Emil Orlik – Ein Künstler der Jahrhundertwende

Zwischen Japan und Amerika Der deutsch-böhmische Künstler Emil Orlik (1870–1932) gilt als Meister des Farbholzschnitts: Als einer der ersten Künstler reiste er 1900 nach Japan, um dort seine Kenntnisse der alten Drucktechnik zu vertiefen. Seine Eindrücke von Japan und von weiteren Ländern, die er besuchte, darunter China, Ägypten und Amerika, hielt er in zahlreichen Zeichnungen fest. Die Regensburger Ausstel­lung folgt den Stationen von Orliks Reisen anhand von Zeichnungen, Druck­grafiken und einigen Gemälden aus dem Bestand des Kunstforums, ergänzt durch ausgesuchte Leihgaben. Laufzeit: 18. November 2012 bis 3. Februar 2013 Pressekonferenz: Freitag, 16. November 2012, 11 Uhr Eröffnung: Samstag, 17. November 2012, 19 Uhr Geboren in Prag, studierte Orlik (1870–1932) in den frühen 1890er Jahren in München. Zu seinen Wirkungsstätten gehörten zunächst die Heimatstadt, später Wien und ab 1905 auch Berlin. Doch seine künstlerische Entwicklung zwischen Realismus und Jugendstil war eng mit dem Reisen verbunden. In den Ländern Europas wie auch in Japan, Ägypten, China und Amerika fand er zahlreiche inhaltliche Inspirationen sowie technische Anregun­gen. Eine besondere Bedeutung kommt Orlik als experimentierfreudigem Grafiker zu, der um die Jahrhundertwende im Kreis der Wiener Secessionisten um Gustav Klimt als Spezialist für den Farbholzschnitt galt. Als einer der ersten Künstler hatte er im Jahr 1900 Japan besucht, um in den dortigen Werkstätten seine Fertigkeiten in dieser Technik zu perfektionieren. Die Ausstellung im Kunstforum zeichnet die Stationen von Orliks Reisen im Zeitraum zwi­schen 1898 und 1930 nach. Im Zentrum stehen die erste Japanfahrt des Künstlers und der Einfluss des japanischen Farbholzschnittes auf sein Schaffen. Orliks lebendige Skizzen vermitteln seine persönlichen Eindrü­cke fremder Länder; in Druckgra­fiken und Gemälden verarbeitete er später die gesammelten Motive weiter. Ausgesuch­te Leih­gaben ergänzen den unter neuem Blickwinkel ausgewerteten Sammlungs­schwerpunkt des Kunst­forums: ein facettenreicher Überblick über ein Werk, entstanden »zwischen Japan und Amerika«, wird geboten. Ein umfangreiches Programm mit Vorträgen, einer Lesung, einem Konzert und einem »Japan-Tag« in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Regensburg begleitet die Ausstellung. Das »Junge Kunstforum« lädt Kinder und Jugendliche zur kreativen Ausei­nandersetzung mit Orliks Werken ein. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerberverlag.

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