
Kurz nachdem sie angekommen war, wurde ihr – nach peinlichen Befragungen und dem Ausfüllen jeder Menge Formulare – ein 60-Quadratmeter-Zimmer in einem Wohnheim zugewiesen. In dem Zimmer wohnten bereits fünf andere Frauen. Klo und Dusche musste sie sich mit bis zu 60 anderen Personen teilen. Ausziehen durfte sie aus diesem Zimmer nicht; selbst dann nicht, als sie Gelegenheit gehabt hätte, bei Freunden unterzukommen. Nach acht Jahren wurde ihr schließlich gestattet, das Heim zu verlassen. Der Start ins neue Leben gestaltete sich jedoch schwierig. Kurz nach ihrem Umzug erhielt sie eine Rechnung über rund 18.000 Euro. Denn auch zwangsweise wohnt es sich nicht umsonst.