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Polizei geht nicht von Brandstiftung aus

Feuer im Thurn-und-Taxis-Jagdschloss bei Regensburg: Wenn Biedermänner Brandstiftung wittern – es aber keine war

Die Polizei schließt vorsätzliche Brandstiftung beim Thurn-und-Taxis-Schloss Thiergarten nahezu sicher aus. Verbreitet haben diese Erzählung aber einige – und noch etwas mehr. Ein Regensburger trieb es besonders weit.

Gloria von Thurn & Taxis 2012 bei den Schlossfestspielen mit Victor Orban. Der ungarische Autokrat verbreitete den angeblichen Brandanschlag als Tatsache. Foto: Archiv/Staudinger

Seit heute ist es offiziell: Das Feuer, bei dem das Thurn-und-Taxis-Jagdschloss Thiergarten bei Donaustauf am 6. Oktober abgebrannt ist, war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine vorsätzliche Brandstiftung. Das hat das Polizeipräsidium Oberpfalz am heutigen Donnerstag mitgeteilt.

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„Die Analyse der Proben und des Spurenmaterials hat ergeben, dass es aktuell keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gibt“, so eine Sprecherin. „Die Ermittlungen bezüglich einer fahrlässigen Brandstiftung oder eines technischen Defekts dauern weiter an.“ Zwischen einem Bekennerschreiben, das am 9. Oktober auf der Plattform Indymedia veröffentlicht wurde, und dem Feuer seien „bislang keine Zusammenhänge erkennbar“. Auf dieses Bekennerschreiben haben sich einige bezogen und die Brandstiftung durch „die Antifa“ als Tatsache weiterverbreitet.

Von Orban bis Nius

Der ungarische Autokrat Victor Orbán hatte beispielsweise erklärt:

„Wir stehen hinter Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Ihr historisches Jagdschloss wurde am 6. Oktober auf tragische Weise von Antifa zerstört, nachdem diese absichtlich Feuer im Inneren des Gebäudes gelegt hatten.”

Nius, Haus- und Hofmedium von Gloria von Thurn und Taxis, hatte in verschiedenen Berichten und auch in einem Gespräch mit Gloria von Thurn und Taxis den Brandanschlag als Tatsachenbehauptung verbreitet.

Im Gespräch mit Gloria von Thurn und Taxis verbreitete Nius den Brandanschlag als gesicherte Tatsache. Screenshot: Nius

Veranstalter verbreitet angebliches Insider-Wissen

Noch weiter trieb es Peter Kittel, Veranstalter des Romantischen Weihnachtsmarkts auf Schloss Thurn und Taxis und ehedem Wahlkampfmanager der CSU. Auf seiner Internetseite („Regensburger Stadtzeitung“) ließ Kittel die Behauptung aufstellen, direkt aus Ermittlerkreisen informiert worden zu sein. Wörtlich heißt es auf der Plattform nach wie vor:

„Der Stadtzeitung liegen interne Informationen aus Ermittlerkreisen vor, die nahelegen, dass es zwei verschiedene Brandherde gegeben haben muss. Brandstiftung – und somit eine Beteiligung der ‘Antifa’ – sind wahrscheinlich.“

Weiter steht da:

„Insider gehen davon aus, dass die Brandstifter des historischen Jagdschlosses überregionale ‘Antifa’-Terroristen waren, die von der Regensburger Gruppierung allenfalls logistisch unterstützt wurden.“

Veranstalter, CSU-Wahlkampfmanager und Herausgeber eines Online-Mediums mit rassistischen Inhalten: Peter Kittel (rechts). Foto: Archiv/Staudinger

Verantwortlich für den Text auf der Seite, die als „führendes Online-Meinungsmedium in Regensburg und auch über die Domstadt hinaus“ um Anzeigenkunden wirbt, zeichnet laut Kürzel der Kittel-Mitarbeiter Lukas N. Wuttke. Ob Wuttke und Kittel bei dem aggressiv gehaltenem Text falschen Informationen aufgesessen sind oder die Insider einfach erfunden haben, bleibt unklar.

