Ein Stadion – koste es, was es wolle

Eine „Infrastruktureinrichtung, wo die kleinen Leute Spaß haben“ soll das neue Fußballstadion werden. Wie viel es die Stadt kostet ist auch nach der Grundsatzentscheidung unklar. Foto: Archiv
„So viel unqualifiziertes Gerede über Fußball hab ich noch nie gehört“, sagt die Frau eines Jahn-Aufsichtsrats, als sie die Zuschauerempore im Regensburger Rathaus verlässt. Dabei ging es um Fußball allenfalls am Rande, dafür um einen Haufen Geld. Wie viel Geld, das weiß aber bislang niemand so genau. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Stadtrat nach zweieinhalbstündiger Debatte die Weichen für den Bau eines Fußballstadions in Oberisling gestellt. Gegen die Stimmen von ödp, Linke und FDP wurden der entsprechenden Beschluss sowie ein „Letter of Intent“ zwischen der Stadt und dem SSV Jahn verabschiedet. Wann das Stadion letztlich steht, ist noch nicht klar. Den von der SPD angepeilten Fertigstellungstermin 2013 bezeichnet Oberbürgermeister Hans Schaidinger als „lustig, aber falsch“.

„Diese Entscheidung ist endgültig.“

Die Regensburger Bäderbetriebe (RBB), 100prozentige städtische Tochter, wird mit dem Bau des Stadions beauftragt, das für 15.000 Zuschauer Platz bieten soll. Eine „Grundsatzentscheidung“, wie Schaidinger betont. „Diese Entscheidung ist endgültig und wird auch umgesetzt.“ Entsprechend blitzte die FDP am Donnerstag mit einer Reihe Änderungsvorschlägen ab, die im Letter of Intent an mehreren Stellen größeren Spielraum zur Folge gehabt hätten und die den Beschluss zur „Realisierung eines Stadions“ auf „Vorbereitungen zur Realisierung“ reduziert hätten. Schließlich sollte eine „endgültige Entscheidung“ gefällt werden. Während es der Mehrheit der Regensburger also eher gleichgültig zu sein scheint, ob nun ein Stadion gebaut wird oder nicht – nennenswerte Initiativen für oder gegen den Neubau gab und gibt es nicht – will die herrschende Mehrheit im Stadtrat im Verbund mit dem SSV Jahn dieses Stadion. Und sie will dieses Stadion, egal, was es kostet. Anders kann man es auf Basis der vorliegenden Informationen nicht bezeichnen.

Annahmen, Schätzungen, Einschränkungen

Immer wieder finden sich einschränkende und abschwächende Formulierungen in der Vorlage. Zu den Gesamtkosten für Bau und Infrastruktur gibt es lediglich Annahmen. 20 Millionen für die reinen Baukosten werden als einzige konkrete Zahl genannt und selbst das ist nur eine Schätzung auf Basis anderer Stadionbauten. Wie hoch das jährliche Defizit sein wird, das anfällt, so lange der SSV Jahn nicht in erster oder zweiter Bundesliga spielt, ist ebenfalls unklar. Es wabert die Zahl von 500.000 Euro im Raum. Selbst daraus, dass man sich unsicher ist, ob der SSV Jahn seiner finanziellen Verpflichtung einer „rentierlichen Miete“ nachkommen können wird, macht die Stadtratsvorlage keinen Hehl. Zwar habe man die wirtschaftlichen Verhältnisse überprüft und für positiv befunden, aber: „Es hat sich (…) immer wieder herausgestellt, dass die Unterlagen nicht die wirklichen Verhältnisse abbildeten.“ Unter anderem diese Umstände sind es, die ödp und Linke dazu bewogen, gegen den Neubau zu stimmen. Benedikt Suttner (ödp) bezeichnet die Formulierungen in der Stadtratsvorlage gar als „ intensive Warnung“. Für einige Unruhe sorgte Irmgard Freihoffer (Linke), die sich zu der Aussage verstieg, dass man nicht über einen Stadionneubau reden solle, so lange es in Regensburg Schulen gebe, „wie man sie sonst nur in Entwicklungsländern vorfindet“.

„…wo die kleinen Leute Spaß haben“

„Regensburg und Ostbayern brauchen ein modernes Fußballstadion“, sagt SPD-Fraktionschef Norbert Hartl, der die Notwendigkeit eines Fußballstadions auf eine Stufe mit Freibädern, dem Theater oder dem öffentlichen Nahverkehr stellt. „Es geht darum, ob wir Profifußball in Regensburg wollen oder nicht“, sekundiert der Fraktionschef der Freien Wähler, Ludwig Artinger. Joachim Wolbergs spricht von einer „Infrastruktureinrichtung, wo die kleinen Leute Spaß haben können“ und Christian Schlegl, gemeinsam mit Wolbergs seit kurzem im Aufsichtsrat des SSV Jahn, verspricht, dass unter einem Stadionneubau weder die Zuschusssituation für den Breitensport, noch die Kultur, noch Schulen etc. zu leiden haben werde. Die Regensburger Bäderbetriebe, die das neue Fußballstadion nun in Angriff nehmen sollen, betreiben neben Westbad, Wöhrdbad und Hallenbad auch die Donauarena. Im vergangenen Jahr fuhren die Bäder 3,7, die Donauarena 1,5 Millionen Euro Defizit ein. Am Montag laden die RBB nun zur Pressekonferenz, um über „eine Anpassung bei den Eintrittspreisen“ in den Bädern zu informieren. Das hat nach der Grundsatzentscheidung vom Donnerstag zumindest am Rande mit Fußball zu tun und ist – als vertrauensstiftende Maßnahme – wenigstens ungeschickt.

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Kommentare (66)

  • wollwirker

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    Die Hälfte der Stadien in der 3. Liga trägt bereits den Namen eines Sponsors. In Regensburg scheint dies kein Thema zu sein. Also, wenn die 3000 Fußballfans (Saisonschnitt) ein 15000
    Leute fassendes Stadion wollen, so mögen sie doch bitte einen Sponsor präsentieren, der die Jahresmiete langfristig garantiert.
    Da das neue, schnuckelige Stadion in der Nähe der Papstwiese gebaut werden soll, würde sich die Bischofshofbrauerei anbieten. Bischofshof Circus Maximus wär doch ein passender Name für diese Arena.

  • Jochen Schweizer

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    Interressant, dass immer von einem „Letter of Intent“ die Rede ist. Ein deraritge Dokument ist nur im internationalen Geschäftverkehr üblich und ist nichts anderes, als eine schriftliche Absichtserklärung, die nicht zwingend eintreten muß. Wollen sich CSU/SPD Stadtratsfraktionen, Stadtverwaltung und Vorstand des Jahn hier eine internationalen Anstrich geben?
    Interessant auch, dass die Regensburger Badebetriebe GmbH dieses Station bauen und unterhalten sollen, dies wird diesem defizitären Unternehmen nur gelingen, wenn diese Unternehmen weiter die Anteile an der REWAG als „Cash Kuh“ halten wird und die Gewinne absahnen kann. Dies bedeutet, dass alle Strom- und Gaskunden der REWAG, das Station finanzieren werden für die paar tausend Jahn Fans.

