SOZIALES SCHAUFENSTER

Pressekonzentration

PNP schluckt Mittelbayerische Zeitung

MZ-Herausgeber Peter Esser führte die Mittelbayerische Zeitung in dritter Generation. Nun verabschiedet sich die Familie aus dem Mediengeschäft. Foto: Archiv

Es ist das Ende einer Ära: Die seit ihrer Gründung von der Familie Esser geführte und herausgegebene Mittelbayerische Zeitung wird von der PNP übernommen und Bestandteil der Passauer Verlagsgruppe.

Die Hiobsbotschaft kam am Freitagvormittag. In einer formlosen Mail wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MZ-Verlags mitgeteilt, was ihr neuer Arbeitgeber nahezu zeitgleich online bekannt gab: Die Passauer Verlagsgruppe übernimmt den Mittelbayerischen Verlag und seine Tochtergesellschaften. Die Familie Esser, der die MZ seit Gründung in dritter Generation gehört, zieht sich aus dem Verlag zurück. Zum Ende des Jahres verlässt Martin Wunnike das „Medienhaus“, der die geschäftlichen Geschicke des MZ-Verlags die letzten Jahre federführend verantwortet hat.

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PNP seit Jahren auf Einkaufstour

2017 hatte sich die PNP bereits den in Ingolstadt ansässigen Donaukurier einverleibt. Der Erwerb der Mittelbayerischen Unternehmensgruppe sei vor diesem Hintergrund „ein logischer Wachstumsschritt und eine perfekte Ergänzung der bisherigen Verlagsaktivitäten“, lässt sich PNP-Verlegerin Simone Tucci-Diekmann in einer Veröffentlichung zitieren, die zunächst bei PNP und Donaukurier und etwas später auch wortgleich auf der Internetseite der MZ erschienen ist. Laut eigenen Angaben erreicht die Passauer Verlagsgruppe nach dieser Übernahme tägliche verkaufte Auflage von rund 348.000 Exemplaren – ohne Anzeigenblätter.

In Regensburg stammte aus der Passauer Verlagsgruppe bislang lediglich das Anzeigenblatt Wochenblatt, ehemals ein Medium, das in der Lokalberichterstattung durchaus eine Rolle spielte. Mittlerweile wurden die Redaktionen dort zusammengestrichen. Die Inhalte – Kochrezepte, Kreuzworträtsel und PR-Texte – werden über eine Zentralredaktion erstellt, haben größtenteils keinen Lokalbezug und dienen lediglich als pseudojournalistischer Deckmantel zur Verteilung von Werbeprospekten.

Stillschweigen über Details

Abseits von PR-Aussagen über die „gute Verhandlungsatmosphäre zwischen allen Beteiligten“ (Peter Esser) und dazu, dass man „fest an die Zukunft der Regionalzeitungen“ glaube (Tucci-Diekmann) ist der gemeinsamen Verlautbarung nicht viel zu entnehmen. Noch fehlt auch die Zustimmung des Kartellamts. „Über sämtliche Details wurde Stillschweigen vereinbart“, heißt es. Und so bleibt einerseits unklar, ob der Verkauf wirtschaftlichen Notwendigkeiten geschuldet ist oder ob sich schlicht kein Nachfolger für Peter Esser findet, dem nicht unbedingt ein Faible für seine Rolle als Herausgeber und Verleger eines journalistischen Mediums nachgesagt wurde.

Die Mittelbayerische Zeitung hat in den letzten zehn Jahren kontinuierlich an Auflage verloren – so wie das Gros der Tageszeitungen in Deutschland. Pro Jahr war ein Rückgang von etwa zwei, zuletzt 2,8 Prozent zu verzeichnen. Die verkaufte Auflage im gesamten Verbreitungsgebiet fiel bereits 2020 unter die magische Grenze von 100.000. Derzeit liegt sie bei etwas mehr als 96.000 Exemplaren plus rund 11.500 MZplus-Abonnements, die Zugang hinter die Paywall auf der MZ-Seite gewähren.

Was kommt auf die Beschäftigten zu?

Aktuell beschäftigt die MZ-Unternehmensgruppe etwa 400 Menschen inklusive Druckzentrum und der Tochter Citymail. Bereits im Zuge der Coronapandemie wurden Stellen im mittleren zweistelligen Bereich abgebaut – vornehmlich bei der Tochter m-medienfabrik GmbH.

