Ersatztrasse: „Lächerliche Diskussion um Minuten“

Alles Nein-Sager? Nach den Altstadtfreunden hat sich nun die zweite altgediente Bürgerinitiative gegen den Bau einer Ersatztrasse ausgesprochen. Ost- wie Westtrasse würden „in verantwortungsloser Weise in die über Jahrhunderte gewachsene Stadtlandschaft beiderseits der Donau eingreifen“, schreibt das 1972 gegründete Forum Regensburg in einer aktuellen Stellungnahme. Neben den bereits bekannten Einwänden – der Zerstörung des Naherholungsgebiets Grieser Spitz im Fall der Osttrasse bzw. den Bedenken in punkto Denkmalschutz und Welterbekonvention im Fall der Westtrasse – greift das Forum Regensburg aber auch die Art der bisherigen Argumentation von Seiten der Brückenbefürworter an. Namentlich den RVV. „Geradezu lächerlich“ sei die vom Regensburger Verkehrsverbund angestoßene Diskussion um Fahrzeitverlängerungen im Minutenbereich angesichts der massiven Eingriffe in ein Jahrhunderte altes Erbe. „Allein der Gedanke, dass vier Buslinien diese erheblichen städtebaulichen Planungen auslösen, stellt alle Relationen auf den Kopf.“ Grundsätzlich habe der Verkehr eine „dienende, nicht eine prägende Funktion“. Stellungnahme hin, Stellungnahme her: Der bisherige Verlauf des Regensburger Brückenstreits lässt nicht erwarten, dass die Haltung der mehrfach ausgezeichneten Bürgerinitiative (Denkmalschutzmedaille, Theodor Heuss Preis) zu einem Umdenken der Stadtplaner führen wird, ebensowenig die Ablehnung der Brückenpläne durch die Altstadtfreunde. Eigentlich schade. In der Vergangenheit bewiesen nämlich just jene bürgerschaftlichen Gruppen mehr Weitsicht als die städtischen Planer. Einen Eindruck davon bietet ein kurzer Rückblick auf eine Diskussion, die zwischen den 50er und 90er Jahren in Regensburg schwelte. Seinerzeit ging es um die sogenannte „Bayerwaldtrasse“. Anstelle der Eisernen Brücke am Donaumarkt war ein vier- bis sechsspuriges Brückenbauwerk geplant: die „Bayerwaldbrücke“. Über 40 – bis zu 700 Jahre alte – Gebäude rund um den Donaumarkt und am Unteren Wöhrd wurden dafür abgerissen. Über 1.000 Bewohner wurden in andere Stadtviertel ausquartiert. Von dieser Bayerwaldbrücke aus sollte die Trasse weiter über den Unteren Wöhrd nach Stadtamhof und schließlich zur Bayerwaldstraße führen. Das vierspurige und deplatziert wirkende Straßenstück mitten in Reinhausen zeugt heute noch von diesen Plänen. Die Wochenzeitung die Zeit urteilte damals: „Die Regensburger Kommunalpolitiker (sind) auf dem besten Wege, ihre Altstadt zu zerstören – nicht vorsätzlich,, nicht einmal fahrlässig, sondern – so hat es zumindest den Anschein – einfach, weil sie die Tragweite anstehender Entscheidungen nicht übersehen“ (Hier der komplette Artikel aus dem Jahr 1974: Bataille um eine Brücke). Die Stadt widerstand einer Flut von Einwänden, Argumenten und Ratschlägen aus der Bürgerschaft und verkaufte die Planung als zwingend notwendig für eine positive Entwicklung Regensburgs. Die Gegner wurden als „Radikale“, „Kommunisten“ oder „städtische Apo“ diffamiert. Vorne dabei bei diesen „Radikalen“: das Forum Regensburg und die Altstadtfreunde. Mit massiver Öffentlichkeitsarbeit schafften sie es schließlich, Widerstand auf breiter Basis zu organisieren. Auch drei Stadträte ließen sich überzeugen. Walter Annuß, Herbert Brekle und Christa Meier scherten aus ihrer Fraktion aus. Das Projekt wurde schließlich beerdigt. Der Bau der Eisernen Brücke 1989 zog einen (vorläufigen) Schlussstrich unter die Verkehrsplanungen zur „Bayerwaldtrasse“. Ein Ende des aktuellen Regensburger Brückenstreits ist dagegen noch nicht abzusehen.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (19)

  • Bernd Neumann-Henneberg

    |

    Einen Weg für die Busse will man ja gar nicht erwägen: Warum fahren die eigentlich nicht übers Wehr? Wenn man sie schon nicht über die Autobahn fahren lassen will, gäbe es ja das Wehr noch als Alternative. Der Umweg ist sicherlich halb so lang wie über die Nibelungen-Brücke, das Wehr ist für den Schwerlastverkehr ausgebaut und mit Hilfe einer Ampel kann man die einspurige Straße ohne weiteres befahren lassen!

