Flüchtlinge: Angespannte Bürgerversammlung

„Die Zeiten haben sich geändert.“

Bürgerversammlung zu einer Flüchtlingsunterkunft in Königswiesen. Es geht hoch her.

Bürgerversammlung

Die Stimmung ist angespannt. Immer wieder gibt es Applaus. Es wird geklatscht für diejenigen, die den Bolzplatz unbedingt erhalten wollen, die „schwierige Verkehrssituation“ ins Feld führen und andere Standorte quer übers Stadtgebiet vorschlagen. Beifall gibt es auch für eine Frau, die sich ängstigt, dass das doch „so viele Menschen“ seien, die dort wohnen werden. Und als eine andere erklärt, dass man doch von Massenvergewaltigungen und Prostitution wisse, wenn man mal „etwas anderes als die Mainstreammedien“ lese, kommen noch zustimmende Pfiffe hinzu. Ein Mann in der ersten Reihe brüllt den Oberbürgermeister an: „Sprechen Sie ins Mikro.“

„Unverschämtheit!“

Bürgerversammlung in der Dreifachturnhalle Königswiesen. In dem Viertel soll bis Ende 2016 eine Flüchtlingsunterkunft für 150 Menschen entstehen. Der Bolzplatz an der Boelckestraße gilt als wahrscheinlichster Standort. Und nicht nur Bewohner der beschaulichen Einfamilienhäuser in unmittelbarer Nähe tragen am Dienstagabend Bedenken vor. Auch aus der über einen Kilometer entfernten Ganghofersiedlung sind einige Bürger gekommen. Nach den ersten Wortmeldungen ist Joachim Wolbergs kurzzeitig so gereizt, dass man meinen könnte, die Diskussion würde gleich aus dem Ruder laufen. Es kommt zu Wortgefechten. Ein Mann, dessen alternativen Standortvorschlag Wolbergs mit einer kurzen Bemerkung vom Tisch wischt, verlässt erbost die Versammlung. „Unverschämtheit“, murmeln seine Sitznachbarn.

1.400 neue Plätze für Flüchtlinge muss Regensburg binnen eines Jahres schaffen. 100 werden gerade am Weinweg fertiggestellt, 700 kommen – das sagt Wolbergs am Dienstag erstmals – ins Kasernenviertel und 150 sollen es in Königswiesen werden. Und es ist die bislang erste Bürgerversammlung zu diesem Thema, bei der es etwas heftiger zugeht.

Der Hetzer und die Krawallnudel

"...der ach so ganz besonders gute Gutmensch..." Peter Kittel in seinem neusten Pegida-Potpourri. Foto: Archiv/ Herbert Baumgärtner

„…der ach so ganz besonders gute Gutmensch…“ Peter Kittel richtet bei Durlaucht den „romantischen Weihnachtsmarkt“ aus. Foto: Archiv/ Herbert Baumgärtner

Kippt sie also, die Stimmung – so wie es sich der Herausgeber der Regensburger Stadtzeitung und Veranstalter Peter Kittel in seinem neusten Hetzpamphlet geradezu herbeiwünscht? Fallen Äußerungen von Regensburgs Glamour-Krawallnudel Gloria von Thurn und Taxis, die kürzlich via TV Aktuell verbreiten konnte, dass Flüchtlingsbewegungen „eine Art Krieg“ seien, auf fruchtbaren Boden?

"MegaIn": Kittels aktueller Erguss.

„MegaIn“: Kittels aktueller Erguss.

Betrachtet man den gesamten Verlauf der Diskussion am Dienstagabend, dann kann man diese Frage trotz aller Kontroverse mit Nein beantworten. Es kommen nämlich auch andere Stimmen zu Wort. Er sei ratlos, über das, was hier laufe, sagt ein älterer Herr. „Wir sollten uns damit beschäftigen, was wir tun und wie wir helfen können.“ An die rund 300 Anwesenden gerichtet, fügt er hinzu: „Das ändert nichts an Ihren Bedenken, aber wenn es so ist, dass die Menschen da sind, dann geht uns das doch was an.“

Sie sei alles andere als „ein naiver Gutmensch“, sagt eine Frau aus der Ganghofersiedlung wenig später. „Ich fühle mich nicht wohl. Ich habe Ängste und ich glaube auch nicht, dass das alles so einfach funktionieren wird.“ Zuschauen und nichts zu tun sei aber keine Lösung. „Wenn wir nicht versuchen, etwas zu tun und damit umzugehen, wer dann? Die Zeiten haben sich geändert. Und ich will später sagen können: Ich habe es zumindest versucht. Polarisieren führt zu nichts.“

Wolbergs: „Wahlkampf war schöner.“

In einigen Sitzreihen wird angesichts solcher Wortmeldungen zwar gegrummelt, aber vor allem applaudiert. Die Stimmung beruhigt sich wieder. Es sind die verkehrlichen Bedenken, vor allem aber der Wunsch, den Bolzplatz im Viertel zu erhalten, die Kritikpunkte, die bleiben. „Ein starkes Argument“, wie Wolbergs einräumt. Ebenfalls verspricht er, noch zwei weitere Standorte prüfen zu lassen, ehe er die Entscheidung dem Stadtrat vorlegt – auch den Vorschlag des Mannes, der zuvor die Versammlung verlassen hat. Doch den meisten Anwesenden ist schon an diesem Abend klar, dass der Bolzplatz wohl der Unterkunft weichen wird.

