder jegliche Alternativen nicht in Anspruch nehmen (äußere Bezirke/eigenes Auto) und die Alternativen ihnen zugute kommen (Straßen ausbauen). Man muss auch bedenken dass von den 32.000 Studenten die hier leben nur ein Bruchteil den Erstwohnsitz hier hat und deswegen nicht abstimmen durfte. Ebenso Jugendliche, die notwendigerweise nur ÖPNV fahren können.

    Den Innenstadtnahen Busbetrieb mit mehr Bussen zu lösen verschlimmert ironischerweise die Symptome.

    Noch besser wird es wenn man sich überlegt dass die (bzw “unsere”) Steuergelder jetzt nach Erlangen fließen statt nach Regensburg, in dieser Konstellation sozusagen lose-lose für Regensburg.

  • Informant

    |

    @Native :-D
    Ich weiß nicht, ob Ihnen der Blick für das Ganze fehlt. Ich helfe gerne weiter.

    Um das Umland besser anzubinden, also noch mehr Fahrgäste auf den ÖPNV *in* Regensburg zu bringen, braucht es *in* Regensburg erst einmal einen ÖPNV, der das auch kann. Der aktuelle ist jetzt schon überlastet.

    Die geplante Stadtbahn ist ein Starterpaket, ein Anfang, natürlich löst nicht alle Verkehrsprobleme auf einmal. Sie ist ein Fundament, auf dem man Aufbauen und welches man nach Ost und West verbreitern kann. Jetzt wird ohne Fundament weiter gefrickelt, Das wird nicht schön.

    “verschieben sich die Prioritäten und finanziellen Herausforderungen für die Stadt, ohnehin. Zum Beispiel für den Hochwasserschutz. ”

    Eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens *IST* Hochwasserschutz.

  • Hindemit

    |

    Regensburg kann sich auf zunehmenden Autoverkehr und Straßenneubau und darauf folgenden Stau einstellen. Putzig, wie naiv manche nach dem Aus für höherwertigen ÖPNV an eine neue Chance des selbigen glauben. In unserer Stadt. In der es nicht möglich ist, Fuß- und Radverkehrsbrücken zu bauen, aber Dutzende Mio. in Parkhäuser zu stecken. Die politische Konstellation ist seit der letzten Kommunalwahl zerfahren, auf Kreis- und Landesebene ist das einzige Konzept: Neue Straßen bauen. Das Wahlergebnis in Regensburg war in der Summe ein anderes, als die Koalition die folgte. Erlangen und München freuen sich. Dort planen sie weiter mit modernen schienengebundenen System, in Regensburg lassen sich Mehrheiten für Hirngespinste (Platooning im Stadtverkehr) und exklusive (statt inklusive) Tourismusattraktionen (Seilbahnen) begeistern. Das wars dann mit der Verkehrswende, wir wachen in der Sackgasse auf.

  • Siegmund

    |

    Echt geil, Regensburger Stadtbahn gegen den Rest der Welt.
    Eine Veränderung des Mobilitätsverhaltens *IST* Hochwasserschutz.

  • Native

    |

    @Informant 11. Juni 2024 um 11:16
    Meine Rede, der fehlende (oder mangelhafte) ÖPNV auf dem Umland und die Verknüpfung mit dem ÖPNV in der Stadt ist Voraussetzung für eine gelungene Verkehrswende. In der Tat, das ist ein Beitrag für den Klimaschutz und Hochwasserschutz. Aber das funktioniert nur gemeinsam – Stadt und Land. Eine auf die Stadt begrenzte Stadtbahn für ca. 1,2 Milliarden €, die frühestens in 10 Jahren zur Verfügung stünde, als „Starterpaket“ und als Beitrag für den „Hochwasserschutz“ zu bezeichnen, dass muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen. In diesem Zeitraum hat vermutlich schon mehrmals ein Hochwasser Ereignis die Stadt heimgesucht. Ich dachte der überbordende MIV ist das drängende Problem in Regensburg, der den ÖPNV ausbremst.

  • Jemand

    |

    @Andreas

    Ich glaube eher, Sie haben absolut keine technische Expertise hierzu. Es wird auf lange Sicht keinen autonomen ÖPNV in Form von Bussen geben. Wir bekommen nicht einmal geschlossene Systeme automatisiert hin, bis auf die eine Linie in Nürnberg. Um Busse autonom im gemischten Straßenverkehr fahren zu lassen, muss noch so unendlich viel geschehen, dass das den Verkehrskollaps nicht mehr aufhalten wird. Deswegen können maximal Kleinstbusse auf Sonderstreifen fahren, womit wir wieder beim Individualverkehr sind, denn mehr als 4 Personen werden sich so ein Fahrzeug nicht teilen können.
    Im Gegensatz zu diesem realitätsfernen Vorschlag wäre die Straßenbahn eine günstige und pragmatische Lösung gewesen, die heute schon einsatzbereit wäre.

  • Gürteltier

    |

    @Studi
    11. Juni 2024 um 11:09

    Schön zusammengefasst aber alles sehr im Konjunktiv formuliert und da liegt das Problem: hätte, könnte, wäre gewesen. Von Planungsseite kam nie ein Gesamtkonzept und Mutmaßungen wie man in etlichen Jahren die Stadtbahn weiter ausbauen oder das Umland besser mit einbeziehen könnte habe ich tatsächlich nur hier in den Kommentaren gelesen. Doch von Entscheiderseite kam dazu nichts konkretes und so war diese Stadtbahn einfach ein halbgares Mammutprojekt ohne großen Mehrwert für viele.