Die MZ-Beschäftigten wurden von der heutigen Ankündigung dem Vernehmen nach völlig überrascht. Ob und welche Veränderungen es für sie geben wird, ist bislang nicht bekannt. Sie wissen nur das, was in der Zeitung steht. Doch bereits anlässlich der Übernahme des Donaukurier durch die PNP 2017 hatten Vertreter von ver.di und Journalistenverband sowohl vor einer neuen, gefährlichen Stufe der Pressekonzentration in Bayern gewarnt. Ebenso vor negativen Auswirkungen für die Beschäftigten angesichts eines fehlenden Haustarifvertrags.

Aktuell spricht Michael Busch, Vorsitzender des Bayerischen Journalistenverbands, anlässlich der Übernahme von einer „Katastrophe für die Medienvielfalt“. Die Passauer Neue Presse habe nun von Passau über Regensburg nach Ingolstadt die Nachrichtenhoheit weitgehend erreicht, so Busch gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Die Erfahrungen zeige zudem, dass diese Art der Verschmelzungen in der Regel mit Personalabbau einhergehe.

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Kommentare (26)

  • HugoHugo

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    Das wird die eh schon obrigkeitshörige und miserable Presselandschaft in Ostbayern noch weiter verschlechtern. Balle-Gruppe und sonst nur noch PNP bis Ingolstadt. Das schmerzt der Demokratie. Jeder korrupte Politiker von Ingolstadt bis Passau kann sich freuen.

  • Mr. T.

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    Recht schad ist’s nimmer um die Mittelmässige. Aber besser wird’s wohl auch nicht werden dadurch – eher noch schlechter.
    Der Schaden für die Diversität der Presselandschaft ist auch nicht so riesig, da die beiden Blätter eh nie weit auseinander waren. Hat die CSU eben nur noch einen Ansprechpartner von Passau bis Schwandorf.

  • Madame

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    Die CSU darf jubeln. Die mz geht und gibt’s nicht mehr. Die neue pnp wirds noch mehr schaffen, rbg.mit noch schwärzerer Farbe zu besudeln. Der schwache stadtrat hört vielleicht nur noch auf ein Kommando. Pnp ist das richtige organ dazu.

  • Checker Tobi

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    Heißt das also für den hiesigen Leser, keine Artikel von oder über Wein-und Golfspezln der Familie Esser?
    Wer erinnert sich noch daran, dass es der MZ eine ganze Seite wert war, über den Werdegang des damals 19 jährigen Tim Helmes zu berichten? Weil man doch so gerne gemeinsam etwas unternimmt.
    Soll es das jetzt gewesen sein? Wie schade.

  • Christian

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    Dann ist der Dr. Eckl ja wieder bei seinem alten Arbeitgeber. Ob die das Niveau noch weiter senken können?

  • Heinrich Kielhorn

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    Muss jetzt der Peter Kittel nach Passau fahren, um seinen Lehnseid zu erneuern?

  • Jonas Wihr

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    Paul Sethe, Gründungsherausgeber der FAZ, meinte: „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten … “. Das war vor 70 Jahren. Heute sind es bundesweit nicht einmal mehr 20 sehr reiche Leute, die ihre Meinung verbreiten. So wenig ich die MZ schätzte, das eine Monopol wird jetzt durch ein anderes ersetzt.

  • joey

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    Deswegen gibts RD. Um die “Presse” digital zu ersetzen, wozu man nur eine kleine Gruppe von Menschen und vergleichsweise wenig Kapital braucht.

    Die MZ geht nicht unter, weil sie so erfolgreich war. Die Abonnenten von MZ und Balle Gruppe sind im Durchschnitt aus dem Konsumentenalter raus, da gibts keine Inseratgewinne und die Printeinnahmen gehen mit der Sterberate zurück. Deswegen macht man jetzt schon Kasse, so lange das wenigstens ein bischen was wert ist.

  • Quodlibet

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    Die MZ hatte mit den beiden Karl Essers noch einen sozialen Anstrich, Karl Esser jun. war ja ein wunderbarer Mensch und aufrechter Sozialdemokrat. Der Nachfolger blieb halt immer der blasse Sohn des Vaters, der das ungeliebte Erbe jetzt endlich los ist. Und jetzt wird es im wahrsten Wortsinne immer schwärzer in unserer Presselandschaft. Mir tut es wirklich leid um die alte MZ der Karl Esser-Zeit!