  • Torsten

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    Ich denke, dass die Entscheidung so richtig ist. Erstens hat damit das lange hin und her endlich ein Ende gefunden und zweitens hat Regensburg mit Blick auf die Prüfeninger Straße sich schon lange ein neues Stadion verdient. Auch wenn es derzeit noch ausgeschlossen ist könnte ich mir trotzdem vorstellen, dass das ein oder andere Konzert dort stattfinden wird. Ich jedenfalls freu mich auf die neue Hütte und werde mir das erste Mal seit Jahren wieder ein Spiel anschauen.

  • Joachim Datko

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    Zitat: Die Regensburger Bäderbetriebe, die das neue Fußballstadion nun in Angriff nehmen sollen, betreiben neben Westbad, Wöhrdbad und Hallenbad auch die Donauarena. Im vergangenen Jahr fuhren die Bäder 3,7, die Donauarena 1,5 Millionen Euro Defizit ein. Am Montag laden die RBB nun zur Pressekonferenz, um über „eine Anpassung bei den Eintrittspreisen“ in den Bädern zu informieren.

    Wir müssen alle die Defizite über extrem hohe Strom- und Gaspreise zahlen. Die REWAG ist meiner Ansicht nach die Melkkuh der Bäderbetriebe.
    Siehe:
    http://srv19.regensburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=5481&options=4
    http://srv19.regensburg.de/bi/___tmp/tmp/45-181-136260972529/260972529/00046467/67-Dateien/image004.gif

    Die Bäderbetriebe sind Eigentümer der REWAG ( Eigentümer der REWAG : Bäderbetriebe 65,5%; EON Bayern 34,5%)
    Siehe: http://www.rewag.de/innen.php?id=56

    Ich befürchte, dass wir am überdimensionierten und unnötigen neuen Jahnstadion über die Strom- und Gaspreise leiden werden.

    Die Preise für Strom und Gas steigen beständig, obwohl sie eigentlich fallen müssten.

    Ganz nebenbei, schon jetzt müssen wir über 4 Cent pro kWh zahlen, damit die Subventionen für erneuerbare Energien an die wohlhabenden Investoren fließen können.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph – Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft – http://www.monopole.de

  • Pragmatiker

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    „Christian Schlegl, gemeinsam mit Wolbergs seit kurzem im Aufsichtsrat des SSV Jahn, verspricht, dass unter einem Stadionneubau weder die Zuschusssituation für den Breitensport, noch die Kultur, noch Schulen etc. zu leiden haben werde.“

    Mit anderen Worten: Es wird jeder einzelne Regensburger Bürger zu leiden haben. Denn Schlegl sagt nichts anderes als: „WIR WERDEN EINEN RIESENBATZEN ZUSÄTZLICHER SCHULDEN ANHÄUFEN!“

    Na, und wer zahlt die dafür anfallenden Zinsen?
    Wir alle, in Form von erhöhten Eintrittgeldern für Museen, Theater, Bäder etc., erhöhten Grundsteuern, erhöhten Kindergartengebühren, zusätzlichen Beiträgen & Gebühren für städtische Leistungen, die bisher kostenlos waren, und so weiter.

    Fußballvergnügen auf Kosten von uns allen und vor allem auf Kosten unserer Kinder. Zum Kotzen. DAFÜR will ich eigentlich keine Steuern zahlen.

    Wen kann ich also bei der nächsten Kommunalwahl noch wählen? ÖDP, FDP, Linke.
    – Oje, die Auswahl wird arg klein…

  • Knurrhahn

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    Sie können es doch gerne bauen. Sie sollen es bloß selber zahlen und nicht die Allgemeinheit damit belasten.

  • grace

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    „…wo die kleinen Leute Spaß haben“

    DANKE BWANA!!!

  • victor lustig

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    profifussball

    das bedeutet professioneller fussballsport mit der absicht damit geld zu verdienen.

    dann wäre es ja nur logisch, wenn der profifussball wie alle anderen unternehmen auch
    sich über gewinne und kredite sein eigenes stadion finanziert – wie es alle anderen mit
    ihren betriebsstätten machen.

    ein finanzierung durch öffentliche gelder und subventionen durch nicht an fussball interessierten
    bürgern sind nicht notwendig – sie zu fordern ist frech.

    der hintergrund ist des ganzen stadionwirbels ist wohl ein anderer: eine abgewirtschaftete csu
    und eine sich an sie klammernde rest-spd erhoffen sich stimmen und hübsche pöstchen.

  • Matthias Beth

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    Profi-Fußball würde eine professionelle Vereinsführung und eine professionelle Besetzung der Aufsichtsratsgremien voraussetzen, damit auch Geld für eine Betriebsstätte, hier Station, erwirtschaftet werden kann.

    Glauben Sie das ist bei Herrn Wolbergs und Herrn Schlegl der Fall? Der eine hat keinerlei Berufsausbildung und der andere kann nur Dossies, wie z.B „Rechte Umtriebe in der Regensburger CSU“ verfassen.

    Hier geht es kurzfristig nur um Wählerstimmen bei der nächsten Kommunalwahl! Finanzierung und Unterhalt des Stadions werden die Nachfolger im Amt lösen müssen.

  • Philip L.

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    Hallo FussballfreundInnen,
    welche Gedanken der Volksgemeinschaft von CSU und SPD in der Regensburger Stadtratsmehrheit bezüglich regionaler Weltoffenheit durch den Kopf geht, vermag die Situation am Donaumarkt und im Regensburger Stadtosten vielleicht annähernd plausibel zu verdeutlichen.
    Natürlich geht es um viel Geld, unser Geld. Es geht nebenbei auch um unsere Geschichte, um unser Regensburg, um unsere ehemaligen „Glasscherbenviertel“, um die Identität aller Regensburger mit ihrer auch sportlichen Geschichte.
    Wir opfern mit jedem renovierten Haus in der Altstadt ein Stück Kultur der Einwohner Regensburg`s. Die Zerschlagung von noch vorhandenen Strukturen, auch bezüglich unseres Jahn – Stadions an der Prüfeninger Straße, spielt hier eine große Rolle. Viele derer, welche sich als Teil dieses Fussballvereins, dieser Tradition begreifen, werden Schaidinger (CSU) und Wolbergs (SPD) nicht im Ansatz folgen, wir werden nicht nach Oberisling fahren.

