"Fick Dich, Regensburger Stadtzeitung!"

Botschaften von Pegida-Peter

„Die Stadtzeitung geht neue Wege“, lässt deren Herausgeber seit Monaten auf seiner dilettantischen Internetseite verbreiten. Diese Wege führen schnurstracks zu Pegida.

„Ach Du schöne neue Welt, was bist Du zum Kotzen.“ Peter Kittel. Foto: Archiv/ Herbert Baumgärtner

„Ach Du schöne neue Welt, was bist Du zum Kotzen.“ Peter Kittel. Foto: Archiv/ Herbert Baumgärtner

Kennen Sie Peter Kittel? Ja, den Mann, über den immer wieder in der Mittelbayerischen Zeitung steht, wie toll, kreativ und erfolgreich er ist. Ja. Genau den. Der kam einst aus Cham nach Regensburg und hat es hier geschafft, sich recht weit nach oben zu spezeln. Mit der Stadtspitze stand er einst auf Du und Du, mit dem Fürstenhaus und der katholischen Kirche, ja sogar mit der Mittelbayerischen Zeitung. Zahllos sind die Erzählungen über seinen Veranstaltungsservice, in denen wahre Wundertaten geschildert werden, sofern man die Lesart eben jener MZ oder des von ihm selbst verlegten Monatsblättchens Regensburger Stadtzeitung als Beleg heranzieht. Das gammelt auf diversen Zigarettenautomaten in Regensburger Lokalen vor sich hin, sofern es nicht – ja, das kommt vor – von fürsorglichen Bedienungen unmittelbar nach Anlieferung in die Mülltonne geschmissen wird.

Als „Satire“ verbrämte In&Out-Rubrik

Dort, in jener Stadtzeitung, nimmt Kittel es in seiner als „Satire“ verbrämten In&Out-Rubrik mit der Wahrheit nicht sonderlich genau. Ihm wohlgesonnene Politiker und Unternehmer werden ins „gigain“ geschrieben, wohingegen jene, die ihm nicht verbunden oder keine Anzeigenkunden in besagtem Blättchen sind, dem „megaout“ anheim fallen. Dabei ist Kittel recht wandelbar. Als in der seinerzeit heillos zerstrittenen CSU etwa Franz Rieger die Mehrheit erringen konnte und Kittel schließlich zu seinem Wahlkampfmanager machte, fand sich der einst dauergelobhudelte und von ihm zuvor stets in Schutz genommene Hans Schaidinger plötzlich regelmäßig in der Out-Rubrik, während Rieger sich unter abstrusesten Konstruktionen im gigain sonnen durfte.

Slapstick-Wahlkampf für die CSU

Unveränderlich scheinen lediglich zwei Dinge: Die Feindschaft Kittels und mithin der Stadtzeitung zu Joachim Wolbergs und die Freundschaft zu MZ-Herausgeber Peter Esser. Legendär war der Versuch der Mittelbayerischen Zeitung, Kittel einen Veranstaltungsauftrag für den Katholikentag herbeizuschreiben, den der damalige Lokalchef bis zur äußersten Peinlichkeit vorantrieb.

Seit er aber nun den Wahlkampf der Regensburger CSU mit Vollgas gegen die Wand gefahren hat, ist es etwas stiller um Herrn Kittel geworden. Seit Monaten überarbeitet er die Internetpräsenz besagter Stadtzeitung und hat zu diesem Behufe ein recht dilettantisch gemachtes Blog online gestellt. „Neue Wege“ wolle man gehen, lässt er die Leser wissen, während er sie – bislang offenbar erfolglos – zu Verbesserungsvorschlägen und Anregungen aufruft.

Jetzt mal im Pegida-Stil

Nun weiß man nicht, ob es der Verbesserungsvorschlag eines Lesers oder schon ein erster Schritt auf den „neuen Wegen“ der Stadtzeitung war, sich in der neusten Ausgabe mal im hetzerischen Pegida-Stil zu versuchen.

Mal eben ein bisschen hetzen: die neue Ausgabe der Stadtzeitung.

Jede Menge Vorurteile auf wenigen Zeilen: die neue Ausgabe der Stadtzeitung.

In der neusten Ausgabe lässt sich die Stadtzeitung nun über den „Gutmenschen-Zoo“, die „Asylanten“ und die bösen Griechen aus. Und es ist erstaunlich, wie man es in so wenigen Zeilen schafft, so viele Vorurteile zu verbreiten („Alle Asylanten zu uns…“). Daneben erfährt der Leser, dass „alle Kirchen zum Zwecke der Integration möglichst rasch umgewidmet in Moscheen“ werden sollen. „Ach Du schöne neue Welt, was bist Du zum Kotzen“, lautet das Fazit des Textes.

„Bei mir im Lokal habt ihr jetzt Hausverbot!“

Zum Kotzen finden diese Hetztiraden andere. Kurt Raster, Initiator der Petition für den Erhalt des Michlstifts, der deshalb in der aktuellen Stadtzeitung sogar von Kittel ins „megain“ geschrieben wurde, teilt mit „Fick Dich, Regensburger Stadtzeitung“. Dieselbe Botschaft kommt von Kino-Betreiber Achim Hofbauer. Ein Nutzer der Facebook-Gruppe „Du bist ein echter Regensburger“ spricht von einer „herzlosen, populistischen Hetzkampagne“.