"Glauben Sie, das macht mir Spaß?" OB Wolbergs. Foto: as

„Glauben Sie, das macht mir Spaß?“ OB Wolbergs. Foto: as

Am Ende wird der Oberbürgermeister persönlich: „Glauben Sie, dass mir das Spaß macht, so eine Bürgerversammlung? Ich weiß doch, was mich da erwartet. Wahlkampf war schöner. Da konnte man überall hingehen und den Leuten alles versprechen.“ Gelächter breitet sich nun in der Turnhalle aus – auch bei den Kritikern der Unterkunft. Ganz so schlecht scheint die Stimmung also doch nicht zu sein.

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Kommentare (40)

  • Kernel

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    Auf dem Foto sind in der Mehrzahl ältere Mitbügerger zu sehen. Gerade sie sollten doch wissen, dass es genügend Fluchtgründe gibt. Aber unter den Menschen, die sich so vehement gegen Flüchtlinge bzw. deren (dürftigen und teilsweise unmenschlichen) Unterkünfte in den eigenen Wohngebieten aussprechen und auch noch diffuse Ängste haben, ist bestimmt niemand aus der ehemaligen DDR bzw. musste niemand im Verwandten- oder Bekanntenkreis nach dem Krieg aus dem Osten fliehen. Dazu trieb es auch aus Deutschland vor langer Zeit viele Menschen aus Armut in ferne Länder – heute würde man wohl den dümmlichen Begriff „Wirtschaftsflüchtlinge“ benutzten. Hat einigen von uns der Wohlstand so vergesslich und hartherzig gemacht? (und mit Massenvergewaltigungen Ängste zu schüren steht gerade uns in keinster Weise zu).

  • Ida Schuster

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    Ich bin sicher die Leute ärgern sich vor allem über das Verhalten von ‚ihrem Wolle‘ den sie mal gewählt haben. Die Ängste und Bedenken sind da meist nur vorgeschoben.

  • der Kern

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    In der Altmühlstraße in Regensburg wurde ein wunderschönes neues Landratsamt gebaut. (Der kleine Park, der vorher noch ein grünes Fleckerl für Tier und Mensch war, wurde sang- und klanglos an einem frostigen Dezembermorgen gerodet – aber darum gehts hier nicht.)
    Neben diesem wunderschönen neuen Landratsamt steht jetzt das alte gleich daneben leer. Grob überschlagen könnte man darin bestimmt 150 neu ankommende Menschen eine vorübergehende Unterkunft anbieten.
    Die Versorgung mit Essen könnte die große Kantine im wunderschönen neuen Landratsamt mit übernehmen, und ein paar Beamte würden sich bestimmt auch finden, die die ersten Schritte der Neuankommenden begleiten könnten.
    Sicher wären ein paar Umbauten nötig, aber das dürfte sich finanziell in einem geringen Rahmen halten.
    Wie findet Ihr den Vorschlag?

  • Tobias

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    @der Kern:
    Nein. Ich wohne in der Altmühlstraße und wir haben bereits 2 (!!) Lager dort. Die Sporthalle Nord mit ihren Sichtschutzplanen und das Autohaus. Es laufen schon genug Jugendclans hier herum, die einen mustern. Polizeieinsatz hatten wir auch schon. Die Busse an den Haltestellen sind bei den Massen auch gerne mal knallvoll. Es reicht. Wie wir’s denn mit Oberisling? Da ist genug Platz..

  • Heinz

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    „der Kern“: Der Vorschlag ist super, nur ich schätze mal, dass die Grundstücksfrage dort ausschlaggebend sein wird. In obigem Fall sucht die Stadt und nicht der Landkreis nach Unterkünften.

  • Tobias

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    Außerdem sei zu erwähnen, dass das Landratsamt saniert wird. Es wurde schließlich ein Neubau errichtet, da die Kapazitäten knapp wurden. So viel ich weiß, soll das olle Betonding sogar „denkmalgeschützt“ stehenbleiben. Aber wie gesagt, zwei Lager auf 500 Meter Luftlinie reichen. Schlimm genug, dass sich im NORMA schon die Alkoholiker abstechen (wie im August oder September) und die Verkehrssituation dank Durchfahrts-, Amts-, Liever- und Donnerstags auch Marktverkehr auch schon ausgereizt ist.

    Falls es etwas bitter aufstößt, was ich meine: In dem Autohaus sind nun mal nur unbegleitete Jugendliche. Wenn ich Abends von der Arbeit komme und aus dem Bus steige laufen die dann in Grüppchen herum. Es muss ja nicht Mord und Totschlag sein, aber wie man hier auf Regensburg-Digital in den Polizeiberichten lesen kann knüppeln sich im konkreten Falle vier Syrer auf dem Domplatz mit Flaschen. Da fühlt man sich nicht wohl, wenn dann sechs, sieben Kapuzen-Kerle an einem vorbeilaufen und von oben bis unten mustern. Vom Polizeieinsatz, den Zerstörungen am Gebäude (Fensterläden hängen herunter, Scheiben zertrümmert) sowie am hohen Verschmutzungsgrad (Sandalen, Fahrräder, Handtücher, Pappkartons, Essenreste) auf dem Gelände ganz zu schweigen.