    Philip

  • domiNO

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    Ach mei, dem Beth wärs lieber , wenn der Schlegl doch Vorstand geworden wäre und nicht blos Aufsichtsrat, wer hätte das gedacht?
    Ach ne, kann nicht sein, weil der Vosstand ja die Geschäfte führt und damit etwas erwitschaftet oder nicht und der Aufsichtsrat nur ein Kontrollorgan ist.

  • StuhloderSessel

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    Sehr richtig. So schaugts aus!
    Beim Freien TuS ist mensch eh besser aufgehoben, natürlich auch die Tradition betreffend…
    Wie wär`s mit einem Poloplatz auf der Pabstwiesn, oder besser, gleich einem Bombodrom?

  • Vor kurzem noch Student

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    geht doch um das baugelände im inneren westen
    das alte stadion muss weg
    da kann am meisten geld verdient werden
    vor 2 jahren haben die heimgärtler hinterm stadion schon die info von der stadt bekommen, dass
    die gartenanlage wegkommt
    also eigentlich gehts um immobilien und teuersten baugrund
    und erst zweitens benutzt die politik den
    schmarrn mit fussball und für die kleinen leute und so
    in bester stuttgart 21 manier, unsere politiker wissen was gut für uns ist
    und geben dann auch entsprechend geld aus

  • Pragmatiker

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    Natürlich geht’s letztes Endes um Wählerstimmen.
    Bloß werden sich Wolbergs, Schlegl und Konsorten damit gehörig ins eigene Fleisch schneiden, denn meine Stimme haben sie damit endgültig verloren. Und die meiner Freunde und Bekannten ebenso, soweit ich das Meinungsbild richtig interpretiere („Spinnen die??? Fußballstadion?? Ja, haben die zuviel Geld oder was?!“)

    Sowas nennt sich im Fußballerjargon Eigentor, meine lieben Herren Stadträte!

    Blöderweise fällt es mutmaßlich zu spät, um diese Riesenblödheit „auf Pump finanzierter Zuschussbetrieb“ noch rechtzeitig zu verhindern.

    Ne Bürgerinitiative „Gegen sinnlose Steuergeldverschwendung“ muss her! Ich würde sofort Mitglied.

  • passiver Mitleser

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    Ich bin gegen diesen Namen
    Am besten wir nennen es das Regensburger Kolosseum und bauen dazu noch eine rießige Schaidinger Statue hinein, damit der Bürger für immer den Verantwortichen sehen kann.

    passiver Mitleser

  • Robert

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    „Fußballvergnügen auf Kosten von uns allen und vor allem auf Kosten unserer Kinder. Zum Kotzen. DAFÜR will ich eigentlich keine Steuern zahlen./Na, und wer zahlt die dafür anfallenden Zinsen?
    Wir alle, in Form von erhöhten Eintrittgeldern für Museen, Theater, Bäder etc., erhöhten Grundsteuern, erhöhten Kindergartengebühren, zusätzlichen Beiträgen & Gebühren für städtische Leistungen, die bisher kostenlos waren, und so weiter. „?????
    ———————————————————————————————————————————–

    SO JETZT MAL AN Pragmatiker UND DIE GANZEN ANDEREN DIE HIER SOLCHE TÖNE VON SICH GEBEN !

    Museen, Theater, Bäder etc. haben natürlich ihre Daseinsberechtigung weil diejenigen die hier gegen das Stadion sind von den Annehmlichkeiten profitieren aber sich nicht für Fußball interessieren. Bevor ihr da draußen weiter schlechte Stimmung gegen das Stadion macht denkt erst mal nach mit welchen Mitteln die ganzen Museen, Theater, Bäder etc. verwirklicht worden sind!!!
    JA JA DAS ALLES FING AUCH MAL DAMIT AN DAS DIE STADT GELD IN DIE HAND GENOMMEN HAT. Und abschließend kann ich nur sagen das auch die Jahnfans Bürger dieser Stadt sind und ein recht haben das die Stadt sie unterstützt.

    Ach ja und viel Spass wenn ihr 2014 im im neuem Stadion bei einem Konzert in den Sommerabend
    feiert

  • Helmut Matias

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    Geld für eine neue Kongresshalle oder für eine erstklassige Musikhalle hat Regensburg nicht. Aber Geld für ein neues Stadion ja/ doch, ich nehme an für die(wenigen) Fussball-Spinner, die CSU-Wähler bleiben/werden sollen. Ich verstehe den Stadtrat nicht mehr., die CSU-Stadträte überhaupt nicht. Habt ihr denn keine anderen Sorgen in R? MfG

  • H. Müller

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    Also ich würde mich über ein neues Stadion freuen, wenn es denn wirklich käme.

    Der Jahn hat im alten Stadion keine Zukunft, schon allein wegen der Auflagen des DFB.
    Die Probleme des Vereins, die ihm immer wieder angelastet werden, hängen auch sonst mit seinen mehr als veralteten räumlichen Gegebenheiten zusammen.
    Der Zuschauerschnitt würde deutlich steigen, denn wie die Zweitligasaison gezeigt hat, ist die Akzeptanz des Vereins im großräumigen Einzugsgebiet vorhanden. Die Verkehrslage ist günstig.
    Der Verkauf des Geländes an der Prüfeningerstrasse dürfte ja für die Stadt und damit den Steuerzahler einiges abwerfen, wobei ich hoffe, dass dies vielleicht mal transparent und sozial, ohne Spezlwirtschaft und die reine Profitmaximierung durch Abkassier-und-Tschüss-Architektur vonstatten ginge (die Schrebergärten übrigens darf man nicht anrühren).

    Dass ein Stadion über Strom-und Gaspreise der Rewag mitfinanziert werden soll, halte ich für eine unrealistische These, schon allein deshalb, weil die Rewag auf dem Markt wohl konkurrenzfähig bleiben möchte.

    Was ich allerdings fordere, ist ein Stadion, dessen ästhetische Erscheinung Regensburg würdig ist, und nicht wieder so eine 08/15-Schachtel wie vieles, was hier so hingestellt wird.

  • Veits Manfred

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    „Mit dem Klammerpudel gepflastert“ (Zitat aus der Sitzung)

    Dieser charmante Versprecher Artingers von wahrhaft Stoiberischer Qualität bringt die Dinge auf den Punkt.
    Der „Letter of Intent“ – als unverbindliche(!) Absichtserklärung – soll „endgültig“ sein? Auf total intransparenter Weise soll der Steuerzahler in Haftung genommen werden: Dabei die SPD! Auch die Grünen! Fürchtet man sich womöglich vor Stimmenverlusten, wagt man deshalb nicht, rechtsstaatliche Grundsätze der Transparenz hochzuhalten? Der OB bekundete, dass er eigentlich eine konkretere Verwaltungsvorlage habe erarbeiten lassen wollen, freilich wäre diese dann erst nach der Sommerpause möglich gewesen.