Loi Vo, Inhaber des vietnamesischen Lokals Saigon, schreibt auf seinem öffentlichen Facebook-Profil: „Die Regensburger Stadtzeitung. Das (alte) neue Hetzblatt! Bei mir im Lokal habt ihr jetzt Hausverbot!“ Und Filmbühnen-Wirtin Karin Griesbeck rät: „Einfach nicht lesen.“

UPDATE, 9. November 2015

In der November-Ausgabe hat Kittel nun erneut nachgelegt. Mit dabei im faktenfreien Pegida-Potpourri: Nahezu alle Medien sind Lügenpresse, ein sich multiplizierender Flüchtlingsansturm, Rechtsradikalismus-Keule und, und, und…

November-Ausgabe der Stadtzeitung. Peter Kittel legt nach.

November-Ausgabe der Stadtzeitung. Peter Kittel legt nach.

 

 

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Kommentare (62)

  • Marion Puhle

    |

    Das muss besonders unsere StadträteInnen aufhorchen lassen, die in der Vergangenheit Peter Kittels Derblecken als wunderbares Polittheater in Regensburg belächelt und beklascht haben.
    Marion Puhle

  • Roland Hornung

    |

    Für Leute wie Herrn Kittel & Co bin ich sicher „gigaout“. Und das ist gut so. Sehr gut!

  • Mr. T

    |

    Gegen die Kittelbayrische ist ja das Wochenblatt noch richtiger Journalismus. Da hilft wirklich nur noch ein breiter Boykott aller Anständigen. Loi Vo hat es vorgemacht. Wenn dann diese ganzen ehemaligen Auslegestellen „megaout“ sind, kann man das, wie Roland Hornung, als große Ehrerweisung verstehen. Am Besten gerahmt übers Urinal hängen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich lese dieses Kasblatt’l seit langem nicht mehr. Früher hat Herr Kittel in jeder
    Ausgabe versucht, an den Haare herbeigezogene Übeltaten von Joachim Wolbergs
    zu verbraten. Nun ist es ja nicht bei Strafe verboten, an jemanden Kritik zu üben,
    aber diese „Kritik“ war so dümmlich, daß es eigentlich noch der letzte Depp ka-
    pieren mußte, daß hier nur Dreckkübel ausgegossen werden.

  • Dreckkübel

    |

    Bravo. Nach Bischof-, Wochenblatt-, MZ- Bashing halt mal Kittelbashing, was soll’s. Die Inhalte sind meist wenig interessant. Die Kommentare dafür ums informativer.

  • Yvonne SChmid

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    Ja gibts den peinlichen Affen da immer noch ……. ich hab eigentlich gedacht, er hat sich mit seinem Veranstaltungsservice zum Sterben hingelegt ……aber anscheinend haben wir diesen opportunistischen Dummschwätzer noch länger an der Backe ……. ich habe bewusst so hart geschrieben, denn anders versteht der Mann ja nix :)

  • hf

    |

    Oppurtunismus setzt Einsichtigkeit voraus; böse Zungen behaupten, er hätte mangels Letzterer die CSU auf dem Gewissen. Echte Opportunisten indes freuen sich, dass seine cholerische Grobschlächtigkeit alle politische Empathie aus der Partei vergrätzt hat. Zur JU gehen – Respektive zum Saufen am Emmeramsplatz – das ist inzwischen ein richtig dunkler Schatten in jedem Lebenslauf.

  • Eduardo

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    Auch unsere hochheilige Amtskirche verpflichtete PK zur Ausrichtung der Seligsprechung von P. Kugler. Inititator soll der Ehw. Herr Schöner von der Alten Kapelle gewesen sein.
    Das zahlte sicherlich der Orden der Barmherzigen Brüder; die Beträge hierfür, die wir kennen waren schon heftigst.

  • just call me ...

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    Ist doch nichts „Neues“ dass das Stadtmagazin ein Schundblatt ist. Ich wundere mich seit langer Zeit wieso dem immer wieder eine Plattform gegeben wird. Ganz ehrlich … so ein Blatt legt man nicht aus, so ein Blatt liest man nicht, in so einem Blatt stellt man seine – ach so alternative – Band nicht vor und vor allem eins …. in so einem Blatt inseriert man nicht! Wer dies dennoch tut braucht sich nicht zu wundern in die gleiche Ecke gestellt zu werden.

  • Roland Hornung

    |

    ich hege den (klammheimlichen? Nein, öffentlichen!) Verdacht, dass im Regensburger Kultur. und Presse-Leben noch etwas fehlt….

    Natürlich gibt es hier „Regensburg-digital“ mit breitem Spektrum,

    Im Nischen-Markt gibt es aber schon einiges, z.B. im Bereich der Beziehungen „Regensburg-Israel“ und „Jüdisches Leben“ den „Klub Schalom“ der Jüdischen Gemeinde und den „Freundesbrief Regensburg-Israel“ und mein blog

    rolandhornung.blogsport.de

    Es gibt viel zu tun. Packen wir es an! Ich bin jetzt Rentner und mache mit :-)

  • Franz Mahler

    |

    @Dreckkübel, 18. Juli 2015 um 20:22 |

    Da gebe ich Ihnen Recht. Informationen finde ich auch gut. Schließlich wollen wir uns in diesem sogenannten „christlichen“, gebildeten und aufgeklärten Land bei der Argumentation doch nicht auf das Niveau von Schlechtmenschen herablassen, die sagen, dass der Zweite Weltkrieg gar nicht so schlimm war, das Dritte Reich auch gute Seiten hatte, die Juden bzw. Ausländer/Asylanten unser Untergang sind und wir wieder mal einen Anführer bräuchten, der Deutschland und die ganze Welt zum Wohle der Superreichen mit starker Hand regiert.