Veröffentlichungen auf Indymedia: Schon immer zweifelhaft

Von Anfang an hätte man bei dem Bekennerschreiben auf Indymedia skeptisch sein müssen. Nicht nur aufgrund des verquasten und an ChatGPT erinnernden Textes eines angeblichen „Kommando Georg Elser“.

Bei der linksradikalen Plattform kann jeder ungeprüft Texte hochladen. Regelmäßig erschienen dort in der Vergangenheit falsche Bekennerschreiben. Zuletzt bei der Explosion im Münchner Norden und einer angeblichen Bombendrohung gegen das Oktoberfest – keine Woche vor dem vermeintlichen Brandanschlag.

Erwähnt wurde das anfänglich in kaum einem Medium, das über das „Bekennerschreiben“ berichtet hatte. Die Falschbehauptung, die Antifa habe das Jagdschloss derer von Thurn und Taxis abgefackelt kursiert weit verbreitet als belegte Tatsache.

Aus Gründen veröffentlichen wir hier ein weiteres Foto von Orban und von Thurn und Taxis von 2012. Foto: Staudinger

Im Glauben vereint: Gloria von Thurn und Taxis und Viktor Orbán. Foto: Staudinger

Gloria von Thurn und Taxis hatte zuletzt gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung erklärt, dass sie mit dem Feuer „nicht hausieren“ gegangen sei. Doch tatsächlich gehört auch sie zu denjenigen, die mit der Behauptung „Brandstiftung“ vor die Mikros treten.

Auch Gloria verbreitet die Brandstiftungserzählung

Bei der rechten Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle plauderte sie dem Magazin Compact vor vier Tagen Folgendes in die Kamera:

„Man kann sagen, dass es Brandstiftung war. Was man nicht genau weiß, ob die angebliche Antifa nicht Trittbrettfahrer sind. Also die Polizei sagt, die nützen jede Gelegenheit, um zu sagen, sie waren’s. Und das müssen sie gar nicht gewesen sein. Also insofern: Wir wollen glauben, dass es die Antifa war, weil die eben nichts Gutes im Schilde führen, aber die offiziellen Stellen wollen das nicht wahrhaben.“

Compact ist ein rechtsextremes Medium des neurechten Agitators Jürgen Elsässer. Regelmäßig werden dort Verschwörungserzählungen, Geschichtsrevisionismus und Antisemitismus verbreitet. Gloria von Thurn und Taxis guckt Compact laut eigener Aussage „sehr gerne“. Auf der Buchmesse „Seitenwechsel“, wähnte sie sich „unter Gleichgesinnten“.

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Kommentare (32)

  • Brandklasse B

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    Auf allen 3 Fotos erkennt man geistige Brandstifter……

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  • Samson

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    Kommentar gelöscht. Bitte keine Unterstellungen, auch nicht indirekt.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Die Brandkatastrophe im Thurn und Taxis Jagdschloss Thiergarten hat große Anteilnahme und Bedauern (auch überregional), ausgelöst.
    Was wurde da unseriöserweise nicht Alles von populistischen einseitigen Plattformen und rechten Kreisen, spekulativ hineininterpretiert. Nur um die vermeintlich schnelle, exklusivste „Breaking News“ zu präsentieren. Brandstiftung wurde wegen eines angeblichen Antifa- Bekennerschreibens (Trittbrettfahrer) zur Beweisführung vorschnell bemüht. Klassischer Fall von geistiger Brandstiftung.
    In den USA wäre vermutlich die Nationalgarde angerückt!
    Um so lobenswerter ist die Arbeit der professionellen Brandermittler vor Ort und Gutachter, die natürlich Zeit braucht, zu bewerten.
    „Die Analyse der Proben und des Spurenmaterials hat ergeben, dass es aktuell keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gibt“, so eine Sprecherin.
    Auch nach ersten Eindrücken erfahrener Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz, deutete nichts auf Brandstiftung hin.
    Lobenswert ist auch die Arbeit seriöser lokaler Journalisten zu bewerten, die faktenorientiert recherchieren und nicht leichtfertig auf jeden „Hype“ aufspringen.