  • da_Moartl

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    “Schod is need! Schwoarz woars eh scho wia´d Nacht.” Aber im Ernst: Im Mantelteil war das meiste eh schon zugekauft oder abgeschrieben. Schade ist es eigentlich nur um die Handvoll wirklich engagierten – meist sog. “festen freien” – Mitarbeiter, die sich für gute Stories “den Arsch aufgerissen” haben für einen Hungerlohn. Die werden jetzt vermutlich noch ein paar Cent weniger für ihre Artikel bekommen, die sie meist eh schon am heimischen Computer schreiben und zusammenbasteln müssen. Ansonsten wird es wie immer in solchen Fällen eine Menge Arbeitsplätze kosten. Und was unmenschlichen Umgang mit unliebsamen Mitarbeitern angeht, nehmen sich die beiden Häuser ja auch nichts.

  • Rufus

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    Ich verstehe nicht, wie man als Zeitungserbe sowenig engagiert sein kann. Es gibt so viele wirklich tolle Typen mit Kraft und Ideen, die aber trotzdem nie in den großen Radar der Öffentlichkeit kommen. Da erbten damals zwei eine Zeitung – große Möglicheiten! – aber denen ist es wurst, was daraus wird. Die beiden Essers haben so wahnsinnig wenig kapiert im Leben!
    Aber echt wenig kapiert!

  • Ferdl

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    Was soll’s, dann steigen wir um auf idowa.

  • xy

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    Als “Zeitungserbe” ist man so viel bzw. so wenig “engagiert”, wie andere Unternehmer auch. Nach dem Krieg war der Betrieb einer Zeitung eine “Lizenz zum Gelddrucken”. Jetzt, durch die Digitalisierung, wird das Geschäft schwierig. Da sucht dann jeder Unternehmer nach einem Ausweg. Gerade heute habe ich in der FAZ gelesen, der FAZ gehe es gut, was die FAZ darauf zurückführt, das wg. des unzuverlässigen Internets ein großer Bedarf an Qualitätszeitungen herrsche. Eine solche “Qualitätszeitung” war die MZ aber eben leider nicht mehr. Schade ist es aber trotzdem. Jede unabhängige Zeitung bedeutet ein Mehr an Pressefreiheit und Meinungspluralismus.

  • Joachim Datko

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    Das Ende der Bezahlzeitungen, eine Leistung des Internets!

    Zeitungen können mit dem Informationsangebot des Internets nicht mithalten. Ich lese schon lange keine Zeitungen mehr. Nur einige Vorteile des Internets:

    Kommentarfunktion: Als häufiger Leserbriefschreiber suchte ich den eingereichten Leserbrief oft vergeblich. Erschien der Leserbrief, war er oft gekürzt. Auch war es ärgerlich, dass die Überschrift manchmal verändert wurde. Im Internet werden die Kommentare fast immer veröffentlicht, nicht gekürzt oder gar verändert.

    Inhalt: Fast alle Leser interessieren sich nur für bestimmte Rubriken. Mich interessiert z. B. Sport überhaupt nicht, oft ein großer Teil in Zeitungen. Trotzdem bekommt man die Teile, die einen nicht interessieren, eine Umweltbelastung.

    Informationsgehalt: Journalisten können nicht überall Spezialisten sein. Bei steigender Bildung in der Bevölkerung sind langatmige Artikel oft mit geringem Informationsgehalt für viele Leser. Ich brauche nur kurze und präzise Aussagen. Im Internet kann ich schnell weiterspringen.

  • Hartnäckig

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    Der Verkauf der MZ ist eine sehr schlechte Nachricht.
    Als beispielsweise im ehemaligen Landkreis Beilngries die MZ noch mit dem Donaukurier konkurierte, war der MZ-Ableger “Sulz-Altmühl-Umschau” lokal gesehen wirklich bemerkenswert.
    Auch jetzt noch war der Bereich Wörth/Pfatter deutlich besser wegen des Mitbewerbers Straubinger Tagblatt.
    Ich fürchte, uns erwartet nun noch mehr Einheitsbrei als bisher !
    Schade nur für die PNP, dass es Regensburg Digital gibt.
    Ein wenig anstrengen müssen sie sich doch noch !