    Fragen:
    Warum diese Eile?
    Wollte man vielleicht die Sponsoren „beruhigen“?
    Besteht vielleicht ein Zusammenhang mit der künftigen Millionen-Verwertung der Grundstücke am alten Stadion?
    Die Herren Schlegl und Wolbergs u.a. sollten dazu aufgrund ihrer weiteren Posten womöglich Antworten haben.

    Es war dem Stadtrat Spiess vorenthalten, den Lebenszyklus – wohl etwa 30 Jahre – eines solchen Stadions zugrundezulegen (weder die MZ, noch die SZ berichteten von seinem substanziellen Sachbeitrag). Er veranschlagte – sehr zurückhaltend – Kosten in Höhe von 70 Millionen Euro. Das isolierte Gerede von pauschalen Baukosten iHv 20 Millionen Euro ist wenig hilfreich, denn: die lebenszyklusorientierte Betrachtung – von der Planung über das Bauen und Finanzieren bis hin zum Betrieb, zu den späteren Reparaturen und zur Verwertung (Abriss) – ist maßgeblich für die Beurteilung des Gesamtrisikos dieses Unterfangens.

    Bereits trefflich angesprochen wurde in einem Beitrag die von der hiesigen Bauwirtschaft angesteuerte Verwertung der Filetgrundstücke am alten Stadion: dort liegen die eigentlchen wirtschaftlichen Interessen, über die zu reden sich niemand im Rat der Stadt wagte.

    Die in der Sitzung des Rates von mehreren Rednern erwähnte Solidität des Jahns beschränkte sich bis einschließlich 2013. Nach Aussage des Stadtoberhaupts wird es ein neues Stadion jedoch im Jahr 2013 niemals geben. Frage: Was hilft dann der Nachweis einer finanziellen Solidität bis 2013, eine doch wohl sich aufdrängende, sich aus der Logik ergebende Frage?

    Die SZ berichtete vor einigen Tagen vom Niedergang des vormals erstklassigen Vereins Unterhaching, der es wohl mal bis zum 10. Tabellenplatz in der 1. Bundesliga gebracht hatte. Aktuell wurde dort – wie auch beim Jahn – das teure Spielerpersonal abgebaut: warum wohl? In der 3. Liga geht man grundsätzlich von der Notwendigkeit eines Jahresetats von 3 Millionen Euro aus, um die Grundlage für sportlichen Erfolg zu legen.

    Fussball kann wahrhaft begeistern, die Menschen zusammen führen, auch Indentität schaffen, Gewiss.

    Unverzichtbar hierfür ist Professionalität auf allen Ebenen.

    Sonst droht die Warnung Artingers Realität zu werden.

    Zum alleinigen Nachteil der Regensburger Bürgerschaft – verursacht dann von CSU, SPD und B90/Die Grünen.

  • Pragmatiker

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    Halt mal die Luft an, lieber Robert. Wir sprechen hier doch von PROFIsport, wenn ich mich nicht irre? Und Profisport möge sich bitte schön selbst finanzieren. Gegen Steuergelder für Amateursport (-vereine etc.) habe ich rein gar nichts. Aber zig Millionen, um einem Profiverein die edle Spielstätte zu finanzieren – und hinterher werden allen anderen Amateurvereinen die schmalen Zuschüsse weiter gekürzt?? Nö, das geht gar nicht. Zumal dieser angebliche „Profi“verein finanziell dilettantischer wirtschaftet als ein Kioskbesitzer. Über den Jahn und dessen seit Jahren unfähige Führung lacht doch ganz Fußballdeutschland (und nicht nur das).

  • Pragmatiker

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    Korrektur: Jeder Kioskbesitzer ist ein monetäres Genie im Vergleich zu den Jahn-Dilettanten. Zitat des Jahn-Präsidenten per Lautsprecher zu den Fans: „Unsere Rechnungen zahlen wir NICHT, und da sind wir stolz drauf!!!“

  • Veits Manfred

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    „Große“ Politik für „kleine Leute“?
    Regensburger Kommunalpolitik als „Anwalt der kleinen Leute“?
    Ein Münchner Gymnasium führt uns zu einem berühmten Vorbild
    http://www.lsg.musin.de/geschichte/!daten-gesch/20jh/nach-45/fidel_castro.htm

    Fragen:

    Was wäre, wenn das alte Stadion sich nicht in einer 1a-Entwicklungslage befände, sondern am Stadtrand im Osten?

    Wäre der Jahn und seine sportliche Entwicklung dann überhaupt ein Thema in der Kommunalpolitik?

    Wie kann es sein, dass der personelle Aderlass bei den Spielern zugelassen wurde?

    Mittel- und langfristige sportliche Entwicklung (Hoffenheim, Augsburg, aktuell: Malaga) hin zu neuen Erfolgsufern: ein Produkt des Zufalls, des finanziellen Mangels?

  • Nordmann

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    Hallo,

    „Letter of Intent“ das ist nur weltmännische Wichtigtuerei.
    Hat diesen Käsezettel überhaupt schon jemand in vollem Umfang in der Öffentlichkeit gesehen.
    Beim Schaidinger ist vieles endgültig, was er gerne mit Gewalt durchboxt, Endgültig ist aber sicher seine Laufbahn als OB.
    Die nächsten Nieten stehen schon in den Startlöchern.
    Die Badebetriebe müssen es sein, nur so kann man bei den Zahlen ohne großen Gegenwind tricksen.
    Es war kein anderer Investor so dumm da einzusteigen oder der Stadt war ein anderer Investor zu teuer, da wäre es auch schwieriger mit Zahlentricksereien.
    Da eon über umwegen nun auch im Boot ist hat man als Regensburger wenigstens die Hoffnung das nicht das ganze Defizit über die REWAG sondern auch zum Teil über die eon abgerechnet wird.
    Die eon versorgt auch den Landkreis mit Energie.
    Willkommen im Defizitboot, eon Kunden.
    Der Jahn ist seit Jahren ein ständiger Pleitekandidat und wird es auch bleiben.

  • StuhloderSessel

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    Sie haben Recht, in all Ihrer Kürze, „vorkurzemnochstudent“…
    Eine Sache unterschätzen Sie allerdings: Der Neubau eines angeblichen Fussballstadions hat auch gehörigen Einfluss auf die profitbringende Erschließung der Stadt Richtung Klinik. Oder anders: Das „Otto Schottenheim Stadion“ wird die momentan langweiligen und flurbereinigten Stücke Land neben der Autobahn zu interessanten Schollen machen.
    Vielleicht verpissen sich die Todsanierer ja dann Richtung Niederbayern und lassen somit die paar kleinen, noch lebenswerten, Ecken der Stadt in Ruhe.
    Ein Wunschtraum, klar. Aber ein schöner…

    Ach ja, Fussball spielen kann und darf übrigens jeder Mensch. Wenn er/sie kann (auf Grund körperlicher Merkmale) oder will:
    http://www.bunteliga-regensburg.de/
    http://freier-tus1911.de/
    oder einfach im Hinterhof oder der „freien“ Wiese…..