  • toni

    |

    Herr Neumann-Henneberg – wissen sie was am südlichen und nördlichen Ende des Wehres ist? Können Sie uns erklären wie man den Bus zum nördlichen Anfangspunkt des Wehres führen muss um mit dem Bus überhaupt das Wehr befahren zu können?

    Es ist furchtbar. Die Besserwisserei der Allesgegner ist nicht mehr auszuhalten. Ich warte drauf, dass diese Alleswisser endlich fordern: Schaffen wir die Busse endgültig ab, sollen die Leute doch sehen wie sie in die Arbeit oder in die Schule kommen.

    Wir wollen alle weniger oder möglichst keinen Autoverkehr (wegen Feinstaub, Abgasen, saurem REgen usw. usw.), die Alternative lautet ÖPNV. Dieser ÖPNV ist wichtig für viele, viele Menschen in unserer Stadt. Deshalb brauchen wir Brücken für einen schnellen, attraktiven ÖPNV. Was es bedeutet das ÖPNV-Angebot nicht mehr in der gewohnten Nähe und Attraktivität geboten zu bekommen, darüber können Anlieger des südlichen Sallerner Berges, in Reinhausen oder in Stadtamhof jetzt ganze Arien singen, aber das ist den Gutmenschen von Altstadtfreunden und Forum, die wahrscheinlich nicht mal mehr wissen, wie man den Bus benutzt vollkommen egal. Hauptsache sie bekommen recht, „was stört es mich, wenn ein 10-jähriger statt täglich 60 Minuten jetzt 90 Minuten im Bus sitzt, mich triffts ja nicht.“ nur so kann man die jetzige Diskussion erklären.

    Die Ego-Gesellschaft wird immer und immer wieder gepflegt, wir Anderen, wir die ÖPNVV Benutzer sind denen doch wurscht.

    ÖPNV-Nutzer wehrt euch endlich, geht in die Offensive und bringt eure berechtigten Interessen zur Geltung, durch Kommentare hier und durch Leserbriefe in der Tageszeitung. Zeigt den Gutmenschen wie das wirkliche Leben außerhalb akademischer Diskussionszirkel und L.e.d.e.r.e.r ist.

    Noch ein Wort zum Jahrhunderte alten Erbe – Ichnhoffen, dass die Altstadtfreunde und -forums Mitglieder, so sie in einem historischen Haus leben das Jahrhunderte alte Erbe auch vollständig bewahrt, d.h. auf Elekto- und Wasserleitungen, im Patrizierturm oder in der Mittelalterlichen Kaufmansburg verzichten.
    Erbe erhalten ja, die Stadt zum Freilichtmuseum machen nein.

    Im 21. Jahrhundert gibt es im ÖPNV Omnibusse und keine (Post)Kutschen mehr. Das ist Fakt, daran führt auch für Erbebewahrer kein Weg vorbei – sollte man glaube. Angesichts mancher Argumentation sind Zweifel aber durchaus angezeigt.

  • Aha

    |

    @toni

    ihre haltung zu brücken, ok. sie sind eben ein öpnv-gutmensch. ihr – anders kann man es nicht ausdrücken – saudummes gelaber übers lederer sollten sie sich sparen. dort tagt kein forum regensburg, keine altstadtfreunde und kein herr neumann-henneberg. auch postkutschen stehen dort selten. ebenfalls fanden dort keine veranstaltungen zum thema öpnv oder ersatzbrücken statt. und was die akadenmischen zirkel betrifft. nur kein neid. spritzen sie ihr gift woanders hin

  • toni

    |

    danke für die hochakademische Aufklärung aha.

    Haben Sie zur Sache auch was zu sagen?

  • Andreas

    |

    Das Argumnnt „Jahrhunderte altes Erbe“ sollte man doch mal ein wenig relativieren.