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  • Jürgen

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    Wer NIUS oder gar unsere Prinzessin für seriös hält, hat sein Leben nicht im Griff.
    Was würden wir ohne rd machen?
    Danke

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  • Mr. T.

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    Wenn der innere Nazi in einem sofort getriggert wird, wenn auch irgendwo nur der geringste Verdacht erweckt wird, etwas könnte durch eine Aktion linker oder progressiver Gruppierungen verursacht sein.
    Dabei war das Bekennerschreiben so dermaßen dumm und primitiv, dass es eigentlich den dümmsten auffallen müsste, wäre ihre Brille nicht komplett braun verschmiert. Als würden “mehrere Brandvorrichtungen” den erfahrenen Leuten von Feuerwehr oder Kriminalpolizei nicht sofort auffallen. Ein so ausgeklügelter Brandanschlag, den niemand als solchen erkennen kann, und dann ein Bekennerschreiben hinterher. Zu einem Zeitpunkt, erst als bekannt wurde, dass die Hütte nicht irgendeinem Golfclub gehörte, sondern der Familie eine bekannten Rechtsextremen. Wollte irgendeine autonome antifaschistische Gruppierung so einer wirklich was antun wollen (was ebenso sehr unwahrscheinlich ist), würde man sicher nicht eine abgelegene Waldhütte als Ziel ausfassen, von der keiner weiß, wem sie gehört. Proteste gegen sie finden ja auch vor dem Schloß statt und nicht vor einer der TuT-Jagdhütten.

    Ich bin ja fast beeindruckt, wie transparent Pegida-Peter mit der niederschmetternden Nachricht umgegangen ist. War das doch er, als er sich auf die Fingernägel gebissen hat und kein Eisstoß unter der Steinern Brücke, was ich da gehört habe. Letzteres ist mir trotz einem Blick auf das Wetter immer noch wahrscheinlicher vorgekommen. Auch wenn er seine Insider-Informationen nicht im Ansatz erklären konnte. Der DrEckl hingegen hat eher so getan, als hätte er nie einen anderen Verdacht gehabt. Sogar Orban hat es auf den Plan gerufen, ihn natürlich nicht.

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  • Burgweintinger

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    1. Bild: Bearbeitet
    2. Bild: Trump-Stile
    3. Bild: Bluthochdruck

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  • Rudi Ratlos

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    Bitte das erste Bild nochmals prüfen!
    Gloria und Orban scheinen da rein montiert zu sein, wie deren Konturen belegen. Das ist eine sehr schlechte Fotomontage, da auf den ersten Blick bereits erkennbar!

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  • Stefan Aigner

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    @Ratlos

    Sorry, das ist Quatsch. Ich habe die Rohdaten. Das Foto ist authentisch. Was sollte es auch für einen Sinn machen, ein Foto zu fälschen, auf dem eine offenkundige Tatsache zu sehen ist.

    Nachsatz: Der freie Fotograf, der mir dieses und weitere Fotos 2012 verkauft hat, durfte anschließend nicht mehr bei den Schlossfestspielen fotografieren.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Definition:
    Eine “fünfte Kolonne” ist eine verdeckte Gruppe, die eine größere Gruppe oder Nation von innen heraus untergräbt, um den Interessen eines äußeren Feindes zu dienen.

    Dreimal dürfen sie raten, wer in Deutschland damit gemeint ist. Eine als in Teilen rechtsextrem eingestufte Partei und ihre Helfershelfer, die sich auf den Bundestagssitzen mit leeren Versprechen die Rettung der deutschen Nation propagieren, sich als Friedensengel generieren, in Wirklichkeit aber die Demokratie von innen heraus aushöhlen, die stattfindenden Kriegsverbrechen ausblenden und mit Hilfe von einem Heer leichtgläubiger,, ziviler „Vasallen“ durch Angriffe der öffentlichen rechtlichen Medien und der seriösen Presse durch Fake-News, Deepfakes, Gerüchten, Lügen, Verschwörungstheorien und Hasstiraden, zu schaden.
    Eine hinausposaunte falsche Nachricht (als Meinungsfreiheit verkauft) auf den zahllosen rechten Plattformen und sozialen Medien, lässt sich nur mühsam wieder entzaubern.
    Es ist aber jede Mühe wert, sich für Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, zivilen Frieden, Redlichkeit und den Erhalt der Demokratie, zu engagieren.
    Die Verfassungsmäßigkeit solcher demokratiegefährdenden Gruppierungen, sollte vom Bundesverfassungsgericht, geprüft werden.