    Sorry, das ist nun mal die Wahrheit. So ist es. Ein drittes wäre wirklich zu viel. Ich weiß auch gar nicht, wie man auf die Idee kommt, das so zu bündeln? Wutzlhofen und Oberisling, Graß und Ziegetsdorf haben auch genug Platz und Möglichkeiten. Unterm Sender, auf den Freiflächen, auf dem Kontinental-Arena-Parkplatz.. Ach, ich vergaß: Da sind ja die Grundstückspreise alle hoch, mit Anwälten, die das zu verhindern wissen. Deshalb alle in ein 1970er-Wohngebiet?

  • Ronald McDings

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    @ Stefan Aigner

    Die Tücke liegt im Detail, und das ist eine blaue Markiernadel auf dem Google-Bild.

    Die Markiernadel samt Schriftband zeigt pfeilgerade nicht auf den zur Debatte stehenden Bolzplatz/Flüchtlingsheimerwartungsplatz, sondern auf das bebaute Anwesen Boelckestraße 38, die Immobilie der Dömges AG.
    Bei der „angespannten Bürgerversammlung“ ging’s aber um das noch unbebaute – sieht man von zwei Fußballtoren und einer Bank aus Baumstammhälften ab – (städtische) Anwesen Boelckestraße 40 westlich des Grundstücks Boelckestraße 38, ergo das Eckgrundstück Boelckestraße/Klenzestraße.
    Auch verdient es der Darstellung, daß „der kurzzeitig so gereizte Joachim Wolbergs“ (leider ist der Stimmungsvulkan Woli nicht gefühlseruptiv detoniert: beim Sohn eines Altphilologen wäre sicherlich das Spektakel einer plinianischen Eruption zu erwarten gewesen) zwar „den Bolzplatz an der Boelckestraße als den wahrscheinlichsten Standort gelten ließ“, jedoch erklärte, „er präferiere (O-Ton Woli) im Zweifel den Freiplatz beim städischen Jugendzentrum gegenüber dem KÖWE aus logistischen (O-Ton Woli) Gründen“.
    Auch zeigte sich Vulkan-Woli nicht abgeneigt, einen Vorschlag aus der Reihe von „Wortgefechten“ durch die Verwaltung prüfen zu lassen, ob denn nicht durch die Opferung von „etwa hundert Bäumen“ (O-Ton Versammlungsteilnehmer) die Flüchtlingsbeherbergungsbaulichkeit auf dem Gelände der städtischen Baumschule realisiert werden könnte.

  • Done

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    @Redaktion r-d / Zunächst möchte ich mich für diesen ausnahmsweise recht WERTUNGSFREIEN und sehr informellen Artikel beim Verfasser bedanken. Weiter so! Ich freue mich schon auf eine ebenso neutrale Berichterstattung über die Schlägerei zwischen den vier Flüchtlingen am Neupfarrplatz. Vielen Dank im Voraus Herr Aigner.

  • Stefan Aigner

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    @done

    Mit der Schlägerei handhaben wir es wie mit fast allen Schlägereien im Stadtgebiet: Der Pressebericht ist eins zu eins in unserer Pressemitteilungsrubrik veröffentlicht.

  • bernd

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    „vier Syrer prügeln sich auf dem Marktplatz“ ist ein Beweis per Beispiel :)

  • Mr. T

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    Die „Besorgten Bürger“, die wollen doch gar nicht, dass ihre Ängste ernst genommen werden, die wollen doch nur ihre Vorurteile bestätigt sehen. Wenn dann Polizeistatistiken vorgelegt werden, die das Gegenteil belegen, ist das „von oben gesteuert“ oder „Lügenpresse“. Wenn aber in den asozialen Medien von angeblichen Straftaten von Zuflucht Suchenden, die es nie gegeben hat, glauben sie es gerne, ist es doch Wasser auf ihre Mühlen. Wenn dann mal vier Syrer über die Stränge schlagen, ist es der Untergang des Abendlandes, während es bei ihresgleichen zur Folklore gehört. Unterm Strich haben sie nur Angst, dass ihnen jemand den Platz auf der sozialen Hängematte streitig macht. Dass ihnen das arbeitsscheue Gesindel die Arbeit wegnimmt, kanns ja wohl kaum sein.

  • Hera Dorinth

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    Irgendwie verkehrte Welt?
    Es regt sich mancher auf, weil RD einen Polizeibericht über eine Schlägerei unter Flüchtlingen abbildet.
    Über ein Foto von RD bei denen Regensburger Bürger gezeigt und zum großen Teil eindeutig identifiziert werden können wird nicht mal nachgedacht. Worin liegt hier der Informationsgehalt?
    Sollen durch solche Heckenschützenfotografen die Besucher von künftigen Bürgerversammlungen abgehalten werden?
    OB Wollbergs sollte hierzu eindeutig Stellung nehmen, ob Fotografen überhaupt noch zugelassen werden.

  • Stefan Aigner

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    @Hera Dorinth

    „Heckenschützenfotografie“…langsam wird es lächerlich. Das ist ein Überblicksfoto einer öffentlichen Bürgerversammlung. Jeder/r konnte sehen, dass fotografiert wird. Rechtlich gesehen ist das auch eindeutig erlaubt.