    Der Eiserne Steg in Regensburg ist in dieser Form ein Provisorium, das nach der Zerstörung des Originals am Ende des Zeiten Weltkrieges dort so aufgebaut wurde.

    Vorher stand dort eine wunderschöne Bogenbrücke, die dem heutigen Provisorium an Ästhetik weit überlegen war.

    Wenn man beim Bau einer Ersatztrasse wirklich bescheiden bleibt – also wirklich nur ein Brückenbauwerk, das für ÖPNV und Notfalleinsatz einspurig befahren werden darf – und dabei die Ästhetik dieser Bogenbrücke wieder erstehen lässt, ist gegen einen solchen Bau wirklich nichts einzuwenden.

    Regensburg hat zwar eine große Vergangenheit, aber das ist noch lange kein Grund, daraus eine Museumsstadt zu machen.

  • Brachvogel

    |

    Wenn man sich die Debatte um Verkehrsbauten in Regensburg ansieht muss man zu dem Ergebnis kommen, dass alles über einen Kamm geschoren wird. Es wird nicht mehr darauf Rücksicht genommen, ob eine Straße oder Brücke dem Busverkehr oder dem Individualverkehr dienen soll, nein, alles wird erstmal schlechtgeredet.

    Laßt uns doch erst mal abwarten, wie sich eine ÖPNV-Trasse auf der sogenannten Westtrasse gestalterisch einfugen oder eben vielleicht auch nicht einfügen würde. Heute gibt es Computeranimationen mit denen Planungen realistisch dargestellt und von allen Seiten begutachtet werden können, ohne einen Kubikmeter Beton oder Stahl bewegt zu haben.

    Wer jetzt schon weiß, dass eine Brücke (Westtrasse) quasi der Untergang der hsitorischen Erbes von REgensburg wäre ist entweder Hellseher oder Scharlatan, oder einfach nur dagegen, weil es modern geworden ist dagegen zu sein.

    Ein Vergleich mit der geplanten Bayerwaldbrücke ist je nun wirklich völlig an der Sache vorbei, zum einen geht heute um eine ÖPNV-Brücke und nicht um eine 4-spurige Stadtautobahn und zum anderen würde für diese ÖPNV Brücke (Westtrasse) nicht ein Haus abgerissen.

    Aber wenn man bei den Fakten bliebe könnte man ja nicht den Weltuntergang skizzieren und seien Globalverneinung damit rechtfertigen.

    PS:
    Auch übrigens, eine Schönheit ist der Eiserne Steg ja nun wirklich nicht und besonders fußgänger-, behinderten- und radfahrerfreundlich ist er auch nicht.

  • Bernd Neumann-Henneberg

    |

    Zitat:Herr Neumann-Henneberg – wissen sie was am südlichen und nördlichen Ende des Wehres ist? Können Sie uns erklären wie man den Bus zum nördlichen Anfangspunkt des Wehres führen muss um mit dem Bus überhaupt das Wehr befahren zu können?
    Oh ja, ich für meinen Teil würde jedoch einen Pferdeomnibus von Stadtamhof zum Bahnhof vorschlagen. Auf der Trasse des Altstadtbusses, den könnte man dann auch gleich begraben. Gabs übrigens schon 1894.

  • Brachvogel

    |

    Pferdeomnibus – sind sie da wohl mitgefahren, weil sie so dafür schwärmen. War´s schön?

    Ich hab mir heute die Nordseite angesehen. Wollen sie den Bus über den Radfahrersteg über den Kanal schicken oder soll der Bus über den Dultplatz und den Fussweg nebst steilem Anstieg ziwschen Kanal und Kraftwerksüberlauf direkt von Stadtamhof kommen oder doch besser am RT-Bad vorbei irgendwie auf die Wehrbrücke.

    Bei aller Liebe Herr Neumann-Henneberg viel Ahnung von den nötigen Fahrbahnbreiten für den Busverkehr können sie nicht haben. Sie sollten auch mal drüber nachdenken, wieviele Busse da pro Stunde drüber müßten und wie lange die dafür im einspurigen Betrieb brauchen würden. Ich schätze mal, dass die Stunde dann etwa 87 Minuten haben müßte, wollte man den ÖPNV im bisherigen Umfang auf dieser Strecke führen.

    Ihr Vorschlag reiht sich also nahtlos in die bisherigen Vorschläge der Brückengegner ein – klingt toll und negiert die Realitäten.