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  • tom lehner

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    @ Rudi

    Ja was denn nun? Da rühmt sich die Szene wegen ihrer wunderbaren Netzwerke, quer durch europäische Regierungssitze und dann ist es eine Fotomontage?

    Eiei…

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  • Günther Herzig

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    @Stefan Aigner
    15. November 2025 um 00:36 | #
    Dann dürfte ja eigentlich bekannt sein, wer das Foto gemacht hat. Es ist der Zeitpunkt bekannt und welcher Fotograf dann nicht mehr im Schloss fotografieren durfte. Stefan Aigner hat das Foto gekauft und weiß natürlich von wem. Der Fotograf könnte H.L. sein.
    Was die Brandursache war, weiß auch jetzt niemand genau. Vom Blitzschlag über einen Kurzschluss bis hin zur Brandstiftung ist alles möglich. Da Gloria sich seit Jahren über ein Echo freut, durch das ihre exotischen Wortmeldungen zu gesellschaftlichen Fragen thematisiert werden und linke Aktivisten zu mindestens feixend ihre Freude artikuliert haben über den Verlust des Jagschlosses, das eigentlich in die Denkmalsliste aufgenommen werden sollte, erschien es nicht völlig unwahrscheinlich, dass ihre Gegner damit zu tun haben könnten. Ich würde ihr raten zur Ermittlung der Brandursache eine Belohnung von 1 Mio auszusetzen. Ist es kein Brandanschlag würde die Summe auch nicht ausgegeben. Ist es anders, könnte ein Whistleblower aus seinem Prekariat aufsteigen in eine bürgerliche Existenz.
    Wird über Hochadel nicht mehr berichtet noch nicht einmal über royale Hochzeiten, wo soll dann der vorhandene Geifer entsorgt werden? Sogar Sissy wird an Weihnachten nicht mehr zu sehen sein.

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  • Stefan Aigner

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    @Herzig

    Der Fotograf steht in der Bildunterschrift, jedes Mal, wenn dieses Foto verwendet wurde.
    Belege für die „feixende Freude“ wären interessant.

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  • Günther Herzig

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    Stefan Aigner
    16. November 2025 um 09:11 | #@
    “– es aber keine war”. Dann stelle ich fest, dass die Brandursache nicht bekannt ist. Nur einer, Sie, haben weitergehende Kenntnisse.
    Feixende Freude gab es auf einigen Internetseiten. Ob hier jemand so getextet hat, weiß ich nicht, weil eine derartige Äußerung wohl gelöscht worden wäre- Für r-d gilt eventuell ein “argumentum e contrario” für die Behauptung, Brandstiftung liege nicht vor, mit dem Seitenhieb auf “Biedermänner die Brandstiftung wittern”!

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  • Stefan Aigner

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    @Herzig

    „Einige Internetseiten“ ist kein Beleg, sondern nach wie vor nur eine bloße Behauptung.
    Die Aussage, dass es (so gut wie sicher) keine vorsätzliche Brandstiftung war, stammt von der Polizei; steht (sogar ganz am Anfang) im Text, so wie übrigens der Name des Fotografen. Lesen würde helfen.

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  • tom lehner

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    Glorius NIUS, Orban oder Kittel, da gehts doch nicht um Wahrheit, sondern um eine Nachricht zur Mobilisierung des eigenen Klientels zu nutzen, um stimmungsvolle Bilder fürs Stadtbild zu haben.