  • Regensburger

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    Ich liebe diese Demokratie. Ich finde persönlich diese Bürgerversammlungen grundsätzlich für überflüssig. Erst werden die Bürger einberufen um ihre Meinung zu sagen und dann wird es sowieso gemacht wie die Politiker selbst entscheiden. Stuttgart 21, Dritte Startbahn, Stromtrassen und viele weitere (politische) Projekte. Die Flüchtlingspolitik ist ein willkommenes Thema unsere Regierung damit sie unsere steigende Kinder – und Altersarmut in eigenem Land verschwiegen können. Keiner spricht die Wahrheit. Nicht nur die Schlepper aber auch viele Menschen in Deutschland werden durch die Zuwanderung nach Deutschland reich. Es werden neue hochbezahlte Beamtenstellen beschaffen, neue Ämter eingerichtet, die selbstverständlich aus den Steuergeldern finanziert sind. Wie paradox das klingt, wenn ein Politiker behauptet, dass die Flüchtlinge nicht vor den Harz IV Empfänger bevorzug sind weil sie um 40 Euro (monatlich) weniger Unterstützung kriegen. Haben die Flüchtlinge in den vergangenen Jahren wie die meisten Harz IV Empfänger auch die Steuer bezahlt? Es ist unbestritten aber oft verschwiegen, dass nicht allen Menschen im Deutschland gut geht. Tatsächlicher Reichtum liegt natürlich nicht bei den „normalen“ Bürgern und Steuerzahler. Die Behauptungen, dass Deutschland trotzt den 2,2 Billionen Euro Staatschulden das reichte Land Europa ist, ist eine wirtschaftspolitische Lüge. Verschwiegen bleibt, dass jedes Jahr aus Bundesrepublik Deutschland mehr als 150 Tausend hochqualifizierte Deutsche wandern aus. Grund – schlechte Bezahlung, keine berufliche oder Existenzperspektive und nicht vergessen die zu große Bürokratie. Für jede Euro mehr müssen die Beschäftigten streiken und hart kämpfen. Dieser soziale Kampf um die Existenz betrifft natürlich die Beamten wie auch die Politiker nicht. Aber wie sagte Frau Merkl, Streiken und damit ein soziale Kampf um die eigene Existenz, gehört zu der Demokratie (parlamentarische Demokratie). Eigene Meinung zu sagen kann zurzeit in Deutschland auch als Rechts Populismus verurteilt werden. Also liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Mund halten und weiterhin nicht mehr sich zu viel aufregen, es wird sowieso gemacht wie die Politiker (wie immer) selbst entscheiden. Diese Diskussionen dienen meistens nur das Volk zu spalten.

  • joey

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    die Flüchtlinge sind zunächst mal „fremd“.
    Die Flüchtlinge fühlen sich fremd, die Einheimischen empfinden die Flüchtlinge fremd. Es gibt da Unterschiede in so vielen Bereichen, ohne genaue Grenzen ziehen zu können. aber Unterschiede gibt es – wohl auch deswegen „mustern“ viele Flüchtlinge die Passanten. Die Passanten mustern die Flüchtlinge. Man beobachtet sich in einem natürlichen Mißtrauen.

    Mißtrauen ist natürliches Artverhalten der Menschen/Tiere, nicht gleich rechtsradikal oder kriminell.

    Wie groß der Anteil an Kriminellen unter den Flüchtlingen ist, kann derzeit niemand sagen, wir wissen ja gar nicht, wieviel Flüchtlinge es überhaupt sind. Flüchten können in jedem Fall nur die, die das Geld dazu haben oder das Geld dazu jemandem abgenommen haben.
    Wir wissen es nicht, daher ist Vorsicht auch nur natürliches Artverhalten. Man sollte deswegen trotzdem nicht in Panik geraten, auch wenn uns die Bundesregierung durch offensichtliches WunschdenkenBlaBla regelmäßig da hin drängt…

  • Silvia Gross

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    Als ehrenamtliche Helferin und Flüchtlingspatin kann ich vor allem eines sagen: Die Flüchtlinge fühlen sich fremd und verunsichert. Ich habe noch keinen kennen gelernt, vor dem ich mich gefürchtet hätte. Sie hoffen auf Ruhe und Akzeptanz nach oft traumatischen Erlebnissen in Syrien oder auf der Fluchte. Menschen, deren Kinder oder Ehepartner getötet wurden, zum Beispiel. Die haben anderes im Sinn, als uns zu ängstigen. Viele sind äußerst lernwillig, fragen nach unserer Kultur und üben Deutsch. Ich sage das aus der Erfahrung vieler Stunden, die ich mit den Flüchtlinge verbracht habe. Etliche Mitbürger, die wüste Behauptungen aufstellen oder sich pauschal ängstigen, haben wahrscheinlich noch mit keinem Syrer oder Iraker gesprochen. Reden hilft. Kennen lernen auch.

  • Auch Regensburger

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    Diese Diskussion gefällt mir gar nicht. Als überzeugter Demokrat muss ich sie aber aushalten. Es zeigt aber auch, dass diese Staatsform, wie bereits Aristoteles feststellte nicht erst Winston Churchill, eine der schlechtesten ist. Vox populi ist beeinflussbar und nicht von Rationalität geprägt. Soviel Vorrede!

    Die Auswahl des Standortes ist vielleicht nicht die Beste, ob es einen anderen gibt, vermag ich nicht zu sagen. Die Stellungnahmen in diesem Forum zeigen mir eher, dass diesen Standort nicht geben wird. Es wird gerade so getan, als ginge es um Pesthäuser, die nach dem Floriansprinzip verschoben werden sollen. Erstaunt war ich, der die Diskussionen vergangener Zeiten kennt, wie reibungslos die Standorte in den ehemaligen Kasernen akzeptiert wurden. Stolz auf diese sich gewandelte Stadtgesellschaft verspürte ich. Aber es war ein offensichtlicher Trugschluss.