    Profifussball gibt es für alle Interessenten hier z.B.:
    http://www.fcbayern.de
    http://www.fcn.de
    http://www.tsv1860.de/
    (Mit Ticket für ein Spiel kann der geneigte Profifussballfan dann auch öffentliche Verkehrsbetriebe nutzen. Für Lau.)

    oder hier: http://www.fcstpauli.com/ :-)

    Wer den Jahn Regensburg 2000 in der 2ten Liga sehen will, der/die sollte sich zuerst einen anderen Wunsch erfüllen. Oder mit Wollbergs die Regensburger CSU wieder aufbauen…

  • CSU-Mitglied

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    Regensburg benötigt ein neues Jahnstadion, denn der Jahn soll in einem neune Stadion in die 2. Liga aufsteigen. Das Stadion sollte nach dem Bürgermeister Hans Schaidinger benannt werden, jemand der sich um die Stadt Regensburg verdient gemacht hat.

  • Blauer Tintenklecks

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    Da das Thema Stadion in Regensburg seit jeher in der Hauptsache nur von eingefleischten Jahnfans betrieben wird und sich darüber hinaus sämtlich Akteure mehr oder weniger durch (vielleicht absichtliche) Ahnungslosigkeit auszeichnen, möchte ich diese Träumer auf den Boden der Realität zurückholen:

    1. Der Jahn braucht kein neues Stadion, schon garnicht in diesen Dimensionen. Wenn er mit den jetzigen Gelände aufgrund von Ligavorgaben tatsächlich nicht klarkommen sollte, reicht für die 1500 Zuschauer pro Spiel ein kleiner Blozplatz im Außenbereich.

    2. Der Jahn steigt nicht auf wegen eines neues Stadions. Es wird immer so getan, als brauche es nur das neue Stadion und schon würde der Jahn in der zweiten Liga spielen. Dem ist sicher nicht so, zumal er sich dort nur einmal kurz halten konnte. Auch mich würde es freuen, wenn mein Heimatverein in eine höhere Liga kommen würde, aber nur andersherum wird ein Schuh draus: Wenn es der Jahn schafft, sich in der zweiten Liga zu etablieren (was auch automatisch zu gesicherten Finanzen führen würde), dann kann man über ein neues Stadion reden! Hier wird aber so getan, als stehe nur das noch nicht fertige neue Stadion einem Erfolg des Jahn im Wege.

    3. Selbstversändlich tragen wir Regensburger die Kosten. Die REWAG schüttet jedes Jahr an die Stadt Gewinne aus und finanziert den defizitären Bäderbetrieb. Betreibt dieser Bäderbetrieb nun auch noch das defizitäre Stadion so fehlt das Geld. Der Strompreis kann nicht erhöht werden, da die Verbraucher sonst zur Konkurrenz wechseln. Also müssen entweder Mehreinnahmen her (Erhöhung der Eintrittspreise der Bäder und der Bustickets), Zuschüsse aus der Stadtkasse, oder es entfällt eine Gewinnausschüttung, so dass der Stadtkasse dieses Geld fehlt. Oder alles zusammen. Wie man es auch dreht, jeder einzelne Bürger finanziert letztlich dieses überdimensonierte Stadionprojekt.

    Und jetzt könnt Ihr mich gerne beschimpfen.

  • Corelli

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    Schaidinger-Stadion? Ein recht guter Vorschlag, denn die veranschlagten zwanzig Millionen Euro sind schließlich ebenso sinnlos zum Schornstein hinaus wie die dreitausendsiebenhundert Millionen, die uns Hans ‚Fahrlässig‘ Schaidinger als Verwaltungsratsmitglied der Bayern-LB durch seine unterschriftliche Zustimmung zum Kauf der österreichischen Pleitebank HGAA gekostet hat.

  • petry Peter

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    Also ich meine der Jahn sollte ,sich bei den Baseballern umschauen.Die haben neben den Verein eine AG gegründet, somit werden die Kosten sozialisiert und Gewinne privatisiert.
    Und der Armin -Wolf gibt sicher seinen Namen auch für dieses Stadion her.Charivari wird es dem Jahn danken.
    Ich habe von unseren allseits geliebten Herr Wolberg,nicht anderes erwartet – “ der Jahn braucht ein neues Stadion,dann haben die kleinen Leute auch Spaß“.
    Das ist eine Frechheit!!!

  • Unten bleiben!

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    Hat die Grünenfraktion tatsächlich geschlossen für das Stadion plädiert?
    …!!!! Bitte um Richtigstellung oder Rechtfertigung.

  • Joachim Datko

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    Ich würde gerne mitmachen, wenn jemand einen kleinen Stand in der Fußgängerzone für eine Beibehaltung des jetzigen, traditionellen und preiswerten Stadions organisieren würde.

  • H. Müller

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    Ach, im Vergleich zu unserem großen Wolli, da sind wir anderen halt einfach nur klein.

  • Lothgaßler

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    Die Regensburger Badebetriebe haben eine eigene Geschäftsführung.
    Doch diese Geschäftsführung entscheidet nicht über die Geschäfte, das übernehmen hier Personen mit Doppelfunktion Aufsichtsrat + Stadtrat/ Bürgermeister.
    Die Badebetriebe halbieren den Gewinn, den die REWAG an sie abführt. Was ist, wenn die REWAG verstärkt in erneuerbare Energien investiert, und dann nicht mehr die vielen Millionen überweisen kann? Dann ist vermutlich die Geschäftsführung schuldig, und der Aufsichtsrat wurde „falsch informiert“.

    Diese verquere politisch-ökonomische Verquickung kennen wir doch schon von der Bayern-LB.
    Von daher kennen wir auch den Schaidinger Hans als großen Wirtschaftscontroller

    Es ist und bleibt ein geschmackloses Getrickse um die Verwertung von städtischen Immobilien bzw. Grundstücken. Das neue Fussballstadion ist das Feigenblatt, um an die Grundstücke am und um das alte Stadion ranzukommen. Um nichts anderes geht es hier.

    Der Stadionneubau ist aus Sicht der Stadt eine riesige Geldvernichtung, aus Sicht der Bauwirtschaft eine gut sprudelnde Geldquelle.

    Grüne, Sozis und Freie Wähler: Schande, Schande, Schande!!!
    Im Gegensatz zu früheren Zeiten vergessen die neuen Medien und ihre Nutzer nicht so schnell. Diese Abstimmung wird euch lange nachhängen. Jede versenkte Million wird mit euren Namen verbunden werden.