  • Radfahrer

    |

    Dass der Bürgerentscheid bzgl des Baues einer Straßenbahn im Gegensatz zu Erlangen in die Hosen gegangen ist, hat mehrere Gründe. Blenden wir zurück! Es war das Lieblingsprojekt der Grünen bereits in der Periode 2014-2020. Es wurde aber mit falschen Aussagen dafür geworben. War es nicht so, dass behautet wurde, 90 % der Kosten würden von Bund und Land übernommen? Die Stadt bekäme die Straßenbahn faktisch geschenkt. Eine ähnliche Argumentation gab es auch anfangs der Planungen für eine Stadthalle.
    Dann schaffte man ein eigenes Amt mit gut besoldeten Mitarbeitern, die im Wesentlichen nur Planungsaufträge und PR-Aufträge vergaben. Warum hat man diese Aufgaben nicht in der bereits bestehenden Verwaltungsstruktur abgearbeitet? Damit sollte vermutlich nach außen die Entschlossenheit demonstriert werden. Bei der Bürgerschaft stellte sich der Eindruck ein es würde über ihre Köpfe hinweg geplant.
    Nächster Fehler: Die Präsentation der Linienführung in Burgweinting zwischen den Terrassen und Schlafzimmerfenstern der dortigen Doppelhäusern, die zwangsläufig auf Ablehnung stoßen musste. Obwohl in der Sandgasse ganz andere Verhältnisse anzutreffen sind, ermunterte es die dortigen Anlieger die Linienführung ebenfalls zu bekämpfen. War es Dummheit oder Arroganz der Planer?
    Dann mussten die Planer zurückrudern und diese beiden Linienführungen aufgeben. Der Widerstand am Unteren Wöhrd muss nun nicht mehr gelöst werden.
    Einzuräumen ist, dass mit vielen Veranstaltungen versucht wurde, den Widerstand aufzulösen und für das Projekt zu werben. Damit wurden aber zu wenige angesprochen. Wieder eine Parallele zum Projekt Stadthalle. Die Sprache der Verwaltung erreichte überzeugte im Gegensatz zu der der Initiative Gleisfrei die Menschen nicht. Wieder eine Parallele zur Stadthalle.
    Ein weiterer eklatanter strategischer Fehler neben der Anberaumung des Bürgerentscheids die fehlende Klarheit hinsichtlich der Finanzierung der Maßnahme. Alle wissen, dass beim derzeitigen Stand der Planungen keine exakten und endgültigen Kosten angegeben werden können. Über ein Finanzierungsmodell, das mit Schätzungen arbeitet, hätte aber bereits erarbeitet werden können. Man war auf den Vorhalt der Bürgerinitiative einfach nicht vorbereitet.
    Eine weitere Parallele zur Stadthalle ist die Geschichte, die die Bürgerinitiative zur Stadtbahn erzählen konnte und dem Politik und Verwaltung nichts Überzeugendes entgegensetzen konnte.
    Das Projekt wäre eine Chance für den Raum Regensburg gewesen, insoweit ist der OB zuzustimmen. Es wurde meiner Meinung nach aber schlecht gemanagt.

  • Whale

    |

    Als Einpendler aus dem Norden war ich nicht wahlberechtig und bin gespalten. Einerseits liebe ich Straßenbahnen. Andererseits bin ich froh, daß mein Bus nicht die nächsten 15 Jahre in einer Großbaustelle feststeckt und ich danach am Stadtrand für die letzten drei Haltestellen auch noch umsteigen muss. Das sehr reale Risiko, daß die Bauzeit sich verdoppelt und die Kosten sich vervielfachen (Stuttgart21) kommt ja noch dazu. Wenn wir Glück haben, gibts ne S-Bahn auf bestehender Trasse mit Anschluß Walhalla. Die Reaktivierung von Burglengenfeld und den sehr praktischen neuen Haltepunkt Sinzing sehe ich als Zeichen der Hoffnung . Da man Euch Planer der Stadtbahn wohl nicht fristlos kündigen kann: macht was draus und plant positive Dinge, wie Fußgängerstrecken, Radschnellwege und neue Haltepunkte der Bahn. Danke!

  • whale

    |

    Berichtigung, sollte heißen: “Reaktivierung Haltepunkt Burgweinting”

  • Der nackte Wahnsinn

    |

    Faszinierend wie die Gedankenwelten hier wieder funktionieren.
    Faszinierend, dass schon mal die eigentliche Frage des Ratsbegehrens von vielen nicht verstanden wurde. Die Frage war ob die PLANUNG weiter gehen sollte. Planungen die vielleicht noch Änderungen mit sich gebracht hätten, auf die man noch konstruktiv Einfluss hätte nehmen können (wie teils schon geschehen). Die eine Umplanung des restlichen Verkehrs automatisch mit sich gezogen hätte. Aber nein, lieber ganz oder gar nicht. Und da Rom nun mal nicht an einem Tag gebaut wurde, halt gar nicht.

    Faszinierend, dass der Glaube vorhanden zu sein scheint, dass jener städtische ÖPNV in dem sich mindestens die letzten 15 Jahre nur wenig verändert hat , ohne Stadtbahn plötzlich von grundauf neu überarbeitet wird. Und dutzende neue Busse und RVV-Personal vorhanden sein wird, wo zuvor Planwirtschaft und Personalmangel herrschte.

    Faszinierend, dass man zwar der Stadt nicht zutraut ein solches auf sie passendes Projekt zu managen. Aber nun plötzlich der Meinung ist ein Verantwortungskonvolut aus Deutsche Bahn (ja, der Konzern mit 20 Jahren Investitionsstau und den verpassten Pünktlichkeitszielen), Bund, Land, Stadt und ggf. Privatakteure zaubern in zwei Jahren ein funktionierendes DB-S-Bahn-Netz und einen von den Toten wiederauferstandenen Bahnhof aus dem Hut.

    Faszinierend, dass jene die die Stadtbahn für zu Teuer und Baustellenlastig hielten, jetzt von Seilbahnen und neuen ÖPNV-Brücken träumen.

    Faszinierend, wie wenig sich für das Thema Stadtbahn überhaupt interessiert haben, obwohl es sie tangieren wird ob sie wollen oder nicht. Ob sie dafür sind oder dagegen.

    Bin ich als Befürworter frustriert? Natürlich. Im übrigen auch weil es die Pro-Initiativen verkackt haben, ehrlich mit tatsächlichen Problemen umzugehen.
    Das die Gewinnerseite nun aber sagt: “Stell dich nicht so an. Das ist Demokratie, der bessere hat nunmal gewonnen.” Empfinde ich doch irgendwie als Beleidigung. Ist ja schön, wenn diese Leute weiter mit dem Auto oder dem Fahrrad fahren können. Als Geringverdiener der sich kein Auto leisten kann und dem bereits drei Fahrräder geklaut wurden bringt mir dass nur nichts. Als MIV-Nutzer hättet ihr in die Stadtbahn einsteigen können. Als ÖPNV Nutzer kann ich aber nicht in euer Auto einsteigen.

    Nun ist es eben wie es ist. In fünf bis zehn Jahren können wir uns dann ja wieder unterhalten, wieviel besser die Verkehrssituation in und um Regensburg geworden ist. Vielleicht bin ich dann wieder fasziniert. Vielleicht teilen dann aber andere meine Faszination.

  • PT

    |

    Eine Stadt kann immer nur in ihren eigenen Stadtgrenzen planen und ihr vorzuwerfen die Konzepte gehen nicht ins Umland ist absurd. Ich bin sicher die zuständige Landrätin hätte sich an ein solches Projekt anschließen können – hätte sie gewollt. Und ich bin auch recht sicher, dass sobald ein Kernnetz mal steht man auch angeklopft hätte.