  • FAltstadtbewohner

    |

    Leute die Brücke kann technisch nicht auf den Weißgerbergraben stoßen, sondern müsste auf Höhe der Brunnleite gebaut werden. Das ist alles nicht zuträglich. Aus meiner Sicht ist die Verlängerung der Altdorferstraße die einzige Möglichkeit eine Westtrasse umzusetzen und selbst das wird schwer um und durchzusetzen sein. Der jetzige Eiserne Steg ist aus meiner Sicht ein Kriegsdenkmal. Selbst die Bogenbrücke war schon ein Fußgängerübergang.

  • Hannes

    |

    In der Diskussion um die Ersatzbrücke für die „Steinerne“ fällt mir immer wieder auf, wie engstirnig BEIDE Seiten aufeinander losgehen. (Teilweise ist das hier in den Kommentaren sehr gut nachzulesen!)

    Eine weitere Brücke für Regensburg klingt erstmal ganz nett, wenn wir uns dann aber mal auf die Steinerne Brücke stellen und nach links und rechts schauen und uns jetzt überlegen, wo hier noch eine vernünftige Brücke hin soll, dann wird es schon eng!

    Gut kein Problem, dann eben keine weitere Brücke. Natur und Ruhe liebt immerhin jeder von uns :)

    Ich vermisse eine Diskussion um die Bürger/Bustrasse (oder so) die an der Wöhrdstraße gedacht war. Immerhin wurde hier ausgerechnet, dass sich dadurch ebenfalls viel Zeit (ein wichtiges Argument) einsparen lassen könnte.

    Mir fehlt in der ganzen Diskussion die Besonnenheit auf die Bedürfnisse und Wünsche der „Gegenseite“ zuzugehen und diese erstmal als geltend (!!!!) stehen zu lassen.

    Demokratie ist NICHT das Beschaffen von Mehrheiten (egal um welchen Preis), sondern vielmehr eine konstruktive und humane Auseinandersetzung, an derem Ende ein Kompromiss steht, denn beide Seiten tragen können. (Anbei: Eine Haltung die dieser Stadt wirklich zuträglich wäre.)

    Mein Vorschlag: Eine Einberufung eines mediativen Verfahrens (http://de.wikipedia.org/wiki/Mediation) zu dem alle Parteien eingeladen sind. Weiterhin geben wir uns alle noch ein wenig Zeit, auch wenn das für den ein oder anderen eine Umstellung verlangt.

    Zum Schluss ein Gedicht:

    Wirklicher Reichtum
    hat nichts
    mit Quantität zu tun

    sondern
    mit der Qualität
    der Lebensfreude

    sowie
    der Fähigkeit
    zur Freundschaft
    und Liebe.

    (Mike Mischkowski – http://www.mike-mischkowski.de)

  • Bernd Henneberg

    |

    Zitat: Ich hab mir heute die Nordseite angesehen. Wollen sie den Bus über den Radfahrersteg über den Kanal schicken oder soll der Bus über den Dultplatz und den Fussweg nebst steilem Anstieg ziwschen Kanal und Kraftwerksüberlauf direkt von Stadtamhof kommen oder doch besser am RT-Bad vorbei irgendwie auf die Wehrbrücke
    offensichtlich zum ersten Mal! Ich will ja niemanden mir nichts dir nichts über das Wehr mit dem Bus schicken! Aber bevor ich eine neue Brücke bau, schau ich doch erst Mal was sonst noch geht. Oder? Und wenn nicht, dann fang ich erst mal das Überlegen an und nicht das Nachschauen ob etwas geht oder nicht!

  • Brachvogel

    |

    Wenn sie sich die Wehrbrücke vor ihrem ersten Beitrag angesehen hätten dann hätten sie den Vorschlag nicht machen dürfen, weil sie dann hätten erkennen müssen, dass es da nicht geht, bzw. ohne wesentliche Veränderungen und Eingiffe am Kanal oder am oberen Wöhrd nicht geht.

    Ihr Erstbeitrag ist typisch für die aktuellen Diskussionen, es werden Luftballons aufgeblasen und möglichst lange in Ehren gehalten, hier die Wehrbrücke, dort eine Tunnellösung, die den Sicherheitsvorschriften nie und nimmer genügen kann.