    Außerdem fehlt bei der Aufzählung noch eine ganz wichtige Gruppe bzw. „Information“, nämlich die „faulen“ deutschen Hartz-IV Empfänger, die den ganzen Tag in der sozialen Hängematte herumschaukeln und sich eine Flasche Schnaps nach der anderen in sich hineinschütten, abends im 5-Sterne-Restaurant essen gehen und mit ihren 400 Euro im Monat die „anständigen“ Bürger ausbeuten.

    MfG
    Franz

  • Mathilde Vietze

    |

    Mir ist u.a. auch bekannt, daß namhafte Musikgruppen sich geweigert haben, auf
    dem Bürgerfest aufzutreten, wenn Kittel als Organisator tätig war. Mir ist des weiteren
    bekannt, daß Kittel den Standbetreibern vorgeschrieben hat, bei welchem Metzger,
    Bäcker usw. sie ihre Lebensmittel einzukaufen hätten. Da kapiert ja wohl noch der
    Letzte, warum das so ist.

  • Sepp Brunzbichler

    |

    Stadtzeitung? Ach so heißt das Heft. Bei uns war man jahrelang in der irrigen Annahme, das wäre ’s Karateheftl.

  • Peter Schürze

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    Stadtzeitung lesen, megain

  • Andrea Raab

    |

    Kommentar gelöscht. Keine persönlichen Diffamierungen.

  • Kohlmaier

    |

    Der besagte Artikel ist das eine. Die Reaktion darauf hätte mir sachlich besser gefallen. Der Stil steht dem kritisierten in nichts nach. Sorry.

  • Ronald McDonald

    |

    Kommentar gelöscht. Persönliche Auseinandersetzungen mit anderen Kommentatoren müssen Sie ggf. woanders pflegen.

  • Stefan Aigner

    |

    @Kohlmaier

    Ja. Der Tonfall dieses Artikels mag nicht jedem gefallen.

    Ich halte ihn für angemessen und noch fernab von dem persönlich beleidigendem Stil, den die Stadtzeitung gerne pflegt.

    Die Kernaussagen entsprechen zudem den Tatsachen (In&Out-Rubrik dient der Kunden- bzw. Freunderlbeschwichtigung, MZ-, Fürstenhaus- und Kirchenkontakte, Wolbergs-Feinschaft etc.); da wird nichts überzogen dargestellt.

    Es ist auch nicht der erste Ausfall von Kittel in diese Richtung (siehe hier: http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/07/Kittel-1.jpg ).

    Ich würde nie dazu aufrufen, dass Blatt in den Müll zu schmeißen; da halte ich eine offensive Auseinandersetzung für zielführender (Leider ist nicht davon auszugehen, dass irgendein anderes Regensburger Medium sich damit beschäftigen wird – siehe Verspezelung.).

    Wenn man sich aber in der Regensburger Kneipenlandschaft bewegt, weiß man, dass das Blatt – aus Mitleid mit den Austrägern – angenommen wird, um nicht selten anschließend direkt in den Müll zu wandern.

  • Andy

    |

    Dem Wild zur Liebe – Jäger an die Leine !!!!!

  • Beobachter

    |

    P.K. ist es gelungen sich in den letzten 25 Jahren ein gut funktionierendes Netzwerk aufzubauen, das in die Medien (MZ udn seit kurzem auch Wochenblatt), Politik (CSU, FW, SPD), Wirtschaft (Kneitinger, T+T u.a.) und Verwaltung (Stadtverwaltung Personal- und Verwaltungsreferat, Rechtsreferat) hineinreicht. Legendär sind seine Veranstaltungen für Ausgewählte wie Truthahnessen im Auerbräu oder Maiandacht. Alles das dient nur einem Zweck, die eigene Position zu stärken und die Kontakte gnadenlos auszunutzen. Mit dieser Unterstützung macht er alles platt, was ihm im Wege steht, dafür erhalten seine Partner öffentliche Lobhuddelei. Bedauerlich ist es, dass sich die Stadtgesellschaft das gefallen lässt.

  • Ulmen Frieda

    |

    „Kunden- bzw. Freunderlbeschwichtigung…Wolbergs-Feinschaft“(!)
    Bravo für den Freund’schen Verschreiber. Es ist wohl die beste Lösung wie man einer Mimose begegnen kann.

  • Mathilde Vietze

    |

    Erstens ist ein altgedienter Stiftskanonikus nicht d i e
    katholische Kirche und zweitens ärgert es mich, daß der
    geschäftstüchtige Herr Kittel, den man ja bestimmt nicht
    als vorbildlichen Christen titulieren kann, keine Scheu
    hat, mit der Kirche anzubandeln, wenn es seinem
    (finanziellen) Erfolg dient. Da ist mir wirklich jeder
    seriöse Atheist von hinten lieber!