  • Dieter

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    Da weiß man gar nicht, ob man lachen oder weinen soll.
    Auf jeden Fall ist jede Übernahme ein Verlust für die Pressevielfalt, auch wenn im Fall der aktuellen MZ dieser überschaubar bleiben wird. Nichtsdestotrotz hätte ein anderer Nachfolger der Essers vielleicht auch eine Verbesserung oder Neuausrichtung bedeuten können.
    So bleibt alles bestenfalls beim Alten. Schön ist das nicht.

  • vorschlag

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    Vielleicht wäre es eine Gelegenheit, die Region, die regensburg-digital abdeckt, ein wenig zu erweitern; vielleicht nicht unbedingt auf das Gebiet der PNP aber das Donaugebiet In-Keh-R-Sr wäre ein Anfang.

    Andere wollen auch gute Berichterstattung!

  • Mr. T.

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    vorschlag, so wie ich regensburg-digital verstehe, geht es eben nur um lokale Themen oder überregionale mit Bezug zu Regensburg. Das ist auch ganz normal und so in Ordnung.
    Es sollten sich halt frustrierte Journalisten in Kehlheim, Straubing oder sonstwo ein Beispiel daran nehmen und etwas ähnliches versuchen. Vielleicht können dann auch mehrere lokale Projekte regional kooperieren. Aber das sind nur meine Gedanken als außenstehender Konsument solcher Medien.

    Und natürlich muss da auch was rüber kommen für solche Projekte. Von Daumen hoch und Lob alleine können die auch nicht leben.
    Ich poste hier mal nen Link zum Thema, ich hoffe er wird nicht gelöscht ;-)
    https://www.regensburg-digital.de/foerderverein-mitglied-werden/

  • AnnaM

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    Nein, ich hab die MZ nicht abonniert, obwohl ich älter bin. Dass Glorias Dackel grad Durchfall hat und Wolbergs zugenommen hat etc interessiert mich nicht wirklich. Boulevard-Blatt, keine Regionalzeitung, so wie früher. Eine handwerklich gute konservative Zeitung wäre für mich völlig ok, meine Meinung Bild ich mir immer noch selber. ABER: Die Leser*innen wollen gute, interessante Artikel lesen – und nix dafür zahlen. RD ist ein gutes Beispiel, schließlich hat Stefan Aigner sich von den Einnahmen endlich eine Immobilie in Regensburg kaufen können. Äh, in der Größe einer Schuhschachtel. ALSO: Wer hier mitliest, ohne einen Obulus an RD zu entrichten, soll einfach staad sein. Es ist die gleiche Scheiße wie sonst auch: Alle wollen alles billig: Fleisch, Klimaschutz, Handwerksleistungen, … “Geiz ist geil“ hat auch das Pressewesen kaputt gemacht, einerseits die Leser*innen, die nur noch online kostenlose Schlagzeilen scrollen. Andererseits Presse-Konsortien, die die Dividenden erhöhen, die Gehälter kürzen, keine Tarifverträge mehr abschließen (PNP!) . Wir kriegen das, was wir verdienen. Wenn 200 Leute aus KEH oder SR regelmäßig Geld an Regensburg Digital überweisen, dann würde das die Anstellung weiterer Journalist*innen (Entlassene von der MZ …) ermöglichen. Also: “Abo“ abschließen statt nur zu motzen. Danke!

  • Mr. B.

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    Zu AnnaM: (Entlassene von der MZ …) 

    Aber doch nur Ausgewählte, oder???
    RD ist ein freies Medium!!!

  • Tobias

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    Ich kaufe die MZ täglich für die Mittagspause, meistens für den Regensburg-Teil. Eines muss man aber wirklich sagen, da ich gerade von einem (über eine Drittseite verlinkten) Twitter-Artikel komme: Zeitungen sind doch weitaus greifbarer und glaubwürdiger. Da hängen feste Stellen dran, Aktiva und Passiva. Die absolute Affensch** auf Twitter, Facebook und Co. zeigt eben auch, dass unbegrenzte Reichweite für Jedermann eine absolut unüberschaubare Soße an Dreck zu Tage spült. Bei einer Zeitung fungiert das Ganze wie ein Sieb, bei dem das eigentlich lesbare hängenbleibt und aus der Jauche an (Fehl-)Informationen herausgehoben wird.

    Es stimmt aber auch, dass viele Artikel (dpa) aufweisen. Viele der MZ-Artikel sind mir 1:1 von Welt.de oder Spiegel.de vom Vortag bekannt.