    Es funktioniert ja auch, was der ein oder andere Kommentar oben eindrücklich zeigt.
    Warum auch nicht, muss ja stimmen, steht doch im Internet.

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  • Wolfgang Theine

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    @Mr. T. 14. November 2025 um 09:52
    Hier handelt es sich nicht um ” irgendeine Jagdhütte, von der niemand weiss, wem sie gehört” sondern um ein Schloss, dessen Architektur und Historie durchaus eine Einstufung als Kulturerbe gerechtfertigt hätten. Das wäre natürlich durchaus ein lohnendes Ziel für einen Anschlag gewesen.
    Das müssten selbst Sie wissen, was soll also der flapsige Post von der “Jagdhütte”?

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  • Günther Herzig

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    @Stefan Aigner
    16. November 2025 um 10:19 |
    “…..dass es (so gut wie sicher) keine vorsätzliche Brandstiftung war,…” ist doch keine Bestätigung, es habe keine Brandstiftung gegeben , sondern eine Einschränkung, sei sie auch noch so schwach. Könnte nicht einfach mal abgewartet werden, bis ein amtliches Ermittlungsergebnis bekannt gegeben wird?

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  • Stefan Aigner

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    …schreibt jemand, der hier als erster mit Spekulationen ums Eck kam, die ich sogar löschen musste.

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  • tom lehner

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    Es ist schon bezeichnend mit welcher Impertinenz hier dem braunen Mob nach dem Mund geredet wird. Ich warte auf den Tag an dem der erste Schnee lila vom Himmel fällt.
    Spannend finde ich auch “Das eine Jagdhütte zum lohnenden Ziel erklärt wird”. Das lässt nichts gutes ahnen.

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  • Günther Herzig

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    @Stefan Aigner
    17. November 2025 um 07:15 |
    Es ist ein wenig zu einfach sich ohne einen Nachweis auf etwas zu beziehen. Dass es sich um spekulative Erklärungen handelte, bestreite ich. Dann wären wohl weit mehr als die Hälfte aller Beiträge hier spekulativ. Warum kann nicht allen überlassen werden, zu beurteilen, ob mein Beitrag eine Spekulation bedeutete.
    In dieser Situation darf hier jemand über braunen Mob lamentieren, dem nach dem Munde geredet werde. Diese Diktion ist schwer erträglich, weil sie impliziert, dass jede hier unerwünscht als abweichend zu begreifende Erklärung bedeutet, rechtsextremem Mob nach dem Munde zu reden. Dem User geht es erkennbar darum keine anderen Narrative zuzulassen, als linke. Es wird versucht, neben linken Positionen, die natürlich alle zulässig und als Teil der freien Meinungsäußerung (Grundrecht) zu beachten sind, andere nichtlinke auszulöschen und in jeglicher Hinsicht zu unterbinden. Wenn es unmittelbar nach Bekanntwerden des Brands auch die Überlegung gab, es habe sich um einen Brandanschlag gehandelt, war daran nichts spekulativ. Das dubiose und fragwürdige Bekennerschreiben hat nichts bewiesen, aber auch nichts als Ursache ausgeschlossen. Extremisten, die höchsttheoretisch in Frage kommen wird wohl in diesem Fall kaum jemand in rechtsextremen Zirkeln vermuten.
    Wenn schon über Ursachen nachgedacht wird, was auch die Brandfahnder tun, ohne dass sie als brauner Mob beleidigt werden, vermisse ich bis jetzt Indizien für einen technischen Fehler. Bei anderen Brandfällen gibt die Kripo häufig an, es gebe Vermutungen in dieser Richtung, zum Beispiel, weil zuverlässig festgestellt werden konnte, dass ein Brand entstand in unmittelbarer Nähe eines Heizlüfters, des Elektroherds oder anderer Elektrogeräte. Hier wurde bisher nicht einmal das bekannt, was dann eher einen Brandanschlag ausgeschlossen hätte. Gloria berichtete, das Feuer sei an zwei voneinander entfernten Positionen ausgelöst worden. Das wäre nun wieder ungewöhnlich, wenn fast oder tatsächlich gleichzeitig zwei technische Defekte aufgetreten wären.