  • Scott Bladeweaver

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    Hui Hui Hui,

    da haben sich die Herren im Stadtrat wieder was eingebrockt. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an die hitzige Diskussion als die Stadt damals den Regensburg Legionären etwa 600.000 Euro gegeben hatte um die Spielstätte auf die WM vorzubereiten. Ein Zuschuss, der im Nachhinein ja doch nicht so schlecht angelegt war, wie sich herausgestellt hatte.

    Aber ein neues Stadion für den Jahn mit Kosten von sicherlich weit mehr als 20 Mio Euro für einen Fußballverein, der es selten schafft seine Rechnungen zu bezahlen? Ich bin mir nicht sicher, ob das ein kluger Schachzug war.

    Man verstehe mich nicht falsch, ich bin sicher kein Gegner eines Stadions für den Jahn. Aber nicht zu diesen Bedingungen. Wenn der SSV sportlich, wie auch finanziell erfolgreich ist, dann gerne; wenn der Jahn selbst etwas zum Stadion beitragen kann.

    Denn es muss jedem klar sein, dass die Kosten eines neuen Stadions von allen Bürgern der Stadt getragen werden muss, wenn der Jahn nicht selbst baut. Und ich habe noch nie erlebt, dass es alle 150.000 Einwohner ins Stadion geschafft haben.

    Wenn die Stadt dem Jahn helfen will, dann soll man sich darum kümmern den Verein wieder auf die Beine zu kriegen, die Finanzen zu sanieren und den Verein auf Erfolgskurs bringen. Wenn das dann läuft, darf sicher wieder von einem neuen Stadion geredet werden.

    Just my two cents

  • CSU-Mitglied

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    Ich versteht die ganze Aufregung und hervorgebrachte Kritik nicht an dem geplanten Fussballstadium.

    Der volkswirtschaftstudierten Aufsichtsratsvorsitzende der REWAG GmbH & Co KG und der Regensburger Badebetriebe GmbH gibt doch nur 20 – 40 Millionen EUR aus!

    Dies sind Penuts gegenüber den 3,7 Milliarden EUR die durch seine Tätiglkeit als Mitglied des Verwaltungsrates der LB Bayern für den Kauf einer maroden Bank ausgegeben wurden.

    Es wäre eine schöne Geste der Bürgerinnen und Bürger, wenn dieses Stadion nach dessen Schöpfer und erfolgreichen OB Hans Schaidinger benannt würde.

  • Veits Manfred

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    Zu fragen und von der Rechtsaufsicht von Amts wegen zu prüfen ist doch:

    Werden die allgemeinen Grundsätze der Gemeindeordnung eingehalten?
    http://by.juris.de/by/GemO_BY_1998_Art61.htm

    Insbesondere Art. 61 Abs. 2 und 3 GO?

    Ein Blick zum FC Augsburg (wikipedia) zeigt:
    Dort hat man eine städtische Förderung der Fussballs-Clubs davon abhängig
    gemacht, dass dieser in die 2. Bundesliga aufstieg. So wurde das
    Risiko und die Kosten für Augsburg minimiert (!!), wie es Art. 61 GO fordert.

    In Regensburg soll die Bürgerschaft auch dann überschlägig 70 Millionen und ggf. mehr
    zahlen (Lebenszyklus des Stadtions) , selbst wenn der Jahn die 3. Liga nicht halten kann
    (was ihm keiner wünscht, aber allein aufgrund des „dünnen“ Spielerpools zu befürchten ist).

    Und: Wir haben es hier nicht mit einer Pflichtaufgabe der Gemeinde zu tun ( wie etwa ÖPNV),
    sondern mit einer freiwilligen „KÜR“. Der Kämmerer berichtete in der Ratssitzung davon, dass
    die Verwaltung allein 9 Millionen Euro pro Jahr für die Schulden der Stadt zahlt.

    Als OB Schaidinger sein Amt 1996 antrat, beliefen sich die Schulden auf ungefähr 150 TEURO
    – und heute?

  • Jochen Schweizer

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    Interessant ist das die Tabelle und Grafik des Schuldenstandes 2009 Enden.
    Ob es hierfür einen Grund gibt, dass die Zahlen für 2010 im August 2011 nicht veröffentlicht werden?

  • petry Peter

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    Lieber Scott auch ,wenn Ihr Baseballer es noch so oft runter leiert ,wie toll es war das die Stadt 600.000 Zuschuß gab, deswegen sitzen obwohl Ihr in der 1 Bundesliga spielt max 100 Hansel im Stadion.
    Rechnet sich das???

    Beim Jahn sitzen ,wenn er 3 Liga spielt mit sicherheit mehr drin!!

  • Lothgaßler

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    Wie kann die Stadt dem SSV helfen?

    Nachdem ohnehin die Stadt das Risiko trägt, könnte man die Spieler und Hauptamtlichen auch gleich bei der Stadt anstellen, wenn nicht gleich verbeamten.
    Damit wäre auch sichergestellt, dass es immer einen Nutzer für das Stadion gibt.
    Auch das Problem „Sponsor“ wäre erheblich entschärft. Der volkseigene Fussballbetrieb „Rothosen“ bräuchte nach gut sozialistischer (christsozial, sozialdemokratisch) Tradition dann keinen Kapitalisten, der ihn aushält.
    Nach der Karriere könnten die Spieler dann wieder etwas an die Gesellschaft zurückgeben, z.B. Schnee schippen, oder Straßen kehren.

  • Lothgaßler

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    Heuchler!

    Euer Hansi bringt einfach nix gscheits mehr zsamm.
    Jetzt muss ein Fussballtempel her. Spiele für das Volk.
    Aber Hansi ist im Herzen ein Macher, ein Baumensch. Brot gibts fürs Grundstück und für den Stadionneubau.
    Die Frage ist nur: Wer bekommt das Brot, wer bekommt die Krümel?

    Es liegt auch Ironie in der Angelegenheit:
    SSV = Sommer Schluss Verkauf!

  • Pragmatiker

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    Das eine (100 Zuschauer bei einer Randsportart) ist so kläglich wie das andere (3200 Zuschauer bei einer Volkssportart).

    Ist aber auch wurscht. Das Baseballstadion ist nicht mehr zu verhindern, das steht bereits (egal wer das damals finanziert hat und ob’s überhaupt sinnvoll gewesen wäre, das zu verhindern).

    Das vollkommen überflüssige Jahnstadion hingegen ist noch zu verhindern. Auch wenn’s allmählich knapp wird.