    So schiebt man die Probleme auf fortschrittliche Versuche in der Stadt an die Planer und jubelt den Bremsern aus dem Umland zu. Die bekommen damit Wahlstimmen obwohl sie es selbst in der Hand hätten auch gemeinsame Projekte aufzusetzen.

    Ähnliches passiert in Paris… die Stadt an sich setzt auch ÖPNV, Fahrräder und Fußgänger und die Menschen in den Vororten beschweren sich, dass es zu wenige oder nur zu überfüllte Anbindung in die Stadt gibt. Gleiches Problem: Paris kann in den Vororten nicht bauen, das müsste die Provinz Ile-de-France machen. Die ist aber Konservativ regiert und schimpft lieber auf die schlimme Sozialistin in Paris.

    Gibt ganz interessante Dokus dazu.

  • Hthik

    |

    @Native 11. Juni 2024 um 11:55

    Was soll den jetzt konkret geschehen? Die Planung der innerstädtischen Teile ist ja jetzt beerdigt. Soll das Planungsamt jetzt weiter bestehen und einfach mal anfangen eine Superstadtlandbahn zu planen? Wenn der Landkreis nichts beitragen mag, ja dann zahlt das eben die reiche Verwandtschaft aus der Stadt mit.

  • WalhallaSepp

    |

    Zu Anna S., 10-6. 18.16 Uhr:
    Sie zählen ehrlich die Gründe auf, warum Sie nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern mit dem eigenen Auto zur Arbeit und anderswohin fahren. Daraus wird eine egoistische, wenig verantwortungsvolle und ziemlich zukunftsvergessene Denk- und Handlungsweise deutlich. Leider denken und handeln immer noch die meisten so. Deshalb werden wir vermutlich alle, so wie Sie täglich “ZIELGENAU” zur Arbeit kommen, ebensfalls ZIELGENAU in die Klimahölle einfahren, wie es der UNO-Generalsekretär beklemmend eindrucksvoll formuliert. Ja, merken Sie denn nicht, wie sehr Sie sich an Ihren und allen unseren Nachkommen versündigen?

  • Studi

    |

    Gürteltier

    11. Juni 2024 um 12:13

    Das ist wie mit der Streckenführung: Den einen geht sie nicht weit genug (buchstäblich), für die anderen ist sie zu viel (“schon jetzt leere Buse”). Wie bei vielen Argumenten der Stadtbahngegner wird je nach dem (oder nach persönlichem Geschmack) gewählt was besser gefällt, womit man offensichtlich nicht von einem objektiven Kritikpunkt sprechen kann.

    Ist Zustand: Es wurde eine Linienführung geplant, die (wäre der entscheid pro Stadtbahn ausgegangen) sehr sicher so auch gebaut worden wäre. Betriebshof und Anbindung an die Bahnhöfe/Umsteigeplätze inklusive. Eine Machbarkeit einer Ost-West Verbindung wurde auch durchgeführt und bejaht. Das Busnetz entsprechend anzupassen ist relativ trivial auf den Strecken wo die Straßenbahn sich die Strecke mit Bussen teilt (wie ich oben am Beispiel DEZ-Innenstadt beschrieben habe) also gibt es da nichts vorzulegen.

    Argumente “Das ist nicht ganz ausgereift”:
    1. Es wurde das Umland nicht mitgedacht in den Landkreis hinein –> ist nicht Aufgabe der STADTbahn, diese Strecken müssen von der DB abgeholt werden. Die Stadtbahn wurde ja extra mit Endhaltepunkten an Bahnhöfen geplant, also maximal mit der DB verzahnt (die Anbindung der DB ist wieder ein ganz anderes Thema :D). Ohne die Stadtbahn bleiben diese Bahnhöfe weiter unattraktiv. Des weiteren wäre eine Planung in den Landkreis hinein ja nochmal um ein vielfaches teurer, und wohin dann? Stadtbahn nach Thalmassing und Bernhardswald? Die freuen sich zwar dann, aber der Rest natürlich nicht.

    2. Fahrrad/Fußgänger werden nicht mitgedacht –> Die Stadtbahn verkehrt eigentlich ausschließlich auf Hauptstraßen. Fahrrad und Fußgänger müssten dort ohnehin separat sein. Sichere Rad und Fußwege zu bauen ist ein vom ÖPNV unabhängiges Problem, dass leider noch nicht überall angegangen wurde, auch nicht auf den Strecken einer Hypothetischen Stadtbahn. Wenn eine Straße so vielbefahren ist, dass dort eine Stadtbahn sinnvoll ist, ist dort auch ein Fußweg oder eigener Radweg notwendig. Übrigens wäre so eine bauliche Maßnahme beim Bau einer Stadtbahn entlang der Linie “geschenkt”, weil ja eh gebaut wird.

    3. Busnetz nicht mitgedacht als “Gesamtkonzept” –> Das ist ja gerade der Witz, dass ein Bussystem so flexibel ist, dass man es an die Stadtbahn anpassen kann. Das passiert ja schon heute, dass Taktungen geändert werden, neue Linien entstehen, alte anders fahren etc. Dumm gesagt könnte man einfach das jetzige Busnetz lassen und gucken, wo weniger bedarf ist streichen und woanders neu einsetzen, gemäß dem Motto der Markt regelt alles. Ein jetzt schon fertiges Busnetz für in 10 Jahren vorzulegen mit einer Stadtbahn wo man nicht weiß wie die Leute sie benutzen wäre einfach unseriös. Der Bundestrainer gibt ja auch nicht heute den Kader für die WM 2026 bekannt.

    Argument “Das geht zu weit zu unflexibel geplant”:
    4. Die Bürger werden vor vollendete tatsachen gestellt –> Die Linien die da geplant waren sind ja das absolute Minimum wenn man Anbindung an Bahnhöfe Walhalla/Burgweinting haben will (siehe 1.). Wer diese erste Linie(n) als zuviel betrachtet (von der Streckenlänge) wird nie einen Meter Schiene in Regensburg sehen. Die Entwicklung eines zukünftigen größeren Netzes ist bis auf “Ost-West” verbindung noch vollkommen offen. Insofern gibt es dahingehend keine vollendeten Tatsachen. Es ist auch nicht beabsichtigt die Schiene dann weiter auszubauen, falls diese erste Linie die Probleme löst und kein weiterer Bedarf ist, also noch nicht einmal das “ob” ist festgelegt (siehe 5.).

