Archiv für 9. Februar 2009

energieeuroEinem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Für das Gros der rund 115.000 Kunden des halbkommunalen Energieversorgers REWAG trifft dieses Sprichwort sicher zu. Sie bekamen nämlich dieser Tage etwas geschenkt: 100 Energie-Euro wurden ihnen als „Dankeschön für ihre Treue zur REWAG“ via City-Mail zugestellt. Was es mit dem neuen Zahlungsmittel auf sich hat, erfährt der geneigte REWAG-Kunde – und jeder, der es noch werden will – schon seit geraumer Zeit, unter anderem durch Radio-Werbung und Heckreklamen an mehreren RVB-Bussen: In diversen Geschäften und Gaststätten – 22 an der Zahl – kann man mit den Energie-Euros ein bis zwei Euro Vergünstigung ergattern. Das dürfte den einen oder anderen sicher freuen. Laut Unternehmenssprecher Ludwig Bergbauer gab es aber neben der Freude über dieses Geschenk, auch „ein paar vereinzelte“ Beschwerden. Tenor: Wer zahlt diese Aktion eigentlich? Vorneweg: Die eingelösten Energie-Euros übernehmen die beteiligten Firmen. Versand, Druck und Werbung für die Energie-Euro-Hefte gehen aber zu Lasten der REWAG. „Ein paar Firmen, die einen kleinen Rabatt geben, sollen mich darüber hinwegtäuschen, dass auch die REWAG permanent an der Preisschraube beim Strompreis dreht“, schreibt etwa ein erboster Kunde. Seine Frage, was „dieser unsinnige Werbegag uns Stromkunden gekostet hat“, kann Ludwig Bergbauer nicht beantworten, versichert aber: „Die Kosten werden aus unserem üblichen Werbebudget bestritten.“ Bei dem Energieversorger sieht man die Aktion als Kooperation lokaler Unternehmen „zum Vorteil aller Beteiligten“. Ob sich der kritische Energiekunde damit zufrieden gibt, bleibt abzuwarten. Er will eine Anfrage an den Stadtrat stellen. „Weitere Konsequenzen nicht ausgeschlossen.“ Etwas pragmatischer hat ein anderer Kunde auf die Aktion reagiert. Er schreibt: „Ich entnehme Ihrer Aktion, dass Sie zuviel eingeforderte Beträge an Ihre Kunden zurückgeben wollen. Da ich die Gutscheine nicht verwenden werde, erbitte ich eine entsprechende Gutschrift.“ Von seiner nächsten Stromrechnung will er deshalb 50 Euro abziehen. Auch eine Definition von Energie-Euro … „Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem Menschen etwas zu geben, was er sich nicht kaufen kann.“ Alan Alexander Milne

BayernLB im Abwärtssog der Töchter

„Herr…Herr, die Not ist groß! Die Geister die ich rief, werd ich nun nicht mehr los!“ So wie es dem Zauberlehrling bei Goethe ergeht, muss sich die Vorstandsetage der BayenLB fühlen. Die Tochterfirmen reißen die Mutter mit in den Abwärtssog. Der vorläufige operative Jahresverlust der Landesbank des Freistaats für 2008 wird mit fünf Milliarden Euro […]

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