    Haben sich die vielen, vielen anderen Regensburger Sportvereine eigentlich schon mal überlegt, wie’s künftig um die kommunale Sportförderung aussehen wird, wenn die Stadt künftig weitere Millionen von Euro in den Schuldendienst fürs Fußballstadion stecken muss? Na? Ist Euch wohl piepschnurzegal, Ihr feisten Vorstände von SG PostSüd, ESV27, Veloclub, Freier TuS, SG/DjK, und so weiter.

  • Robert

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    An Pragmatiker:
    Hat dein Fallmanager der ARGE eigentlich keine sinnvollere Aufgabe? Hier ständig Stimmung gegen das Stadion zu machen, kannst du eigentlich in den Spiegel sehen ohne dich selbst schlecht zu machen ? Interessant wäre auch wie dein engeres Umfeld mit dir klar kommt :-)

  • Pragmatiker

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    Lieber Robert,
    wie wäre es, wenn Du auf die schlechten Botschaften reagierst anstatt den Überbringer derselben ans Bein zu pinkeln? Oder fallen Dir schlicht keine Argumente FÜR ein neues Stadion ein?

  • Robert

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    Du möchtest Argumente? :-) hier welche die selbst du verstehst.
    ich bin Regensburger
    ich bin Fußballfan
    und das Stadion in dem wir spielen ist nur peinlich für die Region
    hier mal eine Sicht von außen für dich ist ab der Minute 9:40 interessant
    schau es dir an http://youtu.be/LCkDxVQUBQY

  • Joachim Datko

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    Zu 6. August 2011 um 6:22 Uhr

    Meiner Ansicht nach ist der Jahn traditionell am Rande der Pleite. Da kriecht man seit Jahrzehnten finanziell am Boden. Ich erinnere mich, wie der Jahn schon beim OB Schlichtinger, vor Jahrzehnten, mit dem Bettelstab angeklopft hat.

    Das jetzige Jahnstadion hat Geschichte, was will man mit einem extrem teuren Stadion auf der grünen Wiese? Mit weit über 10.000 Plätzen hat der Jahn ein großes Stadion für einen drittklassigen Verein.
    Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Jahnstadion_%28Regensburg%29

    Über dem jetzigen Stadion ist genug Platz für den Pleitegeier, der kann dort in aller Ruhe seine Runden drehen.

  • StuhloderSessel

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    @Robert
    Du bist also ein Fussballfan aus Regensburg und das Stadion an der Prüfeningerstraße ist dir peinlich?

    OK. Dann bau`n wir dir halt ein neues Fussballstadion. Diese Argumente sind nun wirklich schlagend.

    Ist dir sonst noch irgendwas peinlich? Können wir noch was für dich tun?

  • Dubh

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    @ Robert

    Oh ja, ich finde es auch immer ungeheuer peinlich, wenn Fußballer und ihr Drumrum das Maul aufmachen, und ellenlang redundant das erzählen was man eben sah – oder sind mittlerweile überwiegend Blinde Fans, oder Leute, die dem was sie sehen, geistig nicht entfernt zu folgen vermögen?

    Und der Herr Trainer, wie du, ihr habt leider nicht kapiert, dass es nicht Aufgabe von Kommunen ist Profisport zu subventionieren – freies Unternehmertum und so finanziert sich selbst oder eben nicht.
    Da hat der Staat, die Kommune ihre Finger vollkommen rauszuhalten, das wäre die reine Lehre – oder sind wir hier neuerdings im Kommunismus?

  • Lothgaßler

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    @Robert
    Sie schreiben: „ich bin Fußballfan und das Stadion in dem wir spielen ist nur peinlich für die Region“

    Ich finde es peinlich, von der Allgemeinheit ein Fußballstadion zu fordern, damit ein heimischer Fußballverein mit kleiner Fangemeinde ein schönes Heim hat und sich das Erlebnis Bundesliga leisten kann.

    Das hört sich an wie: Papa ich bin dein einziger Sohn und pleite, kauf mir diesen tiefergelegten Opel-Manta mit Fuchsschwanz und Heckspoiler, damit ich nicht mehr mit meinem alten Bonanzafahrad durch die Straßen fahren muss.

    Was soll Papa da sagen?

    Fußballfans, werdet erwachsen!

    Wie wäre es, wenn ihr Fußballfans beim Veranstalter der 1. 2. und 3. Liga darauf drängen würdet, dass die Vereine in der 3. Liga ihren nötigen Anteil aus den vielen Millionen Fernseh-Zwangs-Gebühren erhalten würden?
    Der Veranstalter des Spektakels sollte das Risiko tragen und nicht die Kommunen.

  • Martin G.

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    SSV. Plakate im Titelbild.

    Werben die Leute für den Sommer-Schluß-Verkauf ?

    Aber was haben sie anzubieten?

    Warum stehen manche Zettel auf dem Kopf?

  • Blauer Tintenklecks

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    Fehlt nur noch der Untertitel „Alles muss raus!“ ;-)

  • Mama von zwei Schülern

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    … ich möchte auf keinen der vorhergehenden Kommentare eingehen, da ich mich nicht zu sehr für CSU-interne-Rangeleien und Fussball interessiere…

    Nur eines sollten die Eltern der Regensburger Schüler mal lauthals kundtun. Es kann doch nicht sein, daß plötzlich ein Stadion gebaut werden kann, obwohl zahlreiche Regensburger Schulen (aller Ausrichtungen) mittlerweile mehr Ruinen als funktionierende Gebäude sind. Undichte Fenster, geschlossene Toiletten, Putz der von den Wänden fällt, absplitternder Lack an museumsreifen Heizkörpern, Böden die mehr Stolperfallen als sonst was sind, technische und mediale Ausstattungen die keine Worte finden…

    Kann sich eine Stadt mit solchen Zuständen einen Spielplatz für einige wenige Fans, die diesen Platz in zweiwöchigem Rhytmus für 2 Stunden in Beschlag nehmen, leisten bzw. moralisch vertreten – während hunderte von Schülern in diesen Schulen täglich (nicht nur in zweiwöchigem Turnus) unter v.g. Umständen versuchen, sich auf Beruf und Studium vorzubereiten – ein Trauerspiel ohne Ende.

    Auch unsere Schulen sind Aushängeschilder für die man sich mittelerweile nur noch schämen kann…

    Ein Aspekt der bei der ganzen Sinndebatte meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt ….

  • Pragmatiker

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    Sie sprechen mir aus der Seele. Ich finde es auch äußerst beunruhigend, dass sich noch keine Vater und keine Mutter zu Wort gemeldet hat. Verrücktes Regensburg… (oder eher: Sch…egal, nach mir die Sintflut?).