    Meine Schwester und ich sind im Stadtosten aufgewachsen, wir waren die Flüchtlingskinder, obwohl in Regensburg geboren. Wir waren anders, weil unsere Eltern als Heimatvertriebene in Regensburg gelandet waren und sich hier ein Nest aufbauten. Die DDR-Flüchtlinge, im Amtsdeutsche SBZ-Zuwanderer genannt, die Heimatvertriebenen und die Volksdeutschen waren nach dem Krieg auch nicht willkommen. Sie mussten vieles hinnehmen, ertragen. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Ankömmlinge aus dem Morgenland anders beurteile.

    Im Laufe meines Lebens habe ich erfahren, dass es gute und schlechte Menschen in allen Religionen, in allen Ethnien gibt und von Hetzern, vermeintlichen Saubermännern nur das Negative hervorgezogen wird. Die Aufnahme der Flüchtlinge in unserem Land wird nicht einfach werden. Je besser es aber gelingt sie in die Mitte der Gesellschaft zu holen, umso eher werden sie an ihr teilhaben. Wer nichts zu verlieren hat, riskiert mehr als andersherum.

    Gebt den Menschen eine Chance!

  • Fotograf

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    Fotografieren einer öffentlichen Menschenansammlung z.B. einer Bürgerversammlung ist üblich und das Veröffentlichen dieser Bilder eindeutig und klar durch das Gesetz gedeckt.

  • Christian

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    Wir könntne eine größere Akzeptanz der Flüchtlinge erreichen, wenn wir eine klare Politik unserer Bundes/EU Politiker sehen würden. Gäbe es einen klaren Weg/ und eine klares formuliertes Ziel, so könnten sich auch die Landkreise und Städte und der „kleine“ Bürger besser darauf einstellen und das Gefühl der Hilflosigkeit wäre abgemildert.
    Meine Wünsche z.B :
    Die EU richtet eine Schutzzone für Flüchlinge in Nord Syrien ein, und erspart den Familien die Trennung und den MArsch durch Europa.
    Frau Merkel könnte klare Zahlen aufzeigen wieviel Flüchlinge gekommen sind und wie eine Finanzierung aussieht ( kann sie ja leider nicht wegen dem Versagen der Politik)
    Es werden endlich Pläne vorgelegt wie der Krieg zu beenden ist.
    Es gibt Pläne wie die syrischen-Flüchtlinge nach dem Krieg wieder in ihr Land zurückkehren können ( werden ja dort gebraucht…wir können ja nicht alle Fachkräfte oder Jugendlichen bei uns behalten, wenn das Land wieder aufgebaut werden soll…)
    Eventull gelingt es uns ja mit einer gezielten Zurückführung von Menschen ( natürlich nicht in Kriegsgebiete..also eventuell in 5 Jahren) welche hier ausgebildet wurden und die Demokratie schätzen gelernt haben, dort eine islamische Demokratie aufzubauen. Ein Land welches als Stabilisator für die ganze Region dient….

    Aber im Moment wirkt unsere Führung kopflos, überfordert und zerstritten. Und keiner traut sic eine klare Zukunftsidee abzugeben…..abslute Führungsschwäche.

  • Ronald McDings

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    Kommentar gelöscht. Sparen Sie sich persönliche Beleidigungen.

  • Wolf Gang

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    Als der Wahlkampf noch schöner war und die Wahl-Versprechen unverbindlich. Willkommen in der Realität. Jetzt wird dem Wolli klar, dass der Schuh bei vielen Bürgern drückt und seine ihm zu groß sind.

  • semmeldieb

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    merkt ihr, wie tief der keil sitzt?

    ich halte an der „schechtesten staatsform“ weiterhin fest, da aristoteles zu lange her und churchill mir herzlichst egal ist.

    wir alle müssen das auf die reihe bekommen und wieder lernen, miteinander zu reden, auch wenn wir sehr unterschiedliche ansichten haben.

    asterix bei den goten… bitte nicht!

  • Kernel

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    Ich bin kein Fan von Wolli, aber der OB kann für lächerliche Ängste manch völlig überdrehter Bürger (Massenvergewaltigungen etc.) und deren drückenenden Schuh wirklich nix. Ich bedauere den OB aufrichtig, dass er solche Leute auch noch Ernst nehmen muss bzw. wengistens so tun sollte. Und ob seine Schuhe ihm zu groß sind…? Wer nicht manchmal zu große Schuhe an hat, der werfe den ersten Stein.