  • Hans dampf

    |

    Was definiert EHRWÜRDIG?
    ALTGEDIENT?

    Wir driften ab der Artikel geht um den Kittl Beda und der os GIGAin

  • Stefan Hofmarksrichter

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    Die Regensburger Stadtzeitung wird im Café Lila nicht mehr ausgelegt.
    S.H., Café Lila

  • Lothgaßler

    |

    Kittel wird sich vermutlich freuen, hat doch zumindest EINER sein Blättchen gelesen. Ja mei, diese Mega- und Giga-in/out Sprüche sind und waren selten etwas fürs Gehirn. Der zitierte Spruch ist, finde ich, wohl überlegt formuliert. Gerade noch so, dass nicht von Hetze gegen Asylsuchenden oder Andersgläubigen die Rede sein kann, sondern „nur“ von Schmähungen gegen die „Gutmenschen“. Dem Kittel kann nun jeder „Gutmensch“, was auch immer das sein soll, auf seine Weise die Meinung geigen. Vielleicht schreiben ja einige von ihnen die Inserenten des Schmähblattes an und fordern einen Anzeigenstop.

  • Rudy Christl

    |

    etwas was die wahre Gesinnung offenlegt, verfasst von Margot Pillhatsch, der Lebenspartnerin von Herrn Kittel:

    Ich habe auf Grund Ihres Artikels als regelmäßiger Inserent der Stadtzeitung höflich nachgefragt, wie die dazu stehen. Hier die Antwort:

    Sehr geehrter Herr Christl,

    wir bitten um Verständnis dafür, dass uns Ihre Ansichten über uns ziemlich wurscht sind. Um Sie nicht noch in tiefere innere Konflikte zu stürzen, haben wir Sie von sämtlichen Einladungslisten entfernt. Sicher werden Sie künftig auch entsprechende Bettel-Mails um Einladungen oder Veranstaltungstickets unterlassen – das freut uns!

    Höchst vorsorglich möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir an einer weiterführenden Kommunikation mit Ihnen nicht interessiert sind.

    Alles Gute, einen schönen Sommer!

  • nullfuenf

    |

    Kommentar gelöscht. Keine Beleidigungen.

  • Fritz

    |

    Kommentar gelöscht. Keine Beleidigungen.

  • Wallner Hans

    |

    Yvonne Schmid möchte ich mich anschließen.
    Mich widert das Angebiedere und vor allem der Linkenhass dieses Menschen (oder Stehaufmännchens) schon lange an.

  • Moral Apostel

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    Danke RD,
    ohne euch wäre das ganze im Orkus verschwunden, weil wie gesagt der Herr K. von allen Print-Broadcast und TV Medien in Regensburg geschützt wird (warum eigentlich), und die Stadtzeitung eh keiner mehr lesen will.

  • Felix Jídelniček

    |

    @ Moral Apostel: Ich bin überzeugt, dass die, welche da schützen, auch gerade überlegen warum sie das eigentlich tun.
    Eine Schande. Zum Weihnachtsmarkt aufbauen scheinen beispielsweise Bulgaren dann doch in Ordnung zu sein…

  • amad

    |

    Kommentar gelöscht. Nutzer gesperrt.

  • Simon Hanauer

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte verbreiten Sie keine Tatsachenbehauptungen, die Sie nicht belegen.

  • Ziander

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    Man kann über die Stadtzeitung verschiedener Meinung sein,aber sie bringt gute Serien u.Reportagen wie Regensburgs Vergangenheit von den 5oern bis heute oder auch „aus einer anderen Zeit“ wo Orte ,Geschäfte u.Menschen in Regensburg porträtiert werden.
    So etwas habe ich hier auf Regensburg-Digital noch nicht mal ansatzweise gelesen und der Herr Wollberg wird hier überhaupt nicht kritisiert.Übrigens:Das Cafe Lila das nicht mehr uslegt ist mit total schnuppe,in den Saftladen gehe ich sowieso nicht

  • Mr. T

    |

    Dass in dem Käseblatt auch mal interessante Artikel stehen, wie eben die angeführten, wird ja auch nicht bestritten. Das kompensiert aber die Kritik noch lange nicht solange der Rest aus rechtspopulistischer Agitation und peinlich offensichtlichen PR-Beiträgen besteht. Zieht genauso wenig wie das Autobahn-Argument …

  • !!!

    |

    @Ziander:
    Stimmt, der Herr ‚Wollberg‘ wird bei RD nie kritisiert, vollkommen zurecht, wie ich finde, denn ich kenne diesen Mann nicht und wüsste nicht, wofür man ihn kritisieren sollte.

    Aber OB _Wolbergs_ wird hier auf RD ordentlich kritisch betrachtet – wofür und mit welcher Intensität, darüber lässt sich herrlich streiten.
    Und auch „Reportagen wie Regensburgs Vergangenheit“ findet man bei RD; ist zwar weniger die ‚gute, alte Zeit‘ der 50er, aber historisch doch recht relevant…

    Kleiner Tipp, deshalb, Ziander: Nur wer RD liest, kann RD auch kritisieren!
    Deshalb ein ‚mega-out‘ für Ihren Kommentar ;-)

  • Elisabeth

    |

    Trotz des doch zweifelhaften Niveaus der vorgehenden Diskussion, möchte ich meinen „Senf“ auch noch dazu geben und mich auch als Würstchen outen:

    Die Diskussion über diesen Artikel der RSZ ist leider wenig inhaltlich als vielmehr persönlich geprägt.