  • Robert

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    Da stimme ich schon zu ,jedoch ist der Bildungsauftrag nicht alleinige Sache der Stadt Regensburg.
    Ich würde empfehlen mit dem Land Bayern zu sprechen wenn es sie so beunruhigt. Wo kommen wir denn eigentlich hin wenn eine „kleine Gemeinschaft“ wie die Anhänger des SSV Jahn Jahre für ein neues Stadion kämpfen dann wird es beschlossen und jetzt tauchen andere Gruppen auf und möchten ohne viel Aufwand das und das und das. Die Jahnfans bestehen großenteils aus normalen Menschen die ihre ganze Familie mitnehmen auch die kleinen Kinder und nicht zu vergessen
    die Rentner die ihr leben lang für die Gesellschaft bezahlt haben und das arbeitende Volk das die steuern auch in Regensburg bezahlt! Ja ich fahre auch zu Auswärtsspielen mit , was mich im Monat mit den Heimspielen ca. 250€ im Monat kostet. Sicher es ist meine Entscheidung aber hier wird so getan als hätte der Jahn lauter Harz 4 Empfänger die eh vom Staat leben und sich noch erdreisten was zu fordern! Sie stört die Situation an den Schulen ? Bewegen sie ihren Hintern und kämpfen sie für ihr Recht wie wir aber hej das könnte ja Zeit und Geld kosten da ist es ja soooooo bequem hier im Internet die welle zu machen.

  • Kein Stadion

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    Kein neues Jahnstadion!

    Die Schulen und Kindergärten sind in teilw. desolaten Zustand.
    Es fehlen Lehrer, Erzieherinnen und Krankenschwestern.

    Und eine Handvoll Jahnfans wollen für zig Millionen ein neues Stadion auf Staatskosten.

  • Reinhold Breuer

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    Nur 2 verdiente Fans habe der SSV Jahn, schreibt BLIZZ heute im Aufmacher Seite 1 unmissverständlich. Die ersten 2-3 Sätze lauten: „Unglaublich, der SSV Jahn ist Wintermeister! Und mit ihm ALLE Fans … . Bravo, ihr BEIDE habt´s wirklich verdient!“ –
    Ob der Tabellenzweite SV Sandhausen (1 Punkt weniger, aber auch 1 Spiel) mehr als 2 Fans hat?

  • Regensburger

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    Nobody is perfekt :-)

  • Regensburger

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    An alle Regenburger Ewig-Gestrigen,
    wenn es nach euch ginge dann würde sich Regensburg immer noch leibhaftig im Zustand das Mittelalters befinden.
    „GEGEN ALLE VERÄNDERUNGEN UND ALLES WAS NEU GESCHAFFEN WERDEN SOLL“
    einfach gegen ALLLES sein!

    Die Zeit bringt Veränderungen nun mal mit sich, auch in Regensburg
    …und wenn man nicht Dornröschen-Stadt sein will, muss man aktiv sein, was der Stadtrat zur Zeit auch ist.

    Wenn es nach der ewig gestrigen Schildbürgerschaft geht, dann gäbe es kein Theater, keinerlei Sportplätze, keinerlei Einrichtungen, die dem gemeinen Bürger halt mal in der Regel Spaß machen und ihm seinen Alltag verschönern. (Kraft tanken für den Alltag)

    Wir leben ja nicht nur um zu arbeiten, wir arbeiten auch um Freude am Leben zu haben.

    Geht nach Nordkorea, dort ist es so, wie ihr es gern hättet, aber ob ihr dann auf Dauer damit Freude hättet steht auf einem anderen Blatt.

    Dagegen, Dagegen, Dagegen, gegen Alles! Bravo!
    M.a.R.

  • August

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    @Regensburger 23.12.2011

    Und wenn das 5. Lichtlein brennt…

    Glück gehabt, dass Du noch kurz vorm Christkind aufgewacht bist.

  • Nordman

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    Hallo Regensburger,

    hier ein „ewig Gestriger“, Ihr geistiger Horizont liegt etwa in der Weite eines Kuchentellers.

    Sollten Sie sich mal die Mühe machen und das verstehen was hier einige schreiben könnten Sie unschwer erkennen das es hier nicht um das Stadion an sich geht sondern um die Finanzierung.
    Die Bürger sind nicht bereit dafür zu bezahlen.
    Sollten sich von Ihnen genannten Einrichtungen selbst finanzieren wäre es den meisten egal.

    Es ist nur unschön wenn Bürger über städtische Abgaben und Energiepreise abgezockt werden um dann verdeckt derartiges zu finanzieren.
    Die Meinung vom Stadtrat ist nicht die Meinung vom Bürger, der Stadtrat ist nur von einer Minderheit gewählt, alle Bürger die sich nicht an der Wahl beteiligen lehnen den Stadtrat, dessen Kanditaten grundlegend ab.

    Zukunft, ja bitte, aber nicht um jeden Preis.

  • Stefan Kick

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    Jawoll, ein Stadion braucht der JAhn und Regensburg! Damit man im Erfolg gleichziehen kann mit

    – 1860 München (nach Stadionmitbau pleite und nach Arabien verkauft)
    – Arminia Bielefeld (nach Stadionneubau pleite und nach Bundesligajahren nun abstiegsbedrohter Drittligist)
    – Alemannia Aachen (nach Stadionneubau auf dem Weg von der 1. in die 3. Liga)
    – Hoffenheim (nicht lebensfähig ohne großen Gönner)
    – …

    Schöne Grüße von einem Fan der SpVgg Fürth (KEIN Stadionneuba, keine Schulden, auf einem Afstiegsplatz zur 1. Liga, im DFB-Pokal Viertelfinale)

  • Dubh

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    Regensburger:
    An alle Regenburger Ewig-Gestrigen,
    wenn es nach euch ginge dann würde sich Regensburg immer noch leibhaftig im Zustand das Mittelalters befinden.

    Da schimpft sich einer Regensburger, und hat offenbar nicht die leiseste Ahnung von der Geschichte der Stadt, deren Hochzeit nun mal das Mittelalter war.
    Wären wir hier heute noch auf dem Stand des Mittelalters, dann wäre Regensburg allerdings eine der führenden Städte Europas.

    Samt 5 neuer Stadien kommt Regensburg mit solcher Politik aber nicht mal mehr in die Nähe bei irgendwas führend zu sein, außer beim kompletten Kaputtmachen dieser Stadt.

  • frage

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    jetz wird verständlich, warum viele sich diese zeit zurücksehnen. sie wollen wieder die nummer 1 sein. und anstatt was dafür zu tun das man das wieder wird, versucht man einfach die zeit zurückzudrehen.

    richtig: eine zeitmaschine zu erfinden ist nicht so anstrengend wie arbeiten.

  • Pragmatiker

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    Klar, man wird garantiert die Nummer eins, wenn man das Geld von anderen verpulvert, schon klar, schöne Logik. Nur was das mit „arbeiten“ zu tun hat habe ich nicht verstanden. Erklären Sie’s mir doch bitte.

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