  • Grips

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    Wenn ich mit „besorgten Bürgern“ über Flüchtlinge spreche, frage ich sie:
    Haben Sie sich schon mal die Mühe gemacht, mit Flüchtlingen zu reden , mehr von ihnen zu erfahren?
    Antwort immer : Nein
    Sind Sie ängstlicher Mensch ?
    Antwort in der Regel: ja
    Angesichts der sogen. Flüchtlingskrise tut sich gerade der Abschaum von ganz oben ( die Mächtigen und Reichen, deren Leben davon bestimmt ist, die Menschen danach zu sortieren, ob sie für ihre Habgier und ihre Machtgier nützlich sind) , und der Abschaum von ganz unten ( emotionale Krüppel, für die Mitgefühl ein Fremdwort ist, und die daher zur Gewalt neigen) zusammen. Davon angezogen fühlen sich offenbar zunehmend diejenigen „NormalbürgerInnen“, deren Leben eher mehr als weniger von Angst bestimmt ist, und die zu faul/dumm/feige sind, die Menschen , auch Flüchtlinge genannt, kennen zu lernen. Das Fremde bleibt fremd, solange wir uns nicht die Mühe machen, es kennen zu lernen. Dann brauche ich das ehemals Fremde nicht unbedingt super zu finden, aber ich finde einen guten Umgang damit.

  • Christian Feldmann

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    @ Ronald McDings, 12. November, 15.02 Uhr:
    Vermutlich will der Anonymus auf satirische Weise vorführen, wie albern es ist, gleich eine Speicherung beim Verfassungsschutz oder bei der Nazibande zu befürchten, weil ein Pressefotograf Bilder von einer Bürgerversammlung zum Flüchtlingsthema macht. Recht hat er. Dabei benimmt er sich freilich noch erheblich alberner und geschmacklos-diffamierend dazu; „Klassenkasper“ hätten wir früher zu so einem gesagt: Stefan Aigner sieht greislicher aus als seine Kollegin (wo doch Glatzen sexy sind!), der Polizeidirektor trägt „zu kurze Socken“, die „CSU-Fremdenversteherin“ Bernadette Dechant (har har; das hat man davon, wenn man sich mit nicht unbedingt parteikonformem humanem Handeln in die Nesseln setzt!) ist ein „dickes weißes Etwas“. Pfui, Ronald, das ist nicht Satire, sondern Kacke.

  • Ronald McDings

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    @ Ronald McDings 12.11.2015, 15:02h

    Streiche beim Lesen in Zeile neun von unten „CSU-Symphatisant“ und setze gedanklich „CSU-Sympathisant“.
    Das ist schon peinlich, obwohl, keiner der linksverbildeten PisanerInnen hier hat’s bislang be- und dann vermerkt …

  • Schmidt

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    Lieber Ronald MC Dings… schlechte Satiere…schlechtes Kaberett und nicht mal zum drueber „Kopfschuetteln“ hat es diesmal gereicht. Einige schoene Satzstrukturen und Stilmittel, die allerdings den Inhalt leider nicht verdecken konnten. Ich wuerd mal einen Pseudonymwechsel vorschlagen.. wie waere es mit „Armen Murakami“ ? ;-) Was ohne Zweifel dem „Geschichten- Adelsstand“ entspricht! ;-) Jetzt zum Thema… In meinen Augen gibt es keinerlei Fachkraeftemangel in unserem Land… es gibt nur zu wenig VERNUENFTIG bezahlte Arbeit! Hochqualifizierte Fachkraefte sind per Definition …
    Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen,
    Lehrpersonen oder wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Position.
    Bitte lasst uns einen dieser ohne Zweifel ehrenwerten Damen / Herren anrufen, wenn die Heizung nicht geht oder das Dach undicht ist! Das Problem ist doch, das der WERT von Arbeit nicht mehr dem entspricht, was durch die Lebenskosten vorgegeben wird. Ob ein Fluechtlin da 40 Euro mehr oder 100 Euro weniger als ein Harz IV Empfaenger bekommt ist doch dabei VOELLIG egal! Spannend waere zu wissen, welche Ausbildung beide Seiten haben. Ich glaube wir wuerden erschrecken, wuerden hier einmal Daten oeffentlich gemacht werden. Was nun unsere „Reichtum“ angeht….. in einem Land, das 260 Miliarden Euro Banken „zuschiebt“ und bis zu 50 Milliarden Euro davon auf die Steuerzahler abwaelzt, sollten die Peanuts zur wirklichen Integration von Fluechtlingen UND von unschuldig in Schwierigkeiten geratenen Deutschen doch aufzubringen sein. FALLS nicht, koennten da sicherlich geeignete Geldgeber gefunden werden. Es muss geholfen werden aber nicht blind…. nur um den Kritikern die Maeuler zu stopfen.

  • huhu

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    mal einfach nur gedanken
    es gibt keine wahrheit
    nur wahrnehmungen
    von individuen
    bzgl. die Politik versagt
    Polizisten spielen guter Bulle böser Bulle
    wer einen Kohl „beerbet“ is nich blöde
    Ich glaube die Politik war eher überrascht
    dass es so viele Menschen gibt, die einfach helfen.
    Es war nämlich jahrelang kein Problem, dass die Flüchtlinge aus Afrikt von Gadaffi in die Wüste zum verrecken gefahren wurden oder heute auf Meer absaufen.
    Ich sag das so drastisch, weil ich es irgendwie komisch finde
    wenn ein Gesamtzusammenhang außen vorgelassen wird.
    Diese Situation kommt nicht von ungefähr. Natürlich haben Lobbyisten , Politiker und Interessensverbände ihre Arbeit gemacht. Und zwar besser als die „Zivilgesellschaft“. Die begründete Kritik an der derzeitigen Situation ist kein Grund die Demokratie anzuzweifeln. Im Gegenteil, sie ist grad in Gefahr. Der Wirtsachft passt s nicht (TTIP) und die Putinpatriotenfreunde (Stichwort: Blutvolk vs. Bürgergesellschaft) treiben machtorientierte Politiker vor sich her.
    Bedient Merkel und DeMaiziere beide Seiten des Volks im Sinne von guter Bulle und böser Bulle oder vertritt Merkel tatsächlich nen liberalen Flügel innerhalb der CDU und Schäuble sägt bereits.
    Fazit: Vor dem komplexen Hintergrund von Lobbyisten, meist machtorientierten Politikern und internationalen Verflechtungen bleibt wohl nix anderes übrig als selbst seinen Arsch hochzukriegen. Momentan gibts ne nationalkonservativ geprägte Auseinandersetzung die an die Weimarer Republik erinnert. PEGIDA benutzt gleiche
    Argumente. Kritisiert nicht politische Inhalte sondern versucht die Demokratie als Staatsform in Miskredit zu bringen um ihre Werte totalitär allen aufzudrücken und die Nichtpassenden auszumerzen.
    Das is das Denken hinter den wir verteidigen des abendland schützern.