    Aber wen interessieren den Dinge wie DIN-Vorschriften und Sicherheitsvorschriften, realistische Fahrzeit-Wegstrecken-Abgleiche usw. usw. Hauptsache man opponiert.

    Übrigens, die Verwaltung ist schon viel weiter mit dem schauen was geht und was nicht geht. Sie können es unter http://www.regensburg.de in den entsprechenden Sitzungsvorlagen nachlesen. Aber wer macht das schon? Man könnte ja dort argumente entdecken die man nicht sachlich widerlegen kann und dann dürfte man auch nicht mehr dagegen sein um des dagegen sein wollens ohne sich der Ignoranz schelten lassen zu müssen.

  • Gipfelstuermer1206

    |

    @ Hannes

    Diese von Ihnen erwähnte Mediationsverfahren wurde bereits unter der Leitung des Institut Schäuble initiiert und nach 27 Stunden mit gem Ergenbiss abgeschlossen, das es keinen gemeinsamen Konsens gibt. Damals wurden aber seitens der Vertreter von Stadt und RVV argumentative Elemente benutzt, die sich auf Aussagen der Altsstadt Kaufleute etc. bezogen. Diese sind bis heute weder erneut aufgegriffen noch in irgend einer Form bestätigt worden. Ich selbst habe diesem Trauerspiel beiwohnen dürfen. Desweiteren wurden vllig kuriose Redebeiträge zugelassen, nur um den “ Brückengegner“ Zeit für Darstellungen zu nehmen. Der Mediatorin Fr. Schäuble habe ich in diesem Zusammenhang den wohlbekannten Satz : “ Dessen Brot ich ess, dessen Lied ich pfeiff “ ( für ihre Art die Veranstaltung zu „leiten“ ins Brevier geschrieben.

    Ein weiters Mal dies zu wiederholen hieße reine Zeitverschwendung.

  • karl

    |

    Ich find das Ergebnis der Umfrage hier auf regensburg-digital interessant.

    Wenn hier bei 250 Teilnehmern schon eine knappe Mehrheit für eine Ersatztrasse rauskommt spricht das Bände, da sich auf Regensburg digital meist die Nein-sager-Fraktion versammelt.

  • Gipfelstuermer1206

    |

    @ karl

    Im Gegensatz zu Ihnen sind mir mehr Ablehner als Befürworter bekannt und „knappe Mehrheit “ bei rd. 250 TN zu reden entbehrt jeglicher Basis eines regelkonformen Poll. Aber es muss sich ja auch irgendetwas finden lassen, um sich irgendwie zu äußern.
    Im Übrigen verwehre ich mich entschieden, die hier Schreibenden als Nein Sager Fraktion abzukanzeln. Diese Recht steht Ihnen mit sicherheit nicht zu und zeugt von dem „Geist “ der Sie zu beseelen scheint.

  • karl

    |

    zu Gipfelstürmer

    wir haben Meinungsfreiheit in diesem Land und deshalb steht es mir sehr wohl zu meine Meinung zu den vorgängen und Äußerungen abzugeben.

    Zu Ihrer Verunglimpfung des Moderationsverfahrens nur noch folgende Anmerkung wenn sich die Brückengegner mit der Beweglichkeit eines Betonblocks im Moderationsverfahren verhalten beisst sich jeder Moderator die Zähne aus, das hat mit der Frage des Auftraggebers aber mal gerade null und gar nichts zu tun.

    Zum Abstimmungserhgebnis, das jetzt leider von dieser Seite Verschwunden ist – warum eigentlich? – es haben sich rund 250 Leute beteiltigt und es ging etwa 51 : 49 pro Ersatztrasse aus. Das ist Fakt. Sie sollten dareauf verzichten die Rechtmäßigkeit oder Aussagefähigkeit dieses Ergebnisses abzuwerten. Die Brückengegner hätten eine 80 : 20 Ergebnis gegen die Brücke bei 250 Abstimmenden sicherlich als Beleg für ihre Argumentation gefeiert. Dann darf man auch ein gegenteiliges Ergebnis als Faktum festhalten.
    Übrigens die Altstadtkaufleute sind mir in dem Zusammenhang auch egal. Ich muß täglich von A nach B in die Arbeit und darum gehts für die Mehrzahl der ÖPNV-Benutzer die jetzt Umwege in Kauf nehmen müssen. Wen man mit dem bus statt zweimal jetzt in den Stoßzeiten drei mal so lange braucht wie mit dem Privatauto, dann überlegt man schon wieder auf den eigenen Wagen umzusteigen – Wollen wir alle das aber wirklich?