    5. Keine Technologieoffenheit/Flexibilität mit Schiene –> Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man sich jetzt für eine Stadtbahn entschieden hätte, könnte man in 10 Jahren entscheiden was sinnvoller ist auszubauen, den Schienenverkehr oder den Bus, Individualverkehr oder was es bis dahin gibt. Ohne Stadtbahn haben wir diese Technologie nicht mehr offen bzw müssen dann erst anfangen (Erweiterungen sind nicht so aufwändig wie die erste Strecke). Deswegen wurde nun erstmal nur eine Nord-Süd Verbindung geplant, um sich andere Möglichkeiten offen zu halten.

    Genauso mit den bereits 10Mio euro in die Planung geflossenen Geldern: Einerseits sind die Pläne nicht ganz ausgereift und man hätte sich mehr Planung gewünscht (kostet noch mehr Geld und Zeit, z.B. Bodenproben). Andererseits ist es schon zu viel Geld das versenkt wurde (man hätte also gerne noch viel früher mit noch weniger konkreter Planung abgestimmt).

    Auch gut das Argument, die Stadtbahn wäre zu laut und störend, andererseits zu leise und gefährlich für Radfahrer/Fußgänger die sie überhören/übersehen.

    Bezeichnungen wie “halbgares Mammutprojekt” zeigen obige Unentschlossenheit. Wenn es halbgar ist, also noch nicht einmal fertig (keine Folgeplanungen), wie kann man dann wissen ob es ein Mammutprojekt wird (gigantische feste Planung).

  • Boudicca

    |

    Es steht zu hoffen, dass diese widernatürliche graue Koalition des Stillstands endlich beendet wird. Damit Regensburg wieder atmen kann.

  • Schwan68

    |

    Der nackte Wahnsinn ist ja, dass einige meinen das Ergebnis wäre so, weil viele die Fragestellung des Ratsbegehrens nicht verstanden hätten.
    Man könnte aber auch meinen, dass gerade deswegen die Entscheidung so knapp war. Mal eben nur eine Planung fortführen, da kann man schon dafür sein, kostet ja noch nicht soviel.
    Hätte die Frage gelautet:
    “Sind Sie dafür, dass die Stadt versucht in den nächsten wenigstens 10 Jahren für mindestens 1000 Millionen Euro eine N-S verlaufende Stadtbahn zu bauen, deren Baustellen in der Zeit für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen, aber den Mief um immerhin fast 1% verringern werden?”
    Ich bin überzeugt, der Ausgang der Befragung wäre viel eindeutiger gewesen.
    Faszinierend finde ich das Beleidigtsein einiger Befürworter ob ihrer “Niederlage”, haben sie es sich doch nicht nehmen lassen, während der Diskussion die andere Seite mit allen zur Verfügung stehenden Phrasen (Rückwärtsgewandtheit…) und Allgemeinplätzen (technikfeindlich, ewig gestrig…) zu diffamieren und zu beleidigen und, als das Ergebnis absehbar war, dann auch noch in die rechte Ecke zu stellen.
    Sowas kommt von sowas. Und um mit F.W. Bernstein zu sprechen: Die größten Kritiker der Elche, waren früher selber welche.

  • Martin G.

    |

    Es bringt doch jetzt nichts mehr seinen Frust in diesem Chat loszuwerden. Zumal es nahezu ausschließlich Befürworter sind die hier den Chat befüllen. Und einer ist gescheiter als der andere … einfach nur amüsant.

    Steigt aufs Fahrrad, fahrt zum Biergarten und freut euch über‘s Leben. Regensburg hat viel zu bieten und wird immer viel zu bieten haben.

    Mit oder ohne Bahn.

    Es ist nunmal wie es ist.

  • Native

    |

    Ich verfolge als betroffener „Dorfdepp“ aus der Region die unzureichende Verkehrsanbindung an die prosperierende Stadt („die reiche Verwandtschaft“). Sie profitiert nicht unerheblich von der Kaufkraft und der Arbeitskraft der „Landeier“. So attraktiv scheint die Stadt als „Place of Residence“ wegen hoher Preise und Mieten nicht zu sein, wie der hohe Siedlungsdruck im Landkreis zeigt. Das muss gemeinsam bewältigt werden – Stadt und Land. Dazu ist die konstruktive Mitarbeit, ALLER, notwendig (OB, Landrätin, Stadträte, Kreisräte, Bürgermeister der Gemeinden), parteiübergreifend. So wird ein Schuh draus! Ein anderer Druck auf das Land Bayern und den Bund wäre möglich, um auf „Fördertöpfe“ zuzugreifen. Das erklärte Ziel ist die Angleichung der Verhältnisse (bisher nur leere Worthülsen) von Stadt und Land. Mit Fahrradwegen und Lastenfahrrädern mit „Sautrog“, allein, ist das oft wegen großer Distanzen, wetterbedingt und für alle Personengruppen nicht möglich. Viele Gemeinden betreiben in eigener Regie Bürgerbusse um die größte Not im Gemeindebereich (notwendige Besorgungen, Arztbesuche, Kitafahrten, usw.) für Leute ohne PKW, zu organisieren. Merke: Auf dem Land ist MIV wegen unzureichendem, flächendeckenden ÖPNV unverzichtbar. Wenn die Stadt den MIV rigoros ausschließen will, dann wünsche ich viel Spaß. Vermutlich liefert dann die Stadtbahn, die Lieferungen und Retouren der Online-Bestellungen. Auch die Erhöhung der Parkgebühren nach dem Modell bei den EM-Fußball-Austragungsstadien von 9€ auf 24€ ist möglich. Dann ist die Stadt autofrei, leider ist es mit der „reichen Verwandtschaft“ auch vorbei. 😊
    So kann man sich auch selbst „ins Knie schießen“ und „den Ast absägen, auf dem man sitzt“. Die Stadt glänzt seit Jahrzehnten durch Untätigkeit bei der Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur. So surfte man sehenden Auges auf der für den Fernverkehr bestimmten A93 (mit Paffensteiner Tunnel) zur Bewältigung des innerstädtischen Verkehrs. Das Hochziehen der Zugbrücken, wie im Mittelalter hat schon autistische Züge. Keine Nahverkehrsbrücken (Kneitinger Brücke, Sallerner Regenbrücke, Sinzinger Nahverkehrsbrücke, Hafenspange) und fehlender Anschluss der Regionen an den innerstädtischen ÖPNV.
    Dabei haben sich alle Parteien nicht mit Ruhm bekleckert. Schon OB Hans Schaidinger glänzte auf diesem Gebiet durch Passivität.
    Der ehemalige Landtagsabgeordnete Franz Rieger (Wahlspruch:“Wo Brücken fehlen, fährt die Fähre“), verhinderte die Nahverkehrsbrücke Sinzing, über die man übrigens auch mit dem Fahrrad fahren könnte. Wegen der Verweigerungshaltung der Stadt wurde die zweitbeste Notlösung, Fahrradbrücke nach Sinzing (12 Millionen €) realisiert, die überwiegend dem Freizeitverkehr der Stadtbürger dient.
    Die Kneitinger Brücke wurde nicht realisiert. Das Widerlager auf der Kneitinger Seite, steht da wie ein „Mahnmal“ in der Gegend. Aussage von OB Joachim Wolbergs (O-Ton): „Solange ich Bürgermeister bin, kommt diese Brücke nicht“.
    Angesichts dieser Historie kann einem die amtierende OB Maltz-Schwarzfischer schon fast leidtun. Sie erbte den Sack voller Probleme von ihren Vorgängern und kam dazu wie die Jungfrau zum Kind.
    So kann es nicht weitergehen. Keiner lebt für sich allein. Deshalb zum Mitschreiben: STADT UND LAND – HAND IN HAND!