  • Dennis

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    Die Diskussion erinnert mich schwer an Streit und Protest rund um Handymasten, die schon Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen, bevor sie überhaupt eingeschalten worden sind. Kommt mal wieder schön runter und seht euch an, wie es dort tatsächlich zugeht, wo Flüchtlinge untergebracht sind.
    Ich wohne in Regensburg Nord, fühle mich weder gefährdet noch fremd und weiß von keinen Zwischenfällen, die klar auf Flüchtlinge zurückzuführen sind.
    Und wenn man will, dass sich diese Leute in den deutschen Alltag und die Wertvorstellungen integrieren, dann erklärt man es ihnen eben, wie das geht, statt dass man lauernd daneben sitzt und wartet, bis einer etwas verkehrt macht.

  • menschenskind

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    Grips (12. November 2015 um 20:02) meint: „Das Fremde bleibt fremd, solange wir uns nicht die Mühe machen, es kennen zu lernen.“
    Recht hat er, oder sie!

    Wer sich den Syrern nähern möchte, ohne sich die Hände dabei schmutzig zu machen (ohne zunächst zuviel Eigenengagement zu riskieren), der erlese sie sich.

    Rafik Schami heißt der wohl bekannteste syrische Autor deutscher Zunge, der u.a. bei dtv mindestens ein halbes Dutzend wirklich netter, lesenswerter Bändchen veröffentlicht hat.
    Für die ganz Berührungsscheuen unter uns, z.B. die Katholischen, sei hinzugefügt, dass Schami ein Christ ist, ein Christ, der Juden wie Muslimen vorurteilsfrei gegenübersteht.
    Hier sein Verlag über ihn:
    http://www.rafik-schami.de/

    Wer sich dann eingelesen hat, und dabei feststellen musste, dass Syrer doch ganz sympathische Menschen sind, dem fällt es dann auch leichter sich ihnen in persona zu nähern.

    Zum Beispiel als freiwilliger Helfer oder Betreuer. Oder indem man Syrer zu einem Imbiss einlädt, oder ihnen die Gelegenheit gibt, in der eigenen Manschaft Fussball mitzuspielen.

    Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Kurden aus dem Irak gemacht und freue mich schon auf meine ersten syrischen Bekannten.

  • Ziander

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    Jeder der sich für unbegrenzte Zuwanderung von unregistrierten Personen einsetzt,jeder Teddybärrwerfer und applausklatscher am Bahnhof ist mitverantwortlich für die Destabilsierung unseres sozialsystems,der Untergrabung unserer Kultur und letzlich für Terroranschläge wie sie jetzt gerade in Paris live zu besichtigen sind.Refugees welcome…das ist die Parole völlig verAntwortungsloser Gesellen!Und darüberhinaus stützt er noch die Politik einer ehemaligen Stasi-Agentin namens Angela Merkel.

  • Ziander

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    @Grips….Zitat:“Das Fremde bleibt Fremd wenn wir un nicht die Mühe machen es kennen zu lernen“
    Ist im Prinzip richtig,sie übersehen in ihren Gutmenschentum aber banalste Wahrheiten:Nämlich das die Mehrheit der Deutschen sowohl durch Urlaubsaufenthalte ,als auch durch die sich seit Jahrzehnten hier wohnenden ehemaligen Gastarbeiter(Türken,Ex-Jugoslawen,Italiener usw.) und zig anderen Ausländern aus Afrika u.den ehemaligen Ostblockstaaten längst gelernt haben mit Fremden zu leben.Deshalb ist es abwegig dden Leuten pauschal Xenophobie vorzuwerfen.Es geht ganz klar um eine Überlastung und der Gefahr des Islamismus.Für unbegrenzte Zuwanderung macht sich eine Klientel stark die einerseits Profiteure der Migrantenindustrie ist,andererseits aus den linksradikalen Spektrum kommt.Sie laufen hinter Transparenten her auf denen „Deutschland verrecke “ oder „Volkstod ..ja bitte“ steht…ihre Intention ist klar erkennbar.Das was früher die Arbeiter waren ist für diese Leute heute der Migrant..sie erhoffen sich dadurch einen Sturz der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung einer Diktatur.Sie wollen ganz bewußt besonders die Leute im Niedriglohnektor aufeinander hetzen um so politische Unruhen auszulösen..es ist die Strategie des trojanischen Pferdes…