    Der vorliegende Artikel der RD bezieht sich auf den satirischen Teil in der RSZ. Vorliegend scheint den kommentierenden Beteiligten die Bedeutung des Wortes „Satire“ unbekannt zu sein. Satire lebt von einem gewissen Tabubruch. Dieser Tabubruch darf selbstverständlich nicht würdelos erniedrigen oder sinnlos beleidigen.

    Dies ist vorliegend jedoch nicht geschehen. Die RSZ hat sich über die Art der ritualiesierten Auseinandersetzung mit den Flüchtlings- und Griechenlandproblemen ausgelassen, ohne Flüchtlinge oder das griechische Volk anzugreifen. Ziel des Angriffs waren jedoch ganz offensichtlich die Politik und die darin agierenden „Gutmenschen“.

    Nachdem die Politik europaweit und lokal mit diesen Problemen völlig überfordert ist und immer nur in „Pseudo-Gutmenschmanier“ mit verdecktem Kolonialcharakter agiert, statt nachhaltige Lösungen zu schaffen, ist wohl eine Satire angebracht.

    Die politische Einstellung hinter dieser Satire der RSZ ist vermutlich konservativ, die Formulierung streitbar. Mit rechtsradikalem Gedankengut hat dies aber noch lange nichts zu tun.

    Das Leseverständnis der meisten Kommentatoren scheint insofern etwas eingeschränkt zu sein. Andernfalls müßte man unterstellen, dass in diesen Satireartikel aufgrund persönlicher Befangenheit mehr hineininterpetiert wird als objektiv drinsteckt.

    So kann ich mich nur Tucholsky anschließen:

    „Vor allem macht der Deutsche einen Fehler: Er verwechselt das Dargestellte mit dem Darstellenden. Wenn ich die Folgen der Trunksucht aufzeigen will, also dieses Laster bekämpfe, so kann ich das nicht mit frommen Bibelsprüchen, sondern ich werde es am wirksamsten durch die packende Darstellung eines Mannes tun, der hoffnungslos betrunken ist.“

    Am Ende möchte ich noch klarstellen, dass ich die RD sehr gerne lese, da die RD Themen behandelt die andere Regionalzeitungen „unter den Tisch fallen lassen“. Rechtsradikales Gedankengut lehne ich ab.

    Der hier kommentierte Artikel der RD ist als persönliche „Meinung“ von Stefan Aigner deklariert. Die Überschrift mit der Wortschöpfung „Pegida-Peter“ hat jedoch hetzerischen Charakter, welchen ich auch aufgrund der Wortwahl persönlich als unseriös für ein öffentliches Medium, welches sich als „unabhängig“ anpreist, empfinde.

    Inhalt des Artikels und der nachfolgenden Diskussion hätte eher sein müssen, wie weit Satire gehen darf. Letztendlich wurde es jedoch eher zu einer Hass-Tirade.

  • Bert

    |

    @Elisabeth

    Sie haben recht. Über der In&Out-Rubrik steht „Satire“ drüber.
    Aber sind dann die regelmäßigen In-Empfehlungen für ausgewählte Kneipen auch Satire (aktuell z.B. das Café Spital, sonst häufig die Emma)? Ich vermag den satirischen Charakter des Textes nicht zu erkennen…

  • Mr. T

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    Satire darf alles!
    Aber eben nur Satire – und dazu muss es auch Satire sein. Ein Text, egal ob klug oder blöd, ob uns Gutmenschen gefällig oder am Rande der Legalität, wird nicht dadurch zur Satire, indem man ihn so betitelt, sondern durch seinen Inhalt.

  • Wolfgang

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    Ich habe mein MZ-Abo gekündigt.
    Diese unsägliche Berichterstattung hat mit Journalismus nichts zu tun.

    Wolfgang

  • Franz Mahler

    |

    @Elisabeth, 27. Juli 2015 um 12:57 | #

    Der noch lebende Kabarettist Christoph Sieber sagte vor kurzem (sinngemäß): Allein die Frage, die immer gestellt wird, wie weit Satire gehen darf, ist schon falsch, weil sie die Thematik verkürzt und die Sichtweise einengt. Die richtige Frage lautet nämlich, wie weit Satire gehen MUSS.

    Jeder, der sagt, „das Ziel des Angriffs waren jedoch ganz offensichtlich die Politik und die darin agierenden ‚Gutmenschen‘, greift auch mich an. Ich bin zwar kein Politiker, aber einer dieser „Gutmenschen“. Das gebe ich ganz offen zu. Ich stehe für Menschenrechte, Humanismus, Frieden, Solidarität, Empathie für Schwache, soziale Gerechtigkeit, kurzum für die Ideale der französischen Revolution: Liberté, Égalité, Fraternité. Andere Gutmenschen reden auch von der Maxime von Kant oder von christlicher Nächtstenliebe, der zentralen Botschaft Jesus Christi. Christliche Werte bestehen nicht darin, dass man „C“SU wählt, die Wände mit Kruzifixen tapeziert und am 24.12. in der Kirche einen falschen 5-Euro-Schein in den Klingelbeutel wirft. Jesus Christus war bei Lichte betrachtet ein pazifistischer Sozialrevolutionär, der sich für die Kranken, Behinderten, Bedürftigen eingesetzt hat und den maßlosen Reichtum angeprangerte. Wie war das noch mit dem Kamel und dem Nadelöhr? Die meisten „Christenmenschen“, die in diesem sogenannten christlichen Land christliche Werte verteidigen, haben offenkundig noch nie was davon gehört.