  • JS

    |

    Zuerst wäre das geplante Netz ja erstmal ein Anfang gewesen, eine Linie C (West-Ost) war ja schon in der Schublade. Ich denke auch, dass der Landkreis nach und nach zur Überzeugung gekommen wäre die Stadtbahn in die Nachbargemeinden zu verlängern. Auch haben viele Leute mit dem höchsten Interesse ihre Stimme hierfür gar nicht abgeben dürfen, also Studierende mit Nebenwohnsitz im Studienort Regensburg, aber auch Pendler, die mit der Bahn zum Hbf oder nach Burgweinting (später Walhallastr.) fahren und dort auf die Stadtbahn umgestiegen wären. Die Stadtbahn wäre gerade mit dem geplanten Regio-S-Bahn-Konzept eine gute Symbiose eingegangen. Der Hauptvorteil wäre aber die entschärfte Situation beim Mangel am Fahrpersonal gewesen (Für das Lenken einer Trambahn ist der normale PKW-Führerschein Klasse B ausreichend). Wirklich schlecht finde ich das Taktieren der CSU und FW, bis vor ein paar Monaten bzw. Wochen wurde die Planung noch so mitgetragen. Dann ist man plötzlich dagegen, anstatt dann zu versuchen die Planungen anders zu gestalten. Ob das nicht der richtige Zeitpunkt ist andere Bündnisse im Stadtrat zu schließen? Am Ende haben vermutlich auch viele ohne zu überlegen die Stadtbahn abgelehnt, weil sich nicht umfassend informiert wurde und man denkt ohne Stadtbahn wirds weniger Stau. Zumindest hatte ich als Wahlhelfer den Eindruck – oft kam bei der Ausgabe des Stimmzettels die Aussage „Da bin ich sowieso dagegen!“.

    Ich hoffe die Stadt setzt die Dialogforen für neue Verkehrskonzepte fort, wir müssen uns als Stadtgesellschaft jetzt überlegen wie wir die Verkehrsbelastung reduzieren können.
    Ich hätte da ein paar Ideen:
    – Das Hauptradroutennetz wie nach dem Radentscheid beschlossen schnellstmöglich umsetzen
    – Die Ideen zum Holzgartensteg für Fuß- und Radverkehr wieder aufnehmen
    – Den zu Planungszeiten der Uni geplanten Eisbuckel-Steg für Fuß- und Radverkehr wieder in die Planung mit aufnehmen (könnte die Situation an der Galgenbergstr. entschärfen)
    – Obermünsterstr., Emmeramsplatz, Alten Kornmarkt und den Parkplatz Wöhrdstraße von Parkenden PKW befreien (weniger zu- und abfahrender Verkehr)
    – Jakobstr-Arnulfsplatz-Weißbergergraben-Keplerstr-Thundorferstr vom Durchgangsverkehr befreien (auch Fahrradstr. – würde auch die Altstadt vom Radverkehr entlasten)
    – Darauf drängen, dass der Freistaat die Planungen Anwohnerparkausweis-Gebühren für die Kommunen freigibt und dann die halbe Ortsübliche Miete dafür verlangen: also 12 qm x 0,5 x 12€/qm = 72€/Monat statt ca. 30€/Jahr – ich denke dann würden viele ihren selten genutzten PKW auch abschaffen. Flächenbedarf sollte einfach fair bepreist werden.
    – Und vielleicht wäre eine Seilbahn doch sinnvoll. Und zwar als Ausweichverkehrsmittel für die anstehende Sanierung des Pfaffensteiner Tunnels (13 Jahre), So dass zumindest die Einpendler in die Stadt zum Hbf/ZOB kommen. Eine Seilbahn könnte den Regen und/oder die Donau einfach überwinden und wäre schnell aufgebaut, steht nicht mit dem Straßenverkehr im Stau und ist ohne Fahrpersonal im Betrieb. Haltestelle könnten Lappersdorf (gibt’s hier P+R?), Alex-Center, DEZ, Arcaden, Uni/OTH sein (alles schon höhere Gebäude).
    – Auch könnte man für die Attraktivität des ÖPNV OnDemand-Verkehre wie KEXI in Kelheim testen (auch Ingolstadt macht das). Diese könnten Radzeiten (sehr frühs/spät) oder exotischere Strecken effizienter abdecken (also ohne immer über ZOB zu müssen). Auch hier brauchen die Fahrer nur einen PKW-Führerschein.
    – Schlussendlich braucht es einen Fahrrad- und Fußverkehr-Beauftragten, der auch die Ampelphasen entsprechend optimieren will.

    Das ist meine Meinung und meine Ideen dazu.

  • Aus Zucker

    |

    @Martin G
    Mich beschäftigt neben dem Frust über den Ausgang der Abstimmung auch dessen Zustandekommen. Eine Fakten basierte Abstimmung war es offensichtlich ja nicht. Desinformation und Populismus und der Umgang. Damit müssen wir aktuell auch in anderen Zusammenhängen umgehen. Und nach der Wahl ist vor der Wahl, ich für meinen Teil hätte mich wahrscheinlich schon 2 Monate früher mit den Grundlagen der Stadtbahn beschäftigen und das Thema mit möglichst Vielen besprechen sollen. Mein guter Vorsatz bezüglich Nationalismus und der AfD und der nächsten Wahl.

  • Burgweintinger

    |

    An alle Steuerzahler, die Angst hatten, dass ihre Steuer für unnötige Projekte wie z.B. Stadtbahn ausgegeben worden wäre…
    … die FTI Pleite hat dem Steuerzahler 600 Mio gekostet…, und für was? Für nichts…

  • Jens

    |

    Wer “sündigte” (RVV-Kuschel) ?