  • Lothgaßler

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    Der fremde Mensch an sich ist selten das eigentliche Problem, mehr schon die zunächst sprachlich und kulturell bestehende Kluft. Als Atheisten ist es mir wurscht, ob sich Christen oder Muslime bei uns einfinden. Was ich aber sehen möchte ist gegenseitiger Respekt. Daran müssen beide Seiten arbeiten. An die Einreisenden muss die klare Forderung gestellt werden, dass keine uns feindlich gesonnen Individuen geschützt werden. Ich sehe darin kein Denunziantentum sondern Zivilchourage. Wir brauchen und wollen keine Extremisten, von keiner Seite! Wer zündelt, egal ob mit Worten oder in Taten, der ist mir weder als Einheimischer noch als Asylbewerber willkommen! Wir sind eine offene Gesellschaft und deshalb verletzbar. Gelegentliche Enttäuschungen und Verletzungen kann die Gesellschaft aushalten, ständige Angst vor tatsächlichen oder vermeintlichen Gefahren aber nicht.

  • Gotthold Streitberger

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    ZUr Frage der Unterbringung von Flüchtlingen finde ich u.a. folgende 4 Punkte wichtig:
    1. Die Lagerpflicht für Geflüchtete muss endlich abgeschaft werden! Dann könnten diejenigen die Wohnung/Appartment oder Zimmer/Platz bei Bekannten/Freunden gefunden haben dorthin ziehen und würden Platz schaffen für die diejenigen, für die Wohnungen fehlen.
    2. Wohnberechtigungschein auch für die vielen mit Duldung,
    3. Sozialen Wohnungsbau beschleunigen
    3. Es gibt bestimmt genügend leerstehende Immobilien, Häuser und Wohnungen , in den denen vorübergehend oder dauerhaft Menschen wohnen können oder untergebracht werden können. aber in Bayern gibts noch nicht mal eine Auflistung socher Möglichkeiten. Und in für Regensburg ?
    Gotthold Streitberger, Mitglied BI Asyl

  • joey

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    Fremdheit kann man überwinden. Das aber braucht Zeit, um Vertrauen wachsen zu lassen und sich gegenseitig in Ruhe kennenzulernen.

    Die meisten Flüchtlinge hier sind irgendwie hängen geblieben, z.B. hierher gefahren worden, weil da Platz ist. Die meisten wollten nach Berlin (in die dortige arabische Community) oder ins gelobte Schweden oder nach Amsterdam oder London.
    Viele der Flüchtlinge sind wesentlich weniger individuell orientiert als wir. Es gibt in den Herkunftsländern Großfamilien und Stammesstrukturen bis hin zu starken Religionsgruppen. Das ehem. osmanische Reich ist kein Multikulti, sondern ein Nebeneinander- oder gar Gegeneinanderkulti. Wer die Zeitgeschichte der 80er, 90er verfolgen konnte, hat den ethnoreligiösen Dauermord in Irak, Jordanien, Libanon und Syrien schon lange beobachten müssen.
    Wenn diese Menschen hierher kommen, bringen viele ihre Erfahrungen und Prägungen mit: „Vertraue nur der Familie“. Sie werden versuchen, ihre Lebensweise beizubehalten, dagegen gibt es auch kein Gesetz bei uns. Deutschland wird dadurch nicht bunt, sondern patriarchalischer.

    Die Lager in Regensburg – wie auch immer man sie tauft, werden nur Durchgangsstationen bleiben.

  • Rudi Ranzig

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    Find ich ja ausgezeichnet! Gerade dort, wo man damals auf Grund und Boden Ihrer Durchlaucht (auch) Heimatvertriebene angesiedelt haben dürfte, wehren sich diese/ deren Nachkommen aktuell gegen Flüchtlinge. Das mit den „Lagern“ dankt man der Oberpfälzer Politgarde. Diese scheint verhindern zu wollen, dass sich diese Leute hier seßhaft machen können. Gibt es jetzt schon Premium-Vertriebene und andere Vertriebene?
    Zu Herrn Kitttel und Ihrer Durchlaucht Einstellung fehlen mir die Worte. Beide in offenkundiger Nähe zum vormaligen Warnpapst Benedikt XVI. em. („Regensburger Rede“). Das läßt sehr tief blicken!
    Was spricht oder schweigt eigentlich mein Namensvetter Rudi der Erste?

  • CSU lehnt Asylunterkunft ab » Regensburg Digital

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    […] Die Diskussion über diese Unterkunft ist nicht neu. Bereits im November hatte Oberbürgermeister Jo… Damals war noch der Bolzplatz an der Boelckestraße im Gespräch, um dort ein Gebäude für 150 Menschen zu errichten. Die Diskussion verlief kontrovers, aber weitgehend sachlich. Den Einwand, dass dies der einzige Bolzplatz im Viertel sei, hatte der OB schon damals als „starkes Argument“ bezeichnet und einen Alternativstandort an der Dr.-Gessler-Straße vorgestellt. Auch das ist ein Bolzplatz, jener des Jugend- und Familienzentrums Königswiesen. Und der nun – entgegen erster Erwartungen – als Standort für die Gemeinschaftsunterkunft ausgewählt. 134 Plätze sollen hier laut Verwaltungsvorlage in dreigeschossiger Holzbauweise entstehen. 2017 sollen die ersten Asylsuchenden einziehen, möglichst Familien mit Kindern, wie Wolbergs erklärte. […]

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