    „Bösmenschen“, die mit dem Begriff des „Gutmenschen“ argumentieren, wollen damit nämlich diejenigen, die für Werte und Ideale wie die oben genannten stehen, diskretieren und die Diskussion ins Lächerliche ziehen. Der Begriff „Gutmensch“ war nicht zu Unrecht einmal Unwort des Jahres.

    Zitat der Jury 2011: „Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des ‚guten Menschen“ in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationaler Diskussion gehören.“

    Und wenn man sich schon auf den wirklich großartigen Tucholsky beruft, dann sollte man nicht unter den Teppich kehren, für wen Tucholsky das satirische Wort ergriffen hat. Das Ziel von Tucholsky bestand nicht darin, den Reichen und Mächtigen ganz tief hinten rein zu kriechen, sondern für die einzutreten, die keine Stimme haben und sich nicht selbst helfen können.

    „Der Zweifel ist die Intelligenz des 21. Jahrhunderts, alles anders kann man googeln.“ (Sebastian Pufpaff)

    MfG
    Franz Mahler

  • wahon

    |

    @Elisabeth
    Wenn man über Kalauer und witziggemeinte Bemerkungen das Wort „Satire“ setzt, ist das nichts weiter als ein Etikettenschwindel. Grundsätzlich: Satire wendet sich immer gegen die Starken und Mächtigen, niemals gegen die Schwachen und Hilflosen. Deshalb gibt es keine „konservative“ oder „rechte“ Satire. Die Konservativen und Rechten befinden sich bei uns an der Macht und deshalb ist nichts, was der Pegida-Peter jemals produziert hat, als Satire einzustufen.

  • florian stäuble

    |

    interessante frage: gibts rechte Satire?

  • Franz Mahler

    |

    betr. florian stäuble, 29. Juli 2015 um 09:43: gibts rechte Satire?

    Ich meine: Nein, es sei denn, man versteht Satire lediglich in formaler Hinsicht als Summe von Stilmitteln, um Zustände oder Gruppen der Gesellschaft auf eine bestimmte Weise zu kritisieren.

    So gesehen gibt es dann selbstverständlich „rechte“ Satire. Wenn man z. B. über Behinderte, Arbeitslose, Kranke, Obdachlose, Arme, Pflegebedürftige, Flüchtlinge, hungernde und hilflose Menschen usw. Witze macht oder diejenigen verspottet, die für diese Menschen eintreten oder ihnen helfen. Das entspricht dann ganz dem sozialdarwinistischen Grundprinzip rechter Gesinnung: nach unten treten und nach oben buckeln.

    „Satiriker“, die das tun unterscheiden sich nur in der ausführenden Handlung von A-Löchern, die einer alten Oma ihren Krückstock wegnehmen und sich dann köstlich darüber amüsieren, wenn sie sich lang legt. Allerdings würden sich diese „Satiriker“ vehement dagegen verwehren, mit den A-Löchern auf eine Stufe gestellt zu werden, da sie sich selbst als kultivierte, zivilisierte, anständige, aufrechte und ehrenwerte Bürger sehen.

    (Etwas anderes wäre es, wenn z. B. Behinderte Witze über sich selbst machen würden.)

    Satire im Sinne von Tucholsky ist nur dann Satire, wenn sie sich mit den Reichen und Mächtigen anlegt. Wenn Menschen am Boden liegen und nichts zum Fressen haben, dann muss man diejenigen kritisieren, die den Hals nicht voll kriegen und sich künstlich aufregen, wenn sich herausstellt, dass ihr Rembrandt, den sie für 30 Millionen Euro gekauft haben, kein echter Rembrandt ist, sondern ein gefälschter. Aus diesem Grunde sollte man auch immer aufpassen, wenn man einen Rembrandt kauft.

  • André

    |

    Man sollte nicht unterschlagen, dass in der gleichen Ausgabe z.B. nur wenige Seiten später auf die Fremdenhass zu verhindern suchende Ausstellungsreihe „Ich bin da.“ und auf Kai Degenhardts und Rolf Beckers antifaschistische Lesung in der Mälze hingewiesen wird. Zwei Artikel, die insgesamt mehr als vier Mal so viel Platz in der Zeitung einnehmen als der tatsächlich problematische zitierte Kommentar, und wohl kaum so in einem Pegida-Flugblatt erschienen werden.

  • Franz Mahler

    |

    betr. André, 31. Juli 2015 um 02:06

    Die Quantität der redaktionellen Inhalte („mehr als vier Mal so viel Platz“) ist eine Sache. Man muss allerdings auch die Frage stellen und beantworten: Wer und wie viele Leute lesen die strittigen In- und Out-Rubriken und wer liest die Seiten, auf denen auf die genannte Ausstellungsreihe und die Lesung hingewiesen wird?