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  • Stefan Aigner

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    Herr Herzig,

    Sie haben nicht nur spekuliert, Sie haben sogar einen vermeintlich konkret Verantwortlichen für das Feuer benannt (“Für diese Vermutung spricht einiges.”). Das können Sie hier gerne bestreiten, aber Ihr Kommentar von damals (11. Oktober, 15.52 Uhr) liegt mir vor. Nach der Löschung haben Sie sich sogar auf Insider-Informationen berufen. Auch der Kommentar liegt mir vor.

    Die Veröffentlichung hätte unter Umständen sogar juristische Konsequenzen haben können. Für Sie – und im Zweifel auch für uns als Betreiber der Seite. Der Betroffene hätte jeden Grund, dagegen vorzugehen.

    Deshalb ist keine Veröffentlichung erfolgt. Deshalb wird das auch weiter nicht erfolgen. Das ist keine Frage, die andere Leser beurteilen müssen, sondern eine objektive Tatsache. Sie müssen sich hier nicht zum Opfer stilisieren. Der Kommentar war unzulässig.

    Um es deutlich auszudrücken: Eine konkrete Person als Verantwortlichen für das Feuer zu bezichtigen – das haben hier bisher nur Sie getan. Sonst niemand.

    Ihre weiteren Ablenkungsmanöver dürfen Sie hier gerne verbreiten. Wir haben ja Meinungsfreiheit. Tatsache bleibt aber auch, dass der Polizei nach mehreren Wochen Ermittlungsarbeit KEINE Anhaltspunkte für vorsätzliche Brandstiftung vorliegen und sie auch KEINEN Zusammenhang zu dem “Bekennerschreiben” herstellen kann. DAS steht oben in dem Text, nicht das, was Sie in Ihren Kommentaren schreiben.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Kommentar gelöscht. Keine persönlichen Auseinandersetzungen.

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  • Mr. T.

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    Fast wie ein Unfall: man kann’s nicht überlesen. Einerseits traurig, andererseits faszinierend, wie manche – nicht nur hier – so dermaßen an der Vorstellung hängen, jedes Übel gegen die von ihnen als solche betrachtete Bürgerlichkeit muss doch irgendwie von irgendwelchen linken Kräften ausgehen. Im Gegensatz dazu das vollkommene Ausblenden der Möglichkeit, dass irgendein Gewaltakt von Rechts kommen könnte, wie man an den Morden durch den NSU oder an Lübcke sehen konnte.
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Gewalttaten in diesem Drang der Dämonisierung der linksgrün-versifften Gutmenschen mit ihren verhassten Moralvorstellungen ihren Ursprung haben.

    Übrigens schön, wenn an meinem obigen Post einzig die Verkennung der kulturhistorischen Bedeutung des Brandorts kritisiert wird.

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  • Tut von Tatnix

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    Die MZ hat nicht nur früh das Gerücht von der Bandstiftung am T+T-Jagdschloss durch irgendeine Antifa verbreitet. (DrEckl hat bekanntlich eine pathetisch-tiefsitzende allergisch anmutende Antihaltung gegen Symbole der Antifa und ihre Akteure).

    Eckl hat bei dieser Gelegenheit auch die geschichtsklitternde Story wiederholt, dass die Familie Thurn und Taxis „als sehr Nazi-kritisch“ gegolten habe. Einen T+T-Fürsten bei der SS verschweigt er dabei geflissentlich.

    Dass im T+T Jagdschloss ab Sommer 1943 der SS-Statistiker Richard Korherr (1903 bis 1989), der die Morde der SS an den europäischen Juden in einen nach ihm benannten Bericht bilanzierte, wohnte, erwähnt Eckl durchaus. Behauptet aber in der MZ, dass „allerdings das Fürstenhaus wenig konnte“ für Korherrs Bericht.
    Dass diese Ausrede nicht stimmt, weiß auch Eckl. In seinem Aufsatz (in THT Band 14, von 2023) schreibt er: Dass Fürst Albert von Thurn und Taxis (1867–1952) im Jahre 1943 Korherr den Einzug in Jagdschloss „selbst angeboten“ hat.

