SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Medien’

UPDATE Eine Band wie Revolverheld spricht bei den Schlossfestspielen das Offensichtliche an und die Mittelbayerische Zeitung überschlägt sich bei dem Versuch, Gloria von Thurn und Taxis zu verteidigen und in bestmöglichem Licht darzustellen.

38 – so viele Beiträge findet man (inklusive) Vorberichterstattung, wenn man auf der Internetseite der Mittelbayerischen Zeitung den Begriff „Schlossfestspiele“ ins Suchfeld tippt. Regelmäßig zur Festspielzeit ist beim Medienhaus von Personalmangel keine Rede mehr. Mit einem guten Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rückt man in Schloss Emmeram an und scheut weder Kosten noch Mühen, um einer Veranstaltung mit begrenzter überregionaler Strahlkraft und der dort auflaufenden Provinzprominenz (Nein, damit sind nicht alle Besucher gemeint.) zu gebührender Wahrnehmung zu verhelfen. Mit Vor-, Zwischen und Nachberichten und mit einem eigenen Format namens „Schlossfestspiele TV“, mit Infos zum meistverkauften Getränk, der auffälligsten Frisur oder der Garderobe. Und wenn das MZ-Team mal gar nichts zu berichten hat, dann berichtet man eben über sich selbst und darüber, wie es so ist mit dem ganzen Berichten.

Tag 23 im Wolbergs-Prozess

Kollektives Kreisen um Hartls Problem-Mail

Der 23. Verhandlungstag im Korruptionsprozess bringt einen neuerlichen Rüffel für die Ermittlungsbehörden: Nach weiteren Schlampereien bei den Protokollen der Telefonüberwachung ordnet Richterin Elke Escher die Neuverschriftung von 111 aufgezeichneten Gesprächen an. Ob die Ausschreibung des Nibelungenareals auf den Bauträger Volker Tretzel zugeschnitten war, bleibt derweil trotz annähernd 30 vorgespielter Telefonate derweil weiter ungewiss. Allerdings offenbaren Gespräche das zweifelhafte Verständnis eines Regensburger Mediums von Journalismus. Joachim Wolbergs legt in diese Zusammenhang seine Sicht der Dinge zur hiesigen Medienlandschaft offen.

„Bereits bestehende Gewogenheit“

Ermittlungen gegen Wochenblatt-Redakteur eingestellt

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen Christian Eckl, Redaktionsleiter des Regensburger Wochenblatts, und Oberbürgermeister Joachim Wolbergs eingestellt. Ihnen war Bestechung bzw. Bestechlichkeit vorgeworfen worden. Ungeachtet dessen sprach ein Kripobeamter am Donnerstag vor Gericht von einer „engen Zusammenarbeit“ zwischen Wolbergs und dem Wochenblatt und einer „gesteuerten Aktion“ gegen die Staatsanwaltschaft.

„Wer in die Küche geht, der muss auch Hitze aushalten können.“

Nach Durchsuchungen: Ein nervöser CSU-Chef und sein „bestens gelaunter“ Wahlkampfmanager

Die Ermittlungen gegen den Regensburger CSU-Chef Franz Rieger und dessen Wahlkampfmanager Peter Kittel sorgen im Vorfeld der heutigen Vorstandssitzung zwar für etwas Nervosität, aber Kittel hat kürzlich in der ihm freundschaftlich verbundenen Mittelbayerischen Zeitung eine erstaunliche Durchhalteparole ausgegeben: „Wer in die Küche geht, der muss auch Hitze aushalten können.“ Kein Wunder, wenn man mit der MZ ein eigenes Süppchen kocht.

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