    Rund ein Drittel der Deutschen lesen, wenn sie die Schule verlassen haben, für den Rest ihres Lebens überhaupt kein Buch mehr. Ich bezweifle sehr stark, dass diese Leute sich für Lesungen interessieren, auf denen Intellektuelle ihre Bücher vorstellen und Lieder gegen den Krieg singen, geschweige denn dorthin gehen. Einfache Geister wollen einfache Lösungen (Ja/Nein, In/Out) und kitschige Liebeslieder und keine tiefergehenden gesellschaftlichen Analysen und pazifistischen Singsang.

    Einfache Geister, deren Lektüre sich auf die „Bild“ und „BUNTE“ beschränkt, gibt es natürlich auch bei den Bürgern, die die Schule mit einem sogenannten Hochschulabschluss beenden. Es sei denn, die „Bild“ würde Werbung machen für das Buch eines Rechtsextremen: Deutschland stirbt aus oder so ähnlich. Wie hieß der nochmal? Thilo Sars? Thilo Sarin? Ah nee. Sarin, das ist bekanntlich ein hochpotenter geruchloser Nervenkampfstoff und Sars, das ist ein extrem gefährlicher Virus.

    Andererseits dürfte außer Zweifel stehen, dass Flugblätter von Parteien, politischen Gruppierungen, Verbänden usw. nicht neutral und objektiv im Sinne eines unabhängigen Dritten sind. Wer gegen „kriminelle“ Ausländer zu Felde zieht, wird man wohl kaum auf seinem Flugblatt gleichzeitig auf die kriminellen deutschen Steuerhinterzieher hinweisen, die das Finanzamt und die Allgemeinheit jedes Jahr um zig Milliarden Euro bescheißen. Wer als Lobbyist Werbung bzw. PR für die Atomkraft macht, wird das sogenannte „Restrisiko“ verharmlosen bzw. unter den Teppich kehren und z. B. die negativen ökologischen Folgen von Braunkohlekraftwerken hervorheben.

    Da fallen mir die Werbespots in der Glotze für frei verkäufliche Arzneimittel ein. Am Schluss kommt auch immer in kleiner Schrift und ganz schnell gesprochen der Hinweis: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Ich möchte nicht in Abrede stellen, dass der Hinweis überhaupt keine Wirkung hat, aber wie viele Konsumenten, die sich die Tabletten anschließend kaufen und schlucken, fragen tatsächlich VORHER den Arzt oder Apotheker? Das machen die meisten doch erst dann, wenn es Komplikationen gegeben hat.

    MfG
    Franz Mahler

  • André

    |

    betr. Franz Mahler, 1. August 2015 um 09:38

    Diese Frage ist durchaus berechtigt, betrifft aber wohl eher die Lesebereitschaft und den Bildungsstand der deutschen Bevölkerung als die eigentliche Thematik dieses RD-Artikels. Genauso ließe sich aber bspw. auch unterstellen, dass ein Außenstehender, der sich wenig bis gar nicht für die Regensburger Regionalpolitik interessiert, besagte In&Out-Rubrik womöglich direkt überblättern und sich ausschließlich für die weiter hinten stehenden kulturellen Veranstaltungen interessieren könnte.

    Der weiter oben diskutierte subjektive Kommentar ist höchstproblematisch, pauschalisierend und in dieser Erscheinungsform nur schwer zu tolerieren – das versuche ich nicht im Geringsten in Frage zu stellen. Was mir nicht gefällt ist, dass eine ganze Publikation, die offensichtlich schon seit über 30 Jahren in dieser Form erscheint, nur wegen eines einzigen Kommentars in eine rechte Ecke gedrängt wird. Das erscheint mir auf den ersten Blick ebenso pauschalisierend und unreflektiert.

    Zum „Pegida-Flugblatt“: Den Begriff habe ich natürlich bewusst in Bezugnahme auf mit der Titelung dieses Artikels einhergehende Assoziationen verwendet und nicht, um eine Diskussion über die einseitige und subjektive Natur solcher Flugblätter anzustoßen. Die steht selbstverständlich außer Frage.

  • „Die Zeiten haben sich geändert.“ » Regensburg Digital

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    […] sie also, die Stimmung – so wie es sich der Herausgeber der Regensburger Stadtzeitung und Veranstalter Peter Kittel in seinem neusten Hetzpamphlet geradezu herbeiwünscht? Fallen Äußerungen von Regensburgs […]

  • Der Spezl des Jahres » Regensburg Digital

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    […] Über die regelmäßigen Ausfälle von Pegida-Peter in seinem monatlichen Anzeigenblatt – zu pöhs…– bar jeden Arguments, aber voller Ressentiment – verloren die besagten Blätter dagegen kein Sterbenswörtchen. Es ist schon gut, ein bisschen verspezelt zu sein. […]