    Aus dem Koalitionsvertrag
    2.1.1
    Das Stadtbahnprojekt bedarf einer Anbindung des Landkreises, u.a. von Neutraubling sowie des nordwestlichen Landkreises
    2.1.2
    Wir erhöhen die Taktung der Busse und weiten die Fahrzeiten aus – gerade in den Morgenstunden vor 6 Uhr und abends nach 20 Uhr.

    Das 9. der „10 Gebote“ der Charette/Bürgerbeteiligung für den höherwertigen ÖPNV (Ziele für die Studie) lautete wörtlich: „Optimale Anbindung der Umlandgemeinden: ‐ 70.000 EinpendlerInnen in den Regensburger ÖV einbinden“

    Späte Beichte?

  • Native

    |

    @Aus Zucker12. Juni 2024 um 08:55
    Ich bin aus ihrem Beitrag nicht schlau geworden. Bitte klären sie mich auf, lassen sie mich nicht dumm sterben. Sollte ich ihren Beitrag falsch interpretieren, entschuldige ich mich im Voraus.
    Sollte ihre Konsequenz auf das Ergebnis des Bürgerentscheid über die Stadtbahn aber sein, dass sie bei zukünftigen Wahlen aus Frust, Wut und Zorn die AfD wählen, so reihen sie sich nahtlos in das Heer der Wutbürger ein, die ohne Überlegen der Folgen für unsere Demokratie und das Gemeinwohl nicht bedenken und die AfD mit einem wutgesteuerten „Denkzettel“ unterstützen. Die verfassungsfeindliche, rassistische, ausländerfeindliche, europafeindliche, rechtsextreme, Führungsebene der AfD dürfte nicht einmal ihnen verborgen geblieben sein. Wer so handelt, dem ist nur schwer zu helfen.
    Da hilft nur noch beten: „Herr lass Hirn vom Himmel regnen!“

  • Studi

    |

    @Native

    12. Juni 2024 um 11:39

    Es geht darum mehr Aufklärungsarbeit zu leisten und sich nicht darauf auszuruhen, dass das eigene Konzept faktisch das bessere/gut ist (in diesem Fall aus Sicht der Befürworter die Stadtbahn wg Kosten Nutzen Rechnung, Förderanteil Personalbedarf, …). Falschinformationen wie zum Beispiel die 104 db Lärm oder 1,2Mrd kosten etc kann man hoffen dass jeder selbst recherchiert oder mit anderen Angaben (z.B. von Seite der Stadt) gegencheckt und dann richtig entscheidet. Fast alle von Gleisfrei überprüfbaren Argumente kann man widerlegen. Meinungen wie zum Beispiel eine Erwartete Kostenexplosion (“ist doch immer so”) müssen auch von Fakten unterschieden werden (in diesem Fall wäre ein Fakt die Kostensteigerung einer abgeschlossenen Stadtbahnplanung in einer vergleichbaren Stadt). Vielen Menschen fällt eine solche Unterscheidung schwer. Ich empfehle jedem die “Flyer Gegenanalyse” der jeweiligen Seiten durchzulesen um methodische Unterschiede der beiden Seiten zu bemerken.

    Es gibt zwei Lösungsansätze:
    1. Mit Ihren eigenen Waffen schlagen: Plakate in Warnfaben z.B. “Grüne Gleise statt Autobahn” oder “Reifenabrieb, nein Danke”, Plakate mit der Gegenthese überkleben/danebenhängen (Stadtbahn zu laut -> Stadtbahn endlich leise). Einfach ein bisschen lauter rufen. Auch Plakate abhängen wäre möglich (es sind Plakate pro Stadtbahn auch verschwunden). Man kann buchstäblich jedes Plakat von Gleisfrei mit der Gegenteiligen Behauptung aufhängen und es ist nicht weniger glaubwürdig.

    2. Mach es besser: Immer wenn jemand etwas haltloses sagt, denjenigen auch darauf hinweisen, diskutieren, eventuell informieren über etwaige Fakten. Muss man in der Konsequenz dann auch mit fremden machen und auch mal mit Freunden streiten.

    Offensichtlich will keiner die erste Lösung, weil nicht konstruktiv. In diesem Fall hat die Stadt und die Stadtbahnbefürworter den zweiten Lösungsansatz versucht und ist gescheitert. Ähnlich gut funktioniert es beim “Kampf” gegen Rechts/die AfD. Dabei geht es mir nur um die Methodik, nicht um den Inhalt. Leider wird man im Fall zwei oft als bevormundend abgestempelt und es bildet sich Resilienz (keiner mag ein gutes Argument der Gegenseite hören, das er noch nicht kannte). Zudem sind die meisten Menschen überdurchschnittlich Risikoavers. Das zeigt sich hier in der Angst vor neuem. Einen neuen radikalen Umbruch schlechtzureden ist dann einfach, da reicht es schon zu sagen “was wenn irgendetwas schiefgeht?”. Deswegen wirken konservative/traditionelle Politiker auch oft so gelassen/Staatsmännisch: weil sie niemanden überzeugen müssen, sie müssen nur den Status quo bewahren. “Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen” kann man eigentlich in jeder Diskussion sagen in der etwas neues besprochen wird und es klingt immer vernünftig.

    In diesem Sinne zu Ihrem vorherigen Beitrag:
    “Ein anderer Druck auf das Land Bayern und den Bund wäre möglich, um auf „Fördertöpfe“ zuzugreifen.” –> Die Stadtbahn hätte hunderte Milionen an Fördergeldern eingetrieben.

    “Auf dem Land ist MIV wegen unzureichendem, flächendeckenden ÖPNV unverzichtbar.” –> Richtig und muss notwendigerweise auch beibehalten werden. Gleisstrecken lassen sich nicht überall hinbauen. Umso wichtiger ist es, dass wenn jemand in die Stadt muss er nicht mit dem Auto bis in die Innenstadt muss oder diese durchqueren. Deswegen P+R Anlagen am Stadtrand und dann alle gesammelt mit einer Stadtbahn ins Zentrum befördern, bzw am Zentrum vorbei (Nord-Süd-Achse) um keine Brücken zu verstopfen. Auf diesen P+R Parkplätzen kann man auch günstiger parken, weil mehr platz am Stadtrand.

    “Die Stadt glänzt seit Jahrzehnten durch Untätigkeit bei der Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur.” –> Es wurde eine Stadtbahn zur Lösung geplant, ist das nicht ein großer Schritt? Also getan wird etwas, die Bürger wollen es nur nicht.

    “Keine Nahverkehrsbrücken” –> Ich habe mich auch mal darüber beschwert. Allerdings muss man auch die Kosten und Instandhaltung einer Brücke beachten (12 Mio schon nur für eine Fußgängerbrücke, für Autos wohl eher ein vielfaches). Der Nutzen beschränkt sich dann nur auf die direkt anliegenden Gemeinden und stellt eher ein Konkurrenzprodukt zum ÖPNV dar. Zudem kann man mal vergleichen mit anderen Städten und zu dem Schluss kommen dass Regensburg relativ viele Brücken hat.