    Dass Korherr in den letzten Kriegstagen und bis weit über das Kriegsende im April 1945 hinaus zusammen mit der T+T-Familie im Jagdschloss wohnte, erwähnt Eckl auch nirgends. Die Offiziere der US-Army hatten das T+T-Schloss bezogen und schickten die T+Ts nach Donaufstauf, zum Statistiker der NS-Morde.

    Jetzt ist die Hütte abgerannt und die Geschichtsklitterer treiben ihr Unwesen….

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  • KW

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    Ich finde, wir sollten alle mal unsere Töchter fragen, ob das abgebrannte Jagdschlösslein nun ein Problem im Stadtbild darstellt (im übertragenen Sinne gemeint, also quasi Thiergartenbild).
    Falls sich unsere Töchter da nachts nicht mehr hin trauen, sollte Doofbrindt gefälligst die Überreste abschieben.

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  • Höflichkeit und Hirn

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    Ganz was anderes und dennoch zur Sache: Ich hab gestern den Auftritt von von Schirach bei Miosga angeschaut, obwohl ich die Shows inzwischen meide, aber Herrn Schirach schätze ich. Hab dann, weil ich alle Medien, egal welche Couleur, manchmal überfliege, um zu wissen, was wer keift, auf einer eher recht rechten Seite gelesen, Schirach hätte ein Problem in Sachen „correctness”, weil er sich „entschuldigt”, wenn er einen Einspruch macht. Hab das dort angemerkt, dass das nicht „correctness” ist, sondern Höflichkeit, die eine echte Debatte erst möglich macht. Das würde ich mir in diesem Forum wünschen, weil das auf regionaler Ebene eine gute Plattform wäre, an der viele teilhaben und die dann, wenn man auch mal höflich ist, respektvoll anderen Meinungen gegenüber und sich dann vielleicht in der Sache beschäftigt und in die Tiefe gehen kann nach diesem irren Gegröhle hier was bewegen. Aber nein, scheinbar sind die Geister hier anderweitig getrieben.

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  • Thilo B.

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    Mr. t: “…ausblenden der Möglichkeit, dass..”
    Möglichkeiten gibts viele, nur wenn sie nicht beweisbar sind, sollte man sie doch ausblenden.

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  • Günther Herzig

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    @Tut von Tatnix
    17. November 2025 um 19:56 | #
    Gemeint dürfte sein “pathologisch” anstelle von “pathetisch”? Nur damit es alle verstehen!

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  • Mr. T.

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    Höflichkeit und Hirn, von Schirach mag respektvoll gegenüber anderen Meinungen sein, leider respektiert er aber das Grundgesetz nicht ausreichend.
    Respekt gegenüber Meinungen und Handlungen sollte meiner bescheidenen Meinung nach absolut von ihrem Inhalt abhängen. Wenn jetzt – mal ganz extrem ausgedrückt – jemand die Meinung hat, dass der Holocaust nicht geschehen ist, der Mißbrauch von Kindern in Ordnung ist, oder ähnlicher absurder Bockmist, täte ich mich schon schwer, so eine Meinung zu respektieren.

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  • Paul

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    Kommentar gelöscht. Bitte zum Thema.

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  • Morgen, Regensburg! Was Hendrik Streeck mit Regensburg zu tun hat » Regensburg Digital

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    […] Letzte Woche haben wir – Adam Lederway, Martin Oswald und ich – uns im Studio von Ghost Town Radio wieder mal eineinhalb Stunden lang unterhalten – Regensburg Analog. Gleich hier unten kann man die Aufzeichnung der Sendung nachhören. Unter anderem geht es um das Wiedamann-Haus in der Brückstraße, das Biotop am Keilberg, darum, warum mir manche Kommentare im Forum auf die Nerven gehen und natürlich um den Brandanschlag der Antifa aufs Thurn-und-Taxis-Jagdschloss, den es überhaupt nicht gab. […]

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