  • Roland Hofmann

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    Zunächst mal möchte ich den qualifizierten Fachkräften, die hier in Bezug auf den literarischen Begriff labern, etgegenhalten, daß Herr Kittel Germanistik studiert hat (weiß nicht ob mit Abschluß, aber immerhin); somit dürfte er vermutlich qualifizierter zur Beurteilung sein, als der quasselnde Hobbygermanist. „Satire“ ist durchaus kein homogener und mono-dimensionaler Begriff. Es tut mir leid, aber da der Artikel gar nicht schlecht ist, poste ich hier dann doch den Wikipedia Link, um das unqualifizierte Gequake etwas einzudämmen: https://de.wikipedia.org/wiki/Satire
    Ungeachtet dessen, selbst wenn man den Schwerpunkt der Satire auf pointierte Kritik an den Mächtigen/Machthabern einengen möchte, dann müßte aber Satire, wenn der Machtmainstream, so wie hier in der DDR 2.0, quasi/pseudolinks ist (Macht ist aber nie „links“; wobei auch der Begriff links schon wieder sehr problematisch ist – Frage war zB Hitler rechts, aber Stalin links; Frage sind dann Stalinisten wie SED, Jusos, SED, FDJ, „Linke“, DKP, KPD/ML, KB, KBW, Arbeiterbund … links, wenn Stalin ja doch nur die sowjetrussische Variante eines Imperialisten, so wie Hitler eben die deutsch-bolschewistische? Oder Mao die chinesische Variante? Wir 68er haben nächtelang über solche Begriffe gestritten; auch in Regensburg. Regensburg hatte übrigens den ersten linken Präsidenten einer deutschen Uni … Gustav Obermeier.
    Der Mainstream ist heute pseudolinks; Kittel greift ihn durchaus teils an. Auch eine andere anarchische Kunstform (Satire) ist eine davon, nämlich der Rock n Roll, kann in seiner rebellischen Haltung gegen das Establishment nicht systembefürwortend sein. Es kommt einem ja das Kotzen, wenn man nachgemachte Punks wie Campino Hohelieder auf die Ultrastalinistin Merkel singen hört. Ist das jetzt links? Oder rechts? Oder was? War das jetzt Satire? Äh, oder wie oder was?
    Der Kittel Peter war wohl nie ein echter „Linker“ (was immer das ist), aber irgendwie ging er immer in Richtung Freigeist; was ihn schon weit über den Großteil seiner Kritiker erhebt. Und er ist ein Macher; im Gegensatz zu dem Großteil der Regensburger Laberer. Und daß er sich nicht über den Tisch ziehen lassen will, von potentiell betrügerischen Standlbetreibern … na klar! Ich bin 68er, Mitbegründer des AUS, der roten Schülerfront, Wackersdorf Aktivist … und ich sehe keine Grund, daß Möchtegernlinke Spießer einen, zugegebenermaßen sperrigen, Freigeist wie den Kittel Peter an den Pranger stellen. Und ich will ihn auch nicht heiligsprechen; der hat Ecken und Kanten, Schwächen und Stärken, … wie jeder von uns!

  • Erfolgreiche Papst-Promo » Regensburg Digital

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    […] verfallen, nein: Man hat bereits einen weiteren Vorstoß gewagt. Über ihren Wahlkampfberater Peter Kittel, enger Vertrauter des MZ-Herausgebers Peter Esser, ließen Teile der Partei bereits die Forderung […]

  • Rudy Christl

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    Was zu erwarten war, in seiner Neuestenausgabe ergießt Kittels sich über mich auf drei Seiten voll mit Lügen und ehrwürdigen Falschaussagen.
    Erkannt es nichts, wenn man ihn als braun bezeichnet und nicht mehr bei ihm inseriert…
    Q.e.d.

  • Das Dementi der Woche » Regensburg Digital

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    […] er sich wegen einer Glosse aus dem Jahr 2015, von der er jetzt erst erfahren haben will, in seiner persönlichen Ehre verletzt fühlt, hat sich […]

  • Herr M

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    Kurze Info:
    Wenn man nach „Peter Kittl“ in der Suchmaschint mit dem „großen G“ sucht, ist dieser Artikel der Erstplatzierte.

  • Michels

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    Hallo Leute,
    ich weiß zwar nicht worum es geht, aber hier seit Ihr doch alle irgendwie auch selber schuld.
    Ein Mensch in dieser unseren heutigen Zeit, LEBT VON PUBLIC. Man kann einene Person auch Totschweigen. Solange über jemanden der es nicht wert ist geredet wird, ist diese Person Aktuell.
    Hakt diese Person doch alle ab.
    Ignoranz, Ignorieren, KEIN EINZIGER VERBALER SATZ, Niemand sollte diese Person mehr erwähnen, jedes Wort ist ein Wort zu viel.
    Suchmaschinen leben von der Aktualität eines Themas.

    Also an alle, niemand sollte mehr über diese Person Schreiben, reden oder sonst was.
    Dann wird er in den Suchmaschienen auch nicht mehr erwähnt werden.

  • blauäugig

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    @Michels Wir alle haben das Thema über ein halbes Jahr totgeschwiegen und fast vergessen, bis Sie es wieder ausgegraben haben. „Suchmaschinen leben von der Aktualität eines Themas.“ Danke, dass Sie das Thema aufgewärmt haben.

  • Der Feinsender, 005 – Heimatversonnen » Regensburg Digital

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    […] Politagitation“ missbraucht sehen. Dabei fiel er in der Vergangenheit immer wieder durch fragwürdige politische Verlautbarungen auf. Was soll (unpolitische) Heimatliebe aber denn eigentlich bedeuten? Sie liefert zumindest […]

  • Aus dem Redaktionstagebuch (4/17) » Regensburg Digital

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    […] mit eben jener Aufmerksamkeit bedacht wie es der in Regensburg weltberühmten Veranstaltung und seines mindestens eben so berühmten Organisators angemessen ist. Da hatte man zuvor im verlagseigenen Gebäude ein geradezu episches und medial […]

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