  • Aus Zucker

    |

    @Native
    Nichts liegt mir ferner, ist diese Partei zu unterstützen, Welche Minderheiten ausgrenzen und sozial schwache, weiter benachteiligen möchte.
    Im Gegenteil: demokratische Pflicht besteht in eigener Mündigkeit und eintreten gegen Desinformation. Ich hätte das in Bezug auf die Stadtbahn im Nachhinein gerne früher getan, nehme es mir nun in Bezug auf die AfD zum Vorsatz:)

  • Postina

    |

    Hallo Gleisfrei,
    tun Sie mir bitte den Gefallen und überlassen Sie in Zukunft ” gute und intelligente städtische Verkehrsplanung” anderen, die sich damit auskennen.
    Sollte die Verkehrswende nicht eine ökologische sein?
    Wie passen da die von Ihnen als Alternative geplanten elektrischen Doppelbusse da hinein? Hat sich noch nicht rumgesprochen, dass Elektromotoren nur für kleinere Fahrzeuge sinnvoll sind? Die Batterien müssten riesengroß und schwer sein. Oder ist das Problem mit der Speicherung von Elekroenergie doch schon gelöst? Lithium und andere seltenen Erden
    müssten auch beschafft werden.
    Ist der Schienenverkehr nicht mehr der energieeffizienteste? Ihre “Quell -Ziel- Analyse” sagt offensichtlich jetzt schon was anderes.
    Das Umsteigen von Bahn auf Bus scheint Sie sehr zu beschäftigen. Offensichtlich benützt man in ihren Kreisen den ÖNVP nicht gerade oft, dann wüsste man, dass es dann ein Problem wird, wenn man auf die Anschluß nicht nur fünf sondern dreißig Minuten warten muss. (Die Zeit fürs Umsteigen wiegt die vermiedene Parkplatzsuche in etwa auf.)
    Der “Einstieg in den Umstieg” ist sicher nicht leicht.
    Das Projekt der Stadt für die Stadtbahn mag verbesserungswürdig sein, ob aber das geballte Wissen bei Gleisfrei vorhanden ist, möchte ich bezweifen.
    Und welche Schule jetzt statt der Stadtbahn gebaut wird, das würde mich sehr interessieren

  • Dominik Müller

    |

    Studi, 12. Juni 2024 um 13:25
    *Deswegen P+R Anlagen am Stadtrand und dann alle gesammelt mit einer Stadtbahn ins Zentrum befördern*
    Genau das war ja nicht einmal ansatzweise geplant.
    P+R an der Autobahnausfahrt Prüfening, Großparkplatz Donau-Arena: keine Stadtbahn
    Mobilitätsdrehscheibe, Dachauplatz: das Gegenteil vom Stadtrand
    künftiger Bahnhof Walhallastraße: zu wenig Stellplätze
    P+R Jahnstadion: Bus ist schneller bis zum Dachauplatz als die Stadtbahn

    2026 sind Wahlen, danach gibt es eine einen neuen Stadtrat, und ich vermute, dass dieser keine Stadtbahn plant.

  • Native

    |

    @Dugout 10. Juni 2024 um 16:56
    Ihr Kommentar ist sehr entlarvend – auf so eine Argumentation muss man erst mal kommen. Geht’s nicht noch ein bisschen billiger.
    Ihre Entscheidung beim Bürgerentscheid zur Stadtbahn, ähnelt sehr dem Wahlverhalten der AfD Wähler die aus Frust, Enttäuschung, Wut, Unzufriedenheit oder Trotz, bei der Europawahl, ihre Entscheidung für eine Partei getroffen haben, die nicht einmal vom rechten Flügel im Europaparlament EKR (obwohl den Wählern vorher bekannt), toleriert wird. Da muss man erst mal draufkommen.
    „Nur die dümmsten Kälber, wählen ihren Metzger selbst!“
    „Herr schau oba, das as selber siegst!“

  • Wuzzi

    |

    @Postina 12.06. 18:21
    Sie haben recht, die Tram ist ein kleineres Fahrzeug, mit 300 Personen besetzt wiegt es nur 100 Tonnen, und hat deshalb den nur für kleinere Fahrzeuge geeigneten Elektromotor. Und von der Eisernen Brücke bis zum Hbf sollte die Tram oberleitungslos mit winzigen Batterien fahren.

  • Daniela

    |

    Verehrte Forumsteilnehmer kann man das Bürgervotum nicht einfach einmal so annehmen, wie es gefallen ist?

    Es bringt im Moment nichts, diese “Sau weiter durchs Dorf zu treiben “.

    Es bringt nichts, sich gegenseitig Fehler, Nichtwissen und anderes zu unterstellen, dies alles wird das Bürgervotum nicht mehr ändern.

    Es wird an der Verwaltung und den Planungen liegen, dieses Ergebnis an zu nehmen und schnellstmöglich neue, tragfähige, zeitnah umsetzbare, finanziell stemmbare Konzepte für Regensburg zu erarbeiten. Und dies möglichst so, dass sich viele Bürgerinnen darin eingebunden sehen. Egal, ob als Radler, Öffis, Fußgänger oder Einpendler…

  • Öffinutzer

    |

    Auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich eher das schwammige “Stadt-Umland Argument”. Wenn der Landkreis wenig Initiative zeigt sich zu beteiligen, hat die Stadt keinen Grund eine Öffi Verbindung in den Landkreis zu planen, sondern kann sich auf die eigenen Verkehrsprobleme konzentrieren.

    In Wien gibt es mit der Badner-Bahn genau eine Stadtbahnverbindung, die nicht durch die ÖBB, sondern durch die Wiener Stadtwerke verwaltet und betrieben wird.

    Warum nicht mehr nach Niederösterreich?

    Kein Interesse sich finanziell an Verlängerungen zu beteiligen, vermutlich auch auf Grund der politischen Gegensätze (rotes Wien | schwarzes Niederösterreich).

    Warum soll also die Stadt Regensburg den gordischen Knoten lösen, wenn man als Stadt auch ohne Landkreis erst einmal planen kann und ihn so durchlagen kann. Planungszeit + Bauzeit Stadtbahn Regensburg vermutlich 20 Jahre.

    S-Bahnnetz an denen sich auch der Landkreis gleichermaßen beteiligt? 2160?