    Was ich wirklich geil fände wäre eine große Redaktion von Regensburg-Digital. Denn der Regensburg-Teil mit den tollen Drohnenfotos von Tino Lex sind schon nice. RD pickt sich meistens die Top-Themen heraus und recherchiert, aber z.B. etwas über mögliche Bussstreiks, Geschichten über Staddteile oder Berichte wi e”Warum steht dieses Hochhaus leer” findet man hier nicht. Regensburg Digital ist eine extrem positiv hervorzuhebende Informationsquelle, die eben nicht, wie die MZ, im Einbahnstraßenprinzip agiert. Vermutlich eben auch, weil hier seriöse Arbeit (bzw. dem ehrlichen Eingestehen bei möglichen Falschangaben) absolut wichtig sind, während ein großer Medienkonzern sich hinter Antwälten verschanzt und so davonkommen kann.

  • Andreas

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    @AnnaM: Ich würde es sehr begrüßen wenn RD ein vollwertiges regionalbezogenes digitales Presseangebot liefern würde, gern auch als Abo-Modell.
    So wie es im Augenblick ist, reicht es halt nur für eine gelegentliche Spende.

  • Jonas Wihr

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    an AnnaM: “Alle wollen alles billig: Fleisch, Klimaschutz, Handwerksleistungen ..” Ja, will ich auch. Weil ich mir Fleisch vom Öko-Schlachter einfach nicht leisten kann. Weil ich eine CO2-Steuer nicht auch noch schultern kann bei diesen ständig steigenden Energiepreisen. “Geiz ist geil“ hat das Pressewesen nicht kaputt gemacht, sondern das “Gier ist geil” der Zeitungsinhaber und Herausgeber, die schlaflose Nächte haben, weil der Anzeigenverkauf wieder einmal miserabel war, wie Herr Esser gerne zitiert wird. Für eine gute regionale Tageszeitung zahlt man gerne seine 2 Euro. Nicht aber, wie Sie treffend bemerken, für ein Blatt voller Hofberichterstattung. Die Leser und Abonnenten können Sie nicht für das Aus der MZ verantwortlich machen. Sorry, wenn ich aus Platz- und Stilgründen auf linksidentitäres und -liberales Gendern verzichte. Ihre Forderung, dass alle still halten sollten, die RD nicht unterstützen, empfinde als anmaßend.

  • upsupssodala

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    Regensburg das Zentrum der Schwarzen Presse?..wir werden sehen, die alten Redakteure sind alle im Ruhestand oder schon lange weg. Der Politteil. vorne ist eh DPA und höchsten ein bisschen mehr CSU gefärbt ..einzig was interessant wäre ist der Regionalteil. Aber hier herrschte in letzter Zeit auch Trauerstimmung: Viele Volontäre die man losschickte, damit überhaupt etwas drin stand.
    Ein Redakteur wie Wanner längst im Ruhestand.. der Nachwuchs kurz gehalten..ein Dr. Eckl wird sein Dejavous…wenn es nicht ohnehin geplant war.
    Regensburg Digital oder eine andere überregionale Zeitung hätten jetzt endlich eine Chance mit einem guten Überregionalteil bzw. neuem Regionalteil..Traut euch.
    Und Herr Esser, ich bin sowas von enttäuscht..eine Stadt wie Regensburg und sein Personal so im Stich zu lassen und sich wahrscheinlichrweise nur den Immobilien zu widmen—
    auch der Stil es seinen Mitarbeitern mitzuteilen zeigt nicht unbedingt von großer Empathie

  • Petra Hartl

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    Die MZ war für mich schon immer eine der schnellsten Zeitungen der Welt, unter der Woche meist ein par Minuten Lesezeit, am Samstag etwas länger wegen der vielen Todesanzeigen.***
    Schon am Beispiel der Kulturseite, die in den letzten Jahren kläglich war und sich meist von dpa-Artikel nährte, wurde klar, dass den Verleger-Brüdern qualitative, umfassende Berichterstattung wurscht war. Schlechter kann’s mit dem PNP-Deckel kaum werden. Schade, MZ: R.I.P
    *** Gott sei Dank, die Todesanzeigen werden uns auch unter neuer Führung erhalten bleiben!

  • Alfred Meier

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    Eine späte Genugtuung für Johannes Evangelist Kapfinger (1902-1983), dem Gründer der Passauer Neuen Presse und stets hilfreichen Freund von Franz-Josef Strauß.

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drin