    Ich dachte es wäre seit mindestens 20 Jahren Konsenz in dieser Stadt, dass der ÖPNV attraktiv sein muss, dass der Individuelverkehr den Menschen und den GEbäuden in unserer Stadt schadet. Diesen Konsenz kündigen die Brückengegner jetzt aus Anliegerinteresse – vor meinen Haus will ich keinen Busverkehr – auf. Es lebe St. Florian (verschon mein Haus zünds andre an).

    Wenn jezt vielleicht wieder der Riepltunnel – der sicherheitstechnisch und DIN-regelkonform überhaupt nicht wirtschaftlich darstellbar ist – ins Spiel kommen sollte empfehle ich einen Blick nach Köln.

  • Uwe Fritz

    |

    Die Frage hieß: Brauchen wir eine Ersatztrasse. Eine Trasse kann sowohl eine Brücke als auch ein Tunnel sein.
    Der RVV, bzw. die Planer die diesen Streckenplan entworfen haben, siehe: http://www.rvv.de/index.php?id=0,21, sollten sich aus meiner Sicht fragen: Ist es richtig, dass alle Linien durch die D. Martin Luther Straße oder durch die Keplerstraße fahren?
    Die Analyse wird zeigen das die Quellen und Ziele anders besser und vor allem kostengünstiger bedient werden könnten. Dann sollten sich die Planer fragen: Warum ist das so geregelt worden? Die Antwort liegt beim Dom, der Fußgängerzone, der Gesandtenstraße und der Ludwigsstraße und auch daran, dass östlich der Steinernen nur die Pfaffensteiner Autobahnbrücke als Trasse dienen könnte und gerade die wurde immer gemieden.
    Meiner Meinung gehört die Brücke bei Kneiting ankommen an die CLERMONT-FERRAND-ALLEE endlich gebaut. Des weiteren sollten zwei Tunneltrassen, nämlich eine von der Altdorferstraße und eine vom Jakobigelände aus Stadtamhof anbinden.
    Das wären dem Welterbe zuträgliche Trassen. Im Anschluss könnte darüber nachgedacht werden wie wir unsere schöne Stadt Verkehrsberuhigen und zwar vom Ostentor bis zum Herzogspark.
    In Köln ist furchtbares passiert. Dort ist ein 30 Meter Graben nicht richtig gesichert worden. Neben der DIN Norm gibt es jedoch die DIK, die deutsche Ingenieurs Kunst.

  • leser12.345

    |

    Den Journalisten Aigner achte ich hoch. Doch gehen ihm in Verkehrsfragen (besonders einseitig bei Überschriften)immer wieder die Pferde durch, um Kampagnen zu fördern.

    Die MZ sollte aber kein Vorwand sein für „ausgleichend schlechten Journalismus“. Darauf wies ich ihn bisher intern hin, diesmal nun öffentlich.

    Bereits vor 4 Jahren war ein „BürgerBündnis“ unter dem Motto „Nein zur Ersatz-Brücke über die Donau-Inseln“ an die Öffentlichkeit getreten, vgl. http://www.altstadtfreunde-regensburg.de/index.htm , darunter die „Altstadtfreunde“ und das „Forum Regensburg“. Aigners Nachricht vom 24.2.09 (Großschreibung durch mich) wirkt auf mich daher DOPPELT FALSCH:
    „24. Februar 2009. Von Stefan Aigner
    Alles Nein-Sager? Nach den Altstadtfreunden hat sich NUN die zweite altgediente Bürgerinitiative gegen den Bau einer Ersatztrasse ausgesprochen … Forum Regensburg in einer aktuellen Stellungnahme.“

    seit 06. Mrz 2009, 08:56 Uhr unbeantwortet ist karls „Warum eigentlich?“ s.u.

  • Aigner Stefan

    |

    Kurze Anmerkung zum Kommentar von Leser12.345

    Tatsächlich haben sich das Forum Regensburg und die Altstadtfreunde bereits in der Vergangenheit gegen eine Ersatztrasse ausgesprochen. Allerdings sind die beiden Stellungnahmen, um die es hier geht aktuell und neu.

    Die Umfrage wurde von der Seite genommen, weil das entsprechende Programm die Erreichbarkeit verschlechtert hat.

Kommentare sind deaktiviert