  • Studi

    |

    @Dominik Müller
    12. Juni 2024 um 18:58

    Im Süden ist mit dem Jahnstadion eine gigantische P+R station die direkt von der Stadtbahn angefahren wird. Der Vorteil liegt nicht darin schneller zu sein als der Bus, sondern mehr Kapazität zu bieten und gleichzeitig das Netz zu vereinfachen (Stadtbahn vs Linien 11,7,3(?) an unterschiedlichen Haltestellen). Aktuell ist das Konzept P+R am Jahnstadion eher ein glücklicher Zufall, dass da ein paar Buslinien vorbeiführen. Im Moment ist das sehr unbequem und ich komme nur zum Dachauplatz. Dort muss ich dann umsteigen falls ich in den Stadtnorden will (d.h. wenn ich in die Stadt “durchqueren” muss). Das Jahnstadion bedient auch die von ihnen geforderte Autobahnausfahrt Prüfening, da nur wenige Ausfahrten weiter (Park and ride nicht mit Park and stay verwechseln und an jeder Stelle P+R fordern). Das Eisstadion ist vermutlich schon zu weit in der Stadt als dass man dort eine P+R installieren will. Das ist dann schon eher nur P. Bahnhof Walhallastraße ist ja noch nicht zu Ende geplant. Ich könnte mir Vorstellen dass da noch etwas kommt, oder an anderer Stelle im Stadtnorden, wo es im Moment ja sowieso keine Infrastruktur dahingehend gibt. Die Stadtbahn hätte dazu auch anreize gesetzt. Ironischerweise sind zu wenige Parkplätze am Walhallabahnhof auch kein Problem –> Dann können sie ja auch direkt mit der Bahn kommen und an einem vorherigen Bahnhof parken, zumindest so die langfristige Vision. Die Stadtbahn mag das P+R Problem im Stadtbahn nicht sofort lösen, aber es gibt die Möglichkeit es in Zukunft lösen zu können.

    @Native
    12. Juni 2024 um 19:57
    Der Unterschied zur Wahl der AfD ist das mit der Stimme für die Stadtbahn die “Saboteure” von CSU und FW abgestraft werden sollen, um zu zeigen, dass man Konstruktive Projekte besser findet, als einfach immer gegen jede Veränderung zu sein, bzw Projekte um den Status Quo zu verfestigen. Bei der AfD ist es umgekehrt, diese werden gewählt weil man die Veränderungen von links abstrafen will, also Konstruktive Projekte (links=progressiv, rechts=konservativ) und lieber den Status Quo beibehalten will bzw sogar die Zeit zurückdrehen.

    @Wuzzi
    12. Juni 2024 um 21:09
    Ein Bus soll wohl mind 100km mit einer Batterie fahren, zudem hat er wegen Rollreibung mehr Stromverbrauch pro km und pasagier als Schienenverkehr. Die Stadtbahn hätte knapp einen km mit Akku gefahren und dann wieder aufgeladen auf der Fahrt. Entsprechend ist der Akku in etwa hundert mal so groß beim Bus.

  • Railexpert

    |

    Der Schienenpersonen-Nahverkehr SPNV WIRD Vom Land Bayern bestellt und bezahlt. Was die Regio-S-Bahn Regensburg betrifft, so ist dort die Planung schon sehr weit fortgeschritten. Nachzulesen auf der Hompage der Bayrischen Eisenbahn Gesellschaft BEG, einem Unternehmen des Bayrischen Wirtschaftsministeriums.

  • E. Schiedeck

    |

    Ich denke, dass die Gegner dieses tollen urbanen Konzepts ihr Gaspedal über alles stellen.. Dann macht doch weiter mit Verkehrsinfarkt zur Rush hour, verpestet eure Umwelt, freut euch über die Stille Zeit im Stau! Ja, rückwärtsgewandt muss man es nennen! Ich möchte allen eine Woche Busfahren verordnen, damit die Herrschaften erahnen lernen, um was es geht!

  • Dominik Müller

    |

    @studi (13.Juni, 8:18 Uhr) Ich fordere doch keine neuen Parkplätze im Stadtgebiet! Sie kennen nur die bestehenden P+R-Angebote nicht. Weder im Westen noch am Jahnstadion:
    https://www.das-stadtwerk-regensburg.de/p-r-west
    Vom Jahnstadion über den Dachauplatz in den Stadtnorden und zurück geht es zur Normal- und Hauptverkehrszeit alle 10 Minuten mit den Linien 3 und 5 vom selben Bussteig aus, der 5er beginnt und endet nicht zufällig beim P+R-Parkplatz. Ihre Irrtümer erklären freilich, dass Sie Verbesserungen durch die Stadtbahn sehen, weil Sie das bestehende Busangebot komplett ignorieren und nicht erkennen wollen, dass die Stadtbahnplaner offenbar kein P+R wollten.
    Bei folgendem (Studi, 12.Juni, 13:25 Uhr) gebe ich Ihnen recht.
    *Es geht darum mehr Aufklärungsarbeit zu leisten*

    @E.Schiedeck Ihre pauschale einfache Denkweise wird niemanden überzeugen.

  • Studi

    |

    @Dominik Müller
    13. Juni 2024 um 16:53

    Dass Sie keine Parkplätze in der Stadt fordern habe ich nicht behauptet und auch nicht aus ihrem Beitrag ablesen können.

    Dass die Linie 5 auch das Jahnstadion anfährt wusste ich nicht. Umso besser! Dann könnten wir diese Linie mit einer Stadtbahn gleich obsolet machen zusammen mit der 3. Eines der Hauptargumente der Stadtbahn war dass man mehrere Buslinien die die selbe Strecke abfahren durch eine einzelne Stadtbahn mit größerer Kapazität ersetzen können. Die Busse können dann eine Feinverteilung gewährleisten und müssen nicht mehr stupide zum Hbf fahren. Den P+R west anzubinden bei einer Nord-Süd Verbindung ist schwierig, wäre aber in ferner Zukunft in der Planung sogar möglich gewesen! (abgesehen davon ist diese P+R station eher ein konkurrenzprodukt für mitarbeiter der barmherzigen Brüder, die keine Mitarbeiterparkplätze haben, hab ich mir sagen lassen). Wie gesagt ist der P+R west im Vergleich zum Jahnstadion auch nicht attraktiver, da man nur wenige minuten per Autobahn entfernt ist (auf der man idR anreist wenn man zum P+R west will). Ein P+R am Walhalla bahnhof war angedacht. Sie sehen also mehr P+R anbinden an die Planung geht gar nicht mehr. Weitere dezentrale Park+Ride Angebote zu schaffen widerspricht wie gesagt dem P+R ansatz.

Kommentieren

Ich bestätige, dass die hier von mir eingegebenen persönlichen Daten auf regensburg-digital.de bis auf Widerruf gespeichert werden dürfen.
drin